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Tochter meines Freundes akzeptiert mich nicht!

16. Juni 2009 um 17:18

Zu unserer Geschichte. Wir haben uns vor gut zwei Jahren kennengelernt. Wir waren beide geschieden (ich zu dem Zeitpunkt 3 Jahre, er 2 Jahre). Ich habe zwei Söhne, jetzt 9 und 15 Jahre, er zwei Töchter, jetzt 18 und 21 Jahre. Meine Söhne leben bei mir, seine Töchter bei ihm. Seine (jetzt Ex-)Frau verließ ihn damals wegen eines anderen Mannes, zog sogleich zu ihm, die Ehe war - wie mein Partner jetzt weiß - schon Jahre vorher nicht mehr intakt. Sie brach aus der Ehe aus, als sie einen neuen Mann kennenlernte. Die ältere Tochter blieb bei ihrem Vater, ging dann für 1 Jahr ins Ausland als Au-Pair, die jüngere zog erst mit zur Mutter und zu deren Freund, kam dann aber nach ein paar Monaten wieder zum Vater zurück. Ich nehme an, dass sie mit der Situation der Mutter mit dem neuen Partner nicht zurecht kam. So lebte die Tochter zwei Jahre bei ihrem Vater, bevor mein Partner und ich uns kennenlernten. Zuerst war offensichtlich alles in Ordnung, sie war freundlich zu mir, zurückhaltend, ruhig - ist ihre Art - aber nett. Es begann jedoch schon bald, dass sie versuchte, ihren Vater zu beeinflussen, ob beim Einkaufen, Klamotten, Fahrdienste usw. Gegen meinen jüngeren Sohn hatte sie von Anfang an etwas, sie ignorierte ihn so gut es ging, beachtete ihn nicht und dann schließlich von einem Tag auf den anderen mich auch nicht mehr. Das ging 6 Wochen so, keinen Gruß, Türenschlagen usw. Ich hatte hierfür keine Erklärung, mein Partner wich mir diesbezüglich auf Nachfragen aus, wurde gereizt, schließlich laut und wir stritten uns, sobald es nur darum ging, dass ich wissen wollte, was los ist. Schließlich trennte sich mein Partner von mir - er könne den Druck nicht mehr aushalten. Zwei Monate lang Funkstille, zwischendurch nur ein paar Mails, zwei Treffen, im Januar kamen wir wieder zusammen. Unsere Gefühle sind nachwievor sehr tief oder sogar noch intensiver, wir zwei verstehen uns total super. Er gibt mir das Gefühl, zu mir zu stehen, er redet offener über die Probleme mit seiner Tochter. Diese sagt jetzt aber ganz klar, dass sie unsere Beziehung nicht akzeptiere und ignoriert mich erst recht. Er hat zu Anfang unseres Wiederzusammenkommens ganz klar zu ihr gesagt, dass wir wieder zusammen sind und sie es zu akzeptieren hätte. Sie bockt aber total. Meine Jungs hatten von Anfang an nichts gegen unsere Beziehung und für sie war es dann auch wieder o.k. als wir wieder zusammen kamen. Ich versuche, Verständnis für ihr Verhalten aufzubringen, suche nach Gründen, warum sie mich nicht akzeptiert. Ob sie den Partner ihrer Mutter akzeptiert, weiß weder mein Partner, geschweige ich, sie redet darüber nicht mit ihm. Hat sie Verlustängste? Ist sie eifersüchtig? Wahrscheinlich, doch wie kann ich uns hier helfen? Ihr, ihrer Schwester, die freundlich zu mir ist und uns das Gefühl gibt, dass sie unsere Beziehung akzeptiert, meinem Partner und schließlich auch mir? Ich möchte, dass wieder alles in Ordnung geht, habe aber Bedenken, mit einem Gespräch, das nicht gut überlegt ist, alles noch mehr kaputt zu machen, was ich auf keinen Fall möchte. Ich will der Tochter nicht den Vater nehmen, ich und auch mein Freund wollen Harmonie und dazu gehört sie dazu!!! Wir möchten zusammenziehen, aber unter diesen Umständen scheint es sehr riskant zu sein. Wir wissen nicht so recht, wie wir es anstellen sollen. Hat jemand einen Rat? Ich bin für alle Tipps offen. Vielen Dank schon einmal fürs Lesen unserer Geschichte.

