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Sonnenschein im Haus

22. Januar 2005 um 10:42 Letzte Antwort: 29. Januar 2005 um 18:29

Hallo zusammen.

Seit einigen Tagen herrscht bei uns Sonnenschein im Haus. Jeden Tag wenn Michi kommt geht sie auf, egal wie schlecht das Wetter draussen ist. Dieser Junge ist so lebensfroh und unternehmungslustig wie ich vorher noch keinen anderen Menschen gesehen habe. Das passt im ersten Moment eigentlich nicht so ganz zu seiner Schüchternheit die ich anfangs bei ihm festgestellt habe. Nun ist er aber aufgetaut und sprudelt vor Energie und Lebensfreude. Jens und Andreas lassen sich regelrecht davon anstecken und sogar ich fühle mich einfach gut wenn Michi im Haus ist. Ihm fällt immer etwas ein, er kann wirklich alle für seine Ideen begeistern, drängt sich dabei aber nicht auf und will seinen Willen dabei auch nicht mit Gewalt durchsetzen. Er ist immer superfreundlich und eben total lieb. So wie man sich Kinder wünscht. Ich bin mit meinen beiden natürlich auch hochzufrieden. Michi übertrifft die beiden aber. Kann sein dass ich das auch nur im Moment so empfinde weil eben alles neu ist. Er bringt in jedem Fall die Sonne in unser Haus. Ich freue mich so, dass wir diesen Jungen kennengelernt haben. Auch wenn es durch eine sehr üble Sache erst dazu gekommen ist.
In einem Beitrag früher wurde einmal gesagt dass Leidensgenossen sich gut vertragen und Freunde werden können. Das hat sich hier sehr positiv gezeigt. In den paar Tagen in denen wir Michi kennen hat sich unter allen eine sehr dicke Freundschaft entwickelt. Mir persönlich ist er sehr dankbar dass ich etwas unternommen habe und ihm geholfen habe. Und vor allem ist er sehr dankbar dafür dass ich seine Eltern nicht hinzugezogen habe. Ich weiss zwar nicht wieso er das nicht will, vermutlich hat er Angst dass eben das klauen auffliegt. Zu Jens hat sich eine ganz besondere Freundschaft entwickelt und ich glaube dass die beiden nach ein paar Tagen sowas wie unzertrennlich geworden sind. Ich denke daraus entwickelt sich eine sehr lange und intensive Freundschaft. Andreas hat zwar egene Freunde in seinem Alter, seit Michi uns besucht ist er aber viel lieber mit Jens und Michi zusammen. Auch hier hat sich eine dicke (aber eben eine etwas andere) Freundschaft entwickelt.

Wie ich der armen Frau helfen soll weiss ich nicht. Ich glaube ich werde ihr am Wochenende einmal anrufen und sie vieleicht auf einen Kaffe bei mir einladen. Ein Gespräch entwickelt sich dabei bestimmt und dabei kann ich wenigstens fragen ob ich in irgendeiner Weise helfen kann.

Oft muss man sich fragen warum es so ist, dass Freud und Leid so nah zusammenliegen. Vor nichtmal 2 Wochen war Weltuntergangsstimmung und nun wieder strahlend blauer Himmel. Natürlich ist es mir sehr recht, dass wieder (fast) alles O.K. ist. Nur warum muss es erst soweit kommen. Ist die Menschheit nicht in der Lage das auf die Reihe zu bekommen? Ich verstehe es manchmal nicht.

Liebe Grüsse,

Sigrid

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22. Januar 2005 um 19:16

Sehr schön
Hallo Sigrid

Ich habe vor einigen Tagen den Beitrag über "Leidensgenossen" geschrieben. Ich habe da schon mit etwas ähnlichem gerechnet. Ich kenne so eine ähnliche Situation aus meiner Jugend. Lang - lang ist es her. Aber das Ergebniss ist im Prinzip das selbe. Ich habe heute noch einen besonders guten Freund und das seit ziemlich genau 30 Jahren. Ohne daß ich deinen Jens kenne, und ohne daß ich Michael kenne, weiß ich genau was da gerade abgeht. Ich freue mich für die beiden genauso, wie ich mich heute noch über meinen Freund freue.

