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Trennungskind will zu Papa ziehen

14. Mai 2007 um 9:55

Ein Hallo in die Runde,

meine Lebenspartnerin und ich haben derzeit ein massives Problem mit der in die Partnerschaft eingebrachte Tochter meiner Lebengefährtin. Die Tochter (5 Jahre) lebt bei uns und hat regelmäßigen und guten Kontakt zu ihrem richtigen Vater. Auch wir haben einen guten Kontakt untereinander.

Birgit und ich haben seit Januar 2006 einen gemeinsamen Sohn, der als Bruder von der Tochter (aus unserer Sicht) voll akzeptiert und geliebt wird.

Im vergangenen Jahr hatten wir schon einmal eine Phase in der die Tochter unbedingt zu ihrem Vater wollte. Sie hat Birgit permanent mit folgenden Worten: "Ich will zu Papai" konfrontiert. Immer mit Tränen untermalt und wirklich glaubhaft. Nach 1 - 2 Monaten hat es sich wieder gelegt. Nun tritt es aber wieder massiv auf und wir sind verzweifelt. Sie macht morgens die Augen auf, weint und sagt "ich will zu Papi".

Man muss dazu sagen, dass wir mit der Maus den Alltag erleben, sie zur Kita bringen, zu ihren "Terminen" wie z.B. tanzen bringen und natürlich auch die unangenehmen Dinge wie Arztbesuch usw. "auf uns nehmen".

Bei Papi sieht es meistens etwas anders aus. Er holt sie ab, macht sich einen schönen Nachmittag mit ihr und bringt sie uns dann ca. 1 Std. vor dem Schlafengehen wieder. Am Wochenende ist sie in der Regel von Fr. nachmittag bis Sa. abend bei ihm. Oder Sa. morgen bis So. abend.

Völlig verzweifelt haben wir nun die kleine Maus bei ihrem Papi gelassen. Zum einen weil wir uns davon erhoffen, dass sie sich wieder stabilisiert und zum anderen natürlich auch in der Hoffnung, dass sie merkt bei Papi gibt es auch einen Alltag.

Seit ca. 1 Woche ist sie nun bei ihm und er fängt an Ansprüche zu stellen indem er uns vorschreiben möchte wann und wie wir die Maus sehen können. Birgar hat nun große Angst die Maus zu verlieren.

Wir wollen nun aber nicht die Maus mit "aller Gewalt" wieder zu uns holen (Aufenthaltsbestimmungsrecht liegt bei Birgit) sonder hoffen darauf, dass die Maus von alleine wieder zur Mami möchte.

WAS IST DIE RICHTIGE VORGEHEMSWEISE ????? Kann uns jemand helfen ???

Danke im Voraus
Georg

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14. Mai 2007 um 11:27

Hallo
Naja was das richtige ist, liegt im Auge des Betrachters. Erstmal finde ich es richtig gut von euch, das ihr sie zu ihrem Papa gelassen habt. Dann kommt hinzu, die kleine Maus ist erst 5Jahre, eigentlich möchte sie beide haben, sowohl Mama als auch Papa. Das hat sie jetzt leider nicht mehr.
Dann kommt zu Mama ein neuer Mann der ganz lieb ist, aber halt nicht der "Papa". Das war schon super schwer für die kleine. Nun habt ihr aber auch noch ein Kind bekommen und liebt es natürlich beide, und so ein Säugling brauch auch viel mehr Aufmerksamkeit etc.... Das merkt die kleine Maus alles und denkt jetzt, da geh ich liber zu Papa, da gibt es nur mich!

Wie sieht es denn beim Papa so aus, lebt er auch in einer neuen Beziehung? Ich denke ihr solltet die kleine ganz alleine Entscheiden lassen und immer DA sein wenn sie euch brauch.

Allerdings ist es auch ziemlich blöd, wenn man einem 5 jährigen Mädchen die Entscheidung überlässt, wo sie leben soll.

Ich denke, ihr solltet es euch anschauen, wie sie sich jetzt verhält..... Was sagt sie denn nach einer Woche bei ihrem Papa wie es ihr dort gefällt ...?