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16. Juni 2009 um 22:18

Hallo Sternentraum
Es ist ja nicht schwer zu bejahen, dass sie sowohl Verlustangst hat, als auch eifersüchtig auf Dich und Deinen jüngeren Sohn ist.

Sie ist auch in einer schwierigen Lage, wie Du sicher ja selbst schon weißt. Denn sie steht zwischen den Stühlen. Die Mutter hat sich einem Mann außerhalb der Familie zugewandt und der Vater nun an eine andere Frau. Überall wo sie hinkommt, hat sie wohl das Gefühl zu stören. Das ist nicht schön in so jungem Alter.
Ich denke dass das Problem das ist, dass sie sich von ihrer Mutter abgelehnt fühlt. Solche Kinder machen dann immer viel Stress. Denn sie muss ja diese Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit durch anderen ausgleichen können. Also bei ihrem Vater. Der jedoch wendet sich einer anderen Frau zu. Also ist ihr Unmut und ihre Unzufriedenheit vorprogrammiert.
Du bist also in einer Lage, die von ihrer Mutter geschaffen worden ist. Ich denke dass es da ziemliche Konflikte zwischen dem Mädchen und der Mutter gab. Und daran krankt jetzt Deine Beziehung, weil sie das was sie sucht auch beim Vater nicht bekommen kann und Du der Störfaktor bist.
Sie ist unglücklich.
So wie Du von ihr erwartest dass sie Dich akzeptieren soll, musst Du auch selbst akzeptieren, dass sie ein unglückliches und unzufriedenes Mädchen ist.
Du schreibst: Ich möchte, dass wieder alles in Ordnung geht.
Es wird nicht in Ordnung gehen. Die Lage ist wie sie ist und Du musst sie so akzeptieren. Du kannst daraus nichts gutes rausholen. Das einzige was Du tun kannst, ist es Standpunkte deutlich zu machen. Das kannst Du am besten mit einem Brief. Indem Du schreibst dass Du die Beziehung zwischen ihr und dem Vater respektierst, sie fördern willst und sie auch liebst, weil sie ein Teil des Mannes ist, den Du liebst. Dass Du sie auch lieben willst wie Deine Kinder und schreibe was Du Dir gerne wünschen würdest, dass Du eine harmonische Familie gerne hättest, in der sich alle lieben und füreinander da sind. Indem Du schreibst dass Du für sie da bist.

Du kannst auch versuchen ihr ein Stückweit eine Mutter zu sein. Mache im Brief das Angebot, dass sie jederzeit zu Dir kommen kann und Du immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen hast. Frag sie ab und zu wie es ihr geht und ob sie Sorgen hat, womit sie unzufrieden ist und was sie sich wünscht.
Schreib ihr auch dass Du ihre Situation verstehen kannst, und dass Du auch traurig darüber bist, dass das Verhältnis zur Mutter nicht optimal ist.
Versuche ihre Lage zu verstehen.
Deine Kinder haben das Glück, dass sie bei Dir sind und sich auf ihre Mutter verlassen können. Sie hat das nicht. Ihre Mutter hat sie vielleicht verraten. Und sie ist auch eifersüchtig auf deinen Sohn, weil der etwas hat was ihr fehlt. Also versuch ihr ein wenig davon abzugeben, so dass sie auch etws davon hat. Mutterwärme und Liebe.
Das wichtigste jedoch ist, erwarte nichts von ihr. es ist gut wenn es etwas kommt. Wenn nicht solltest Du nicht enttäuscht sein. Vielleicht wird es nie besser, vielleicht braucht es aber nur seine Zeit.

Lieben Gruß

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6. Juli 2009 um 13:47
In Antwort auf kleinermaulwurff

Hallo Sternentraum
Es ist ja nicht schwer zu bejahen, dass sie sowohl Verlustangst hat, als auch eifersüchtig auf Dich und Deinen jüngeren Sohn ist.

