Home / Forum / Meine Familie / Streit um ein Kind - und ein neues ist schon unterwegs...

Streit um ein Kind - und ein neues ist schon unterwegs...

3. November 2011 um 9:38

Hallo Forum!

Ich habe mich hier angemeldet, weil ich mal eure Meinungen zu meinem Problem hören möchte. Ich schildere es mal einfach:
Also, ich bin seit ein etwa einem Jahr geschieden. Die Ehe dauerte etwa 3,5 Jahre und aus ihr ist ein Kind hervorgegangen, das nun fast genauso alt ist
Seit der Scheidung üben die Mutter und ich die gemeinsame Sorge aus. Wir wohnen in verschiedenen Wohnungen - also Wochenregelung.
Nun bahnt sich immer mehr an, dass die Mutter das alleinige Sorgerecht anstrebt. Versuche der Einigung sind bislang fehlgeschlagen und es läuft wohl auf einen unschönen Prozess hinaus.
Ich habe zwischenzeitlich eine neue Partnerin gefunden und - wie der Zufall nunmal so will - ist ein neues Kind unterwegs. Es kommt eben manchmal anders als man denkt.
Unberührt von der Frage, welches der Elternteile in dem Sorgerechtsfall auf Grund von was auch immer die "besseren Karten" hat (es geht ja ums Kindeswohl), wollte ich gern wissen, ob jemand von euch Erfahrungen mit einer ähnlichen Situation hat. Konkret: Wie wirkt sich die neue Schwangerschaft auf die Sorgerechtsfrage aus? Eher nach dem Motto "Das Kind findet ein familiäres Klima vor, in dem es sich gut entwickeln kann" oder "Der Vater hat ja nun schon ein neues Kind - dann kann das alte ja zur Mutter"?

Die Mutter ist übrigens noch in Ausbildung und nach wie vor ledig.

Vielen Dank für das Lesen und wenn eine Meinungsäußerung dabei wäre - Super!

Viele Grüße!

Mehr lesen

3. November 2011 um 11:06


wie ist das sorgerecht denn derzeit rechtlich geregelt? und was sagt der anwalt zu dieser situation?
meiner meinung nach hat eine neue schwangerschaft mit einer neuen frau keinerlei auswirkungen auf die sorgerechtsfrage. warum sollte es auch so sein?
wichtig ist doch eher dein "sozialer status" und dein verhältnis zum besagten kind. das gericht und das JA schaut wohl eher darauf, wie sehr du dich als vater einbringst, dich kümmerst.
vielleich interviewst du dazu aber mal einen anwalt für familienrecht.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. November 2011 um 11:36
In Antwort auf mali_11969606


wie ist das sorgerecht denn derzeit rechtlich geregelt? und was sagt der anwalt zu dieser situation?
meiner meinung nach hat eine neue schwangerschaft mit einer neuen frau keinerlei auswirkungen auf die sorgerechtsfrage. warum sollte es auch so sein?
wichtig ist doch eher dein "sozialer status" und dein verhältnis zum besagten kind. das gericht und das JA schaut wohl eher darauf, wie sehr du dich als vater einbringst, dich kümmerst.
vielleich interviewst du dazu aber mal einen anwalt für familienrecht.

...
Danke für deine Antwort. Bislang haben wir wie gesagt das gemeinsame Sorgerecht.Und, nunja, einen Anwalt habe ich bislang noch nicht dazu befragt. Aber das steht wohl an

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. November 2011 um 12:14
In Antwort auf wearefriendsofcarlos

...
Danke für deine Antwort. Bislang haben wir wie gesagt das gemeinsame Sorgerecht.Und, nunja, einen Anwalt habe ich bislang noch nicht dazu befragt. Aber das steht wohl an


ich denke nicht, dass dir das sorgerecht einfach aberkannt werden kann. mit welchem recht? wenn sie dergleichen angedroht hat, besorg dir so schnell als möglich einen anwalt!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. November 2011 um 18:13

Hallo
ich würd auch gern was dazu sagen, also erstmal ist es nicht von interesse ob du mit deiner neuen partnerin ein kind erwartest, so ist der lauf der dinge nun mal, es wird geguckt wie du mit dem kind umgehst,(auch die partnerin) wie die wohn situation bei euch ist, der umgang, eben halt das soziale, aber auch in wie weit du dich darum kümmern kannst, bezüglich arbeit, wer beaufsichtigt es in der zeit etc. pp.

so nun zu der anderen seite, hat sie denn gesagt das sie das alleinige sorgerecht will? wenn ja aufjedenfall zum anwalt gehn

ich persönlich kann aber nicht verstehen, das sie das alleinige sorgerecht haben möchte, es bringt für dich leider nur nachteile mit sich, es kann doch nicht im interesse der mutter des kindes sein, das das kind kein bezug zum vater aufbaut?? ausser du solltest hoch kriminell sein und der absolute schlägertyp oder sowas, dann könnt ichs nachvollziehen, aber so wie du das schreibst hört sich das nicht so an, als wenn du so wärst. meine eltern hatten immer das gemeinsame sorgerecht und sind sehr gut gefahren damit.

