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Überfordert ?

22. März 2007 um 17:50 Letzte Antwort: 24. März 2007 um 10:04

Hallo und guten Tag,

es ist wirklich gut, hin und wieder zu erfahren, dass man eben doch nicht allein ist. Doch werden mir viele zustimmen, dass es mir nicht automatisch besser geht, nur weil es anderen noch schlechter geht.
Zu meiner Situation und Person: Mit meinen 34 Lenzen lebe ich in einer unglaublich glücklichen und erfüllten Beziehung. Meine Lebensgefährtin hat 6 Lenze mehr zu bieten und auch noch zwei Töchter. Eines davon ist 21 und steht auf eigenen Füßen. Nach einem mächtigen Donnerwetter vor einem halben Jahr sind wir die besten Freunde. Und dann ist noch die Andere. Sie ist fünfzehn und lebte lange Zeit bei ihrem leiblichen Vater. Ich hatte sie letztes Jahr im Oktober am Telefon und von Beginn an gemocht. Keiner schaffte es, dass sie zu ihrer Mutter zieht. In den Herbstferien habe ich ihren Besuch hier organisiert. Und genau da lernte sie einen 21- jährigen einschlägig vorbestraften, Drogen abhängigen Kerl kennen. Sie selbst war da noch vierzehn. Dieser Kerl zerschlug bereits unsere Fensterscheibe und drohte, mich abzustechen.Jedenfalls zog sie bereits eine Woche später endgültig zu uns. Und kurz darauf begann richtig heftiger Zickenterror. "Das legt sich schon, ist halt die Pupertät" und andere Weisheiten und Ratschläge wurden uns auf den Weg gegeben. Pustekuchen. Der hässliche Junkie liegt gerade in der Entzugsklinik.Telefonrechnungen im astronomischen Bereich,trotz Flatrate, welche sich jedesmal noch toppten, folgten und Frechheiten der Mutter gegenüber jenseits von gut und böse. Irgendwann tat meine Lebensgefährtin das, was man als gesetzliche Pflicht gegenüber vorlauten Rotzlöffeln einführen sollte. Sie hat ihr eine geschallert. GUT SO!!!Dies endete darin, dass Madame mal für zwei Tage bei einer Freundin schlief. Sie hatte nach Besuch bei diversen Stellen der Jugendhilfe die Alternative, daheim nach gemeinsam aufgstellten Regeln zu leben oder ab ins Heim.
Da haben wir es nochmal versucht. Doch wurde es nur schlimmer.Immer wieder habe ich geschluckt. Doch der gestrige Abend brachte das Fass zum Überlaufen.Ich habe es nicht nötig, mich auslachen lassen zu müssen. Und auch keiner von Euch. Vorgestern kam ich aus dem Krankenhaus zurück.Und ein Hauptauslöser für den notwendigen Aufenthalt war genau jener Dauerkrieg daheim. Ich sehe es nicht ein, in irgendeiner Form noch Toleranz walten zu lassen oder ruhig zu bleiben. Permanent geraten sich mein Schatz und ich in die Haare, weil ich mich darüber so aufrege. Ich darf das nicht so an mich ranlassen. Was bringt es Dir denn ? Ich habe jetzt beschlossen, den verzogenen Balg komplett zu ignorieren.Sie ist dazu gekommen. Ich habe sie nicht gezwungen. Es war ihre freiwillige Entscheidung. Sie hat in meinem Leben einfach nichts mehr zu suchen und keinen Platz. Und wenn Sie eine Neurose wünscht, manchmal schreit sie geradezu danach, bekommt sie gern eine gratis obenauf. Die große Schwester lässt sie für ein paar Wochen vielleicht bei sich wohnen, damit ich mich wieder beruhigen kann. Ich will sie aber überhaupt nicht mehr sehen. Bin ich nun ein ... ein Unmensch, einfach nur überfordert ? Ich habe so oft die Hand gereicht.
Danke fürs Lesen. Und baldige Antworten.

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22. März 2007 um 22:06

Überfordert?
Hallo Stiefpapa!

