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Streit mit meiner Schwiegermutter

11. September 2009 um 21:11

Hallo,

es wäre nett von euch wenn Ihr mir ein paar neutrale Meinungen gebt, ich kann meine Situation nicht mehr richtig einschätzen.

Vor knapp 5 Jahren lernte ich meinen Mann kennen. Unsere Beziehung lief mit ein paar Ausnahmen immer gut. Er wohnte mit seinen Eltern und seinen beiden Schwestern zusammen in einem Haus (jeder hat dort seine eigene Wohnung), was für mich kein Problem darstellte, da ich selber ein Familienmensch bin und immer engen Kontakt mit meinen Eltern und mit meiner Schwester halte. Nachdem wir ein halbes Jahr zusammen waren zog ich zu ihm. Mit der Zeit stellte ich fest, dass das hier eine Hierarchie herrscht, meine Schwiegermutter hat das Sagen, danach kommt die älteste Schwester meines Mannes und so weiter. Bisher hatte ich damit auch keine Probleme, da ich sowieso den ganzen Tag arbeiten war und mich einfügte. Auch meine Familie wurde gut aufgenommen.

Nach 2 Jahren habe ich mich getrennt. Ich wollte immer eine Familie mit Kindern haben, mein Mann hatte kein Bock auf Kinder, da er immer nur seine Nichte und seinen Neffen vor Augen hatte, die man schon fast als Problemkinder bezeichnen könnte. Beide wurden mehr oder weniger von meiner Schwiegermutter großgezogen.

Nach ein paar Tagen versuchten meine Schwiegermutter und auch andere Familienmitglieder mich zur Rückkehr zu bewegen, was mir denn Anschein gab, dass ich voll und ganz von der Familie akzeptiert wurde. Und nach ein paar Wochen kam auch mein Mann auf mich zu, wir redeten darüber wie ich mir das Leben mit Kindern vorstelle usw. Schließlich sagte er, er würde mich so sehr lieben, und wenn er mich nur mit Kind haben könnte, dann ist es mal so. Aber nur wenn sich für ihn nicht allzuviel verändert und ich mich zum größten Teil um das Kind kümmern würde, dann würde er bereit sein mit mir eine Familie zu gründen. Allerdings nur 1 Kind. Da ich ihn liebte und einfach nur glücklich darüber war, dass wir doch noch auf einen Nenner gekommen sind, bin ich zurück gegangen. Nach einem weiteren halben Jahr haben wir geheiratet und wollten uns nochmal ein Jahr als Paar Zeit lassen, bevor wir unser Kind in Angriff nehmen.

Irgendwann habe ich es mal gewagt mich über seine Mutter aufzuregen. Er ist total ausgeflippt, hat mich angeschrien das seine Familie dazugehört und ich es akzeptieren sollte oder er lässt sich scheiden. Irgendwie haben wir uns wieder zusammengerauft, aber mir hat es doch gezeigt, wo ich in dieser Familie stehe. Es hat mich sehr traurig gemacht, dass mein Mann eher zu seiner Mutter als zu mir steht. Ohne das ich es mir gegenüber zugegeben hätte fing ich an zu kuschen, stellte meine eigenen Wünsche und Bedürfnisse zurück, um meinen Traum von einer kleinen eigenen Familie nicht zu gefährden. In der Zeit habe ich den Kontakt zu den wenigen Freunden verloren die ich hatte, da ich nach der Arbeit den Anspruch meines Mannes an einen Haushalt erfüllen wollte ,um ihn zu zeigen, dass ich mal eine gute Mutter sein würde und ich danach einfach nicht mehr die Lust und den Antrieb hatte noch irgendetwas groß zu unternehmen.

