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Trennung

27. Juni 2005 um 3:02 Letzte Antwort: 1. Juli 2005 um 0:25


Hallo zusammen..
Meine Geschichte wird etwas länger,sorry dafür..
Werde aber versuchen sie so kurz als möglich zu halten..
Also,ich werde nächsten Monat 45.bin verh,habe 5 Kinder aus der vorherigen Partnerschaft/Beziehung
Bin fast 8 Jhre verheiratet,mit einem Mann der selbst keine Kinder hat und 5 Jahre jünger ist als ich,er stammt aber aus einer kinderreichen Familie,wohlbehütet,Eltern leben noch,also es hat sich noch nichts "dramatisches" in seinem Leben abgespielt.Ausser das er denkt das er das schwarze Schaf seiner Familie ist,da er noch nicht "erreicht" hat was seine Geschwister erreicht haben.
Ihm zu verstehen zu geben das die anderen deswegen nicht unbedingt glücklicher sein müssen als er ist mir bis jetzt nicht gelungen.
Sowieso ist er sehr unsicher,sehr verletzbar,fühlt sich für alles schuldig,aber nicht verantwortlich..
Andererseits würde so manche Frau mich für verrückt halten ihn zu verlassen,weil er aufmerksam.liebevoll und ein echter Gentleman ist.
Nur..ich bin jemand der schon viel Leid erlebt hat,um nur einiges zu nennen:
Tod meines Vaters als ich 6 war
Sexueller Missbrauch vom Stiefvater über Jahre
Gewalttätiger Ehemann
Totgeburt meiner Tochter
Meine Schwester wurde angeschossen..querschnittgelähmt,Lungenkrebs den sie besiegte um später doch noch an einem Virus qualvoll zu sterben..habe sie bis zu ihrem Tod mitgepflegt
Trennung mit Vater der Kinder wegen notorischer Fremgeherei seinerseits..
Muss vieles auslassen weil es sonst zu lang würde.
Durch das alles was mir widerfahren ist bin ich zu dem geworden was ich jetzt bin,jemand der sich mehr um Probleme anderer kümmert als um die eigenen,trotz allem habe ich meinen Humor behalten,denke meistens positiv und sehe noch immer einen Sinn im Leben..ob das noch lange so gut geht weiss ich nicht..weil irgendwann habe auch ich keine Kraft mehr.
Nun,méin Mann ist sozusagen mein 6. Kind,er braucht mehr Beachtung als alle meine Kinder zusammen,er trifft nie Entscheidungen,überlässt sie lieber mir,ist in allem sehr unsicher und das ist es was ich vermisse..
ICH brauche auch jemand an dem ich mich mal anlehnen kann,bei dem ich mich fallen lassen kann,der MICH beschützt und bei dem ich mal ausatmen kann,aber das geht nicht beiihm.
Denke mal das ich auch kein einfacher Mensch in und er sich manchmal hilflos vorkommt und nicht richtig weiss wie er auf mich reagieren muss..aber nach 8 Jahren sollte er es schon wissen.
Mit meinen Kindern ist er zu Anfang gut klargekommen,er war aber oft Eifersüchtig(sie waren als wir uns kennenlernten zwischen 4 und 18),aber ich konnte mich nicht in Stücke reissen und die Kinder brauchten (jetzt immer noch) auch meine Aufmerksamkeit.
Ich fühlte mich immer wie zwischen 2 Stühlen,und habe den Fehler gemacht ihn nicht richtig an die Kinder ranzulassen,habe ihn aber auch immer gesagt das er nicht die Vaterrolle zu übernehmen braucht,da sie ja einen haben,sondern das es wichtiger wäre das er ihnen ein guter Freund ist.
Das hat aber nie hingehauen weil er miene "Erziehungsmethoden"nicht gutheissen konnte,bei seiner Familie ging alles eher militärisch zu,wobei ich lockerer mit den Kindern war..alles in allem,unsere Ansichten waren verschieden.
Dadurch kam es häufig zum Streit,weil ich vorher jahrelang mit den Kindern alleine war und ich mich nicht unbedingt reinreden lassen wollte..hatte es bis dato gut alleine hinbekommen.
Nun sind mittlerweile alle gut "versorgt" gehen ihre eigenen Wege und scheinen alles im Griff zu haben(job und beziehungsmässig),ausser Tom(20) der im moment in einer argen Krise steckt..aber dazu später..
Mien Verhältniss zu den Kindern war immer sehr gut,obwohl ich auch viele Fehler gemacht habe,verstehen wir uns alle prima..
In unserer Ehe sind viele Dinge passiert die die Liebe zu meinem Mann langam getötet haben,z.Bsp seine übertriebene Lust auf Sex,seine negative Einstellung zu allem..und noch viel mehr..
Also habe ich mich nach genauer Überlegung mich entschieden das es besser ist wenn wir uns trennen,nicht zuletzt weil ich auch mal egoistisch sein will und mal durchatmen will,zumir selbst finden,und mich nichtlänger für einen 40 jährigen Mann verantwortlcih fühlen will,der sich in allem nur auf mich verlässt..
Diesen Abend also waren die "Würfel gefallen"..haben es ausdiskutiert,er war am Boden zerstört,aber er hätte es kommen müssen sehen,es kam nicht pötzlich,Er wollte mich auch verlassen vor einem Jahr ,aber weil er sich in eine andere verliebt hatte..haben uns dann nochmal zusammengerauft aber es hat nicht sollen sein,die Gefühle meinerseits waren weg.
Gerade als wir es besprochen hatten kam ein Anruf von meinem Sohn (Tom,20j),er bat mich ob ich ihn helfen würde
weil er keinen Sinn mehr im Leben sieht,er konsumiert Gras und möchte von dem Zeug weg weil er eingesehen hat dss es ihm kapputmacht..
Der Junge wollte mit 19 von Zuhause weg weil er uns zeigen wollte das er es besser konnte,er ist jemand der nie Hilfe in Anspruch nehmen würde..sein Stolz würde das nie zulassen..und dann dieser Anruf...
Es war ein Hilfeschrei..
Habe ihn dann gesagt das er wieder ei mir wohnen kann,das wir uns eine grössere Wohnung suchen und es gemeinsam schaffen werden..das würde jede Mutter tun denke ich!
Als ich es meinem MAnn sagte,war er wieder beleidigt..und ich bekam vorgeworfen das ER gehen müsse weil mein Sohn Probleme hat..
Das wir uns trennen wollten stand ja schon fest..
Nun muss ich sehr aufpassen das ich nicht wieder "rückfällig" werde und nicht doch noch Mitleid mit meinem Mann bekommme,weil es mir so vorkommt alsob ich ihn "nach Gebrauch" wegschmeisse..
Aber andererseits..die Kinder gehen vor und wenn er dafür kein Verständniss hat..

