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Umgang

20. September 2014 um 1:20

Meine Geschichte:
Meine kleine Tochter ist 3,5 Jahre alt, mein Sonnenschein und neben Ihren zwei großen Brüdern von 24 und 20 Jahren natürlich auch das absolute Nesthäkchen. Aber auch wenn Sie nie geplant war ist es das Beste was mir passieren konnte! Leider ging die Ehe mit Ihrem Vater in die Brüche und die Umstände lassen es leider nicht zu das wir entspannt "Eltern" sein können. Ständig gibt es wieder Ärger, ständig wird an Ihr herum gezogen, ständig wird genau das Gegenteil von dem gemacht was vereinbart ist oder war. Ich lasse einfach mal die letzten Monate seit der Gerichtsverhandlung revue passieren:
Termin der Scheidung und 2. Klärung des Umgangs: 31.01.14
Entschieden wurde, das der Vater die Tochter einen Tag in der Woche vom Kindergarten abholt und einen Tag am Wochenende abwechselnd jeweils Samstag und Sonntag . Es musste alles leider gerichtlich geklärt werden, weil entweder sollte es so sein wie er es wollte, oder gar nicht. Ja, es ist richtig, man riecht hier förmlich den Ärger zwischen den Zeilen, aber da möchte ich Ihn auch stehen lassen. Mir geht es um etwas ganz anderes.
Der Umgang sollte entsprechend dem Wohl des Kindes ausgeweitet werden. Bereits am 1. März bestand er bei der Übergabe darauf, das er eine ÜBernachtung wollte.
Im Gespräch bei der Erziehungsberatungsstelle riet man Ihm davon ab, man solle abwarten und einen Schritt nach dem Anderen gehen. Das hing auch damit zusammen, das ich im Januar wieder anfing zu arbeiten und meine Tochter ganztags in den Kindergarten musste, d.h. nicht täglich, aber von täglich drei Stunden dann langsam steigend im Schnitt auf 5-6 Stunden, mit Essen etc. Natürlich strengt das so ein kleines Menschenkind erstmal an und muss sich dran gewöhnen. Diese Zeit wollte Ihr jeder geben, nicht aber der Vater...er drängelte und drängelte und gab dann im Mai bei dem letzten Gespräch in der Erziehungsberatungsstelle bekannt, das er klagen wolle, er sehe sich hier nicht und das dauere Ihm hier zu lange. Hm, ich war veblüfft, erzählte ich doch gerade das unsere Tochter derzeit Probleme im Kindergarten habe und morgens so gar nicht hin wolle und das das wohl die Auswirkungen der Verlängerung seien, aber das würde sich geben. Der Berater sagte, das es am sinnvollsten sei es in den Ferien mit einer Übernachtung zu versuchen, da sei es ruhiger und wäre Erfolgsversprechender....ich fand das gut und hörte sich auch logisch an. Der Vater wie gesagt konnte einfach nicht warten. Er klagte. Datum der Gerichtsverhandlung 5. Sept. Also nach den Ferien...das Gericht sah es also genauso. Ich machte den Vorschlag dann jedes zweite Wochenende Sa. So...erstmal ohne Übernachtung....dann mit Übernachtung und der eine Tag in der WOche solle vorerst bleiben. Wie gesagt...ich finde
aussergerichtliche Regelungen wesentlich sinnvoller...aber das ist hier nicht möglich! Genau darauf ist das Gericht dann auch ein gegangen und verfügte genauso.
Auch wurde gleich beschlossen das meine Tochter am kommenden Wochenende bei mir sei, weil die Oma zu Besuch war, und am darauffolgenden bei Ihm. Exakt drei Stunden nach der Verhandlung klingelte das Telefon und er machte ziemlich deutlich klar, das er unsere Tochter am Sonntag um 9 Uhr abholen wolle. Es fing alles wieder von vorn an, der Ärger der ständige Psychoterror....ich erklärte,
das das Gericht anders entschieden habe, er solle sich bitte daran halten. Natürlich stand er dann am So um 9.00 Uhr mit Zeugen vor der Tür, er brüllte durch die ganze Strasse, das er davon ausgeht das ich Ihm das Kind nicht mitgeben wolle. Ich bejahte dies und schloss das Fenster.
Weitere ständige Versuche Ärger bei der Übergabe (klingt blöd und nicht kindgerecht...ich weiß) zu verbreiten folgten. Am Mittwoch kam dann der Hammer, er lies durch seine Anwältin mitteilen, das er nun doch wieder die alte Umgangsregelung möchte, d.h. ein Tag am Wochenende und ein Tag in der Woche...wie es halt vorher war. Heute hüh und morgen hott. Ich habe doch schon mit Ihr darüber gesprochen und sie positiv in Richtung Übernachtung gezogen sie möchte es auch und freut sich. Bei der Verhandlung sagte auch die Richterin , das man IHr auch hier Zeit lassen möge und vor allem wenn sie wieder nach
Hause möchte sie auch ziehen lassen solle...und es dann beim nächsten Mal wieder versuchen solle.
Was soll ich jetzt tun? Die alte Regelung wieder eingehen und erstmal keine Übernachtung angehen, obwohl wir schon darüber geredet haben, oder hinsichtlich der Gerichtsverhandlung die Übernachtung angehen um in ein paar Wochen nicht wieder erneuten Ärger zu haben. Wie schaffe ich es endlich Ruhe in die ganze Umgangskiste zu bekommen. Was habt Ihr erlebt, was hat bei Euch geholfen? Ich bin der Meinung, das alles gut ist was keinen Ärger verursacht....und das ist derzeit nur mit einer festen Regelung möglich.


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20. September 2014 um 1:30

Danke
Ich möchte auch hier einmal erwähnen, das meine Anwältin die selbst Verfahrensbeistand bei Gericht ist, die Mitarbeiter des Jugendamtes, der Erziehungsberater und auch der Verfahrensbeistand hervorragende Arbeit leisten!

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