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Suche Rat zum Thema Patchworkfamilie "aufbauen"

10. November 2012 um 22:33

Hallo,

ich befasse mich erst seit kurzem mit der Situation und den eventuellen Problemen einer Patchworkfamilie und suche Rat von Menschen die etwas mehr Erfahrung haben als ich.

Zu meiner Situation. Wir beide, der Mann den ich liebe sowohl als auch ich sind verheiratet und haben beide jeweils zwei Kinder. Beides Junge und Mädchen. Seine Kinder sind 4 und 5 und meine sind 5 und 7 Jahre alt. Unsere beiden Ehen werden nur noch wegen der Kinder geführt und waren schon vor dem Beginn unserer Affäre praktisch am Ende. Da wir aber beide extreme Familienmenschen sind die wissen was sie ihren Kindern mit einer Trennung der Eltern antun, haben wir diesen Schritt noch nicht vollzogen. Jetzt haben wir uns aber endgültig für uns entschieden und möchten unsere Ehen beenden und zwar ohne allzu viel Leid zu verursachen. Irgendwann wollen wir dann auch sicher mal räumlich zusammenkommen, aber uns ist beiden bewusst, dass dies ein längerer Prozess wird. Wir wissen, dass wir die Kinder sicher über einen längeren Zeitraum nicht mit einem neuen Partner konfrontieren können und zunächst mal die Trennung von unseren Ehepartnern möglichst geordnet auf die Reihe bekommen müssen. Ich habe große Angst vor diesem Schritt. Ich ahne bereits jetzt, dass der Weg sehr steinig wird. Kann mir jemand einen Rat geben oder auch nur seine Erfahrungen mit mir teilen?

Liebe Grüße,

Linn

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11. November 2012 um 11:45

Das Wesentliche in Kürze:
Sich Zeit lassen und nicht zu hohe Erwartungen von einer neuen heilen Familie haben.
Es kann auch Sinn machen, sich Beratung von außen zu holen.

LG

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15. November 2012 um 20:16

Aufbau Patchworkfamilie
Hallo Linn,
oh je, kann man da nur sagen. Das ist wohl die schwierigste Konstellation, um eine Patchworkfamilie aufzubauen.
Ich habe (2 Kinder damals 5 und 18) habe mich kurz nach der Trennung von meinem Ex-Mann in einen alleinerziehenden Vater einer 8-jährigen Tochter verliebt.
Mein kleiner war damals mitten im Trennungsschmerz von seinem Papa, zudem er nach wie vor Kontakt hat, und wurde dann mit einem neuen Partner konfrontiert.
Seine Tochter hatte schon 2 Jahre mit ihrem Papa alleine gewohnt und irgendwie die Rolle der Partnerin übernommen.
Zwei völlig unterschiedliche Familien treffen da aufeinander und es hat natürlich erstmal nur noch gekracht, obwohl wir als Paar uns ziemlich schnell klar darüber wurden, dass es einfach passt zu 100 %. Alle anderen, wie Freunde, Bekannte, Großeltern und auch die Kinder waren gegen unsere Liebe. Nun sind wir seit 3,5 Jahren zusammen, wohnen zusammen, die Kinder sind glücklich, unsere Ex-Partner sind auch wieder neu verliebt, von einigen Freunden haben wir uns getrennt, neue Freunde haben wir gewonnen. Es war sehr sehr schwer und dir muss klar sein, dass es kein Ersatz für deine bisherige Familie ist. Es ist völlig anders und ein neues Leben. Das man ja auch irgendwie wollte, sonst wäre man ja nicht aus dem alten ausgebrochen. ich könnte dir tausende Ratschläge geben, aber das würde den Rahmen dieses Forums sprengen.
Aber es ist zu schaffen. Ich habe viele Ratschläge bekommen in der Art "die kinder gehen vor, die waren zuerst da". Ich sehe das nicht so. Kinder in dem Alter können sich auf neue Konstellationen einlassen und den neuen Partner als Freund akzeptieren. Probleme machen meist nur die Expartner und die Großeltern, die die geänderte Situation nicht verkraften und von armen Scheidungskindern sprechen. Mein Kleiner verkündet inzwischen stolz, dass er einen Papa und einen Papafreund hat. Gerne würde ich mich mit dir näher austauschen, wenn du magst.
LG

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