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Trennung oder Rettung ?

4. Februar um 19:49

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Mein Mann und ich sind seit 6 Jahren zusammen, seit 2 Jahren verheiratet und seit einem Jahr haben wir ein Kind.

Nach einem halben Jahr hatte er sich damals sein Traumhaus gekauft, auf dem Land, direkt neben seinen Eltern. Wir sind zusammen hier eingezogen aber nur er hat sich eintragen lassen. Da wir erst frisch zusammen waren, hatte ich somit auch kein Mitsprache Recht. Es war alles toll, für mich die erste gemeinsame „Wohnung“, diese Harmonie zwischen uns, wir waren sehr glücklich.

Meine Arbeitsstelle lag 50km vom Wohnort entfernt, was mir dann nach einiger Zeit auf die Nerven ging (ein Wechsel in Wohnort Nähe war leider nicht möglich). Aber, da musste ich wohl durch, denn ich liebe meinen Mann und wollte bei ihm bleiben, weil wir beide als paar überglücklich waren.

Freundschaften konnte ich hier leider keine knüpfen. Auf der Straße wohnen ausschließlich ältere Menschen und das Freiteitangebot ist hier lau.

Jetzt, wo wir ein Kind bekommen haben, ändert sich natürlich die Sichtweise nochmal.

Vorweg: Ich habe wirklich Glück mit meinen Schwiegereltern. Sie helfen wo sie nur können, meine Schwiegermama war auch meine Hebamme und ich habe wirklich ein sehr gutes Verhältnis zu Ihnen.

Nun zurück: Seit mein Kind auf der Welt ist, waren meine Schwiegereltern ungelogen jeden Tag bei uns (erstes Engelchen, Euphorie , verstehe ich). Ich dachte, dass sich das mit der Zeit sicher legt, weil wir uns früher zwar regelmäßig getroffen haben aber wir hockten nicht jeden Tag aufeinander. Aber es hörte nicht auf. Also haben wir abgemacht, als die kleine 10 Monate war . Das sie einmal für ein paar Stunden rüber geht und einmal das wir uns so treffen (meine Eltern sehe ich maximal 2x im Monat, hab zwar kein gutes Verhältnis zu Ihnen, aber sie fehlen mir dennoch). Aber das funktioniert von vorne bis hinten nicht. Sie kommen immer unangekündigt (natürlich, sie wohnen nebenan) und man kann ja nicht einfach nicht die Türe aufmachen. Zudem mischen sie sich auch in die Erziehung ein und mein Mann steht hinter ihnen, nicht hinter mehr. Wenn ich es anders machen möchte, „muss“ ich es so machen wie meine Schwiegereltern, weil sie dann auf mein Mann einreden & er dann wiederum auf mich.

Zudem stört es mich extrem das es hier (steile Berge gibt), die natürlich nicht beleuchtet sind. Ein schöner abendlicher Spaziergang ist somit ausgeschlossen, zudem die Autofahrer hier die Berge auch hoch und runter rasen.

Das Freizeitangebot ist auch für die kleine hier lau, es gibt nur ein Mutter Kind turnen ab 2 Jahren ansonsten nichts. Wenn ich auf dem Spielplatz gehe, war bisher noch niemand dort.

Ich jammere meinem Mann jeden 2. Tag die Ohren voll wie einsam ich mich fühle und mich hier unwohl fühle. Habe ihn auf ein Wohnortwechsel angesprochen. Habe gefragt wie es denn ausschaut, dass man sich in der Mitte trifft , sodass die Entfernung zu seinen Eltern und Freunden die gleiche ist wie zu meinen.

Ich habe mein Auto auf finanziellen Gründen verkauft, womit ich noch mehr hier „feststecke“. Vorher bin ich regelrecht vor diesem Ort geflüchtet. Es gab keinen Tag wo wir nicht unterwegs waren. Die Busverbindungen wie man es sich auf dem Land vorstellen kann, fahren nur einmal die Stunde. Samstags und sonntags nur alle 2..

Um mal eben meine Eltern oder Freunde zu besuchen bin ich locker 2 1/2 Stunden mit 3x umsteigen unterwegs eine Strecke.

