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Tochter schließt ihr Zimmer ab

14. Februar 2004 um 15:08

Hallo,

unsere Tochter (14 Jahre) schließt seit neuestem ihre Zimmertür ab, wenn sie außer Haus geht (Schule, Disco, Party, ...) und nimmt den Schlüssel mit.
Sie sagt, das hat mit Privatsphäre zu tun und ihre beste Freundin würde schon seit Jahren abschließen. Auch viele andere in ihrer Klasse schließen angeblich ab.

Bei uns war so etwas bisher nicht üblich. Ich glaube zwar nicht, daß sie Drogen oder so etwas hat, aber ich fühle mich nicht wohl in der Situation.
Sogar wenn Sie demnächst die 10-taegige Klassenfahrt macht, will sie das Zimmer abschließen.
Was ist, wenn Sie den Schlüssel verliert oder im Haus was nicht in Ordnung ist und ich in ihr Zimmer muß ?

Was soll ich tun ?
Soll ich sie zwingen, die Tür nicht zu verschließen oder soll ich mich mit der verschlossenen Tür anfreunden ?
Wie wird das bei Euch zu Hause gehandhabt ?
Was habt Ihr für Erfahrungen aus dem Bekanntenkreis ?

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14. Februar 2004 um 15:57

Deine Tochter
hat genau wie du auch ein Recht auf ihre Privatsphäre.Sie ist ja auch nun in dem Alter wo sie sich auch im Badezimmer einschließt oder ?Meine Töchter (19 und 17) können ihr Zimmer nicht abgeschliessen,aber aus dem Grund weil die Türe kein Schloß hat.Und ich bin mir sicher wenn sie es könnten würden sie es auch machen.Allein schon wegen der Kleinen (9) die gerne in dem Zimmer spielt.Ich gehe in das Zimmer meiner Töchter nie rein.Sie halten es selber sauber ,putzen sogar das Fenster und saugen regelmässig.Ich gehe nur rein wenn sie selbst drin sind oder wenn ich den Wäschekorb mit sauberer Wäsche reinstelle.
Ich würde sie nicht zwingen las sie, das ist ein kleines Stück Eigenverantwortung und Selbstständigkeit die sie in ihrem Alter nun noch nehr entwickelt.Aber mach sie darauf aufmerksam das sie dafür sorgt das das Fenster auch verschlossen ist und der Fernseher nicht auf Sandby steht wenn sie auf Klassenfahrt fährt.So ist die Gefahrenquelle ausgeschlossen.
LG Mamelick

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14. Februar 2004 um 21:09

Noch was:
natürlich klopfe ich an, bevor ich in das Zimmer meiner Tochter gehe. Und daß ich nicht in ihren Sachen rumwühle, ist für mich und ihren Vater eine Selbstverständlichkeit.

Herrenbesuche sind bei uns allerdings nur im Erdgeschoß möglich. Ich will keine Fremden im Haus haben, das betrachte ich als Einbruch in MEINE Privatsphäre. Weil, wie gesagt: Es ist MEIN Haus (und das meines Partners). WIR haben es bezahlt. Und es ist nicht selbstverständlich, daß meine Tochter dort mit 19 noch leben und in Ruhe ihr Abitur machen darf. Das weiß sie auch, und deshalb hält sie sich an unsere Hausordnung.

Wenn sie das Abi in der Tasche hat, kann sie gern auswärts studieren und sich dann auch eine Bude nehmen, die wir auch finanzieren werden, mit maximal EUR 600,-- monatlich. Den Rest muß sie sich selbst erarbeiten.

Und ich lege WERT darauf, daß sie mit 20 hier raus ist, damit sie flügge wird.

Übrigens lege ich auch Wert darauf, daß sie ihr Taschengeld selbst verdient. Tut sie auch. Sie geht zweimal wöchentlich putzen, trägt morgens vor der Schule Zeitungen aus und verbringt die Hälfte ihrer Schulferien im Schwimmbad, als Badeaufsicht. Sie hat dadurch mehr Taschengeld als viele andere Klassenmitglieder, aber ein wesentlich höheres Selbstbewußtsein, denn nichts ist süßer als selbst verdiente Kohle.

Ich bin stolz auf meine Tochter, daß sie das alles hinkriegt. Und ich mache mir keine Sorgen, daß sie nicht klarkommen würde, wenn meinem Partner und mir plötzlich was zustoßen sollte.

Entschuldigung, das posting ist lang geworden und geht über Deine Frage hinaus. Aber ehrlich gesagt, mich hat geschockt, daß ein erwachsener Mensch überhaupt auf so eine Frage kommt.

Das müssen die Auswüchse der Spaßgesellschaft sein.

Alles Gute, auch wenn Du meine Haltung nicht teilen solltest. Der Erfolg wird Dir hoffentlich recht geben.

Doreen

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14. Februar 2004 um 21:30

Vorsicht!
Also, ich sprech da jetzt einfach mal aus meiner Erfahrung:
Meine Tochter ist ebenfalls fast 14 und bisher noch nicht auf die Idee gekommen ihr Zimmer abzuschließen(kommt wahrscheinlich noch), aaaber, ich hatte bisher immer totales Vertrauen zu meiner Tochter. Sie ist sehr gewissenhaft, fleißig und gut in der Schule. Trotzdem ist es jetzt auf der letzten Klassenfahrt zum Supergau gekommen, rund 2/3 der Klasse war stark angetrunken und die Fahrt mußte beendet werden. Nach vielen Gesprächen mit Schülern u. Eltern ist dann herausgekommen, dass einige Schüler dieser Klasse(u.a. auch meine Tochter) auch außerhalb dieser Klassenfahrt nachmittags ab und zu schon mal Alkohol getrunken haben(diese Scheiß Alco-Pops)und einige andere würden auch schon kiffen. Ich bin fast aus allen Wolken gefallen. Ich habe von all dem nichts bemerkt, obwohl ich immer für meine Tochter da bin, ich hole sie abends(gegen 19.00h)immer von ihrer Freundin ab, und habe nichts vom Alkoholkonsum gemerkt, na ja, lange Rede, kurzer Sinn. Kontrolliere Deine Tochter ruhig etwas, Vertrauen ist gut, aber Kontrolle ist in diesem Alter wirklich besser(natürlich nicht zuviel). Ich will Dir ja jetzt keine Angst machen, aber ich dachte auch, meine Tochter ist noch weit entfernt von solchen Sachen und noch viel zu jung dafür.Aber ich habe mich schwer getäuscht. Ich kann jetzt vor zuviel Freiheit in diesem Alter nur warnen, es wird vielleicht ausgenutzt. Rede mit Deiner Tochter, lass ihr ihre Intimsphäre, klopfe an wenn Du ihr Zimmer betrittst, aber abschließen? Auf keinen Fall! Du schließt das Wohnzimmer doch bestimmt auch nicht ab, oder?

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14. Februar 2004 um 22:08

Abschließen
Ich hab mein Zimmer normalerweise nicht abgeschlossen. Ich hatte allerdings mal zum Hochzeitstag meiner Eltern was Großes gebastelt...und das mußte versteckt werden! Da hab ich dann den Schlüssel umgedreht und mitgenommen.

Aber sonst ist mein Zimmer auch heute noch auf (ich wohn bei meinen Eltern unterm Dach )
Und meine Eltern klopfen auch an, wenn Sie hochkommen. Das gehört dazu. Wenn bei meinen Eltern die Tür zu ist, klope ich auch. Das verstehe ich unter Privatsphäre.

Und wenn meine Eltern in meiner Abwesenheit reinkommen, weil sie was suchen, ist das ok....sie bringen schon nichts durcheinander...

Deine Tochter ist 14...hey, Sorry: Aber sie lebt in deinem Haus! Und ich glaube schon, daß es dein Recht ist, Grenzen zu setzen und zu sagen: No Zimmer-Abschließing während Klassenfahrt!

Vielleicht könnt ihr euch ja einigen, daß sie ihr Zimmer abschließen darf, wenn Sie nur ganz normal NAchmittags bei Freunden ist oder so.

Avyan

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14. Februar 2004 um 22:20

Hmmm
also ich hab mein zimmer nie abgeschlossen. hab nie die notwendigkeit gesehen. meine mutter oder meine geschwister sind ja nicht beigegangen und haben alles durchwült. soweit ich weiß, hat das auch keine meiner freundinnen gemacht. bist du denn in ihr zimmer gegangen wenn sie nicht da war, bevor sie mit dem abschließen angefangen hat?
zwingen kannst du sie sicherlich nicht, wieder damit aufzuhören, aber ich würd da nochmal ernsthaft mit ihr drüber reden, warum genau sie das macht und so. und was weiter unten schon gesagt wurde, mit dem versiegelten umschlag find ich eigentlich ganz gut. dann siehst sie, dass du da nicht einfach so reingehst.
karicia

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15. Februar 2004 um 12:22

Warmherzigkeit
Temptress,

wir lieben unserer Tochter über alles, und das weiß sie auch. Aber wir machen nicht das, was viele Eltern tun und was ich als großen Fehler erachte:

Um ihre Liebe buhlen.

Ich bin nicht die Freundin meiner Tochter. Ich bin ihre Mutter. Meine Freunde erziehe ich nicht. Ich gehe mit ihnen aus, habe Spaß mit ihnen. Meine Tochter hingegen muß ich erziehen, das ist meine Pflicht als Mutter. Ich möchte, daß sie möglichst früh lernt, auf eigenen Füßen zu stehen und daß sie in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen.

