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Trnnen, oder einen anderen Tipp

20. August 2006 um 17:33 Letzte Antwort: 21. August 2006 um 16:21

Hallo,

ich bin am Verzweifeln. Aber ich fange erst einmal von Anfang an. Mein Mann habe ich vor 1998 über das Internet einer Kontaktanzeige kennen gelernt. Er war der bisher netteste und liebenswerteste Mensch den ich bis dahin kennen gelernt hatte. Wir waren somit ein Herz und eine Seele. Im Juli 1999 hatte ich mit meinem (ich glaube auch mit seinem) Wunschkind leider eine Eileiterschwangerschaft. Am Tag der Einweisung ins Krankenhaus stand er mir schon nicht beiseite. Aber ich dachte mir nichts weiter dabei. Doch leider war es auch der schlimmste Tag meines Lebens. Ich sah das Herz meines Kindes im Eileiter schlagen und wusste dass dieses Kind den nächsten Tag nicht überleben wird. Aber ich hatte zu diesem Zeitpunkt ja leider keine andere Wahl. Als ich dies meinem Mann damals erzählte erhielt ich daraufhin keinerlei Reaktion. Aber gut, zu diesem Zeitpunkt dachte ich mir, dass er so damit am besten klarkäme. Also verarbeitete jeder für sich die Angelegenheit alleine. Am ersten Tag nach der OP ging er zum Geburtstag eines Freundes als zu mir ins Krankenhaus.
Aber wir blieben trotzdem zusammen und versuchten weiterhin unseren Traum vom Wunschkind zu verwirklichen. Doch leider ließ dieses auf sich warten. Nach unserem Jahreswechselurlaub 1999/2000 nahmen wir abstand von unserem Kinderwunsch und planten unser Eigenheim zu erbauen. Als Kinderersatz schafften wir uns einen kleinen Hund an. Im Mai 2000 zog ich von Berlin zu Ihm ins Berliner Umland. Wir heirateten im Juni 2000 und unser Eigenheimbau begann im August 2001. Zu dieser Zeit hatten wir nicht so viel Zeit für uns, jedoch war jeder Sonntag unser wohlverdienter gemeinsamer Entspanntag. Anfang Januar 2001 zogen wir in unser Haus, wo nur Schlafzimmer und Bad bewohnbar waren, ein. Mitte Januar 2001 teile mir meine Schwester mit, dass ich im August gleich doppelt Tante werden würde. In mir brach eine Welt zusammen. Aber erst einmal musste unser Haus weiter ausgebaut werden, so der Plan. Als wir jedoch Ende Januar 2001 von einer Geburtstagsfeier nach Hause kamen, mein Mann war leicht angetrunken, wollte mein Mann unverhütetenden Geschlechtsverkehr. Mit dem Spruch "Es wird schon nichts passieren" war die Sache mit der Verhütung abgegessen. Und siehe da, ich war schwanger. Zu diesem Zeitpunkt war ich der glücklichste Mensch der Welt. Ende August erblickten die Zwillinge meiner Schwester das Licht der Welt. Im September hatte ich 4 Wochen vor dem eigentlichem Termin einen Blasensprung und Marvin war als Frühchen auf der Welt. Aufgrund der Frühchengelbsucht musste mein Kleiner auf die Neo, wo er Intensiv betreut wurde. Nach 4 Tagen konnte ich mit Ihm auf die normale Kinderstation zusammen umziehen. Auch in dieser war er sehr abweisend zu mir und dem kleinen. Auch total Kopflos. Er war total durch den Wind. Ich habe es diesmal aber wieder als Entschuldigung für Ihn auf die Freude auf sein erstes Kind geschoben. In diesen acht Monaten waren wir eine Intakte und glückliche Familie.