Jedenfalls, hat mein Mann gesagt, er wird hier niemals wegziehen. Nirgendwohin. Da ist er auch nicht komrpomis bereit. Er wird hier in diesem Haus alt werden. Er ist hier groß geworden und ihm gefällt es hier, er sieht es nicht ein, woanders hin zuziehen wo er ein lebenslang unglücklich ist. Wenn es mir nicht passt, soll ich mir und der kleinen eine Wohnung suchen. Ganz einfach.

Natürlich kann man jetzt sagen, dass ich mir das vorher hätte überlegen sollen, bevor man heiratet oder ein Kind bekommt. Aber wir passen so super zusammen, es ist harmonisch zwischen uns (wenn ich nicht Jammer) und wir sind glücklich MITEINANDER. Soll der Wohnort wirklich über unsere Ehe stehen?

Jetzt zu meiner Frage: Soll ich klein beigeben, obwohl ich weiß, dass ich hier nicht glücklich sein kann? Mir fehlen die Menschen um mich herum, die Freizeitangebote, das lockere spazieren gehen ohne steilen Berge. Und natürlich meine Freunde und meine Familie. Wie gerne würde ich meinen Papa oder meine Oma öfters sehen. Aber sie haben auch kein Auto und es ist wirklich eine große Tortur mit Bus und Bahn. Was also am besten machen ? Wegen einer vielleichten Fehlentscheidung (überhaupt hier her gezogen zusein) ein Leben lang einsam und unglücklich sein ? Ich brauche objektive Meinungen.

Entschuldigung das es so lang geworden ist.

kiki22444

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6. Februar um 7:01

ich würde ihm sagen dass du hier bleibst mit kind aber dafür soll er dir ein auto zur verfügung stellen damit du flexibler bist... deine schwiegereltern würde ich einfach freundlich darauf ansprechen dass jeden tag zu besuch kommen für dich zu anstrengend ist und man sihc doch wie vorher normal besuchen kann du hast schließlich auch noch anderes zu tun als dauernd gastgeber zu spielen ...

wenn dein mann nicht dort weg will soll er dir helfen dich dort wohl zu fühlen (sprich: du willst spazieren -> er sollte mit gehen mit einer taschenlampe oä
auf dem land ist es immer ruhig ... dort leben hauptsächlich alte menschen das ist normal... aber man kann dennoch dort glücklich werden wenn man sich darauf einlässt und das positive darin sieht ...

andere frage: habt ihr euch mal gedanken zum kindergarten gemacht? bzw schulen? gibt es bei euch welche oder müsste das kind dann auch immer 2 1/2 std. pro weg fahren?

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7. Februar um 8:31
In Antwort auf kiki22444

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Mein Mann und ich sind seit 6 Jahren zusammen, seit 2 Jahren verheiratet und seit einem Jahr haben wir ein Kind.

Nach einem halben Jahr hatte er sich damals sein Traumhaus gekauft, auf dem Land, direkt neben seinen Eltern. Wir sind zusammen hier eingezogen aber nur er hat sich eintragen lassen. Da wir erst frisch zusammen waren, hatte ich somit auch kein Mitsprache Recht. Es war alles toll, für mich die erste gemeinsame  „Wohnung“, diese Harmonie zwischen uns, wir waren sehr glücklich. 

Meine Arbeitsstelle lag 50km vom Wohnort entfernt, was mir dann nach einiger Zeit auf die Nerven ging (ein Wechsel in Wohnort Nähe war leider nicht möglich). Aber, da musste ich wohl durch, denn ich liebe meinen Mann und wollte bei ihm bleiben, weil wir beide als paar überglücklich waren. 

Freundschaften konnte ich hier leider keine knüpfen. Auf der Straße wohnen ausschließlich ältere Menschen und das Freiteitangebot ist hier lau. 

Jetzt, wo wir ein Kind bekommen haben, ändert sich natürlich die Sichtweise nochmal. 

Vorweg: Ich habe wirklich Glück mit meinen Schwiegereltern. Sie helfen wo sie nur können, meine Schwiegermama war auch meine Hebamme und ich habe wirklich ein sehr gutes Verhältnis zu Ihnen. 