Komisch. "Freund" "freuen" irgendwie sagen die beiden Begriffe schon alles. Sie klingen gleich und haben am Anfang der Sprache sicher den selben Ursprung.

Auch wenn ich beide nicht kenne, sag ihnen dass ich sie einfach mag, und daß ich ihnen alles gute wünsche.

Gruß Andi

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28. Januar 2005 um 18:17
In Antwort auf ralph_11875487

Sehr schön
Hallo Sigrid

Ich habe vor einigen Tagen den Beitrag über "Leidensgenossen" geschrieben. Ich habe da schon mit etwas ähnlichem gerechnet. Ich kenne so eine ähnliche Situation aus meiner Jugend. Lang - lang ist es her. Aber das Ergebniss ist im Prinzip das selbe. Ich habe heute noch einen besonders guten Freund und das seit ziemlich genau 30 Jahren. Ohne daß ich deinen Jens kenne, und ohne daß ich Michael kenne, weiß ich genau was da gerade abgeht. Ich freue mich für die beiden genauso, wie ich mich heute noch über meinen Freund freue.

Komisch. "Freund" "freuen" irgendwie sagen die beiden Begriffe schon alles. Sie klingen gleich und haben am Anfang der Sprache sicher den selben Ursprung.

Auch wenn ich beide nicht kenne, sag ihnen dass ich sie einfach mag, und daß ich ihnen alles gute wünsche.

Gruß Andi

Alles OK.
Hallo zusammen

Ich möchte mal wieder kurz schreiben.

Soweit ist bei uns alles OK. Jens ist super drauf und trifft sich eigentlich täglich mit Michi. Andreas wendet sich so langsam wieder seinen eigentlichen Freunden zu, ist aber immer noch oft mit Jens und Michi zusammen. Die beiden (Jens und Michi) sind die dicksten Freunde die man sich vorstellen kann. Ich freue mich wirklich endlos darüber. Seine Eltern suchen gerade ein wenig Kontakt zu uns. Michi hat ihnen scheinbar viel erzählt (nur das wichtigste nicht) und sie wollen uns wohl kennenlernen. Wir sind eingeladen am Samstag Mittag zum Kaffee. Ich freue mich auf den Besuch. Michi hatte ja ein wenig Angst dass etwas heraus kommt, ich habe ihm aber versprochen nichts zu verraten

Die Mutter des Übeltäters hatte ich diesen Mittwoch zu mir eingeladen. Sie wollte erst nicht, als ich aber sagte, dass ich nicht unbedingt über die Sache mit ihrem Sohn mit ihr reden will, nur eben ganz normal unterhalten, hat sie zugestimmt und ist dann gekommen. Diese Frau ist sehr nett, gebildet aber sehr unglücklich. Erstens wegen ihrem Mann und zweitens natürlich wegen ihrem Sohn. Wir haben uns automatisch über ihre Probleme unterhalten und es war ihr so wie ich denke sogar recht. Ich glaube nicht dass sie überhaupt jemanden zum reden hat. Ich habe sie gefragt ob ich ihr helfen kann. Sie meinte, dass sie mich wissen lässt wenn ich etwas für sie tun kann. Ich soll die Sache bitte nicht öffentlich machen. Sie würde das gerede der Leute nicht ertragen. Nächsten Mittwoch bin ich zu ihr zum Kaffee eingeladen. Vieleicht taut sie ja auch irgendwann auf. Ich hoffe es.

Nun kann ich eigentlich nur sagen, dass alles ziemlich O.K. ist. Ich bin sehr froh darüber und wünsche allen genausoviel Glück, wie wir es im nachhinein hatten.