ich wünsche dir alles gute, und viel glück

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

3. November 2011 um 19:46


also er schreibt ja nicht, das es nicht so wäre, und wenn die neue partnerin damit nicht umgehen kann, das er schon ein kind hat, und dadurch kontakt zur ex-frau hat, dann hätte sie die beziehung nicht eingehen dürfen, man sollte doch tollerant sein, man kann doch nicht durch die welt gehen, einen partner finden und denken, es gab kein leben vor der beziehung. damit muss sie sich dann halt abfinden und umgehen können, es wäre ja nicht die erste frau die dann durch ihren partner eine patchwork familie hat.

und wieso sollte er das kind der mutter kampflos lassen ??? hat er kein recht darauf das sorgerecht zu haben ??? ausserdem schreibt er ja davon, das SIE versucht das alleinige sorgerecht zu bekommen!!!!! also möchte SIE ihm es entziehen und nicht andersrum, also nicht verwechseln !!

Achja und egoistisch ist es nicht von Ihr nein ??? nur weil er eine neue partnerin findet, und sein neues glück gefunden hat, ist er doch nicht egoistisch ??? wenn sie jetzt einen partner finden würde und auch schwanger wäre, wäre es das selbe ??? soll sie nur das kind bekommen, nur weil er ein "neues" bekommt ?? wo ist denn da bitte die logik ???

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

4. November 2011 um 9:24
In Antwort auf m|ge_12481551


also er schreibt ja nicht, das es nicht so wäre, und wenn die neue partnerin damit nicht umgehen kann, das er schon ein kind hat, und dadurch kontakt zur ex-frau hat, dann hätte sie die beziehung nicht eingehen dürfen, man sollte doch tollerant sein, man kann doch nicht durch die welt gehen, einen partner finden und denken, es gab kein leben vor der beziehung. damit muss sie sich dann halt abfinden und umgehen können, es wäre ja nicht die erste frau die dann durch ihren partner eine patchwork familie hat.

und wieso sollte er das kind der mutter kampflos lassen ??? hat er kein recht darauf das sorgerecht zu haben ??? ausserdem schreibt er ja davon, das SIE versucht das alleinige sorgerecht zu bekommen!!!!! also möchte SIE ihm es entziehen und nicht andersrum, also nicht verwechseln !!

Achja und egoistisch ist es nicht von Ihr nein ??? nur weil er eine neue partnerin findet, und sein neues glück gefunden hat, ist er doch nicht egoistisch ??? wenn sie jetzt einen partner finden würde und auch schwanger wäre, wäre es das selbe ??? soll sie nur das kind bekommen, nur weil er ein "neues" bekommt ?? wo ist denn da bitte die logik ???


Hallo. Maeuschen2001 hat mir die Worte ein bisschen aus dem Mund genommen.
Meine neue Partnerin ist durchaus auch dafür, dass das Kind bei uns lebt. Die beiden haben ein total gutes Verhältnis - was mich fast schon wundert, weil sie sich ja nun auch nicht so lange kennen. Naja, manchmal scheint die Chemie zu stimmen.

Ich muss auch sagen, dass ich das im Grunde nicht egoistisch finde. Ich bin ja der Meinung, dass wir weiterhin das gemeinsame Sorgerecht behalten sollten - aber wenn meine Exfrau unbedingt eine Entscheidung möchte, dann werde ich nicht sagen "Ok, ich werde ja nun wieder Vater - so hat jeder eins...."
Das nun ein neues Kind unterwegs ist, ändert ja nicht im geringsten was an meiner emotionalen Bindung.

Um nochmal auf goc47's Frage zu antworten: Ich bin nicht der Meinung, dass meine Ex eine schlechte Mutter ist - sicher haben wir Differenzen in verschiedenen Fragen, auch der Erziehung, darum sind wir ja nicht mehr zusammen. Aber grundsätzlich bin ich davon überzeugt, dass sie alles mögliche tut. Genau wie ich.

Auch weiß ich nicht warum "Im normalfall immer eher die mutter" [das Kind bekommen sollte]. Das wäre ja eine absolute Ungerechtigkeit - ich dachte, dass die Rechte der Väter gestärkt wurden.

Vielen Dank für die Antworten - Liebe Grüße.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

10. November 2011 um 19:58


Also. Erstmal sind Aufenthaltsbestimmungsrecht und Sorgerecht nicht das selbe. Sorgerecht habt ihr prinzipiell beide und wenn es nicht gravierende Gründe dafür gibt, dass dies einem von euch entzogen wird, dann bleibt es auch dabei. Könnt ihr euch nicht einigen, bei wem das Kind leben soll, dann bekommt wahrscheinlich ein Elternteil (nur) das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen bzw. wird vom Richter entschieden, bei welchem Elternteil das Kind seinen "gewöhnlichen Aufenthalt" hat. Wenn nichts dagegen spricht, ist dies im Normalfall die Mutter. (Finde ich persönlich auch richtig so, aber naja). Dennoch hat man als Vater weiterhin ein Umgangsrecht, dass auch gerichtlich geklärt werden kann. Wie das genau aussieht (wochenweise, Wochenendregelung, Ferien usw.): entweder wird sich geeinigt, oder das Gericht muss die Sache klären.