Sie ist auch in einer schwierigen Lage, wie Du sicher ja selbst schon weißt. Denn sie steht zwischen den Stühlen. Die Mutter hat sich einem Mann außerhalb der Familie zugewandt und der Vater nun an eine andere Frau. Überall wo sie hinkommt, hat sie wohl das Gefühl zu stören. Das ist nicht schön in so jungem Alter.
Ich denke dass das Problem das ist, dass sie sich von ihrer Mutter abgelehnt fühlt. Solche Kinder machen dann immer viel Stress. Denn sie muss ja diese Liebe, Anerkennung und Aufmerksamkeit durch anderen ausgleichen können. Also bei ihrem Vater. Der jedoch wendet sich einer anderen Frau zu. Also ist ihr Unmut und ihre Unzufriedenheit vorprogrammiert.
Du bist also in einer Lage, die von ihrer Mutter geschaffen worden ist. Ich denke dass es da ziemliche Konflikte zwischen dem Mädchen und der Mutter gab. Und daran krankt jetzt Deine Beziehung, weil sie das was sie sucht auch beim Vater nicht bekommen kann und Du der Störfaktor bist.
Sie ist unglücklich.
So wie Du von ihr erwartest dass sie Dich akzeptieren soll, musst Du auch selbst akzeptieren, dass sie ein unglückliches und unzufriedenes Mädchen ist.
Du schreibst: Ich möchte, dass wieder alles in Ordnung geht.
Es wird nicht in Ordnung gehen. Die Lage ist wie sie ist und Du musst sie so akzeptieren. Du kannst daraus nichts gutes rausholen. Das einzige was Du tun kannst, ist es Standpunkte deutlich zu machen. Das kannst Du am besten mit einem Brief. Indem Du schreibst dass Du die Beziehung zwischen ihr und dem Vater respektierst, sie fördern willst und sie auch liebst, weil sie ein Teil des Mannes ist, den Du liebst. Dass Du sie auch lieben willst wie Deine Kinder und schreibe was Du Dir gerne wünschen würdest, dass Du eine harmonische Familie gerne hättest, in der sich alle lieben und füreinander da sind. Indem Du schreibst dass Du für sie da bist.

Du kannst auch versuchen ihr ein Stückweit eine Mutter zu sein. Mache im Brief das Angebot, dass sie jederzeit zu Dir kommen kann und Du immer ein offenes Ohr für ihre Sorgen hast. Frag sie ab und zu wie es ihr geht und ob sie Sorgen hat, womit sie unzufrieden ist und was sie sich wünscht.
Schreib ihr auch dass Du ihre Situation verstehen kannst, und dass Du auch traurig darüber bist, dass das Verhältnis zur Mutter nicht optimal ist.
Versuche ihre Lage zu verstehen.
Deine Kinder haben das Glück, dass sie bei Dir sind und sich auf ihre Mutter verlassen können. Sie hat das nicht. Ihre Mutter hat sie vielleicht verraten. Und sie ist auch eifersüchtig auf deinen Sohn, weil der etwas hat was ihr fehlt. Also versuch ihr ein wenig davon abzugeben, so dass sie auch etws davon hat. Mutterwärme und Liebe.
Das wichtigste jedoch ist, erwarte nichts von ihr. es ist gut wenn es etwas kommt. Wenn nicht solltest Du nicht enttäuscht sein. Vielleicht wird es nie besser, vielleicht braucht es aber nur seine Zeit.

Lieben Gruß

Verzweifelt!
Hallo Kleinermaulwurff, endlich finde ich Zeit, auf deinen Brief zu antworten. Zu viel ist in letzter Zeit passiert, nicht nur in unserer Familie, vor allem arbeitsmäßig. Hier musste ich erst einmal wieder Fuß fassen und meine Pläne neu ordnen.

Vorab: großes Kompliment, mit welcher Hingabe du auf die Sorgen und Probleme anderer Menschen eingehst! Du machst dir sehr viele Gedanken und versuchst, zu helfen. Danke auch, dass du dir so viel Mühe mit der Beantwortung meines Beitrages gegeben hast.