Viele liebe Grüsse

Sigrid

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29. Januar 2005 um 11:10
In Antwort auf an0N_1215012799z

Alles OK.
Hallo zusammen

Ich möchte mal wieder kurz schreiben.

Soweit ist bei uns alles OK. Jens ist super drauf und trifft sich eigentlich täglich mit Michi. Andreas wendet sich so langsam wieder seinen eigentlichen Freunden zu, ist aber immer noch oft mit Jens und Michi zusammen. Die beiden (Jens und Michi) sind die dicksten Freunde die man sich vorstellen kann. Ich freue mich wirklich endlos darüber. Seine Eltern suchen gerade ein wenig Kontakt zu uns. Michi hat ihnen scheinbar viel erzählt (nur das wichtigste nicht) und sie wollen uns wohl kennenlernen. Wir sind eingeladen am Samstag Mittag zum Kaffee. Ich freue mich auf den Besuch. Michi hatte ja ein wenig Angst dass etwas heraus kommt, ich habe ihm aber versprochen nichts zu verraten

Die Mutter des Übeltäters hatte ich diesen Mittwoch zu mir eingeladen. Sie wollte erst nicht, als ich aber sagte, dass ich nicht unbedingt über die Sache mit ihrem Sohn mit ihr reden will, nur eben ganz normal unterhalten, hat sie zugestimmt und ist dann gekommen. Diese Frau ist sehr nett, gebildet aber sehr unglücklich. Erstens wegen ihrem Mann und zweitens natürlich wegen ihrem Sohn. Wir haben uns automatisch über ihre Probleme unterhalten und es war ihr so wie ich denke sogar recht. Ich glaube nicht dass sie überhaupt jemanden zum reden hat. Ich habe sie gefragt ob ich ihr helfen kann. Sie meinte, dass sie mich wissen lässt wenn ich etwas für sie tun kann. Ich soll die Sache bitte nicht öffentlich machen. Sie würde das gerede der Leute nicht ertragen. Nächsten Mittwoch bin ich zu ihr zum Kaffee eingeladen. Vieleicht taut sie ja auch irgendwann auf. Ich hoffe es.

Nun kann ich eigentlich nur sagen, dass alles ziemlich O.K. ist. Ich bin sehr froh darüber und wünsche allen genausoviel Glück, wie wir es im nachhinein hatten.

Viele liebe Grüsse

Sigrid

Erpessung


'Ich habe sie gefragt ob ich ihr helfen kann. Sie meinte, dass sie mich wissen lässt wenn ich etwas für sie tun kann. Ich soll die Sache bitte nicht öffentlich machen. Sie würde das gerede der Leute nicht ertragen. Nächsten Mittwoch bin ich zu ihr zum Kaffee eingeladen. Vieleicht taut sie ja auch irgendwann auf. Ich hoffe es.'


Du horchst sie aus, achtest ihren Wunschnicht, die Sache nicht öffentlich zu machen, plauderst ihr Leben aus, hoffst noch mehr zu erfahren 'vielleicht taut sie auf' um es dann hier zu erzählen ??

Wirkt deine Erpressung der Kinder eigentlich immer noch ? Haben sie sich ihren Eltern noch nicht anvertraut ?
Du hast mit der Erpressung 'wenn nicht ..., dann sag ich es euren Eltern', einen Keil zwischen die Kinder und deren Eltern getrieben. Du hast ihnen die Kinder geklaut. Und klaust sie noch. Peitsche und Zuckerbrot, erst die Erpressung dann Kuchen, Kakao und Freundschaft.

Überlege dir das, meiner Erfahrung nach schlägt der Pendel zurück, was wenn die Eltern alles rauskriegen ? dass du alles wusstest, erpresst hast, geschwiegen hast ?!


Die 'Gerechten' sind oft schlimmer als die Täter' man sieht es hier. Das ist ein Hilfe, geboren aus Erpressung die Abhängig macht.