Ich möchte, daß sie sehr wohl spürt, daß man erst dann ein wirklich freier Mensch ist, wenn man nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit von anderen steht. Das soll sie vor allem Männern gegenüber später unabhängig machen. Ich will sie zu einer freien, stolzen Frau erziehen, die sich von niemand außer ihrem Arbeitgeber (bzw. ihren Kunden, falls sie sich selbstständig macht) was sagen lassen muß.

Sei beruhigt, als sie noch kleiner war, gab es auch viele Streicheleinheiten. Jetzt will sie das nicht mehr, was wir wiederum respektieren und anerkennen müssen.

Ich finde es grausam, sich aus Bequemlichkeit beim eigenen Kind mit einer laissez-faire-Politik einzuschleimen, statt ihm Grenzen zu setzen, die es sonst später ein Leben lang sucht. Wir gehen nicht lieblos mit unserer Tochter um, sondern sind lediglich sehr konsequent.


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15. Februar 2004 um 14:53
In Antwort auf zimmer

Noch was:
natürlich klopfe ich an, bevor ich in das Zimmer meiner Tochter gehe. Und daß ich nicht in ihren Sachen rumwühle, ist für mich und ihren Vater eine Selbstverständlichkeit.

Herrenbesuche sind bei uns allerdings nur im Erdgeschoß möglich. Ich will keine Fremden im Haus haben, das betrachte ich als Einbruch in MEINE Privatsphäre. Weil, wie gesagt: Es ist MEIN Haus (und das meines Partners). WIR haben es bezahlt. Und es ist nicht selbstverständlich, daß meine Tochter dort mit 19 noch leben und in Ruhe ihr Abitur machen darf. Das weiß sie auch, und deshalb hält sie sich an unsere Hausordnung.

Wenn sie das Abi in der Tasche hat, kann sie gern auswärts studieren und sich dann auch eine Bude nehmen, die wir auch finanzieren werden, mit maximal EUR 600,-- monatlich. Den Rest muß sie sich selbst erarbeiten.

Und ich lege WERT darauf, daß sie mit 20 hier raus ist, damit sie flügge wird.

Übrigens lege ich auch Wert darauf, daß sie ihr Taschengeld selbst verdient. Tut sie auch. Sie geht zweimal wöchentlich putzen, trägt morgens vor der Schule Zeitungen aus und verbringt die Hälfte ihrer Schulferien im Schwimmbad, als Badeaufsicht. Sie hat dadurch mehr Taschengeld als viele andere Klassenmitglieder, aber ein wesentlich höheres Selbstbewußtsein, denn nichts ist süßer als selbst verdiente Kohle.

Ich bin stolz auf meine Tochter, daß sie das alles hinkriegt. Und ich mache mir keine Sorgen, daß sie nicht klarkommen würde, wenn meinem Partner und mir plötzlich was zustoßen sollte.

Entschuldigung, das posting ist lang geworden und geht über Deine Frage hinaus. Aber ehrlich gesagt, mich hat geschockt, daß ein erwachsener Mensch überhaupt auf so eine Frage kommt.

Das müssen die Auswüchse der Spaßgesellschaft sein.

Alles Gute, auch wenn Du meine Haltung nicht teilen solltest. Der Erfolg wird Dir hoffentlich recht geben.

Doreen

Ziemlich straight ...
hallo doreen,

ich finde es gut, dass du bei deiner erziehung großen wert auf selbständigkeit und unabhängigkeit des kindes legst.
aber warum so streng und unerbittlich? ich würde mich gar nicht mehr zu hause fühlen als deine tochter ... oder ist gerade das von dir angepeilt - damit sie schnell flügge wird?
herrenbesuche nur im erdgeschoss - na ich weiß ja nicht. fühlt sich deine tochter so respektiert? ihr seid doch eine familie ...
wenn man sich gedanken über die - tatsächlichen - bedürfnisse der tochter macht, ist das gleich ein auswuchs der spaßgesellschaft? bitter.


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15. Februar 2004 um 14:56

Eine gewisse Taktik
Greenwave,

ja, das trifft es. Meine Theorie geht so: Es ist unsere Strenge, die ihren Widerstand überhaupt erst hervorbringt. Und ich WILL, daß sie die Abhängigkeit von uns zunehmend ablehnt, bis der innere Widerstand so groß geworden ist, daß sie den Mut faßt, sich von uns abzunabeln und auszuziehen. Aber nicht, um sich dann von einem Mann aushalten zu lassen, sondern weil sie es satt hat, finanziell von IRGENDJEMAND abhängig zu sein. Seit Jahren schon vermitteln wir ihr, daß Freiheit das höchste Gut des Menschen ist, welches aber auch selbst erkämpft werden muß. Alles andere führt zu Selbstbetrug und Minderwertigkeitskomplexen.

Schau, meine Tochter hat auf dem Gymnasium Schulkameraden, die alles von den Eltern in den Hintern geschoben kriegen. Das geht bis hin zum ersten eigenen Pferd mit 14 und zum Auto mit 18, wobei der Führerschein "natürlich" auch von Papi bezahlt wurde. Das könnte man ja noch als "schön für diese Kinder" bezeichnen, nur leider protzen sie damit rum. Ihr Selbstbewußtsein ist offensichtlich so gering, daß sie es nötig haben, sich über jene Klassenkameraden lustig zu machen, die aus einfachen Verhältnissen stammen und da nicht mithalten können.

Meine Tochter hat als Teenie wahnsinnig darunter gelitten, daß ihre Klassenkameraden sie wegen ihrer Herkunft gehänselt haben. Nicht, das wir arm wären. Wir sind es nicht. Sie weiß nicht mal, WIE reich wir sind. Aber wir weigern uns, diesen Konsumterror auch nur ansatzweise mitzumachen. Schließlich gibt es in der Klasse auch Kinder, deren Eltern sind tatsächlich arm, und wir sehen nicht ein, dieser Ausgrenzerei auch noch Vorschub zu leisten.

Seit sie 16 ist, geht meine Tochter neben der Schule arbeiten und hat dadurch nicht nur ein gutes Händchen für Geld entwickelt - sie weiß eben, wie schwer es zu verdienen ist - sondern auch und vor allem ein gesundes Selbstbewußtsein. Sie läßt sich nicht mehr davon blenden, daß jemand mit dem Mercedes seiner Eltern bei ihr vorfährt und sich über ihren (selbstbezahlten!) Astra lustig macht.
Denn sie weiß genau, daß sie im Gegensatz zu diesen Muttersöhnchen bei uns keine Männchen machen wird müssen, wenn sie den Wagen zu Schrott fährt. Und daß wir auch sonst keine Bedingungen daran knüpfen, daß sie ihn bekommen hat. Das können wir im Gegensatz zu den Mercedes-Eltern auch gar nicht. Denn es ist IHR Auto, sie kann damit tun, was immer sie will. Und glaub mir, vom Tag an, daß sie den Muttersöhnchen DAS unter die Nase geschmiert hat, war Ruhe mit Hänseln.

DAS ist Freiheit, und das hat sie auch zunehmend verinnerlicht.

Ich sehe mit Stolz, daß sie schon jetzt dabei ist zu planen, ob sie nicht statt Uni eine Sonderausbildung für Abiturienten in Angriff nimmt, wo sie Lehre und VWA-Studium in einem absolvieren kann und gleichzeitig schon Geld verdient, so daß sie uns so wenig auf der Tasche liegt wie irgend möglich.

Sie weiß das nicht, aber wir haben vor, ihr ein kleines Appartment zu kaufen, wenn sie das tatsächlich durchziehen sollte. Denn natürlich haben wir das Geld für die ganzen Konsumgüter, die wir ihr NICHT gekauft haben, für sie angespart. Wir wollten ihr halt nur die Fähigkeit beibringen, auf Konsum verzichten bzw. ihn sich selbst erarbeiten zu können.

Bisher hat sie das eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wir loben sie auch regelmäßig dafür. Ich hoffe, daß das mit der Sonderausbildung klappt (sie kriegt das Appartment natürlich auch, wenn sie was anderes anfängt), und daß sie Karriere macht. Mir ist am wichtigsten, daß sie emanzipiert im besten Sinne des Wortes ist, dann wird ihr auch dann keiner auf der Nase rumtanzen, wenn wir schon lange unter der Erde liegen.

Hoffen wir das Beste.

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15. Februar 2004 um 15:39
In Antwort auf zimmer

Eine gewisse Taktik
Greenwave,

ja, das trifft es. Meine Theorie geht so: Es ist unsere Strenge, die ihren Widerstand überhaupt erst hervorbringt. Und ich WILL, daß sie die Abhängigkeit von uns zunehmend ablehnt, bis der innere Widerstand so groß geworden ist, daß sie den Mut faßt, sich von uns abzunabeln und auszuziehen. Aber nicht, um sich dann von einem Mann aushalten zu lassen, sondern weil sie es satt hat, finanziell von IRGENDJEMAND abhängig zu sein. Seit Jahren schon vermitteln wir ihr, daß Freiheit das höchste Gut des Menschen ist, welches aber auch selbst erkämpft werden muß. Alles andere führt zu Selbstbetrug und Minderwertigkeitskomplexen.

