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Stiefmutter, hätte ich es nur vorher gewußt...

3. Januar 2007 um 17:06 Letzte Antwort: 29. Juni 2010 um 23:44

Hallo! Ich bin neu hier im Forum! Im Grunde suche ich seit langer Zeit Frauen, die ebenfalls Stiefmutter geworden sind, eine Ex-Frau im Nacken haben, 2 "kranke" Stiefkinder hat, wovon das ältere (10 Jahre) bei uns lebt und sich mit der zunehmend früher einsetzenden Pubertät rumschlagen muß und zudem ertragen darf, wie das jüngere Kind weiterhin misshandelt wird.

Ich bin mit meinem Mann seit fast 3 Jahren zusammen, seit ca. 1 Jahr sind wir verheiratet. Sein Ex-Frau hat uns die Hölle heiß und uns finanziell fast kaputt gemacht. Der große Sohn wollte unbedingt von seiner Mutter weg und mit seinem Vater zu mir, der kleine wurde nicht gefragt, insbesondere, weil er "Mamas Liebling" ist. Dazu muß man aber wissen, dass diese Frau ihre Kinder mißhandelt (nicht ausreichend zu essen, einsperren in kleine, fensterlose Räume, Schläge, Backpfeifen, ebenfalls von ihrem Freund, Tritte in den Hintern). Wir waren vor Gericht, sogar in 2. Instanz, sowohl das Jugendamt in unserer Stadt als auch das im Wohnort des kleinen sind eingeschaltet. Wir haben sie und auch ihren Freund angezeigt, doch die Anzeigen verliefen im Sand. Die Herrschaften der Ämter haben sich nicht ein einziges Mal bewegt, wir haben auf kompletter Front, was das Aufenthaltsbestimmungsrecht anbelangt, verloren. Zumindest hatte sie kein Glück mit ihrem Antrag auf alleiniges Sorgerecht und Umgangsverbot; das hat die Richterin komplett abgelehnt. Wir dürfen den Kleinen jetzt 4x im Jahr sehen, eben immer in den Ferien. Im Gegenzug muß der Große auch 4x hin, obwohl sie das gar nicht will (und auch offiziell den Antrag stellte, daß sie ihn max. 2x im Jahr sehen will).

Ich kann mit solchen Menschen nicht umgehen und ich verstehe auch nicht, wie eine leibliche Mutter sich so asozial ihren Kindern gegenüber verhält. Wenn ich im Fernsehen sehe, was den Kindern geschieht, und die Jugendämter sich nicht bewegen und abwarten, bis die Katastrophe eingetreten ist, und wohl bemerkt nur "aus Mangel an Beweisen", dann kann ich nur noch resignieren, weil mir mittlerweile wirklich die Kraft fehlt. Der Kleine erzählt jedes Mal unter Tränen, was sie mit ihm macht und sagt, er will zu uns (er wird jetzt 6 und seine Meinung vor Gericht ist völlig uninteressant). Wir wollten damals ein psychologisches Gutachten erwirken, um zu sehen, ob er wirklich zu uns will, doch das Gericht hielt das für nicht notwendig. In Bayern ticken die Uhren anders, da ist die Mutter Gott.

Der Große ist immer katastrophal drauf, wenn er vom Ferienbesuch zurück kommt. Ich habe auch keine Lust mehr, dass aufzufangen. Sie "kauft" ihn mit Ausflügen und langem Aufbleiben. Für seine Noten interessiert sie sich nicht, das hat sie ihm auch persönlich gesagt, dass sie damit nichts zu tun haben will. Es ist einfach nur unglaublich!

Falls jemand von euch in einer ähnlichen Lage ist, über Emails freue ich mich immer...

Viele Grüße

Susanne

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17. März 2007 um 22:34

Hallo Susanne
Ich verstehe Dich sehr gut.Auch ich habe 2 Stiefkinder(11 und 14).Meinen Mann habe ich vor 15 Jahren kennen gelernt.Ich war damals verheiratet(unglücklich) und er war der Freund einer Bekannten.Da ich in eine andere Stadt zog,verloren wir uns aus den Augen.Vor 10 Jahren rief er mich dann an und meinte,das er in Scheidung lebt und die Kids bei sich hat.Da ich sowiso wieder hierhin zurück wollte(lebte mittlerweile in Scheidung),trafen wir uns ein paarmal.Als ich dann wieder hier wohnte,kamen wir uns halt näher.Ich zog ziemlich schnell mit ihm zusammen,behielt aber weiter meine Wohnung,falls es nicht mit den Kindern oder uns klappen sollte.Wir hatten damals einen sehr guten Sachbearbeiter beim Jugendamt,der selbst gegen 4Std.Besuchsrecht alle 14 Tage wahr.Leider hat das Jugendamt kein Mitspracherecht,sondern nur eine beratende Funktion.Die Mutter kam manchmal 3-4Monate garnicht.Dann holte sie die Kids wieder für 4 Std.ab.Die kleine war 3 und die große fast 5.Da die kleine nicht zu ihrer Mutter wollte,mußten wir sie zwingen,da wir vom Richter angedroht bekamen,sonst 1000DM zahlen zu müssen.Mir brach es fast das Herz.Die große ging gerne hin,da sie vieles von ihrer Mutter versprochen bekam.Wenn sie dann heim kam,fing sie an,ins Bett zu machen und prügelte die Kids im Kindergarten ohne Grund.Das ging dann etwa 1 Woche bis sie wieder normal wurde.Die Mutter beantragte dann,das die Kids übers Wochenende bei ihr schlafen dürfen.Der Richter sprach ihr das recht zu!!!!!!!!!!
Sie holte die Kids 6-7mal ab und das war es dann.Die große sah sie dann ein paarmal,aber die Mutter redete nicht mit ihr.Vor etwa 1 1/2 Jahren,fing die große dann an Mist zu bauen.Sie schwänzte die Schule,wurde beim Klauen erwischt und log,das sich die Balken bogen.Wir gingen dann zum Jugendamt,da wir uns Hilfe holen wollten.Wir bekamen einen Erziehungsbeistand.Die wollte dann,mit uns einen Vertrag aushandeln.Die große wurde von dieser Frau voll unterstützt.Mit 12 bis 21Uhr30 wegbleiben,mindestens15 Taschengeld(die Woche)usw.Ich bin aber der meinung,das 7 in der Woche genug sind.Meine Zigaretten verschwanden,Sparkassen wurden aufgebrochen und zum ende tratt sie noch die Wohnungstür ein,als ich nicht da wahr.Der Nachbar hat sie aber gesehen.Da wir von schlagen nichts halten,versuchten wir es mit Hausarrest, Taschengeldsperre usw.. Die Mutter hat sich einen Dreck um das Kind gekümmert.Eine frühere Nachbarin hat mir mal erzählt,wie es abging,wenn mein Mann zur Arbeit wahr und seine Ex alleine mit den Kindern war.Die durften machen was sie wollten.Die Mutter schloß die Tür ab und ging auf Achse.30 minuten bevor er von der Arbeit kam,wahr sie dann zu Hause.Ich hab die große auch arg lieb, aber sie hat zuviel von der Mutter mit bekommen.Wenn die Kids von ihr kamen,stanken beide nach Urin und wollten erst was zu essen.Als ich nach fragte,meinten die Kids zu mir,das die MAMA abends noch mit ihrem Freund weg ging und die Schlafzimmertür abschloß,so das sie nicht auf die Toilette konnten.Zu essen gab es abends Dosensuppe.Da sie die Kids bis 15Uhr sonntags hatte,dachte ich eigendlich,das es was zu mittag gab.Denk nicht dran.Zum frühstück,gab es Cola und Toast.Die Kinder bekamen Geld mit,um uns anzurufen,falls etwas sei.Angerufen haben sie nicht,aber das Geld war auch weg.Dann bekam mein Mann Post vom Anwalt.Seine Ex behaubtete,das ich die Kinder schlage,so das sie blaue Flecken hätten.Wir hatten daraufhin 2 Gerichtsverhandlungen bei uns zuhause.Ich wahr heilfroh,das ich für jeden Mist mit den Kids beim Arzt wahr.So konnte ich meine unschuld belegen.Durch die aufhetzterei der Mutter und ihrem Freund wahr die große ziemlich frech(aber nur, wenn mein Mann nicht da wahr).Bei meinem Mann wahr sie dann das liebe Engelchen.Das ging soweit,das ich vor 3 Jahren ausziehen wollte.Dann überlegte ich mir,warum ich mir meine Ehe kaputt machen lassen sollte.Wenn sie dann zu mir kam mit einem Wunsch,schickte ich sie zu meinem Mann damit.Dann finf sie an,mich vor meinem Mann zu betiteln und Schlecht zu machen.Naja, es kam herraus,das die Mutter ihnen erzählt hat,das ich an der Trennung schuld sei.Die kleine will bis heute nichts von ihrer Mutter wissen.Die große kam vor 10Monaten ins Heim, da sie über eine Woche verschwunden wahr,und sich nichts mehr sagen ließ. Da sie im Heim so weiter machte,wie hier,kam sie vor 4 Monaten in ein geschlossenes Mädchenheim.Seit dem die Mutter vom Jugendamt Post zur offenlegung ihres Einkommens erhielt, interessiert sie sich wieder für die große ,aber nicht für die kleine.Mein Mann hat zugestimmt,das sie Sabrina schreiben darf(über den Anwalt).Die im Heim verstehen das aber so,das sie Besuch von der Mutter haben darf,was ja nicht der Fall ist.Ich wünsch Dir nur,das Ihr Euch nicht unterkriegen läßt.Bei uns steht demnächst die Verhandlung an,wegen des Besuchsrechts.Und hoffendlich,kriegt Ihr die Kids dort raus.