Sicher hast du recht, wenn du behauptest, dass die jüngere Tochter meines Partners zwischen den Stühlen steht. Dass sie sich überflüssig vorkommt, ungeliebt, ungeachtet, nicht wahrgenommen. Ich versuche ständig, Gründe und vor allem Verständnis für ihr Verhalten zu finden bzw. aufzubringen. Doch nach jeder Begegnung mit ihr fällt es mir das schwerer und ich muss mir Mühe geben, dass mir nicht irgendwann einmal der Kragen platzt. Ich bin hin- und hergerissen zwischen Verständnis und Wut. Letztere versuche ich zu unterbinden. Sie zeigt ganz offensichtlich, dass ich in "ihrem Zuhause" nicht erwünscht bin, kein Gruß an mich, noch an ihren Vater. Sie knallt die Türen und sagt (oder mault) ganz offen, dass ich kein Recht habe, mich dort aufzuhalten oder das Bad zu benutzen usw. Mein Partner entgegnet ihr zwar, doch das scheint erst recht an ihr abzuprallen. Sie schmeißt sofort die Türen, dreht die Musik auf. Bin ich nicht anwesend, tritt sie sofort an ihren Vater heran, um Dinge von ihm zu fordern (Auto, Geld, einkaufen, Fahrdienste pp.). Ich möchte ihr nicht unterstellen, dass sie alles daran setzt, den Vater gegen mich zu beeinflussen. Was schreibe ich hier nur? Ich schäme mich für meine Gedanken und dass ich so empfinde!!! Doch was kann ich für diese gesamte Situation, ausser, dass ich mit ihrem Vater zusammen bin und wir eine sehr glückliche Beziehung führen? Ich habe endlich das Gefühl, angekommen zu sein. Und dann wird uns so das Leben schwer gemacht. Wir halten uns überwiegend bei mir auf, weil es aus Platzgründen nicht anders geht. Vielleicht wäre es mögich, dass wir uns mehr in seiner Wohnung aufhalten, doch unter diesen Umständen? Es ist jedes Mal für mich (und auch für meinen jüngeren Sohn) ein Spießroutenlauf, wenn wir uns dort aufhalten. Ein Gespräch mit ihr wäre nicht möglich, sie ignoriert mich total, würde auf ein solches gar nicht eingehen und die Räumlichkeit wechseln. Ein Brief? Wie kann ich einem Mädchen noch den Vorschlag machen, für sie da zu sein, wenn sie mich so tief ablehnt? Mein Partner sagt, würde er auf ein anderes Benehmen ihrerseits mir gegenüber bestehen, würde es nur noch schlimmer werden. Sie wäre stur und uneinsichtig. Ich möchte am liebsten gar nicht mehr in die Wohnung meines Partners, doch der Rest der Familie (und die ist recht groß) ist wirklich lieb zu mir und meinen Kids. Sie ist eigentlich die einzige, die mich ablehnt und das mit aller Kraft. Vielleicht hat jemand einen Vorschlag, wie wir diese Situation in den Griff bekommen können. Ich bin mit meinem Latein am Ende, habe auch nicht mehr die Kraft für eine eventuell auf mich zukommende Auseinandersetzung. Sorry. Vielen lieben Dank fürs Lesen!!

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7. Juli 2009 um 12:16

Hallo nochmal Sternentraum
Gestern hatte ich nicht soviel Zeit und hab daher nicht alles schreiben können was ich noch wollte. Ich hab mit meinem Nick aus dem Babyforum geantwortet und jetzt wieder mit meinem Nick wie gewohnt:

Also es ist schon herb was Du da mit der Kleinen durchmachst. Ich denke dass es gut wäre wenn Du gleichzeitig auf Abstand gehst und in der Zeit in der sie da ist, viel mit Deinem Sohn unternimmst. Hab vergessen wir oft sie da ist?!
Dein Partner sollte auf jeden Fall Grenzen setzen. Er ist mit seiner verantwortungslosen Art auch dafür zuständig dass es so ausgartet ist.

Manchmal muss man aber Dinge die man nicht ändern kann so hinnehmen und das beste draus machen indem man sich damit arrangiert. Wenn Dein Mann merkt dass Du auf Distanz gehst, dann wird er vielleicht auch von sich aus mal auf den Tisch hauen. Auf jeden Fall wäre das mal sehr wichtig.
Denn was sie alles bringt geht einfach nicht. Auch nicht in einer normalen Familie. Und jeder der ein Kind nicht zurück pfeifft wenn es sich so benimmt, kommt seiner Erziehungs-Verantwortung nicht nach. Es ist egal ob sie sich im Endeffekt dran hält oder drauf reagiert. Wichtig ist dass sie weiß dass andere damit nicht einverstanden sind.
LG