Ich wurde fast sofort schwanger. Für mich war das eine superschöne Zeit. Meine Schwiegermutter war glücklich, da sie jetzt auch noch von ihrem 3. Kind zur Oma gemacht wurde. Ich einigte mich mit meinem Mann darauf, dass ich die Erziehung unseres Kindes in die Hand nehmen würde und nicht die Oma, da wohl auch er gesehen hat, dass sie die 2 anderen Enkel verhunzt hat. Er sagte mir sogar zu, dass er sich in diesem Punkt voll und ganz hinter mich stellen würde und seiner Mutter klar machen wird, dass ich bei dem Kind sage wo es lang geht.

Mein Mann hatte sich einen Jungen gewünscht, ich bin allerdings überglücklich das wir ein kleines Mädchen bekommen haben. Sie wurde im Juni dieses Jahres geboren. Sie ist supersüß und auch sehr lieb, hat aber 3-Monats-Kolliken, was einem manchmal einfach auch den Nerv rauben kann. Von Anfang an habe ich versucht die Kleine gerecht in der Familie "aufzuteilen", mal passte die eine Oma auf, mal die andere, mal holte sich die eine Tante die Kleine zum spazieren gehen ab, mal die andere. Und ich war auch ganz froh darüber, da ich von meinem Mann keinerlei Unterstützung bekomme, er nimmt sie nicht aus dem Bettchen wenn sie mal schreit, er passt nicht mal abends 10 Minuten auf wenn ich mal duschen gehen möchte oder läuft mit ihr ein bißchen wenn sie Bauchschmerzen hat. Aber gut, er hatte mir ja gesagt dass das Kind meine Aufgabe sein wird.

Am Anfang haben sich meine Schwiegermutter und meine Schwägerin an meine Wünsche gehalten. Sie haben mir natürlich lauter Ratschläge gegeben wie ich was machen muss, aber es war erstmal in Ordnung wie ich es haben wollte. Dann fingen die Kleinigkeiten an. Nachdem die Kleine 4 Wochen alt war wurde ich ständig gefragt wann denn mal die Fingernägel geschnitten werden. Ich sagte dann, dass mir meine Hebamme gesagt hat, man soll 6-8 Wochen warten. Nachdem das erste Schneiden mit der Hebamme erledigt war, schneidet nun andauernd meine Schwiegermutter der Kleinen die Nägel. Ich habe dazu nichts gesagt und alles runtergeschluckt.

Als nächstes hat sie dann mit meiner Schwägerin einen neuen Kinderwagen gekauft, meiner ist ja soooo unhandlich. Ich habe nichts dazu gesagt.

Dann haben Sie mich dauernd gefragt wann denn mal Brei gefüttert wird. Ich sagte dann immer wieder das die Kleine noch nicht so weit ist und das man damit sowieso erst nach dem 4. Monat anfängt. Natürlich ist alles was die Ärzte und Hebammen und die Babynahrungsindustrie sagt nicht richtig, der Sohn meiner Schwägerin wurde ja auch nachdem er 8 Wochen alt war nicht mehr satt. Ständig kam dieses Thema auf und immer wieder habe ich gesagt, dass sie der Kleinen ihre Flasche lassen sollen und ich nicht will, dass die beiden ihr irgendetwas anderes zu essen geben.

Immer mal wieder hat die Kleine Durchfall, was ja auch bei jedem Menschen mal vorkommt. Bei dem letzten Durchfall haben sich meine Schwägerin und meine Schwiegermutter auffallend oft erkundigt ob er noch da ist. Und dann hat meine Schwägerin mir erzählt, dass sie schon Angst hatten, dass die beiden Schuld sind, da sie ihr eine angematschte Erdbeere gegeben haben. Da habe ich ihr ziemlich deutlich aber noch im ruhigen gesagt, dass ich darüber sehr sauer bin, da wir vor kurzem mal wieder diese Brei-Geschicht hatten und ich ganz klar gesagt habe, ich will nicht das die Kleine irgendetwas anderes bekommt als ihre Flasche. Und das ich ihrer Mutter dazu auch nochmal was sagen werde. Ich wollte daraus eigentlich keine große Sache machen, ich wollte nur das sie merken, dass ich es ernst meine und sie mit mir und meiner Tochter nicht machen können was sie wollen.