Nun zurück: Seit mein Kind auf der Welt ist, waren meine Schwiegereltern ungelogen jeden Tag bei uns (erstes Engelchen, Euphorie , verstehe ich). Ich dachte, dass sich das mit der Zeit sicher legt, weil wir uns früher zwar regelmäßig getroffen haben aber wir hockten nicht jeden Tag aufeinander. Aber es hörte nicht auf. Also haben wir abgemacht, als die kleine 10 Monate war . Das sie einmal für ein paar Stunden rüber geht und einmal das wir uns so treffen (meine Eltern sehe ich maximal 2x im Monat, hab zwar kein gutes Verhältnis zu Ihnen, aber sie fehlen mir dennoch). Aber das funktioniert von vorne bis hinten nicht. Sie kommen immer unangekündigt (natürlich, sie wohnen nebenan) und man kann ja nicht einfach nicht die Türe aufmachen. Zudem mischen sie sich auch in die Erziehung ein und mein Mann steht hinter ihnen, nicht hinter mehr. Wenn ich es anders machen möchte, „muss“ ich es so machen wie meine Schwiegereltern, weil sie dann auf mein Mann einreden & er dann wiederum auf mich.

Zudem stört es mich extrem das es hier (steile Berge gibt), die natürlich nicht beleuchtet sind. Ein schöner abendlicher Spaziergang ist somit ausgeschlossen, zudem die Autofahrer hier die Berge auch hoch und runter rasen. 

Das Freizeitangebot ist auch für die kleine hier lau, es gibt nur ein Mutter Kind turnen ab 2 Jahren ansonsten nichts. Wenn ich auf dem Spielplatz gehe, war bisher noch niemand dort.

Ich jammere meinem Mann jeden 2. Tag die Ohren voll wie einsam ich mich fühle und mich hier unwohl fühle. Habe ihn auf ein Wohnortwechsel angesprochen. Habe gefragt wie es denn ausschaut, dass man sich in der Mitte trifft , sodass die Entfernung zu seinen Eltern und Freunden die gleiche ist wie zu meinen. 

Ich habe mein Auto auf finanziellen Gründen verkauft, womit ich noch mehr hier „feststecke“. Vorher bin ich regelrecht vor diesem Ort geflüchtet. Es gab keinen Tag wo wir nicht unterwegs waren. Die Busverbindungen wie man es sich auf dem Land vorstellen kann, fahren nur einmal die Stunde. Samstags und sonntags nur alle 2.. 

Um mal eben meine Eltern oder Freunde zu besuchen bin ich locker 2 1/2 Stunden mit 3x umsteigen unterwegs eine Strecke. 

Jedenfalls, hat mein Mann gesagt, er wird hier niemals wegziehen. Nirgendwohin. Da ist er auch nicht komrpomis bereit. Er wird hier in diesem Haus alt werden. Er ist hier groß geworden und ihm gefällt es hier, er sieht es nicht ein, woanders hin zuziehen wo er ein lebenslang unglücklich ist. Wenn es mir nicht passt, soll ich mir und der kleinen eine Wohnung suchen. Ganz einfach. 

Natürlich kann man jetzt sagen, dass ich mir das vorher hätte überlegen sollen, bevor man heiratet oder ein Kind bekommt. Aber wir passen so super zusammen, es ist harmonisch zwischen uns (wenn ich nicht Jammer) und wir sind glücklich MITEINANDER. Soll der Wohnort wirklich über unsere Ehe stehen?

Jetzt zu meiner Frage: Soll ich klein beigeben, obwohl ich weiß, dass ich hier nicht glücklich sein kann? Mir fehlen die Menschen um mich herum, die Freizeitangebote, das lockere spazieren gehen ohne steilen Berge. Und natürlich meine Freunde und meine Familie. Wie gerne würde ich meinen Papa oder meine Oma öfters sehen. Aber sie haben auch kein Auto und es ist wirklich eine große Tortur mit Bus und Bahn. Was also am besten machen ? Wegen einer vielleichten Fehlentscheidung (überhaupt hier her gezogen zusein) ein Leben lang einsam und unglücklich sein ? Ich brauche objektive Meinungen. 