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8. Juli 2009 um 16:40
In Antwort auf kleinermaulwurff

Hallo nochmal Sternentraum
Gestern hatte ich nicht soviel Zeit und hab daher nicht alles schreiben können was ich noch wollte. Ich hab mit meinem Nick aus dem Babyforum geantwortet und jetzt wieder mit meinem Nick wie gewohnt:

Also es ist schon herb was Du da mit der Kleinen durchmachst. Ich denke dass es gut wäre wenn Du gleichzeitig auf Abstand gehst und in der Zeit in der sie da ist, viel mit Deinem Sohn unternimmst. Hab vergessen wir oft sie da ist?!
Dein Partner sollte auf jeden Fall Grenzen setzen. Er ist mit seiner verantwortungslosen Art auch dafür zuständig dass es so ausgartet ist.

Manchmal muss man aber Dinge die man nicht ändern kann so hinnehmen und das beste draus machen indem man sich damit arrangiert. Wenn Dein Mann merkt dass Du auf Distanz gehst, dann wird er vielleicht auch von sich aus mal auf den Tisch hauen. Auf jeden Fall wäre das mal sehr wichtig.
Denn was sie alles bringt geht einfach nicht. Auch nicht in einer normalen Familie. Und jeder der ein Kind nicht zurück pfeifft wenn es sich so benimmt, kommt seiner Erziehungs-Verantwortung nicht nach. Es ist egal ob sie sich im Endeffekt dran hält oder drauf reagiert. Wichtig ist dass sie weiß dass andere damit nicht einverstanden sind.
LG

Knackpunkt!
Hallo Kleinermaulwurff, vielen Dank für deine beiden Nachrichten. Zum Einen: die Tochter war das letzte Mal im März 2008 bei uns (d. h. in meinem Haus). Irgendwann im Oktober 2008 begann sie auf einmal, mich zu ignorieren. Seitdem kein einziges Wort zu mir, außer über Dritte (ihren Vater) ihren Unmut über meine Anwesenheit auszulassen. Zum Anderen: ihre Gründe für ihr Verhalten kenne ich nicht, ob sie mein Partner kennt, weiß ich nicht, das, was er mir erzählt hat, scheinen für mich hochgespielte Lapalien zu sein, also in dem Sinn, sie muss mich bzw. meinen jüngeren Sohn als Sündenbock für die gesamte Situation haben. Aber ihr Verhalten bzw. ihr Benehmen kann ich nicht akzeptieren, es steht niemandem zu, ohne Begründung ohne Darstellung der Gründe, sich anderen gegenüber so zu verhalten. Würde das einer meiner beiden Söhne so machen, würde ich sofort Einhalt gebieten und mich mit ihnen über die Situation und die Gründe hierfür unterhalten und versuchen, Lösungen zu finden bzw. den Konflikt, in dem das Kind steckt, aufzulösen. Doch genau das sind diese beiden Dinge, die mein Partner entweder nicht verstehen will oder verstehen kann. Er duldet das Verhalten auf der einen Seite, spricht aber seine Tochter auf deren Probleme auch nicht an. Er entschuldigt alles (also ihr Verhalten) damit, dass er nie anwesend ist und sie (die Tochter) allein ist und unter allem zu leiden habe (und er sie deswegen schonen müsse). Dass sie viel allein ist, ist richtig, aber warum? Ein Aufenthalt in der Wohnung meines Partners ist aus den oben genannten Gründen kaum möglich. Sie blockt alles ab, was mit mir und meinen Kids zu tun hat. Allein, also ohne uns, ist sie nur, weil sie es verweigert. Aber der Sündenbock bin ich. Und ich denke, dass ich eigentlich gar nichts für die gesamte Situation kann, weder für die Trennung ihrer Eltern, noch für die Art und Weise, wie die Trennung bzw. die Scheidung vollzogen worden ist, und auch nicht, dass ihre Eltern nicht kommunizieren können, egal, um was es geht. Mein Partner ist wirklich ganz lieb zu mir und meinen Jungs, aber dieser Punkt bringt uns regelmäßig zum Streit. Es ist eine verfahrene Situation, in der wir stecken. Mit dem "Auf den Tisch hauen" hast du in meinen Augen nicht ganz Unrecht, sie muss wissen, dass andere ihr Verhalten nicht billigen. Das ist auch meine Meinung, aber je mehr ich da sagen würde, um so mehr würde ich meinen Partner unter Druck setzen. So, jetzt weißt du, in welchem Schlamassel (schreibt man das so?) hier stecke. Vielen Dank fürs Lesen und vorab schon für deinen Rat, lg

