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Tochter 11 bekommen wir nicht unter Kontrolle

9. Dezember 2014 um 20:42

Hallo,

wir haben zur Zeit ein echt großes Problem mit unserer fast 12 jährigen Tochter.
Ich muss gleich dazu schreiben, dass ich nicht der leibliche Vater bin, sondern sie "erst" seit 6 Jahren kenne und auch eigenlich sehr mag.
Kommen wir aber zum Problem:
Sie hört einfach nicht. Man kann erzählen was man will, man kann davon ausgehen, dass genau das Gegenteil gemacht wird, bzw. das Gesagte nach 1 Minute wieder vergessen ist.
Schule läuft so nebenher, Hausaufgaben werden nicht mehr aufgeschrieben. Wenn mal was im Haushalt zu machen ist (Müll oder andere einfache Sachen) wird ein Aufstand gemacht, als würde man das Letzte von ihr fordern.
Hinzu kommt, dass wir noch ein 2-jähriges Kind haben, was natürlich mehr Zuwendung braucht. Das wird dann aber so hingestellt, als wenn wir uns nur um ihn kümmern, und alles wird mit ihm verglichen. Heute habe ich ihr mal Abendnrot gemacht, wie es für ihn immer mache, das hat ihr auch nicht gepasst. Gut, dass war eine Trotzreaktion meinerseits, da sich sich wieder auch eine Schiene mit ihm gestellt hat,also bekommt sie auch geschnittene Gurke mit Toast und eine Babyflasche hingestellt.
Es gibts bei uns eigentlich immer klare Anweisungen, aber sie muss immer was dagegen haben bzw. das letzte Wort haben.
Über ihre Essgewohnheiten reden wir mal lieber garnicht erst.
Wir wissen echt nicht mehr weiter.
Strafmaßnahmen wie Handy- Fernseh- Computer und Tablettverbot ziehen garnicht mehr, da werden wir noch frech angegrinst.
Das wird halt eben zur Kenntniss genommen und es wird sich versucht dann heimlich darüber hinweg zu setzen.

Gibts da vielleicht ein Geheimrezept, um sie wieder zu bändigen, oder sollen wir sie einfach machen lassen?
Ich weiß, die Püpertät etc....aber die Brügelstrafe will ich nicht wieder einführen, und bis jetzt gibts in unserem Haus auch keine Prügel, aber manchmal juckt es schon in den Fingern, zumal es uns damals nicht geschadet hat mal eine auf den Arsch oder auf den Mund zu bekommen.

MfG
Michael *ein verzweifelter Vater*

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18. Dezember 2014 um 15:02


Huhu,

Uns geht es genauso. Meine Tochter wird im Januar 12. Mein Mann ist nicht der leibliche Vater, aber mag sie sehr.
Seit 2 Monaten hat meine Tochter schon ein Verhaltensblatt in der Schule
Ihr Leistungen sind ok jedoch wegen ihren Verhaltens wurde mir ein Schulwechsel nahegelegt
Alle elektronischen Geräte sind weg bis auf weiteres. Jeden Tag gibt es Diskussionen.
Ich glaub, da muss man einfach durch, aber es macht mich sehr sehr traurig.
Hab sie eben bei die Großeltern gebracht, weil sie mich so wütend macht.
Seit über 1 Woche renne ich ihr hinterher, dass sie die Termin für den Elternsprechtag eintragen lässt auf das dafür vorgesehene Blatt.

Liebe Grüsse und gute Nerven

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18. Dezember 2014 um 21:51

Bist du sicher
Es hat nicht geschadet?
Klingt nicht so.
Warum muss sie denn alles nach eurem Willen machen?
Eine liebevolle Beziehung ist wichtiger.
Prügeln ist übrigens verboten, wenn es ein Lehrer erfährt, hast du ein Problem.

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20. Dezember 2014 um 15:16

Hi Michael!
Ich würde ganz pragmatisch mit ihr zusammen einen Plan aufstellen, welche Pflichten sie hat, wie und wann diese Pflichten zu erledigen sind und welche Konsequenzen drohen, wenn sie sich widersetzt. Wichtig ist, dass sie die Maßnahmen vorher weiß, versteht und dass sie damit einverstanden ist. Wenn dann aber der Müll nicht runtergetragen wird oder die Hausaufgaben schon wieder vergessen werden, müssen die Maßnahmen (z.B. Taschengeld kürzen oder Stubenarrest) hundertprozentig umgesetzt werden. Wenn ihr keine Maßnahmen habt, die sie treffen, müsst ihr eben andere suchen. Nur eine empfindliche Strafe führt zu einer Verhaltensumkehr. Es kann natürlich auch sein, dass sie eifersüchtig auf das Geschwisterchen ist und deshalb so reagiert. Dann solltet ihr sie verstärkt in Familienaktivitäten einbinden, vielleicht mal nur was mit ihr unternehmen und den 2-jährigen derweil zur Oma geben, damit sie spürt, dass sie auch wichtig für Euch ist.

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