Forum / Meine Familie

Umgang bei Corona

20. Dezember 2020 um 18:54 Letzte Antwort: 25. Dezember 2020 um 17:38

Hallo ihr Lieben

Ich habe ein Problem und hoffe, ihr könnt mir zumindest einen Rat geben. 
Erst einmal zur Ausgangslage. 

Ich bin geschieden und alleinerziehend. Mein Ex Mann wohnt 300 km weit weg und wir verstehen uns, was unsere 7 jährige Tochter angeht, gut. Es gibt da keine Probleme, weder mit dem Unterhalt, noch mit dem Umgang.
Wir haben ja zur Zeit die Corona Pandemie. Und bisher sind wir eigentlich gut durchgekommen. Vor 2 Wochen sollte meine Tochter eigentlich wieder das Wochenende bei Papa verbringen, aber da es in der Schule, in der Parallelklasse meiner Tochter einen Coronafall gab, mussten die Schüler in Quarantäne. Wurde vom Gesundheitsamt beschlossen. Somit konnte der Papa seine Tochter nicht sehen. Aber sie telefonieren ab und zu, wie die Kleine gerade mag, denn sie vermisst ihren Papa sehr. 
Nun steht Weihnachten vor der Tür und damit nun die Probleme. Ich habe meinen Ex dazu eingeladen, dass er die Bescherung hier bei uns mitmachen kann und am 25. die Kleine mitnehmen kann. Bisher war seine Planung so, dass er dann am 25. bis zum 30. die Kleine haben wird und zu seinen Eltern fährt, die 120 km von mir weg wohnen. Das hat er immer so gemacht, wenn er die Kleine an den Wochenenden hatte, dass er zu seinen Eltern fährt. Dort sind dann Oma und Opa und von seinem Bruder die Kleine, die 1 Jahr jünger ist, aber die Mädchen sind fast schon wie Schwestern. 
Weihnachten ist in seiner Familie fast heilig, alle kommen zusammen. Sie wären dann insgesamt 5 Erwachsene und 3 Kinder, sein Bruder und seine Frau haben noch einen Jungen von 1,5 Jahren. 
Aber dieses Jahr ist ja nun alles anders. Die Gegend, wo seine Eltern leben sind Risikogebiet, haben eine hohe Invidenz. Er möchte dennoch zu seinen Eltern fahren, weil diese alles getan haben um sich zu schützen. Die Eltern haben ein Haus. Sie sind nicht unterwegs, nur zum Einkaufen, sonst nichts. 
Die Kinder des Bruders sind seid 8 Tagen nicht mehr draußen gewesen. Der Bruder arbeitet noch, die Frau ist zu Hause.
Mein Ex arbeitete auch bis letzten Freitag auf Montage, hat nun Urlaub. 
Nun zu meinem Problem.
Ich habe ihm untersagt, meine Kleine mit zu seinen Eltern zu nehmen. Er kann sie zu sich holen und in seine Stadt. Er sagt, er habe zu Hause nichts. Keine Weihnachtsgeschenke, weil er alle zu seinen Eltern geschickt hatte, wegen seiner Montage. Auch hat er zu Hause nichts geschmückt, weil, wenn er nur an 2 Wochenenden zu Hause ist, lohnt sich das nicht. Und er lebt in einer kleinen 20 qm² Wohnung, weil, mehr braucht er nicht. Er tut sich schwer, seine Kleine dann 4 Tage in seiner Kleinen Wohnung mehr oder weniger einzusperren, weil, man kann ja nicht viel machen. Selbst Spielplätze sind überfüllt. Anderseits, wenn ich das von ihm verlange, muss ich auch verlangen, dass er seine Eltern so lange nicht mehr sieht, bis sich das alles wieder halbwegs normalisiert hat. Denn wenn er seine Eltern besucht, kann er seine Kleine nicht sehen, wegen Ansteckungsgefahr. 
Er sagt, er habe die Kleine nun 1 Monat nicht gesehen, er möchte ihr eine halbwegs schöne Zeit machen. Auch habe ich Bedenken, es ihm zu verwehren, weil Oma, Opa und Cousine ja schon sehr wichtige Bezugspersonen für meine Kleine sind. Denn ich sehe ja jedes mal, wenn sie von ihrem Papa Wochenende wiederkommt, wie kaputt, aber glücklich sie ist.