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9. Juli 2009 um 17:14
In Antwort auf berit_11929828

Knackpunkt!
Hallo Kleinermaulwurff, vielen Dank für deine beiden Nachrichten. Zum Einen: die Tochter war das letzte Mal im März 2008 bei uns (d. h. in meinem Haus). Irgendwann im Oktober 2008 begann sie auf einmal, mich zu ignorieren. Seitdem kein einziges Wort zu mir, außer über Dritte (ihren Vater) ihren Unmut über meine Anwesenheit auszulassen. Zum Anderen: ihre Gründe für ihr Verhalten kenne ich nicht, ob sie mein Partner kennt, weiß ich nicht, das, was er mir erzählt hat, scheinen für mich hochgespielte Lapalien zu sein, also in dem Sinn, sie muss mich bzw. meinen jüngeren Sohn als Sündenbock für die gesamte Situation haben. Aber ihr Verhalten bzw. ihr Benehmen kann ich nicht akzeptieren, es steht niemandem zu, ohne Begründung ohne Darstellung der Gründe, sich anderen gegenüber so zu verhalten. Würde das einer meiner beiden Söhne so machen, würde ich sofort Einhalt gebieten und mich mit ihnen über die Situation und die Gründe hierfür unterhalten und versuchen, Lösungen zu finden bzw. den Konflikt, in dem das Kind steckt, aufzulösen. Doch genau das sind diese beiden Dinge, die mein Partner entweder nicht verstehen will oder verstehen kann. Er duldet das Verhalten auf der einen Seite, spricht aber seine Tochter auf deren Probleme auch nicht an. Er entschuldigt alles (also ihr Verhalten) damit, dass er nie anwesend ist und sie (die Tochter) allein ist und unter allem zu leiden habe (und er sie deswegen schonen müsse). Dass sie viel allein ist, ist richtig, aber warum? Ein Aufenthalt in der Wohnung meines Partners ist aus den oben genannten Gründen kaum möglich. Sie blockt alles ab, was mit mir und meinen Kids zu tun hat. Allein, also ohne uns, ist sie nur, weil sie es verweigert. Aber der Sündenbock bin ich. Und ich denke, dass ich eigentlich gar nichts für die gesamte Situation kann, weder für die Trennung ihrer Eltern, noch für die Art und Weise, wie die Trennung bzw. die Scheidung vollzogen worden ist, und auch nicht, dass ihre Eltern nicht kommunizieren können, egal, um was es geht. Mein Partner ist wirklich ganz lieb zu mir und meinen Jungs, aber dieser Punkt bringt uns regelmäßig zum Streit. Es ist eine verfahrene Situation, in der wir stecken. Mit dem "Auf den Tisch hauen" hast du in meinen Augen nicht ganz Unrecht, sie muss wissen, dass andere ihr Verhalten nicht billigen. Das ist auch meine Meinung, aber je mehr ich da sagen würde, um so mehr würde ich meinen Partner unter Druck setzen. So, jetzt weißt du, in welchem Schlamassel (schreibt man das so?) hier stecke. Vielen Dank fürs Lesen und vorab schon für deinen Rat, lg

Wie gut ich das kenne!
Hallo Sternentraum!