Schau, meine Tochter hat auf dem Gymnasium Schulkameraden, die alles von den Eltern in den Hintern geschoben kriegen. Das geht bis hin zum ersten eigenen Pferd mit 14 und zum Auto mit 18, wobei der Führerschein "natürlich" auch von Papi bezahlt wurde. Das könnte man ja noch als "schön für diese Kinder" bezeichnen, nur leider protzen sie damit rum. Ihr Selbstbewußtsein ist offensichtlich so gering, daß sie es nötig haben, sich über jene Klassenkameraden lustig zu machen, die aus einfachen Verhältnissen stammen und da nicht mithalten können.

Meine Tochter hat als Teenie wahnsinnig darunter gelitten, daß ihre Klassenkameraden sie wegen ihrer Herkunft gehänselt haben. Nicht, das wir arm wären. Wir sind es nicht. Sie weiß nicht mal, WIE reich wir sind. Aber wir weigern uns, diesen Konsumterror auch nur ansatzweise mitzumachen. Schließlich gibt es in der Klasse auch Kinder, deren Eltern sind tatsächlich arm, und wir sehen nicht ein, dieser Ausgrenzerei auch noch Vorschub zu leisten.

Seit sie 16 ist, geht meine Tochter neben der Schule arbeiten und hat dadurch nicht nur ein gutes Händchen für Geld entwickelt - sie weiß eben, wie schwer es zu verdienen ist - sondern auch und vor allem ein gesundes Selbstbewußtsein. Sie läßt sich nicht mehr davon blenden, daß jemand mit dem Mercedes seiner Eltern bei ihr vorfährt und sich über ihren (selbstbezahlten!) Astra lustig macht.
Denn sie weiß genau, daß sie im Gegensatz zu diesen Muttersöhnchen bei uns keine Männchen machen wird müssen, wenn sie den Wagen zu Schrott fährt. Und daß wir auch sonst keine Bedingungen daran knüpfen, daß sie ihn bekommen hat. Das können wir im Gegensatz zu den Mercedes-Eltern auch gar nicht. Denn es ist IHR Auto, sie kann damit tun, was immer sie will. Und glaub mir, vom Tag an, daß sie den Muttersöhnchen DAS unter die Nase geschmiert hat, war Ruhe mit Hänseln.

DAS ist Freiheit, und das hat sie auch zunehmend verinnerlicht.

Ich sehe mit Stolz, daß sie schon jetzt dabei ist zu planen, ob sie nicht statt Uni eine Sonderausbildung für Abiturienten in Angriff nimmt, wo sie Lehre und VWA-Studium in einem absolvieren kann und gleichzeitig schon Geld verdient, so daß sie uns so wenig auf der Tasche liegt wie irgend möglich.

Sie weiß das nicht, aber wir haben vor, ihr ein kleines Appartment zu kaufen, wenn sie das tatsächlich durchziehen sollte. Denn natürlich haben wir das Geld für die ganzen Konsumgüter, die wir ihr NICHT gekauft haben, für sie angespart. Wir wollten ihr halt nur die Fähigkeit beibringen, auf Konsum verzichten bzw. ihn sich selbst erarbeiten zu können.

Bisher hat sie das eindrucksvoll unter Beweis gestellt, wir loben sie auch regelmäßig dafür. Ich hoffe, daß das mit der Sonderausbildung klappt (sie kriegt das Appartment natürlich auch, wenn sie was anderes anfängt), und daß sie Karriere macht. Mir ist am wichtigsten, daß sie emanzipiert im besten Sinne des Wortes ist, dann wird ihr auch dann keiner auf der Nase rumtanzen, wenn wir schon lange unter der Erde liegen.

Hoffen wir das Beste.

Naja
vielleicht hättet ihr eurer tochter von anfang an ein bischen mehr selbstbewusstsein beibringen sollen. ich hab mich nämlich nicht von den mercedesfahrern blenden lassen, auch nicht, bevor ich neben der schule arbeiten gegangen bin. ich fand sowas schon immer zum kotzen.
was ich aber noch viel schlimmer finde ist, dass sie das mit dem vwa-studium überlegt, damit sie euch so wenig wie möglich auf der tasche liegt, und nicht, weil sie das einfach interessanter findet, als ein normales uni-studium. sehr bedenklich, wirklich. zumal ihr ja geld habt, und man somit ja nicht von auf der tasche liegen sprechen kann. ich finds zum kotzen, dass leute ihre kinder soweit kriegen, das sie die finanzen der eltern in ihre berufsplanung mit einbeziehen, obwohl theoretisch nicht nötig ist, da genug geld da ist. ich finds gut, wenn auch kinder reicher eltern neben der schule mal arbeiten gehen, damit sie sehen wie das ist, aber irgendwo hörts auch auf. meine eltern sind geschieden und ich hab noch 2 geschwister und ich muss mir auch überlegen, wie das mit den finanzen klappt, wenn ich studiere. aber wenn mehr geld da wäre, dann würde meine mutter mir das auch geben und sagen, ich soll mir das aussuchen, was mir am meisten spaß macht und nicht das, wo ich nebenbei am meisten geld verdienen kann. klar habt ihr ihr das nicht gesagt, aber sie denkt so und das finde ich richtig arm. wohnung hin oder her. was nützt ihr die wohnung, wenn sie sich dann denkt, "tja, ist ja doch geld da, dann hätte ich ja auch das und das machen können". meine meinung...
karicia

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15. Februar 2004 um 15:43
In Antwort auf zimmer

Warmherzigkeit
Temptress,

wir lieben unserer Tochter über alles, und das weiß sie auch. Aber wir machen nicht das, was viele Eltern tun und was ich als großen Fehler erachte:

Um ihre Liebe buhlen.

Ich bin nicht die Freundin meiner Tochter. Ich bin ihre Mutter. Meine Freunde erziehe ich nicht. Ich gehe mit ihnen aus, habe Spaß mit ihnen. Meine Tochter hingegen muß ich erziehen, das ist meine Pflicht als Mutter. Ich möchte, daß sie möglichst früh lernt, auf eigenen Füßen zu stehen und daß sie in der Lage ist, für sich selbst zu sorgen.

Ich möchte, daß sie sehr wohl spürt, daß man erst dann ein wirklich freier Mensch ist, wenn man nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit von anderen steht. Das soll sie vor allem Männern gegenüber später unabhängig machen. Ich will sie zu einer freien, stolzen Frau erziehen, die sich von niemand außer ihrem Arbeitgeber (bzw. ihren Kunden, falls sie sich selbstständig macht) was sagen lassen muß.

Sei beruhigt, als sie noch kleiner war, gab es auch viele Streicheleinheiten. Jetzt will sie das nicht mehr, was wir wiederum respektieren und anerkennen müssen.

Ich finde es grausam, sich aus Bequemlichkeit beim eigenen Kind mit einer laissez-faire-Politik einzuschleimen, statt ihm Grenzen zu setzen, die es sonst später ein Leben lang sucht. Wir gehen nicht lieblos mit unserer Tochter um, sondern sind lediglich sehr konsequent.


Ohhh mann...

... deine Tochter möchte ich nicht sein.
Kinder definieren die Beziehung zu ihren Eltern nicht über die Ziele die selbige für bzw. mit den Kindern haben. Sondern über die Empfindungen die ihnen entgegengebracht werden, welche Möglichkeiten die Eltern ihnen bieten sich zu verwirklichen bzw. ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
JA!!! Auch Kinder sind Persönlichkeiten mit entsprechenden Rechten (die Pflichten scheinen ja klar zu sein).
Dazu gehört unter anderem auch Der Respekt gegenüber dem Wunsch nach Privatsphäre, nach Rückzugsmöglichkeit.

Deine Aussagen lassen vermuten, daß Du einiges wenig erfreuliche erlebt hast.
Ich kann Dir nur empfehlen Dein Kind nicht auf diese Weise zu prägen.
Versuch lieber auf sie einzgehen.
Denn sonst lernt sie nichts anderes, als sich auf andere Weise das zu holen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Zumindest in ihrem zuhause, wo sie eigntlich ein offenes Ohr für Bedürfnisse erwarten sollte. Erst recht wenn sie in der Pupertät (ich weiß nicht wie alt deine Tochter ist) ist.

Und übrigens. Die gesunde Mischung machts (gerade wenn sie älter werden) Mal Mutter, mal Freundin.
Das hat rein gar nichts mit laissez-faire-Politik oder einschleimen zu tun.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Glück und ein gutes Mutter(Freundin)-Tochter-Verhältnis.

Liebe Grüße
Geronimo

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15. Februar 2004 um 15:47
In Antwort auf GeronimosLiebe

Ohhh mann...

... deine Tochter möchte ich nicht sein.
Kinder definieren die Beziehung zu ihren Eltern nicht über die Ziele die selbige für bzw. mit den Kindern haben. Sondern über die Empfindungen die ihnen entgegengebracht werden, welche Möglichkeiten die Eltern ihnen bieten sich zu verwirklichen bzw. ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
JA!!! Auch Kinder sind Persönlichkeiten mit entsprechenden Rechten (die Pflichten scheinen ja klar zu sein).
Dazu gehört unter anderem auch Der Respekt gegenüber dem Wunsch nach Privatsphäre, nach Rückzugsmöglichkeit.

Deine Aussagen lassen vermuten, daß Du einiges wenig erfreuliche erlebt hast.
Ich kann Dir nur empfehlen Dein Kind nicht auf diese Weise zu prägen.
Versuch lieber auf sie einzgehen.
Denn sonst lernt sie nichts anderes, als sich auf andere Weise das zu holen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Zumindest in ihrem zuhause, wo sie eigntlich ein offenes Ohr für Bedürfnisse erwarten sollte. Erst recht wenn sie in der Pupertät (ich weiß nicht wie alt deine Tochter ist) ist.