Ich weiß, ich möchte nicht dass meine Kleine zu seinen Eltern kommt, aber ich fühle mich auch schlecht dabei.
Und mein Ex ist kein Leugner oder Querdenker, er zieht bei den Maßnahmen voll mit, er würde das wohl Zähne knirschend hinnehmen, ich weiß aber, dass meine Kleine sich weder auf die 300 km Fahrt freut, noch auf die Wohnung von Papa. Das gefällt ihr da nicht, weil es so klein ist und Papa keinen Platz hat. 
Ich habe einfach Angst, dass sich meine Kleine ansteckt. 

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20. Dezember 2020 um 22:25

Ganz Deutschland ist momentan ein Risikogebiet und die Familie deines EX hat alles gegeben das Risiko zu minimieren. Warum darf sie dann nicht dahin?  

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21. Dezember 2020 um 6:48
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Ganz Deutschland ist momentan ein Risikogebiet und die Familie deines EX hat alles gegeben das Risiko zu minimieren. Warum darf sie dann nicht dahin?  

Ich habe Angst, dass sie sich ansteckt. 
Zur Zeit sieht es ja so aus, dass die Kinder zum 11.01. wieder zur Schule gehen können. Und da ich auf Jobsuche bin, mitten im Lockdown, würde das natürlich besser sein, wenn ich das Kind auf der Schule habe.Wenn er nun mit der Kleinen zu seinen Eltern fährt muss die Kleine in Quarantäne. Ich kann sie dann nicht zur Schule schicken. 
Ich habe dann den ganzen Stress und Arbeit, er nur seine 4 Tage Spaß mit der Kleinen und verpisst sich dann wieder. 

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21. Dezember 2020 um 21:17

Wohnen die Großeltern im Ausland? Oder warum soll sie danach in Quarantäne müssen?

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22. Dezember 2020 um 5:33
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Wohnen die Großeltern im Ausland? Oder warum soll sie danach in Quarantäne müssen?

Nein, die Eltern wohnen nicht im Ausland. 
Aber durch die Reise ins deutsche Risikogebiet werde ich die Kleine zu Hause dann 2 Wochen lang beobachten müssen. Ich möchte einfach das Risiko minimieren.  

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22. Dezember 2020 um 18:30

Dir ist schon klar, dass die Kleine von allen das geringste Risiko hat? Bei Kindern bricht es nahezu nie aus und sie sind auch selten ansteckend.

So *** ich es auch finde, im Moment die Verwandten quer durchs Land zu besuchen, ich habe das Gefühl, bei Dir ist das gar nicht der Punkt. Dass der Papa "4 Tage Spaß mit ihr" hat, stört Dich viel mehr, ist mein Eindruck.

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22. Dezember 2020 um 22:37

Wir haben nun eine Lösung gefunden, mit der ich leben kann.
Der Papa hat heute Nachmittag die Kleine geholt und ist zu seinen Eltern gefahren. Da bleibt er mit ihr bis zum 24. mittags. Dann kommen die beiden zurück zu mir und wir 3 feiern Weihnachten. Entweder am 24. wenn der Papa die Kleine ins Bett gebracht hat oder am 25. nach dem Frühstück fährt der Papa zurück zu seiner Wohnung in seine Stadt. Und am 26. nachmittags holt er die Kleine wieder von mir ab und die beiden fahren zu seinen Eltern bis zum 30.
So können sein Bruder samt Familie bei seinen Eltern Weihnachten feiern und an den nächsten Tagen gemeinsam Essen. Und an den Tagen, wo mein Ex bei seinen Eltern ist, sind sein Bruder und Co nicht bei den Eltern. Denn das war mir wichtig, so wenig wie möglich direkte Kontakte. Mein Ex und meine Kleine haben dann keinen direkten Kontakt zu seinen Bruder, also auch ein verringertes Ansteckungsrisiko. 

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22. Dezember 2020 um 22:39
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Dir ist schon klar, dass die Kleine von allen das geringste Risiko hat? Bei Kindern bricht es nahezu nie aus und sie sind auch selten ansteckend.