Ich kenne dein Problem aus eigener Erfahrung sehr gut und ich weiß, wiezermürbend es ist, wenn man ignoriert wird!
Aber: Das "Kind" ist doch - soweit ich da richtig gelesen habe schon 18, oder?
Ich denke schon, dass dein Freund mit ihr eine richtige Aussprache halten könnte - schließlich ist sie ja kein Kleinkind mehr. In diesem Alter kann man sehr wohl mit dem Kind über Gefühle, Ablauf der Trennung, etc. reden. Und es ist auch wichtig, dass dein Partner vor ihr Stellung bezieht - sich zu dir bekennt, aber ihr auch klar macht, dass er dich liebt und mit dir zusammen sein will. Natürlich darf er auch nicht darauf vergessen ihr zu verdeutlichen, dass seine Liebe zu ihr eine ganz andere ist und auch immer da sein wird. und ich denk mal, dass sie selbst schon Erfahrungen gesammelt hat und auch nicht wollte, dass der Vater sich in ihre Partnerwahl dermaßen einmischt.
Ich würde dem Mädel auch einen Brief schreiben, in dem klar zum Ausdruck kommt, wie du zu ihr stehst, aber auch wie du dich in dieser Situation fühlst. Natürlich aber auch das Verständnis für ihre Situation zum Ausdruck bringst.
Natürlich gibt es keine Garantie für Harmonie oder glückliche Familie, aber du hast ihr dann ein Angebot gemacht, ihr die Hand ausgestreckt und es liegt dann an ihr, was sie damit macht.
Und alles Weitere liegt dann bei ihr - und an deinem Partner, der sich da nicht raushalten sollte! Schließlich muss er doch irgendwann klar und deutlich seinen Standpunkt deklarieren, sonst geht die Beziehung kaputt.

Ich wünsch dir, dass es bald eine Lösung für euch gibt!
Marie

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9. Juli 2009 um 17:58
In Antwort auf berit_11929828

Knackpunkt!
Hallo Kleinermaulwurff, vielen Dank für deine beiden Nachrichten. Zum Einen: die Tochter war das letzte Mal im März 2008 bei uns (d. h. in meinem Haus). Irgendwann im Oktober 2008 begann sie auf einmal, mich zu ignorieren. Seitdem kein einziges Wort zu mir, außer über Dritte (ihren Vater) ihren Unmut über meine Anwesenheit auszulassen. Zum Anderen: ihre Gründe für ihr Verhalten kenne ich nicht, ob sie mein Partner kennt, weiß ich nicht, das, was er mir erzählt hat, scheinen für mich hochgespielte Lapalien zu sein, also in dem Sinn, sie muss mich bzw. meinen jüngeren Sohn als Sündenbock für die gesamte Situation haben. Aber ihr Verhalten bzw. ihr Benehmen kann ich nicht akzeptieren, es steht niemandem zu, ohne Begründung ohne Darstellung der Gründe, sich anderen gegenüber so zu verhalten. Würde das einer meiner beiden Söhne so machen, würde ich sofort Einhalt gebieten und mich mit ihnen über die Situation und die Gründe hierfür unterhalten und versuchen, Lösungen zu finden bzw. den Konflikt, in dem das Kind steckt, aufzulösen. Doch genau das sind diese beiden Dinge, die mein Partner entweder nicht verstehen will oder verstehen kann. Er duldet das Verhalten auf der einen Seite, spricht aber seine Tochter auf deren Probleme auch nicht an. Er entschuldigt alles (also ihr Verhalten) damit, dass er nie anwesend ist und sie (die Tochter) allein ist und unter allem zu leiden habe (und er sie deswegen schonen müsse). Dass sie viel allein ist, ist richtig, aber warum? Ein Aufenthalt in der Wohnung meines Partners ist aus den oben genannten Gründen kaum möglich. Sie blockt alles ab, was mit mir und meinen Kids zu tun hat. Allein, also ohne uns, ist sie nur, weil sie es verweigert. Aber der Sündenbock bin ich. Und ich denke, dass ich eigentlich gar nichts für die gesamte Situation kann, weder für die Trennung ihrer Eltern, noch für die Art und Weise, wie die Trennung bzw. die Scheidung vollzogen worden ist, und auch nicht, dass ihre Eltern nicht kommunizieren können, egal, um was es geht. Mein Partner ist wirklich ganz lieb zu mir und meinen Jungs, aber dieser Punkt bringt uns regelmäßig zum Streit. Es ist eine verfahrene Situation, in der wir stecken. Mit dem "Auf den Tisch hauen" hast du in meinen Augen nicht ganz Unrecht, sie muss wissen, dass andere ihr Verhalten nicht billigen. Das ist auch meine Meinung, aber je mehr ich da sagen würde, um so mehr würde ich meinen Partner unter Druck setzen. So, jetzt weißt du, in welchem Schlamassel (schreibt man das so?) hier stecke. Vielen Dank fürs Lesen und vorab schon für deinen Rat, lg