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18. März 2007 um 16:27

Dringender Rat:
sucht einen Kinderpsychologen auf.

Bei ProFamilia gibt es kostenfreie Beratung für Familien in eurer Situation. Die können euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Telefonnummer bekommst Du ganz leicht über google.de raus.

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19. März 2007 um 9:21
In Antwort auf marla_12839723

Hallo Susanne
Ich verstehe Dich sehr gut.Auch ich habe 2 Stiefkinder(11 und 14).Meinen Mann habe ich vor 15 Jahren kennen gelernt.Ich war damals verheiratet(unglücklich) und er war der Freund einer Bekannten.Da ich in eine andere Stadt zog,verloren wir uns aus den Augen.Vor 10 Jahren rief er mich dann an und meinte,das er in Scheidung lebt und die Kids bei sich hat.Da ich sowiso wieder hierhin zurück wollte(lebte mittlerweile in Scheidung),trafen wir uns ein paarmal.Als ich dann wieder hier wohnte,kamen wir uns halt näher.Ich zog ziemlich schnell mit ihm zusammen,behielt aber weiter meine Wohnung,falls es nicht mit den Kindern oder uns klappen sollte.Wir hatten damals einen sehr guten Sachbearbeiter beim Jugendamt,der selbst gegen 4Std.Besuchsrecht alle 14 Tage wahr.Leider hat das Jugendamt kein Mitspracherecht,sondern nur eine beratende Funktion.Die Mutter kam manchmal 3-4Monate garnicht.Dann holte sie die Kids wieder für 4 Std.ab.Die kleine war 3 und die große fast 5.Da die kleine nicht zu ihrer Mutter wollte,mußten wir sie zwingen,da wir vom Richter angedroht bekamen,sonst 1000DM zahlen zu müssen.Mir brach es fast das Herz.Die große ging gerne hin,da sie vieles von ihrer Mutter versprochen bekam.Wenn sie dann heim kam,fing sie an,ins Bett zu machen und prügelte die Kids im Kindergarten ohne Grund.Das ging dann etwa 1 Woche bis sie wieder normal wurde.Die Mutter beantragte dann,das die Kids übers Wochenende bei ihr schlafen dürfen.Der Richter sprach ihr das recht zu!!!!!!!!!!
Sie holte die Kids 6-7mal ab und das war es dann.Die große sah sie dann ein paarmal,aber die Mutter redete nicht mit ihr.Vor etwa 1 1/2 Jahren,fing die große dann an Mist zu bauen.Sie schwänzte die Schule,wurde beim Klauen erwischt und log,das sich die Balken bogen.Wir gingen dann zum Jugendamt,da wir uns Hilfe holen wollten.Wir bekamen einen Erziehungsbeistand.Die wollte dann,mit uns einen Vertrag aushandeln.Die große wurde von dieser Frau voll unterstützt.Mit 12 bis 21Uhr30 wegbleiben,mindestens15 Taschengeld(die Woche)usw.Ich bin aber der meinung,das 7 in der Woche genug sind.Meine Zigaretten verschwanden,Sparkassen wurden aufgebrochen und zum ende tratt sie noch die Wohnungstür ein,als ich nicht da wahr.Der Nachbar hat sie aber gesehen.Da wir von schlagen nichts halten,versuchten wir es mit Hausarrest, Taschengeldsperre usw.. Die Mutter hat sich einen Dreck um das Kind gekümmert.Eine frühere Nachbarin hat mir mal erzählt,wie es abging,wenn mein Mann zur Arbeit wahr und seine Ex alleine mit den Kindern war.Die durften machen was sie wollten.Die Mutter schloß die Tür ab und ging auf Achse.30 minuten bevor er von der Arbeit kam,wahr sie dann zu Hause.Ich hab die große auch arg lieb, aber sie hat zuviel von der Mutter mit bekommen.Wenn die Kids von ihr kamen,stanken beide nach Urin und wollten erst was zu essen.Als ich nach fragte,meinten die Kids zu mir,das die MAMA abends noch mit ihrem Freund weg ging und die Schlafzimmertür abschloß,so das sie nicht auf die Toilette konnten.Zu essen gab es abends Dosensuppe.Da sie die Kids bis 15Uhr sonntags hatte,dachte ich eigendlich,das es was zu mittag gab.Denk nicht dran.Zum frühstück,gab es Cola und Toast.Die Kinder bekamen Geld mit,um uns anzurufen,falls etwas sei.Angerufen haben sie nicht,aber das Geld war auch weg.Dann bekam mein Mann Post vom Anwalt.Seine Ex behaubtete,das ich die Kinder schlage,so das sie blaue Flecken hätten.Wir hatten daraufhin 2 Gerichtsverhandlungen bei uns zuhause.Ich wahr heilfroh,das ich für jeden Mist mit den Kids beim Arzt wahr.So konnte ich meine unschuld belegen.Durch die aufhetzterei der Mutter und ihrem Freund wahr die große ziemlich frech(aber nur, wenn mein Mann nicht da wahr).Bei meinem Mann wahr sie dann das liebe Engelchen.Das ging soweit,das ich vor 3 Jahren ausziehen wollte.Dann überlegte ich mir,warum ich mir meine Ehe kaputt machen lassen sollte.Wenn sie dann zu mir kam mit einem Wunsch,schickte ich sie zu meinem Mann damit.Dann finf sie an,mich vor meinem Mann zu betiteln und Schlecht zu machen.Naja, es kam herraus,das die Mutter ihnen erzählt hat,das ich an der Trennung schuld sei.Die kleine will bis heute nichts von ihrer Mutter wissen.Die große kam vor 10Monaten ins Heim, da sie über eine Woche verschwunden wahr,und sich nichts mehr sagen ließ. Da sie im Heim so weiter machte,wie hier,kam sie vor 4 Monaten in ein geschlossenes Mädchenheim.Seit dem die Mutter vom Jugendamt Post zur offenlegung ihres Einkommens erhielt, interessiert sie sich wieder für die große ,aber nicht für die kleine.Mein Mann hat zugestimmt,das sie Sabrina schreiben darf(über den Anwalt).Die im Heim verstehen das aber so,das sie Besuch von der Mutter haben darf,was ja nicht der Fall ist.Ich wünsch Dir nur,das Ihr Euch nicht unterkriegen läßt.Bei uns steht demnächst die Verhandlung an,wegen des Besuchsrechts.Und hoffendlich,kriegt Ihr die Kids dort raus.

