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Suche Frauen mit interessanter oder problematischer Mutter-Tochter-Beziehung!

3. März 2005 um 11:57

Liebe Frauen,

ich arbeite als Fernsehjournalistin für die Sendung frau TV (WDR, Mittwoch 22-22.30). Wir planen einen Beitrag über das Thema Mutter-Tochter-Beziehung, und ich bin auf der Suche nach Frauen, die Lust haben ihre Geschichte zu erzählen. Unsere Mutter prägt uns, ihre Erziehung, ihre Ideale, ihr Frauenbild und oft kämpfen wir noch als erwachsene Frauen mit "der Mutter in uns".
Haben Sie dazu etwas zu erzählen?

Ich freue mich auf Nachrichten!

LvF

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28. März 2005 um 23:52

Mutter tochter beziehung
Eigentlich suchte ich einen Ort wo mal über meine Probleme mit meiner Mutter sprechen könnte und bin auf ihren Beitrag gestossen. Evtl. hilft es mir ja schon einfach mal ein bischen zu erzählen. Ich bin ich seit 33 Jahren gut verheiratet und habe 4 erwachsene Kinder. Meine Mutter hat immer bei uns gelebt, sie hat in früheren Jahren unsere Kinder und den Haushalt versorgt, so dass ich immer weiter arbeiten konnte. Ich war immer sehr dankbar dafür. In den all den Jahren aber, haben mein Mann und ich nie Freiraum für uns gehabt. Mutter lebte in unserem Haushalt. Aus Rücksichtnahme habe ich es nie geschafft ihr deutlich zu sagen, dass wir auch mal alleine sein wollten. Für Probleme und Gespräche und um allein zu sein mussten wir ins Bett gehen. Heute ist meine Mutter alt und gebrechlich, sie benötigt meine Hilfe bei vielen Verrichtungen.
Aber immer nörgelt sie nur rum! Keiner redet mit ihr keiner beachtet sie, ich hetze die Enkelkinder gegen sie auf. Der ganze Tag läuft alles nur unter Anspannung ab. Ich habe regelrechte Hassgefühle ihr gegenüber entwickelt, habe aber andrerseits ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen, warum ich nicht lieb zu ihr sein kann. Manchmal wünsche ich ihr den Tod, habe aber auch furchtbare Angst vor solchen Gefühlen. Ich wär schon traurig, wenn es sie nicht mehr gibt, aber, ich kann sie manchmal nicht mehr ertragen. Warum ist das so? Ich muß noch dazu erzählen, dass ich durch den sehr frühen Tod meines Vaters viel zu früh von meiner Mutter in die Verantwortung genommen worden bin. ich bin mit soviel Problemen konfrontiert worden, dass ich heute noch oft sauer darüber bin dass man mir meine Kindheit und Jugend kaputtgemacht hat. Ich als die älteste Tochter wurde mit allem belastet, was meine Mutter belastete, und es war doch, so weiß ich heute, viel zu viel für mich. Zur Zeit habe ich nur noch Verantwortungsgefühl und eine Art Hassliebe die ich meiner Mutter gegenüber empfinde!
Ich weiß nicht, ob es anderen Frauen auch so geht?

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29. März 2005 um 11:49

Nur eine Anmerkung
Da ich auf den Beitrag nur zufällig gestoßen und eigentlich in solchen Sachen etwas vorsichtig bin, hätte ich aber trotzdem was
zu sagen
Bei mir ist da wohl eher der Begriff "Tochter-Mutter-Beziehung" passender. Denn ohne es zu wollen, bin ich wohl die "Mutter" meiner Mutter geworden und habe das "Tochter-sein" hinter mir gelassen. Und ich muß zugeben - ohne meine Mutter angreifen zu wollen - ich hasse es! Meine Mutter hat mich sehr jung bekommen und recht schnell nach meinen "gröbsten" Jahren wieder voll am Leben teilgenommen. An sich nichts schlechtes! NEIN! Aber ohne es zu bemerken und ohne es zu wollen: meine Mutter ist zu meinem Sorgenkind geworden und ich bin die Erwachsene in dieser Beziehung! Meine Mutter will von mir Tipps bezüglich Ihrer Beziehung haben, wälzt alle erdenklichen Probleme auf mich ab und interessiert sich für meine Schwierigkeiten im Leben recht wenig. Ich reagiere da schon recht heftig und weise bestimmte Dinge schon weit von mir, aber es ist schwer, wenn die eigene Mutter Panikanfälle bei einem Krankenbesuch bekommt und einen Arztbesuch vorher tränenreich mit mir ausdiskutiert. Soll ich meine Mutter etwa alleine zu einem Zahnarzt gehen lassen (wobei: alleine würde sie wohl nie auf die Idee kommen...) und sie voller Angst im Warteraum sitzen lassen (und sie womöglich noch alleine ins Behandlungszimmer gehen lassen )
All das ist besonders schwer, wenn es die eigene Mutter ist! Und wenn man plötzlich aufwacht und feststellt, daß man diese besondere Beziehung, die andere Mütter-Töchter zueinander aufbauen, irgendwie so überhaupt nicht besitzt. Und ich komme immer mehr zu der Überzeugung, daß diese Beziehung einer der wertvollsten und wichtigsten Beziehung im Leben ist.

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29. März 2005 um 16:02

Find ich mal interessant.
Also ich hab ne Mutter,die ist ziemlich krank.Und so ca 8o.Ausserdem ne ziemlich dominante Schwester von 64,sie im Ausland lebt und das nicht schlecht. Ich kümmer mich um meine Eltern und meine reizende Schwester würde natürlich immer alles besser machen,wenn sie da wäre.
Das war schon immer so.Sie ging vor 40 Jahren ins Ausland,da war ich so 6mon. und da blieb sie.
Aber wenn sie mal da ist, wachsen ihr Flügel.

Ich hatte auch ne Schwiegermutter,aber seit meiner Scheidung fühlt die sich mit ihren Enkelkindern nicht mehr verwandt.Sie ignoriet sie schlichtweg, genau wie der Vater seit 11 Jahren.
Meine Kinder hatten damit ein Riesenproblem,zumal sie die neue Frau meines Exmannes dort fast schon adoptiert haben.Aber die Kinder sind jetzt 20 und 16 und sie finden es einfsch nur schade.
Problematisch ist das alles.Aber falls es interessiert, kann ich das gerne genauer erklären.

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7. Mai 2005 um 10:18
In Antwort auf mari_12475089

Mutter tochter beziehung
Eigentlich suchte ich einen Ort wo mal über meine Probleme mit meiner Mutter sprechen könnte und bin auf ihren Beitrag gestossen. Evtl. hilft es mir ja schon einfach mal ein bischen zu erzählen. Ich bin ich seit 33 Jahren gut verheiratet und habe 4 erwachsene Kinder. Meine Mutter hat immer bei uns gelebt, sie hat in früheren Jahren unsere Kinder und den Haushalt versorgt, so dass ich immer weiter arbeiten konnte. Ich war immer sehr dankbar dafür. In den all den Jahren aber, haben mein Mann und ich nie Freiraum für uns gehabt. Mutter lebte in unserem Haushalt. Aus Rücksichtnahme habe ich es nie geschafft ihr deutlich zu sagen, dass wir auch mal alleine sein wollten. Für Probleme und Gespräche und um allein zu sein mussten wir ins Bett gehen. Heute ist meine Mutter alt und gebrechlich, sie benötigt meine Hilfe bei vielen Verrichtungen.
Aber immer nörgelt sie nur rum! Keiner redet mit ihr keiner beachtet sie, ich hetze die Enkelkinder gegen sie auf. Der ganze Tag läuft alles nur unter Anspannung ab. Ich habe regelrechte Hassgefühle ihr gegenüber entwickelt, habe aber andrerseits ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen, warum ich nicht lieb zu ihr sein kann. Manchmal wünsche ich ihr den Tod, habe aber auch furchtbare Angst vor solchen Gefühlen. Ich wär schon traurig, wenn es sie nicht mehr gibt, aber, ich kann sie manchmal nicht mehr ertragen. Warum ist das so? Ich muß noch dazu erzählen, dass ich durch den sehr frühen Tod meines Vaters viel zu früh von meiner Mutter in die Verantwortung genommen worden bin. ich bin mit soviel Problemen konfrontiert worden, dass ich heute noch oft sauer darüber bin dass man mir meine Kindheit und Jugend kaputtgemacht hat. Ich als die älteste Tochter wurde mit allem belastet, was meine Mutter belastete, und es war doch, so weiß ich heute, viel zu viel für mich. Zur Zeit habe ich nur noch Verantwortungsgefühl und eine Art Hassliebe die ich meiner Mutter gegenüber empfinde!
Ich weiß nicht, ob es anderen Frauen auch so geht?

Einfach antworten....
Hallo Meggy,
ich war genau wie Du auf der Suche nach einem Forum, in dem ich über die Probleme mit meiner Mutter schreiben kann. Ich denke immer, es ist nicht normal, wenn man solche Ablehnung empfindet, wenn man ständig genervt ist und versuche immer, eine Erklärung zu finden. Ich finde auch Entschuldigungen für meine Mutter, aber die finde ich mehr auf einer rationalen Ebene, die mein Innerstes nicht erreichen und nicht ausreichend sind, negative Gefühle zu unterdrücken. Daher sind mir dein geschildertes Verantwortungsgefühl und die Hassliebe nur allzu vertraut....

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9. Mai 2005 um 16:45

Aufwachsen ohne Mutter
Hallo!
Meine Mutter hat mich im Alter von 3 Jahren verlassen, hat einen Ausländer geheiratet und ist mit ihm nach Spanien ausgewandert. Ich bekam von ihr noch zwei, drei Briefe zugeschickt; sie hat damals auf das Sorgerecht verzichtet. Bis auf die Briefe habe ich bislang nie wieder eine Nachricht von ihr erhalten. Aufgewachsen bin ich bei der Mutter väterlicherseits; zum Vater habe ich Kontakt. Die Eltern meiner Mutter wohnen im gleichen Ort wie ich, haben sich allerdings nie bei mir gemeldet. Des Weiteren habe ich gehört, dass meine Mutter oftmals ihre Mutter besuchen würde. Leider hat sie bis heute nicht den Mut (oder die Lust?!) ihre Tochter zu suchen. Gehört habe ich auch, dass sie zwischenzeitlich noch ein Kind bekommen hat (müsste jetzt ca. 15 Jahre alt sein). Mittlerweile bin ich 34 Jahre alt (ledig, keine Kinder).

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19. Mai 2005 um 12:50

Problematische Mutter-Tochter-Beziehung
Hallo!
Ich bin mir nicht sicher, ob Sie noch Beiträge suchen?! Ich habe bereits eine Nachricht in dem Forum hinterlassen.
Aufgewachsen bin ich bei meinen Großeltern, ohne Mutter. Bislang gibt es keinen Kontakt zu ihr (mittlerweile bin ich 33 Jahre alt). Ich würde mich über eine Nachricht von Ihnen freuen - dattbienchen@yahoo.de!

Gruß,
Sabine

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6. Juni 2005 um 12:38

Wertlos.............
Hallo,

ist ihre Frage noch aktuell?

Ich bin Einzelkind und hatte schon immer eine schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Ihre Mutti ist gestorben als sie 6 Jarhe alt war und ihre ältere Schwester hat die Mutterrolle übernommen. Bis auf den heutigen Tag kommt sie mit ihr nicht klar. Vielleicht hat diese Situation dazu geführt, daß sie mich mit 10 Jahren schon wie eine Erwachsene behandelt hat. Ich konnte es ihnen nie recht machen....alle waren hübscher als ich, fröhlicher, aufrechter. Als ich 11 war, fing mein Onkel an (das ist das erste Mal, daß ich mich dran erinnere) mich sexuell zu mißbrauchen. Als ich mich nach Monaten endlich ihr anvertrauen wollte, bekam ich nur zu hören "du spinnst". 5 Jahre später hat sie es mir doch geglaubt, als derselbe Onkel sie betatschen wollte und herauskam, daß er dasselbe mit noch 2 andern Mädels gemacht hat.

Mein Verhältnis zu ihr war immer angespannt. Mal bessere, mal schlechtere Phasen.
Ich hatte ständig das Gefühl, emotional mißhandelt zu werden...wenn z.B. früher jemand klingelte, hat sie mich mitsamt Spielsachen aus dem Wohnzimmer gejagt. Heute bin ich 34 und zucke immer noch zusammen und springe auf, wenn ich bei meinen ELtern bin und jemand klingelt.

Heute hat sie Geburtstag. Die letzten Jahre hat sie ihren Urlaub immer so gelegt, daß er auf ihren Geburtstag fiel und sie folglich nicht da war. Dieses Jahr kam was dazwischen und ich habe mich trotz allem gefreut, ihren GEburtstag mit Kaffetrinken zu feiern. Heute früh bekam ich einen Anruf, sie fahre heute mit ihren Nachbarn weg, denn sonst müsse sie ja schließlich noch Kaffee machen!
Klartext: Ich bin meiner Mutti nicht mal ne Tasse Kaffee wert und sie feiert lieber mit Nachbarn als mit ihrer Tochter!
Fragt sich nur noch, was ich mit ihrem Geschenk machen soll- am besten ab in die Mülltonne, vielleicht findet es jemand, der sich drüber freut?!

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25. Juni 2005 um 17:30

Ablehnung durch Tochter
Hallo,
leider lese ich Ihre Nachricht anscheinend viel zu spät- gibt es evtl. eine Wiederholung der Sendung oder ein Skript?
Sie hätte mich sehr interessiert, da ich seit Jahren auf der Suche nach einer Erklärung für das verhalten meiner Tochter (28) bin - sie hat aus mir unbekannten Gründen schon als Kind den Kontakt zu mir verweigert, mir nicht mehr geantwortet, usw. Unglücklicherweise habe ich dann irgendwann aufgegeben, daran zu arbeiten , musste auch meinem damals lange kranken Sohn viel Aufmerksamkeit schenken. Seit ca. 10 Jahren versuche ich, etwas wieder aufzubauen, aber sie ist nicht einmal bereit, über Gründe oder Ursachen zu sprechen. Ich leide nicht nur selbst enorm unter dieser Ablehnung sondern fürchte darüber hinaus, dass sie selbst in ihrer Identität Schaden nehmen wird durch die selbstgewählte Isolation von der Familie. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke......
- Gibt es junge Frauen, die auch den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen haben und wie geht es ihnen damit ? Es wäre schön, ihnen vielleicht stellvertretend antworten zu dürfen......

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19. Juli 2005 um 14:33
In Antwort auf hilke_12439148

Ablehnung durch Tochter
Hallo,
leider lese ich Ihre Nachricht anscheinend viel zu spät- gibt es evtl. eine Wiederholung der Sendung oder ein Skript?
Sie hätte mich sehr interessiert, da ich seit Jahren auf der Suche nach einer Erklärung für das verhalten meiner Tochter (28) bin - sie hat aus mir unbekannten Gründen schon als Kind den Kontakt zu mir verweigert, mir nicht mehr geantwortet, usw. Unglücklicherweise habe ich dann irgendwann aufgegeben, daran zu arbeiten , musste auch meinem damals lange kranken Sohn viel Aufmerksamkeit schenken. Seit ca. 10 Jahren versuche ich, etwas wieder aufzubauen, aber sie ist nicht einmal bereit, über Gründe oder Ursachen zu sprechen. Ich leide nicht nur selbst enorm unter dieser Ablehnung sondern fürchte darüber hinaus, dass sie selbst in ihrer Identität Schaden nehmen wird durch die selbstgewählte Isolation von der Familie. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke......
- Gibt es junge Frauen, die auch den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen haben und wie geht es ihnen damit ? Es wäre schön, ihnen vielleicht stellvertretend antworten zu dürfen......