Und übrigens. Die gesunde Mischung machts (gerade wenn sie älter werden) Mal Mutter, mal Freundin.
Das hat rein gar nichts mit laissez-faire-Politik oder einschleimen zu tun.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Glück und ein gutes Mutter(Freundin)-Tochter-Verhältnis.

Liebe Grüße
Geronimo

Ach so...

Du sagst du willst deine Tochter zu einer stolzen, unabhängigen Frau machen.
Wie soll das den funktionieren, wenn du ihre Bedürfnisse konsequent ignorierst und ihr vor augen hältst das sie ja von Dir abhängig ist.

*kopfschüttel*

Geronimo

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15. Februar 2004 um 17:27

Aus der sicht einer fast noch kleinen...
also,ich kann mich noch gut an das alter erinnern und... ist das nicht die zeit in der man anfängt sich reizwäsche zu kaufen ? das einzige was in dem alter privat war, war in den schubladen und zwar ganz unten. ich hatte bei meinen eltern nie den eindruck, dass sie wühlen und hatte deshalb kein problem mit offenen türen. ich kenne aber genauso mütter die gerne mal schnüffeln (sei es aus neugierde oder aus sorge) und die reaktion darauf ist wahrscheinlich etwas heftig.
also hat deine tochter vielleicht echt etwas zu verbergen (alkohol/ drogen), was du aber lieber im offenen gespräch rausfinden solltest, oder
sie hat gemerkt, dass du zu der neugierigen sorte gehörst und es ist ihr unangenehm, weil sie nunmal "volle kanne" in der pubertät ist und das ein oder andere jungenfoto, intensiv studierte "dr. sommer bravoheftchen" oder ein kleiner tanga zu finden wäre.
also frag dich vielleicht kurz, ob du ihre privatssphäre wirklich respektierst und wenn das der fall ist, sag es ihr und fordere deshalb auch das vertrauen das eine offene tür ausdrückt.

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15. Februar 2004 um 17:56

Hi Temptress,
sag mal, siehst du alles immer so negativ?
Wenn das Mädel nachts von einer Party nach Hause kommt, ist es auch dunkel.
Wenn es morgens im Winter zur Schule geht, ist es meinstens auch noch dunkel...
Fährst du deine Kinder immer mit dem Wagen bis zum Schultor?

Im übrigen finde ich es nicht schlimm, wenn sie sich nebenbei was dazuverdient. Das schadet niemandem. Die meisten Kinder kriegen doch heute alles in den Arsch geblasen.
Jemanden gleich als nicht wahrmherzig und lieblos zu bezeichnen, geht ja wohl ein bisschen zu weit! Ich habe auch neben der Schule gejobbt - ich habe gekellnert bis nachts. Und es hat mir nicht geschadet. Und meine Eltern waren alles andere als herzlos.
Nur weil nicht jeder seine Kinder so erzieht, wie du es tust, ist man noch lange nicht lieblos. Deine Unterstellungen gehen wirklich zu weit.

LG
parfum

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15. Februar 2004 um 18:03
In Antwort auf zimmer

Noch was:
natürlich klopfe ich an, bevor ich in das Zimmer meiner Tochter gehe. Und daß ich nicht in ihren Sachen rumwühle, ist für mich und ihren Vater eine Selbstverständlichkeit.

Herrenbesuche sind bei uns allerdings nur im Erdgeschoß möglich. Ich will keine Fremden im Haus haben, das betrachte ich als Einbruch in MEINE Privatsphäre. Weil, wie gesagt: Es ist MEIN Haus (und das meines Partners). WIR haben es bezahlt. Und es ist nicht selbstverständlich, daß meine Tochter dort mit 19 noch leben und in Ruhe ihr Abitur machen darf. Das weiß sie auch, und deshalb hält sie sich an unsere Hausordnung.

Wenn sie das Abi in der Tasche hat, kann sie gern auswärts studieren und sich dann auch eine Bude nehmen, die wir auch finanzieren werden, mit maximal EUR 600,-- monatlich. Den Rest muß sie sich selbst erarbeiten.

Und ich lege WERT darauf, daß sie mit 20 hier raus ist, damit sie flügge wird.

Übrigens lege ich auch Wert darauf, daß sie ihr Taschengeld selbst verdient. Tut sie auch. Sie geht zweimal wöchentlich putzen, trägt morgens vor der Schule Zeitungen aus und verbringt die Hälfte ihrer Schulferien im Schwimmbad, als Badeaufsicht. Sie hat dadurch mehr Taschengeld als viele andere Klassenmitglieder, aber ein wesentlich höheres Selbstbewußtsein, denn nichts ist süßer als selbst verdiente Kohle.

Ich bin stolz auf meine Tochter, daß sie das alles hinkriegt. Und ich mache mir keine Sorgen, daß sie nicht klarkommen würde, wenn meinem Partner und mir plötzlich was zustoßen sollte.

Entschuldigung, das posting ist lang geworden und geht über Deine Frage hinaus. Aber ehrlich gesagt, mich hat geschockt, daß ein erwachsener Mensch überhaupt auf so eine Frage kommt.

Das müssen die Auswüchse der Spaßgesellschaft sein.

Alles Gute, auch wenn Du meine Haltung nicht teilen solltest. Der Erfolg wird Dir hoffentlich recht geben.

Doreen

Ich fass es nicht

Wann kann sie eigentlich Kind bzw. Teenager sein.
Dies wäre z.B. möglich indem man ihr ein festes monatliches Taschengeld gibt. Und wenn sie mehr braucht dann kann sie sich das hinzuverdienen. Dann wäre der Lerneffekt noch immer da. Und ihr Selbstbewußtsein oder Selbstwertgefühl wäre deswegen nicht geringer.

Und was süßer ist als selbstverdiente Kohle???

LIEBE, ZUWENDUNG und VERSTÄNDNIS sowie EINFÜHLUNGSVERMÖGEN zumindest der Menschen die einem am nächsten stehen.

Geronimo,

erschüttert von solcher Kälte

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15. Februar 2004 um 21:18
In Antwort auf vada_12683779

Hi Temptress,
sag mal, siehst du alles immer so negativ?
Wenn das Mädel nachts von einer Party nach Hause kommt, ist es auch dunkel.
Wenn es morgens im Winter zur Schule geht, ist es meinstens auch noch dunkel...
Fährst du deine Kinder immer mit dem Wagen bis zum Schultor?

Im übrigen finde ich es nicht schlimm, wenn sie sich nebenbei was dazuverdient. Das schadet niemandem. Die meisten Kinder kriegen doch heute alles in den Arsch geblasen.
Jemanden gleich als nicht wahrmherzig und lieblos zu bezeichnen, geht ja wohl ein bisschen zu weit! Ich habe auch neben der Schule gejobbt - ich habe gekellnert bis nachts. Und es hat mir nicht geschadet. Und meine Eltern waren alles andere als herzlos.
Nur weil nicht jeder seine Kinder so erzieht, wie du es tust, ist man noch lange nicht lieblos. Deine Unterstellungen gehen wirklich zu weit.

LG
parfum

Find ich aber auch
etwas krass, morgens vor der schule schon zeitungen auszutragen. ich hab auch zeitungen ausgetragen früher, allerdings am wochenende. als ich dann alt genug war, hab ich nach der schule in nem supermarkt gearbeitet. gegen sowas ist auch nix einzuwenden, aber vor der schule schon? und was temptress da gesagt hat, find ich gar nicht übertrieben. wenn ich morgens richtig früh losgegangen bin, dann sind mir da manchmal schon komische gestalten begegnet. außerdem ists schon ein unterschied, ob man im dunkeln zur schule geht, weil da sind ja auch ne menge anderer leute unterwegs.
und meine mutter hat mich auch nachts abgeholt, wenn ich von der party nicht anders weggekommen bin, oder sie hat mir geld fürs taxi gegeben. würd ich mit meinem kind genauso machen. find ich echt nicht übertrieben sowas. was meinst du, wie oft sie noch meine freundinnen nach hause gefahren hat, weils deren eltern scheißegal war, wie ihre kinder nach hause gekommen sind. und wenn die per anhalter gefahren wären, hätten die auch nix gesagt...
karicia

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15. Februar 2004 um 23:53
In Antwort auf zimmer

Noch was:
natürlich klopfe ich an, bevor ich in das Zimmer meiner Tochter gehe. Und daß ich nicht in ihren Sachen rumwühle, ist für mich und ihren Vater eine Selbstverständlichkeit.

Herrenbesuche sind bei uns allerdings nur im Erdgeschoß möglich. Ich will keine Fremden im Haus haben, das betrachte ich als Einbruch in MEINE Privatsphäre. Weil, wie gesagt: Es ist MEIN Haus (und das meines Partners). WIR haben es bezahlt. Und es ist nicht selbstverständlich, daß meine Tochter dort mit 19 noch leben und in Ruhe ihr Abitur machen darf. Das weiß sie auch, und deshalb hält sie sich an unsere Hausordnung.

Wenn sie das Abi in der Tasche hat, kann sie gern auswärts studieren und sich dann auch eine Bude nehmen, die wir auch finanzieren werden, mit maximal EUR 600,-- monatlich. Den Rest muß sie sich selbst erarbeiten.

Und ich lege WERT darauf, daß sie mit 20 hier raus ist, damit sie flügge wird.

