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Ständige Diskussionen mit Mutter- ich bin es Leid -.-

19. Dezember 2016 um 0:27

Hilfe! Wie kann ich mich endlich von meinem Elternhaus ablösen!
Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich bin 23 und wohne noch zu Hause. Seit diesem Jahr habe ich immer wieder heftige Diskussionen mit meiner Mutter,wobei ich meistens den kürzeren ziehe, damit endlich wieder Harmonie einkehrt. Dinge, über die wir uns streiten sind:


mein Studiengang und meine berufliche Zukunft: Eigentlich habe ich nach dem Abi eine Ausbildung zur Logopädin gemacht und war auch sehr glücklich damit während der Ausbildung. Als ich dann jedoch gearbeitet habe, habe ich gemerkt, dass das Gehalt sehr gering ist (mit keiner Aussicht auf Besserung) und die Arbeitszeiten ebenfalls sehr schlecht sind (oftmals von 8- 18 Uhr!). Also hatte ich irgendwann ein Gespräch mit meiner Mutter, wobei die Idee entstanden ist Grundschullehramt zu studieren. Um endlich aus dieser aussichtslosen Situation herauszukommen, habe letztendlich auch diesen Weg eingeschlagen. Meine Bilanz nach 3 Monaten: Deutsch ist wirklich toll, aber Mathe und Sachunterricht liegen mir einfach nicht. Deshalb werde ich auf jeden Fall den Sachunterricht durch Kunst+ Werken ersetzen, wenn ich denn die Aufnahmeprüfung dafür bestehe. Eine Idee (die ich auch wirklich gut finde) ist, zu Förderschullehramt zu wechseln. Die Module interessieren mich total und ich hätte nicht nur die pädagogische Seite, sondern auch die medizinische. Das Problem hierbei ist, dass es allerdings nicht so viele Förderschulen gibt und diese wohl bald geschlossen werden sollen. Alle Förderschullehrer sollen dann an normale Grundschulen und dort den ,,Berater“ spielen... also z.B. Eltern und Lehrer beraten wie sie denn mit den auffälligen Kindern umgehen sollen. Jedoch gibt es hierzu absolut noch kein Konzept und es ist noch alles sehr unsicher...... das Problem ist, dass mir viele davon abraten zu diesem Studiengang zu wechseln, da z.B. irgendwer in der Familie Sonderpädagoge ist und damit nicht so zufrieden ist. Und meine Mutter hat auch was dagegen. Ständig sagt sie mir, dass die Berufschancen dafür viel zu schlecht sind und dieser Beruf doch sowieso bald eingestellt wird und so weiter (sie ist selbst Lehrerin, aber am Gymnasium). Ich kann mich aber nicht so richtig damit identifizieren jetzt mein ganzen Leben lang nur Grundschullehrer zu sein. Manchmal denke ich mir, dass ich mich heimlich fürs nächste Wintersemester für Förderschullehramt bewerbe und sie dann vor vollendete Tatsachen stelle, wenn es denn klappen sollte... ich bin diese Diskussionen einfach Leid. Ich hab zwar noch kein Praktikum in einer Lernbehinderten- oder Sprachheilschule gemacht, aber ich habe eine ungefähre Vorstellung von der Arbeit und es reizt mich einfach mehr. Ich kann mich damit einfach besser identifizieren. Und bis Förderschulen abgebaut werden,
dauert es ja noch......