Genau andersherum.....
Hallo Hammonia,

hast du wirklich keine Erklärung für das Verhalten deiner Tochter? Oder eine Ahnung warum sie so ist, wie sie ist? Wie verlief denn eure Beziehung von anfang an?
Leider schreibst du nicht viel über euer vergangenes gemeinsames Leben, damit man einen detaillierteren Eindruck gewinnen kann.

Du suchst ja aber auch junge Frauen, die auch keinen Kontakt zu ihrer Mutter haben und ich bin eine davon.
Ich möchte dir gerne meine Geschichte erzählen.
Hier ist sie:
schon als ich ein kleines Mädchen war liebte ich meine Mum geradezu abgöttisch. Sie war mein einzigster Halt in meinem Leben, denn vor meinem Vater hatte ich höllen Angst, da er sehr aggressiv und jähzornig war - vor allem, wenn er getrunken hatte. Mein älterer Bruder hat mich auch ständig tyrannisiert und hatte eindeutig die Gene unseres Vater geerbt.
Ich tat damals alles um meiner Mum zu gefallen, um sie nicht zu "verlieren". Ich war ein liebes Kind, gut in der Schule und hatte viele Freunde und war beliebt. Aber leider sah meine Mutter das nie. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass sie mich von sich aus mal in den Arm genommen hätte, mich gedrückt oder auch mal gesagt hat, dass sie mich liebt. Hatte ich nachts Albträume wurde ich abgewiesen und hatte am nächsten Morgen Hausarrest oder Fernsehverbot. Wollte ich Zuwendung musste ich mir diese "erarbeiten", d.h. ihr alles rechtmachen. Ich konnte mit ihr auch nie über Probleme oder meine Sorgen reden. Sie machte sich höchstens über mich lustig und verspottete mich gemeinsam mit meinem Bruder. Als ich älter wurde, bildete ich mir nach und nach eine eigene Meinung. Als ich mich dann desöfteren gegen sie auflehnte, sprach sie einfach nicht mehr mit mir. Solange, bis ich fast auf Knien daherkam und mich bei ihr entschuldigte ( auch wenn ich im Recht war! ) - nur damit sie wieder mit mir spricht. Sie schloss "zur Strafe" das Telefon weg, sperrte das Wohnzimmer zu - so, wie ihr es in den Sinn kam. Ich kann nicht sagen, wie schlimm das für mich war. Diese Gefühlskälte, dieser "Hass" in ihren Augen, ihr nicht nachzuvollziehendes Verhalten.
Als ich älter wurde, versuchte ich immer wieder mit ihr darüber zu reden, aber entweder beschimpfte sie mich, gab mir an allem die Schuld ( ich war immer die Böse, die Dumme ) oder sie sprach dann "mal wieder" nicht mit mir. So einfach ging das bei ihr.

Meine Eltern ließen sich scheiden, als ich dreizehn war. Wir ( meine Mutter, mein Bruder und ich ) waren froh, dass wir ihren Mann, unseren Vater, der jähzornig, aggressiv war und uns immer Angst machte, endlich auszog.
Anfangs kehrte wieder etwas Frieden in unsere Wohnung ein. Aber bald darauf ging die Geschichte wie oben beschrieben, wieder los.
Ich liebte meine Mutter nach wie vor. Als sie ihren jetzigen Mann kennenlernte habe ich mich sehr für sie gefreut und gedacht, jetzt kann sie wieder ihr eigenes kleines privates Glück finden und ich gönnte es ihr von Herzen. Dieser Mann war ganz nett und brachte Kinder mit, die schon erwachsen waren. Ich versuchte vergeblich mich in diese Familie zu integrieren, weil ich auch "dazugehören" wollte und ich mich nach richtigem Familienleben und Harmonie sehr sehnte. Leider wollte das meine Mutter nicht. Sie ließ mich mit meinem aggressiven Bruder in unserer Wohnung zurück, zahlte zwar noch die Miete und hinterließ uns ( wie immer viel zu wenig ) Geld für Lebensmittel und schaute anfangs 1x die Woche noch bei uns vorbei um dann später wegzubleiben. Mein Bruder tyrannisierte mich, ich musste neben meiner Ausbildung den ganzen Haushalt machen und hatte ( wieder ) die Hölle auf Erden. Meine Mutter interessierte sich nicht die Bohne für diese Probleme, ihre lapidare Antwort darauf war: ihr seid doch erwachsen, löst das selber und basta.
Nur wie wehrt man sich gegen einen widerlichen, agressiven jungen Mann, der einem körperlich überlegen ist und auch nicht vor Handgreiflichkeiten zurückschreckt?
Meine Mutter wollte auch nicht, dass ich sie besuchen komme - bevor ihr Mann ( damals noch Freund ) von seiner Arbeit heimkam, schickte sie mich weg. Sie wollte nicht, dass ich mich in der Familie integriere und einen "Platz bekomme".
Als ich meine eigene kleine Wohnung hatte war ich der glücklichste Mensch auf der ganzen Welt. Ich lebte auf und ich genoß den Frieden und die Harmonie die ich nun in meinen eigenen kleinen vier Wänden hatte. Der Kontakt zu meiner Mutter belief sich meistens nur noch aufs Telefonieren. Ich machte ihr weiterhin klar, dass ich mich mit ihr gut verstehen wollte und versuchte nach wie vor alles, um dieses Ziel zu erreichen. Meine Mutter hingegen interessierte das alles nicht. Sie schwärmte nur von den tollen Töchtern ihres Mannes und von ihrem neuen Mann und hatte für mich keinen Funken an Wärme ( mehr ) übrig. Natürlich stritten wir und dann auch immer heftiger über ihr Verhalten und ich sagte ihr auch oft, wie unmöglich ich das finde usw. Sie beschimpfte mich nur weiterhin und stellte mich auch vor allen anderen als tollpatschigen Idioten hin, der "eh zu blöd zu allem ist". Sie hatte immer Recht, sie wusste alles und sie durfte sich auch alles erlauben.
Ich kam nicht an sie heran, so sehr ich sie anflehte, mit ihr stritt, ihr zahlreiche Versöhnungsangebote gab - nichts - sie wollte es einfach NICHT.
Zu meinen Geburtstagen war sie entweder im Urlaub oder kam nur für Minuten: kühl, knapp und kurz.
Das endgültige Aus kam, als wir wieder telefonierten und ich ihr sagte, dass ich mir ihr Verhalten nicht mehr gefallen lasse und entweder wir reden über alles oder ich werde jetzt einfach auflegen, wenn sie weiter mich beschimpfen würde. Ich sagte das bestimmt 5x und dann legte ich den Hörer auf die Gabel und mir fiel ein riesengroßer Broken von meinem Herzen, was sich wie eine kleine Erlösung für mich darstellte.
Seitdem haben wir keinen Kontakt mehr und wenn wir uns sehen, dann beschimpft sie mich wieder und versucht vor anderen als tolle Frau dazustehen, die eine so gemeine undankbare böse Tochter hat.........

Das war meine Geschichte und ich habe wie ein Hund gelitten und leide darunter auch noch heute. Im Übrigen habe ich noch einen alkohlkranken Vater, der nun im Verdacht steht mich als Kind jahrelang sexuell mißbraucht zu haben, einen Bruder der mich missachtet und eine Hexe als Schwiegermutter die nichts lieber sehen würde, als wenn mein Mann, den ich über alles liebe und der das Licht ist, das mein Leben erleuchtet, sich von mir trennen würde.
Zum Glück habe ich auch liebe und wundervolle Menschen um mich herum, die meine Freunde sind und andere nette Menschen, die es doch noch gottseidank in meiner eigenen Familie gibt. Ich muss mich jeden Tag selber aufbauen um nicht unterzugehen, jeden Tag mich selber am Riemen reißen um in der Gesellschaft bestehen und ein normales Leben führen zu können. Und zum Glück gibt es auch Sonnenseiten in meinem Leben, ohne die ich jetzt vermutlich schon längst aufgegeben hätte. Zudem mache ich jetzt seit einer Weile eine Therapie, welche mir auch den nötigen Halt gibt, den ich ab und zu dringend brauche.

Ich möchte mich mit dieser Geschichte nicht wichtig machen und wollte dies auch nur mal loswerden.

Ich wünsche dir liebe Hammonia, dass du zu deiner Tochter wiederfindest und sie zu dir. Sei aber bitte auch selbstkritisch und überlege genau, ob es nicht doch einen Grund gibt, warum sich dein Kind so verhält - von alleine macht sie das nicht. Schreibe ihr doch einfach einen Brief und versuche so, den Kontakt wiederzufinden. Aber horche auch in dich selbst hinein und betrachte dein Leben rückblickend, ob es nicht doch Situation gab, die deine Tochter zu ihrem Verhalten bewegt haben.

Alles Gute und ich wünsche dir viel Glück,
monet9

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28. August 2005 um 15:05

Ungeliebte Tochter
Hallo,
bin spät dran, hab dieses Forum grad erst gefunden.
Hab durch eine Therapie die Erkenntnis erlangt, dass alles auf die Mutter zurückgeht. Ich wurde von ihr geschlagen und verprügelt - habe daraus unendlichen Hass entwickelt. Hass gegen sie. Dieser Hass hat mich bis zu meinem 38. Lebensjahr begleitet - und logisch: "schlecht" gemacht. Ich war ständig besserwisserisch, rechthaberisch...., hatte keine richtigen Freunde, weil ich immer so vorwurfsvoll, intolerant, arrogant... war. die ständige Frage nach dem "warum?" hat mich fertig gemacht. Ich bin wie ein wildes Tier durchs Leben gehetzt - auf der Suche nach Liebe und Anerkennung und Lob. Wie ich aus meiner Therapie gelernt habe, streben wir ständig nach diesen Dingen, vorallem aber dem Lob der Mutter. All mein Ehrgeiz (Klassenbeste, viel gute Freizeitgestaltung: Sport, Zeichnen, Chor, Klavierunterricht; Hausarbeit ordentlich erledigen: Treppe wischen, putzen...; gute Berufsausbildung... immer vorbildlich - all das hat mir kein Lob der Mutter eingebracht. Im Erwachsenen-Leben ging das natürlich so weiter - gehetzt durch das Leben, auf der Suche nach Liebe und Anerkennung!
Ich habe in meiner Therapie gelernt, dass ich das Lob der Mutter wohl nie bekommen werde! Also habe ich vor fast 3 Jahren den Kontakt abgebrochen, bin einfach nicht mehr hingegangen. Und was soll ich sagen: Mir geht es das erste mal in meinem Leben richtig gut. Den Hass habe ich "verbuddelt"; mein Gefühlszentrum wurde in der Therapie so stark angesprochen, dass ich offen und ehrlich freundlich mit meinen Mitmenschen umgehen kann. Ich habe eine ganze Menge neue (und auch ein paar alte) Freundinnen und Freunde gefunden, der Kontakt hält sich viel einfacher als früher.
Auch habe ich festgestellt, dass sehr viele Frauen ein "Problem" mit ihren Müttern haben: ebenfalls gewalttätige "Erziehung", Gewalt durch andere Personen zugelassen, Druck durch psychische Gewalt....

Ich hatte den Gedanken, einen Gesprächskreis aufzubauen, bzw. mich einem anzuschließen.
Frage: gibt es in Leipzig (oder Umgebung) ein derartiges Forum? Wie kann dieses Thema mehr in die Öffentlichkeit gelangen?
Ich stelle leider immer wieder fest, vor allem in der eigenen Familie, dass man mit seinen Äußerungen schnell zum "Schwarzen Schaf" abgestempelt wird. Schließlich "hat man die Mutter zu lieben und zu ehren" - so der Anspruch der Gesellschaft.
Danke für eine Antwort

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29. August 2005 um 20:53

Hallo
schoen so ein forum zu finden..=) moechte auch gern was ueber mcih erzaehlen und freu mich ueber Austauschmails!
zu meiner Geschichte..meine Eltern haben eine Zweckheirat gea\amch ..getrennt haben sie sich bis heute nicht..wegen Imagegruenden etc..meine MOm ist religios fast schon fanatische Christin..wiederstand zwecklos..sehr oft sprue ich ihren hass auf mcih..war nie ein wunschkind gewesen..wurde sehr oft von meiner MOmgeschlagen wenn ich im kindergarten geheult hab..glas milch umgeschuettet..usw..und als kind war ich sehr aengstlich und hatte imemr angst vor meiner mom..stand imemr unetr druck gute noten mitzubringen etc..gelobt wurden aber immer die anderen..da meine mom immer nachtdienste egmacht hat musste ich schon als kleinkind alleine schalfen(mein vater hat sich nie um uns gekummert..war jahrelang auswaerts lebend,Alki durfte als kind schon seine Kotze wegwischen...)..also ich war ein kleines nervenbuendel..trotzallem in der hoffnung auf ein liebevolle umarmung oder zuneigung die ich kaum bekommen hab..sogar in die notaufnahme musste ich damals als 14jaehrige alleine hingehen mit akutem Blinddarm! rueckblickend kann ich nur sagen dass meine mom nie zeit oder fuersorge gezeigt hat..auch jetzt ist sie eine sehr kaltherzige frau..problem dazu noch ihre religios fanatsiche haltung..seit ich nciht mehr in die kriche gehe..bin ich eine persona non grata .auszug war das beste was ich getan hab..trotzdem tut es weh..hab mit erfolg abitur und ausbildung gemacht aber das inetressiert sie nicht..faselt nur ueber mein schlechtes seelenheil..ich habs aufgegeben..einen zugang zu suchen..sie hat mcih kaputtgemacht und ich muss schauen dass ich mich von all den wunden mich erholen kann..ich beneide alle kinder die liebevolle Eltern haben,die nach der schule ein mittagessen auf dem tisch stehen haben,die abundzu mal eine geschcihte erzaehlt bekommen etc..das ist leider keine selbstverstaendlichkeit!was mein groesstes problem ist..wie kann ich andere menschen lieben wenn ich nie selber liebe bekommen habe? viele beziehungen scheietrten scheinbar aus anderen gruenden aber fasse ich alles zusammen...komm ich wieder auf meine kindheit zurueck..bin mittlerweile 26j..wuerd mcih auf erfahrungstausch freuen..und wie ihr damit umgeht oder leben keonnt...liebe gruesse