Engelstrompete

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29. Januar 2005 um 14:38
In Antwort auf maxi_12054060

Erpessung


'Ich habe sie gefragt ob ich ihr helfen kann. Sie meinte, dass sie mich wissen lässt wenn ich etwas für sie tun kann. Ich soll die Sache bitte nicht öffentlich machen. Sie würde das gerede der Leute nicht ertragen. Nächsten Mittwoch bin ich zu ihr zum Kaffee eingeladen. Vieleicht taut sie ja auch irgendwann auf. Ich hoffe es.'


Du horchst sie aus, achtest ihren Wunschnicht, die Sache nicht öffentlich zu machen, plauderst ihr Leben aus, hoffst noch mehr zu erfahren 'vielleicht taut sie auf' um es dann hier zu erzählen ??

Wirkt deine Erpressung der Kinder eigentlich immer noch ? Haben sie sich ihren Eltern noch nicht anvertraut ?
Du hast mit der Erpressung 'wenn nicht ..., dann sag ich es euren Eltern', einen Keil zwischen die Kinder und deren Eltern getrieben. Du hast ihnen die Kinder geklaut. Und klaust sie noch. Peitsche und Zuckerbrot, erst die Erpressung dann Kuchen, Kakao und Freundschaft.

Überlege dir das, meiner Erfahrung nach schlägt der Pendel zurück, was wenn die Eltern alles rauskriegen ? dass du alles wusstest, erpresst hast, geschwiegen hast ?!


Die 'Gerechten' sind oft schlimmer als die Täter' man sieht es hier. Das ist ein Hilfe, geboren aus Erpressung die Abhängig macht.

Engelstrompete

Die Gerechten sind oft schlimmer als die Täter
Hallo Engelstrompete

Ich weiss nicht ob du alle meine Beiträge gelesen hast. Ich weiss auch nicht ob du die ganze Geschichte kennst. Ich würde dir raten alles zu lesen und dann deine Meinung noch mal zu überdenken. Ich würde mich freuen wenn du mir danach wieder sagen könntest was du innsgesammt von der Sache hältst und ob ich deiner Meinung nach immer noch so falsch liege. Ich bin für alles offen und denke dass ich ziemlich objektiv, gerecht und angemessen reagiert habe.

Erstens: Erpressung
Ich erpresse niemanden. Ich habe die beiden eigentlichen Erpresser nur darauf hingewiesen, dass ich sofort reagieren werde, falls ich auch nur die kleinste Kleinigkeit von ihnen oder über sie höre. Ich habe eine offizielle Entschuldigung der beiden bei Jens verlangt, welche einer der beiden auch gebracht hat. Ich sehe im Moment keinen Grund ihn noch tiefer in die Sch... zu reiten als er schon ist. Er hat meiner Meinung nach begriffen und versucht eine Freundschaft mit Jens anzufangen. Ich glaube zwar nicht dass ihm das gelingt, Jens ist zu tief verletzt worden, aber er zeigt Reue und guten Willen. Der 2. der beiden war nichtmal im Stande sich zu entschuldigen und hat die Sache auf die leichte Schulter genommen. Ich habe daraufhin seine Mutter benachrichtigt. Diese Frau kommt mit ihrem Sohn nicht im geringsten klar und braucht zweifellos Hilfe, die ich ihr auch angeboten habe.

Zweitens: Aushorchen
Ich horche diese Frau nicht aus. Ich warte bis sie freiwillig bereit dazu ist Hilfe anzunehmen. Ich habe ihr versprochen, die Sachen nicht öffentlich zu machen. Das mache ich auch hier nicht. Öffentlich ist bei Nachbarn, Bekannten, Verwandten, Lehrern....... Hier ist anonym. Oder hast du mich schon Namen oder Orte schreiben gesehen? Ich erzähle hier etwas über irgendjemanden der überall sein kann.

