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TV sucht betroffene Mütter

31. Juli 2012 um 10:20

Hallo, ich bin TV-Autorin und mache für die ARD-Sendung Plusminus einen Beitrag über den Gesetzesentwurf zum neuen gemeinsamen Sorgerecht. Danach soll es für unverheiratete Väter leichter werden, das gemeinsame Sorgerecht für ihr uneheliches Kind zu bekommen. Bisher konnte die Mutter dies ohne Begründung verweigern. Nach dem Entwurf kann sie dies jetzt nur verhindern, wenn sie kindeswohlgefährdende Gründe angibt, die ein gemeinsames Sorgerecht auschließen.
An dem Gesetz gibt es erhebliche Kritik. Zusammengefasst und stark vereinfacht kann man sagen: Vätern geht es nicht weit genug, Müttern geht es zu weit. Die entsprechenden Verbände haben ebenfalls schon Stellung bezogen. In dem Beitrag möchte ich gerne einen Vater und eine Mutter zu Wort kommen lassen. Einen Vater habe ich schon gefunden.
Ich suche jetzt eine Mutter, die dem Gesetzesentwurf kritisch gegenübersteht und die das auch in einem Interview sagen würde. Das Interview ist nicht live, sondern würde zuhause bei der Frau stattfinden.

Interessierte Frauen können sich dann gerne per email sigrid.born@die-filmschmiede.de melden oder mich telefonisch kontaktieren unter 07159-904606.
Vielen Dank!!

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24. Mai 2013 um 18:42

Was ist mit den Kindern, warum sind die Gerichte so blind?
Hallochen,
ich bin von Beruf Pädagogin und auch betroffene Mutter.
Ich halte von dem gemeinsamen Sorgerecht gar nichts. Es ist ein von Männer für Männer gemachtes Recht, man hat dem Kind nur einen neuen Namen verpasst.
In meiner täglichen Arbeit und als selbst Betroffene, sehe ich, was dieser Gesetzesbeschluss vor allem mit den Kindern macht. Das Wechselmodell,, welches wie warme Semmeln von den Gerichten verkauft wird, entwurzelt die Kinder total. Ich erlebe, wie überdreht, wie unausgeglichen, wie unsicher die Kinder sind. Normale Kinder werden verhaltesauffällig.
Meine Erfahrungen in der Praxis sind, dass Väter, die sich im Guten von ihrer Exlebensgefährtin trennen, auch eine dem kindeswohl zugesinnte Kommunikation pflegen. Keiner der Parteien ist verletzt, weil alles fair ablief. Man einigt sich und beredet alles gemeinsam. Diese Männer habe es gar nicht nötig zu klagen, weil die Mutter ihrer Kinder gerne sich gemeinsam mit ihenen austauscht. Es ist so zu sagen, eine Selbstverständlichkeit.Wenn aber im Vorfeld schon unfair agiert wurde, wird die Trennung und die Zeit danach ein heilloses Diesaster der Vorwürfe und Missbilligungen. Hier ist keine Kindeswohlorientierte Kommunikation möglich und an ein gemeinsames verfolgen von Zielen ist schon gar nicht zu denken. Das gemeinsame Sorgerecht gibt nur den Gekränkten mehr Macht, sich übers Kind an der Ex zu rächen.
Mir hapert es eindeutig an einen Rahmenbedingungsplan, der festmacht,was zum Wohle des Kindes gegeben sein soll, um ein gemeinsames Sorgerecht auszuführen. Diese Richtlinien sollten auch engmaschig und sehr kritisch und sträng angelegt sein. Schwammigkeit schadet letztendlich den Kindern.

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