Home / Forum / Meine Familie / Stieftochter -- Ehemann -- Rückhalt?!?!

Stieftochter -- Ehemann -- Rückhalt?!?!

30. Oktober 2011 um 14:32

Hallo zusammen,

wollte mal meine Erfahrungen - Gefühle der letzten 18 Jahre hier mitteilen und evtl. hat ja jemand noch Tipps für mich

Im Frühling 1993 habe ich meinen heutigen Ehemann kennengelernt - mit seiner damals fast 3-jährigen Tochter. Er war zu dem Zeitpunkt schon 1 Jahr von seiner damaligen Frau getrennt. Zu diesem Zeitpunkt lebte die 3-jährige schon bei meinem Ehemann. Die Tochter war nicht so wirklich geplant bei den Beiden, aber mein Mann hat sich sehr um die Tochter gekümmert. Wir sind dann auch schon im Winter 1993 zusammen gezogen und haben 1994 geheiratet. Im Jahr 1997 kam unser Sohn zur Welt.

In den ganzen Jahren habe das Mädel so geliebt und erzogen wie mein Eigenes. Für mich gab und gibt es auch immer noch nicht, einen Unterschied ob eigenes Kind oder nicht. Leider hat das Mädchen mich ständig (seit 1993) provoziert, wenn sie von der leiblichen Mutter wiederkam. Ich habe versucht bei einige Dingen drüber wegzuschauen, aber leider hat das nicht immer funktioniert. Ich habe auch nicht alles meinem Mann erzählt - des Friedenswillen und weil er ja auch soviel Stress bei der Arbeit hatte. In der Zeit, wo sie nicht bei der leibl. Mutter war, ging es dann wieder besser. Auch als die leibl. Mutter sich Jahre nicht gemeldet hatte, war es nicht so schlimm.
Als sie in die Pubertät kam und sie wieder Kontakt mit ihrer leibliche Mutter hatte, wurde es wieder schlimmer. Einmal ist mir dann auch die Hand ausgerutscht und ich gab ihr eine Ohrfeige als sie mich so dermaßen provoziert hatte.
Heute weiß ich, das einiges hätte anders laufen müssen - aber hinterher ist man immer schlauer.

Nun......Ende 2008 hat unsere Tochter dann ihre Lehre begonnen. Anfang 2009 haben wir dann festgestellt, dass sie von ihrem Ex-Freund schwanger war -- ungeplant !!! Sie hatte die Schwangerschaft total verdrängt und sie war schon zu dem Zeitpunkt Anfang 4.Schwangerschaftsmonat... Wir haben uns dann mit ihr, ihrem Ex-Freund und dessen Eltern zusammen gesetzt und besprochen wie es weitergehen soll. Lange Rede - kurzer Sinn: Da ich zu dem Zeitpunkt arbeitslos war, habe ich mich bereit erklärt, auf unser Enkelkind aufzupassen, damit unsere Tochter ihr Ausbildung beenden kann. Sobald der Enkel in den Kindergarten kommt, sind die beiden Elternteile selbst dafür verantwortlich. Im Laufe der nachfolgenden Wochen näherten sie die Kinder wieder an und waren dann auch wieder zusammen als unser Enkel geboren wurde - süsser, kleiner Fratz
Ich habe mich um meinen Enkel jeden Tag von morgens halb sechs bis zum Nachmittag gekümmert wenn unsere Tochter arbeiten war. Hinzu kommt das ich bei unserer Tochter ab und an die Wohnung (sie zog kurz vor der Geburt in eine eigene kleine Wohnung) aufgeräumt und geputzt habe, ihre Wäsche geschwaschen und gebügelt habe, da sie nicht so richtig klar kam damit oder weil sie einfach nur keine Lust hatte....Wir kauften für unseren Enkel die Pampers, Flaschenkost, Brei, Anziehsachen usw. Auch haben wir des öfteren schon unserer Tochter finanzielle aus der "Patsche" geholfen, wenn sie mal wieder zu viel eingekauft hat (neues Handy, Onlinebestellungen).
Wie haben ihr damals zu Beginn der Lehre ein Auto gekauft, welches sie zu Schrott gefahren hat und dann haben wir ihr ein Neues organisiert.
Beim Amt hatte ich mich als Tagesmutter angemeldet und bekam so auf 400,-- Basis ein wenig Geld. Seit Sommer diesen Jahres geht unser Enkel nun schon in die Kita und
leider haben sich unsere Tochter und der Kindsvater vor ca. 4 Monaten getrennt.
Seit knapp 3 Monaten ist unsere Tochter mit einem ihrer Schulkollegen von vor 7 Jahren zusammen - haben sich vor 3 Wochen verlobt ohne Vorankündigung -- wir kennen ihn nicht persönlich....Unsere Tochter meldet sich nur noch bei uns wenn sie was will oder wir sie einladen....So wie wir gehört haben zieht sie Anfang 2012 um - uns hat sie noch nichts erzählt.....
Der Kontakt zu ihrer leiblichen Mutter ist super -- obwohl diese sich nie wirklich um sie gekümmert hat.....
Ich bekomme von unserer Tochter nur dumme und verletzenden Sprüche, sie macht mich woanders nur schlecht...Sie kümmert sich nur um ihren Sohn, wenn sie es will, ansonsten gibt sie ihn auch gerne bei ihrem Ex-Freund und dessen Eltern ab, wenn die keine Zeit haben ruft sie uns an...
Mein Mann sieht das nicht so schlimm......Ich würde immer nur auf unsere Tochter herumhacken und würde sie nie mal loben......wir hätten soviel falsch gemacht und wären daran Schuld!!
Die ganzen Jahre seit ich meinem Mann und das Mädel kenne, habe ich alles nur erdenkliche für beide gemacht und getan. Ich bin mit ihr zum Arzt gefahren, lag zusammen mit ihr im Krankenhaus als sie operiert werden musste - stand immer hinter ihr egal was sie gemacht hat - als ich auf ihren Sohn aufgepasst habe und mir ging es nicht gut, hat mir keiner geholfen,,,im Gegenteil.
War das mein Fehler??? Viele unserer Freunde und Bekannte sagen, unsere Tochter müsste mir die "Füsse" küssen weil ich soviel für sie getan und machen würde. Mein Mann müsste hinter mir stehen und ihr mal die Meinung sagen, dass sie mich noch zu behandeln hätte.
Sie würde wohl in einer falschen Welt leben - die Mutter die nie etwas für sie getan hätte ist die tolle verständnisvolle und ich bin die "Böse" --- ginge ja gar nicht.
Unsere Tochter ist immer noch der Streitpunkt zwischen meinem Mann und mir - wie damals als die Tochter noch hier wohnte. So langsam kann ich nicht mehr. Sie ist jetzt 21 Jahre alt, hat ihre Ausbildung fertig -- sie muss doch mal auf eigenen Beinen stehen oder sehe ich das falsch? Sie gibt Geld aus, obwohl sie es nicht hat und mein Mann hilft ihr jedes Mal aus der Patsche. Ich gehe doch nicht jetzt wieder arbeiten um mein Geld ihr in den Rachen zu werfen.....
Was meint ihr dazu?
Ich weiß ich habe viel geschrieben, aber ich musste es mir mal von der Seele schreiben.
Danke fürs "zuhören"