Es ist ja nicht so einfach andreren einen Rat zugeben. Aber, hast du schonmal wirklich versucht dich in die Lage deiner Stieftochter zu versetzen? Ich glaube nämlich kaum das das für sie alles so einfach ist!
Das was deine Lebensgefährtin da getan hat , sprich ihre Mutter, halte ich für keine gute Idee. Ich halte von schlagen sowieso gar nichts , damit erreicht ihr überhaupt nichts, ganz im Gegenteil.
Ich würde dir raten, auch wenn es dir vielleicht schwer fallen wird, gehe doch nochmal einen Schritt auf sie zu, versuche mit ihr ein ruhiges Gespräch zu führen und gib ihr das Gefühl, das du ihr ein guter Freund sein möchtest, und niemand, der ihr vorschreibt was sie tun oder lassen soll.
Du must auch mal so denken, Mädchen in diesem Alter haben es auch nicht immer leicht.
Aber ich finde es nicht gut wie du reagierst, indem du sagst, du möchtest sie nicht mehr sehen, sorry, aber sowas sagt man nicht , du stellst dich ja auch auf stur, und das bringt absolut gar nichts.
Zeig ihr doch einfach das du sie gerne hast ,auch wenn sie Fehler gemacht hat oder macht , niemand ist perfect, wir alle machen Fehler oder bauen mal Mist.
Und man sollte als erwachsener Mensch auch vergeben und vergessen können , und nicht immer nur auf Sachen rumhacken die passiert sind - es gibt doch für alles eine Lösung . Geh doch einfach auf sie zu, zeig ihr das du sie nach wie vor magst , mit ignorieren oder sowas erreichts du gar nichts.
Glaub mir, ich spreche da aus Erfahrung.

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23. März 2007 um 12:14
In Antwort auf an0N_1232880799z

Überfordert?
Hallo Stiefpapa!

Es ist ja nicht so einfach andreren einen Rat zugeben. Aber, hast du schonmal wirklich versucht dich in die Lage deiner Stieftochter zu versetzen? Ich glaube nämlich kaum das das für sie alles so einfach ist!
Das was deine Lebensgefährtin da getan hat , sprich ihre Mutter, halte ich für keine gute Idee. Ich halte von schlagen sowieso gar nichts , damit erreicht ihr überhaupt nichts, ganz im Gegenteil.
Ich würde dir raten, auch wenn es dir vielleicht schwer fallen wird, gehe doch nochmal einen Schritt auf sie zu, versuche mit ihr ein ruhiges Gespräch zu führen und gib ihr das Gefühl, das du ihr ein guter Freund sein möchtest, und niemand, der ihr vorschreibt was sie tun oder lassen soll.
Du must auch mal so denken, Mädchen in diesem Alter haben es auch nicht immer leicht.
Aber ich finde es nicht gut wie du reagierst, indem du sagst, du möchtest sie nicht mehr sehen, sorry, aber sowas sagt man nicht , du stellst dich ja auch auf stur, und das bringt absolut gar nichts.
Zeig ihr doch einfach das du sie gerne hast ,auch wenn sie Fehler gemacht hat oder macht , niemand ist perfect, wir alle machen Fehler oder bauen mal Mist.
Und man sollte als erwachsener Mensch auch vergeben und vergessen können , und nicht immer nur auf Sachen rumhacken die passiert sind - es gibt doch für alles eine Lösung . Geh doch einfach auf sie zu, zeig ihr das du sie nach wie vor magst , mit ignorieren oder sowas erreichts du gar nichts.
Glaub mir, ich spreche da aus Erfahrung.

