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(Stief)tochter macht dauernd Schwierigkeiten

15. April 2009 um 20:40

Guten Abend ,speziell an die Stiefmütter im Forum ,die mir bestimmt am ehesten weiterhelfen können.Freue mich selbstverständlich auch über die Meinung der anderen !
Ich(47) bin seit 8 Jahren mit meinem Mann (41) zusammen und vor 2 Jahren haben wir geheiratet.Wir haben beide eine Ehe hinter uns.
Er hat eine Tochter und einen Sohn (Zwillinge,14)
Sein Sohn lebt bei der Mutter und seine Tochter seit 3 Jahren mit uns.Im selben Haushalt wohnt noch meine 22-Jährige Tochter,die studiert und bald ein Auslandspraktikum macht.
Das ist unsere Familiensituation.Wichtig zu erwähnen ist noch,dass ihre Mutter vor 3 Jahren zu ihrem neuen Partner 700km weit weg zog !
Meine Stieftochter wollte Freunde,Umgebung und ihren Papa nicht hier aufgeben und wollte bei uns wohnen.Ich habe und hatte nie was dagegen.
Das Verhältnis zu ihrer Mutter war immer sehr angespannt.Sie ist sehr sensibel (Sternzeichen Krebs),aber vorlaut und lehnt sich gerne gegen alles und jeden auf.Bevor sie bei uns wohnte waren sie und ihr Bruder jedes 2te WE bei uns und wir verstanden uns gut,quatschten gerne,zudem teilen wir noch das Hobby Reiten.In dieser kurzen Zeit,die wir miteinander hatten,muss ich zugeben,wurde sie wie "Gast" behandelt,musste keine Hilfe im Haushalt leisten und besonders mein Mann verwöhnte sie bis oben hin.Das Verhältnis zu ihrem Vater ist sehr innig,was ich auch toll finde,da z.B meine Kinder ein schlechtes Verhältnis zu ihrem Vater haben.
Ich schreibe das alles so ausführlich,weil ich mich nicht als üble Stiefmutter sehe und nicht möchte, dass ein falsches Bild von mir entsteht.
Seit sie bei uns wohnt hat sie ein neues Hobby entdeckt : Streit anzetteln,Gegenstände werfen und mit Schimpfwörtern um sich schmeißen.Wir haben ,kurz bevor sie einzog,ein langes Gespräch mit ihr geführt,erklärt dass sich bisschen was ändert,wenn sie bei uns einzieht und ebenso wie wir Mithilfe im Haushalt leisten muss.Keine großen Dinge,aber Müll raus bringen,ihr Zimmer in Ordnung halten und das Bad so verlassen ,wie sie es vorgefunden hat,keine unüberwindbare Hürde in dem Alter würd ich meinen.Anfangs ging es noch - zwar musste sie immer wieder drauf hingewiesen werden,aber sie tat es ohne großes Murren.
Seit etwa einem Jahr geht im Umgang mit ihr NICHTS ohne Geschrei und laute Diskussionen.Alles was ich ihr sage wird entweder ignoriert oder es wird frech zurück geredet.Mein Mann ist ein stiller Typ und ich leider sehr temperamentvoll,somit stosse ich mit ihr am meisten zusammen.Sie bekommt wenig Verbote.Wir sind nicht besonders streng,aber konsequent.Die wenigen Regeln ,die es in unserem Haus gibt, müssen befolgt werden.Selbst meine Tochter hält sich daran,obwohl sie erwachsen ist.Meine Stieftochter piekt sich die Rosinen raus und versucht meinen Mann und mich gegeneinander auszuspielen.
z.B wird ihm gesagt ich hätte erlaubt,dass sie bei ihrem Freund schläft,bis Mitternacht wegbleibt oder umgekehrt.In den meisten Fällen klärt sich das schnell,aber da mein Mann viel arbeitet ,können wir nicht alles sofort nachprüfen.Sie hat ein eigenes Zimmer,das aussieht wie ein Schweinestall.Essensreste,drec kige u. saubere Kleidung auf und unter dem Bett und Boden verteilt.Ein Einbrecher würde denken "da war schon wer" In ihrem Zimmer lasse ich sie im großen und ganzen machen was sie möchte,denke spätestens wenn sie nichts mehr findet,wird sie aufräumen und auch mal durchwischen
Was mich stört ist z.B Küche und Bad ,da wird alles ausgeräumt und benutzt ,aber nicht mehr zurückgelegt und saubergemacht.
Wenn sie darauf angesprochen wird kommen Worte wie "was gehts dich an ? ","halt die Fr.." und dergleichen.Ihr Verhalten hat Konsequenzen ,das weiß sie auch.Sie darf solange nicht weg,bis sie die Unordnung wieder beseitigt.Sie kommt sowieso nicht drum herum,wieso also dieser Machtkampf?Mir ist klar,dass sie mit 14 langsam eigenständig werden will und nicht ständig zurechtgewiesen,aber ich darf in meinem Haus doch etwas Rücksicht verlangen oder?Von meinem Mann bekommt sie 50 Taschengeld im Monat ,mit dem sie sich ihren "Luxus" wie Kleidung (zahle ich ihr meistens eh)Kosmetik,Party und Kleinkram bezahlen muss.Schulsachen und wie gesagt einen Großteil der Kleidung zahlen wir.Sehe darin auch kein Problem.Dieses Geld bekommt sie aber nur wenn sie im Haushalt mithilft.Mein Mann und ich haben beschlossen, dass sie diesen Monat kein Geld bekommt,weil keine Mithilfe da war.
Sie beschimpfte uns worauf sie Hausarest bekam.Find nicht ,dass es akzeptabel ist, den Vater als ... zu beschimpfen.Ich für meinen Teil hätte ihr an der Stelle meines Mannes eine geknallt(Habe meine Kinder NIE geschlagen)Mir jucken zugegeben manchmal die Finger ,wenn sie mich beschimpft oder mir etwas entgegen schmeißt,aber soviel Respekt vor ihr habe ich ,dass ich ihr niemals eine Ohrfeige geben würde.
Meine Tochter(22) leidet auch unter der Situation,da sie es natürlich nicht gern sieht,wenn ihre Mutter beschimpft wird,logisch.
Sie geht auch weniger zimperlich mit ihr um und verpasst ihr schon die eine oder andere,wenn sie gewisse Grenzen wie Privatsphäre überschreitet oder sich im Ton arg vergreift.

