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Ständig schlechtes Gewissen

15. November 2008 um 20:37 Letzte Antwort: 16. November 2008 um 9:06

Ich werde noch wahnsinnig!
Ich habe ständig ein schlechtes Gewissen. Meine Tochter ist 7 Monate alt und ich weiß überhaupt nicht mehr was falsch oder richtig ist.
Ich bereite mich auf mein Examen vor und deshalb geht meine Tochter 3mal die Woche 3 Stunden zu einer Tagesmutter. Samstagsnachmittags ist sie dann bei meinen Eltern und übernachtet auch da.
Ich habe ein schlechtes Gewissen, weil ich sie abgebe, aber auch weil sie wechselnde Bezugspersonen hat. Mich, die Tagesmutter, meine Eltern...
Den Rest der Zeit, wenn ich mit Ihr zusammen bin habe ich aber auch nur ein schlechtes Gewissen. Ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich mit Ihr zum Einkaufen fahre, da ich denke, es langweilt sie. Ich habe ein schelchtes Gewissen, wenn ich mit Ihr mit dem Kinderwagen unterwegs bin, weil ich denke, dass sie sich dort eingeengt fühlt. Wenn ich aber mit Ihr alleine zu Hause bin und wir auf Ihrer Krabbeldecke zusammen spielen wird Ihr das schnell langweilig und sie quengelt.
Ich habe immer das Gefühl alles falsch zu machen.
Hilfe!!!

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15. November 2008 um 23:38

Hast du dich vertippt?
ist deine Tochter 7 Jahre alt???

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16. November 2008 um 9:06

Sag mal
woher kommt dein schlechtes Gewissen? Gibt es jemanden in deiner Umgebung, der dir das einredet? Oder ist es einfach das Gefühl, der tollen Mama aus der Persil-Werbung nicht zu entsprechen, von dem große Teile unserer Gesellschaft immer noch denkt, dass das die einzig wahre und gute Mutter ist? Eine gute Mutter muss sich nicht 24 Std. um ihr Kind kümmern. Das ist sowieseo eine Erfindung der Neuzeit, oder glaubst du, die Mütter früherer Zeiten hatten überhaupt soviel Zeit, den ganzen Tag "dutzi, dutzi" mit ihren Kindern zu veranstalten? Waren das alles "schlechte" Mütter? Na, dann waren die Generationen vor uns wohl alle verhaltensgestört... . Mir hat folgendes Buch sehr geholfen : "Der Mythos von der guten Mutter. - Wieviel Mutter braucht der Mensch?" Das ist ein tolles Buch gerade für allen berufstätigen Mamas. Es bringt dieses romantische Scheinbild, was eine "gute Mutter" angeblich ausmacht auf den Boden der Tatsachen zurück und zeigt sogar, dass das, was ja angeblich so perfekt für Babys sein soll, gar nicht mal das Beste für ihre Entwicklung ist, sondern auch oft schlichtweg die Bedürfnisse der Mütter erfüllt, die sich gerade übers Mama-sein definieren. Wie gesagt, mir hat das Buch sehr geholfen, denn mir ging es bei meinem 1. Kind ähnlich (bin nach 5 Monaten wieder arbeiten gegangen).
Alles Liebe

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