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3. September 2005 um 3:15

Endlich abgenabelt
Hallo zusammen, bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen. Zu mir: ich bin 25 Jahre und das Verhältnis zu meiner Mutter ist seit beinahe einem Jahr ein mittelschweres Disaster.
Meine Mutter und ich hatte bis dahin eigenlich immer ein gutes Verhältnis zueinander- zumindest war ich dieser Meinung. Alles änderte sich als meine Mutter in ihrem Haus im Vollrausch die Treppen runter stürzte und sich so schwer verletzte, dass sie ins Krankenhaus musste.
Diagnose: Brüche, Prellungen und mehrere Gehirnblutungen.
Keiner der Ärzte wollte mit der Sprache rausrücken; bis sich einer eins Herz fasste und mit sagte, dass meinen Mutter Alkoholikerin ist. Nach zweiwöchigen Aufenthalt auf der Intensivstation und dann noch fünf Wochen stationärer Behandlung wurde endlich die Reha genehemmigt. Meiner Mutter war in dieser Zeit allem und jedem gegenüber agressiv, aber bei mir fand ihre Agressivität den absoluten Höhepunkt. Ich war trotzdem immer für sie da, versuchte alles menschenmögliche für sie zu tun. Abends saß ich heulend zu Hause, weil ich mit der ganzen Situation nicht fertig wurde.
Schliesslich fand ich eine Wohung für meine Mutter in meiner Nähe, sie war einverstanden. Ich half ihr beim Umzug, Möbel aufbauen und allen alltäglichen Dingen. Aber ihre Agressivität mir gegenüber ließ nicht nach. Ich war an allem Schuld, ich hatte ja nie Zeit für die und sowie so und überhaupt. Ich war mit der Situtaion über fordert gab nach, auch wenn ich im Recht war, die stundenlange Diskussionen und das ewige Geschrei machten mich langsam mürbe.
Als meinen Semesterferien begannen beschlossen mein Lebensgefährte und ich einen gemeinsamen Urlaub damit ich mal etwas zur Ruhe kommen könnte.
Im Urlaub meldete sie sich, aber anstatt mal einem netten Wort bekam ich nur wieder dieselben Vorwürfe und Anschuldigungen zu hören. Ich war schon total entnervt und ging jedem Gespräch aus dem Weg.
Noch im Urlaub beschloss ich, dass sich etwas ändern muss.Wieder zu Hause zog ich mich zurück. Ich rief sie nicht mehr wie sonst an, sondern ließ sie anrufen. Bis die Situtaion schließlich kurz nach dem Urlaub eskalierte und ich ihr bei einem Gespräch das erste mal in Leben das sagte was ich dachte. Ich hatte mein eigenes Leben und ich wollte ihr immer nur helfen und anstatt die Hilfe anzunehmen und dankbar zu sein flippte sie aus; genau das sagte ich ihr und sie legte mit den Worten auf:" Das ist ja schön, dass du dein eigenes Leben hast!" Etwas eine Woche später erhilt ich einen bösen Brief, aber ich reagierte gar nicht drauf. Irgendwann rief sie wieder an, brüllte ins Telefon und ich setzte mich zur Wehr. ICh merkte erst jetzt, dass ich keine Angst mehr vor ihr hatte. Mir tat es zwar weh
was sie sagte, aber sie konnte mich nicht mehr unter Druck setzen. Und mir wurde bewußt, dass ich mich jetzt wirklich abgenabelt hatte. Ich habe jetzt mein eigenes Leben und treffe mich auch wieder mit meinen Freunden oder nutze die Zeit um etwas mit meinem Mann zu unternehmen. Meine Mutter hat nicht mehr die Oberhand über mich und das ist auch gut so. Erst jetzt ist mir bewußt geworden, auch nach langen Gesprächen mit ihren Freunden, dass sie mich schon mein Leben lang manipuliert hat und mich immer wieder unter Druck gesetzt hat. Mein Bruder hat das alles schon vor einigen Jahren erkannt und den Kontakt zu ihr abgebrochen. Wahrscheinlich war das auch für ihn die beste Lösung.
Im Moment besteht von meiner Seite aus kein Kontakt zu ihr, das sind nun an die sechs Wochen. Sie hat ich zwar dreimal angerufen, aber es hat nicht lange gedauert bis das alles wieder in einem Riesenstreit geendet hat. Es regt mich auf, aber ich sage was ich denke und halte mit nichts mehr hinter dem Berg. Ich denke das eine normale Mutter- Tochter Beziehung bei uns nie wirklich bestanden hat, aber ich habe das immer verdrängt bis ich vor den Entscheidung gestanden bin entweder sie oder ich. Entweder ich breche den Kontakt ab, oder ich gehe daran zu Grunde. ICh habe mich für das erste entschieden, es tut mir zwar weh der Wahrheit ins Auge zu sehen aber nur so hab ich die Chance auf ein normales Leben.
Meine Mutter trinkt zwar seit ihrem Unfall nicht mehr, aber sie will sich auch nicht psychologisch helfen lassen. Sie bekommt ihr eigenes Leben nicht in den Griff und hat kein Verständnis dafür, dass ich mein Leben im Griff habe und glücklich bin.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Würde mich über Resonanz freuen.
Liebe Grüße

nevergiveup25

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5. September 2005 um 12:25
In Antwort auf nevergiveup25

Endlich abgenabelt
Hallo zusammen, bin durch Zufall auf dieses Forum gestossen. Zu mir: ich bin 25 Jahre und das Verhältnis zu meiner Mutter ist seit beinahe einem Jahr ein mittelschweres Disaster.
Meine Mutter und ich hatte bis dahin eigenlich immer ein gutes Verhältnis zueinander- zumindest war ich dieser Meinung. Alles änderte sich als meine Mutter in ihrem Haus im Vollrausch die Treppen runter stürzte und sich so schwer verletzte, dass sie ins Krankenhaus musste.
Diagnose: Brüche, Prellungen und mehrere Gehirnblutungen.
Keiner der Ärzte wollte mit der Sprache rausrücken; bis sich einer eins Herz fasste und mit sagte, dass meinen Mutter Alkoholikerin ist. Nach zweiwöchigen Aufenthalt auf der Intensivstation und dann noch fünf Wochen stationärer Behandlung wurde endlich die Reha genehemmigt. Meiner Mutter war in dieser Zeit allem und jedem gegenüber agressiv, aber bei mir fand ihre Agressivität den absoluten Höhepunkt. Ich war trotzdem immer für sie da, versuchte alles menschenmögliche für sie zu tun. Abends saß ich heulend zu Hause, weil ich mit der ganzen Situation nicht fertig wurde.
Schliesslich fand ich eine Wohung für meine Mutter in meiner Nähe, sie war einverstanden. Ich half ihr beim Umzug, Möbel aufbauen und allen alltäglichen Dingen. Aber ihre Agressivität mir gegenüber ließ nicht nach. Ich war an allem Schuld, ich hatte ja nie Zeit für die und sowie so und überhaupt. Ich war mit der Situtaion über fordert gab nach, auch wenn ich im Recht war, die stundenlange Diskussionen und das ewige Geschrei machten mich langsam mürbe.
Als meinen Semesterferien begannen beschlossen mein Lebensgefährte und ich einen gemeinsamen Urlaub damit ich mal etwas zur Ruhe kommen könnte.
Im Urlaub meldete sie sich, aber anstatt mal einem netten Wort bekam ich nur wieder dieselben Vorwürfe und Anschuldigungen zu hören. Ich war schon total entnervt und ging jedem Gespräch aus dem Weg.
Noch im Urlaub beschloss ich, dass sich etwas ändern muss.Wieder zu Hause zog ich mich zurück. Ich rief sie nicht mehr wie sonst an, sondern ließ sie anrufen. Bis die Situtaion schließlich kurz nach dem Urlaub eskalierte und ich ihr bei einem Gespräch das erste mal in Leben das sagte was ich dachte. Ich hatte mein eigenes Leben und ich wollte ihr immer nur helfen und anstatt die Hilfe anzunehmen und dankbar zu sein flippte sie aus; genau das sagte ich ihr und sie legte mit den Worten auf:" Das ist ja schön, dass du dein eigenes Leben hast!" Etwas eine Woche später erhilt ich einen bösen Brief, aber ich reagierte gar nicht drauf. Irgendwann rief sie wieder an, brüllte ins Telefon und ich setzte mich zur Wehr. ICh merkte erst jetzt, dass ich keine Angst mehr vor ihr hatte. Mir tat es zwar weh
was sie sagte, aber sie konnte mich nicht mehr unter Druck setzen. Und mir wurde bewußt, dass ich mich jetzt wirklich abgenabelt hatte. Ich habe jetzt mein eigenes Leben und treffe mich auch wieder mit meinen Freunden oder nutze die Zeit um etwas mit meinem Mann zu unternehmen. Meine Mutter hat nicht mehr die Oberhand über mich und das ist auch gut so. Erst jetzt ist mir bewußt geworden, auch nach langen Gesprächen mit ihren Freunden, dass sie mich schon mein Leben lang manipuliert hat und mich immer wieder unter Druck gesetzt hat. Mein Bruder hat das alles schon vor einigen Jahren erkannt und den Kontakt zu ihr abgebrochen. Wahrscheinlich war das auch für ihn die beste Lösung.
Im Moment besteht von meiner Seite aus kein Kontakt zu ihr, das sind nun an die sechs Wochen. Sie hat ich zwar dreimal angerufen, aber es hat nicht lange gedauert bis das alles wieder in einem Riesenstreit geendet hat. Es regt mich auf, aber ich sage was ich denke und halte mit nichts mehr hinter dem Berg. Ich denke das eine normale Mutter- Tochter Beziehung bei uns nie wirklich bestanden hat, aber ich habe das immer verdrängt bis ich vor den Entscheidung gestanden bin entweder sie oder ich. Entweder ich breche den Kontakt ab, oder ich gehe daran zu Grunde. ICh habe mich für das erste entschieden, es tut mir zwar weh der Wahrheit ins Auge zu sehen aber nur so hab ich die Chance auf ein normales Leben.
Meine Mutter trinkt zwar seit ihrem Unfall nicht mehr, aber sie will sich auch nicht psychologisch helfen lassen. Sie bekommt ihr eigenes Leben nicht in den Griff und hat kein Verständnis dafür, dass ich mein Leben im Griff habe und glücklich bin.
Hat jemand von euch ähnliche Erfahrungen gemacht?

Würde mich über Resonanz freuen.
Liebe Grüße

nevergiveup25

Ja ich!
Meine Mutter ist zwar keine Alkoholikerin aber psychisch krank. Ich hab seit längerem keinen Kontakt mehr und möchte auch dass das so bleibt.

Wenn du magst kannst du mir ja ne pn schicken.

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29. März 2006 um 18:35

Erwachsene Tochter

ich habe Probleme mit meiner Tochter und komme allein nicht mehr weiter!
Meine Tochter ist 36 Jahre alt. Sie hat einen tollen Job, verdient viel Geld, sieht gut aus, hat viele Freunde aber keinen Mann!
Immer wieder kommt es zwischen ihr und mir zu Problemen, weil sie mich verantwortlich macht, für den Umstand, dass sie Probleme mit Männern hat. Ich habe ihr nicht genug Zeit und Liebe geschenkt- meint sie. Im Zuge einer Therapie habe ich ihre Empfindungen akzeptiert und ihr versprochen, dass ich mich ab sofort intensiver kümmere. Ich erledige sowieso ihren ganzen Bürokram und eigentlich alles was sie nicht machen möchte. Ich stehe ständig und immer telefonisch zur Verfügung- auch nachts- und besuche sie mindestens 3- 4 im Monat. Ich bemühte mich also noch mehr für sie zu tun.
Zwischendurch erfuhr ich, dass ich nun die tollste Mama der Welt sei. Wurde ständig und immer um Rat gefragt und ich half gern.
Vor 5 Wochen verliebte sich meine Tochter in einen Prominenten, bei dem bekannt war, dass er lügt, betrügt und stiehlt. Offenen Auges ließ sie sich in eine Beziehung ein. Zuerst sah das Ganze noch gut aus, ich stellte aber fest, dass es Ungereimtheiten gab. Erst auf Fragen meiner Tochter tat ich meine Bedenken kund. Sie wollte davon nichts hören. Endlich merkte sie was los war! Da war dann aber der arme Mann krank und sie mußte ihm helfen. Ich war unsensibel und hatte kein Verständnis. Ich sagte ihr, dass sie, wenn sie so denke, den Weg allein gehen muss. Weil ich die letzte Affäre mit Heulen und Zähneklappern noch in den Knochen hatte.
Zwischenzeitlich hatte meine Tochter Geburtstag. Ich habe 3 Monate für die Vorbereitungen verbracht. Eine Luxusreise nach New York bei der alle Freunde und Kollegen involviert waren- sogar für Urlaub habe ich gesorgt. Die Situation mit dem vermeintlichen Geliebten wurde immer schwieriger und meine Tochter immer verzweifelter. Sie wollte kaum ihre Reise antreten. Sie flog dann aber doch um nicht 45 Leute zu enttäuschen. Aber nach 2 Tagen brach sie den urlaub ab - meinetwegen!!!! Sie wirft mir nun vor, ich hätte sie in der schwierigen Zeit der verschmähten Liebe falsch getröstet. Ich hätte sensibel sein sollen und sie mal in die Arme nehmen, statt ihr mit meinen Ratschlägen " in die Fresse zu hauen". Meine Ratschläge dienten tatsächlich dazu ihr die Augen zu öffnen, damit sie nicht noch mehr Unglück erlebt und sie sich besser damit eventuell abfinden kann. Das alles aber nur auf Nachfrage- nie habe ich mich ungefragt eingemischt! Also, der schlimme Liebeskummer war so schlimm, weil er eigentlich nur oberflächlich war und der Grund ihrer unendlichen Traurigkeit war mein liebloses Verhalten. Nach Tagen der Sprachlosigkeit schrieb sie mir eine Mail voller Vorwürfen. Ich bin schuldig für immer und ewig. Ich antworte nicht und heute kam ein Gesprächsangebot. Sie wolle mit mir reden, dass sei für ihre Zukunft wichtig. Aber nicht alleine- eine ihrer Freundinnen will dabei sein als Moderatorin!! Ich schrieb freundlich, dass ich immer für sie gesprächsbereit bin, aber allein.
Ich weiß nicht wie ich nun meiner Tochter gegenüber treten soll. Was kann ich tun?