Im Juli 2002 wurde ich zum zweiten Mal schwanger. Jedoch wurde Anfang November 2002 beim Feinultraschall festgestellt, dass der Kleine an einem Herzfehler litt. Schon da viel mir wieder auf, das mein Mann sich nicht sonderlich um mich bzw. um das Wohl unseres ungeborenen Sohnes sorgte. Aber zu diesem Zeitpunkt blieb mir nichts weiter übrig als Augen zu und durch. Dies war ich meinen damals 1 Jahr und 2 Monate alten Sohn sowie dem ungeborenem schuldig. Ende November 2002 erkrankte mein Sohn an einer Knochenhautentzündung, welche uns für 14 Tage mit Dauerinfusion ans Krankenhaus fesselte. Auch zu dieser Zeit musste mein Mann wie immer ständig arbeiten und hatte manchmal nur 1 Stunde am Tag im Krankenhaus für uns Zeit. Er war immer im Stress, war nie mit den Gedanken bei uns. Aber auch diese Zeit ging vorüber. Ende Februar nahm meine Mutter meinen großen Sohn in Ihre Obhut und betreute Ihn für die Zeit des anstehenden Krankenhausaufenthaltes. Mein zweiter Sohn kam per Einleitung auf die Welt. Er wurde im Alter von 14 Stunden das erste Mal operiert. Allerdings stellte sich dabei auch heraus, dass er noch mehr kleiner Erkrankungen hatte, diese aber auch operative Behandelbar sind. Im Alter von 7 Tagen und im Alter von 13 Tagen wurde er abermals 2 mal operiert. Auch zu diesem Zeitpunkt war mein Mann mir keine Hilfe. Er war immer nur gestresst hatte nie Zeit für mich und den Jüngsten, geschweige den für den Großen. Schon zu dieser Zeit, da ich die ganze Zeit mit im Krankenhaus war, da ich meinen kleinen so kranken Sohn nicht alleine lassen wollte, kamen mir weiter Zweifel, ob mein Mann mich bzw. die Kinder überhaupt liebt oder gar an einem weiterem zusammenleben noch Interesse hat. Also machte ich mich im Krankenhaus daran, alles in einem Brief nieder zu schreiben was mich stört, was ich mir wünschen würde und das er doch mal auf seine Familie mehr eingehen möchte. Diesen Brief gab ich Ihm. Ich hoffte Ihm damit, ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Aber es tat sich in unserer Beziehung gar nichts mehr. Es wurde immer kälter zwischen uns. Im Juli 2003 wurde mein Mann in seinem Job befördert. Das war ja sehr schön für Ihn, aber jedoch schlecht für mich. Denn dies hieß das meinen Mann, das er ca. alle 3 Monate für mindestens 2 Wochen nach China fliegen darf um dort zu arbeiten. Nun stand ich da. Weg von meinen Eltern meiner Schwester auf dem Dorf angebunden an ein bis Heute nicht fertiges Haus und ganz alleine mit meinen Kindern. An dieser Situation hat sich bis heute nichts geändert. Seit Februar 2006 arbeite ich von zu Hause aus, als Telefonistin in der Zeit wo meine Kinder im Kindergarten sind. Ich kümmere mich um soweit alles. Ob es um die Gesundheit der Kinder, um die zu zahlenden Rechnungen oder um das Abendessen geht. Ich kümmere mich um alles. Aufgrund dieses Kummers, habe ich mein Leid in mich hinein gefressen. Daraufhin habe ich ca. 30 Kilogramm zugenommen und bin damit auch sehr unzufrieden. Es ist einfach den Frust den ich in mich hinein fresse. Es gibt auch kaum einen Tag an dem ich mich nicht in den Schlaf heule. Denn mein Mann geht morgens um Acht aus dem Haus und kommt irgendwann nach Hause. Wir gehen schon lange nicht mehr miteinander zusammen ins Bett. Mit dem Sex läuft auch schon lange nichts mehr. Es ist nur noch ein nebeneinander her leben. So habe ich mir aber mein Leben nicht vorgestellt. Vor bereit 3 Monaten habe ich Ihn damit konfrontiert, dass wir ohne professionelle Hilfe einer zum Beispiel Eheberatung nicht mehr klarkommen. Um meine Dringlichkeit und sein Verständnis zu erhoffen, sollte er eine Instutition raussuchen und einen Termin vereinbaren. Doch leider ist bis heute noch nichts passiert. Er ist auch der Meinung es ist doch alles bestens, so wie es ist.