Hallo Sonja,
Hallo Sonja,

bei Euch ist ja genauso viel los wie bei uns. Was beschwere ich mich eigentlich? Der Große ist mit seinen fast 11 Jahren auf dem gleichen Weg wie Eure Große. Am Wochenende ist es so eskaliert, dass wir ihn rausgeschmissen haben. Natürlich ist er nicht gegangen, wohin denn auch? Ihn will keiner, das ist ja das traurige. Die KM will ihn nicht, die Oma auch nicht, der Vater, mein Mann nur weil er keine Wahl hat und niemanden hängen läßt. Und ich? Wenn ich entscheiden könnte, wäre der Junge weg. Er hat ebenfalls zuviel von seiner Mutter abbekommen..
Der Kleine ist 6 und würde, wenn er die Wahl hätte, sofort zu uns kommen, weil er von seiner Mutter immer noch misshandelt wird. Aber die Ex-Frau will ihn unbedingt behalten. Ich vermute, weil mein Mann ihn haben möchte, und sie sucht immer wieder Mittel und Wege, meinem Mann eine Reinzuwürgen. Den Großen hat sie sofort abgegeben, den wollte sie nicht haben. Mit dem dürfen wir uns jetzt rumschlagen. Und er ist erst 11!!! Was haben wir hier: Lügen, er schlägt andere Kinder, beißt sie, schneidet ihnen Haare ab, beschädigt deren Schulsachen, nimmt sich Dinge heraus, die sich für einen 11-Jährigen nicht gehören (und das hat nicht nur etwas mit der Pubertät zu tun...) Er vertrimmt sogar seinen eigenen Bruder! Ich habe noch nie jemanden geschlagen, und Kinder erst recht nicht. Doch ich mag dieses Kind immer weniger und würde es am liebsten verprügeln für sein asoziales Verhalten. Mein Mann weiß nicht weiter und ich habe eher den Eindruck, er steckt den Kopf in den Sand, typisch Mann finde ich. Ich rede nicht mehr mit dem Jungen, denn ich weiß nicht, wielange ich mich noch beherrschen kann. Ich will mir auch nicht die Hände schmutzig machen und zur Schlägerin werden.

Und das absolut Kranke ist, dass er in Therapie war!!! Wie sich aber herausgestellt hat, war das wohl eher eine Beschäftigungstherapie als eine richtige Psychotherapie. Er hat den Therapeuten so auf den Arm genommen, dass dieser etwas fassungslos vor mir sass, als ich ihm erzählt habe, was wirklich zuhause und mit der KM abläuft. Davon hatte der Junge nicht ein einziges Wort erwähnt.

Wie soll man solche Kinder mögen? Es sind ja Kinder und ein Produkt der Erwachsenen. Doch ich mag dieses Kind nicht, und hätte ich meinen Mann nicht letztes Jahr geheiratet, dann würde ich mir überlegen auszuziehen.

Viele Grüße

Susanne

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19. März 2007 um 9:23
In Antwort auf dolly_12843641

Dringender Rat:
sucht einen Kinderpsychologen auf.

Bei ProFamilia gibt es kostenfreie Beratung für Familien in eurer Situation. Die können euch mit Rat und Tat zur Seite stehen.

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Kinderpsychologe
Hallo!
Ich habe es eben geschrieben, der andere Therapeut war ein Flop. Nächste Woche habe ich einen Termin bei der Erziehungsberatungsstelle. Ich hoffe wirklich, dass die uns helfen, denn sonst schmeiße ich ihn wirklich raus.

Danke!

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19. April 2007 um 10:36

Hallo Susanne
Ich bin ebenfalls neu hier und möchte gerne antworten, dass Du nicht allein mit schwierigen Aufgaben betraut bist. Auch ich kümmere mich um einen siebenjährigen ADHS-kranken Sohn meines Mannes, der per Gerichtsverfahren seiner Mutter entzogen wurde (mein Mann hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht), weil sie paranoid ist und in einer geschlossenen Anstalt. Dazu habe ich zwei eigene Kinder aus meiner ersten Ehe (10 und 12 Jahre). Seit 14.02.07 ist die Situation so schwer, vorher war der Kleine nur allei zwei Wochen am Wochenende bei uns. Er möchte gar nicht bei uns sein, weil er seine Mutter vermisst und er versteht nicht, dass seine Mutter sich seitdem nicht mehr gemeldet hat. Ich habe mit meinem Mann überhaupt keine Zeit mehr gemeinsam (keine kinderfreien Wochenenden mehr) und unsere Ehe leidet durch häufigen Streit zusehendst. Fünf Jahre sind wir zusammen, davon 1,5 verheiratet und solange kennen sich auch die Kids. Leider ist dauerhaftes Zusammensein etwas andres als nur alle 2 Wochen und auch die Kids streiten sich - insofern kann ich nur sagen, wie sehr Du Recht hast mit der Aussage: Wenn ich das vorher gewusst hätte...Ich halte im Moment einzig und allein viel auf Beratungsstellen und Psychologen. Bei letzteren gibt es zwar erst nach wochenlangem Warten einen Termin, aber der holt alle an einen Tisch und das ist das Einzige, was hilft. Die Beratungsstelle ist schneller am Werk, hilft auch sehr gut, kann nur Tipps geben. Der Psychologe verordnet Therapien, das ist noch wirksamer. Liebe Grüße, bertoline

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30. April 2007 um 15:30
In Antwort auf ilsa_12743138

Hallo Sonja,
Hallo Sonja,

bei Euch ist ja genauso viel los wie bei uns. Was beschwere ich mich eigentlich? Der Große ist mit seinen fast 11 Jahren auf dem gleichen Weg wie Eure Große. Am Wochenende ist es so eskaliert, dass wir ihn rausgeschmissen haben. Natürlich ist er nicht gegangen, wohin denn auch? Ihn will keiner, das ist ja das traurige. Die KM will ihn nicht, die Oma auch nicht, der Vater, mein Mann nur weil er keine Wahl hat und niemanden hängen läßt. Und ich? Wenn ich entscheiden könnte, wäre der Junge weg. Er hat ebenfalls zuviel von seiner Mutter abbekommen..
Der Kleine ist 6 und würde, wenn er die Wahl hätte, sofort zu uns kommen, weil er von seiner Mutter immer noch misshandelt wird. Aber die Ex-Frau will ihn unbedingt behalten. Ich vermute, weil mein Mann ihn haben möchte, und sie sucht immer wieder Mittel und Wege, meinem Mann eine Reinzuwürgen. Den Großen hat sie sofort abgegeben, den wollte sie nicht haben. Mit dem dürfen wir uns jetzt rumschlagen. Und er ist erst 11!!! Was haben wir hier: Lügen, er schlägt andere Kinder, beißt sie, schneidet ihnen Haare ab, beschädigt deren Schulsachen, nimmt sich Dinge heraus, die sich für einen 11-Jährigen nicht gehören (und das hat nicht nur etwas mit der Pubertät zu tun...) Er vertrimmt sogar seinen eigenen Bruder! Ich habe noch nie jemanden geschlagen, und Kinder erst recht nicht. Doch ich mag dieses Kind immer weniger und würde es am liebsten verprügeln für sein asoziales Verhalten. Mein Mann weiß nicht weiter und ich habe eher den Eindruck, er steckt den Kopf in den Sand, typisch Mann finde ich. Ich rede nicht mehr mit dem Jungen, denn ich weiß nicht, wielange ich mich noch beherrschen kann. Ich will mir auch nicht die Hände schmutzig machen und zur Schlägerin werden.