Entschuldigung das es so lang geworden ist.

kiki22444

tja, das Problem ist, dass Ihr beide Recht habt.

Du fragst, ob Du "klein begeben sollst" - wäre umgekehrt doch das gleiche, oder? Wenn Du dort SO unglücklich bist, wo er so glücklich ist, ist mit ziemlicher Sicherheit davon auszugehen, dass er es wo anders wäre. Dazu der ständige Stachel im Fleisch, dass er sein Traumhaus aufgeben musste, in dem er sich so wünscht, alt zu werden. Meinst Du das KÖNNTE funktionieren? Im Ernst, ich halte das für sehr unwahrscheinlich.

Ja, ich weiß, wie es auf dem Land ist. Ich habe jeden Tag 1,5h Arbeitsweg je Richtung (sind rund 70km) - WENN mal alles klappt. Wenn hingegen mal wieder ÖPN Chaos ist (was durchaus auch mal an 4 von 5 Tagen die Woche vorkommt) sind es schnell 2-3h für eine Richtung. Busse fahren im Berufsverkehr alle Stunden, ausserhalb des Berufsverkehrs alle 1.5 bis 2h und am WE gar nicht. Einkaufen ohne Auto ist nicht möglich. Schon der Weg zur Kita war eher was für's Auto als zu Fuß - nur 5km, aber mit dem Bus wären es min 20 min gewesen, der fährt nicht den direkten Weg und dazu die Taktung der Busse...  Kontakte habe ich zu Menschen im Ort auch eher wenig, eigentlich nur den, der durch unseren Hund und deren Hundefreunde in der Gegend zu Stande kommt.
Sind alles Fakten, klar.

Nur sind es genauso Fakten, die Deinen Mann nicht stören (mich auch nicht und die meisten anderen, die in diesen Orten wohnen, auch nicht) - wohingegen an einem anderen Ort eine ebensolche Liste für ihn statt für Dich zusammen kommen würde.
Das "Soll der Wohnort wirklich über unsere Ehe stehen?" klingt aus Deinem Mund schon komisch dafür, dass Du so sichtlich unglücklich damit bist.

Dennoch hast Du aus meiner Sicht noch einige Ansatzpunkte offen.

Erstens: es stört Dich JETZT so massiv. Du wohnst aber schon 5.5 Jahre dort, wenn ich das richtig verstehe. Die Schlussfolgerung wäre, dass Du es vorher nicht so schlimm fandest wie jetzt. Was hat sich geändert? Du sprichst von Deiner Arbeit am Rande - gehst Du im Moment arbeiten? Teilzeit? Vollzeit? Kann es sein, dass Du früher mit Deiner Arbeit mehr "Sozialkontakte" ausgeglichen hast, die Dir jetzt fehlen? Dann wird das auch wieder, wenn Du mehr ins Berufsleben einsteigst.

Wenn Du so einen guten Draht zur Schwiegermutter hast, nimm Dir mal einen Nachmittag Zeit. Nur Ihr beide, ohne die "Männer". Koch Euch einen schönen Kaffee / Tee und dann redet miteinander. Nicht über "Vereinbarungen", sondern darüber wie es Dir dort gerade geht. All das, was Du uns hier geschrieben hast und den Rest, der da noch fehlt. Die war auch mal eine junge Mutter mit Eltern und Schwiegereltern, die in Sachen Kindererziehung auch garantiert alles besser wussten als sie und bestimmt auch ständig dazwischen wuselten.
Vielleicht gibt es auch etwas, wo sie Dich noch sinnvoll unterstützen könnten, so dass man da mehr win-win daraus machen könnte?

Drittens: versuch das mit dem Auto wieder hinzubekommen. Muss ja kein funkelniegelnagelneuer Porsche sein. Bald ist wieder Frühling - kannst Du Motorrad fahren? Wäre auch eine Option. Oder dass Du das Auto der Schwiegereltern mit nutzen kannst.

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7. Februar um 10:05
In Antwort auf kiki22444

Ich versuche mich kurz zu fassen:
Mein Mann und ich sind seit 6 Jahren zusammen, seit 2 Jahren verheiratet und seit einem Jahr haben wir ein Kind.

