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Umgangsrecht für nur ein Kind einklagen

Letzte Nachricht: 11. April um 19:18
09.04.21 um 2:29

Ich hätte mal eine etwas ungewöhnliche Frage, vielleicht hat ja auch der ein oder andere Erfahrungen mit sowas, was man eigentlich nicht hoffen möchte aber kann ja sein das noch andere Menschen so sind.

Es geht um folgendes:
Der Großvater hat bestimmte Regeln missachtet, wie z.b sich nicht an Abmachungen gehalten und den Enkel einfach mal statt um 16 Uhr erst um 20 Uhr zurückgebracht ohne natürlich Bescheid zu geben.
Dann wurde sich stark in die Erziehung eingemischt und etc dies ging dann so lange bis die Mutter sagte, dass kein Kontakt mehr stattfindet.
Das nächste was hinzukommt ist dass der Enkel noch eine kleine Schwester hat und der Großvater diese schlicht ignoriert, Sie bekommt im Gegensatz zum Enkel keine Geschenke zu Weihnachten/Geburtstag und wird auch nicht angerufen oder besucht.
Dem Bruder ggefällt dieses Verhalten auch nicht, hat dem Großvater auch bereits wo noch Kontakt bestand er will das er seine kleine Schwester auch beachtet sonst will er nichts mehr von Großvater wissen wollen, was ja irgendwo verständlich ist.
die Kinder haben lediglichlediglich verschiedene Väter.
Der Großvater antwortete auf die Frage warum er die Enkelin nicht sehen möchte, weil er den Vater des Kindes nicht mag. 
Dass das Kind dafür ja nichts kann versteht er aber irgendwie nicht.

Jetzt will er den Kontakt einklagen, ich frage mich jedoch ob das wirklich geht?
kann man für das eine Enkelkind Umgang einklagen und das andere Enkelkind bleibt traurig zurück? 
Für mich kann sowas doch niemals dem Kindeswohl entsprechen, weil für mich steht klar im Vordergrund entweder beide oder keiner.
Die Frage wäre ja auch welcher Richter würde für so etwas für gut heißen oder? 

 

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09.04.21 um 21:02

Großeltern können auch Umgang einklagen, ja. 
Ob so selektiv, wage ich aber zu bezweifeln. 

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11.04.21 um 15:37

Ich denke mir gerade, warum das nicht gehen sollte?
Er scheint ja auch im Leben von einem der beiden Kinder eine Rolle zu spielen.

Wenn Kinder verschiedene Väter haben und nur einer davon kümmert sich, bleibt der Rest auch traurig zurück. Wenn der Richter also entscheidet, dass der Großvater für das Kindeswohl des Jungen wichtig wäre, aber für das des Mädchens schädlich, könnte ich mir ein solches Urteil schon vorstellen.

Der Richter würde den Großvater wohl nicht zu Umgang verdonnern, den er nicht will. Ich kann mir das auch nicht im Interesse des Mädchens vorstellen, dass es dann auch mit muss und direkt erlebt, wie unmenschlich ihr eigener Großvater ist.

Wenn jetzt aber schon länger kein Kontakt mehr besteht kann es schon sein, dass er da nicht viele Chancen hat.

Womöglich werden auch die Kinder befragt. Je nachdem, wie alt der Junge ist.
"Beachte auch meine Schwester!" klingt in Jungen Jahren schon sehr in den Mund gelegt. Ein 6-jähriges verzichtet glaube in der Regel nicht auf seinen Vorteil (Tolle Sachen und Geschenke) bloß weil die kleine Schwester in die Röhre guckt. Ein 13-jähriger nimmt das vielleicht bewusster wahr und möchte solche Ungerechtigkeit nicht unterstützen. Zumindest, wenn er seine Schwester mag (Das ist ja leider auch nicht immer so).

Ich stell mir jetzt mal vor, dass das für den Richter möglicherweise auch nicht einfach sein wird. Der Ausgang würde mich interessieren.

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11.04.21 um 19:14
In Antwort auf

Ich hätte mal eine etwas ungewöhnliche Frage, vielleicht hat ja auch der ein oder andere Erfahrungen mit sowas, was man eigentlich nicht hoffen möchte aber kann ja sein das noch andere Menschen so sind.

Es geht um folgendes:
Der Großvater hat bestimmte Regeln missachtet, wie z.b sich nicht an Abmachungen gehalten und den Enkel einfach mal statt um 16 Uhr erst um 20 Uhr zurückgebracht ohne natürlich Bescheid zu geben.
Dann wurde sich stark in die Erziehung eingemischt und etc dies ging dann so lange bis die Mutter sagte, dass kein Kontakt mehr stattfindet.
Das nächste was hinzukommt ist dass der Enkel noch eine kleine Schwester hat und der Großvater diese schlicht ignoriert, Sie bekommt im Gegensatz zum Enkel keine Geschenke zu Weihnachten/Geburtstag und wird auch nicht angerufen oder besucht.
Dem Bruder ggefällt dieses Verhalten auch nicht, hat dem Großvater auch bereits wo noch Kontakt bestand er will das er seine kleine Schwester auch beachtet sonst will er nichts mehr von Großvater wissen wollen, was ja irgendwo verständlich ist.
die Kinder haben lediglichlediglich verschiedene Väter.
Der Großvater antwortete auf die Frage warum er die Enkelin nicht sehen möchte, weil er den Vater des Kindes nicht mag. 
Dass das Kind dafür ja nichts kann versteht er aber irgendwie nicht.

Jetzt will er den Kontakt einklagen, ich frage mich jedoch ob das wirklich geht?
kann man für das eine Enkelkind Umgang einklagen und das andere Enkelkind bleibt traurig zurück? 
Für mich kann sowas doch niemals dem Kindeswohl entsprechen, weil für mich steht klar im Vordergrund entweder beide oder keiner.
Die Frage wäre ja auch welcher Richter würde für so etwas für gut heißen oder? 

 

Wie der Richter entscheiden würde, kann ich dir nicht sagen, da es immer Einzelfall Entscheidungen sind.
Aber ich habe einen Abschluss in Rechtswissenschaften und hatte auch  Familienrecht. 
Großeltern haben erstmal kein generelles Umgangsrecht. Ein entsprechender Antrag müsste also gestellt werden. 
Aus meiner Erfahrung kann ich sagen, dass dem eher selten entsprochen wird. Entscheidend ist dass Wohle des Kindes. Alleine ein schlechtes Verhältnis zwischen Eltern und Großeltern steht dem Kindeswohl aber in aller Regel schon entgegen. Und wenn er sich nicht an Abreden hält...
Ja ja, man muss solche Rechte sogar für jedes Kind einzeln geltend machen. Selbst im Scheidungsverfahren. Wird meist in einem Antrag gemacht, aber jedes Kind muss einzeln aufgeführt werden. Es kann auch unterschiedliche Regelungen je Kind geben, welche entsprechende Gegebenheiten berücksichtigen, wie zB das Alter des Kindes. Also von daher wäre es kein Problem nur für ein Kind einen Umgang zu fordern.
Aber wie gesagt, Großeltern haben keine Anrechte und ein Umgang wird ihnen eher selten zugesprochen. Aber wie ich Eingangs schon schrieb, kommt es auf den Richter an. In Zweifel hol dir eine Rechtsberatung bei einem Anwalt.

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11.04.21 um 19:18

Und unbeaufsichtigten Umgang schonmal hat nicht. 

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