Übrigens lege ich auch Wert darauf, daß sie ihr Taschengeld selbst verdient. Tut sie auch. Sie geht zweimal wöchentlich putzen, trägt morgens vor der Schule Zeitungen aus und verbringt die Hälfte ihrer Schulferien im Schwimmbad, als Badeaufsicht. Sie hat dadurch mehr Taschengeld als viele andere Klassenmitglieder, aber ein wesentlich höheres Selbstbewußtsein, denn nichts ist süßer als selbst verdiente Kohle.

Ich bin stolz auf meine Tochter, daß sie das alles hinkriegt. Und ich mache mir keine Sorgen, daß sie nicht klarkommen würde, wenn meinem Partner und mir plötzlich was zustoßen sollte.

Entschuldigung, das posting ist lang geworden und geht über Deine Frage hinaus. Aber ehrlich gesagt, mich hat geschockt, daß ein erwachsener Mensch überhaupt auf so eine Frage kommt.

Das müssen die Auswüchse der Spaßgesellschaft sein.

Alles Gute, auch wenn Du meine Haltung nicht teilen solltest. Der Erfolg wird Dir hoffentlich recht geben.

Doreen

Worauf du nicht alles Wert legst...
wenn diese Dinge deine Tochter nicht tun würde, wäre sie selbst dann auch nichts wert? Oder ist sie es sogar? Nichts wert?

Und, war es dir wert, dass sie auf die Welt gekommen ist oder war der Wunsch nach einem Kind der, weil es so sein muss? Im 5-jahresplan enthalten?

Du schreibst, sie müsse bis 20 ausgezogen sein. Auch da legst du WERT drauf. Wo liegt denn bei dir die "Gnadenfrist", wenn es nicht einmal selbstverständlich ist, dass sie noch ihr Abitur machen kann, zuhause. Ist sie denn so unerwünscht bei euch? ICH würde mich unerwünscht und ungeliebt fühlen.

Wer weiss, vielleicht ist sie aber auch froh wenn sie bald ihre Sachen packen kann, und nicht mehr abhängig ist, von EUCH!!! Und das Apartement dankend, aber lächelnd ablehnt.

Spaß ist dir wohl ein Fremdwort!?

Rhapsody

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16. Februar 2004 um 9:56

Gaaaaaaaanz...

...liebe Grüße an`s Tress`l

Vom Geronimo

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16. Februar 2004 um 10:22

Gleich...

wenn ich wieder da bin.

Knuuuuutsch. Marshmellows schon mal klau *gg*

Der Geronimo

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16. Februar 2004 um 10:28

"Erstmal selber Kinder haben"
ich werde dennoch meinen Senf dazu schreiben.

Deine Arroganz stinkt zum Himmel. Schön zu sehen, dass du offenbar die perfekte Mutter bist.

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22. Februar 2004 um 22:36

Warum sollte sie die Tür nicht verschließen???
Hallo,
aus welchem Grund sollte Sie die Tür nicht verschließen??? Meine Tochter ist zwar erst 4,5 J., aber als ich so 14-15 J. hätte ich mir auch einen Zimmerschlüssel gewünscht. Mensch sie wird Erwachsen!! Da gibt es Sachen im Leben, die man als Privat ansieht und das ist normal!! Solange du nicht den Verdacht auf Drogen, Alkohol, etc. hast. Würde ich mir keine Sorgen machen. Was sollte während der Klassenfahrt passieren, das du unbedingt in ihr Zimmer mußt??? Versteh ich nicht, sollte Sie Blumen haben, kannst du sie in Pflege nehmen. Andere Leute verreisen auch und schließen ab. Und solltes du Angst haben, das sie ihren Schlüssel verbummelt, entweder sie hinterlegt ihn in einem verschlossenen Briefumschlag oder sie zahlt den Schlüsseldienst! Wobei der verschlossene Briefumschlag eigentlich die Lösung ist. Biet sie Ihr doch einfach mal an. So hast du die Gewissheit in "Notfällen" reinzukommen. - Mußt diesen dann natürlich rechtfertigen können- und sie ihre "sichere" Privatsphäre.

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6. März 2004 um 12:23

Abschließen: na klar
Hallo,

ich habe selbst zwei Töchter (13 und 10 Jahre alt). Die ältere hat mit dem Abschließen angefangen, als sie 11 war. Das hat damit zu tun, daß die jüngere zusammen mit ihren Freundinnen im Zimmer der älteren herumgeschnüffelt hat, als sonst niemand zu Hause war (da ging es unter anderem dann auch um verschwundenes Taschengeld und andere Dinge). Also war das Abschließen des Zimmers die einzig vernünftige Lösung. Natürlich bestand auch die jüngere darauf, ihr Zimmer abzuschließen. Sie war damals erst 8, aber es gab nie ein Problem mit der verschlossenen Tür. Es gibt Beiträge in dieser Diskussion, die ein Abschließen erst für ältere Kinder für sinnvoll halten; ich sehe das jedoch nicht so kritisch. Ich bin auch überrascht, daß manche prinzipiell dagegen sind, daß Kinder ihr Zimmer abschließen.

Ich muß noch dazusagen, daß das Schlafzimmer von mir und meinem Mann schon seit jeher abgeschlossen wird, wenn wir beide nicht zu hause sind.

Somit empfinde ich es auch nicht als befremdlich, wenn die Töchter ihr Zimmer abschließen.
Ich habe kein Problem damit, daß ich in die Zimmer der Töchter nicht hinein kann, wenn diese nicht da sind; es gibt es auch keinen hinterlegten Schlüssel oder so etwas. Es ging noch nie ein Schlüssel verloren und es gab auch keine "Notsituation", die ein Betreten des Zimmers in Abwesenheit der Töchter erfordert hätte. Ich finde das mit dem "Notfall" ist nur ein vorgeschobenes Argument, um aus fragwürdigen Gründen das Abschließen untersagen zu wollen. Natürlich kann ich in das Zimmer rein, wenn die Töchter da sind, so daß ich sehr wohl weiß, daß es in den Zimmern ordentlich aussieht.

Da die Töchter sich somit auch um die Sauberhaltung des Raums und Bettmachen usw. kümmern, ist dies auch ein Beitrag zur Erziehung bzw. Selbständigkeit.

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27. April 2004 um 18:20

Sicht einer Tochter
Echt schade, dass ich das Thema jetzt erst sehe...

Ich würde mich gerne trotzdem nochmal dazu äußern. Allerdings nicht als Mutter sondern als Tochter.

Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, wie sich eine Mutter fühlt, wenn ihr Kind
scheinbar kein Vertrauen mehr zur Mutter hat. Allerdings ist das nicht der Grund, warum eine 14-Jährige ihre Zimmertür abschließen will. Man möchte in dem Alter einfach auch das Gefühl haben, etwas Privatsphäre haben zu KÖNNEN, wenn man es denn wollte.

Allein das gefühl zu wissen: "Wenn ich WOLLTE, dann KÖNNTE ich Dinge in meinem Zimmer lassen, von denen nur ich was weiß." ist hierbei entscheidend. Dabei muss es längst nicht um Drogen o.Ä. gehen...
Es geht gar nicht darum, dass man das dann auch vor hat, sondern lediglich um die Option...

Ich z.B. hatte nie die Möglichkeit irgendetwas für mich zu haben. Meine Mutter hat (und tut es immer noch) immer überall herum geschnüffelt und kannte echt alles, was in sich in meinem Zimmer befand/befindet.

Ich möchte jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber bei mir war es so, dass ich im Alter von 13 eine Essstörung entwickelt habe, weil ich das Gefühl hatte, dass das das einzige in meinem Leben ist wo mir meine Mutter nicht reinreden kann. Klar, auch da kann man als Mutter viel versuchen, aber die Entscheidung ob, viel, wann, (etc.) ich esse, liegt bei mir und darauf hat sie keinen Einfluss.

Ich denke ganz ehrlich, dass ich wohl nicht so krampfhaft versucht hätte mir etwas eigenes zu suchen, (was mich ja zudem noch krank macht) wenn meine Mutter mir Freiheiten in der Hinsicht gelassen hätte und wenn ich die Möglichkiet gehabt hätte, meinen Privatraum zu nutzen.

Ich bin mittlerweile 18, wohne allerdings noch zu Hause und gerade heute habe ich mich wieder mit meiner Mutter gestritten, weil ich durch Zufall bemerkt habe, dass sie meinen Mülleimer(!!!) durchwühlt hat.
Mir geht es nicht darum, dass ich etwas zu verbergen hätte, aber es ist einfach nicht schön zu wissen, dass man sogar als 18-jährige noch dermaßen kontrolliert wird. (und leider habe ich in nächster Zeit keine Möglichkeit auszuziehen)

Ich würde also an deiner Stelle mal mit ihr darüber reden und dann ihre Entscheidung akzeptieren (auch wenn es schwer fällt)
Sie wird keine Drogen nehmen, nur weil sie ihr Zimmer abschließen will, aber man braucht in dem Alter seinen gewissen Freiraum.