Antwort
Hallo, Alessia,

Du glaubst nicht, wie oft ich schon versuchte, mich in die Lage meiner Stieftochter zu versetzen. Und jedesmal klein bei gab. Und mindestens einmal wöchentlich wurde der berühmte Schritt gegangen und ein Gespräch geführt. Immer mit dem Ergebnis, dass ich mich an die Vereinbarungen halte und sie nicht. Das, was ihre Mutter getan hat, war sogar eine sehr gute Idee. Und eine schallern ist NICHT schlagen. Zweimal bekam ich eine gelangt.Das hielt immer Jahre vor. Wenn ich mich heutzutage umsehe, wie viele Kinder und Jugendliche miteinander umgehen, erwarte ich eine düstere Zukunft. Immer wieder spricht man von Rechten blablabla. Aber dass man sich ein Recht verdienen muss, davon redet keiner. Ich wage zu behaupten, dass meine Mutter stolz auf mich sein kann.Und deren neuer Mann kam zu uns, als ich genau so alt war wie meine Stieftochter jetzt ist.Respektlosigkeit wurde konsequent bestraft mit grausamer Ignoranz. Und das war gut so. Am Wochenende wurde der Schulranzen kontrolliert. Und wehe, er war annähernd so schlampig wie das, was ich heute zu sehen bekomme. Stubenarrest war die Folge. Das Hausaufgabenheft hatte ungefragt offen da zu liegen. Und Hausaufgaben wurden gründlich kontrolliert. Gute Leistungen wurden natürlich belohnt. Und schlechte Noten wurden nur dann gemaßregelt, wenn ich einfach zu faul war. Und wenn Vereinbarungen mit den Eltern getroffen wurden, waren diese heilig und unantastbar.
Dazu kommt, dass Vereinsarbeit einfach Pflicht war. Es wurde nicht gefragt, ob ich etwas in der Richtung unternehmen möchte. Sondern nur, was es denn sein soll. Bei mir wurde auch nicht nach Superstars gesucht.Man brachte mir noch bei, dass nur anständige Bildung einen guten Platz in der Gesellschaft sichern kann. Und nichts peinlicher ist, als nicht auf dem Laufenden zu sein, oder irgendwo nicht mitreden zu können. Ich wäre nicht dort, wo ich heute stehe ohne genau diese Erziehung. Schau Dir doch mal diese Wischiwaschi- Kinder an. Kein Benehmen, kein Ehrgeiz, keine Ziele, keine Ausbildungsstelle, keine Zukunft.Gottseidank gibt es noch genug löbliche Ausnahmen.
Mit diesem "über-alles-reden" Kram versickert all das,wofür sich die Generationen vor uns den Arsch aufgerissen haben. Es ist verantwortungslos denen gegenüber.Und wir graben uns unser eigenes Wasser ab. Willst Du das wirklich ?Du vertrittst ernsthaft die Auffassung, dass Reden immer besser ist als Handeln? Frag doch mal spaßenshalber jemanden aus unserer Großelterngeneration, ob sie auch derart mit Samthandschuhen angefasst wurden. Das sind genau diejenigen, welche die Scheiße in ihrem Leben lange Zeit schmecken mussten. Das waren und sind noch Macher. Pupertät gab es schon immer. Und dass dies keine schöne Zeit ist, wissen wir Alle.Genau dann sind wir Erwachsene für die Führung verantwortlich.Ohne Weichspüler. Und ohne falsches Verständnis für Respektlosigkeit, Faulheit und mangelnden Anstand. Wer erwachsen sein will, hat sich auch so zu benehmen. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass ? Was Recht ist, muss Recht bleiben. Da sind die Hormone und das Alter egal. Es ist vollkommen richtig, dass Gewalt keine akzeptable Lösung bietet. Doch ist es noch viel schlimmer, den friedlichen Elternteil für seine menschliche Reaktion zu verurteilen.Noch dazu, wenn die Anzahl der verbalen Warnschüsse uferlos war. Ich habe mich als Kind in Grund und Boden geschämt,wenn ich meine Mutter oder meinen Vater dazu brachte.Wenn das meine Großeltern oder jemand Anderes erfahren hätten, wäre der nächste Anschiss gleich nachgekommen.Schlimm genug, dass Menschen, welche sich für erwachsen halten, jemanden zu einer verdienten Ohrfeige bringen. Sie sind diejenigen, welche die Situation derart eskalieren lassen und sich damit automatisch schuldig machen. Und manchmal muss es eben weh tun. Warum soll ich mich für so etwas auch noch entschuldigen? Entschuldigt sich die Herdplatte, weil sich das Kind trotz mehrfacher Warnung doch beim Drauffassen daran verbrannt hat ? Nein. Doch das Kind merkt endlich mal, dass die Erwachsenen schon wissen, was sie tun. Und bei einer Schelle ist das nix Anderes.Es sei denn, man ist so blöd und entschuldigt sich noch dafür. Da greife ich mir dann an den Kopf.Solche Eltern haben es verdient, dass man ihnen auf der Nase rumtanzt.
Du siehst, dass ich ganz schön aufgebracht bin. Und mir beileibe nicht viele Freunde mit meinen Äußerungen mache. Doch wenn man mal ganz ehrlich ist. Wieviel sehen es in etwa genau so. Trauen sich aber nicht, dies so auszusprechen, weil es in der heutigen Zeit unpopulär ist?
Sollte ich mich im Ton vergriffen haben, tut es mir leid. Doch meine Aussagen, welche Erziehungsmethoden etc. betreffen,lasse ich genau so stehen.
Vielen Dank.