Euch alles gute.....

Gruß

sunshine

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14. Mai 2007 um 12:20
In Antwort auf sunshine4428

Hallo
Naja was das richtige ist, liegt im Auge des Betrachters. Erstmal finde ich es richtig gut von euch, das ihr sie zu ihrem Papa gelassen habt. Dann kommt hinzu, die kleine Maus ist erst 5Jahre, eigentlich möchte sie beide haben, sowohl Mama als auch Papa. Das hat sie jetzt leider nicht mehr.
Dann kommt zu Mama ein neuer Mann der ganz lieb ist, aber halt nicht der "Papa". Das war schon super schwer für die kleine. Nun habt ihr aber auch noch ein Kind bekommen und liebt es natürlich beide, und so ein Säugling brauch auch viel mehr Aufmerksamkeit etc.... Das merkt die kleine Maus alles und denkt jetzt, da geh ich liber zu Papa, da gibt es nur mich!

Wie sieht es denn beim Papa so aus, lebt er auch in einer neuen Beziehung? Ich denke ihr solltet die kleine ganz alleine Entscheiden lassen und immer DA sein wenn sie euch brauch.

Allerdings ist es auch ziemlich blöd, wenn man einem 5 jährigen Mädchen die Entscheidung überlässt, wo sie leben soll.

Ich denke, ihr solltet es euch anschauen, wie sie sich jetzt verhält..... Was sagt sie denn nach einer Woche bei ihrem Papa wie es ihr dort gefällt ...?


Euch alles gute.....

Gruß

sunshine

Danke für
....deine Antwort.

Der Papa lebt eher in wechselnden Beziehungen. Zurzeit hat er keine Partnerin, bzw. keine die die kleine Maus kennt.

Am Freitag stand ein Besuch beim Arzt an den Birgit natürlich wahr genommen hat, weil der Papa es nicht als so wichtig erachtet hatte. (Ergebnis Mandelentzündung) Nach dem Arztbesuch wollte sie dann aber wieder unbedingt zum Papa.

Wir wissen auch nicht welches Ziel der Papa verfolgt. Es sagt zwar er wollte, dass alles wieder so wird wie es war aber verhält sich nicht wirklich danach und läßt uns vermuten, dass er die Maus bei sich behalten möchte.

Der Maus wird es ausgesprochen gut bei Papa gefallen. Er macht im Moment auch das volle Programm mit ihr. Zum Eis essen hier hin, zum spielen dort hin und am Wochenende mal ein wenig auf Tour gehen mit ihr.

Grüße
smoere

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14. Mai 2007 um 13:46

Hmmm...
hi Mara

so wie ich das rauslese wäre er einfach gar nicht mit ihr zum Arzt gegangen! Das ist wahrscheinlich auch das Problem des Ganzen: Er soll zwar auch die unangenehmen Seiten erledigen, aber er macht es einfach nicht!

Das merke ich jetzt auch bei meinem Schwager. Der spielt nach wie vor den Sugar-Daddy mit allen möglichen Vorzügen für die Kinder, aber Haushalt und auch Firma gehen langsam aber sicher den Bach runter...

es grüßt dich ganz lieb
Stefanie

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14. Mai 2007 um 13:57

Danke.....
.... für deine Meinung. Die kleine Maus hat natürlich einen Namen und heißt Laura.

Der Papa ist Berufstätig (relativ flexible Arbeitszeiten) und Laura kann bis um 16:00 Uhr in der Kita bleiben.

Wir wissen nicht ob es richtig ist Laura bei dem Vater langfristig zu belassen um ihr damit auch klar zu machen, dass es auch bei dem Papa einen Alltag gibt bei dem man sich an Zeiten und REgeln halten muss um pünklich in der Kita zu sein oder zum einkaufen gehen zu können. Momentan hat der Papa eben alle Möglichkeiten seine Zeit ausschließlich mit der Maus zu verbringen. Alle notwendigen Einkäufe oder sonstige Erledigungen kann er erledigen wenn Laura nicht bei ihm ist.