Drittens: Keil zwischen Eltern und Kinder
Ich weiss nicht ob du damit auch auf Michi deutest. Michi ist mir der liebste Freund für Jens den ich mir vorstellen kann. Er ist so offen und Lebensfroh, das kann sich niemand vorstellen, der ihn nicht kennengelernt hat. Er will nicht dass ich seinen Eltern die Geschichte erzähle. Deswegen werde ich es auch nicht tun. Sein Vertrauen zu haben ist wie 6 richtige im Lotto. So empfinde ich wenigstens. Wenn er sich irgendwann traut es selber zu erzählen dann ist das seine Sache. Mich geht es im Grunde nichts an. Ich habe nur einen Jungen kennengelernt, der zufällig den gleichen Leidensweg hatte wie mein Jens.

Ich würde mich freuen wenn ich wieder von dir höre. Ich kann Kritik ertragen, möchte mich dann aber auch rechtfertigen. Falls ich dann immer noch falsch liege, lasse ich mich gerne belehren für die Zukunft.

Liebe Grüsse,

Sigrid

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29. Januar 2005 um 17:44
In Antwort auf an0N_1215012799z

Die Gerechten sind oft schlimmer als die Täter
Hallo Engelstrompete

Ich weiss nicht ob du alle meine Beiträge gelesen hast. Ich weiss auch nicht ob du die ganze Geschichte kennst. Ich würde dir raten alles zu lesen und dann deine Meinung noch mal zu überdenken. Ich würde mich freuen wenn du mir danach wieder sagen könntest was du innsgesammt von der Sache hältst und ob ich deiner Meinung nach immer noch so falsch liege. Ich bin für alles offen und denke dass ich ziemlich objektiv, gerecht und angemessen reagiert habe.

Erstens: Erpressung
Ich erpresse niemanden. Ich habe die beiden eigentlichen Erpresser nur darauf hingewiesen, dass ich sofort reagieren werde, falls ich auch nur die kleinste Kleinigkeit von ihnen oder über sie höre. Ich habe eine offizielle Entschuldigung der beiden bei Jens verlangt, welche einer der beiden auch gebracht hat. Ich sehe im Moment keinen Grund ihn noch tiefer in die Sch... zu reiten als er schon ist. Er hat meiner Meinung nach begriffen und versucht eine Freundschaft mit Jens anzufangen. Ich glaube zwar nicht dass ihm das gelingt, Jens ist zu tief verletzt worden, aber er zeigt Reue und guten Willen. Der 2. der beiden war nichtmal im Stande sich zu entschuldigen und hat die Sache auf die leichte Schulter genommen. Ich habe daraufhin seine Mutter benachrichtigt. Diese Frau kommt mit ihrem Sohn nicht im geringsten klar und braucht zweifellos Hilfe, die ich ihr auch angeboten habe.

Zweitens: Aushorchen
Ich horche diese Frau nicht aus. Ich warte bis sie freiwillig bereit dazu ist Hilfe anzunehmen. Ich habe ihr versprochen, die Sachen nicht öffentlich zu machen. Das mache ich auch hier nicht. Öffentlich ist bei Nachbarn, Bekannten, Verwandten, Lehrern....... Hier ist anonym. Oder hast du mich schon Namen oder Orte schreiben gesehen? Ich erzähle hier etwas über irgendjemanden der überall sein kann.

Drittens: Keil zwischen Eltern und Kinder
Ich weiss nicht ob du damit auch auf Michi deutest. Michi ist mir der liebste Freund für Jens den ich mir vorstellen kann. Er ist so offen und Lebensfroh, das kann sich niemand vorstellen, der ihn nicht kennengelernt hat. Er will nicht dass ich seinen Eltern die Geschichte erzähle. Deswegen werde ich es auch nicht tun. Sein Vertrauen zu haben ist wie 6 richtige im Lotto. So empfinde ich wenigstens. Wenn er sich irgendwann traut es selber zu erzählen dann ist das seine Sache. Mich geht es im Grunde nichts an. Ich habe nur einen Jungen kennengelernt, der zufällig den gleichen Leidensweg hatte wie mein Jens.

