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Sollte ich meiner Mutter das Kindergeld nach dem Auszug überlassen?

11. Mai 2017 um 20:19

Hallo zusammen,

ich würde gerne mal eure Meinung dazu hören, da ich mir nicht ganz sicher bin wie ich darüber denken soll.
Ich bin 23 Jahre alt und diesen April von zuhause in eine WG ausgezogen. Die Miete ist nicht sehr teuer und ich bekomme auch Bafög (bin Studentin). Mein Vater überweist mir auch den Unterhalt direkt (Eltern geschieden). Ich kann also im Monat die anfallenden Kosten decken, allerdings muss ich schon eher aufs Geld schauen, wenn es darum geht sich mal Kleidung zu kaufen oder abends weg zu gehen. 

Nun ist es so, dass meine Mutter nicht viel Geld hat und als ich noch daheim gewohnt habe, hat sie verständlicherweise das Kindergeld bekommen. Mein Bruder und ich haben monatlich jeweils 100 Euro Miete beigesteuert, da es sonst nicht gegangen wäre. Jetzt fällt durch meinen Auszug für meine Mutter natürlich die 100 Euro plus theoretisch das Kindergeld weg. Deshalb hat sie mir mitgeteilt, dass sie mir das Kindergeld nicht geben kann und es mindestens die nächsten 3 Monate komplett braucht bis sie beim Amt einen Antrag auf Wohngeld stellt. Nur wenn der bewilligt wird, würde ich das Kindergeld erhalten. 

Nun ist meine Frage an euch, wie seht ihr das? Ich denke, dass das Kindergeld nach dem Auszug an das Kind gehen sollte, vorallem, da ich außer dem Unterhalt meines Vaters und Bafög keinerlei finanzielle Unterstützung erhalte. Finanziell gesehen stehe ich eher alleine da was meine Eltern angeht (soll aber kein Vorwurf sein, es geht nunmal nicht anders).

Meine Mutter meint also sie braucht das Geld. Ich persönlich glaube zwar, dass es auch ohne irgendwie machbar wäre, aber ich möchte auch nicht, dass meine Mutter und mein Bruder (wohnt noch daheim) am Hungertuch nagen. Ich will auch, dass sie ein gutes Leben haben, vorallem da ich es ja nicht unfassbar dringend brauche. Aber große Sprünge kann ich nicht machen und das Sparen fällt auch eher schwer, gerade wenn größere Investitionen anfallen. 

Jetzt muss ich entscheiden zwischen 'verständnisvoll und für die Familie da sein' und 'auf mein Recht beharren'.

Was würdet ihr machen?
Vielleicht könnt ihr auch einfach mal erzählen wie ihr das mit dem Kindergeld handhabt und wie eure Erfahrungen und Meinungen dazu sind. 
Vielen Dank schonmal!  

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12. Mai 2017 um 11:49

Also ich finde schon, dass du das Kindergeld auf dein Konto bekommen solltest.
Das Kindergeld steht den Eltern ja zu, als zusätzliche Unterstützung des Staates zur Versorgung der Kinder. In deinem Fall musst du dich nun selbst versorgen und hast Anspruch auf das Kindergeld.
Natürlich willst du deine Mama nicht vor den Kopf stoßen, verständlich! Setzt euch zusammen und findet eine gemeinsame Lösung. Wäre es vlt für sie finaziell besser eine kleinere Wohnung zu suchen, da du ja jetzt nicht mehr dort wohnst und Platz zu viel übrig ist?

Was ich aber nicht verstehe, warum will sie erst in 3 Monaten Wohngeld beantragen? Vl. habe ich das auch aus deinem Text falsch verstanden?
 

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12. Mai 2017 um 12:09

Ich würde das ganz abhängig davon machen, wie die Situation deiner Mutter genau ausschaut und wie euer Verhältnis zueinander ist.
Einfach nur um Kleidung zu kaufen oder abends fortzugehen würde ich einer geliebten Mutter, die vielleicht auch noch unverschuldet in der Patsche sitzt, nicht das Geld entziehen, da wäre es besser, wenn du dir einen Nebenjob suchen würdest (wäre auch für deine spätere Arbeitssuche von Vorteil).
Wenn deine Mutter einfach nur faul ist und euer Verhältnis auch nicht das beste ist, dann hol dir das Geld auf dein Konto.

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12. Mai 2017 um 14:36

Nein, dass würde ich nicht. Die Kindergeldstelle kann dir das Geld direkt überweisen. Wenn das Geld von deiner Mutter nicht ausreicht, kann sie SOFORT Wohngeld oder sogar Hartz 4 beantragen. Würde sie aber z.B. dein Kindergeld bekommen und Hartz 4 obendrauf, würde das Kindergeld mit verrechnet werden. Also total unsinnig.

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12. Mai 2017 um 21:35

Danke für eure Antworten!

Also es ist so, dass sie schonmal Hartz 4 bezogen hat mehrere Jahre und wir waren alle froh, als wir dann da raus waren, deshalb würde das nicht zur Debatte stehen und das möchte ich auch nicht. 
Wohngeld wird sie erst in 3 Monaten beantragen, weil sie zur Zeit einen vorübergehenden Job hat, der noch ausreichend Geld bringt, dieser wird aber in ein paar Monaten enden. Wenn sie jetzt Wohngeld beantragen würde, dann würde sie weniger Geld bekommen, da ja mehr Geld auf ihrem Konto mit dem Job ist als ohne. 

@dubravushka: Ja unser Verhältnis ist eigentlich gut, deshalb fällt mir dieses Thema auch schwer. 

Aber ich habe mit ihr gesprochen und wir haben es jetzt so geklärt, dass ich die Hälfte des Geldes bekomme, bis sie den Wohngeldantrag stellt. Ich denke das wird für uns beide die beste Lösung sein

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