Zu meiner persönlichen Meinung, warum die Mutter und nicht der Vater: (Alles unter der Vorraussetzung, dass die Mutter "normal" ist) Ganz einfach. Eine Mutter hat nunmal eine ganz andere Beziehung und Bindung zu ihrem Kind, die man nur haben kann, wenn man es 9 Monate austrägt und gebärt. Und egal wie liebevoll ein Mann sich um sein Kind kümmert, er kann es nunmal nicht nachempfinden, wie es ist, es in sich wachsen zu fühlen, es zu ernähren, es zu spüren. Eine Mutter hat sogesehen einfach 9 Monate Vorsprung. Die Natur hat den Männern unbestreitbar ein paar Vorteile gegenüber den Frauen mit auf den Weg gegeben. Aber diese eine Sache ist nunmal etwas, das Männer nie erleben können. Mutter sein ist etwas ganz anderes als Vater sein. ich sage nicht besser oder schlechter, wichtig oder unwichtiger - sondern einfach nur anders.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

12. November 2011 um 1:42
In Antwort auf schokilade1


Also. Erstmal sind Aufenthaltsbestimmungsrecht und Sorgerecht nicht das selbe. Sorgerecht habt ihr prinzipiell beide und wenn es nicht gravierende Gründe dafür gibt, dass dies einem von euch entzogen wird, dann bleibt es auch dabei. Könnt ihr euch nicht einigen, bei wem das Kind leben soll, dann bekommt wahrscheinlich ein Elternteil (nur) das Aufenthaltsbestimmungsrecht zugesprochen bzw. wird vom Richter entschieden, bei welchem Elternteil das Kind seinen "gewöhnlichen Aufenthalt" hat. Wenn nichts dagegen spricht, ist dies im Normalfall die Mutter. (Finde ich persönlich auch richtig so, aber naja). Dennoch hat man als Vater weiterhin ein Umgangsrecht, dass auch gerichtlich geklärt werden kann. Wie das genau aussieht (wochenweise, Wochenendregelung, Ferien usw.): entweder wird sich geeinigt, oder das Gericht muss die Sache klären.


Zu meiner persönlichen Meinung, warum die Mutter und nicht der Vater: (Alles unter der Vorraussetzung, dass die Mutter "normal" ist) Ganz einfach. Eine Mutter hat nunmal eine ganz andere Beziehung und Bindung zu ihrem Kind, die man nur haben kann, wenn man es 9 Monate austrägt und gebärt. Und egal wie liebevoll ein Mann sich um sein Kind kümmert, er kann es nunmal nicht nachempfinden, wie es ist, es in sich wachsen zu fühlen, es zu ernähren, es zu spüren. Eine Mutter hat sogesehen einfach 9 Monate Vorsprung. Die Natur hat den Männern unbestreitbar ein paar Vorteile gegenüber den Frauen mit auf den Weg gegeben. Aber diese eine Sache ist nunmal etwas, das Männer nie erleben können. Mutter sein ist etwas ganz anderes als Vater sein. ich sage nicht besser oder schlechter, wichtig oder unwichtiger - sondern einfach nur anders.


Nunja, erstmal danke für deine Antwort.
Der Unterschied zwischen dem Sorgerecht und dem Aufenthaltsbestimmungsrecht, also einem Teil des Sorgerechtes, ist mir bekannt. Ich hatte es schon in dem anderen Post geschrieben: eine Bevorzugung der Mutter finde ich durchaus ungerecht. Letztendlich sollten beide Eltern gleichberechtigt in eine solche Entscheidung einbezogen werden. Die Schwangerschaft an sich kann, meines Erachtens nach einfach kein Argument sein. Davon abgesehen, dass der Vater das Kind natürlich nicht in sich "wachsen" spürt, denke ich nicht, dass das Kind diese 9 Monate genutzt hat, um seine Bindung zur Mutter zu stärken. So erkennt es von Geburt an (eigentlich ja schon davor) beispielsweise die Stimmen von Mutter UND Vater.
Tja, hier sind wir wahrscheinlich geschlechtsbedingt unterschiedlicher Meinung. Letzenendes hat es aber auch nicht ganz so viel mit meiner Frage zu tun.

Mir geht es ja explizit um den möglichen Einfluss einer neuen Schwangerschaft auf eine Entscheidung im ausgewogenen Fall. Das Argument "Im Normalfall zur Mutter" lasse ich jetzt einfach mal außen vor:
Sagen wir, dass die Gesamtsituation der beiden Elternteile zu einer TATSÄCHLICHEN 50:50 Entscheidung führt.

Liebe Grüße!

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Teste die neusten Trends!
experts-club

Das könnte dir auch gefallen