Ich würde mich freuen wenn ich wieder von dir höre. Ich kann Kritik ertragen, möchte mich dann aber auch rechtfertigen. Falls ich dann immer noch falsch liege, lasse ich mich gerne belehren für die Zukunft.

Liebe Grüsse,

Sigrid

Der Brief
Hallo Sigrid,

danke für deine freundlichen Zeilen!
Ich habe die zwei Beiträge, die diesen Bereich betraffen komplett gelesen. Gab es noch mehr ?


Erinnerst du den Brief, den dein Sohn den beiden Jungs geben sollte ?


Ich kopiere es mal rein:

'1. Falls sich Jens noch ein einziges mal belästigt oder bedroht fühlt werde ich sofort zu den Eltern der beiden, und je nach dem was ich höre, auch zur Polizei gehen. Das gilt ebenfalls, wenn ich höre, dass sie andere belästigen.'




Was du tust, ist teils verständlich, der Satz zeigt Konsequenzen auf aber !und das ist der Punkt, das heißt auch:

Wenn noch einmal was passiert, gehst du zu ihren Eltern.
Das heißt, du schweigst jetzt, erzählst den Eltern alles wenn noch einmal ...., damit hast du sie in der Hand.

Du bist Mitwisser. 'Mitspieler'. Du hast dich eingemischt, in dieses Spiel von Heimlichkeiten.

Schau, dein Kind hat ins Bett gemacht vor lauter Angst, da war soviel Druck, soviele Gefühle lagen auf seiner Seele bis er endlich gestehen konnte. Es war doch auch schlimm für ihn ? Oder ? War es für ihn nicht wie barfuss durch die heiße Hölle ?
Den Eltern gestehen zu müssen, dass er Bockmist gemacht hat, eingestehen musste, dass er geklaut hat, es war ihm vor sich selbst schlimm, und es war schlimm, es euch liebenden, guten Eltern zu sagen und zu gestehen, dass er kein lieber Bub, sondern ein 'schlimmer' Junge ist.


All das steht den anderen Jungs, Michi, noch bevor. Dieser Weg nach Canossa steht ihnen noch bevor. Je länger sie warten desto schwerer und schwieriger wird es.

Wenn sie es nicht tun, was wird dann ihr Gewissen mit ihnen machen ? Dein Sohn machte ins Bett, welchen Ausgleich wird das Gewissen von Michi fordern ?


Und jetzt geht es dich eben an, weil du ihnen gedroht, sie erpresst hast, weil du es weißt.

Du hast dich zur Legislativen, der Gesetzgebenden, gemacht in dem du ihnen deine Regeln s. Brief, diktiert hast,
du hast dich Judikativen gemacht, weil sie vor deinen 'Richterstuhl' bei euch treten mussten und du bist die Exekutive, die ausführende Gewalt, weil du sie in der Hand hast. Und du bist der Bewährungshelfer. Ich zitiere dich:
'Im Moment möchte ich aber ehrlich (auch aus Neugierde wie sich junge Menschen verhalten) gerne abwarten. ' Das ist der Bewährungshelfer. Und du spielst mit den Menschen und ihrem Schicksal aus Neugierde.


Nicht umsonst sind die drei Staatsgewalten sonst von einander getrennt! Damit so eine Vermischung wie bei dir nicht passiert!
Die Strafe musst du den Eltern überlassen.
Und ich zitiere dich hier:
'Manchmal ist das eigene Gewissen schlimmer als jede Strafe von aussen.'

Wenn möglich, verlasse mal deine Position,
wie wäre es für dich, wenn die Rollen vertauscht wären ?
Wenn Jens Michi wäre, und dir, der Mutter, weiter von vorne bis hinten alles verheimlichen würde ?