Liebe Grüße

Rainbow

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28. April 2004 um 22:15

Hallo britta21
mein Sohn ist im November 15 Jahre geworden.
Dadurch das ich nie ein eigenes Zimmer hatte und immer mit meiner jüngeren Schwester ein Zimmer teilen mußte,habe ich schon bei meinem Sohn sehr früh angefangen rücksicht zu nehmen.Ich habe angefangen als Er 13 war und immer angeklopft,bevor ich in sein Zimmer ging.Manchmal schließt Er auch sein Zimmer ab,aber eher selten.Ich würde nie auf die Idee kommen,in seinen Sachen zu stöbern.Wir haben großes vertrauen zueinander und es darf auch niemand in sein Zimmer wenn Er nicht zuhause ist.Rede einfach mal mit Deiner Tochter,von Frau zu Frau und denk nicht sofort ans schlimmste.Fehlt Ihr vieleicht das vertrauen?Oder räumst Du Ihr Zimmer auf,was Sie aber nicht mag?
Meistens klärt sich doch alles,wenn man redet.
Wie wäre es mit Regeln treffen?Du hast Regeln und Sie auch?Ihr könntet diese doch zusammen aushandeln?
Viel Erfolg und das Du sofort an Drogen denkst,das zeigt mir nur,das Du Ihr nicht vertraust.Warum?
Lg Ebaytantchen

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29. April 2004 um 15:24
In Antwort auf zimmer

Noch was:
natürlich klopfe ich an, bevor ich in das Zimmer meiner Tochter gehe. Und daß ich nicht in ihren Sachen rumwühle, ist für mich und ihren Vater eine Selbstverständlichkeit.

Herrenbesuche sind bei uns allerdings nur im Erdgeschoß möglich. Ich will keine Fremden im Haus haben, das betrachte ich als Einbruch in MEINE Privatsphäre. Weil, wie gesagt: Es ist MEIN Haus (und das meines Partners). WIR haben es bezahlt. Und es ist nicht selbstverständlich, daß meine Tochter dort mit 19 noch leben und in Ruhe ihr Abitur machen darf. Das weiß sie auch, und deshalb hält sie sich an unsere Hausordnung.

Wenn sie das Abi in der Tasche hat, kann sie gern auswärts studieren und sich dann auch eine Bude nehmen, die wir auch finanzieren werden, mit maximal EUR 600,-- monatlich. Den Rest muß sie sich selbst erarbeiten.

Und ich lege WERT darauf, daß sie mit 20 hier raus ist, damit sie flügge wird.

Übrigens lege ich auch Wert darauf, daß sie ihr Taschengeld selbst verdient. Tut sie auch. Sie geht zweimal wöchentlich putzen, trägt morgens vor der Schule Zeitungen aus und verbringt die Hälfte ihrer Schulferien im Schwimmbad, als Badeaufsicht. Sie hat dadurch mehr Taschengeld als viele andere Klassenmitglieder, aber ein wesentlich höheres Selbstbewußtsein, denn nichts ist süßer als selbst verdiente Kohle.

Ich bin stolz auf meine Tochter, daß sie das alles hinkriegt. Und ich mache mir keine Sorgen, daß sie nicht klarkommen würde, wenn meinem Partner und mir plötzlich was zustoßen sollte.

Entschuldigung, das posting ist lang geworden und geht über Deine Frage hinaus. Aber ehrlich gesagt, mich hat geschockt, daß ein erwachsener Mensch überhaupt auf so eine Frage kommt.

Das müssen die Auswüchse der Spaßgesellschaft sein.

Alles Gute, auch wenn Du meine Haltung nicht teilen solltest. Der Erfolg wird Dir hoffentlich recht geben.

Doreen

Frankenstein lässt grüßen!
Es gibt sie also doch noch, die konservativen, machthungrigen Eltern, die, wenn schon nicht auf andere, wenigstens ihre Kinder Macht und Druck ausüben können. Armes Kind, das Du hast, ich bin mir sicher, es wird Dir später alles einmal danken!

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4. Mai 2006 um 17:37
In Antwort auf GeronimosLiebe

Ohhh mann...

... deine Tochter möchte ich nicht sein.
Kinder definieren die Beziehung zu ihren Eltern nicht über die Ziele die selbige für bzw. mit den Kindern haben. Sondern über die Empfindungen die ihnen entgegengebracht werden, welche Möglichkeiten die Eltern ihnen bieten sich zu verwirklichen bzw. ihre Persönlichkeit zu entwickeln.
JA!!! Auch Kinder sind Persönlichkeiten mit entsprechenden Rechten (die Pflichten scheinen ja klar zu sein).
Dazu gehört unter anderem auch Der Respekt gegenüber dem Wunsch nach Privatsphäre, nach Rückzugsmöglichkeit.

Deine Aussagen lassen vermuten, daß Du einiges wenig erfreuliche erlebt hast.
Ich kann Dir nur empfehlen Dein Kind nicht auf diese Weise zu prägen.
Versuch lieber auf sie einzgehen.
Denn sonst lernt sie nichts anderes, als sich auf andere Weise das zu holen, was eigentlich selbstverständlich sein sollte. Zumindest in ihrem zuhause, wo sie eigntlich ein offenes Ohr für Bedürfnisse erwarten sollte. Erst recht wenn sie in der Pupertät (ich weiß nicht wie alt deine Tochter ist) ist.

Und übrigens. Die gesunde Mischung machts (gerade wenn sie älter werden) Mal Mutter, mal Freundin.
Das hat rein gar nichts mit laissez-faire-Politik oder einschleimen zu tun.

Ich wünsche Dir von Herzen viel Glück und ein gutes Mutter(Freundin)-Tochter-Verhältnis.

Liebe Grüße
Geronimo

Eine Frage des Vertrauens
Auch wenn Du Deiner Tochter nicht nachspionieren willst, so scheint sie aus irgendeinem Grunde zu glauben, dass Du in ihren Sachen "schnüffeln" willst. Sprich mit ihr darüber, dass Vertrauen eine gegenseitige Sache ist und dass sie Dir wohl offensichtlich nicht vertraut. Es gibt ja - wie Du selbst sagst - auch noch andere (wichtige) Gründe, warum Du ihr Zimmer in ihrer Abwesenheit betreten können solltest.
Und wenn sie Dir nicht traut, wie sollst Du ihr vertrauen?

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5. Mai 2006 um 16:25
In Antwort auf tilo_12847262

Sicht einer Tochter
Echt schade, dass ich das Thema jetzt erst sehe...

Ich würde mich gerne trotzdem nochmal dazu äußern. Allerdings nicht als Mutter sondern als Tochter.

Ich kann mir sogar sehr gut vorstellen, wie sich eine Mutter fühlt, wenn ihr Kind
scheinbar kein Vertrauen mehr zur Mutter hat. Allerdings ist das nicht der Grund, warum eine 14-Jährige ihre Zimmertür abschließen will. Man möchte in dem Alter einfach auch das Gefühl haben, etwas Privatsphäre haben zu KÖNNEN, wenn man es denn wollte.

Allein das gefühl zu wissen: "Wenn ich WOLLTE, dann KÖNNTE ich Dinge in meinem Zimmer lassen, von denen nur ich was weiß." ist hierbei entscheidend. Dabei muss es längst nicht um Drogen o.Ä. gehen...
Es geht gar nicht darum, dass man das dann auch vor hat, sondern lediglich um die Option...

Ich z.B. hatte nie die Möglichkeit irgendetwas für mich zu haben. Meine Mutter hat (und tut es immer noch) immer überall herum geschnüffelt und kannte echt alles, was in sich in meinem Zimmer befand/befindet.

Ich möchte jetzt nicht den Teufel an die Wand malen, aber bei mir war es so, dass ich im Alter von 13 eine Essstörung entwickelt habe, weil ich das Gefühl hatte, dass das das einzige in meinem Leben ist wo mir meine Mutter nicht reinreden kann. Klar, auch da kann man als Mutter viel versuchen, aber die Entscheidung ob, viel, wann, (etc.) ich esse, liegt bei mir und darauf hat sie keinen Einfluss.

Ich denke ganz ehrlich, dass ich wohl nicht so krampfhaft versucht hätte mir etwas eigenes zu suchen, (was mich ja zudem noch krank macht) wenn meine Mutter mir Freiheiten in der Hinsicht gelassen hätte und wenn ich die Möglichkiet gehabt hätte, meinen Privatraum zu nutzen.

Ich bin mittlerweile 18, wohne allerdings noch zu Hause und gerade heute habe ich mich wieder mit meiner Mutter gestritten, weil ich durch Zufall bemerkt habe, dass sie meinen Mülleimer(!!!) durchwühlt hat.
Mir geht es nicht darum, dass ich etwas zu verbergen hätte, aber es ist einfach nicht schön zu wissen, dass man sogar als 18-jährige noch dermaßen kontrolliert wird. (und leider habe ich in nächster Zeit keine Möglichkeit auszuziehen)

Ich würde also an deiner Stelle mal mit ihr darüber reden und dann ihre Entscheidung akzeptieren (auch wenn es schwer fällt)
Sie wird keine Drogen nehmen, nur weil sie ihr Zimmer abschließen will, aber man braucht in dem Alter seinen gewissen Freiraum.

Liebe Grüße

Rainbow

Zustimmung! @ rainbow
Meine Mutter empfand das Wort privatsphäre auch als Fremdwort. Wenn ich nicht da war, hat sie sogar ab und zu mein Tagebuch gelesen und mich später auf die Dinge die darin standen angesprochen. Wenn ich Freunde zu Besuch hatte, machte sie sich mit im Zimmer breit um "abzuhängen". Das war der einzige Streitpunkt zwischen uns und ein Hauptgrund für meinen frühen Auszug. Meine Tochter ist erst 3, aber ihr Zimmer ist schon jetzt ihr Terretorium. Wenn sie die Tür zu macht, gehe ich nicht rein und ich klopfe bevor ich die Tür aufmache. Wenn sie sagt, sie möchte allein sein- gehe ich sofort aus ihren Zimmer. Auch wenn sie noch klein ist: Sie soll wissen, das auch sie ein recht darauf hat, sich zurück zu ziehen.
Bei einer 14-jährigen ist dieser Wunsch noch ausgeprägter. Ihr Zimmer ist IHR Zimmer.
Lg

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18. Mai 2006 um 0:17

Unsere Kinder schließen auch ab
Hallo,

unsere 16-jährige Tochter hatte von ein paar Monaten auch den Abschließ-Wunsch. Grund war, daß die jüngere Schwester (13) und deren Freundinnen in ihr Zimmer gingen, als sie nicht da war.