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30. März 2006 um 9:05

Weiß nicht genau
ich weiß nict genau ob das paßt aber ich habe meinen beitrag den ich hier schon mal hatte eingefügt!

wo fange ich an?
also ich bin mitlerweile 25 jahre alt und obwohl ich selbst mama bin und glücklich sein könnte macht mir mich beziehung zu meiner mutter kaputt.
also meine eltern trennten sich als ich 9 jahre alt war. von da an wurde ich schlüsselkind da meine mutter viel arbeiten mußte. sie trank viel und ließ ihre wut regelmäßig an mir aus.sie schlug mich mit allem was sie finden konnte, sperrte mich in meinem zimmer ein, nahm mir im winter den schlüssel ab und ich mußte draußen warten bis sie abens nach hause kam.
sie machte mich regelrecht kaputt. mit 10 jahren mußte ich meine erste diät machen da sie angst hatte das ich zu dick werden könnte. irgendwann ich war grade 13 jahre alt geworden schmieß sie mich raus, mitten in der nacht nahm sie meine sachen und schmiß sie aus dem fenster und mich setzte sie vor die tür. ich zog zu meiner oma was der totale horror war, da sie starke alkoholikerinn war und ist. nach nem halben jahr bettelte ich meine mutter an nach hause zu dürfen. es lief auch eine weile gut, doch bald fing alles von vorn an.
ich konnt nicht mehr. ich packte meine sachen und ging wieder zu meiner oma, sagte meiner mutter nicht wo ich war und ging zum jugendamt.
ich hatte glück denn die Frau die für mich als vormund zuständig war war sehr nett. sie machte einen termin mit meinem vater und mit meiner mutter.
bei dem termin mit meinem vater kam dann heraus das er nicht mein erzeuger war, auch etwas was mir nie jemand erzählt hätte.als ich dann bei jugendamt das erste mal wieder meiner mutter gegenüber saß war diese so kalt zu mir und sie sagte das sie mich nicht mehr zu hause haben wollte. das tat weh aber ich wollte auch nicht zurück zu ihr.
das jugendamt gab mir dann die möglichkeit mit einen Wohngeimenschafstplatz zu suchen.den fand ich auch in einer tollen mädchenwg. einen tag vor meinem 14 geburtstag zog ich dort ein.
mir ging es wieder gut. meine mutter wußte nicht wo ich war da ich ihr über das jugendamt das aufentalts und bestimmungsrecht etnziehen ließ.
doch leider ging es mir nicht lange gut denn die seelichen schäden waren groß, so daß meine beraterinnen mir zu einer therapie rieten die ich auch ganze 5 jahre machte.
in dieser zeit lud meine therapeutin auch mal meine vater und meine mutter ein und was ich da zu hören bekam machte mich wütend.
mein vater hatte kein großes interesse mehr an mir und meine mutter behaubtete das ich an allem schuld gewesen sei und sie nicht anders konnte.

natürlich war ich kein engel! ich habe auch mist gemacht wie z.b. schule geschwänzt, zu spät nach hause gekommen oder zu viel telefoniert.

mitlerweile habe ich wieder kontakt zu meiner mutter, zwar keinen guten aber etwas.

manchmal denke ich an die zeit und mir geht es sehr schlecht.

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16. April 2006 um 1:48
In Antwort auf idoya_12329462

Ungeliebte Tochter
Hallo,
bin spät dran, hab dieses Forum grad erst gefunden.
Hab durch eine Therapie die Erkenntnis erlangt, dass alles auf die Mutter zurückgeht. Ich wurde von ihr geschlagen und verprügelt - habe daraus unendlichen Hass entwickelt. Hass gegen sie. Dieser Hass hat mich bis zu meinem 38. Lebensjahr begleitet - und logisch: "schlecht" gemacht. Ich war ständig besserwisserisch, rechthaberisch...., hatte keine richtigen Freunde, weil ich immer so vorwurfsvoll, intolerant, arrogant... war. die ständige Frage nach dem "warum?" hat mich fertig gemacht. Ich bin wie ein wildes Tier durchs Leben gehetzt - auf der Suche nach Liebe und Anerkennung und Lob. Wie ich aus meiner Therapie gelernt habe, streben wir ständig nach diesen Dingen, vorallem aber dem Lob der Mutter. All mein Ehrgeiz (Klassenbeste, viel gute Freizeitgestaltung: Sport, Zeichnen, Chor, Klavierunterricht; Hausarbeit ordentlich erledigen: Treppe wischen, putzen...; gute Berufsausbildung... immer vorbildlich - all das hat mir kein Lob der Mutter eingebracht. Im Erwachsenen-Leben ging das natürlich so weiter - gehetzt durch das Leben, auf der Suche nach Liebe und Anerkennung!
Ich habe in meiner Therapie gelernt, dass ich das Lob der Mutter wohl nie bekommen werde! Also habe ich vor fast 3 Jahren den Kontakt abgebrochen, bin einfach nicht mehr hingegangen. Und was soll ich sagen: Mir geht es das erste mal in meinem Leben richtig gut. Den Hass habe ich "verbuddelt"; mein Gefühlszentrum wurde in der Therapie so stark angesprochen, dass ich offen und ehrlich freundlich mit meinen Mitmenschen umgehen kann. Ich habe eine ganze Menge neue (und auch ein paar alte) Freundinnen und Freunde gefunden, der Kontakt hält sich viel einfacher als früher.
Auch habe ich festgestellt, dass sehr viele Frauen ein "Problem" mit ihren Müttern haben: ebenfalls gewalttätige "Erziehung", Gewalt durch andere Personen zugelassen, Druck durch psychische Gewalt....

Ich hatte den Gedanken, einen Gesprächskreis aufzubauen, bzw. mich einem anzuschließen.
Frage: gibt es in Leipzig (oder Umgebung) ein derartiges Forum? Wie kann dieses Thema mehr in die Öffentlichkeit gelangen?
Ich stelle leider immer wieder fest, vor allem in der eigenen Familie, dass man mit seinen Äußerungen schnell zum "Schwarzen Schaf" abgestempelt wird. Schließlich "hat man die Mutter zu lieben und zu ehren" - so der Anspruch der Gesellschaft.
Danke für eine Antwort

Hass-gut oder schlecht
Hallo!!!!
Ich heiße Jana. Mit Interesse habe ich dein Beitrag gelesen und habe mich da auch immerwieder erkannt.Ich habe mit meiner Mutter sehr große Probleme.Sie war schon 28, als sie mich bekommen hat, also war ich ein Muss- Kind, natürlich ohne Vater. Und da sie keinen Mann hatte, was in Sowjetunion unverständlich und peinlich war, hat sie ihr Wut auf mich immerwieder übertragen. Ausserdem war sie eine typische Lehrerin, streng erzogen. War auch sehr oft gewaltig mir gegenüber, wenn es z.B. in der Musikschule schlecht ging,wenn ich in der Schule eine "2"!!!!!!!!!! bekommen habe, wenn ich mein Fahrrad verloren gehabt habe usw. man kann die ganze Seite darüber schreiben, das ist irgendwie nicht zu vergessen.Ich hatte immer Angst von ihr, ihr etwas zu sagen. Den Leuten sagte sie immer:"Was für eine gute Tochter habe ich!!!!"
Als ich 9 war, hat sie einen anderen Mann geheiratet, ebenso ,weil sie wieder Kinder brauchte. Als die Zwillinge geboren wurden habe ich fast die ganze Arbeit im Haus übernomen,aber es war ihr immer zu wenig. Mit 14 habe ich ein Aufnahmeprüfung an einem Musikcollege in Kasachstan bestanden und musste umziehen in die Stadt. Erst da habe ich verstanden, wie gut es ist, ohne meine Mutter zu leben, obwohl es so hart klingt.Ich fuhr nur sehr selten nach Hause, weil dort nur Probleme und Skandale zu hören waren, sie war natürlich sher depressiv dadurch. In diesen 4 Jahren, wo ich alleine gewohnt habe, habe ich mich total von ihr abgelehnt. Ich weiss es nicht, ich emfinde sie nicht ,als meine Mutter, irgendwie liebe ich sie nicht...
Jetzt habe ich meine eigene Familie, wo sie sich immer wieder einmischt Mein Mann sieht, wie sie ist und unsere Beziehungen, deswegen will er auch nicht zu ihr kommen. Sie träumt aber von Wochenenden, wo die ganze Familie zusammensitzt und was schönes miteinander bespricht, aber das wird wohl nie geben. Aber das schlimmste ist, dass sie nicht erkennen will, wie brutal sie damals war, sie sagt jetzt, dass es gar nicht so schlimm war, dass ich nicht so ein Qatsch erzählen sollte und da muß ich von Wut platzen.
Im Sommer war sie für 4 Wochen weg, da habe ich mich so frei gefühlt, nicht von ihren Anrufen genervt zu sein ist schon ein gutes Gefühl. Und irgendwie verstehe ich immer wieder(obwohl ich das erschreckend finde), dass ich auch ohne sie leben kann, dass es auch nicht schlimm wird, wenn wir uns gar nicht sehen und ich hasse sie auch, ich schaue sie an und sehe nur ihre schlechte Eigenschaften.Alle meine Bekannte haben ein super Verhältniss zu der Mutter, deswegen habe ich auch schlechtes Gewissen.
Was denkst du, wird es sich irgendwie ändern oder soll ich meine Einstellungen ihr gegenüber verändern, "sie ist ja ne Mutter,sie muss man akzeptieren so, wie sie ist"??????
Und noch, welche Therapie hast du denn gemacht?
mfg
Jana

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20. April 2006 um 17:14
In Antwort auf hilke_12439148

Ablehnung durch Tochter
Hallo,
leider lese ich Ihre Nachricht anscheinend viel zu spät- gibt es evtl. eine Wiederholung der Sendung oder ein Skript?
Sie hätte mich sehr interessiert, da ich seit Jahren auf der Suche nach einer Erklärung für das verhalten meiner Tochter (28) bin - sie hat aus mir unbekannten Gründen schon als Kind den Kontakt zu mir verweigert, mir nicht mehr geantwortet, usw. Unglücklicherweise habe ich dann irgendwann aufgegeben, daran zu arbeiten , musste auch meinem damals lange kranken Sohn viel Aufmerksamkeit schenken. Seit ca. 10 Jahren versuche ich, etwas wieder aufzubauen, aber sie ist nicht einmal bereit, über Gründe oder Ursachen zu sprechen. Ich leide nicht nur selbst enorm unter dieser Ablehnung sondern fürchte darüber hinaus, dass sie selbst in ihrer Identität Schaden nehmen wird durch die selbstgewählte Isolation von der Familie. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht an sie denke......
- Gibt es junge Frauen, die auch den Kontakt zu ihrer Mutter abgebrochen haben und wie geht es ihnen damit ? Es wäre schön, ihnen vielleicht stellvertretend antworten zu dürfen......

Rabenmutter, 53 Jahre alt
Wenn ich die Beiträge so lese, verstehe ich langsam meine Tochter (34), welche sich mir gegenüber oft sehr ablehnend und abfällig benimmt. Ich habe mit ihr sehr viel falsch gemacht. Ich habe sie mit 20 Jahren als Wunschkind bekommen und danach noch 3 weitere Töchter zur Welt gebracht. Sicher waren wir jungen Eltern damit völlig überfordert. Als DDR-Frau war ich natürlich berufstätig und mir ist heute klar, dass meine 4 Kinder allesamt viel zu wenig Zuwendung bekommen haben. Noch dazu waren wir jungen Eltern viel zu streng mit ihnen. Heute weiss ich alles besser und würde vieles völlig anders machen. Ich habe leider diese Chance nicht noch einmal. Habe mich bei allen 4 Kindern für unsere Fehler schon vor Jahren schriftlich entschuldigt. Das hat nur bei drei Töchtern etwas genützt. Meine Grosse hasst mich jedoch ganz offensichtlich und tut mir gezielt weh, besonders wenn andre Leute dabei sind oder bei Familienfeiern. Da ich Schuldgefühle habe, hatte ich das jahrelang ausgehalten, ohne mich zu wehren. Ich liebe meine Töchter sehr aber muss ich mich nun mein restliches Leben weiter demütigen lassen? Kann denn eine 34 jährige Frau nicht ihrer Mutter die Fehler irgendwann vergeben? Mich wundert es auch, daß alle Schuld nur mir gegeben wird, während mein Exmann verschont bleibt! (Wir haben uns scheiden lassen, als alle 4 erwachsenen Töchter das Haus verlassen hatten.)
Er war meistens viel strenger als ich. Aber das hat sicherlich etwas mit dem Geschlecht zu tun. Ich bin jedenfalls sehr verzweifelt und versuche seit Jahren ein gutes Verhältnis herzustellen. Meine Tochter macht dabei leider nicht mit. Ich habe ihr angeboten, dass wir eine Familientherapie miteinander machen. Sie ging nicht mit. Ich habe in den letzten 12 Jahren viele Bücher gelesen, 2 Therapien gemacht und viele Kurse und Gesprächskreise besucht. Meine Tochter möchte keine Bücher lesen und auch nichts aufarbeiten. Ich finde, dass auch erwachsene Kinder ihre Vorgeschichte aufarbeiten sollten um vergeben zu können, denn mit diesem Hass im Herzen zu leben, kann doch für niemanden gut sein!
Ich sehe deutlich, am Leben meiner Tochter, dass sie ihre Vorgeschichte auch mit in ihre Partnerschaften hineinträgt, was zu grossen Problemen und weiterem Kummer führt.
Sie spricht nicht mit mir, spöttelt aber ständig über mich und macht sich lächerlich über jede Kleinigkeit, die ich ihrer Meinung nach nicht so perfekt kann, wie sie. Dabei macht sie abfällige Bemerkungen bis es für alle Anwesenden peilich wird und schliesslich jemand eingreifen muss, da es für alle unerträglich wird. Von meinen Gästen wird anschliessend oft festgestellt, dass ich anscheinend früher viel zu gutmütig war, denn anders lässt sich so ein Verhalten gegenüber einer Mutter nicht erklären. Durch meine Therapien weiss ich, dass jemand der verletzt wurde, immer weiter verletzt und darum kann ich immer wieder eine Entschuldigung für meine Tochter finden. Vielleicht ist das falsch? Dann müsste ich sie rauswerfen, beim nächtsten "Auftritt". Und dann?....
Ich verstehe auch nicht, was meine Tochter eigentlich jetzt damit bezweckt? Ich hab sie schon gefragt, was ich denn tun kann, um alles in Ordnung zu bringen? Sie sagte nur, dass sie das auch nicht wisse. Und auf die Frage warum sie mich so sehr hasst, sagt sie, dass sie es selbst nicht weiss.
Ich weiss nicht weiter, will aber meine Tochter nicht aufgeben! Ich plane als nächstes eine Familienaufstellung bei einem Therapeuten zu machen.
Vielleicht kommt dabei einiges zum Vorschein, was noch im Verborgenen liegt. Wenn ich es denn wenigstens irgendwann verstehen kann!
Ich fühle mich jetzt wie eine Rabenmutter.