Nach einem halben Jahr hatte er sich damals sein Traumhaus gekauft, auf dem Land, direkt neben seinen Eltern. Wir sind zusammen hier eingezogen aber nur er hat sich eintragen lassen. Da wir erst frisch zusammen waren, hatte ich somit auch kein Mitsprache Recht. Es war alles toll, für mich die erste gemeinsame  „Wohnung“, diese Harmonie zwischen uns, wir waren sehr glücklich. 

Meine Arbeitsstelle lag 50km vom Wohnort entfernt, was mir dann nach einiger Zeit auf die Nerven ging (ein Wechsel in Wohnort Nähe war leider nicht möglich). Aber, da musste ich wohl durch, denn ich liebe meinen Mann und wollte bei ihm bleiben, weil wir beide als paar überglücklich waren. 

Freundschaften konnte ich hier leider keine knüpfen. Auf der Straße wohnen ausschließlich ältere Menschen und das Freiteitangebot ist hier lau. 

Jetzt, wo wir ein Kind bekommen haben, ändert sich natürlich die Sichtweise nochmal. 

Vorweg: Ich habe wirklich Glück mit meinen Schwiegereltern. Sie helfen wo sie nur können, meine Schwiegermama war auch meine Hebamme und ich habe wirklich ein sehr gutes Verhältnis zu Ihnen. 

Nun zurück: Seit mein Kind auf der Welt ist, waren meine Schwiegereltern ungelogen jeden Tag bei uns (erstes Engelchen, Euphorie , verstehe ich). Ich dachte, dass sich das mit der Zeit sicher legt, weil wir uns früher zwar regelmäßig getroffen haben aber wir hockten nicht jeden Tag aufeinander. Aber es hörte nicht auf. Also haben wir abgemacht, als die kleine 10 Monate war . Das sie einmal für ein paar Stunden rüber geht und einmal das wir uns so treffen (meine Eltern sehe ich maximal 2x im Monat, hab zwar kein gutes Verhältnis zu Ihnen, aber sie fehlen mir dennoch). Aber das funktioniert von vorne bis hinten nicht. Sie kommen immer unangekündigt (natürlich, sie wohnen nebenan) und man kann ja nicht einfach nicht die Türe aufmachen. Zudem mischen sie sich auch in die Erziehung ein und mein Mann steht hinter ihnen, nicht hinter mehr. Wenn ich es anders machen möchte, „muss“ ich es so machen wie meine Schwiegereltern, weil sie dann auf mein Mann einreden & er dann wiederum auf mich.

Zudem stört es mich extrem das es hier (steile Berge gibt), die natürlich nicht beleuchtet sind. Ein schöner abendlicher Spaziergang ist somit ausgeschlossen, zudem die Autofahrer hier die Berge auch hoch und runter rasen. 

Das Freizeitangebot ist auch für die kleine hier lau, es gibt nur ein Mutter Kind turnen ab 2 Jahren ansonsten nichts. Wenn ich auf dem Spielplatz gehe, war bisher noch niemand dort.

Ich jammere meinem Mann jeden 2. Tag die Ohren voll wie einsam ich mich fühle und mich hier unwohl fühle. Habe ihn auf ein Wohnortwechsel angesprochen. Habe gefragt wie es denn ausschaut, dass man sich in der Mitte trifft , sodass die Entfernung zu seinen Eltern und Freunden die gleiche ist wie zu meinen. 

Ich habe mein Auto auf finanziellen Gründen verkauft, womit ich noch mehr hier „feststecke“. Vorher bin ich regelrecht vor diesem Ort geflüchtet. Es gab keinen Tag wo wir nicht unterwegs waren. Die Busverbindungen wie man es sich auf dem Land vorstellen kann, fahren nur einmal die Stunde. Samstags und sonntags nur alle 2.. 

Um mal eben meine Eltern oder Freunde zu besuchen bin ich locker 2 1/2 Stunden mit 3x umsteigen unterwegs eine Strecke. 