So *** ich es auch finde, im Moment die Verwandten quer durchs Land zu besuchen, ich habe das Gefühl, bei Dir ist das gar nicht der Punkt. Dass der Papa "4 Tage Spaß mit ihr" hat, stört Dich viel mehr, ist mein Eindruck.

Nein, der Papa soll ja mit ihr den Spaß haben. 
Klar gibt es manches, wo ich mich frage, warum macht mein Mädchen das nicht auch bei mir. Dennoch sollen die beiden so viel Zeit wie möglich zusammen sein. 

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24. Dezember 2020 um 23:18
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Wir haben nun eine Lösung gefunden, mit der ich leben kann.
Der Papa hat heute Nachmittag die Kleine geholt und ist zu seinen Eltern gefahren. Da bleibt er mit ihr bis zum 24. mittags. Dann kommen die beiden zurück zu mir und wir 3 feiern Weihnachten. Entweder am 24. wenn der Papa die Kleine ins Bett gebracht hat oder am 25. nach dem Frühstück fährt der Papa zurück zu seiner Wohnung in seine Stadt. Und am 26. nachmittags holt er die Kleine wieder von mir ab und die beiden fahren zu seinen Eltern bis zum 30.
So können sein Bruder samt Familie bei seinen Eltern Weihnachten feiern und an den nächsten Tagen gemeinsam Essen. Und an den Tagen, wo mein Ex bei seinen Eltern ist, sind sein Bruder und Co nicht bei den Eltern. Denn das war mir wichtig, so wenig wie möglich direkte Kontakte. Mein Ex und meine Kleine haben dann keinen direkten Kontakt zu seinen Bruder, also auch ein verringertes Ansteckungsrisiko. 

Hä und bei dieser Lösung ist nun auf einmal ist keine Quarantäne mehr angesagt?!

Sorry aber du übertreibst maßlos. Wie schon geschrieben, ist gerade überall in Deutschland Risikogebiet und wenn die Großeltern gerade einmal 120 km weit weg wohnen, sieht es in deiner Stadt sicher nicht anders aus. Sie kann sich überall anstecken. Schule ist sicher ein größeres Risiko als bei den Großeltern, die sich gewissenhaft an die Vorgaben halten. 

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25. Dezember 2020 um 12:59
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Nein, der Papa soll ja mit ihr den Spaß haben. 
Klar gibt es manches, wo ich mich frage, warum macht mein Mädchen das nicht auch bei mir. Dennoch sollen die beiden so viel Zeit wie möglich zusammen sein. 

dann übertreibst Du einfach. 
So wie sich die Familie kümmert, müsstest Du dann 1000mal mehr Sorge haben, wenn sie in die Schule geht. Mindestens. Da kannst Du Dir nämlich sicher sein, dass unter den anderen Schülern, Lehrern usw. genug sind, die sich nicht halb so viel Mühe geben, Ansteckungen zu vermeiden. Davon, dass da von Kontaktvermeidung keine Rede sein kann, ganz zu schweigen. 
Von der Schule ausgehend habe ich die Quarantäne-Nummer auch schon durch.

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25. Dezember 2020 um 17:38
In Antwort auf

dann übertreibst Du einfach. 
So wie sich die Familie kümmert, müsstest Du dann 1000mal mehr Sorge haben, wenn sie in die Schule geht. Mindestens. Da kannst Du Dir nämlich sicher sein, dass unter den anderen Schülern, Lehrern usw. genug sind, die sich nicht halb so viel Mühe geben, Ansteckungen zu vermeiden. Davon, dass da von Kontaktvermeidung keine Rede sein kann, ganz zu schweigen. 
Von der Schule ausgehend habe ich die Quarantäne-Nummer auch schon durch.

Wir haben das jetzt so gemacht. Hätte er ja nicht machen müssen. Wenn er die Fahrerei auf sich nimmt, sein Problem. Er hätte ja mit der Kleinen ab heute in seiner Wohnung sein können. Wollte er ja nicht. 
Mein Ex wird die Kleine ab Morgen dann 4 Tage haben. Da können sie sich bei seinen Eltern amüsieren. 
Und ich kann beruhigt sein, dass meine Kleine so wenig Kontakte wie möglich zur Zeit hat.

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