Ich suchte oft das Gespräch mit ihr,aber kam wenig dabei heraus.Mein Mann und ich sind ziemlich fertig mit den Nerven und langsam entwickle ich auch Wut.Sie kann so ein lieber Mensch sein ,mit unserem Pferden geht sie total liebevoll um und wenn sie ihre guten 5-Minuten hat haben wir auch viel Spaß zusammen.Vergeht diese Zeit wieder oder müssen wir uns Hilfe holen ?(will ich eigentlich nicht,halte nicht viel von Supernanny und Co)

Wäre lieb,wenn jemand mir etwas raten könnte,weiß,das Thema ist oft durchgekaut ,aber etwas wird euch hoffentlich einfallen
Dankeschonmal und sorry für den langen Text

lg Andrea

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17. April 2009 um 17:51

Ich kenn das alles auch....
Hallo Andrea,

ich habe die gleichen Sorgen wir du. Ich bin auch eine Stiefmama von einer fast 12 jährigen Tochter. Unser gemeinsamer Sohn ist 5. Momentan verweigert sie alles - Schule, Reden einfach alles. Sage ich was heißt es prompt - du hast mir garnichts zu sagen.
Aber vielleicht fange ich erstmal vorne an die Geschichte zu erzählen.
Sie kam zu uns vor ca. 6 Jahren. Ihr Papa, mein Mann ist beruflich viel unterwegs so das doch vieles "an mir hängen bleibt". Sie war noch nie einfach, ist halt ein lebhafter Charakter, aber wir hatten uns bis dahin ganz gut arrangiert. Es geht nun mal nichts ohne Problemchen! Ich denke es liegt vieles daran, dass ihr Mutti sie damals abgeschoben hat. Wir haben Ihre das zwar so nicht gesagt, aber ich denke sie merkt es jetzt immer mehr. Kein Anruf zum Geburtstag zu Weihnachten u.s.w. von Ihrer Mutti. Wenn sie sie anrufen will, hat sie nie die aktuelle Telefonnummer. Eigentlich hat sie zu Ihrer Mutti seit bestimmt 1 1/2 Jahren keinen Kontakt. Wir unterstützen den Kontakt, wenn sie anrufen will kann sie es jederzeit tun. Nur sie erreicht Ihre Mutti halt meistens nicht. In den vorletzten Sommerferien hat sie 14 Tage ihr Mutti besucht und kam total verstört wieder. Sie wird von Ihrer Mutti vorallen Dingen gegen mich aufgehetzt.
Seit Anfang dieses Schuljahres ist es in der Schule ganz schwierig. Ich war schon 2x zum Elterngespräch. Sie albert, passt nicht auf. Dementsprechend gibt es schlechte Zensuren und sie ist demotiviert. Und gestern kam der Hammer. Wir haben einen Zensurenspiegel bekommen. Sie ist versetzungsgefährdet. Daraufhin sind mir in ihrem Zimmer 7 Arbeiten in die Hände gefallen, die ich alle nicht kannte und deshalb auch nicht Ihren Zensurenstand in der Schule. Ich habe daraufhin mich mit ihr an einem Tisch gesetzt und versucht zu sprechen. Es kommt aber nix, außer weiß ich nicht, ist mir doch egal und du hast mir garnix zu sagen. Sie sagt sie braucht keine Hilfe von mir - sie hat eh keinen Bock. Ich habe dann heute mir Ihrer Lehrerin gesprochen und sie sagte mir dass Sie weiterhin albert, sich nach etlichen Gesprächen mit den betreffenden Lehrern sich nicht verbessert hat und neuerdings andere kinder hänselt. Ja was soll ich machen. Wenn ich ihr nicht helfe, wird sie nicht versetzt. Entweder wacht sie dann auf oder es geht richtig bergab. Helfe ich ihr, habe ich jeden Nachmittag Zickenalarm. Damit kann ich zwar leben, wenn es denn zum Erfolg führt, aber trotzdem ist es belastend. und bis jetzt hat es auch nicht geholfen! Sie läßt meine Hilfe oder Tipps einfach nicht zu. Ich habe das Gefühl ich komme im Moment einfach nicht an sie heran. Zu Ihrer ganzen Situation mit Ihrer Mutti kommt jetzt ja sicherlich auch noch die Pubertät. Ist ja klar sie da manchmal nicht weiß wohin mit sich.

Sorry, ich konnte dir mit meiner Schilderung sicher nicht helfen aber ich finde es beruhigend (für mich) dass es auch anderen Stiefmamas so geht.

Ich wäre ebenfalls dankbar für eure Meinung und Tips....

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