wie ich nachts nach Hause komme: Ja auch darüber streiten wir uns. Ich wohne in einer Großstadt, wo recht viele Nightliner fahren. Wenn ich nachts feiern bin, dann möchte ich eigentlich in Ruhe mit einem Nightliner fahren ohne mich zu Hause dafür rechtfertigen zu müssen. Ständig verlangt meine Mutter, dass ich bitte unbedingt mit dem Taxi fahren soll oder das Auto nehmen soll. Beides finde ich allerdings immer total unpraktisch (erstens ist ein Taxi zu teuer und zweitens muss ich ja größtenteils nüchtern sein, um Auto zu fahren). Der Nightliner hält ungefähr 100 m vor meinem Haus. Die Straßen sind beleuchtet.... in meiner Gegend ist auch noch nie was passiert (also es noch nie jmd überfallen wurden). Meine Freunde fahren immer in andere Richtungen, deshalb kann keiner mit, wenn ich den Bus nehme. Letztendlich nehme ich dann doch immer das Auto oder das Taxi nur damit sie beruhigt schlafen kann -.- Wenn ich denn tatsächlich mal mit dem Bus gefahren bin und sie davon erfährt (sie fragt mich dann wirklich, ob ich auch mit dem Taxi gefahren bin), kam es bisher immer zu Streitereien, da sie ja davon ausgeht, dass ich nachts sowieso überfallen werde, wenn ich allein unterwegs bin -.-


in den Urlaub fahren: ja auch das ist ein Problem geworden. Bis ich ungefähr 21 war fand ich es ja noch gut mit ihr in den Urlaub zu fahren, doch jetzt merke ich, dass es einfach nur noch anstrengend ist. Wir haben mittlerweile total unterschiedliche Interessen: Ich möchte mal nach England oder Spanien, sie möchte unbedingt nur in die Türkei. Wegen dem Studium habe ich aber auch garkeine Zeit mehr zeitgleich mit ihr in den Urlaub zu fahren. Sie will ja unbedingt im April mit mir in den Urlaub fahren, was aber nicht geht, da das neue Semester beginnt. Tja und dann beginnt sie zu diskutieren: Ich wäre ja so egoistisch, wenn ich nicht mitkomme und ich kann das doch wirklich mal für sie machen usw. Ich möchte es aber auch einfach im Grunde genommen nicht mehr... und fahre nur noch ihr zu liebe mit -.- Es gibt auch einige Freundinnen von ihr, die mir fahren wollen. Doch die wollen ja alle woanders hin als sie oder sind nervig (ist tatsächlich ihr Wortlaut). Da meine Eltern geschieden sind und sie im Moment keinen Partner hat, bin ich wohl die einzige Lösung für sie... Hat jmd eine Idee wie ich endlich diese Diskussionen umgehe? Sie tyranniesiert mich ja fast schon damit, es nervt einfach nur noch.


So, das ist jetzt ganz schön viel und vlt könnt ihr mich ja etwas verstehen. Ich fühle mich in meinem Leben total eingeschränkt..... ständig muss ich auf sie Rücksicht nehmen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie gar nicht meine Meinung akzeptiert und viele meiner Einfälle dumm und unüberlegt findet (das wirft sie mir auch ständig vor) =(

LG Wilhermine

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19. Dezember 2016 um 18:36
In Antwort auf wilhermine93

Hilfe! Wie kann ich mich endlich von meinem Elternhaus ablösen!
Hallo, ich habe folgendes Problem: Ich bin 23 und wohne noch zu Hause. Seit diesem Jahr habe ich immer wieder heftige Diskussionen mit meiner Mutter,wobei ich meistens den kürzeren ziehe, damit endlich wieder Harmonie einkehrt. Dinge, über die wir uns streiten sind:


mein Studiengang und meine berufliche Zukunft: Eigentlich habe ich nach dem Abi eine Ausbildung zur Logopädin gemacht und war auch sehr glücklich damit während der Ausbildung. Als ich dann jedoch gearbeitet habe, habe ich gemerkt, dass das Gehalt sehr gering ist (mit keiner Aussicht auf Besserung) und die Arbeitszeiten ebenfalls sehr schlecht sind (oftmals von 8- 18 Uhr!). Also hatte ich irgendwann ein Gespräch mit meiner Mutter, wobei die Idee entstanden ist Grundschullehramt zu studieren. Um endlich aus dieser aussichtslosen Situation herauszukommen, habe letztendlich auch diesen Weg eingeschlagen. Meine Bilanz nach 3 Monaten: Deutsch ist wirklich toll, aber Mathe und Sachunterricht liegen mir einfach nicht. Deshalb werde ich auf jeden Fall den Sachunterricht durch Kunst+ Werken ersetzen, wenn ich denn die Aufnahmeprüfung dafür bestehe. Eine Idee (die ich auch wirklich gut finde) ist, zu Förderschullehramt zu wechseln. Die Module interessieren mich total und ich hätte nicht nur die pädagogische Seite, sondern auch die medizinische. Das Problem hierbei ist, dass es allerdings nicht so viele Förderschulen gibt und diese wohl bald geschlossen werden sollen. Alle Förderschullehrer sollen dann an normale Grundschulen und dort den ,,Berater“ spielen... also z.B. Eltern und Lehrer beraten wie sie denn mit den auffälligen Kindern umgehen sollen. Jedoch gibt es hierzu absolut noch kein Konzept und es ist noch alles sehr unsicher...... das Problem ist, dass mir viele davon abraten zu diesem Studiengang zu wechseln, da z.B. irgendwer in der Familie Sonderpädagoge ist und damit nicht so zufrieden ist. Und meine Mutter hat auch was dagegen. Ständig sagt sie mir, dass die Berufschancen dafür viel zu schlecht sind und dieser Beruf doch sowieso bald eingestellt wird und so weiter (sie ist selbst Lehrerin, aber am Gymnasium). Ich kann mich aber nicht so richtig damit identifizieren jetzt mein ganzen Leben lang nur Grundschullehrer zu sein. Manchmal denke ich mir, dass ich mich heimlich fürs nächste Wintersemester für Förderschullehramt bewerbe und sie dann vor vollendete Tatsachen stelle, wenn es denn klappen sollte... ich bin diese Diskussionen einfach Leid. Ich hab zwar noch kein Praktikum in einer Lernbehinderten- oder Sprachheilschule gemacht, aber ich habe eine ungefähre Vorstellung von der Arbeit und es reizt mich einfach mehr. Ich kann mich damit einfach besser identifizieren. Und bis Förderschulen abgebaut werden,
dauert es ja noch......


wie ich nachts nach Hause komme: Ja auch darüber streiten wir uns. Ich wohne in einer Großstadt, wo recht viele Nightliner fahren. Wenn ich nachts feiern bin, dann möchte ich eigentlich in Ruhe mit einem Nightliner fahren ohne mich zu Hause dafür rechtfertigen zu müssen. Ständig verlangt meine Mutter, dass ich bitte unbedingt mit dem Taxi fahren soll oder das Auto nehmen soll. Beides finde ich allerdings immer total unpraktisch (erstens ist ein Taxi zu teuer und zweitens muss ich ja größtenteils nüchtern sein, um Auto zu fahren). Der Nightliner hält ungefähr 100 m vor meinem Haus. Die Straßen sind beleuchtet.... in meiner Gegend ist auch noch nie was passiert (also es noch nie jmd überfallen wurden). Meine Freunde fahren immer in andere Richtungen, deshalb kann keiner mit, wenn ich den Bus nehme. Letztendlich nehme ich dann doch immer das Auto oder das Taxi nur damit sie beruhigt schlafen kann -.- Wenn ich denn tatsächlich mal mit dem Bus gefahren bin und sie davon erfährt (sie fragt mich dann wirklich, ob ich auch mit dem Taxi gefahren bin), kam es bisher immer zu Streitereien, da sie ja davon ausgeht, dass ich nachts sowieso überfallen werde, wenn ich allein unterwegs bin -.-