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23. April 2006 um 22:39

Allein gelassen
also gut es ist nicht so einfach aber ich fange einfach mal an:ich komme aus der ucraine und mein vater ist alcoholicer der meinemutter verprugele. ich war sieben als meine muter sich entschloss mit mir nach deutschland zu gehen.mein bruder blieb mit meinem vater in der ucraine. mit 12jahren interessierte ich mich uberhaupt nicht mehr fuer die schule fing an zu rauchen und zu klauen und all die scheisse meine mutter wechselte von freund zu freund als sie den richtiegen gefunden hatte.in der siebten klasse bin ich sitzen geblieben und dann von der schule einem gymnasium verwiesen wurde.meine mutter schickte mich in ein internat in einer anderen stadt.nach einem monat bin ich rausgeflogen.kam wieder in eine andere schule doch auch dort wurde ich verwiesen.meine mutter schickte mich in eine soart heim.die idioten vomjugendamt meinten ich hatte keine chance in deutschland ich musse in ein anderes land.so kam ich nach portugal,in eine betreungs familie...ich bin jetzt 18 jahre alt wohne schon seit fast einem jahr mit ihm zusammen er ist 21.bin hier ilegal dank des projekts kasper x.wier werden jetzt heiraten damit ich arbeiten kann und weil wier uns lieben.er ist der einziege mensch den ich habe und seine familie .mit meiner mutter sprech ab und zu aber nichts besonderes.so ich glaube das reicht ich koente noch viel mehr schreiben aber mir tuen schoen die finger weh

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22. April 2007 um 19:26

Problematische Mutter-Tochter-Beziehung
Hallo und guten Abend,

wie problematisch die Beziehung zu meiner Mutter immer noch ist, wurde mir mal wieder durch einen aktuellen Vorfall in meiner Familie bewusst. Mein "kleiner" Bruder (fast 17 Jahre alt) hat grosse Schwierigkeiten in der Schule und er wird sehr wahrscheinlich seine Mittlere Reife nicht schaffen (die Versetzung ist gefährdet). Es macht mir sehr zu schaffen, dass er unter Umständen das zweite Mal sitzen bleibt, will mich aber in die Streitigkeiten wegen der Schulproblematik zwischen meiner Mutter und dem Bruder nicht einmischen. Ich frage mich, aus welchem Grund mich das derart beschäftigt und erinnere meine ebenfalls verkorkste Schulzeit. Meine Mutter (und auch mein Vater) hat sich für meine schulischen Belange nicht interessiert und wenn es dann "brannte" (Versetzung gefährdet, schlechte Zeugnisse, etc.) wurden "Sanktionen" verhängt. Beides hat mir während meiner Schulzeit schwer zu schaffen gemacht: zum einen die totale Gleichgültigkeit und zum anderen die Bestrafungsaktionen. Gleichzeitig wird mir auch klar, wieviel Wut ich immer noch wegen dieser ungleichmäßigen Behandlung auf meine Mutter habe und es fällt mir momentan sehr schwer, mit ihr Kontakt zu halten. Gleichzeitig bin ich nach wie vor sehr traurig und stelle mir immer wieder die Frage, warum sie so gleichgültig war (nicht nur in schulischen Belangen). Bis heute ist offen geblieben, warum sie sich so verhalten hat und eigentlich immer noch verhält. Bin ich ihr egal? Liebt meine Muttter mich? Warum hat sie mich nicht unterstützt und gefördert? War/Bin ich es nicht wert? Ich bin mir heute sicher, daß hier eine Ursache für mein mangelndes Selbstbewusstein und -wertgefühl liegt. Ich werde in diesem Jahr 42 Jahre alt und würde mir sehr wünschen, ihr diese Fragen einmal zu stellen und fürchte mich gleichzeitig vor ihren Antworten, die wahrscheinlich nicht ehrlich und eher ausweichend ausfallen werden. Und ich kann mich nicht entscheiden: Soll ich den Kontakt zu ihr halten oder abbrechen? Ich frage mich wirklich immer öfter, ob es sich für mich lohnt, den Kontakt zu halten und an meiner Beziehung zu ihr zu arbeiten. Meine Vermutung ist, dass mir ein Kontaktabbruch nicht helfen wird und ich mich mit ihr auseinandersetzen muss. Und davor habe ich große Angst!

Sie planen ein sehr schwieriges aber auch interessantes Thema. Ich glaube nach wie vor, dass eine Mutter-Tochter-Beziehung sehr wertvoll ist und für beide Seiten einen großen Erfahrungsschatz birgt. Und ich glaube nach wie vor, daß ich meinen Kampf "gegen die Mutter in mir" nicht gewinne, indem ich ihn durch Kontaktabbruch aufgebe.

Barbara

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23. April 2007 um 11:31

Es gibt immer....
mal Knackpunkte auch wenn die Kindheit im großen und ganzen schön war...allerdings sind meine Schwester und ich überzeugt dass meine Mutter zum Teil unter so schweren Depressionen gelitten hat, es aber nie als solche wahrgenommen hat. Ich erinner mich an einen Spruch der häufig fiel "ich häng mich auf" - irgendwie denkt man schon als Kind sie macht Ernst. Andererseits war sie auch sehr lustig und immer besorgt dass es uns gut geht. Denke aber auch hier klafft wieder der Alterunterschied (sie war 35 als sie mich bekam) und sie hat ihre Mutter sehr verehrt, sie auf ein Podest gestellt...leider aber sehe ich meine Mutter als Mensch und nicht Gottheit und man ist nicht als Kind unendlich verpflichtet ewig dankbar zu sein. Wenn sie mich mal persönlich angreift, mache es auch mit ihr - sie will mit Respekt behandelt werden, ich aber auch. Schließlich wollte meine Eltern Kinder und daher muss ich nicht ewig auf Knien kriechen um meine Dankbarkeit für mein Leben zu zeigen. Schließlich schmiedet jedes Kind auch selber an seiner Zukunft und es ist nicht immer alles das Werk der Eltern.
Denke man sollte eine gesunde Basis finden, auch wenn die Mutter beim Besuch meint sie müsse die Küche umgestalten weil ihr meine Gestaltung nicht gefällt. Einfach das Gleiche bei ihr dann machen, mit 'ner Erklärung warum - sowas macht sie dann nicht mehr so schnell oder ihr auch mal sagen wenn sie einen mit Worten verletzt...

So viel dazu!

Gruß
Emiliy71

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5. Mai 2007 um 0:28

...
Hallo,

ist das hier noch aktuell?

Ich hätte da ne laaaaaange Geschichte zu erzählen:

Meine Mutter hat mich mit 19 Bekommen, danach kamen noch 3 Jungs.

Meine Mutter hat einen schwer zu beschreibenden Charakter ... um es kurz zu machen: Sie tut immer so als wäre sie ein "Opfer" und ist extrem faul!

Damals als Kind war es sehr sehr schwer. Ich sollte früh erwachsen werden, musst mit 5 Jahren schon einkaufen gehen ... das es den Weihnachtsmann nicht gab hat man mir zu der Zeit auch erzählt ... und wenn meine Eltern feiern gegangen sind, haben sie uns allein gelassen (ok, wir lagen schon im Bett). Was dann noch schlimmes passiert ist: Eines Nachts bin ich wachgeworden und lag untenrum nackig bei meinen Eltern im Bett und neben mir lag mein nackter Vater. Ich bin aufgesprungen, wollte meine Kleidung haben. Ich weis genau, das ich es meiner Mutter damals erzählt habe! Sie hat aber nicht darauf reagiert. Irgendwann schlich mein Vater wieder durch das Kinderzimmer und wollte diesesmal mit meinem 1 Jahr jüngeren Bruder auf dem Arm aus dem Zimmer gehen (wieder nackt). Ich habe meinen Vater gesagt, das er ihn SOFORT wieder hinlegen soll und rausgehen soll (was er auch tat). Dann habe ich unser Zimmer (wo wir alle Kinder drin schliefen) von innen abgeschlossen. Irgendwann morgens kam meine Mutter und motzte rum, warum das Zimmer abgeschlossen sei ... etc.
Ich habe es Ihr wieder erzählt ... und wieder passierte nix! Mein Vater durfte mich von da an nicht mehr anfassen. Ich wollte es einfach nicht mehr. Eines Tages rangelten wir Kinder zusammen rum, und auch mein Vater machte mit und irgendwann hielt er mich fest. Ich schimpfte "lass mich los". Er tat es nicht ... dann habe ich ihn in den Arm gebissen! Und wie hat meine Mutter da später drauf reagiert als sie sah das er einen blauen Fleck am Arm hatte? Sie schimpfte mit mir in der 3. Person "Du hast meinen Mann gebissen" ...
Warum und wieso fragte sie erst garnicht!
etc.

Irgendwann sind wir aus finanzellen Gründen umgezogen. Da fingen meine Eltern erst richtig mit dem Trinken an. Wir Kinder mussten mit Pfennigen einkaufen gehen, da sich meine Mutter schämte. Wir mussten Brot mit Salz essen ... aber hauptsache die Buddel Korn stand auf dem Tisch. Klamotten gab es nur vom Roten Kreutz ... wo ich (wir) uns unglaublich in der Schule schämten. Ich musste mit meiner Mutter überall mit hin ... sie hatte ja keine Freunde die sie unterstützen konnten. Also musste ich als "Freundinnen-Ersatz" herhalten.

Meine Mutter hatte auch ständig irgendwelche "Anwandlungen" wie ... "Ich bringe mich um ... ich fahre gegen den und den Baum, den hab ich vorhin schon gesehen und der ist schön dick ... etc.
Immer hat sie uns ein schlechtes Gewissen eingeredet ...
Und dann ist sie tatsächlich ins Auto gestiegen und losgefahren. Natürlich hatten wir Kinder Angst.

Dann sind wir irgenwann wieder umgezogen (ich weis garnicht wie oft wir das gemacht haben, müsste nachrechnen). Wir wohnten bei meinem Onkel mit im Haus. Erst hatte ich mein eigenes Zimmer (ich war mittlerweile 13 oder 14 Jahre alt) ... wenn mein Vater was getrunken hatte (mittlerweile war es Gott-sei-Dank nicht mehr so häufig) hatte er trotzdem im betrunkenen Zustand das er in mein Bett kam. Meine Mutter hat das sogar gesehen. Klar hat sie mit meinem Vater geschimpft ...
Aber wie es mir dabei ging ... hat sie nie gefragt!

Irgendwann brach das aber aus mir raus ... ich konnte und ich wollte nicht mehr nach aussen hin "heile Welt" spielen! (das konnte sie übrigens sehr gut!!!!)
Ich habe unter dem ganzen echt gelitten ... und habe es auch immer öfter angesprochen!
Was aber sagte meine Mutter zu den Vorfällen als ich 4/5 Jahre alt war (wo ich mit freiem Unterkörper neben meinem nackten Vater aufgewacht bin)?
"Stell dich nicht so an, er hat dich schließlich nur angeguckt" ...

und und und ...
ich könnte noch viel viel mehr erzählen was ich mir mit meinen Eltern (speziell meiner Mom) alles so mit angucken bzw. mitmachen musste!

Ein paar mal bin ich rausgeschmissen worden aus dem Haus (so richtig mit Klamotten aus dem Fenster schmeissen und so) ...
Aber kurze Zeit später sagte sie:
Das war nicht so gemeint, komm wieder!

Das hat sie auch sehr sehr oft gemacht ... und ich bin auch immer wieder zurück zu Ihr, bzw. hab mich mit ihr wieder vertragen! Sie sagte auch immer "Ich ändere mich"

Sie war z.B. auch eifersüchtig auf die Dinge die ich mir mit Arbeiten angeschafft habe, z.B. mein Auto ... dazu kann ich auch Geschichten erzählen!

Mittlerweile bin ich 34 Jahre alt.
Als ich von der Schwangerschaft erfahren habe, war es für mich zunächst ein Schock. Es war nicht geplant. Ich bin dann zu Ihr gefahren um es ihr zu sagen. Sie war auch erst geschockt ... wollte mich dann aber in den Arm nehmen. Ich wollte aber nicht in den Arm genommen werden, da meine Gedanken einfach noch am kreisen waren. Sie aber "Ich will jetzt aber" ... ich "Nein" ... sie wieder "doch ich will jetzt" ... ich "Nein, ich möchte das jetzt nicht" ... wie hat nicht nachgelassen und kam dann auch schon auf mich zu! Ich wurde lauter "Ich will jetzt nicht" ...
Sie fing dann an mich aufs unterste zu beschimpfen ... ich wäre dumm ... das kommt von der rumf***** ... ich wäre ein Mörder, weil sie mir auf einmal unterstellte ich würde ja eh abtreiben wollen (hä?, davon hatte ich nie etwas gesagt) ...
Dann hat sie meine Hunde die ich mithatte noch beschimpft, und dann ist sie rausgegangen "und wenn ich gleich wiederkomme und die Hunde sind noch da, lasse ich sie draussen laufen" ...

Ich bin dann mit Hunde und Sack und Pack aus der Wohnung von meinen Eltern gegangen und bin weg!
Ich musste den Tag noch arbeiten, meine Eltern haben die Zeit dann immer auf meine Hunde aufgepasst ... aber das habe ich dann schön sein gelassen. Für die Zeit wo ich arbeite, können meine Hunde auch gut allein bleiben.
Irgenwann später schickte sie dann ne SMS:
"Das war nciht so gemeint vorhin" ...

Ja, genau! ... Genau das hat sie immer gemacht! Erst welche in den A**** treten, und dann wieder in den Arm nehmen!

Ich weis nicht ob es jemand nachvollziehen kann, aber an dem Tag ist es bei mir so, als wäre ein Schalter bei mir umgeklappt!
Ich empfinde für meine Mutter nichts mehr! Nichteinmal mehr Hass oder Mitleid ... NIX!

Sie hat dann später immer wieder versucht per SMS oder Brief (hat aber nie das persönliche Gespräch gesucht), das ich Ihr verzeihe! Wenn ich das aber abgeblockt habe, dann fing sie wieder an mich zu beschimpfen "Du bist dumm ..." etc.

Dann aber wieder "Komm doch wieder vorbei, kannst Du das nicht alles verzeihen ..."

Dann schiebt sie auch gerne andere vor:
"Deine Brüder haben doch auch unsere Fehler verziehen ..." ... etc.

Aber ich will nicht WIEDER verzeihen!

Ich will nicht das mein Kind sich das angucken muss, was ich mir angucken musste.

Allein die Vorstellung meine Mutter würde mein Kind auf dem Arm haben ...
das macht mich wahnsinnig!

Ich weis z.B. auch, wenn meine Eltern auf das Kind von meinem Bruder aufpassen ... ist meine Mutter ständig überfordert und sucht meistens das weite.

Und dann will sie mein Kind irgendwann mal sehen ... etc.

Nein ...

Sie bombadiert mich auch ständig mit irgenwelchen SMS!
Sie hat mich sogar schon einmal verfolgt, ist als ich bei meiner Freundin zu besuch war ums Haus geschlichen und hat da durchs Fenster geschaut. Dann bekam ich eine SMS "Du hast ja noch garnicht so einen dicken Bauch ... "

Sie respektiert einfach KEINEN von meinen Wünschen ... KEINEN!

Ich weis nicht ob mich jemand verstehen kann ... aber ich empfinde wirklich NICHTS rein GARNICHTS mehr für meine Mutter! Und sie kann es nicht verstehen ... oder will es nicht verstehen!
Aber es war sooooo viel scheisse die ich in meiner Kindheit mitmachen musste ...

Und jetzt werde ich selber eine Mama und DAS will ich noch nicht einmal, das mein Kind von meiner Kindheit erfährt!

Ich meine ich bin Gott-sei-Dank verschont worden von irgendwelchen Psychischen Krankheiten. Da ich anscheinend einen starken Charakter habe, sonst hätte ich wohl damals als ich es das erste mal (bewusst?) als ich 4/5 Jarhe alt war und mit meinen Vater erlebt habe, so selbstbewusst reagiert ...

Aber mit meiner Mutter bin ich durch!

Lange Geschichte ... aber das war noch längst nicht alles!

Aber vielleicht kann ja doch jemand verstehen, was ich empfinde!!!

