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Sprachprobleme (Lispeln bei Kinder)

13. Juni 2007 um 12:06

Als mein Sohn 4 Jahre alt war, hat mir die Erzieherin geraten, mit meinem Sohn zu einem Logopäden zu gehen, da er mit der Zunge anschlägt. Diesen Rat habe ich auch befolgt. Mein Sohn hatte nun 30 Stunden beim Logopäden, dann hatte er 1/2 Jahr Pause und nun hat er vom Arzt nochmals 10 Stunden verschrieben bekommen, da dieser meinte, dass er nicht mehr benötigt. Der Logopäde ist der gleichen Meinung und will vielleicht nicht mal alle 10 Stunden voll machen. Das S und SCH, sowie geübte Mitlautfolge (Knopf usw.) klappt jetzt ganz gut und das Lispeln kann man nicht ganz in den Griff bekommen. Er meint jedoch, dass es noch besser werde, wenn mein Sohn erst mal seine sehr kleinen Milchzähne verliert. Mit den zweiten Zähne würde mein Sohn evtl. besser spüren, wie weit er mit der Zunge gehen kann. Nun hakt aber wiederholt eine andere Mama auf mir herum, dass ich meinen Sohn zum absoluten Aussenseiter mache, wenn ich dieses Sprachproblem nicht in den Griff bekomme. Meinen Sohn würde man absolut nicht verstehen. Die Erzieherin dagegen meint, dass die anderen Kinder absolut kein Problem haben, meinen Sohn zu verstehen und ausserdem hat er sowieso sehr viele Freunde, ist also im Kiga trotz seines Handycapes sehr beliebt. Ich habe jetzt auch andere Mütter beobachtet, wie sie auf meinen Sohn reagieren. Ich habe dabei festgestellt, dass eigentlich gar niemand ein Problem hat, meinen Sohn zu verstehen. Nur die eine Mama. Jetzt hat sie mir sogar noch versichert, dass auch ihr Mann kein Wort von meinem Sohn verstehen würde. Dazu muß ich aber sagen, dass ihr Sohn genauso alt (3 Wochen Unterschied) wie mein Sohn ist, Integrationskind ist und ebenfalls lispelt. Sie soll deshalb zusätzlich ebenfalls zum Logopäden, worüber sie jetzt entsetzt ist, da ihr Sohn keine Sprachschwierigkeiten habe. Hat er sehr wohl. Ich würde es der Mama jedoch nciht unter die Nase reiben, da ich weiss, dass man als Mama manchmal sehr empfindlich ist, wenn es um die lieben Kleinen geht. Ich ärgere mich jedes Mal grün und blau über ihr Rumgemeckere an meinem Sohn. (Mein Sohn geht im Herbst zur Schule, ihrer kann nicht gehen, weil er einfach noch nicht so weit ist). Alle stellen (auch Test bei der Frühförderung und Kinderarzt) haben mir bestätigt, dass mein Sohn ohne weiteres zur Schule gehen kann. Sie vermittelt mir jedoch, dass mein Sohn dort wegen seiner Sprachschwierigkeiten scheitern wird. Wie kann ich ihr klipp und klar sagen, dass sie mich damit sehr verletzt (vor allem da andere nichts davon merken), ohne sie zu verärgern. Ansonsten ist sie nämlich eine sehr liebe.

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14. Juni 2007 um 8:47

Hallo Gabidor...
es liegt ja wohl auf der Hand, dass diese andere Mutter einfach nur neidisch ist. Lass dich nicht verunsichern.
Was sagt denn dein Bauchgefühl? Wird er deiner Meinung nach Probleme in der Schule haben oder nicht?
Früher gingen doch auch lispelnde oder stotternde Kinder zur Schule und haben sich irgendwie "durchgewurstelt". Manchmal hab ich das Gefühl, dass man die Kinder heutzutage einfach überversorgt und überbehandelt.
Mein Sohn hat im KiGa-Alter übrigens auch gelispelt. Der Logopäde brachte das aber komplett weg. Und zwar von einer Sekunde zur anderen. Er hat es ihm so erklärt, dass die Zunge "eingesperrt" sein will, also hinter den Zähnen bleiben will. Das hat er plötzlich kapiert und seitdem nicht ein einziges Mal mehr gelispelt.
Das wird schon. Mach dir keine Sorgen.
Und hör nicht auf andere (neiderfüllte) Mütter.