Ich sollte auch noch erwähnen, dass ich mit meinem Mann vorhatte, dieses Wochenende wegzufahren. Die Kleine sollte von Freitag Morgen bis Sonntag Nachmittag bei der Oma bleiben.

Abends erzählte ich meinem Mann davon und er gab mir recht und sagte, er werde ihr auch sagen, dass das nicht in Ordnung ist. Am nächsten Mittag rief er an um zu fragen, ob ich schon mit mit seiner Mutter gesprochen hätte. Da ihm scheinbar viel daran lag, ging ich zu ihr. Meine beiden Schwägerinnen waren auch da, und ich fragte meine Schwiegermutter, was sie denn gemacht haben, ich hatte doch ausdrücklich gesagt sie sollen der Kleinen nichts zum essen geben. Ich bekam (nicht wörtlich aber sinngemäß) die Antwort, ich solle mich nicht so anstellen, es war ja nichts zu essen, es war ja nur etwas Erdbeere und sie habe das schließlich mit ihren Kindern auch so gemacht. Ich sagte dann, das sie mit ihren Kindern gemacht hat was sie für das Beste hielt, dass sie mich bei meinem Kind die Dinge so machen lassen soll, wie ich es für richtig halte. Da sagte sie, dann müsste ich ihr ja eine meterlange Liste schreiben. Ich konnte nicht mehr und bin wütend und weinend gegangen. Ich hatte mich vorher nie gewagt, ihr auch nur eine Vorschrift bezüglich der Kleinen zu machen, bis auf diese Essenssache.

Bis mein Mann abends kam hatte ich mich einigermaßen wieder beruhigt, ich sagte ihm allerdings, dass ich meine Tochter keine 3 Tage da lasse, da sie nicht mal einsieht etwas falsch gemacht zu haben. Er ging nochmal rüber um mit seiner Mutter zu sprechen. Sie sagte ihm, dass sie nicht meint etwas falsch gemacht zu haben, aber wenn ich das so sehen würde, dann täte ihr ihr Verhalten leid. Er sagte, wir sollten alle ne Nacht drüber schlafen und dann wirds schon wieder. Da ich erst um 5 Uhr morgens einschlafen konnte, war er vor mir auf. Als ich aufstand kam er von seiner Mutter und sagte, wir könnten um halb eins zu ihr kommen, sie würde sich dann entschuldigen. Ich war damit überhaupt nicht einverstanden, da sie mir ja deutlich gezeigt hatte, dass ich mich wegen so einer Lapalie nicht so anzustellen brauche und wo sind wir denn hier, dass ich mir eine Entschuldigung abholen muss? Darüber geriet ich mit meinen Mann in Streit. Ihm zuliebe bin ich dann mit ihm rüber. Die Entschuldigung war: Ne Erdbeere ist doch nichts zu essen, aber wenn ich das anders sehe, dann täte es ihr leid, sie hat es aber immer so gemacht. Und da wußte ich, wenn ich jetzt klein beigebe, dann denken die, die haben einen Freifahrtschein. Man muss ja nur sagen, tut mir leid, habe ich anders gesehen. Für meinen Mann akzeptierte ich die Entschuldigung, und habe für mich beschlossen die Kleine nicht für 3 Tage dazulassen.

Mittags ging ich zu meinen Eltern und heulte mich aus. Meine Mutter bot sofort an auf die Kleine aufzupassen, damit ich mit meinen Mann fahren kann. Ich freute mich, da ich weiß, dass ich mich bei ihnen darauf verlassen kann, dass sie tun was ich möchte. Als ich wieder zuhause war, fragte mein Mann, was denn nun aus der Fahrt wird. Ich sagte, dass wir fahren können, mein Mutter passt auf. Er sagte, wenn ich das Kind nicht zu seiner Mutter gebe, dann fahren wir nicht. Okay, sagte ich, dann fahren wir nicht. Ich lass mich doch nicht zwingen, mein Kind für mehrere Tage bei meiner Schwiegermutter zu lassen, die macht was sie will. Wir haben uns furchtbar gestritten, er sagte ich solle mal überlegen, ich habe während der Schwangerschaft geraucht und nu mache ich so ein Geschiss wegen einer Erdbeere. Ich sei total bekloppt und bringe einen Bruch in die Familie, ich mobbe seine Mutter und kann mich darauf einstellen, dass mir nun keiner mehr mit dem Kind hilft und wir nur noch nebenher leben werden. Und meine Eltern brauchen hier auch nicht mehr zu Besuch kommen.