Danke fürs lesen

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7. Mai 2007 um 14:36

Mutter-Tochter-Beziehung
Ich bin derzeit wieder einmal heftig mit meiner Beziehung zur Mutter konfrontiert. Durch systemische Arbeit verstehe ich jetzt endlich, dass meine konfliktträchtigen Beziehungen zu meinen Schwiegermüttern im Grunde mit meiner Mutter zu tun haben. Ich wollte genau wie früher eine "liebe" Tochter sein und habe mich unendlich verbiegen lassen, was mir mit zunehmendem Alter immer mehr missfällt. In einer Aufstellung hatte ich das Erlebnis, dass ich im imaginären Kontakt mit meiner Mutter überhaupt nichts fühlte, nicht die kleinste Regung, einfach nichts. Meine Mutter gab mir null Zärtlichkeit, seit ich sechs Jahre alt war, verweigerte sie einen Gute-Nacht-Kuss, obwohl ich heftig danach verlangte; sie hat mir später erzählt, dass ich "für sowas" schliesslich schon zu gross war. Dafür habe ich täglich meine Ohrfeige bekommen, das war schon ganz normal, hatte tausend Pflichten im Haushalt und gegenüber meinen drei jüngeren Geschwistern, was immer ich auch machte, es war nie gut genug. Bis heute kann mir meine Mutter kaum in die Augen schauen oder richtig die Hand geben. Alles in ihrer Körpersprache zeigt mir nur Ablehnung. Ich bin inzwischen soweit, dass ich die Tatsachen einfach akzeptiere, frei nach Zen "es geschieht.....". Das hilft mir sehr. Sie kann nicht aus ihrer Haut und ich kenne nicht ihre Verletzungen, die sie so haben werden lassen.
Grüsse von Anitta

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9. Mai 2007 um 13:01

Lief die Sendung schon?
Ich kann eine lange furchtbare Geschichte erzählen, die damit beginnt, dass meine Mutter mich kosequent vernachlässigte und abgelehnte, weil ich ein Mädchen war und kein Junge. Ich habe deshalb seit 42 Jahren Hospitalismus - meine Mutter wirft mir diese "Krankheit",für die ich angeblich selbst verantwortlich bin, seit 42 Jahren vor...
Allerdings möchte ich mein Gesicht nicht im Fernsehen sehen !!!

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14. November 2007 um 11:52

Mutter/Tochter
Auch ich, 45 Jahre, habe vor 4 Wochen erkannt, dass ich mittlerweile erwachsen bin. Meine Mutter und ich haben seit Jahren immer wieder tiefgreifende Streit`s. In der Vergangenheit habe ich ihr angeboten, eine 3. neutrale Person für ein klärendes Gespräch miteinzubeziehen. Das lehte sie kategorisch ab. (Sie ist ja -angeblich- nicht verrückt, so ihre Aussage). Unser Problem über all die Jahre: ich versuche alles damit sie nur einmal mit mir zufreiden ist und es auch sagt. Wir haben ein Haus gebaut, uns selbständig gemacht, eine Gewerbehalle selbst ausgebaut, Kinder bekommen die sich zu tollen Menschen entwickeln, mein Mann und ich arbeiten hart, wir hatten endlose schwere Zeiten. Aber nie kam ein positives Wort, im Gegenteil über alles nur Kritik. Die Kinder die im Gegensatz zu anderen Verwandten kein Musikinstrumen lernen, ich bin zu viel außer Haus (beruflich bedingt sonst wären wir schon verhungert), der Garten nicht ordentlich genug, und so weiter. Nun habe ich eine Ausbildung begonnen und lerne Hypnose und parallel noch Heilpraktikter für Psychotherapie. Nach langer Überlegung und Suche habe ich endlich das gefunden, was mich beruflich glücklich macht. Meine Mutter rastete komplett aus: ob ich nichtmehr an Gott Glaube, ich sei in einer Sekte (sie liest gerade ein Buch zu diesem Thema und da sah sie evt. Parallelen?). Sie ließ mich nicht zu Wort kommen und meine Aussage/Verteidigung interessierte sie nicht. Statt dessen drohte sie: du wirst es noch bereuen dass du dich mit so einem Quatsch beschäftigst. Erschreckt hat mich wie immer ihre Aggressivität und das Benehmen allgemein-. Mein Vater, der die Ausbildung gut findet, saß ganz stumm dabei und sagte kein Wort. Ich bin gegangen und habe die Haustür zugeschlagen. Seitdem kein Wort und das seit fast 4 Wochen. Auch mein Vater meldet sich nicht. Unsere Tochter ist sehr traurig und würde gerne wissen wie es Oma Opa geht, doch jetzt nach so langer Zeit traut sie sich auch nicht anzurufen. Sie kennt ihre Oma und weiß was sie dann zu hören bekommt. Unser Sohn, der schon viele Drahmen mitbekommen hat und als Grundschüler wegen unserer Steit`s in Psychologischer Behandlung war, sagte nur "gut dann müssen wir da nichtmehr hin". Vor Weihnachten wird sie sich auf jeden Fall wieder melden, da Verwandte und Nachbarn dann fragen ob sie bei uns eingelagen waren. Sie wird mir ein schlechtes Gewissen machen, so wie immer. Nur eines ist anders dieses Mal, meine Reaktion. Ich habe große Ziele und sie macht mich traurig und depressiv, das lasse ich nicht weiter zu. Den Kontakt möchte ich nicht wieder enger werden lassen. Meine Mutter wird sich nicht ändern. Was nicht zusammen geht werde ich auch nicht erzwingen. Nebenbei betreue ich noch eine 80 jährige Frau die ein so lieber und gütiger Mensch ist wie ich mir meine Mutter wünsche. Hier erkenne ich immermehr dass es auch anders geht. Das WARUM ist meine Mutter so kalt, rechthaberisch und lieblos läßt mich leider noch nicht los. Einerseits kann ich vom Kopf her logisch sagen es ist besser wenn wir Abstand halten, trotzdem macht es mich unendlich traurig.
P.S- ich habe die liebste und wundervollste Tochter der Welt. Das sage ich ihr jeden Tag. Ich kann sie in den Arm nehmen und liebe Sie aus der tiefe meiner Seele. Niemals wird unser Verhältnis so wie mit meiner Mutter. Ich werde sie unterstützen und ihr freundschaflich beiseite stehen denn ich liebe sie.

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21. November 2007 um 22:54

Call me or i call you, whatever
keine lust zum schreiben

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21. November 2007 um 22:57

Call me or i call you, whatever
trauer, nicht loslassende mutter, tochter bockig, sich selbst nichts wert... keinen realitäts bezug

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11. April 2008 um 15:53

Erfahrungen als Mutter
Bin Mutter einer 20jährigen Tochter, die ich zu verlieren fürchte, da sie nach meiner Ansicht unter einer tiefgreifenden Persönlichkeitsstörung leidet ( Narzissmus, Borderline)Sie selbst bringt mir wohl eine Art Hass- Liebe entgegen und lehnt jede professionelle Hilfe ab, sucht abartigste,drastische Extreme in verschiedensten Bereichen und läßt mich in ständigen Selbstvorwürfen und mit großer Angst zurück.
Vielleicht kann ich auf diesem Weg Kontakt zu Müttern mit ähnlichen Erfahrungen knüpfen?

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17. Mai 2008 um 22:40

Mutter missratener Kinder
Aus der Sicht meiner Mutter ist sie eine tolle Frau, die sich geopfert hat, indem sie sich von unserem (meine Zwillingsschwester und ich) Vater getrennt hat und einen zweiten Mann geheiratet hat, nur um den Kindern eine bessere Zukunft bieten zu können.
Leider haben sich ihre beiden Töchter als unglaublich undankbar erwiesen.
Bereits im Alter von elf Jahren haben sie versucht, ihren Stiefvater zu verführen.
Nachdem sie keinen rechten Erfolg hatten, haben sie ihre Methoden verfeinert, sich zum Beispiel größere Brüste zugelegt als die Mutter und Ehefrau je besessen hat. Ab dem vierzehnten Lebensjahr fingen sie dann auch noch an, auf ihr Äußeres zu achten und kurze Röcke zu tragen; kein Wunder, dass der arme Mann diesen Reizen erlegen ist. Und die Töchter sind mannstoll, das müssen die Gene vom richtigen Vater sein.Die mütterlichen Gene sind es jedenfalls nicht, die sind in Ordnung.

Was blieb der verratenen Mutter anderes übrig als sich zurückzuziehen und ihren Trost in haltlosem Konsum zu suchen?
Infamerweise haben sich ihre Töchter bei der Verwandtschaft über sie beschwert, obwohl sie eindeutig das Opfer war.

Als Gipfel der Frechheit sind die Töchter dann ausgezogen und haben jeden Kontakt zu ihr abgebrochen. Dabei hat sie, die Mutter, dafür gesorgt, dass die Töchter erfolgreich studieren konnten. Sie weiß zwar nicht, was die Töchter studiert haben, wann und worin sie ihre Diplomarbeit angefertigt haben und welchen Beruf sie ausgeübt haben, aber sie hat unter großen Opfern die Basis gelegt.

Einmal weg von zu Hause haben die Töchter sich mit irgendwelchen Kerlen eingelassen, die man als Mutter nicht akzeptieren kann. Der Liebhaber und spätere Ehemann einer Tochter ist sogar Professor geworden, da muss er wohl Glück gehalbt haben.
Und obwohl die Mutter ausdrücklich untersagt hatte, dass ihre Töchter Kinder bekommen, ist sie zur Großmutter gemacht worden, eine Unverschämtheit, denn da fühlt man sich so richtig alt.
Was bleibt einer mehrfach verratenen Frau denn anderes übrig als den Kontakt mit diesen Enkeltöchtern zu verweigern, die garantiert so geil und emmungslos werden wie ihre Töchter es sind?
Es ist schon hart, mit solchen Kindern gestraft zu sein.
Da ist es ein Glücksfall, wenn kein Kontakt mehr besteht und man in Ruhe alt werden kann.

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26. Mai 2008 um 20:20
In Antwort auf peg_12728841

Erfahrungen als Mutter
Bin Mutter einer 20jährigen Tochter, die ich zu verlieren fürchte, da sie nach meiner Ansicht unter einer tiefgreifenden Persönlichkeitsstörung leidet ( Narzissmus, Borderline)Sie selbst bringt mir wohl eine Art Hass- Liebe entgegen und lehnt jede professionelle Hilfe ab, sucht abartigste,drastische Extreme in verschiedensten Bereichen und läßt mich in ständigen Selbstvorwürfen und mit großer Angst zurück.
Vielleicht kann ich auf diesem Weg Kontakt zu Müttern mit ähnlichen Erfahrungen knüpfen?

Erfahrungen als Mutter
Bin selber Mutter einer 19 jährigen Tochter und mir geht es genauso. Sie hat den Kontakt zu mir abgebrochen und will micht verklagen. Sie braucht dringend Hilfe, da sie auch Tabletten nimmt. Ich weiß nicht ob ich ihr sagen soll, das sie unter Borderline leidet. Hatte immer ein ziemlich enges Verhältnis zu ihr. Leide sehr darunter, dass ich sie nicht mehr sehe und habe nun selbst eine Therapie begonnen.
Weiß nicht wie ich mich verhalten soll. Würde mich über einen Kontakt freuen, damit man sich austauschen kann und evtl. gegenseitig helfen. Habe mir jetzt Lektüre besorgt über das Thema Borderline.

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7. Juni 2008 um 14:58

Mutter-Tochter-Beziehung
Ich habe die mieseste Mutter, die man sich überhaupt vorstellen kann. Ich bekam mehr Prügel als Essen. Es verging kein Tag, an dem sie mir nicht gesagt hat, wie sehr sie mich haßt und das sie mir wünscht, ich möge einen Ehemann bekommen, der mich auch nur verprügelt. Sie verdient die Bezeichnung Mutter garnicht. Mein Leben lang habe ich gelitten und leide heute noch. Sie ist intrigant, hinterhältig, extrem ungebildet (also richtig dumm und dazu noch frech). Ich wünschte, ich könnte sie aus meinem Gedächtnis streichen. Ich weiß, es ist schlimm, so etwas von sich zu geben, aber es ist die Wahrheit

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9. Juni 2008 um 20:47

Meine Mama wird mir weggenommen- sie fehlt mir so! Mama warum stehst du nicht zu mir?
Meine Mama ist eine verdammt liebenswerte Person. Ich weiß das sie mich liebt- und ich liebe sie. Sie war der Sonnenschein in meiner sonst schweren Kindheit.

Doch eins steht unserer Beziehung schwer im Weg: Mein Vater!
Sie war immer mein absolutes Vorbild- doch was ist los mit dieser Frau seitdem ich ausgezogen bin?

Mein Vater unterdrückt und kontolliert sie. Ist sie so glücklich? Sie geht dieser Frage aus dem Weg!

Ich vermisse sie so sehr. Ich weiß das sie tief in ihrem inneren zu mir steht. Aber wieso lässt sie sich das gefallen?


Ich bin 20 und lebe bei meinem zukünftigen Mann und dessen Familie. Doch mein Vater versucht auch mich, mit Gewalt, Drohungen und Erprssungen zu unterdrücken und MEIN Leben nach SEINEN Vorstellungen zu gestallten. Er tritt seine eigene Tochter in den Dreck- nur um seinen Willen zu kriegen, egal ob Mensch daran zu Grunde gehen.

Langsam scheint der Kontakt zu zerbrechen weil ich stark genug bin das nicht zu zulassen. Aber ich vermisse Sie so sehr. Warum steht Sie nicht zu mir? Hat ER sie so einer Gehirnwäsche unterzogen, ist sie glücklich?

Ich kann das nicht glauben, ich erkenne sie nicht wieder.

Bald erwartet Sie ein Enkel.

Ich vermisse meine Mama so...die mir so viel gegeben hat, das kann doch nicht alles vorbei sein!



Vieleicht kann ich mit Ihrer Sendung meiner Mutter die Augen öffnen.

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6. August 2008 um 23:52
In Antwort auf mari_12475089

Mutter tochter beziehung
Eigentlich suchte ich einen Ort wo mal über meine Probleme mit meiner Mutter sprechen könnte und bin auf ihren Beitrag gestossen. Evtl. hilft es mir ja schon einfach mal ein bischen zu erzählen. Ich bin ich seit 33 Jahren gut verheiratet und habe 4 erwachsene Kinder. Meine Mutter hat immer bei uns gelebt, sie hat in früheren Jahren unsere Kinder und den Haushalt versorgt, so dass ich immer weiter arbeiten konnte. Ich war immer sehr dankbar dafür. In den all den Jahren aber, haben mein Mann und ich nie Freiraum für uns gehabt. Mutter lebte in unserem Haushalt. Aus Rücksichtnahme habe ich es nie geschafft ihr deutlich zu sagen, dass wir auch mal alleine sein wollten. Für Probleme und Gespräche und um allein zu sein mussten wir ins Bett gehen. Heute ist meine Mutter alt und gebrechlich, sie benötigt meine Hilfe bei vielen Verrichtungen.
Aber immer nörgelt sie nur rum! Keiner redet mit ihr keiner beachtet sie, ich hetze die Enkelkinder gegen sie auf. Der ganze Tag läuft alles nur unter Anspannung ab. Ich habe regelrechte Hassgefühle ihr gegenüber entwickelt, habe aber andrerseits ihr gegenüber ein schlechtes Gewissen, warum ich nicht lieb zu ihr sein kann. Manchmal wünsche ich ihr den Tod, habe aber auch furchtbare Angst vor solchen Gefühlen. Ich wär schon traurig, wenn es sie nicht mehr gibt, aber, ich kann sie manchmal nicht mehr ertragen. Warum ist das so? Ich muß noch dazu erzählen, dass ich durch den sehr frühen Tod meines Vaters viel zu früh von meiner Mutter in die Verantwortung genommen worden bin. ich bin mit soviel Problemen konfrontiert worden, dass ich heute noch oft sauer darüber bin dass man mir meine Kindheit und Jugend kaputtgemacht hat. Ich als die älteste Tochter wurde mit allem belastet, was meine Mutter belastete, und es war doch, so weiß ich heute, viel zu viel für mich. Zur Zeit habe ich nur noch Verantwortungsgefühl und eine Art Hassliebe die ich meiner Mutter gegenüber empfinde!
Ich weiß nicht, ob es anderen Frauen auch so geht?