Und das absolut Kranke ist, dass er in Therapie war!!! Wie sich aber herausgestellt hat, war das wohl eher eine Beschäftigungstherapie als eine richtige Psychotherapie. Er hat den Therapeuten so auf den Arm genommen, dass dieser etwas fassungslos vor mir sass, als ich ihm erzählt habe, was wirklich zuhause und mit der KM abläuft. Davon hatte der Junge nicht ein einziges Wort erwähnt.

Wie soll man solche Kinder mögen? Es sind ja Kinder und ein Produkt der Erwachsenen. Doch ich mag dieses Kind nicht, und hätte ich meinen Mann nicht letztes Jahr geheiratet, dann würde ich mir überlegen auszuziehen.

Viele Grüße

Susanne

Oje
liebe Susanne, das hört sich richtig stressig an! Es tut mir leid für Dich, aber vor allema auch für die Kinder.

Was mir dazu spontan eingefallen ist, ist die supernanny... naja, aber wird dir jetzt wohl auch keine hilfe sein.

Ich wünsche Dir viel Kraft!

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26. Februar 2008 um 21:18

Mein stiefkind
hallo susanne!
ich bin neu hier, und kann auch nicht sehen von wann deine ausführungen sind? vielleicht hast du deine probleme inzwischen schon behoben,aber da ich in einer ähnlichen lage bin,weiss ich, dass das eigenlich nicht geht, wenn man den Kindsvater abgöttisch liebt. ich bin mit meinem mann jetzt 8 jahre zusammen und sein sohn war 6 jahre als wir zusammengezogen sind. du kannst mir glauben,ich habe schon oft ans ausziehen gedacht.mein mann hat auch noch eine tochter die lebt aber bei der mutter und ist jedes zweite we bei uns gewesen,sie ist inzwischen 13 jahre.wenn wir sie in all den jahren mal nicht nehmen konnten wegen arbeit oder irgendwelchen sportveranstalltungen vom sohn konnten mein mann gleich am dienstag beim jugendamt antanzen, vorher wurden wir von ihr mit sms zugetextet,das der inhalt nicht gerade freunlich war brauch ich nicht zu sagen.
um für mich eine lösung zu finden schreibe ich alle sms auf die von der mutter kommen.(ein gut gefüllter ordner)wir sind seit ein paar jahren darüber einig ihr nicht zu antworten- weil ein wort das andere gibt.
es ist in den ganzen jahren so viel passiert das ich gar nicht weiss wo ich anfangen soll. wir haben mit dem jungen alles durch, von wutanfallen bis jahrelanges bettnässen, tagelang hat er nicht mit uns geredet na alles eben!
vielleicht können wir uns öftermal austauschen, manchmal ist es schon gut für mich mit jemandem darüber zu reden dem es auch so geht. für die meisten ist dieses thema ein buch mit sieben siegel.MAN MUSS ES ERLEBT HABEN!!!

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27. Februar 2008 um 19:04

Hallo Sussane
Hallo Susanne,
ich bin auch eine von denen ("Stiefmutter, hätte ich es nur vorher gewußt...") Situationen.
Am Anfang sah es aus, dass ich alles hin bekomme. Leider merke ich, dass ich daran kaputt gehe.
Ich war schon in der Beratung, leider konnten sie mir nicht weiter helfen.
bleibt nur geduldig das alles zu ertragen.
nichtmutter

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24. Juni 2008 um 20:59

Ebenfalls "böse Stiefmutter" - es gibt sie ja doch...
...diese netten Muttis, die mit nicht leiblichen Kindern glücklich zusammenleben (mal abgesehen von den dabei vorhandenen Müttern, die alles können und wissen, doch nichts tun)...

Nun ja, mir gehts ähnlich! Als ich vor 10 Jahren meinen jetzigen Mann kennenlernte, war der verheiratet. Also da lief auch nichts, wir hatten einen großen Freundeskreis, in dem wir uns gelegentlich übern Weg liefen. 2000 wurde dann ein Junge, 2002 ein Mädchen geboren. Schon bei dem Jungen, bei der Lütten dann noch mehr, verfiel die Mutter in zunehmende Lethargie - Schwangerschafts - Depression würd ich meinen. Wir freundeten uns an, und bald war ich täglich dabei, die Kinder und den Haushalt zu versorgen. Das ging bald 3 Jahre, dann entstanden Gefühle und ich flüchtete Anfang 2003 dann 500 km weit weg. (Das Loslassen fiel mir sehr schwer, da ich doch von natur aus gern helfe...) Ein Jahr später zog die Mutter aus und reichte die Scheidung ein. Sie zog aus OHNE KINDER - "ich muß verlorene Zeit aufholen" "Selbstverwirklichung" waren die Begründungen. Ebenso fest manifestiert ist bis heute ihre Ansicht "ich kann die Kinder ja jederzeit allein bekommen, schließlich geben die Richter immer der Mutter recht". 8 Monate später wollte sie dann die Kinder wieder haben "jeder redet schlecht über mich - dann nehm ich sie lieber zu mir" Ende 2004 zog ich dann zu den Dreien, Anfang 2005 heirateten wir...

Mit den Kindern gabs kaum Probleme, sie kannten mich ja beinah von Anfang an. Aber mit meinem Einzug wollte die Mutter dann mehr Zeit mit den Kindern verbringen. Mein Mann hatte damals das alleinige Sorgerecht abgelehnt und auf Rat des Jugendamtes einem wöchentlichen Wechsel zugestimmt - d. h. gerade Woche bei Mama, ungerade bei Papa. Nur kümmern um alles "Drumherum" müssen wir uns. Es ist absolut kein Verlaß auf die Mutter - Essen für Kita & Schule wird nicht bestellt, Kleidung nicht gewaschen/repariert, Schulsachen nicht gepackt (1. Kl.), nichts geübt, zum Arzt gehen prinzipiell mir... Der große war im Winter ohne Jacke, mit Stoffturnschuhen in der Kita - "Mama hat kein Geld, Mama hatte keine Zeit zum Waschen" sagen die Kinder. Und da muß ich mich beherrschen und "NIE etwas negatives" über die Mutter sagen. Zu Festen, Elternabenden und Auftritten erscheint sie nur sporadisch und dann kommen auch schon mal um 15 Uhr so wichtige Entschuldigungen wie "ich habs verschlafen". Aber ständig Sonderwünsche: "am Donnerstag kommt ne Freundin, da können doch die Kinder kommen, Samstag besuch ich die Großeltern..." aber die Mutter meines Mannes zu besuchen duldet sie nicht in ihrer Zeit "Dann hab ich die Kinder ja noch seltener" Und egal worum es geht - ein vernünftiges Gespräch ist nicht möglich, da "wir ja schuld an der Situation sind und vor allem daran, daß die Kinder in zerrütteten Verhältnissen aufwachsen".

Das alles ist noch vertretbar, irgendwie bekommts mein Mann immer wieder hin, ihr eine Verantwortung nach der nächsten zu entziehen. Die Termine wachsen ja auch - wir haben geschafft, daß der beide Kinder ein Instrument lernen (Geige & Sax) - zur wirklich großen Freude & Begeisterung der Kinder. Kommentar der Mutter "Da seh ich sie ja noch seltener!" Mittlerweile gehen die Kinder Mittwoch bis Sonntag jede 2. Woche zu ihr, beide Kinder kommen täglich nach der Schule zum üben her, wir packen ihnen für Mama einen Koffer (ha - ha - mittlerweile ist es eine Wagenladung!).