Stell dir vor Jens hätte geklaut und du wüsstest es nicht, aber die Mutter seines Komplizen. Und die Mutter des Komplizen hätte zu deinem Sohn gesagt:


'1. Falls sich Jens noch ein einziges mal belästigt oder bedroht fühlt werde ich sofort zu den Eltern der beiden, und je nach dem was ich höre, auch zur Polizei gehen. Das gilt ebenfalls, wenn ich höre, dass sie andere belästigen.'


Das Michi euch jetzt so dicht kommt, der 6er im Lotto ist, ist vielleicht auch darin begründet, dass ihr das ganze bis auf den einen Punkt gut eregelt habt, er scheint auch ein lieber und guter Junge zu sein.
Und, du hast ihn in der Hand, er ist abhängig. Und er hatte nicht soviel auf dem Kerbholz.

Ihr habt eine Komplizenschaft. Und die Offenlegung des Diebstahls und euer Umgehen damit hat viel zu dieser guten Entwicklung beigetragen, nur verstehe ich nicht warum Michis Eltern davon ausgeschlossen sind.
Wann werden sie weinen dürfen ?
Du versuchst vielleicht Michi vor der Situation die du selbst mit Jens erlebt hast zu schützen, aber war die den schlimm, war sie nicht im Endeffekt genau so gut und rictig ?

Du meinst es ging dich nichts an aber damit hast du eine Entscheidung getroffen und bist drin. Du bist zwischen die Eltern und deren Kind getreten, vielleicht ist ihnen das ganz recht, vielleicht wollen die die Verantwortung abgeben ? Denn die Verantwortung, die hast du jetzt, du hast entschieden wie es läuft, du bist Michis Bewährungshelfer, was aus dem Junge und ihrer kriminellen Laufbahn wird, liegt jetzt mit in deinen Händen.

Würdest du es den Eltern lassen, wärst du raus. Dann wären die wieder ganz verantwortlich.
Hältst du dich für kompetenter für besser ?

Du erweist dem Jungen einen Bärendienst, so wird er schon dir geschont, erfährt Schonhaltung und muss sich nicht bewähren.
Es ist gut möglich, dass ich verborgene Dynamiken, Einflüsse, Haltungen aller die es betrifft nicht berücktigt habe, von daher gebe ich dies als Anstoss, zur Überprüfung von dem eigenen Gewissen, der eigenen Seele.

Wo ist der Vater des zweiten Jungen ?
Ich denke, der fehlt.

Du wurdest gebeten zu schweigen, und egal ob wir die Namen kennen oder nicht, du redest, schreibst darüber, für lange lange Zeit offen nachlesbar.
Könntest du der Mutter deine Beiträge zeigen ?
Und egal ob wir wissen wer, und dass die Betroffenen ja selbst nicht wissen, dass du hier über sie schreibst. Du weißt es. Dein Gewissen weiß es.

So, ich muss los, ich hätte den Beitrag noch gerne bearbeitet und noch besser in Form gebracht, er springt noch ein bisschen zwischen den Jungs und den Familien hin und her, aber ich muss los.

Alles gute euch ! Liebe Grüße Engelstrompete

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29. Januar 2005 um 18:29
In Antwort auf an0N_1215012799z

Die Gerechten sind oft schlimmer als die Täter
Hallo Engelstrompete

Ich weiss nicht ob du alle meine Beiträge gelesen hast. Ich weiss auch nicht ob du die ganze Geschichte kennst. Ich würde dir raten alles zu lesen und dann deine Meinung noch mal zu überdenken. Ich würde mich freuen wenn du mir danach wieder sagen könntest was du innsgesammt von der Sache hältst und ob ich deiner Meinung nach immer noch so falsch liege. Ich bin für alles offen und denke dass ich ziemlich objektiv, gerecht und angemessen reagiert habe.