Mutter-Tochter-Beziehung
Ah - jetzt sehe ich, der Beitrag ist aus 2005. Vermutlich schaut hier keiner mehr rein. Aber vielleicht hilft es mir, meine Sorgen einfach mal von der Seel zu schreiben.

Also, liebe Meggy, mir geht es ähnlich wie Dir. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund bin ich mit Anfang dreißig nach einer Trennung wieder in das Haus meiner Eltern eingezogen. Warum kann ich mir nicht erklären, denn das Verhältnis zu meiner Mutter war nie gut. Immer wurde ich kritisiert, nie war ich gut genug, ich war "faul" und "respektlos". Nachdem ich ein 1er Abi hingelegt habe (für das ich kämpfen musste, denn "Frauen brauchen keine Ausbildung, die heiraten ja und kriegen Kinder"), habe ich mir selbst eine Ausbildung finanziert und bin inzwischen beruflich erfolgreich! Und mit Ende 30 kam auch noch der richtige Mann und ich Ober-Kamel war auch noch so bescheuert, ihn zu überreden, hier einzuziehen.

Jetzt bin ich schwanger, und lang verdrängte Konflikte leben wieder auf. Ich will es gar nicht im Detail beschreiben. Nur haben mein Mann und ich entschieden, all die Einmischungen, die plötzlich aufgrund der neuen Situation entstehen, nicht zuzulassen. Deshalb hatten wir heute abend ein sehr sehr heftiges Gespräch! Leider ist nichts von unseren (Zukunfts-)Sorgen bei ihr angekommen. All die Einmischungen, die sie schon jetzt in der Schwangerschaft betreibt, seien doch nur Lapalien. Ich bin gespannt, wohin dieses massive Gespräch führen wird. Ich hoffe nicht, dass sie auf die Idee kommt, sich etwas anzutun. Auf jeden Fall möchte ich nicht, dass ich in einer Situation komme, wie Meggy.

Im Notfall müssen wir ausziehen in eine wesentlich kleinere Mietwohnung. Aber lieber glücklich in beengten Verhältnissen als unglücklich unter Dauerbeeinflussung in einem großen Haus mit Garten.

Bitte drückt mir die Daumen, dass das Gespräch "das reinigende Gewitter war" und dass es nicht zum Schlimmsten kommt.

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8. Oktober 2009 um 14:15

Mutter-Tochter-Mutter
Ihren Aufruf lese ich heute erst, leider Jahre zu spät; trotzdem habe ich mich hier extra eingeloggt, um Ihnen eine Nachricht schreiben zu können - aber wahrscheinlich nur in den Äther hinein.
Alles, was ich seit vielen Jahren lese, höre, studiere in Zusammenhang mit der Mutter-Tochter-Problematik greift bei mir/uns nicht. Ich suche tatsächlich immer noch einen oder gar den Schlüssel für das gewaltige Buch mit 7 Siegeln, das da heißt: MEINE TOCHTER. Bin selber Autorin, schreibe mir Finger und Herz über alles Mögliche wund und komme mit der wunderschönen, jungen Frau, die meine Tochter ist und die ich nur aus der Ferne bewundern darf, keinen Schritt voran.
Frage: was ist aus Ihrem spannenden Projekt geworden? Wo ist Ihre Sendung auffindbar? Vielleicht lesen Sie das ja und geben mir ein kurzes Feedback.
Danke.
Grüße aus Berlin
Mm.

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23. Januar 2011 um 21:53

Mutter und tochter -Familie
Mutter - Tochter Beziehungen sind so gesund oder krank wie das gesamte Familiengefuge eben ist.
Kann eine Mutter acht und wuerdelosmit der Tochter umgehen, wenn der Vagter ein Auge darauf hat. Wo bleibt der Vater, der sich fuer das Mädchen einsetzt.?
Entweder alle lernen oder die Situation eskaliert.
Mutter zu sein erfordert ein hohes Mas an Verantwortung und es bedarf einer gut ausgereiften Persönlichkeit.
Darum brauchen auch Frauen, die nur "Mutter" sind eine gute Bildung. Gerade dieser ueberaus verantwortungsvolle jOB erfordert eine gesunde Person.
Die Frauen wurden in eine Rolle gedrängt in der sie nicht mehr Mutter ein können. Ein Beruf in dem sie dasselbe leisten soll sieein Mann lässt keinen Raum fuer eine liebevolle Mutter offen. Die Frauen sind ausgelaugt ueberfordert und im Innersten oft todungluecklich.
So eine Frau kann keine gute Mutter seinVollblutmutter ist ein ganztagsjob.

Aber es gibt auch Frauen, die besser nie Mutter werden, die sollen es bleiben lassen.
Rosemarie

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26. Januar 2011 um 7:34
In Antwort auf taimi_12510040

Mutter/Tochter
Auch ich, 45 Jahre, habe vor 4 Wochen erkannt, dass ich mittlerweile erwachsen bin. Meine Mutter und ich haben seit Jahren immer wieder tiefgreifende Streit`s. In der Vergangenheit habe ich ihr angeboten, eine 3. neutrale Person für ein klärendes Gespräch miteinzubeziehen. Das lehte sie kategorisch ab. (Sie ist ja -angeblich- nicht verrückt, so ihre Aussage). Unser Problem über all die Jahre: ich versuche alles damit sie nur einmal mit mir zufreiden ist und es auch sagt. Wir haben ein Haus gebaut, uns selbständig gemacht, eine Gewerbehalle selbst ausgebaut, Kinder bekommen die sich zu tollen Menschen entwickeln, mein Mann und ich arbeiten hart, wir hatten endlose schwere Zeiten. Aber nie kam ein positives Wort, im Gegenteil über alles nur Kritik. Die Kinder die im Gegensatz zu anderen Verwandten kein Musikinstrumen lernen, ich bin zu viel außer Haus (beruflich bedingt sonst wären wir schon verhungert), der Garten nicht ordentlich genug, und so weiter. Nun habe ich eine Ausbildung begonnen und lerne Hypnose und parallel noch Heilpraktikter für Psychotherapie. Nach langer Überlegung und Suche habe ich endlich das gefunden, was mich beruflich glücklich macht. Meine Mutter rastete komplett aus: ob ich nichtmehr an Gott Glaube, ich sei in einer Sekte (sie liest gerade ein Buch zu diesem Thema und da sah sie evt. Parallelen?). Sie ließ mich nicht zu Wort kommen und meine Aussage/Verteidigung interessierte sie nicht. Statt dessen drohte sie: du wirst es noch bereuen dass du dich mit so einem Quatsch beschäftigst. Erschreckt hat mich wie immer ihre Aggressivität und das Benehmen allgemein-. Mein Vater, der die Ausbildung gut findet, saß ganz stumm dabei und sagte kein Wort. Ich bin gegangen und habe die Haustür zugeschlagen. Seitdem kein Wort und das seit fast 4 Wochen. Auch mein Vater meldet sich nicht. Unsere Tochter ist sehr traurig und würde gerne wissen wie es Oma Opa geht, doch jetzt nach so langer Zeit traut sie sich auch nicht anzurufen. Sie kennt ihre Oma und weiß was sie dann zu hören bekommt. Unser Sohn, der schon viele Drahmen mitbekommen hat und als Grundschüler wegen unserer Steit`s in Psychologischer Behandlung war, sagte nur "gut dann müssen wir da nichtmehr hin". Vor Weihnachten wird sie sich auf jeden Fall wieder melden, da Verwandte und Nachbarn dann fragen ob sie bei uns eingelagen waren. Sie wird mir ein schlechtes Gewissen machen, so wie immer. Nur eines ist anders dieses Mal, meine Reaktion. Ich habe große Ziele und sie macht mich traurig und depressiv, das lasse ich nicht weiter zu. Den Kontakt möchte ich nicht wieder enger werden lassen. Meine Mutter wird sich nicht ändern. Was nicht zusammen geht werde ich auch nicht erzwingen. Nebenbei betreue ich noch eine 80 jährige Frau die ein so lieber und gütiger Mensch ist wie ich mir meine Mutter wünsche. Hier erkenne ich immermehr dass es auch anders geht. Das WARUM ist meine Mutter so kalt, rechthaberisch und lieblos läßt mich leider noch nicht los. Einerseits kann ich vom Kopf her logisch sagen es ist besser wenn wir Abstand halten, trotzdem macht es mich unendlich traurig.
P.S- ich habe die liebste und wundervollste Tochter der Welt. Das sage ich ihr jeden Tag. Ich kann sie in den Arm nehmen und liebe Sie aus der tiefe meiner Seele. Niemals wird unser Verhältnis so wie mit meiner Mutter. Ich werde sie unterstützen und ihr freundschaflich beiseite stehen denn ich liebe sie.

Meine Liebe!
Die Frage nach dem warum lässt Dich nicht los.,Ich möchte Dir sagen es spielt eigentlich keine Rolle warum es so ist. Es gibt viele Gründe warum sich Mütter so verhalten. Zum Beispiel Eifersucht auf die Tochter oder man wird mit dem Alter nicht fertig.
Es gibt wahrscheinlich tausend Gründe, aber entscheidend ist doch das Du anfängst ohne Schmerz zu leben.Und glaub mir es ist möglich. Denk daran wieviele Jahre Deines Lebens schon vergangen sind, wo Du mit diesem Schmerz lebtest. Ist es nicht genug.
Jetzt wird es Zeit Dich zu befreien. Leg die traurigmachende Beziehung ab und fang neu an.
Erwarte nicht etwas was nie kommt sonst verbringst Du ein Leben mit diesen Qualen.
Alles Gute R.

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27. Juli 2011 um 10:44

Mutter hat kontakt zu mir abgebrochen
hallo, ist Ihre Frage noch aktuell, sehe das sie aus 2005 ist, es wird immer nur von davon gesprochen das Kinder ihren Kontakt abbrechen, bei mir war es anders, und ich leide heute, mit fast 52 , noch darunter.

mfg Chriss

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5. November 2011 um 13:40

Frauen mit interessanter oder problematischer Mutt-Tochter-Beziehung
Hallo, auch ich habe erst heute Ihren Aufruf gelesen. Auch ich hoffe, dass Sie das vielleicht noch lesen werden. Ich habe zwei Töchter, von denen ich glaubte, die ältere wäre uns bzw. mir eher zugetan als die jüngere. Nachdem beide Töchter längst ausgezogen waren, musste ich erfahren, dass die ältere Tochter voller Vorwürfe mir gegenüber steht, was ihre Kindheit betrifft. Da alles in Ordnung schien, war ich ganz schön geplättet. Nun muss ich sagen, dass wir stets alles getan haben, um den beiden das Leben schön zugestalten. Stets habe ich als Mutter meine Bedürfnisse hinter die meiner Kinder gestellt. War oft mit den Erziehungsmaßnahmen meines Mannes nicht einverstanden und habe sehr oft wegen der Mädels mit ihm gestritten. So etwas haben aber unsre beiden Töchter nie so gesehen. Auch meine Liebe, die ich ihnen entgegenbrachte war für sie angeblich nicht zu spüren. Ich ließ mich auf eine "Aussprache" mit ihnen ein, die im Grunde nix brachte. Die Grenzen, die einem Kind nun einmal gesetzt werden müssen, wurden als übertrrieben betrachtet. Auch meine ständige Angst (die ich aber nicht so zeigte), es könnte ihnen etwas zustoßen, wurde von ihnen im Nachherein nicht verstanden. Alle Erklärungsversuche (die beiden waren inzwischen 29 und 27) waren vergeblich. Auch war mein Mann leider verhindert und konnte bei dem Gespräch nicht dabei sein. Es waren aber Dinge, die zur Sprache kamen, die ausschließlich ihn betrafen. Trotzdem ließ mich die ältere Tochter wissen, dass sie die Kindheitserlebnisse bis heute nicht verarbeitet hätte und es auch mit einer gegenseitigen "Annäherung" nicht so recht werden will. Man könne es auch nicht erzwingen...
Beide Mädels haben die gesamte Kindheit hinweg nur gestritten und sich nicht gemocht. Zum Glück ist das heute, da sie erwachsen sind, ganz anders. Sie treffen sich regelmäßig, telefonieren miteinander.
Nur mich, als Mutter, schließen sie komplett aus. Das kann ich aber gar nicht verstehen. Ich nehme es eben hin. Die jüngere hat seit Juni 2010 einen Sohn, also ich einen Enkel. Sie informierte uns sehr zeitig (sie war in der 8. Woche). Was ich als sehr positiv wertete und endlich eine schönere Beziehung zu meiner Tochter über das Enkelchen sah. Sie sprach auch davon, dass sie eine Beziehung zu Großeltern und Enkel wünschte. Das freute mich sehr. Uns trennten ca. 40 km und ich äußerte, dass ich gern 2 mal im Monat Kontakt hätte. Das war ihr zuviel. Wie sollte aber sonst ein guter Kontakt entstehen? Hinzufügen möchte ich noch, dass schon 2 Anrufe im Monat als Kontrolle gewertet wurden. Obwohl ich mir eben Gedanken machte über das Wohlbefinden während der Schwangerschaft. Sie tolerierte auch vor der Schwangerschaft keine Anrufe. Sie meinte, sie melde sich schon von selber. Das habe ich auch toleriert und rief dann eben nicht mehr alle 14 Tage an. Dies jedoch hatte zur Folge, dass sie sich nur sporadisch meldete. Vielleicht 5 mal im Jahr.
Unser Enkelsohn kennt uns gar nicht und die mageren Besuche bei ihr oder bei uns fielen so aus, dass ich zusehen konnte, wie sie mit ihrem Kind spielt und umgeht. Das empfinde ich jedoch nicht als Kontakt zum Enkel. Hinzufügen möchte ich noch, dass das erste was sie interessierte, ob und inwieweit wir uns finanziell am Kind beteiligen würden. Mein Mann war happy und wollte eine Wiege bauen. Das wurde abgelehnt und ungestüm erklärt, dass sie keine Wiege brauche. Einen Kinderwagen hatte sie schon gebraucht von jemandem abgekauft. Also überwiesen wir ihr 500,- Euro und alles war in Ordnung.
Nun hat sie einen neuen Freund und zieht Hals über Kopf nach Berlin, wo er auch wohnt. Das ist nun das völlige Aus für einen Ausbau einer Beziehung zu ihr und dem Kind.
Ich bin natürlich sehr traurig über das Ganze, aber schlußendlich muss ich es akzeptieren. Da ich mir immer sehnsüchtig einen engen Kontakt zu meiner Mutter gewünscht hatte, was sich nie erfüllte, wollte ich das mit meinen Kindern erreichen, aber wahrscheinlich habe ich alles falsch gemacht.
Es tröstet mich aber ein wenig, dass ich nicht allein mit solchen Problemen bin. Natürlich würde ich gern etwas ändern, aber dazu bräuchte ich auch die Initiative meiner Töchter......
Nun schließe ich und hoffe doch auf eine Antwort.
Ich freue mich!