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23. März 2007 um 20:33
In Antwort auf birkir_11904573

Antwort
Hallo, Alessia,

Du glaubst nicht, wie oft ich schon versuchte, mich in die Lage meiner Stieftochter zu versetzen. Und jedesmal klein bei gab. Und mindestens einmal wöchentlich wurde der berühmte Schritt gegangen und ein Gespräch geführt. Immer mit dem Ergebnis, dass ich mich an die Vereinbarungen halte und sie nicht. Das, was ihre Mutter getan hat, war sogar eine sehr gute Idee. Und eine schallern ist NICHT schlagen. Zweimal bekam ich eine gelangt.Das hielt immer Jahre vor. Wenn ich mich heutzutage umsehe, wie viele Kinder und Jugendliche miteinander umgehen, erwarte ich eine düstere Zukunft. Immer wieder spricht man von Rechten blablabla. Aber dass man sich ein Recht verdienen muss, davon redet keiner. Ich wage zu behaupten, dass meine Mutter stolz auf mich sein kann.Und deren neuer Mann kam zu uns, als ich genau so alt war wie meine Stieftochter jetzt ist.Respektlosigkeit wurde konsequent bestraft mit grausamer Ignoranz. Und das war gut so. Am Wochenende wurde der Schulranzen kontrolliert. Und wehe, er war annähernd so schlampig wie das, was ich heute zu sehen bekomme. Stubenarrest war die Folge. Das Hausaufgabenheft hatte ungefragt offen da zu liegen. Und Hausaufgaben wurden gründlich kontrolliert. Gute Leistungen wurden natürlich belohnt. Und schlechte Noten wurden nur dann gemaßregelt, wenn ich einfach zu faul war. Und wenn Vereinbarungen mit den Eltern getroffen wurden, waren diese heilig und unantastbar.
Dazu kommt, dass Vereinsarbeit einfach Pflicht war. Es wurde nicht gefragt, ob ich etwas in der Richtung unternehmen möchte. Sondern nur, was es denn sein soll. Bei mir wurde auch nicht nach Superstars gesucht.Man brachte mir noch bei, dass nur anständige Bildung einen guten Platz in der Gesellschaft sichern kann. Und nichts peinlicher ist, als nicht auf dem Laufenden zu sein, oder irgendwo nicht mitreden zu können. Ich wäre nicht dort, wo ich heute stehe ohne genau diese Erziehung. Schau Dir doch mal diese Wischiwaschi- Kinder an. Kein Benehmen, kein Ehrgeiz, keine Ziele, keine Ausbildungsstelle, keine Zukunft.Gottseidank gibt es noch genug löbliche Ausnahmen.
Mit diesem "über-alles-reden" Kram versickert all das,wofür sich die Generationen vor uns den Arsch aufgerissen haben. Es ist verantwortungslos denen gegenüber.Und wir graben uns unser eigenes Wasser ab. Willst Du das wirklich ?Du vertrittst ernsthaft die Auffassung, dass Reden immer besser ist als Handeln? Frag doch mal spaßenshalber jemanden aus unserer Großelterngeneration, ob sie auch derart mit Samthandschuhen angefasst wurden. Das sind genau diejenigen, welche die Scheiße in ihrem Leben lange Zeit schmecken mussten. Das waren und sind noch Macher. Pupertät gab es schon immer. Und dass dies keine schöne Zeit ist, wissen wir Alle.Genau dann sind wir Erwachsene für die Führung verantwortlich.Ohne Weichspüler. Und ohne falsches Verständnis für Respektlosigkeit, Faulheit und mangelnden Anstand. Wer erwachsen sein will, hat sich auch so zu benehmen. Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass ? Was Recht ist, muss Recht bleiben. Da sind die Hormone und das Alter egal. Es ist vollkommen richtig, dass Gewalt keine akzeptable Lösung bietet. Doch ist es noch viel schlimmer, den friedlichen Elternteil für seine menschliche Reaktion zu verurteilen.Noch dazu, wenn die Anzahl der verbalen Warnschüsse uferlos war. Ich habe mich als Kind in Grund und Boden geschämt,wenn ich meine Mutter oder meinen Vater dazu brachte.Wenn das meine Großeltern oder jemand Anderes erfahren hätten, wäre der nächste Anschiss gleich nachgekommen.Schlimm genug, dass Menschen, welche sich für erwachsen halten, jemanden zu einer verdienten Ohrfeige bringen. Sie sind diejenigen, welche die Situation derart eskalieren lassen und sich damit automatisch schuldig machen. Und manchmal muss es eben weh tun. Warum soll ich mich für so etwas auch noch entschuldigen? Entschuldigt sich die Herdplatte, weil sich das Kind trotz mehrfacher Warnung doch beim Drauffassen daran verbrannt hat ? Nein. Doch das Kind merkt endlich mal, dass die Erwachsenen schon wissen, was sie tun. Und bei einer Schelle ist das nix Anderes.Es sei denn, man ist so blöd und entschuldigt sich noch dafür. Da greife ich mir dann an den Kopf.Solche Eltern haben es verdient, dass man ihnen auf der Nase rumtanzt.
Du siehst, dass ich ganz schön aufgebracht bin. Und mir beileibe nicht viele Freunde mit meinen Äußerungen mache. Doch wenn man mal ganz ehrlich ist. Wieviel sehen es in etwa genau so. Trauen sich aber nicht, dies so auszusprechen, weil es in der heutigen Zeit unpopulär ist?
Sollte ich mich im Ton vergriffen haben, tut es mir leid. Doch meine Aussagen, welche Erziehungsmethoden etc. betreffen,lasse ich genau so stehen.
Vielen Dank.