Am schlimmsten empfinde ich jedoch die Reaktionen der Lehrer, Erzieher, Kinderärztin... Dort bin ich auch nach fast vier Jahren die böse Frau, die der armen leiblichen Mutter die Kinder wegnimmt. Die Kindergärtnerin sagte heute (nach 2 Wochen Urlaub bei Mama) zu meiner Tochter: "Schade, mußt du wieder zu Papa, ist die schöne Zeit mit Mama vorbei - aber Du mußt ja nur 6 mal da schlafen" Ich wollte platzen, brüllen, laut losheulen - und hab mich dann zuhaus für Letzteres entschieden - wie so oft... Was geht die das an?! Und eine 6jährige kommt dann an und sagt, daß sie mich lieb hat...

Die aktuelle Schulanmeldung für die Lütte wollt auch wieder die Mama machen: wir sagen "Klar, kümmer Dich"! Am Ende sprach mich die Direktorin am letzten Tag an, ob wir uns das anders überlegt hätten - es war keine Anmeldung da. Also bin ich die ganzen Wege abgefahren... Kein Danke, keine Entschuldigung - nur ein "wollt ich doch morgen machen, hättet ihr mir das mal sagen müssen..."

Es sind keine gravierenden Vernachlässigungen, keine körperlichen Mißhandlungen - "nur" 1000 Kleinigkeiten... und genauso oft hab ich mir vorgenommen, nichts mehr zu tun - wenn die Mama "alles kann", dann laß sie doch gegen die Wand laufen... Aber am Ende gehts auf Kosten der Kinder und dann kümmern wir uns doch wieder um alles.

Tja - gibts Empfehlungen, Tips... Jemand zum Quatschen wär toll!

Liebe Grüße in die Runde!

Bigi

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25. Juni 2008 um 9:54

Noch mal die böse Stiefmutter...
Hab jetzt noch alle bisherigen Kommentare zuende gelesen... SEHR AUFSCHLUSSREICH! Ich dachte immer (aufgrund der Reaktionen meiner Umwelt), daß die angedeuteten "1000 Kleinigkeiten" nicht maßgebend sind und die Gemeinschaft mit der Mutter alles aufwiegt. Diese Theorie hab ich seit den 4 Jahren wohl von meinem Mann übernommen - gegen besseres Wissen. Für meinen Mann ist das alles "nicht so tragisch". Auch unser Großer (8) schlägt in der Schule (immer wenn er bei Muttern ist). Mein Mann: "er ist ein Junge, der hört schon wieder auf" Die Lehrerin beklagte sich bei mir (!) darüber, daß er im Unterricht schläft, keine Hausaufgaben gemacht hat und in den Pausen erzählt, was er mit Mama alles tolles gemacht hat (Spaßbad, Indoorspielplatz, Besuche bei Freunden 100 km weg - täglich nach der Schule). Kommentar der Mutter, als mein Mann sie zur Rede stellt: "Ich hatte schließlich Urlaub. Ich laß mir von der Schule doch nicht die Zeit mit meinen Kindern vermasseln." Mein Mann: "Ach das kann ich doch verstehen. Gönn es ihm doch. Andere Kinder sind auch früh müde." Der Gedanke an Auszug liegt da nahe... Aber da der Große (ein von Natur aus sehr ruhiges Kind) gern hier ist - er kommt her, geht in sein Zimmer und sagt jedesmal, wenn er von Mama kommt "Endlich wieder zu Haus, endlich hab ich wieder meine Ruhe..." von ihm hör ich niemals "bei Mama darf ich aber...". Ich hatte gelesen, daß Kinder im Inneren schätzen, klare Strukturen, Regeln und Förderung zu haben - an ihm erlebe ich, dass dies wahr ist.

Die Kleine (6) ist ständig am Jammern nach Mama - manchmal bösartig mit Gebrüll und Schlägen gegen mich und manchmal wirklich einfach traurig... Seit drei Tagen letzteres! Wir haben schon öfter versucht, der Mutter zu erklären, daß sie ihre negativen Gefühle (traurig, weil die Kinder nicht da sind) nicht auf die Kinder übertragen soll. Und was tut sie? "Nimm dieses Kuscheltier mit, damit du immer an Mama denkst" - die Maus kommt aus der Kita, sieht das Tier und weint los... Dauerformulierung: "Du mußt nur x mal bei Papa schlafen"!

An einen Psychologen hab ich auch schon gedacht, doch das kann ich nicht entscheiden - zumindest der Papa sollte doch den Wunsch haben. Das hiesige Jugendamt lehnt jede weitere Beratung aus Personalmangel ab (nach mehreren Todesfällen bei vernachlässigten Kindern in der Stadt hat es die Anweisung bekommen, Beratungswünsche an Mediatoren abzugeben - kostenpflichtig). So argumentiert das Amt auch: die Kinder sind bei der Mutter nicht in Lebensgefahr - alles andre ist kein Argument. Damit kontert dann auch die Mutter regelmäßig, ist ja auch wirklich ein Freibrief, zu tun und zu lassen was ihr gefällt. Auch ist sie zu einer Mediation nicht bereit - sie will nicht mit mir an einen Tisch, da ich "schuld" bin...

Ich bemühe mich zu verstehen, daß sie ihre Kinder vermißt - es erschließt sich mir jedoch überhaupt nicht, wie eine Mutter so egoistisch sein kann. Braucht sie, um sich besser zu fühlen, die Gewißheit, das die Kinder auch leiden? Was geht in ihrem Kopf vor? Kann sie sich nicht "freuen", daß es ihren Kindern gut geht?!

Es ist schwer, jemand zum Reden zu finden - Mütter ergreifen automatisch Partei für die Mutter. Vielleicht hört mich ja hier jemand...

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7. April 2009 um 10:35
In Antwort auf hikari_11931903

Hallo Susanne
Ich bin ebenfalls neu hier und möchte gerne antworten, dass Du nicht allein mit schwierigen Aufgaben betraut bist. Auch ich kümmere mich um einen siebenjährigen ADHS-kranken Sohn meines Mannes, der per Gerichtsverfahren seiner Mutter entzogen wurde (mein Mann hat das Aufenthaltsbestimmungsrecht), weil sie paranoid ist und in einer geschlossenen Anstalt. Dazu habe ich zwei eigene Kinder aus meiner ersten Ehe (10 und 12 Jahre). Seit 14.02.07 ist die Situation so schwer, vorher war der Kleine nur allei zwei Wochen am Wochenende bei uns. Er möchte gar nicht bei uns sein, weil er seine Mutter vermisst und er versteht nicht, dass seine Mutter sich seitdem nicht mehr gemeldet hat. Ich habe mit meinem Mann überhaupt keine Zeit mehr gemeinsam (keine kinderfreien Wochenenden mehr) und unsere Ehe leidet durch häufigen Streit zusehendst. Fünf Jahre sind wir zusammen, davon 1,5 verheiratet und solange kennen sich auch die Kids. Leider ist dauerhaftes Zusammensein etwas andres als nur alle 2 Wochen und auch die Kids streiten sich - insofern kann ich nur sagen, wie sehr Du Recht hast mit der Aussage: Wenn ich das vorher gewusst hätte...Ich halte im Moment einzig und allein viel auf Beratungsstellen und Psychologen. Bei letzteren gibt es zwar erst nach wochenlangem Warten einen Termin, aber der holt alle an einen Tisch und das ist das Einzige, was hilft. Die Beratungsstelle ist schneller am Werk, hilft auch sehr gut, kann nur Tipps geben. Der Psychologe verordnet Therapien, das ist noch wirksamer. Liebe Grüße, bertoline