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6. November 2011 um 22:43
In Antwort auf marine_12627623

Frauen mit interessanter oder problematischer Mutt-Tochter-Beziehung
Hallo, auch ich habe erst heute Ihren Aufruf gelesen. Auch ich hoffe, dass Sie das vielleicht noch lesen werden. Ich habe zwei Töchter, von denen ich glaubte, die ältere wäre uns bzw. mir eher zugetan als die jüngere. Nachdem beide Töchter längst ausgezogen waren, musste ich erfahren, dass die ältere Tochter voller Vorwürfe mir gegenüber steht, was ihre Kindheit betrifft. Da alles in Ordnung schien, war ich ganz schön geplättet. Nun muss ich sagen, dass wir stets alles getan haben, um den beiden das Leben schön zugestalten. Stets habe ich als Mutter meine Bedürfnisse hinter die meiner Kinder gestellt. War oft mit den Erziehungsmaßnahmen meines Mannes nicht einverstanden und habe sehr oft wegen der Mädels mit ihm gestritten. So etwas haben aber unsre beiden Töchter nie so gesehen. Auch meine Liebe, die ich ihnen entgegenbrachte war für sie angeblich nicht zu spüren. Ich ließ mich auf eine "Aussprache" mit ihnen ein, die im Grunde nix brachte. Die Grenzen, die einem Kind nun einmal gesetzt werden müssen, wurden als übertrrieben betrachtet. Auch meine ständige Angst (die ich aber nicht so zeigte), es könnte ihnen etwas zustoßen, wurde von ihnen im Nachherein nicht verstanden. Alle Erklärungsversuche (die beiden waren inzwischen 29 und 27) waren vergeblich. Auch war mein Mann leider verhindert und konnte bei dem Gespräch nicht dabei sein. Es waren aber Dinge, die zur Sprache kamen, die ausschließlich ihn betrafen. Trotzdem ließ mich die ältere Tochter wissen, dass sie die Kindheitserlebnisse bis heute nicht verarbeitet hätte und es auch mit einer gegenseitigen "Annäherung" nicht so recht werden will. Man könne es auch nicht erzwingen...
Beide Mädels haben die gesamte Kindheit hinweg nur gestritten und sich nicht gemocht. Zum Glück ist das heute, da sie erwachsen sind, ganz anders. Sie treffen sich regelmäßig, telefonieren miteinander.
Nur mich, als Mutter, schließen sie komplett aus. Das kann ich aber gar nicht verstehen. Ich nehme es eben hin. Die jüngere hat seit Juni 2010 einen Sohn, also ich einen Enkel. Sie informierte uns sehr zeitig (sie war in der 8. Woche). Was ich als sehr positiv wertete und endlich eine schönere Beziehung zu meiner Tochter über das Enkelchen sah. Sie sprach auch davon, dass sie eine Beziehung zu Großeltern und Enkel wünschte. Das freute mich sehr. Uns trennten ca. 40 km und ich äußerte, dass ich gern 2 mal im Monat Kontakt hätte. Das war ihr zuviel. Wie sollte aber sonst ein guter Kontakt entstehen? Hinzufügen möchte ich noch, dass schon 2 Anrufe im Monat als Kontrolle gewertet wurden. Obwohl ich mir eben Gedanken machte über das Wohlbefinden während der Schwangerschaft. Sie tolerierte auch vor der Schwangerschaft keine Anrufe. Sie meinte, sie melde sich schon von selber. Das habe ich auch toleriert und rief dann eben nicht mehr alle 14 Tage an. Dies jedoch hatte zur Folge, dass sie sich nur sporadisch meldete. Vielleicht 5 mal im Jahr.
Unser Enkelsohn kennt uns gar nicht und die mageren Besuche bei ihr oder bei uns fielen so aus, dass ich zusehen konnte, wie sie mit ihrem Kind spielt und umgeht. Das empfinde ich jedoch nicht als Kontakt zum Enkel. Hinzufügen möchte ich noch, dass das erste was sie interessierte, ob und inwieweit wir uns finanziell am Kind beteiligen würden. Mein Mann war happy und wollte eine Wiege bauen. Das wurde abgelehnt und ungestüm erklärt, dass sie keine Wiege brauche. Einen Kinderwagen hatte sie schon gebraucht von jemandem abgekauft. Also überwiesen wir ihr 500,- Euro und alles war in Ordnung.
Nun hat sie einen neuen Freund und zieht Hals über Kopf nach Berlin, wo er auch wohnt. Das ist nun das völlige Aus für einen Ausbau einer Beziehung zu ihr und dem Kind.
Ich bin natürlich sehr traurig über das Ganze, aber schlußendlich muss ich es akzeptieren. Da ich mir immer sehnsüchtig einen engen Kontakt zu meiner Mutter gewünscht hatte, was sich nie erfüllte, wollte ich das mit meinen Kindern erreichen, aber wahrscheinlich habe ich alles falsch gemacht.
Es tröstet mich aber ein wenig, dass ich nicht allein mit solchen Problemen bin. Natürlich würde ich gern etwas ändern, aber dazu bräuchte ich auch die Initiative meiner Töchter......
Nun schließe ich und hoffe doch auf eine Antwort.
Ich freue mich!

@motschekuepchen
Ich habe ebenfalls eine sehr schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Ich kann Dir nur sagen dass das Empfinden einer Situation von Mutter und Tochter sehr unterschiedlich sein kann. Vielleicht solltest Du Dir eine therapeutische Unterstützung suchen um den Problemen auf den Grund zu gehen, auch wenn das bedeutet sich evtl Fehler eingestehen zu müssen. Vielleicht ist Deine Tochter auch irgendwann bereit mal an einer Deiner Sitzungen teilzunehmen.

Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter 2007 komplett abgebrochen. Ich hätte mir sehr gewünscht etwas Einsicht von Ihr zu bekommen. Oder zumindest die Bereitschaft an einer besseren Beziehung zu arbeiten. Daher denke ich Ihr habt trotz allem eine gute Basis, wenn Deine Tochter nicht abblockt.

Alles Gute

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8. November 2011 um 16:31
In Antwort auf henda_11954970

@motschekuepchen
Ich habe ebenfalls eine sehr schwierige Beziehung zu meiner Mutter. Ich kann Dir nur sagen dass das Empfinden einer Situation von Mutter und Tochter sehr unterschiedlich sein kann. Vielleicht solltest Du Dir eine therapeutische Unterstützung suchen um den Problemen auf den Grund zu gehen, auch wenn das bedeutet sich evtl Fehler eingestehen zu müssen. Vielleicht ist Deine Tochter auch irgendwann bereit mal an einer Deiner Sitzungen teilzunehmen.

Ich habe den Kontakt zu meiner Mutter 2007 komplett abgebrochen. Ich hätte mir sehr gewünscht etwas Einsicht von Ihr zu bekommen. Oder zumindest die Bereitschaft an einer besseren Beziehung zu arbeiten. Daher denke ich Ihr habt trotz allem eine gute Basis, wenn Deine Tochter nicht abblockt.

Alles Gute

Mutter - Tochter - Beziehung
Hallo,
danke für die netten Zeilen. Ich hoffe doch, dass meine jüngere Tochter nie komplett den Kontakt zu mir abbrechen wird. Mit der älteren - sie ist jetzt 30 - habe ich einen eher losen Kontakt, da uns ja auch immerhin fast 400 km trennen. Sie hatte damals den Anstoß gegeben, über ihre Kindheit zu sprechen. Wir haben auch erörtert, dass auch größere Missverständnisse zu verkehrten Eindrücken führten. Doch sie sieht das viele Positive unseres Familienalltag gar nicht. Sie sagt auch, dass eben nur negative Erinnerungen sie begleiten. Hinzufügen möchte ich noch, dass sie an Depressionen leidet und schon mit 19 Jahren eine psychologische Behandlung begann. Das hat ihr gut getan. Auch ich war zu einer dieser Sitzungen eingeladen. Viele Fragen seitens der Psychologin konnte ich beantworten, aber es kam nicht heraus, welche Relevanz sie hatten. Ich arbeite im medizinischen Bereich und weiss, dass Depressionskranke die Welt fast immer negativ erleben.
Meine Tochter ergreift jetzt auch häufiger die Initiative und ruft an oder schreibt, oder mailt. Damit gebe ich mich auch zufrieden.
Nur die jüngere, die jetzt 28 ist, ist eher abweisend und meint immer, dass ich ihr was Böses will. Sie war auch von Kindheit an immer auf andre Kinder neidisch, nie zufrieden und fühlte sich ungerecht behandelt. Es gefiel ihr nicht, dass die Eltern nun mal das Sagen hatten. Auch heute lässt sie sich von keinem was sagen (z.B. vom Chef) und fühlt sich laufend kontrolliert, obwohl das überhaupt nicht so ist. Oder würdest Du 2 Anrufe im Monat von Deiner Mutter auch als zuviel betrachten oder sie dann der Kontrolle bezichtigen? Natürlich habe ich gewiss auch Fehler gemacht - hallo - ich bin zwar eine Mutter, aber auch nur ein Mensch!
Ich halte mich an die Anweisungen meiner Töchter und rufe eben nicht mehr an, sondern warte, bis sie eben anrufen. Das finde ich zwar nicht normal, aber es erhält den Frieden für alle.
Aber es tut auch weh und das wollte ich mit meinem vorherigen Beitrag zum Ausdruck bringen.
Dir alles Gute und freundliche Grüße

Motsche...

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20. November 2011 um 22:23

Umfrage
Hallo zusammen!
Ich studiere Psychologie an der Bergischen Universität Wuppertal und arbeite gerade an meiner Diplomarbeit, bei der ich Eltern-Kind Beziehungen aus verschiedenen Umfelden testen möchte.
Es wäre toll, wenn ihr mir diesen Online-Fragebogen ausfüllt. Es kostet euch nur 10 Minuten eurer Zeit und ihr würdet mir so sehr helfen damit!
Leider kann ich euch nicht mit meinem studentischen Gehalt entschädigen, aber ich hoffe, dass es auch für euch eine Entschädigung ist, einfach etwas im Dienste der Wissenschaft geleistet zu haben.
Bei Rückfragen stehe ich Euch jederzeit zur Verfügung! Der Fragebogen ist 100% anonym und kann nicht zu euch zurückverfolgt werden.
Hier ist der Link:
https://www.soscisurvey.de/elternkindbeziehung/

Vielen Dank im Voraus

Roxana

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20. November 2011 um 23:34
In Antwort auf caelie_12454396

Umfrage
Hallo zusammen!
Ich studiere Psychologie an der Bergischen Universität Wuppertal und arbeite gerade an meiner Diplomarbeit, bei der ich Eltern-Kind Beziehungen aus verschiedenen Umfelden testen möchte.
Es wäre toll, wenn ihr mir diesen Online-Fragebogen ausfüllt. Es kostet euch nur 10 Minuten eurer Zeit und ihr würdet mir so sehr helfen damit!
Leider kann ich euch nicht mit meinem studentischen Gehalt entschädigen, aber ich hoffe, dass es auch für euch eine Entschädigung ist, einfach etwas im Dienste der Wissenschaft geleistet zu haben.
Bei Rückfragen stehe ich Euch jederzeit zur Verfügung! Der Fragebogen ist 100% anonym und kann nicht zu euch zurückverfolgt werden.
Hier ist der Link:
https://www.soscisurvey.de/elternkindbeziehung/

Vielen Dank im Voraus

Roxana

@psychdipl
ich habe bei deiner umfrage mitgemacht. allerdings wollte ich dir die rückmeldung geben, dass es sehr schwierig ist diesen bogen zu beantworten wenn die eltern geschieden sind und man einen teil der kindheit bei der mutter und einen teil beim vater gelebt hat.

lg und viel erfolg bei deiner arbeit

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20. November 2011 um 23:47
In Antwort auf henda_11954970

@psychdipl
ich habe bei deiner umfrage mitgemacht. allerdings wollte ich dir die rückmeldung geben, dass es sehr schwierig ist diesen bogen zu beantworten wenn die eltern geschieden sind und man einen teil der kindheit bei der mutter und einen teil beim vater gelebt hat.

lg und viel erfolg bei deiner arbeit

Umfrage
Liebe silentsoul,

vielen Dank für Deine Teilnahme!
Mir ist bewusst, dass dieser Faktor schwierig ist, aber es ist leider schwierig, sämtliche mögliche Faktoren in Betracht zu ziehen. Aus diesem Grund habe ich den "Mittelwert" beider Eltern einführene müssen.

Viele Grüße

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16. Januar 2012 um 21:52

Meine grausame Beziehung zu meiner Mutter
Hallo,
ich bin 32 und mich holt immer noch das Gespenst meiner Vergangenheit ein, immer wieder, dieses Gespenst heisst "Unliebe meiner Mutter"...
Sie hat mich auf die Welt gebracht, weil sie sonst kein Ziel in ihrem Leben hätte, und das hat sie mir selbst erzählt, ebenso wie alle anderen Sachen wie z.b. sie hat mich geschlagen als ich 2 war, nur weil ich nicht "Danke" gesagt hatte; oder sie stellte mich in die Ecke für eine Nacht, weil ich den Boden nicht richtig gewischt hatte - da war ich 5! Und als ich mit 13 am Boden zerstört war, weil mir was schlimmes zugestoßen war, als sie es erfahren hatte(aus meinem Tagebuch), hat sie mich geschlagen - weil sie vor lauter Seelenschwäche nicht anders wusste!!! Und das sind die wenigen Kindheitserinnerungen...
Heute bin ich ein Mensch, der sich selbst nicht lieben und akzeptieren kann... Immer wieder wenn ich mit ihr rede - übers Wetter oder belangloses Zeug - merke ich wie verschieden unsere Prioritäten sind und wie soll man sich verstehen, wenn man sooo verschieden ist!? Und sie wirft mir immer vor, ich kann mich mit ihr nicht einmal normal unterhalten... Ich kanns wirklich nicht, danach rege ich mich nur auf... Ich halte sie auf distanz, sie wohnt 1000 km weit entfernt, aber sie aus meinem Leben verbahnen kann ich irgendwie auch nicht.. Und jedes mal tut es mir im Herzen weh, wenn ich seh, dass der einzige Mensch, der mich bedingungslos lieben sollte, das doch nicht tut... Ich weiss, ich sollte mit all dem abschliessen, ich bin ja schon erwachsen und hab selbst ein Kind, aber manchmal benehme ich mich auch wie sie und das ist was mich am meisten stört, ich will nicht so werden wie sie und ich liebe mein Kind ... Weiss aber nicht so richtig wie ich aus diesem Kreis heraus finden soll...
PS: vieleicht stellt meine Erzählung kein klares Bild dar, ich bin nur traurig wenn ich darüber rede...

liebe Grüße
EK

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