Mehr lesen

1. November 2011 um 21:26

Danke für die Antwort
Hallo Alexandra,

danke für Deine Antwort. Ich bin ja der gleichen Meinung - sie braucht Grenzen und man hätte ihr schon länger mal die Grenzen auch aufzeigen müssen. Leider sieht bzw. sah mein Mann das nicht so. So langsam, ganz allmählich fängt er an es zumindest ein wenig so zu sehen.
Unsere Tochter war am mit ihrem Verlobten nun bei uns uns und wir wissen nun auch (natürlich nur nach Nachfragen) das sie Anfang Februar in eine größere Wohnung zusammen ziehen. Mein Mann meint die Wohnung liege zuweit weg und man hätte evtl. auch eine hier in der Umgebung finden können für weniger Geld, aber sie müssten halt ihre Erfahrungen selber machen. Und sollte nun schnell noch ein Kind nachfolgen, dann müssten sie selber sehen wie sie damit klar kommen würden......
Ich war total baff als er das sagte -- wenn die Situation eintreten sollte, bin ich mal gespannt ob er immer noch der Ansicht ist.
Ich für meinen Teil, werde sie immer lieb haben und hinter ihr stehen -- aber nicht um jeden Preis.

Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

9. November 2011 um 19:10

Ja, habe ich
Danke für Deine Antwort amyvote

Unser Sohn ist zum Glück nicht auf der Strecke geblieben. Er hat mittlerweile gelernt, wie man sich nicht verhalten sollte. Selbst er meinte vor Kurzem zu mir, das sich seine Schwester nicht toll verhält.....Sie würde ja nur noch kommen oder sich melden wenn sie was wollte und zum Teil sogar noch "rummeckkern"....

Mein Mann hat in den letzten Tagen (so glaube ich) eingesehen, dass ich nicht mehr zu 100 % springe und mache und tue wenn sie es will.

Es tut zwar noch weh, so behandelt zu werden, aber trotzdem fühle ich mich besser damit, unsere Tochter einfach links liegen zu lassen. Wenn sie mal da ist, dann rede ich normal mit ihr - aber ich lasse mich auf keine Diskussionen mehr ein oder versuche ihr Ratschläge zu geben. Mein Lieblingssatz lautet momentan: " Du bist alt genug - entscheide selber und stehe für die Konsequenzen gerade". Aber mittlerweile redet sie sowieso mehr mit meinem Mann....und ihm habe ich zu verstehen gegeben, dass wir sie nicht mehr aus jeglicher finanziellen Not rausholen werden.

Man wird sehen - vielleicht wird unsere Tochter ja mal irgendwann erwachsen und "wach" und merkt wie sie uns bzw. mir weh getan hat --- die Hoffnung stirbt zuletzt


Gefällt mir Hiflreiche Antwort !

Frühere Diskussionen
Du willst nichts mehr verpassen?
facebook

Das könnte dir auch gefallen