Von stiefmama zu stiefpapa
hallo stiefpapa,
für deine gerade mal 34 lenze hast du aber eine doch recht autoritäre erziehung hinter dir! ich dachte, in unserer generation (bin auch in deinem alter) haben unsere erzieher nicht mehr so strikt gewaltet. bei mir lief das jedenfalls viel lockerer ab - mit dem ergebnis, dass ich zwar respekt und anstand lernte, aber in meiner pupertät trotzdem mir selbst und v.a. meiner familie gegenüber gnadenlos unheil anrichtete.
eine ohrfeige hätte mich da wohl genauso aus dem haus vertrieben, allerdings blieb ich später auch ohne anlass nächteweise weg.
dennoch konnten meine eltern, ich betone: meine eltern! mir niemals die tür vor der nase zuschlagen und sagen:

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23. März 2007 um 21:01
In Antwort auf agafya_11866265

Von stiefmama zu stiefpapa
hallo stiefpapa,
für deine gerade mal 34 lenze hast du aber eine doch recht autoritäre erziehung hinter dir! ich dachte, in unserer generation (bin auch in deinem alter) haben unsere erzieher nicht mehr so strikt gewaltet. bei mir lief das jedenfalls viel lockerer ab - mit dem ergebnis, dass ich zwar respekt und anstand lernte, aber in meiner pupertät trotzdem mir selbst und v.a. meiner familie gegenüber gnadenlos unheil anrichtete.
eine ohrfeige hätte mich da wohl genauso aus dem haus vertrieben, allerdings blieb ich später auch ohne anlass nächteweise weg.
dennoch konnten meine eltern, ich betone: meine eltern! mir niemals die tür vor der nase zuschlagen und sagen:

Rest des beitrags
(mist, irgendwie ist der hauptteil verschwunden also noch mal: )

du bist also nur der stiefpapa und der tochter deiner lebensgefährtin eigentlich zu keiner bedingungslosen liebe verpflichtet. aber wenn du dich schon nicht in sie (in ihre unterschwellige orientierungs- und identitätslosigkeit, in ihren drang ihre eigene "familie" zu wählen, grenzen zu überschreiten und aus koventionen auszuberechen) hineinversetzen kannst, dann versuchs doch mal mit väterlichen gefühlen. verzeih ihr, wie du es als vater tun würdest! der erste eindruck, den du von ihr hattest, war doch positiv! im grunde ist sie doch ein feiner kerl und ein liebenswertes mädel (nur scheint sie selber es manchmal zu vergessen) - genau da musst du anknüpfen und ihr immer und immer wieder eine neue chance geben und an das gute in ihr appelieren! lass sie nicht hängen!
je mehr starke familienmitglieder sie im rücken hat, desto schneller geht "ihre phase" hoffentlich vorbei.
viel glück und leibe wünsche ich euch!

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24. März 2007 um 10:04
In Antwort auf agafya_11866265

Rest des beitrags
(mist, irgendwie ist der hauptteil verschwunden also noch mal: )

du bist also nur der stiefpapa und der tochter deiner lebensgefährtin eigentlich zu keiner bedingungslosen liebe verpflichtet. aber wenn du dich schon nicht in sie (in ihre unterschwellige orientierungs- und identitätslosigkeit, in ihren drang ihre eigene "familie" zu wählen, grenzen zu überschreiten und aus koventionen auszuberechen) hineinversetzen kannst, dann versuchs doch mal mit väterlichen gefühlen. verzeih ihr, wie du es als vater tun würdest! der erste eindruck, den du von ihr hattest, war doch positiv! im grunde ist sie doch ein feiner kerl und ein liebenswertes mädel (nur scheint sie selber es manchmal zu vergessen) - genau da musst du anknüpfen und ihr immer und immer wieder eine neue chance geben und an das gute in ihr appelieren! lass sie nicht hängen!
je mehr starke familienmitglieder sie im rücken hat, desto schneller geht "ihre phase" hoffentlich vorbei.
viel glück und leibe wünsche ich euch!

Bin ja schon wieder ganz ruhig.:0)
Hallo, Zitroneneis,

hast Du schonmal einen Tierfilm gesehen, in welchem zwei Büffel ihre Rivaliäten austragen ? So ist es mit der Kleinen und mir. Aufeinander zu rennen und bums !
Ich bin lange nicht perfekt und kann mein Temperament leider nur bedingt zügeln. In meinem Laden gehts lustigerweise. Da stecken aber auch keine Gefühle drin. In allererster Linie kann ich nicht zusehen, wie sich ein junger Mensch nur wegen seines Sturkopfs die Zukunft verbaut. Und dass mir gottseidank alles Schulische zuflog, macht es mir umso schwerer. Es will einfach nicht in meinen Kopf, dass man lieber Gefahr läuft, richtig unbeliebt zu sein, anstatt funktionierende Gewohnheiten anzunehmen. Die vielen Schrammen, die sie schon davon getragen hat deswegen. Gestern habe ich ihr den Eintritt für die Eisdisko spendiert.Obwohl ich ursprünglich dagegen war, dass die Großen ihr Vergnügen finanzieren, weil sie doch Taschengeld bekommt. Und immer wieder muss ich so schlucken, weil eben dieser hochgradig drogenabhängige Kriminelle ihr so viel bedeutet. Die Welt ist wirklich ein Tollhaus. Soviel Bekloppte auf einem Haufen)
Na ja. Da ich nie ein eigenes Kind haben werde, finde ich auch hier einen Weg.
Jetzt wünsche ich Dir ein schönes Wochenende.

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