Ich war so wütend und sauer und traurig und enttäuscht. Jetzt hat es seine Mutter doch wieder geschafft sich zwischen uns zu stellen. Ich habe meine Schlafsachen genommen und bei der Kleinen im Kinderzimmer geschlafen. Mein Mann hat seitdem kein Wort mehr mit mir gesprochen. Er ist heute morgen alleine übers Wochenende weggefahren.

Nun sitze ich hier mit der Kleinen ganz alleine, traue mich schon gar nicht mehr rauszugehen um keinen begegnen zu müssen. Ich bin inzwischen so weit, dass ich mich selber frage, ob ich überreagiert habe. Was mache ich, wenn jetzt meine Ehe dadurch kaputt geht? Ausser meine Eltern und meine Schwester habe ich keinen mehr, den ich um Rat bitten kann.

Bitte sagt mir ehrlich eure Meinung. Was würdet ihr jetzt tun?

Danke, dass ihr euch für mich die Zeit nehmt.

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12. September 2009 um 8:01

Hallo maja525
Als ich deine Geschichte las, hab ich mich versucht reinzufühlen und es hat sich angefühlt als wär ich mitte drin
Darf ich ehrlich sein? Ganz ehrlich so sollte eine Ehe nicht laufen!
Wie dein Mann zu dir ist, ist nicht in Ordnung. Er benimmt sich irgendwie wie ein Kind, der ohne seine Familie nicht kann. Aber er vergisst das ihr jetzt seine kleine Familie seid. Seine Fam. bleibt seine aber du und euer Kind sollten jetzt an erster Stelle stehen.
1. Du musst mit deinem Mann reden und ihm klar machen das es nicht ok ist wie er sich verhält und achte dabei auf seine Reaktion.
2. Deine SM und die Schwägerin werde sich nicht ändern, das kannst du vergessen, solange dein Mann ihnen nicht tip und klar sagt was los ist werden sie sich immer in Sicherheit wiegen das sie ihn auf ihrer Seite haben!
3. Du musst überlegen wenn dein Kind erstmal größer ist, wird es schwieriger, glaub mir
Ich spreche aus eigener Erfahrung nur das ich nicht bei meine SE gewohnt hab. Aber meine SM hat unserem Sohn auch schon eine Kartoffel in den Mud gesteckt, da war er grad mal 6 Wochen als und ich hab voll gestillt.
Sie hat ihre Kinder erzogen und jetzt dich machen lasse, du wirst auch deine Erfahrung sammeln. Wie würde es ihr gefallen wenn immer einer zu ihr sagt so musst du das machen und so...
Das mit der Erdbeere ist unverschämt, denn ganz ehrlich, bei Erdbeeren reagieren viele Kinder mit alergischen Reaktionen, mit rotem Ausschlag und da muss man aufpassen. Und weil sie immer in die Windel geschaut haben war ihnen wohl klar das sie übertrieben haben also haben die immer nachgeschaut. Aber sie würden das natürlich nieeee zugeben, verstehst du das?!
Also du hast richtig gehandelt das du dein Kind bei deiner Mutter lassen wolltest! Und die Reaktion von deinem Mann ist wirklich nicht fair! Was soll das, wenn du nicht sofort das Kind meiner Mutter gibst ( Ersatzmutter für den Kleinen) dann brauchen wir nicht fahren! Weisst du was ich meine? Es kommt mir so vor als ob er seine Mutter für genauso eine gute Mutter für euren Sohn sieht wie dich.