Puh..is lang geworden..sorry
Tut aber gut alles loszuwerden..im Moment habe ich einfach nur Angst..
Danke fürs lesen

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30. Juni 2005 um 17:50

Hallo jackie316,
wie geht es dir heute? Ich habe gesehen, du hast deinen Beitrag "mitten in der Nacht" geschrieben.
Mensch, das klingt alles ganz schön schwierig. Aber die Frage ist: Was möchtest du selbst? Was glaubst du, möchten andere von dir oder Was denken andere, dass sie ein "Recht" darauf haben, von dir zu fordern?
Wenn du tatsächlich deinen Mann als Belastung empfindest, da er zu wenig Initiative zeigt oder dich nicht auffangen kann, dann trenne dich von ihm. Vielleicht erst einmal nur auf Zeit, aber mache ihm ganz deutlich klar, dass du zumindest eine bestimmte Zeit nicht darüber diskutieren willst, lass dich nicht darauf ein. Wenn er dich liebt und wieder zurück gewinnen will, muss er es akzeptieren. Falls du denkst, es gibt kein Zurück gewinnen mehr, sage es ihm und lass dich nicht mehr auf Diskussionen ein.
Zu deinem 19jährigen Sohn: Möchte er tatsächlich wieder bei euch einziehen? Oder benötigt er einfach nur seelischen oder finanziellen Beistand? Kläre dies besser vorher, bevor du eine neue Wohnung suchst.

Ich wünsche dir alles Gute,
Sophistox

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1. Juli 2005 um 0:25
In Antwort auf selina_12089507

Hallo jackie316,
wie geht es dir heute? Ich habe gesehen, du hast deinen Beitrag "mitten in der Nacht" geschrieben.
Mensch, das klingt alles ganz schön schwierig. Aber die Frage ist: Was möchtest du selbst? Was glaubst du, möchten andere von dir oder Was denken andere, dass sie ein "Recht" darauf haben, von dir zu fordern?
Wenn du tatsächlich deinen Mann als Belastung empfindest, da er zu wenig Initiative zeigt oder dich nicht auffangen kann, dann trenne dich von ihm. Vielleicht erst einmal nur auf Zeit, aber mache ihm ganz deutlich klar, dass du zumindest eine bestimmte Zeit nicht darüber diskutieren willst, lass dich nicht darauf ein. Wenn er dich liebt und wieder zurück gewinnen will, muss er es akzeptieren. Falls du denkst, es gibt kein Zurück gewinnen mehr, sage es ihm und lass dich nicht mehr auf Diskussionen ein.
Zu deinem 19jährigen Sohn: Möchte er tatsächlich wieder bei euch einziehen? Oder benötigt er einfach nur seelischen oder finanziellen Beistand? Kläre dies besser vorher, bevor du eine neue Wohnung suchst.

Ich wünsche dir alles Gute,
Sophistox

Fest entschlossen
hallo!
Ja ,bin ne Nachteule,nachts habe ich meine Ruhe,stört mich niemand und kann besser nachdenken.
Mein Entschluss steht fest,ich brauche Zeit für mich,ich will zu mir selbst finden und endlich mal zur Ruhe kommen und mich um mich selbst kümmern.
Das mit meinem Sohn wirft mich einerseits ein bisschen aus der Bahn,aber andererseits bestärkt es mich in meinem Vorhaben,ich möchte nämlich das er mit mir in eine neue gemeinsame Wohnung zieht,wo jedoch jeder von uns seine Privatsphäre hat.
Er geht einer geregelter Arbeit nach wo er gut verdient,finanziell geht es ihm gut.
Gestern war er wieder bei mir,völlig aufgelöst und weinte,die Arbeit macht ihn kapput,keine Freizeit,keine Freunde mehr,er hat sich von seiner Freundin getrennt da sie ihn nur ausnutzte,und dan noch das cannabis..er ist aber guten Willens und möchte sogar wieder Sport machen( er war ein sehr erfolgreicher Ringer)
Ich werde ihn unterstützen soweit es mir möglich ist.
Denke mal das wir einen langen Weg vor uns haben und es ein gutes Stück "Arbeit" ist.

LG
Jackie

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