Nun hatte jedoch der Kindergarten in der Sommerzeit für 3 Wochen geschlossen. Da ich ja Berufstätig bin habe ich mir in den 3 Wochen wo der Kindergarten zu ist Urlaub genommen. Als ich meinen Mann ansprach, ob er den nicht auch Urlaub nehmen könnte, hieß es nur, dass er nicht kann. Er kann frühestens im September Urlaub nehmen. Also war ich somit dazu verdonnert meinen Urlaub mit Kinderhüten zu verbringen. Da meine Eltern und meine Schwester aber gemeinsam zum Campen nach Dänemark gefahren sind, fragten Sie mich, ob ich den nicht mitkommen wolle. Erst lehnte ich ab. Aber nachdem von meinem Mann keinerlei Reaktion kam, sagte ich doch zu und plante meinen Urlaub mit den Kindern in Dänemark. Zu der Zeit hieß es das er auch nicht nach China fliegen müsse. 2 Tage vor unserer Abreise kam er Freude strahlend nach Hause und verkündete, dass er auch nach China für 3 Wochen fliegen werde. Genau zu der gleichen Zeit wie wir. Also stand nun unser Haus für 2 Wochen alleine frei. Ich finde das nicht so gut, aber mein Mann machte sich darüber überhaupt keine Gedanken. Er half mir auch bei keinerlei Vorbereitungen, bei einfach gar nichts. Ich wollte Ihm allerdings auch damit zeigen, dass ich nicht auf die Hilfe von Ihm angewiesen bin und es auch alleine schaffe mit 2 Kindern und einem Hund.
Nun bin ich wieder da und finde alles so vor wie ich es verlassen habe. Er hat in den zwei Tagen die er länger zu Hause war, gar nichts gemacht. Im Kühlschrank habe ich angefangene Wurst vorgefunden, im Kinderzimmer eine ausgelaufene Trinkflasche, nicht einmal Staub gesaugt hat er, wobei ich Ihn darum gebeten habe.
Ich weiß einfach nicht mehr weiter. Ich kann mit dieser Ignoranz und diese Demütigung nicht mehr ertragen. Ich bin kurz davor, mich von Ihm zu trennen, bzw. ihn gar nicht mehr nach seiner Rückkehr aus China wieder rein zu lassen. Ich weiß bloß nicht, ob ich der Situation ganz alleine gewachsen bin. Aber im Grunde bin ich selbst bereits jetzt nach dem Urlaub schon wieder total frustriert und nur noch ein seelisches Wrack
Könnt Ihr mir einen Rat oder einen Tipp geben. Was soll ich machen???

Michaela

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21. August 2006 um 12:13

Was soll noch passieren???
Hallo,

ich habe gerade deinen Brief gelesen und bin sehr gerührt.
Um es kurz zu machen, wenn ich an deiner Stelle wäre, würde ich mir alleine Rat holen und ausziehen.
Da ihr ja jetzt das Haus habt, würde ich mich diesbezüglich auch informieren, wie du das lösen kannst, das du da ausziehen kannst.
Also ich würde das nicht mehr mitmachen wollen, sagmal du bist doch keine Maschine, du bist auch NICHT NUR MUTTER sondern auch eine Frau....!!!!
Vergesse das nicht, das sagte mein Kinderarzt meiner Tochter...
Ich hoffe natürlich für euch drei + Hund das ihr das schafft, aber ich glaube fest daran, denn du hörst dich stark an, aber wenn was ist, nehme einfach nochmal kontakt auf, ich kontrolliere öfter mal alle antworten...
Aber wie gesagt, du machst dich und deine Kinder kaputt, wenn er es nicht anders will, hat er Pech gehabt...
Alleine schafft man das ja auch, wie du siehst...

Liebe grüße an dich und deine kiddis
Nicki

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21. August 2006 um 16:21

Unglaublich
Ich werde ihm schon lange verlasen. Er verdint so eine Frau nicht !!!Es tut mir leid für kinder. wie kann er so kalt sein.

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