Ich hoffe ich konnte dir bischen helfen
LG

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12. September 2009 um 14:15

Danke für euren Zuspruch
Es tat gut sich das ganze mal von der Seele zu reden und von anderen (meine Eltern stehen natürlich auf meiner Seite) zu hören, dass ich mich nicht falsch verhalten habe. Ich denke natürlich schon die ganze Zeit darüber nach wie es weitergehen soll. Mein Mann wird nie hier wegziehen, dass weiß ich, darauf brauche ich ihn gar nicht ansprechen. Und vor einer Trennung habe ich ehrlich gesagt Angst. Nicht weil ich dann mit der Kleinen alleine bin, ich bin ja quasi schon alleinerziehend. Aber zum einen weiß ich nicht, wie ich es finanziell schaffen soll und am meisten befürchte ich, dass mir meine Schwiegerfamilie dann das Leben zur Hölle macht, da ich ihnen dann ja das Kind ganz wegnehme.

Im Moment kann ich hier nicht weg, da wir auch noch einen kranken Hund haben, der nach 2 Operationen auf dauernde Betreuung angewiesen ist. Wir hätten ihn übers Wochenende mitgenommen (auf den wollte meine Schwiegermutter nicht aufpassen) und nu hat mein Mann ihn einfach dagelassen. Zum Glück kann der Hund nicht mehr spazieren gehen, da reicht es ihn in den Garten zu lassen, aber zu lange kann ich ihn nicht alleine lassen. Mit zu meinen Eltern kann ich ihn nicht nehmen, sie wohnen im 2. Stock und ich oder meine Eltern schaffen es nicht ihn hochzutragen (er ist groß und wiegt 35 kg).

Irgendwo hoffe ich ja, dass mein Mann am Wochenende auch darüber nachdenkt und wir morgen eine Lösung für die ganze Sache finden. Ich habe schon überlegt einfach mal ein paar Tage mit der Kleinen wegzufahren, irgendwohin wo ich mal wieder frei durchatmen kann. Meine Eltern und meine Schwester wohnen hier in der unmittelbaren Umgebung, dass wäre mir nicht weit genug weg. Kann mir da jemand einen Tip geben? Wo man gut mit einem Baby unterkommen kann?

Ich bin euch dankbar für eure Unterstützung, es tut gut das einem Menschen die man nicht kennt Mut machen

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14. September 2009 um 19:43

Soll ich's glauben?
Ich kann es immer noch gar nicht glauben, aber mein Mann hat sich am Wochenende darauf besinnt, wer nu in erster Linie seine Familie ist....

Er hat der Kleinen Geschenke mitgebracht und seiner Mutter klipp und klar gesagt, dass sie in Zukunft nichts mehr eigenständig mit der Kleinen machen soll und das ja wohl klar ist, dass ich als Mutter die Erste sein möchte, die die neuen Dinge wie füttern und so weiter mit meiner Tochter erleben will. Und das ich am Besten einschätzen kann, ab wann welche Dinge mit der Kleinen gemacht werden können. Sie war ganz kleinlaut

Er möchte mit mir im Oktober das verpasste Wochenende nachholen und jetzt passt auf....
Meine Mutter soll sich dann um die Kleine kümmern!!! Ist das nicht der Hammer? Ich kann dem Ganzen noch gar nicht trauen.

Ich möchte mich trotzdem nochmal bei euch für euren Rat bedanken, in der Hoffnung, ihn nicht nochmal in so einer Angelegenheit zu brauchen.

Viele liebe Grüße
Maja

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17. September 2009 um 13:30
In Antwort auf decima_12486352

Soll ich's glauben?
Ich kann es immer noch gar nicht glauben, aber mein Mann hat sich am Wochenende darauf besinnt, wer nu in erster Linie seine Familie ist....