Hallo susanne und alle stiefmütter dieser welt
ich bin neu hier und schlage mich mit dem gleichen problem rum. auf der suche nach rat, bin ich bei diesem forum gelandet und ich war ehrlich gesagt beruhigt das ich nicht alleine bin. mein stiefsohn ist knapp 15 jahre. seine eltern lebten bereits getrennt, als ich vor 7 jahren in das leben meines mannes trat. mein mann ist türke und ich lebe mit ihm in der türkei. der sohn meines mannes lebte bei seiner mutter, dann schickte sie ihn mal wieder zu uns, dann nahm sie ihn wieder zu sich, dann wieder zu uns und als wir vor 4 jahren heirateten, nahm sie ihn wieder zu sich. im nachhinein hat sie wohl gedacht, ich strecke die waffen. als das nicht geschah, nahm sie in wütend wieder zurück, wie einen gegenstand. dann war lange zeit ruhe, worüber ich, nach den ganzen streiterein, nicht gerade böse war. vor 2 jahren wurde unser gemeinsamer sohn gebohren und er trat wieder auf den plan. er besuchte uns regelmaessig und ich hatte den eindruck das er sich bei uns wohl fühlt. er wollte mit uns wieder zusammen leben, denn wir hatten ein geregeltes familienleben. seine mutter hieng nachts wohl lieber in discos oder bars rum und auf einer arbeitsstelle hielt sie es auch nicht lange aus. da mein herz nicht aus stein ist, gab ich mein ok. schon als ich es ausgesprochen hatte, bedauerte ich es. mein bauchgefühl sagte mir: fehler, fehler, fehler!ich redete mir immer wieder mut zu, er ist grösser, verstaendiger, es war sein eigener wunsch, usw.! wie man eben im dunklen keller pfeifft, um die angst zu vertreiben. er wohnt nun seit etwas über 4 monaten bei uns und seit dem tag haben wir nur noch stress und streit zu hause. es gibt fast keinen tag mehr, andem ich nicht weine und mich frage ob ich nicht ganz dicht bin.seine mutter war im übrigen sehr froh, das er ging, denn ihre früchte der erziehung wollte sie dann auch nicht essen. das letzte halbjahreszeugnis sah auch entsprechend aus, nach deutschen massstaeben alles 5-6! er ist faul und leider an der grenze zur dummheit. ich habe alles, ausser natürlich schlagen und dergelichen versucht. nichts! reden, bringt nichts, appellieren nichts, drohen, nichts, links liegen nlassen, nichts.
mein mann erschwert mir meine arbeit, indem er unsere, gemeinsam aufgestellten regeln, selber untergraebt. mit den worten, er ist noch jung, er wird das noch irgendwann lernen. ich komme mir fast wie eine aufseherin vor. sobald ich beschliesse mich in zukunft aus dem ganzen mist raus zu halten, ziehen sie mich wieder rein. unpopulaere entscheidungen schiebt er zu mir. mit mentalem stress kann mein mann sehr schlecht umgehen, so dass er problem entweder ignoriert oder auf ein wunder hofft. mein stiefsohn hat nun langsam verstanden, das ich nicht auf der wurstsuppe hergeschwommen bin und ich mich nicht so leicht wie sein vater verarschen(auf deutsch gesagt) lasse. prompt ruft er seinen vater im geschaeft an, um sein ok zu bekommen. gibt er es, haben wir uns natürlich wieder in den haaren. darauf sage ich mir zum x.mal: lass es, kümmere dich nicht mehr um ihn und das was aus ihm einmal werden soll, bekomme ich die naechste entscheidungsfindung aufs auge gedrückt. sage ich: macht was ihr wollt, aber lasst mich da raus, gibts krach, weil man mann meine reaktion nicht versteht und es meine aufgabe, seiner meinung nach ist. gebe ich entscheidungshilfe, gibts auch krach, weil mein stiefsohn sicher garantiert nicht daran haelt und mein mann dabei, mehr wie einmal ein auge zu drückt.
ich bin, genau wie die vielen anderen stiefmütter, kein schlechter oder kalter mensch, aber ich komme mir vor wie eine zitrone. du wirst gepresst und gepresst bis kein tropfen mehr kommt. trotzdem wird weiter gepresst, dann kommen nur noch traenen. erschaert wird meine situation noch durch das hier herrschende patriachat. ich verfluche jeden tag, den tag an dem ich mein ok zum einzug bei uns gegeben habe, denn damit habe ich mein leben praktisch auf den müll geworfen. einen mann mit altlasten nehmen, ist kein problem, aber die altlasten können zum echten killer werden. jeder sagt, ach du hast es schwer,, aber helfen kann dir niemand.du musst entweder einen weg finden damit umzugehen, ohne das weiteren psychischen schaden nimmst(ich habe ihn noch nicht gefunden) oder du wirfst irgendwann das handtuch(daran habe ich auch schon oft gedacht). nur wir haben noch einen kleinen, gemeinsamen sohn. ich will und kann z.zt.nicht meinen sohn den vater nehmen!wegen seinem bruder? ich weiss jedenfalls, ich bin nicht allein mit meinen sorgen und das gibt mir wieder mut!

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7. Juli 2009 um 9:30

Ich
hallo auch ich habe zwei dstiefkinder und eine angeblich liebende exmutter am hals melde dich denn wir haben den kampf gewonnen und es gibt null umgang zur mutter.

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22. Oktober 2009 um 10:31
In Antwort auf ilsa_12743138

Hallo Sonja,
Hallo Sonja,

bei Euch ist ja genauso viel los wie bei uns. Was beschwere ich mich eigentlich? Der Große ist mit seinen fast 11 Jahren auf dem gleichen Weg wie Eure Große. Am Wochenende ist es so eskaliert, dass wir ihn rausgeschmissen haben. Natürlich ist er nicht gegangen, wohin denn auch? Ihn will keiner, das ist ja das traurige. Die KM will ihn nicht, die Oma auch nicht, der Vater, mein Mann nur weil er keine Wahl hat und niemanden hängen läßt. Und ich? Wenn ich entscheiden könnte, wäre der Junge weg. Er hat ebenfalls zuviel von seiner Mutter abbekommen..
Der Kleine ist 6 und würde, wenn er die Wahl hätte, sofort zu uns kommen, weil er von seiner Mutter immer noch misshandelt wird. Aber die Ex-Frau will ihn unbedingt behalten. Ich vermute, weil mein Mann ihn haben möchte, und sie sucht immer wieder Mittel und Wege, meinem Mann eine Reinzuwürgen. Den Großen hat sie sofort abgegeben, den wollte sie nicht haben. Mit dem dürfen wir uns jetzt rumschlagen. Und er ist erst 11!!! Was haben wir hier: Lügen, er schlägt andere Kinder, beißt sie, schneidet ihnen Haare ab, beschädigt deren Schulsachen, nimmt sich Dinge heraus, die sich für einen 11-Jährigen nicht gehören (und das hat nicht nur etwas mit der Pubertät zu tun...) Er vertrimmt sogar seinen eigenen Bruder! Ich habe noch nie jemanden geschlagen, und Kinder erst recht nicht. Doch ich mag dieses Kind immer weniger und würde es am liebsten verprügeln für sein asoziales Verhalten. Mein Mann weiß nicht weiter und ich habe eher den Eindruck, er steckt den Kopf in den Sand, typisch Mann finde ich. Ich rede nicht mehr mit dem Jungen, denn ich weiß nicht, wielange ich mich noch beherrschen kann. Ich will mir auch nicht die Hände schmutzig machen und zur Schlägerin werden.