Nach einiger Diskussion hat mein Mann beschlossen, ein neues Schloß in die Zimmertür der 16-jährigen Tochter einzubauen, da wir für das alte keinen Schlüssel hatten.
Die ältere schloß ab sofort ihr Zimmer ab, wenn sie außer Haus ging.

Die 13-jährige fühlte sich benachteiligt, da sie ihr Zimmer nicht abschließen konnte. Also mußte auch hier mein Mann ein neues Schloß einbauen, damit sie wegen dem Abschließen nicht benachteiligt ist.
Als das Schloß eingebaut war, begann auch sie mit dem Abschließen.

Mein Mann hatte für beide Zimmer Schlösser gekauft, bei denen je zwei Schlüssel dabei waren. Wir haben jedoch verpasst, einen Schlüssel zurückzubehalten und haben den Mädels beide Schlüssel gegeben. Eigentlich wollten wir für Notfälle einen Schlüssel haben.
Wir wollten einen Schlüssel für jede Tür zurückhaben, doch unsere Töchter waren damit nicht einverstanden und rückten keinen Schlüssel mehr raus.
Immerhin hat jede der beiden den Zweitschlüssel ihrer besten Freundin gegeben, so daß im Fall eines verlorenen Schlüssels die Tür nicht aufgebrochen werden müßte.

Jetzt sind die Türen der beiden Töchter in unserem Haus verschlossen und wir können nicht rein, wenn die Töchter nicht da sind.
Wenn ich das gewußt hätte, dann hätten wir unsere Töchter nicht noch durch den Einbau von neuen Schlössern unterstützt.

Wir haben uns somit von zwei Räumen in unserer Wohnung ausgesperrt.

Das hat auch dazu geführt, daß die Heizungsableserin nicht in die beiden Zimmer konnte und deshalb nochmal vorbeikommen mußte, als die Töchter zu Hause waren. Die Ableserin, die wir gut kennen, war auch überrascht, daß die Töchter auch vor den Eltern grundsätzlich das Zimmer verschlossen halten.

Ich habe das Thema allerdings auch schon mal mit meiner Schwester diskutiert und es hat sich herausgestellt, daß meine Nichte ihr Zimmer auch abschließt und sonst niemand einen Schlüssel für die Tür hat.
Bei einer Bekannten ist das genauso, deren Sohn schließt sein Zimmer auch ab.

Es sieht so aus, als ob das heute halt so üblich ist.

Wenn die Mädels da sind, dann schaue ich natürlich in die Zimmer rein, damit ich auch weiß, daß die Zimmer in ordentlichem Zustand bleiben. Da gibt es aber wirklich keinen Grund zur Klage.

Also: wir akzeptieren die verschlossenen Türen und dafür gibt es keinen Ärger wegen verschwundener/ungefragt ausgeliehener Sachen.
Außerdem machen die Mädels ihr Bett seither natürlich selbst und putzen ihr Zimmer auch selbst. Deswegen würde ich sagen, das Abschließen hat auch seine guten Seiten.

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18. Mai 2006 um 8:30

Alter thread...
aber will auch was sagen

Also.... ich hatte (als ich noch "jung" war und zu Hause wohnte) nie den Wunsch, mein Zimmer abzuschließen. Schlichtweg einfach auch aus Respekt, nehme ich an. Meine Eltern ackern und schuften wie blöde, um uns Kindern ne ordentliche Kindheit zu bieten, bauen Haus, dass jeder ein Zimmer hat, bezahlen das alles, und dann soll ich - die nichts im Prinzip dazu beiträgt (da ja Kind, abhängig von Eltern etc) - noch meine Tür abschließen??! Selbst wenn ich noch so unvernünftig gewesen sein sollte, spät. da hätte es bei mir geklingelt. Sicher, es ist mein Zimmer, aber es ist im Haus MEINER Eltern, die das alles finanzieren, und dann aussperren? Nee. Sorry, aber da verstehe ich hier einiges nicht. Dass mittlerweile sogar schon 11-jährige damit anfangen?! Also, sobald mein Kind ihre Tür abschließen würde, ab da hätte ich dann kein Vertrauen mehr.
Sicher, sowie ich nicht ihre Sachen durchwühle, hat auch meine Mutter das nie bei mir gemacht (gut, sie waren auch selten zu Hause), aber man ist doch eine Familie?! Was soll denn das, wenn man (schon in so jungen Jahren) sich anfängt, selbst auszusperren?! Also, wenn mein Kind - egal welchen Alters - damit anfangen würde, dann gäbe es hier Zunder. Sicher braucht jeder mal eine Auszeit für sich, einen Raum, wo man die tür hinter sich zu macht, aber hier geht es ja um tage, wo gar keiner Zutritt zu den Räumen hat! Nee, sowas gab es nie (einfach, weil man NIE daran dachte) und wird es auch nie geben.

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19. Mai 2006 um 9:56

Normal
das ist normal die sind in der pupertät! versetzt euch in eure eigene jugend! wenn ihr das nicht könnt fragt eure eltern wie ihr ward! als mädchen spricht man über die probleme nur mit der besten freundin man zieht sich zurück die mädels lernen sich jetzt neu kennen passiert doch sooo viel mit ihrem körper brüste wachsen plötzliches intresse an jungs im kopf ist nur wirr warr das nennt man pupertät da verstehen eltern ihre kinder gar nicht mehr sie sich selbst aber auch nicht! und wenn man geschwister hat dann nervt das wenn die ständig reinplatzen! ich habe 2 davon 4 und 6 jahre jünger die durften nicht im wohnzimmer könnte ja dreckig werden und ich hatte fernseher! freundinnen kamen ist alles interessanter aber als teenie will man nur seine ruhe vor jedem und alles!

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19. Mai 2006 um 10:19

Kopfschüttel
meinst du nicht das du sehr ignorant bist? du willst auch deine ruhe in deinen! 4 wänden und das zimmer gehört nun mal dem kind kann nicht arbeiten um sich das zimmer in deinen 4 wänden zu leisten du nutzt nur deine macht damit aus nutzt das abhängig sein aus versetzt dich doch mal in deren lagen find ich sehr unmenschlich von dir dann die kinder abzuschieben zu wollen! wir leben nicht mehr im mittelalter! willst den nicht das sie selbständig werden und eigenständige personen? grenzen ja aber so radikahl? werde mal ein mensch! bist mit deinem eigenen leben unzufrieden das du dann deine kinder tyraniesieren musst? zeig mal mehr verständnis für deine umwelt!

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23. Mai 2006 um 15:05

Ich hätte nix dagegen
wenn meine Töchter ihre Zimmer abschließen wollen. Warum auch? Ich in dem Alter habe auch angefangen meine Privatsphäre zu verteidigen. Schlüssel sind vorhanden.
Allerdings schließen meine Töchter nicht ab ))
Vielleicht weil hier eine Atmosphäre von Offenheit und Toleranz herrscht?

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24. Mai 2006 um 10:18
In Antwort auf zimmer

Noch was:
natürlich klopfe ich an, bevor ich in das Zimmer meiner Tochter gehe. Und daß ich nicht in ihren Sachen rumwühle, ist für mich und ihren Vater eine Selbstverständlichkeit.

Herrenbesuche sind bei uns allerdings nur im Erdgeschoß möglich. Ich will keine Fremden im Haus haben, das betrachte ich als Einbruch in MEINE Privatsphäre. Weil, wie gesagt: Es ist MEIN Haus (und das meines Partners). WIR haben es bezahlt. Und es ist nicht selbstverständlich, daß meine Tochter dort mit 19 noch leben und in Ruhe ihr Abitur machen darf. Das weiß sie auch, und deshalb hält sie sich an unsere Hausordnung.

Wenn sie das Abi in der Tasche hat, kann sie gern auswärts studieren und sich dann auch eine Bude nehmen, die wir auch finanzieren werden, mit maximal EUR 600,-- monatlich. Den Rest muß sie sich selbst erarbeiten.

Und ich lege WERT darauf, daß sie mit 20 hier raus ist, damit sie flügge wird.

Übrigens lege ich auch Wert darauf, daß sie ihr Taschengeld selbst verdient. Tut sie auch. Sie geht zweimal wöchentlich putzen, trägt morgens vor der Schule Zeitungen aus und verbringt die Hälfte ihrer Schulferien im Schwimmbad, als Badeaufsicht. Sie hat dadurch mehr Taschengeld als viele andere Klassenmitglieder, aber ein wesentlich höheres Selbstbewußtsein, denn nichts ist süßer als selbst verdiente Kohle.

Ich bin stolz auf meine Tochter, daß sie das alles hinkriegt. Und ich mache mir keine Sorgen, daß sie nicht klarkommen würde, wenn meinem Partner und mir plötzlich was zustoßen sollte.

Entschuldigung, das posting ist lang geworden und geht über Deine Frage hinaus. Aber ehrlich gesagt, mich hat geschockt, daß ein erwachsener Mensch überhaupt auf so eine Frage kommt.

