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Stiefsohn (8) Suizidäußerungen

13. August 2016 um 20:58

Hallo zusammen,

mir sitzt immer mal wieder was "im Nacken", nun mal weder akut und ich hätte gerne eine "Fremdmeinung".
Ich versuche mich kurz zu fassen da ich emotional jedoch betroffen bin, ist das etwas schwer:

Ich bin in zweiter Ehe glücklich verheiratet, mein Mann hat einen Sohn aus erster Ehe, 8 Jahre, ich einen Sohn, 8 Jahre, und eine Tochter, 5 Jahre.
Die Kinder verstehen sich super, mein Bonussohn und ich verstehen uns auf einer tiefen, inneren Ebene und sind uns sehr verbunden.

Er lebt bei seiner Mutter, das Sorgerecht ist geteilt, sie hat einen neuen Partner, mit dem er immer wieder Schwierigkeiten hat.

Er bekommt Antidepressiva, gleichzeitig ein Mittel gegen ADHS.
Er ist nicht aggressiv und sozial gut integriert.

Er wünscht sich seit längerem, bei uns zu wohnen, seine Mutter lässt dies nicht zu.
Wir dürfen ihn 45% der Zeit "haben", er dürfe mit 12 selber entscheiden, wo er wohnen wolle, aber bis dahin "gebe sie ihn um keinen Preis der Welt her".

Die Medikation war ihr Verlangen, wir haben uns im ersten Scritt erst für (Familien-) Therapie usw. ausgesprochen, leider erfolglos.
Zur Einstellung der Medikamente ist er ca alle 5 Monate zu einem Gespräch in der Kinder- und Jugendpsychatrie bei uns in der Stadt, vorher fand alle 5 Woche eine Sitzung für ihn bei der Therapeutin statt.
Dort äußerte er ebenfalls bei uns wohnen zu wollen, er habe jedoch Angst, weil seine Mutter dann traurig sei und er diese Schuld nicht tragen könne.

"Verhandlungsbereit" ist sie nicht, unabhängig von dem Befinden des Kindes.
Er bittet uns, nicht in seinem Sinne tätig zu werden, aus Sorge vor der Reaktion seiner Mutter und ihrer Gefühlslage.

Immer wieder äußert er, wenn der schulische Druck zu groß wird, lieber sterben zu wollen, lieber wegzulaufen von ihr, als weiter zu leben.
Im letzten halben Jahr, seit dem haben wir eine neue anders verteilte Regelung, ist es dramatisch schlimmer geworden.
Heute bekamen wir per Zufall zwei Rückmeldungen, Sportverein und Ferienbetreuung, mit dem selben Tenor: Was ist mit dem Kind los, er ist gar nicht mehr so, wie wir ihn kennen.
Er wirke traurig, angespannt, lustlos, nicht ansteckbar mit freude...
Reaktion seiner Mutter: Redet nicht alles schlimmer, als es ist, das verwächst sich. Zur Not wird die Dosis erhöht, ich tute doch schon genug für mein Kind.

Das JA hat bereits 5 Ersttermine, um die wir gebeten hatten, verschoben, ein neuer wird wohl im Dezember stattfinden können.

Seine Therapeutin ist sehr jung und empfiehlt zwar wohl dem JA ihn bei uns unterzubringen, um jedoch Elternarbeit offen gestalten zu können, möchte sie seiner Mutter nicht vor den Kopf stoßen

Und nun?

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Von: fatin_12466779
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13. August 2016 um 21:11
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