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Treffen mit Mutter von 1-jährigen Zwillingen

21. Juli 2011 um 12:04

Hallo,

ich würde mir gerne Rat einholen zu folgendem Problem:

Ich treffe mich regelmäßig mit einer Mutter, die einjährige Zwillingsmädchen hat. Wir sind nicht eng befreundet, sondern kennen uns erst seit einigen Wochen. Meine Tochter ist 9 Monate alt. Wir wohnen 1 Stunde auseinander, aber da wir im Ausland wohnen und es genießen, miteinander deutsch zu sprechen und auch typisch deutsche Auffassungen über Kindererziehung haben, ist mir der Kontakt wichtig.

Jetzt ist es so, dass es für mich und meine Tochter aber stressig ist, wenn sie zu uns nach Hause kommen. Wir haben zwar einen schönen Garten, mit Sandkasten, aber es ist für mich und meine Tochter mehr Stress als angenehm. Es ist so, dass ich eine gute Gastgeberin sein will, aber das fast nicht möglich ist, da meine Tochter noch so klein ist. Sie will auf den Arm und gucken, wenn ich versuche, Kaffe zu machen. Beim Milchschaum zubereiten hat sie kürzlich so geweint, dass ich es gelassen habe. Parallel kommt hinzu, dass die Zwillinge dann auch ins Haus reinkrabbeln, oder zumindest eins der beiden und ich zusätzlich noch zu meiner Tochter das Besuchskind mit beaufsichtigen muss. Ist schlichtweg nicht möglich.
Irgendwie habe ich den Eindruck, die Bekannte von mir erwartet aber eine gewisse Bewirtung und möchte sich bei uns ein wenig erholen. Sie findet unseren Garten toll und erwartet ein wenig, dass ihre Kinder alleine spielen und sie mit mir schnattern kann. Meiner Tochter ist das aber zu langweilig, weil sie ja tagein tagaus im Garten ist und alles kennt und es langweilig findet, wenn ich rede. Für sie wäre es viel schöner, wenn wir auf den Spielplatz gehen würden, weil sie da klettern kann oder andere (ältere) Kinder beobachten kann und ich könnte ja trotzdem nebenher ab und zu mit der Mutter reden.
Die Mutter der Zwillinge will aber partout nicht auf den Spielplatz. Sie geht jeden Tag mit ihren auf den Spielplatz und hasst es glaube ich. Da sie es stressig findet, was ich verstehen kann, wenn beide Zwillinge in entgegengesetzte Richtungen krabbeln oder an gefährliche Spielgeräte gehen.

Ich kenne aber z.B. auch einen Spielplatz mit Wasserspielen, der völlig ungefährlich ist und wo die Kinder so begeistert sind, dass sie nicht wegkrabbeln. Den schlug ich vor, aber die Mutter will nicht.

Was können wir denn jetzt tun.

Hat jemand einen Rat?

Für meine Tochter und mich ist es nicht mehr so schön, uns im Garten zu treffen, weil wir innerlich dann nicht entspannt sind. Für meine Tochter sind die Zwillinge einfach noch recht viel auf einmal, auch weil sie öfters schreien und quengelig sind. Dann muss ich mit meiner Tochter nach hinten im Garten möglichst weit weg gehen und sie beruhigen. Auch wenn sie schlafen will, ist es schwierig, weil sie grundsätzlich bei mir im Arm schläft, was wir so als Ritual haben und wir beide sehr genießen.


Wenn die beiden Zwillinge quengelig sind und schreien, bin ich nervlich ziemlich angespannt. Es ist mir einfach zu viel.

Ein anderes Thema ist auch noch bei den Besuchen die Sache mit der Windel. Die Mutter würde die Zwillinge am liebsten nackt bei uns im Garten spielen lassen. Hat sie auch schon. Ich finde das aber nicht in Ordnung, weil wir im Sandkasten extra Sand vom Meer umständlich geholt haben und ich möchte nicht, dass da Pippi rein geht. Die beiden Zwillinge sind ja erst 1 Jahr alt. Auch kann ja mal ein großes Geschäft kommen.

Ich habe es ein wenig angedeutet, jetzt zieht sie ihnen die meiste Zeit, aber nicht die ganze Zeit, ein Badehöschen an, das viel zu weit ist. Das Pippi kann da seitlich rauslaufen.

Ich traue mich nicht, ihr zu sagen, dass ich das nicht möchte, dass sie bitte ihren Kindern eine abdichtende Windel anziehen möge.

Auch liegen immer wieder die Schnuller herum, oder die Fläschen oder Trinkflaschen. Meine Tochter geht dann dran und saugt, was ich nicht will. Ich habe sie schon mehrmals nach oben auf den Tisch gestellt, auch laut gesagt, nein, wie gehen da nicht dran und nach oben auf den Tisch gelegt. Aber der Mutter ist das völlig egal, dass mich das stört.

