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Suche Frau, die problematische Mutter-Beziehung überwunden hat

15. Juni 2008 um 22:55 Letzte Antwort: 13. Februar 2011 um 15:00

Hallo,

da ich seit ich denken kann, Probleme mit (zu) meiner Mutter habe und alles erdenkliche getan habe, um klar zu kommen, bzw. mich emotional von diesem Wahnsinn zu lösen- dies aber nicht klappt- suche ich Frauen, die ähnliche Probleme hinter sich gelassen haben, evtl. durch eine Therapie?!
Wäre dankbar für Tips, wie ich eine Therapie in die Wege leite, etc.. Mein Problem ist, dass ich halt mit niemandem darüber rede, wie schlimm es immer noch für mich ist, dass mit ihr nicht klarzukommen ist, bzw. es ich niemand- besonders ich nicht- recht machen kann.. Falls sich jemand für Austausch interessiert, der evtl. in ähnlicher kranker Bez. steckt, würde ich mich freuen. ich weiss nicht weiter- es belastet mich sehr emotinal, aber ich kann und will es mir von niemandem anmerken lassen.. na ja. danke

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16. Juni 2008 um 7:14

Es geht wirklich- auch wenn man es anfangs nicht glaubt
Den wichtigsten Schritt dazu hast Du ohnehin schon selber genannt:" mich emotional zu lösen".
Selbst wenn die Verhältnisse nicht schlecht sind, muss man sich mit der Zeit von seinen Eltern lösen, um eigene Wege zu gehen. Dazu gehört, dass man sich von einigen eigenen Vorstellungen verabschiedet, wie die Beziehung zu den Eltern aussehen muss.
Ob Du eine Therapie dazu brauchst, solltest Du tatsächlich mit einem Therapeuten abklären. Meist sind die ersten Gespräche kostenlos. Manche Krankenversicherungen tragen auch die Kosten einer Therapie.
Mir persönlich hat eine Therapie sehr geholfen. Meine Mutter ist mir inzwischen erstmals in meinem Leben zur wichtigsten Vertrauensperson geworden.
Auf jeden Fall würde ich auch das Gespräch zu Anderen suchen: das hilft meist, die Relationen zurecht zu rücken. Probleme gehören nunmal zum Leben.
Alles Liebe.

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20. Juni 2008 um 11:52

Kopf hoch!
Hey,

ich kann gut nachvollziehen, wie es Dir geht.

Bei mir ist es nicht nur das Problem mit der Mutter, sondern mit der gesamten Familie.
Ich habe von klein auf immer mein Bestes gegeben und es auch immer versucht es jedem recht zu machen.
Trotzdem hat meine Familie immer alles negativ gesehen und mich am Ende durch psychischen und körperlichen Terror fast umgebracht.

Schlussendlich musste ich eine Entscheidung fällen.
Wenn auch knallhart und sehr schwierig.
Ich bin, nachdem ich im Krankenhaus wieder zum lebensfähigen Menschen aufgepäppelt wurde nicht wieder nach Hause gegangen. Damals war ich 16.

Man vergisst nie, woher man kommt und kann demnach auch das in der Familie Geschehene nie vollständig ruhen lassen. Aber man kann lernen damit umzugehen und mit der Zeit wird der Schmerz auch erträglicher.

Eine Therapie hilft stückweit.
Wenn Du jemanden neutralen zum Reden brauchst. Gerne.
Allerdings darfst Du keine konkreten Tipps und Regeln erwarten, wie Du was machen musst, um alleine weiter zu kommen.

Du musst es einfach wollen!
Geh Deinen eigenen Weg und lass die Menschen, die Dir nicht gut tun hinter Dir!
Versuch in die Zukunft zu schauen und Dir Dein eigenes Leben aufzubauen!

Es geht.

Grüssle

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18. Januar 2011 um 14:51

Sei froh und frei
meine liebe

eine therapie braucht deine mutter. wäre sie eine gute mutter würde sie so eine beziehung zu dir nie zulassen.
besorg dir bücher die dir weiterhelfen.
löse dich aus ihrem netz und halt abstand. gib deinem leben eine andere richtung. streiche mutter aus deinem leben oder beschränke dich auf das nötigste. ich spreche aus erfahrung.
sei froh und glücklich und geniese jede stunde ohne den alptraum von mutter

liebe grüsse R.

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13. Februar 2011 um 15:00

Extrembeispiel
Was Du da beschreibst kenne ich aus der Erzählung von einer Bekannten, wo sich eine wohl fast unglaubliche Geschichte abgespielt haben soll. Das Stichwort lautet Fürsorgebeziehungen. Die Tochter spürt, das die Mutter kein eigenes Leben auf die Beine kriegt und auch niemals kriegen wird (und wohl auch nie hatte!), und kümmert sich um nichts anderes außer um die Mutter.

In dem Beispiel meiner Bekannten war das so: Tochter ist mit 18 einsam, weil sie keinen wilden (= normalen) Lebensstil vor der Mutter zugeben möchte, aus o.g. Gründen. Tochter will jedoch trotzdem Spass haben, natürlich. Außerdem will sie auch noch was erreichen im Leben, verständlich. Also sucht sie sich aus einer Menschenmenge einen Studenten (23, ebenfalls vereinsamt) heraus, und heiratet ihn zwei Jahre später.

Als er 40 Jahre alt ist, bekommen sie ein Kind, das ein Einzelkind bleibt. Sie ist bereits 35.

Als der Sohn 21 ist (Mutter zu dem Zeitpunkt 56, Vater 61, Großmutter um die sich alles dreht 86 Jahre alt) fällt ihm auf, dass die Ehe seiner Eltern alles andere als glücklich ist. Er weist seine Eltern darauf hin, und die Ehe der Eltern bricht nach 40 Jahren (!) auseinander. Die Trennung dauert, wie bei der Eheschließung, zweieinhalb Jahre!

Der Sohn hatte noch keine sexuelle Erfahrung, als er bereits weit in den Zwanzigern war. Die Großmutter war bei der Scheidung der Ehe ihrer Tochter 88 Jahre alt, die Tochter selbst war inzwischen 59, der Vater des Sohnes 64, der Sohn war 24.

Letzten Endes hatte die Absicht der Tochter, das soziale Leben vor der Mutter zu verbergen, keinen Erfolg gehabt. Sie musste ihr freizügiges Leben dennoch zugeben, über das sich die Mutter (die Älteste) in der Folge lustig machte, wie von der Tochter von Anfang an befürchtet.

Die Mutter der Tochter starb mit 91, drei Jahre nach der Trennung, die Mutter hat heute wohl einen neuen Mann, der Vater lebt in einer offenen Beziehung und der Sohn will kinderlos bleiben...

Soll so passiert sein. Was man so hört...

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