Wir können die Zeit ohne Laura nicht voll nutzen um alles zu tun um uns die notwendigen Zeitfenster zu verschaffen. Es ist zum einen der Lars noch da und zum anderen ist Laura nur an späten Nachmittagen oder am Wochenende bei ihm gewesen. Also Zeiten, speziell am WE, in denen wir auch Zeit für sie haben würden.

Eine richtig blöde Situation!! Vor allem weil es im Grunde sehr gut funktioniert hat und es keine Probleme gab.

Grüße
smoere

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14. Mai 2007 um 14:01
In Antwort auf kratzamkopp

Hmmm...
hi Mara

so wie ich das rauslese wäre er einfach gar nicht mit ihr zum Arzt gegangen! Das ist wahrscheinlich auch das Problem des Ganzen: Er soll zwar auch die unangenehmen Seiten erledigen, aber er macht es einfach nicht!

Das merke ich jetzt auch bei meinem Schwager. Der spielt nach wie vor den Sugar-Daddy mit allen möglichen Vorzügen für die Kinder, aber Haushalt und auch Firma gehen langsam aber sicher den Bach runter...

es grüßt dich ganz lieb
Stefanie

Richtig ......
...Stefanie !! Birgit ist mit ihr zum Arzt gegangen weil er meinte es wäre nicht so schlimm und das bischen Fieber geht schon wieder weg.

DAraufhin saß Birgit schon im Auto und hat sie geholt, ist zum Arzt gefahren, hat Laura auf eigenen Wunsch wieder zum Papa gebracht und dann auch noch die Medikamente aus der Apotheke geholt um sie ihr noch zu verabreichen und dann völlig gefrustet wieder heim gekommmen ist.

Gruß
smoere

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14. Mai 2007 um 14:06
In Antwort auf smoere

Richtig ......
...Stefanie !! Birgit ist mit ihr zum Arzt gegangen weil er meinte es wäre nicht so schlimm und das bischen Fieber geht schon wieder weg.

DAraufhin saß Birgit schon im Auto und hat sie geholt, ist zum Arzt gefahren, hat Laura auf eigenen Wunsch wieder zum Papa gebracht und dann auch noch die Medikamente aus der Apotheke geholt um sie ihr noch zu verabreichen und dann völlig gefrustet wieder heim gekommmen ist.

Gruß
smoere

Und da
wird`s dann richtig schwierig, denn während man in einer Partnerschaft bisweilen noch "lass ihn doch" sagen kann, wird das bei Kindern schon schwierig. Aber wenn man Arztbesuche mal außer Acht lässt, gibt es ja auch noch andere Situationen, die er bewältigen muss und die auch für's Kind nicht so angenehm sind. Würde einfach mal abwarten, die Kleine aber bei ihm lassen.

Es bringt einfach nichts sie mit aller Gewalt bei euch zu halten. Dadurch wird der Druck noch größer.

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14. Mai 2007 um 15:04

Kam bei uns auch vor
Heute weiß ich, dass der Zwerg damit versucht hat bei mir mehr Freizügigkeit zu erreichen. Wenn ihm bei mir etwas nicht gepaßt hat, dann hieß es gleich, dann will ich beim Papa wohnen.

Irgendwann hatte ich genug von diesem Spruch und habe klipp und klar zu ihm gesagt:

"DU bist 5 Jahre alt, wenn du 14 Jahre bist, dann kannst du das ganz allein entscheiden, aber solange wirst du bei der Mama wohnen und jetzt brauchen wir darüber nicht wieder diskutieren."

seit dem ist alles gut!

Jule

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14. Mai 2007 um 15:06
In Antwort auf kratzamkopp

Und da
wird`s dann richtig schwierig, denn während man in einer Partnerschaft bisweilen noch "lass ihn doch" sagen kann, wird das bei Kindern schon schwierig. Aber wenn man Arztbesuche mal außer Acht lässt, gibt es ja auch noch andere Situationen, die er bewältigen muss und die auch für's Kind nicht so angenehm sind. Würde einfach mal abwarten, die Kleine aber bei ihm lassen.

Es bringt einfach nichts sie mit aller Gewalt bei euch zu halten. Dadurch wird der Druck noch größer.