Ich mag penibel sein, ich weiss. Aber ich kann mich ja auch nicht ganz verbiegen. Ich selbst bin sehr höflich, wenn ich bei anderen bin. Achte sehr darauf, dass wir anderen nicht zur Last werden....

Was meint ihr?

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21. Juli 2011 um 13:46

Oh neee...
ich kann dich und deine einstellung gut verstehen, bei mir ist es so das ich dann automatisch auch keine lust mehr habe mich mit solchen leuten zu treffen...denn wenn mir alles eh zu anstrengend ist und ihre meinung nicht unbedingt mit meiner übereinstimmt dann würde ich sagen passt es auch nicht und dann würde ichs vielleicht lassen...denn genau wie du fällt es mir manchmal schwer bei leuten die ich nicht so gut kenne dann frei zu sagen was sache ist also was mich stört z.B. einen rat kann ich dir da irgendwie nicht geben ich würde einfach sagen "hmm du nee ich kann ja verstehen das es deinen kindern hier gefällt aber meine tochter quängelt dann und so kann ich mich nicht entspannen und bin eher gestresst, wollen wir nicht einfach zum spielplatz..?? und dann beim nächsten mal vielleicht zu mir?" und wenn sie beim nächsten mal gleich wieder zu mir will würde ich sagen ich habe keine zeit und fertig

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23. Juli 2011 um 1:14

Das ist nicht schön.
Ich würde dir vielleicht raten, den kontakt ganz abzubrechen? Oder hängst du sehr an der angehenden Freunschaft? Also auf so einen Streß hätte ich auch keine Lust, und egal, wenn du meinst du bist da sehr penibel, es ist deine Heimat, dein Garten, und wenn du das und das nicht möchtest, dann ist das so, und die Gäste haben sich daran zu halten! Ja sagen, mag man das dann auch nicht gern, weil man sich ja auch nicht den Kontakt dann verderben möchte. Aber meinst du, es hat einen Sinn, sich weiter regelmäßig zu treffen?
Brich es doch ab, sag es ihr, es passt nicht zwischen euch und den Kindern.
Wenn du dich das nicht traust, dann sag ihr einfach, dass du im moment andere sachen im Kopf hast, und momentane Treffen nicht drinnen sind. dann könntet ihr euch einigen, es vielleicht in einem halben jahr noch mal zu versuchen, wenn ihr noch interesse habt. Ihr könntet ja auch ggf. noch regelmäßig telefonieren, oder in tierpark oder schwimmen oder was auch immer deine bekannte machen mag mit zwei kindern - wobei ich schätze, dass sie nichts anderes möchte, wenn ihr spielplatz schon zuviel ist - unternehmen.

viel glück und lass dich nicht einschüchtern!

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28. Juli 2011 um 14:17

Hallo janamaya

Mir geht es genauso wie dir. Ich kenne auch eine solche Mutter mit so einem anstrengenden Kind. Aber anstelle das Kind (3-jährig) mal ein bisschen zurerechtzuweisen und ihr mal zu sagen, dass es nicht alles anfassen soll und nicht alle Schubladen öffnen soll, ist alles was sie sagt: Das ist normal, sie ist noch ein Kind.

Auch wenn ich mal eine Bemerkung gemacht habe hat es leider nichts gebracht.

Deshalb lade ich diese Frau gar nicht mehr zu mir ein, weil es mir einfach zu anstrengend ist, und ich nicht dazu verpflichtet bin das Verhalten ihres Kindes hinzunehmen. Oder wenn wir uns treffen, dann nur noch draussen.

So einfach ist das, seither habe ich einfach meine Ruhe.

LG nevada

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31. Juli 2011 um 21:06

Kommunikation ist alles...
du hast schon viel zu viel Frust in dich hineingefressen. Sie hat eben andere Ansichten und kann deine Gedanken nicht lesen.

Für mich zum Bsp. wäre es viel wichtiger, dass mein Kind nackt laufen kann. Das ist so toll für die Körperlichkeit die so kleine Wesen empfinden. Und dir ist der Sand wichtig. Der Styling Sandkasten ist wichtiger? Ganz ehrlich, das finde ich richtig überspannt.

Das mit den Flaschen kannst du doch sagen! Wo liegt das Problem?! Aber eins ist auch klar. Wenn es dir um die bakterielle Belsatung von deinem Kind geht, kannst du dich noch auf einiges gefasst machen. Auch wenn sie miteinander spielen, werden sie einen Haufen Speichel und was es sonst noch so gibt, austauschen. Spätestens wenn dein Kind regulär mit anderen Kindern zusammenkommt.

Außerdem könntet ihr einen Rhythmus ausmachen. Mal auf einen Spielplatz, mal zu ihr, mal zu dir.

liebe Grüße

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