Erstens: Erpressung
Ich erpresse niemanden. Ich habe die beiden eigentlichen Erpresser nur darauf hingewiesen, dass ich sofort reagieren werde, falls ich auch nur die kleinste Kleinigkeit von ihnen oder über sie höre. Ich habe eine offizielle Entschuldigung der beiden bei Jens verlangt, welche einer der beiden auch gebracht hat. Ich sehe im Moment keinen Grund ihn noch tiefer in die Sch... zu reiten als er schon ist. Er hat meiner Meinung nach begriffen und versucht eine Freundschaft mit Jens anzufangen. Ich glaube zwar nicht dass ihm das gelingt, Jens ist zu tief verletzt worden, aber er zeigt Reue und guten Willen. Der 2. der beiden war nichtmal im Stande sich zu entschuldigen und hat die Sache auf die leichte Schulter genommen. Ich habe daraufhin seine Mutter benachrichtigt. Diese Frau kommt mit ihrem Sohn nicht im geringsten klar und braucht zweifellos Hilfe, die ich ihr auch angeboten habe.

Zweitens: Aushorchen
Ich horche diese Frau nicht aus. Ich warte bis sie freiwillig bereit dazu ist Hilfe anzunehmen. Ich habe ihr versprochen, die Sachen nicht öffentlich zu machen. Das mache ich auch hier nicht. Öffentlich ist bei Nachbarn, Bekannten, Verwandten, Lehrern....... Hier ist anonym. Oder hast du mich schon Namen oder Orte schreiben gesehen? Ich erzähle hier etwas über irgendjemanden der überall sein kann.

Drittens: Keil zwischen Eltern und Kinder
Ich weiss nicht ob du damit auch auf Michi deutest. Michi ist mir der liebste Freund für Jens den ich mir vorstellen kann. Er ist so offen und Lebensfroh, das kann sich niemand vorstellen, der ihn nicht kennengelernt hat. Er will nicht dass ich seinen Eltern die Geschichte erzähle. Deswegen werde ich es auch nicht tun. Sein Vertrauen zu haben ist wie 6 richtige im Lotto. So empfinde ich wenigstens. Wenn er sich irgendwann traut es selber zu erzählen dann ist das seine Sache. Mich geht es im Grunde nichts an. Ich habe nur einen Jungen kennengelernt, der zufällig den gleichen Leidensweg hatte wie mein Jens.

Ich würde mich freuen wenn ich wieder von dir höre. Ich kann Kritik ertragen, möchte mich dann aber auch rechtfertigen. Falls ich dann immer noch falsch liege, lasse ich mich gerne belehren für die Zukunft.

Liebe Grüsse,

Sigrid

..... ich hätte doch ...
.... überarbeiten sollen !

Also ich hab da jetzt klar, der zweite Junge kam nicht, entschuldigte sich nicht und du hast die Mutter informiert. Zur Mutter hast du Kontakt.
(Also hier auch noch ein Seelsorger/Helferjob für dich, ist das nicht einbisschen viel ?)


Du schonst Michi.
Und du hast ihn in der Hand, so wie ihn vorher der andere Junge in der Hand hatte.
Er ist 'weich', hm ?
Wer wird der nächste sein, der ihn in der Hand hat ?

Michi will sich und seine Eltern nicht mit seiner Schattenseite konfrontieren, will er es nicht wahrhaben ? Will er weiter nur der nette liebe gute Junge sein ?

Michi ist mit sich noch im Reinen, ob er die Lektion wirklich gelernt hat ??

Damit verdrängt er seine Schattenseite, was man verdrängt wird stärker. Er muss es integrieren, dazu stehen, daran wachsen.

Verlange von ihm der gleiche, das du von Jens verlangt hast. Dann siehst du, ob er immer noch soviel besser ist als deine Jungs.

Lieben Gruss Engelstrompete

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