Hallo liebe Sternentraum
Ich sehe das genauso. Wenn einer Deiner Söhne sich so verhalten würde, würdest Du sofort einhalt gebieten und das ist auch richtig so. Denn damit kommt Du Deiner Erziehungsaufgabe und Deiner Verantwortung als Mutter nach.
Das was Dein Partner macht ist das Gegenteil davon und auch ein großer Teil des ganzen Problems. Nur erkennt er das nicht einmal.
Ich hab in meinem eigenen Thread schon davon geschrieben, dass viele Väter aus einem schlechten Gewissen heraus ihrer Erziehungsaufgabe nicht nachkommen. Im Endeffekt tun sie damit dem Kind keinen Gefallen, sondern im Gegenteil. Solche Fälle enden dann spätestens im späten Teenager-Alter mit Schulversagen und Kleinkriminalität, wenn nicht gar mehr. Das kenn ich aus meiner Praxis im Jugendstrafrecht zur genüge.
Ich bin auch der Ansicht dass solche Väter das ganze nur deshalb so gestalten, weil sie das für sich so brauchen und nicht weil sie damit dem Kind etwas gutes tun wollen oder großzügig sein wollen. Daher empfinde ich das als sehr egoistisch und nicht als altruistisch. Denn sie verkaufen das noch gerne als selbstlos. Ist es nicht. Es ist für mich eindeutig eine Form von VERNACHLÄSSIGUNG, wo der Schuss früher oder später nach hinten los geht.
Gerade wenn er so wenig für sie da sein kann, sollte er doch die wenige Zeit dafür nutzen um ihr etwas gutes mitzugeben, indem er seiner Erziehungsaufgabe nachkommt. Einem Kind ein derart großes Spielfeld zur Schikane zu gewähren, ist Vernachlässigung und Erziehung zum Monster.
So sehe ich das.
Und es tut mir sehr leid.

LG

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10. Juli 2009 um 21:54
In Antwort auf ronda_12555622

Wie gut ich das kenne!
Hallo Sternentraum!

Ich kenne dein Problem aus eigener Erfahrung sehr gut und ich weiß, wiezermürbend es ist, wenn man ignoriert wird!
Aber: Das "Kind" ist doch - soweit ich da richtig gelesen habe schon 18, oder?
Ich denke schon, dass dein Freund mit ihr eine richtige Aussprache halten könnte - schließlich ist sie ja kein Kleinkind mehr. In diesem Alter kann man sehr wohl mit dem Kind über Gefühle, Ablauf der Trennung, etc. reden. Und es ist auch wichtig, dass dein Partner vor ihr Stellung bezieht - sich zu dir bekennt, aber ihr auch klar macht, dass er dich liebt und mit dir zusammen sein will. Natürlich darf er auch nicht darauf vergessen ihr zu verdeutlichen, dass seine Liebe zu ihr eine ganz andere ist und auch immer da sein wird. und ich denk mal, dass sie selbst schon Erfahrungen gesammelt hat und auch nicht wollte, dass der Vater sich in ihre Partnerwahl dermaßen einmischt.
Ich würde dem Mädel auch einen Brief schreiben, in dem klar zum Ausdruck kommt, wie du zu ihr stehst, aber auch wie du dich in dieser Situation fühlst. Natürlich aber auch das Verständnis für ihre Situation zum Ausdruck bringst.
Natürlich gibt es keine Garantie für Harmonie oder glückliche Familie, aber du hast ihr dann ein Angebot gemacht, ihr die Hand ausgestreckt und es liegt dann an ihr, was sie damit macht.
Und alles Weitere liegt dann bei ihr - und an deinem Partner, der sich da nicht raushalten sollte! Schließlich muss er doch irgendwann klar und deutlich seinen Standpunkt deklarieren, sonst geht die Beziehung kaputt.

Ich wünsch dir, dass es bald eine Lösung für euch gibt!
Marie

Vielen Dank!
Vielen lieben Dank schon einmal für eure Antworten. Im Moment kann ich nicht ausführlich dazu Stellung nehmen, wollte mich aber schon einmal kurz für eure Mühe und Hilfe bedanken. Es tut gut zu wissen, dass es Leute gibt, die versuchen zu helfen. Wie gesagt, ich melde mich später. Lg Sternentraum

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