Jedenfalls, hat mein Mann gesagt, er wird hier niemals wegziehen. Nirgendwohin. Da ist er auch nicht komrpomis bereit. Er wird hier in diesem Haus alt werden. Er ist hier groß geworden und ihm gefällt es hier, er sieht es nicht ein, woanders hin zuziehen wo er ein lebenslang unglücklich ist. Wenn es mir nicht passt, soll ich mir und der kleinen eine Wohnung suchen. Ganz einfach. 

Natürlich kann man jetzt sagen, dass ich mir das vorher hätte überlegen sollen, bevor man heiratet oder ein Kind bekommt. Aber wir passen so super zusammen, es ist harmonisch zwischen uns (wenn ich nicht Jammer) und wir sind glücklich MITEINANDER. Soll der Wohnort wirklich über unsere Ehe stehen?

Jetzt zu meiner Frage: Soll ich klein beigeben, obwohl ich weiß, dass ich hier nicht glücklich sein kann? Mir fehlen die Menschen um mich herum, die Freizeitangebote, das lockere spazieren gehen ohne steilen Berge. Und natürlich meine Freunde und meine Familie. Wie gerne würde ich meinen Papa oder meine Oma öfters sehen. Aber sie haben auch kein Auto und es ist wirklich eine große Tortur mit Bus und Bahn. Was also am besten machen ? Wegen einer vielleichten Fehlentscheidung (überhaupt hier her gezogen zusein) ein Leben lang einsam und unglücklich sein ? Ich brauche objektive Meinungen. 

Entschuldigung das es so lang geworden ist.

kiki22444

Also bei der Aussage "such dir eine Wohnung für dich und die Kleine" wäre ich sofort gegangen. Ist es ihm total egal wie es dir geht? Es macht ja nicht mal den Anschein als würde er sich ansatzweiße darum Gedanken machen.
Es ist halt leider oft so, dass man erst nach einer gewissen Zeit merkt ob man sich wo wohlfühlt oder nicht. Gerade mit einem Kind ändert sich auch vieles.
Auch, dass er bei der Erziehung lieber auf die Eltern hört als auf dich. Ihr beide seid die Eltern eures Kindes und nicht seine Eltern.
Es ist ja schön, dass er sich so wohlfühlt aber er hat nunmal eine Familie und da zählt nicht nur er alleine. Er macht ja auch nichts, damit du dich wohler fühlst.
Kannst du dir ggf. ein Auto kaufen? Vielleicht würde das auch wieder vieles für dich leichter machen.
Wenn du so unglücklich bist, würde ich gehen. Ich würde auf Dauer nicht wo wohnen bleiben, wenn es mir dort nicht gefällt.
 

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7. Februar um 16:00

Puh, ich kann beide Seiten verstehen.

Da er sogar ein Haus gekauft hat, wird er sicherlich nicht umziehen wollen. Sowas macht man (außer als reine Kapitalanlage) nun mal nur, weil man dort sesshaft ist und auch dort bleiben will. Er wird schon immer gewusst haben, dass er dort leben will und hat es durch den Hauskauf endgültig realisiert. Nach 5 Jahren etwas anderes zu verlangen ist für ihn nicht wirklich nachvollziehbar.

Du hast folgende Möglichkeiten:
- Du besorgst dir wieder ein Auto. Damit bist du mobiler und kannst im Zweifelsfall woanders hinfahren. Auf dem Land ist eigentlich alles nur mit Auto erreichbar, von Kino über Schwimmbad usw. Darauf kann man nicht verzichten.

- Du arbeitest mehr. Wahrscheinlich hast du reduziert / komplett aufgehört? Dadurch fehlen dir jetzt Sozialkontakte, die dich jetzt unglücklich machen.

- Du versuchst ihn weiterhin zu überreden, etwas in der Mitte zu finden. Geht aber höchstwahrscheinlich nach hinten los, wenn er sein gewünschtes Leben lebt. Er hat Familie, Haus und Wurzeln in dem Ort. Die Leute, dich ich vom Land kenne, wollen alle niemals in die Stadt ziehen. Stattdessen bauen / kaufen sie eigene Häuser in der Nähe der Familie.

- Du ziehst in der Tat aus, da ihr scheinbar keine gemeinsamen Lebensvorstellungen habt

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7. Februar um 16:01

Die Leute, die ich* sollte das heißen. 

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