Druck ausüben...
....ist auch so ziemlich das Letzte was wir tun wollen. Die Maus muss sich wohl fühlen, darum geht es bei der ganzen Sache. Das ist auch unser erklärtes Ziel !!

Nur macht es uns sehr zu schaffen, dass es so aus heiterem Himmel passiert ist und wir nicht wissen warum.

Echt Sch....... vor allem kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen wie bescheiden es der Mutter dabei geht.

Liebe Grüße
smoere

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14. Mai 2007 um 16:08
In Antwort auf smoere

Druck ausüben...
....ist auch so ziemlich das Letzte was wir tun wollen. Die Maus muss sich wohl fühlen, darum geht es bei der ganzen Sache. Das ist auch unser erklärtes Ziel !!

Nur macht es uns sehr zu schaffen, dass es so aus heiterem Himmel passiert ist und wir nicht wissen warum.

Echt Sch....... vor allem kann sich wahrscheinlich jeder vorstellen wie bescheiden es der Mutter dabei geht.

Liebe Grüße
smoere

Guck Guck
Ich finde euch echt klasse,Ich meine sowas macht ja nicht jeder, aber ich denke ihr habt das ganz richtig gemacht. Jedoch würde ich mir in diesem Falle, hielfe Holen Zum Beispiel bei einem Erziehungsheler oder Therapolten der sich auf kinder,spizialiesiert hat.

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14. Mai 2007 um 17:40
In Antwort auf trullaschnuck

Guck Guck
Ich finde euch echt klasse,Ich meine sowas macht ja nicht jeder, aber ich denke ihr habt das ganz richtig gemacht. Jedoch würde ich mir in diesem Falle, hielfe Holen Zum Beispiel bei einem Erziehungsheler oder Therapolten der sich auf kinder,spizialiesiert hat.

Wir haben heute...
...... mit der Kindergärtnerin gesprochen. Sie sagt ganz klar, der Maus die Entschewidung NICHT überlassen sondern bei der Mutter bleiben mit einem Plan in dem die Maus ihre Papatage sehen kann.

Im Moment weiß sie ja nie wann und wo der Papa kommt. Mit so einem Plan wäre es aber möglich....

Liebe GRüße
smoere

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16. Mai 2007 um 8:06

Danke dir !!
Hallo Vollmond,

vielen, vielen Dank für deine Antwort. Vieles von dem was du geschrieben hast, wurde uns auch von Lauras Kindergärtnerin empfohlen.

Die kleine Maus ist nun auch wieder bei uns (seit gestern nach der Kita) und wir haben das Gefühl ihr geht es nun wieder besser und ist nicht mehr so durcheinander. Sie wird nun auch bei uns bleiben und ihre "festen" Papatage haben.

Nochmals ganz vielen DAnk an dich und alle anderen die uns geholfen haben bzw. hier geantwortet haben.

Birgit, Smoere und Laura

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8. Oktober 2008 um 21:50

Mein Sohn will zum Papa
Mein Sohn ist neun Jahre und geht alle zwei Wochen zu ihm...Am Wochende und in den Ferien läuft alles Super dort deshalb ist ihm vor ein paar Wochen eingefallendass er ja auch beim Papa wohnen könnte,da ist es ja so toll...
Ja SUPER...Ich bin total fertig und habe mit seinem Papa darüber gesprochen...er hat natürlich alles in die Wege geleitet und mich zerstört es gerade...Also rief ich ihn vorhin an und fragte was ist wenn mein Sohn dann nach einer Gewissen Zeit bemerkt das es ja doch nicht so toll ist und er wieder zur Mama will. (alle die mich und meinem Sohn kennen sagen das das nur etwa 3 Monate dauern kann). Sein Vater meinte dass er ihn erst nach seinen vollendeten Schuljahren sprich 10. oder9. Klasse wieder zu mir kann. Vorher lässt er ihn nicht weg...sowas gäbe es nicht er wollte zu ihm und dort bleibt er dann.DAS IST FINSTER!!!!! Ich will mein Baby nicht verlieren aber was tue ich jetzt!!!!?????Hilfe

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