Und das absolut Kranke ist, dass er in Therapie war!!! Wie sich aber herausgestellt hat, war das wohl eher eine Beschäftigungstherapie als eine richtige Psychotherapie. Er hat den Therapeuten so auf den Arm genommen, dass dieser etwas fassungslos vor mir sass, als ich ihm erzählt habe, was wirklich zuhause und mit der KM abläuft. Davon hatte der Junge nicht ein einziges Wort erwähnt.

Wie soll man solche Kinder mögen? Es sind ja Kinder und ein Produkt der Erwachsenen. Doch ich mag dieses Kind nicht, und hätte ich meinen Mann nicht letztes Jahr geheiratet, dann würde ich mir überlegen auszuziehen.

Viele Grüße

Susanne

Hui...
diese ganzen geschichten...genau wie bei mir! ich habe vor eineinhalb jahren einen mann mit 2 toechtern kennengelernt, der zu der zeit noch verheiratet war (was ich nicht wusste), der jetzt jedoch geschieden ist seit 1/2 jahr. mit den beiden toechtern (fast 10 und 12) kam ich anfangs sehr gut zurecht. wir haben mittlerweile 3 gemeinsame urlaube hinter uns und sind aus dem elterlichen haus ausgezogen in eine grosse geraeumige wohnung, wo wir sie von mo.bis do. unter obhut haben. in dem elterlichen haus durfte ich meine meinung nicht aeussern bei den kindern, hier ja. mein freund ist auch ein patriarch... und jetzt sage ich aber meine meinung hier, weil ich mich nicht staendig nur zu besuch in meiner eigenen wohnung fuehlen will! die kinder wollen hier natuerlich auch die regentschaft uebernehmen, was ich nicht zulassen werde! ich hab es anfangs mit lieb sein probiert, mittlerweile bin ich konsequent und diskutiere nicht mehr. es gibt klare regeln bei mir. auch mein partner hat sich daran zu halten, schliesslich macht er nichts mehr im haushalt. er geht arbeiten u. ich versorgen den haushalt u. hole die kinder u. bin fahrdienst, putzfrau, aufsichtsperson, eben alles in allem. ihre mutter hat diese beiden nur fuer ihre eigenen belange "gezuechtet"...und natuerlich bin ich diejenige, wo man sich nur an regeln halten muss und wo man im haushalt auch mal was tun muss. ihre mutter poebelt u. schickt sie halb 8 bereits ins bett, weil sie ihre ruhe haben will. hier bleiben die kinder bis halb 10 auf, weil ihr vater sonst nichts von ihnen hat und dann schlaeft er auf der couch ein, weil er so k.o. ist, so dass wir nur noch privatleben haben, wenn die kinder nicht da sind ab freitag bis montag morgen.
haette ich vorher gewusst, was auf mich zukommt, ich haette die ganze sache nicht mitgemacht. fuehle mich ausgenutzt von den prinzessinnen als putze und koechin. dankeschoen kommt nie ueber die lippen. die sagen noch nicht mal guten morgen morgens und wenn sie mit ihrem vater rausgehen (der sie in die schule bringt), sagen sie auch noch nichtmal tschuess! ich erwarte ja nicht viel, aber zumindest das waere schoen....anstattdessen will die grosse, dass ich neues waschpulver kaufe, weil meins nicht gut genug riecht u. verschmiert mit absicht das waschbecken total, damit ich wieder alles saubermachen muss , die kleine zerbricht dinge, die ich gerade gekauft habe und macht ihre kleidung kaputt, die ich wieder naehen muss (ihre mutter instruiert sie..., weil die keine lust dazu hat), legt sich mit dreckigen schuhen auf die couch absichtlich...wir muessen immer wieder mit ihr ins krankenhaus, weil sie mal bauchschmerzen hat, mal eine hand verrenkt hat (alles nur eine sache von aufmerksamkeit auf sich ziehen...). und natuerlich macht ihre leibliche mutter alles besser. klar. mein freund beteuert seinen kindern gegenueber immer wieder, wie nett und lieb ich sei und er froh sei, mich gefunden zu haben - jedoch kommen dann auch sprueche dass sie mich zwar nett finden, aber es lieber haetten, wenn ihre mama und er wieder zusammenkommen. ich frage mich, wie lange er das durchhaelt. einerseits sind das zicken fuer ihn, weil sie reden und handeln wie seine ex. andererseits verwoehnt er sie wie prinzessinnen und sie kriegen alles, wenn er genug geld in der tasche hat, dann kann er einfach nicht nein sagen (nur seine kinder duerfen ihm das broetchen hinlegen, nur seine kinder duerfen morgens mit ins bad, auch wenn er duscht, weil wir nur ein bad haben..) ich koennte bei der vorstellung bald ausrasten..noch nicht mal ich darf ins bad wenn er duscht! ich habe mir verboten, dass sie in unser gemeinsames schlafzimmer gehen, wenn er drin ist und ich nicht..mittlerweile bleiben sie draussen stehen. auch ich muss meine grenzen ziehen u. ich habe mir vorgenommen, mich nicht von den goeren unterkriegen zu lassen! die sollen nicht die regentschaft uebernehmen, auch wenn sie es gerne haetten! in meinem haushalt gelten meine regeln. und, auch wenn sich das hart anhoert, die werden auch nicht ueberschritten! ich habe auch aus meinen anfangsfehlern gelernt... es nuetzt einfach niemandem, wenn man als stiefmama einfach nur lieb ist... wenn ich nicht so waere wie ich jetzt bin, wuerde ich irgendwann die segel streichen und ausziehen (ich war schon oefter so weit), weil ich noch nie soviel geweint hab in meinem leben wie im letzten jahr...

ich wuensch euch allen genausoviel kraft!
alles liebe
tigerin

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7. April 2010 um 14:43

Beitrag auf den Sie antworten wollen: "Stiefmutter, hätte ich es nur vorher gewußt..." Eingesendet v
hallo Susanne,

ich kann dich sehr gut verstehen. Es ist nicht einfach mit der Situation umzugehen. Zwar bin ich nicht verheiratet, aber seit über ein Jahr mit einem Mann zusammen, der ein 3 jähriges Kind hat. Das Kind ist ist eine ewige Bindung zwischen Vater und Mutter. Als Zweitehe oder Beziehung hast gleich die Ex-Frau deines Mannes bzw. Freundes an den Bein wie eine Klette.
Hinzu hat eine Ex-Frau oder Ex-Mann durch das Kind einen großen Einlfuss auf die Beziehung, sodass Du nicht nur vieles verzichten, rücksicht, zurücksstecken muss sondern auch deine Beziehung oder ein Teil deines Lebens nicht in der Freiheit, sonder in der Beeinflussung einer fremde Person bestimmen lässt. Ja, auch ich ärgere mich heute immer noch "..hätte ich gewusst!" . Auch ich suche schon seit längere Zeit Frauen oder Männer die in der Stiefmutter/-vaterrolle stecken, um Information austauschen zu können und nciht alleine mit dieser Situation sein zu müssen.

ich würde mich sehr freuen, wenn Du mir Rückmeldung geben könntest.