Das müssen die Auswüchse der Spaßgesellschaft sein.

Alles Gute, auch wenn Du meine Haltung nicht teilen solltest. Der Erfolg wird Dir hoffentlich recht geben.

Doreen

Aus der Sicht einer "Betroffenen"
Hallo Doreen,
wenn ich deine Beiträge lese, dann erkenne ich darin mein Elternhaus. Genauso wurde ich von meinen Eltern erzogen.
Jetzt bin ich 28, lebe seit 9 Jahren nicht mehr zu Hause, war ein Jahr im Ausland, habe einen genialen Job, bin nebenher selbständig und liebe mein Leben und natürlich meine Eltern. Weil sie mir die Chance gegeben haben, alles zu sein, was ich möchte, mich immer unterstützt aber nie verwöhnt haben. Ich habe mir alles selbst erarbeitet, mein Studium selbst finanziert und habe bereits weit mehr erlebt und geleistet als viele meiner Mit-Abiturienten, die von Mami und Papi alles bekommen haben, dabei nie Grenzen hatten und jetzt nichts mit sich anfangen können.

Es gab vor allem während der Pubertät ein paar zähe Jahre und ich habe damals nicht alles verstanden. Jetzt bin ich unendlich dankbar, solche Eltern zu haben. Eurer Tochter wird es sicher mal nicht anders gehen.

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25. Mai 2006 um 15:26

Sie versteckt etwas
Also eines kann ich dir garantiert sagen (bin derzeit 15 und männlich). Sie versteckt irgendetwas...
Warum sollte sie denn ihr Zimmer abschließen?
Als ich 14 war, habe ich das erste mal ausprobiert zu Rauchen (bin zum Glück nicht dabei geblieben, doch viele andere aus miener Klasse schon.
Da hatte ich ebenfalls Zigaretten in meiner Schukltasche und habe ab und zu mein Zimmer abgeschlossen, damit meine Eltern sie nicht finden.
Naja, derzeit tue ich es eigentlich nicht mehr. Manchmal abends, wenn ich etwas Zeit mit mir allein verbringen will... Ihr wisst schonn

Aber ansonsten schließe ich nie ab...

Gehst du denn oft in das Zimmer deiner Tochter?
Manchmal ist das störend...

Finde es jedoch etwas abnormal, wenn sie die Tür abschließen will, wenn sie auf Klassenfahrt geht...
Würde da lieber nachsehen wenn sie weg ist.
Könnten Drogen sein....
Glaub ich ber kaum...

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13. Oktober 2011 um 15:40

Warum sollte man es seinen Kindern verbieten?
Bin zwar erst 17 aber warum sollte man seinen Kindern verbieten ihr Zimmer abzuschließen? Das schadet doch nur dem Vertrauen wenn man denkt das sie rauchen oder saufen kann man auch Lehrer fragen die kriegen sowas eh immer mit aber machen nix weil es meistens außerhalb der schulzeit ist (zumindestens bei uns). Bei uns raucht fast die ganze Klasse, ich habe auch mal aber das ist geld verschwendung

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13. Oktober 2011 um 20:18

Hmm
Ich denke, du weisst am besten, wie ihr zu Hause umgeht. Meine Kinder sind 16 ud 14. Beide schliessen nicht ab, weil sie wissen, dass ich immer erst klopfe und ihre Privatsphäre achte. Dafür räume ich auch nicht die Zimmer auf oder schnüffele rum, da sie das auch wissen und das Vertrauen aufgebaut haben, haben sie keinen Grund dazu.

Über heikle Themen haben wir ganz offen gesprochen und ich habe ihnen gesagt, dass ich Drogen am allerschlimmsten finde und dann wirklich sauer werden würde mit Konsequenzen ( bei Sachen wie Rauchen, ab und zu mal ein Bierchen trinken und Sex bin ich etwas, Betonung auf ETWAS, lockerer).

Ergo, würden meine Kinder jetzt abschliessen, hätte ich Drogen in Verdacht

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2. September 2012 um 0:51

So spät erst?
ach du meine Güte! Das habe ich schon mit 12/13 gemacht. Einfach weil Muttern, Eltern und Großeltern furchtbar neugierig waren und alles durchsucht haben und in dem alter fängt man an erste Erfahrungen zusammeln: man schreibt Tagebücher, verliebt sich das erste Mal, sammelt vielleicht erste sexuellen Erfahrungen, trägt den ersten BH, bekommt die Periode und hat vielleicht Binden oder Tampons herum liegen oder probiert auch mal aus wie so ein Kondom funiktioniert und überhaupt aussieht oder man hat sonstige privaten Unterlagen herum liegen. Das alles und weiteres was man in seinem Zimmer macht hat Mutter nicht zu interessieren in den eigenen 4 Wänden! Es gibt ein REcht und das Recht heißt: jeder Mensch hat das Recht auf Privatsphäre! Dazu gehört für mich auch, das jeder Pc ein Passwort besitzt oder man daheim einen Tresor hat, wo man sein persönlichstes hinein tut.

Lasse bitte tunlichst die Finger von den Sachen deiner Tochter! Sie nimmt sicher keine Drogen! Aber du - du hast keinerlei Respekt vor dem Persönlichen deiner Tochter! Ändere das dringlichst!

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2. September 2012 um 0:53
In Antwort auf bala_12932670

Hmm
Ich denke, du weisst am besten, wie ihr zu Hause umgeht. Meine Kinder sind 16 ud 14. Beide schliessen nicht ab, weil sie wissen, dass ich immer erst klopfe und ihre Privatsphäre achte. Dafür räume ich auch nicht die Zimmer auf oder schnüffele rum, da sie das auch wissen und das Vertrauen aufgebaut haben, haben sie keinen Grund dazu.

Über heikle Themen haben wir ganz offen gesprochen und ich habe ihnen gesagt, dass ich Drogen am allerschlimmsten finde und dann wirklich sauer werden würde mit Konsequenzen ( bei Sachen wie Rauchen, ab und zu mal ein Bierchen trinken und Sex bin ich etwas, Betonung auf ETWAS, lockerer).

Ergo, würden meine Kinder jetzt abschliessen, hätte ich Drogen in Verdacht

Eben
ihr habt euren Kindern beigebracht wie es sich gehört. Niemand schaut in die Privatsachen des anderen, man klopft bevor man in ein Zimmer geht und platzt nicht einfach so herein. Das sollte selbstverständlich sein, ist es aber zu gut 90 Prozent bei den meisten Eltern mit Kindern aber nicht!

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2. September 2012 um 0:58
In Antwort auf esmeri_12108043

Alter thread...
aber will auch was sagen

Also.... ich hatte (als ich noch "jung" war und zu Hause wohnte) nie den Wunsch, mein Zimmer abzuschließen. Schlichtweg einfach auch aus Respekt, nehme ich an. Meine Eltern ackern und schuften wie blöde, um uns Kindern ne ordentliche Kindheit zu bieten, bauen Haus, dass jeder ein Zimmer hat, bezahlen das alles, und dann soll ich - die nichts im Prinzip dazu beiträgt (da ja Kind, abhängig von Eltern etc) - noch meine Tür abschließen??! Selbst wenn ich noch so unvernünftig gewesen sein sollte, spät. da hätte es bei mir geklingelt. Sicher, es ist mein Zimmer, aber es ist im Haus MEINER Eltern, die das alles finanzieren, und dann aussperren? Nee. Sorry, aber da verstehe ich hier einiges nicht. Dass mittlerweile sogar schon 11-jährige damit anfangen?! Also, sobald mein Kind ihre Tür abschließen würde, ab da hätte ich dann kein Vertrauen mehr.
Sicher, sowie ich nicht ihre Sachen durchwühle, hat auch meine Mutter das nie bei mir gemacht (gut, sie waren auch selten zu Hause), aber man ist doch eine Familie?! Was soll denn das, wenn man (schon in so jungen Jahren) sich anfängt, selbst auszusperren?! Also, wenn mein Kind - egal welchen Alters - damit anfangen würde, dann gäbe es hier Zunder. Sicher braucht jeder mal eine Auszeit für sich, einen Raum, wo man die tür hinter sich zu macht, aber hier geht es ja um tage, wo gar keiner Zutritt zu den Räumen hat! Nee, sowas gab es nie (einfach, weil man NIE daran dachte) und wird es auch nie geben.

Falscher Gedanke!
Nur weil die Eltern einem alles schenken oder auch Geschenke und Geld regelrecht "aufdrängen" und einen damit bestechen,heißt es noch lange nicht, dass man dafür seine komplette Privatsphäre aufgeben muss! Nur weil die Eltern einem das Leben gegeben haben, muss man noch lange nicht alles über sich ergehen lassen und ertragen, denn viele Eltern haben wirklich 0,0 Respekt vor ihren eigenen Kindern. Da werden Tagebücher schamlos durchstöbert, Privatsachen angeschaut, Kleidung und Schränke erforscht, unter Betten geguckt, Räume werden Kamera überwacht. Man braucht bloß nicht denken, sowas wäre ok, denn das ist gewiss nicht!

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2. September 2012 um 8:12


Was ist wenn du ihr versprichst nur zum lüften in das Zimmer zu gehen? Und nichts an ihren Sachen machst. Dazu gehört dann aber auch dass sie ihr Zimmer alleine sauber hält und ihre Wäsche alleine wegräumt.

Würd ich mal versuchen.

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