in den Urlaub fahren: ja auch das ist ein Problem geworden. Bis ich ungefähr 21 war fand ich es ja noch gut mit ihr in den Urlaub zu fahren, doch jetzt merke ich, dass es einfach nur noch anstrengend ist. Wir haben mittlerweile total unterschiedliche Interessen: Ich möchte mal nach England oder Spanien, sie möchte unbedingt nur in die Türkei. Wegen dem Studium habe ich aber auch garkeine Zeit mehr zeitgleich mit ihr in den Urlaub zu fahren. Sie will ja unbedingt im April mit mir in den Urlaub fahren, was aber nicht geht, da das neue Semester beginnt. Tja und dann beginnt sie zu diskutieren: Ich wäre ja so egoistisch, wenn ich nicht mitkomme und ich kann das doch wirklich mal für sie machen usw. Ich möchte es aber auch einfach im Grunde genommen nicht mehr... und fahre nur noch ihr zu liebe mit -.- Es gibt auch einige Freundinnen von ihr, die mir fahren wollen. Doch die wollen ja alle woanders hin als sie oder sind nervig (ist tatsächlich ihr Wortlaut). Da meine Eltern geschieden sind und sie im Moment keinen Partner hat, bin ich wohl die einzige Lösung für sie... Hat jmd eine Idee wie ich endlich diese Diskussionen umgehe? Sie tyranniesiert mich ja fast schon damit, es nervt einfach nur noch.


So, das ist jetzt ganz schön viel und vlt könnt ihr mich ja etwas verstehen. Ich fühle mich in meinem Leben total eingeschränkt..... ständig muss ich auf sie Rücksicht nehmen. Ich habe auch das Gefühl, dass sie gar nicht meine Meinung akzeptiert und viele meiner Einfälle dumm und unüberlegt findet (das wirft sie mir auch ständig vor) =(

LG Wilhermine

Ist deine Mutter allein? 

Ich denke das mit dem fahren nachts ist sicherlich grosse Angst um dich. Wenn ich dran denke wie ich früher heim gekommen bin und allein bei dem Gedanken, dass meine Kinder das machen würden, könnte ich schon durchdrehen. 

Aber generell: du bist erwachsen und du triffat die Entscheidungen in deinem Leben. Denn mit dem Ergebnis musst du selbst leben, egal wie es ausfällt. Und das geht am besten, wenn es die eigene Entscheidung war!
Du kannst dein Problem nur deiner Mutter erklären und deine Konsequenzen daraus ziehen bzw. ihr sagen, dass sie deine Meinung akzeptieren muss und wenn nicht, dann kannst du ihr eben nix erzählen.
Für eine Mutter ist das Erwachsen sein der Kinder meist ein neuer Abnabelungsprozess, der seine Zeit braucht und der auch oft mit Konflikten behaftet ist.

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20. Dezember 2016 um 14:33

Ich weiß ja nicht was man als Logopädin verdient aber ich kann mir nicht vorstellen dass das so schlecht ist und mal ehrlich Arbeitszeiten von 8 bis 18 Uhr sind relativ normal.
Aber zurück zum Thema.... Wie wärs mit ausziehen? Das wäre eine Lösung.

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20. Dezember 2016 um 16:42

Wann soll denn etwa umgestellt werden? Denn wenn das noch während oder kurz nach deines Studiums wäre, dann wäre ein Wechsel wenig sinnvoll. Generell solltest du auch nur wechseln, wenn du mal geguckt hast, ob es wirklich etwas für dich ist. Zwischen den Prüfungen der Uni und dem neuen Semester sind ja meist ein paar Wochen frei - vielleicht kannst du da mal das Praktikum machen. Förderschullehramt stelle ich mir sehr hart vor und da muss man echt für begeistert sein um nicht daran kaputt zu gehen. 

Ich gebe Novembermama Recht: ein Auszug wäre sinnvoll. Die Wohnung zu finanzieren wäre nur schwierig. Du hast ja schon eine Ausbildung gemacht und da greift dann vermutlich Bafög nicht mehr. Du kannst ja mal mit deiner Mum reden, ob sie dich finanziell unterstützen würde. Solange ihr zusammen wohnt wirst du dich nicht vollkommen abnabeln können und sie wird versuchen ihr kleines Mädchen so lange wie möglich zu beschützen. 

Da hilft nur: Studium so schnell wie möglich durchziehen, um bald auf eigenen Beinen stehen zu können. Viel Erfolg! 

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