Schöne Grüße

Mayce

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3. Mai 2010 um 11:17

Hallo susanne
hallo! ich bin auch neu hier im forum! im grunde suche ich auch seit langer zeit frauen, die ebenfalls stiefmutter geworden sind.
ich muss schon sagen, so schlimm wie hier einige haben, habe ich nicht. zwar muss ich auch mit einer einsetzenden pubertät bei meine Sieftochter (11) rumschlagen. Aber es hält sich in rahmen.

obwohl was ist eigentlich "es hält sich in Rahmen".
heisst es dass ich jeder beschimpfung (am meisten schon für morgens= dann ist der tag für mich schon gelaufen) von ihr ohne jegliche reaktion aushalten muss. oder jedes zu ihr gesagtes wort gegenüber ihre leiblichen mutter und der ganzen familie rechfertigen muss?

sie ist desinterressiert, null bock auf schule, arrogant, unordentlich, kann alles besser, weiss alles besser und diskutiert sich die seele aus dem leib, bevor sie überhaut was tut. ich darf ihr essen kochen, ihre dreckige wäsche waschen und jeden tag meinmund halten.

am schlimmsten treffen mich die worte: "Meine Mutter ist nie so... ", sie vergöttert ihre mutter aber zu ihre mutter will sie nicht umziehen. was ist es das für ein liebe? wenn sie krank war habe ich sie gepflegt... wenn sie was für die schule braucht, habe ich ihr besorgt...ich bin immer diejenige, die sie daran erinnert ihre mutter anzurufen...

habe bei einem psychologen hilfe gesucht. als antowort habe ich bekommen: "die erziehung sollte der vater und die mutter übernehmen". war ich auch der meinung.

aber von ihre leiblichen mutter wird sie nur ein mal die woche angerufen. sie lässt sie sich eine halbe stunde über sich die unzufriednheit ihre mutter über schlechte noten ergehen und dannach macht sie weiter wie bishier als ob nicht gewesen wäre.

mein mann ist so viel belastet mit dieser situation und versucht dies alles unter einen hut zu bringen, dafür bin ich ihm sehr dankbar. ohne ihn würde ich das alles nicht durchstehen.

das mit freundin-rolle bei ihr habe ich auch schon versucht, hat nicht funktioniert.

bei jeder diskusion (stündlich) mit ihr versuche ich immer ruhig zu bleiben und auf sie einzugehen, und viel verstänsdnis aufzubringen. aber wieviel verständis ist gut? es ist auch mein zu hause und ich muss mich auch dort wohl fühlen (manchmal habe ich keine lust nach der arbeit nach hause zu gehen).

irgendwie weiss ich nicht mehr weiter. ich bin so emotional, dass ich fast jeden tag heule und finde keinen ausweg für diese situation. (ist das schon sehr depressiv?)
langsam bei mir droht das fass zum überlaufen und ich habe davon angst irgendwelche dummheit zumachen, die ich nachhier bereue und das schlimme daran, dass ich egal wie ich mich bemühe werde ich eine verliererin sein.

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29. Juni 2010 um 23:44
In Antwort auf emmy_12881904

Hallo susanne
hallo! ich bin auch neu hier im forum! im grunde suche ich auch seit langer zeit frauen, die ebenfalls stiefmutter geworden sind.
ich muss schon sagen, so schlimm wie hier einige haben, habe ich nicht. zwar muss ich auch mit einer einsetzenden pubertät bei meine Sieftochter (11) rumschlagen. Aber es hält sich in rahmen.

obwohl was ist eigentlich "es hält sich in Rahmen".
heisst es dass ich jeder beschimpfung (am meisten schon für morgens= dann ist der tag für mich schon gelaufen) von ihr ohne jegliche reaktion aushalten muss. oder jedes zu ihr gesagtes wort gegenüber ihre leiblichen mutter und der ganzen familie rechfertigen muss?

sie ist desinterressiert, null bock auf schule, arrogant, unordentlich, kann alles besser, weiss alles besser und diskutiert sich die seele aus dem leib, bevor sie überhaut was tut. ich darf ihr essen kochen, ihre dreckige wäsche waschen und jeden tag meinmund halten.

am schlimmsten treffen mich die worte: "Meine Mutter ist nie so... ", sie vergöttert ihre mutter aber zu ihre mutter will sie nicht umziehen. was ist es das für ein liebe? wenn sie krank war habe ich sie gepflegt... wenn sie was für die schule braucht, habe ich ihr besorgt...ich bin immer diejenige, die sie daran erinnert ihre mutter anzurufen...

habe bei einem psychologen hilfe gesucht. als antowort habe ich bekommen: "die erziehung sollte der vater und die mutter übernehmen". war ich auch der meinung.

aber von ihre leiblichen mutter wird sie nur ein mal die woche angerufen. sie lässt sie sich eine halbe stunde über sich die unzufriednheit ihre mutter über schlechte noten ergehen und dannach macht sie weiter wie bishier als ob nicht gewesen wäre.

mein mann ist so viel belastet mit dieser situation und versucht dies alles unter einen hut zu bringen, dafür bin ich ihm sehr dankbar. ohne ihn würde ich das alles nicht durchstehen.

das mit freundin-rolle bei ihr habe ich auch schon versucht, hat nicht funktioniert.

bei jeder diskusion (stündlich) mit ihr versuche ich immer ruhig zu bleiben und auf sie einzugehen, und viel verstänsdnis aufzubringen. aber wieviel verständis ist gut? es ist auch mein zu hause und ich muss mich auch dort wohl fühlen (manchmal habe ich keine lust nach der arbeit nach hause zu gehen).

irgendwie weiss ich nicht mehr weiter. ich bin so emotional, dass ich fast jeden tag heule und finde keinen ausweg für diese situation. (ist das schon sehr depressiv?)
langsam bei mir droht das fass zum überlaufen und ich habe davon angst irgendwelche dummheit zumachen, die ich nachhier bereue und das schlimme daran, dass ich egal wie ich mich bemühe werde ich eine verliererin sein.

Aus dem Herzen
Hallo,
du sprichst mir aus der Seele. Ich bin im Moment auf der Suche nach einer Therapeutin, weil ich es einfach nicht mehr aushalte.
Auch ich möchte oft nicht nach Hause, wenn da nicht meine leibliche Tochter(2Jahre) wäre.
Ich möchte einfach mal alles loswerden was sich so aufgestaut hat ohne eine Wertung dafür zu erhalten. Meine Stieftochter ist 8 Jahre und schon jetzt pubertär.
Wir kamen zusammen als sie 2 3/4 war, also noch recht klein. Damals dacht ich noch das, dass alles kein Problem ist aber jetzt denk ich ganz anders. Wir kamen anfangs auch gut zurecht.
Mein Mann war schon immer recht streng und ich immer die Liebe.
Dochh als sie in die Schule kam, begannen die Probleme.
Ich mußte ihr alles hinterhertragen, alles wurde vergessen ( Turnzeug, Brotbox etc.), Ich merkte wie mich das zunehmend nervte. Auch das ständige Hausaufgaben erledigen, was sie im Hort nicht machte, weil sie ja lieber spielen wollte, brachte mich oft zur Weisglut.
Dann kam meine leibliche Tochter zur Welt und alles wurde noch schlimmer.
Obwohl mir meine Stieftochter so unendlich leid tut und ich weiß, dass sie am allerwenigsten für diese Situation kann, konnte und kann ich ich auch im Moment schwer über meinen Schatten springen.
Ich empfinde keine Liebe für sie. Ich versuche zu akzeptieren, dass sie dazugehört und sage auch zu anderen sie ist wie meine Eigene aber eigentlich stimmt das nicht.
Seitdem ich meine Tochter habe, weiß ich was unendliche Liebe zu einem Kind bedeutet. Und diese Liebe werde ich nie für sie empfinden.
Genau wie bei Deiner Tochter sind Disskusionen bei uns an der Tagesordnung, Schule ist doof - amliebsten nur spielen, Hausarbeiten muss mann nicht machen, weil man kann ja alles schon usw.
Und die gnädige Fau Mutter meldet sich wann es ihr passt (in diesem Monat ein Wochenende) und wird trotzdem heiß und innig geliebt.

So, jetzt hab ich mir ja wirklich so einiges von der Seele geschrieben.

Ich muss ins Bett.

Ich find es toll, jemanden gefunden zu haben, dem es ähnlich geht.

Viele Grüße

Klara




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