LG, ente34

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14. Juni 2007 um 22:01
In Antwort auf clyde_12556334

Hallo Gabidor...
es liegt ja wohl auf der Hand, dass diese andere Mutter einfach nur neidisch ist. Lass dich nicht verunsichern.
Was sagt denn dein Bauchgefühl? Wird er deiner Meinung nach Probleme in der Schule haben oder nicht?
Früher gingen doch auch lispelnde oder stotternde Kinder zur Schule und haben sich irgendwie "durchgewurstelt". Manchmal hab ich das Gefühl, dass man die Kinder heutzutage einfach überversorgt und überbehandelt.
Mein Sohn hat im KiGa-Alter übrigens auch gelispelt. Der Logopäde brachte das aber komplett weg. Und zwar von einer Sekunde zur anderen. Er hat es ihm so erklärt, dass die Zunge "eingesperrt" sein will, also hinter den Zähnen bleiben will. Das hat er plötzlich kapiert und seitdem nicht ein einziges Mal mehr gelispelt.
Das wird schon. Mach dir keine Sorgen.
Und hör nicht auf andere (neiderfüllte) Mütter.

LG, ente34

Lispeln bei Kindern
Ich habe auch schon daran gedacht, dass sie nur neidisch ist. Da ich sie aber sonst sehr nett finde und sie auch immer für mich da ist, wenn sie gebraucht wird, versuche ich, ihre Bemerkungen einfach zu schlucken. Vielleicht werde ich ihr bei einem passenden Moment auch sagen, dass sie mir damit sehr weh tut. Ich selbst bin nämlich schon überzeugt, dass mein Sohn trotz seines Lispelns keine großen Schwierigkeiten hat, meint übrigens die Erzieherin auch. Sie findet meinen Sohn sehr intelligent. Deinen Rat mit der Zunge "eingesperrt" finde ich übrigens prima. So hat der Logopäde das meinem Sohn noch nie erklärt und ich auch nicht. Ich werde es auch mal damit probieren. Vielleicht schaffen wir es auch. Vielen Dank.

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15. Juni 2007 um 8:34
In Antwort auf gabidor

Lispeln bei Kindern
Ich habe auch schon daran gedacht, dass sie nur neidisch ist. Da ich sie aber sonst sehr nett finde und sie auch immer für mich da ist, wenn sie gebraucht wird, versuche ich, ihre Bemerkungen einfach zu schlucken. Vielleicht werde ich ihr bei einem passenden Moment auch sagen, dass sie mir damit sehr weh tut. Ich selbst bin nämlich schon überzeugt, dass mein Sohn trotz seines Lispelns keine großen Schwierigkeiten hat, meint übrigens die Erzieherin auch. Sie findet meinen Sohn sehr intelligent. Deinen Rat mit der Zunge "eingesperrt" finde ich übrigens prima. So hat der Logopäde das meinem Sohn noch nie erklärt und ich auch nicht. Ich werde es auch mal damit probieren. Vielleicht schaffen wir es auch. Vielen Dank.

Hallo Gabidor....
gern geschehen
Schön, wenn ich dir helfen konnte.

Alles Liebe,
ente34

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18. Juni 2007 um 20:31

LIspeln- Tips
Danke. Ihre Vorschläge werde ich bei nächster Gelegenheit in die Tat umsetzen und da ich mit der Mutter eigentlich per "Du" bin, kann ich das bestimmt ganz human rüberbringen.Ich werde mich dabei jedoch an Ihre Wortlaute halten, um ihr nicht weh zu tun. Übrigens war ich heute wieder beim Logopäden. Er ist mit meinem Sohn sehr zufrieden, will sogar nächstes Mal einen kleinen Test machen, wenn er bei 80% an seine Wortlaute "S" usw. denkt, sei er kein Fall mehr für den Logopäden. Der Rest würde sich dann von alleine entwickeln. Trotzdem herzlich Dank. Ich will nämlich nicht mehr länger ein stecken , aber ich will die andere Mama auch nicht beleidigen oder wehtun. Danke für Ihre Tips.

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