Er hat der Kleinen Geschenke mitgebracht und seiner Mutter klipp und klar gesagt, dass sie in Zukunft nichts mehr eigenständig mit der Kleinen machen soll und das ja wohl klar ist, dass ich als Mutter die Erste sein möchte, die die neuen Dinge wie füttern und so weiter mit meiner Tochter erleben will. Und das ich am Besten einschätzen kann, ab wann welche Dinge mit der Kleinen gemacht werden können. Sie war ganz kleinlaut

Er möchte mit mir im Oktober das verpasste Wochenende nachholen und jetzt passt auf....
Meine Mutter soll sich dann um die Kleine kümmern!!! Ist das nicht der Hammer? Ich kann dem Ganzen noch gar nicht trauen.

Ich möchte mich trotzdem nochmal bei euch für euren Rat bedanken, in der Hoffnung, ihn nicht nochmal in so einer Angelegenheit zu brauchen.

Viele liebe Grüße
Maja

Hallo Maja,
deine Geschichte rührt mich sehr, und ich glaube das auch einigermaßen Nachvollziehen zu können.
Ich bin männlich, 25 Jahre alt und lebe seit sechs Jahren eigenständig. Meine Mutter hatte ähnliche Probleme und auch heute noch sind sie nicht ganz weg. Ich habe schon sehr viel mit ihr über alles mögliche geredet, auch die Probleme mit den Schwiegereltern - also meiner Oma. Sie ist auch in die Familie eingezogen und die Eltern meines Vaters waren ziemlich bestimmend und sie wurde anfangs kaum akzeptiert oder respektiert. Mein Opa lebt schon lange nicht mehr, das Problem bezieht sich also auch vorwiegend auf die Schwiegermutter.
Meine Oma ist ein lieber Mensch, aber hat auch einen psychischen Schaden so wie viele Leute. Sie ist absolut nicht kritikfähig und recht opportunistisch. Sie kann sich bis heute nicht vollkommen kontrollieren und wischt wenn sie in der Wohnung meiner Eltern ist beispielsweise ganz beiläufig über Möbelstücke. Meine Mutter ärgert das zu recht sehr, wenn sie sich in ihre Haushaltsführung einmischt, und meine Oma weiß auch, dass das nicht korrekt ist, aber schafft es nicht vollkommen, das abzustellen.
Es war früher noch viel problematischer. Aber dennoch hat sich alles zum Guten gewendet. Dein Mann muss sich absolut im klaren darüber sein, dass du es unter keinen Umständen akzeptierst, dass seine Mutter über ihn, eure Beziehung und euer Kind mehr Macht hat als du.
Deine Schwiegermutter hat sicher keine bösen Motive, aber man muss dem auf jeden Fall einhalt gebieten, damit es nicht zur Gewohnheit wird. Lasst euer Kind ruhig öfters mal bei deiner Mutter, denn deine Schwiegermutter muss sich im klaren darüber sein, dass es ein Privileg ist, sich auch mal um dein Kind zu kümmern. Du scheinst recht Diplomatisch zu sein und kannst das mit Sicherheit gut hinkriegen. Sag deiner Schwiegermutter ruhig, dass du dich freust, dass sie sich um das Kind kümmert, aber das nur geht, wenn gegenseitiges Vertrauen herrscht. Eine Entschuldigung mit einer Bedingung "wenn..." ist übrigens keine, aber so wie sich mir das darstellt, ist das schon eine verhältnismäßig große Geste, dass sie überhaupt bereit war, sich irgendwie zu entschuldigen.
Die Frage, ob es für das Kind schlecht ist, dass deine Schwiegermutter ihr die Erdbeere gegeben hat ist übrigens absolut irrelevant und du brauchst über so etwas auch nicht zu diskutieren. Du als Mutter willst es nicht und deine Schwiegermutter überschreitet Grenzen, wenn sie sich darüber hinwegsetzt.
Ich hoffe sehr für dich, dass es in Zukunft keine argen Probleme mehr mit dem Thema geben wird.

Viel Glück und liebe Grüße
Christian

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