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Soll ich meine Tochter aufgeben?

18. Februar 2014 um 8:49

Hallo. Ich stecke nun seit 5,5 Jahren in einem Kampf um meine Kinder aus 1. Ehe. Ich habe mich vor 15 Jahren von meinem Exmann getrennt, einige Jahre noch hatten wir, was die Kinder betraf, guten Kontakt. Bis er seine neue Frau kennenlernte. Die hat von Anfang an gegen mich geschossen und die Kinder gegen mich aufgehetzt. Die Kleine hat die schlimmsten Lügengeschichten von mir erzählt, weil sie merkte, dass sie damit die volle Aufmerksamkeit von der neuen Frau ihres Vaters bekommt. Als die Große 14 war hatte sie meine Kinder dann soweit, dass sie zu ihnen gezogen sind. Dann ging also 3,5 Jahre der Kampf los, dass ich um jedes Wochenende, um jeden Ferientag betteln musste, dass ich sie zu mir bekomme. Wenn sie kamen gab es oft nur doofe Sprüche oder Vorwürfe. Ich war von allem so fertig, dass ich in schwere Depressionen verfallen bin, viele Freunde verloren habe, meine neue Ehe fast daran kaputt gegangen ist. Bin dann in Therapie gegangen, was mir etwas geholfen hat. Vor knapp 2 Jahren kam dann die Große wieder zu mir. Die hat mir dann bestätigt, dass es wirklich so war, dass sie immer gegen mich aufgehetzt wurden und die Kleine viel gelogen hat. Das ihnen immer ein schlechtes Gewissen eingeredet wurde, wenn sie mal versucht haben positiv von mir zu reden, das alles was ich gemacht habe, verdreht und schlecht geredet wurde. Die Kleine hat es der Großen bis heute nicht verziehen, dass sie wieder zu mir gekommen ist. Sie gibt auch mir die Schuld und sagt, wir hätten "ihre" Familie zerstört. Sie hat den Kontakt zu ihrer Schwester und zu mir komplett abgebrochen. Wenn ich ihr über Handy geschrieben habe, kam nach einer Weile die Bitte, ich solle sie in Ruhe lassen, sie wolle Abstand. Ich habe ihr trotzdem immer wieder Karten geschrieben, aus dem Urlaub, zu Weihnachten, zum Geburtstag, Neujahr usw. Auch zwischendurch ne WhatsApp in der ich auch immer geschrieben habe, dass ich sie vermisse und lieb habe. Es kam nie eine Antwort. Ich bin dann letztes Wochenende hin gefahren (wir wohnen knapp 100 km voneinander entfernt) und habe sie auf der Arbeit abgefangen (zu ihr nach Hause darf ich nicht, mir wurde es verboten mich dem Haus meines Exmannes zu nähern). Sie ist stumpf an mir vorbei gefahren (mit dem Fahrrad), aber ich habe sie zurück gerufen. Wir sind dann in mein Auto und haben 2 Stunden geredet. Sie meinte, ich hätte nie um sie gekämpft und sie nie lieb gehabt. Wenn ich ihr eine Karte oder WhatsApp geschrieben habe mit Hab dich lieb, hat sie es mir nicht geglaubt. Hab ich ihr mal 2-3 Wochen nicht geschrieben, hat sie das als Bestätigung gesehen, dass sie mir egal ist. Sie meinte zum Schluss einfach nur, es wird zwischen uns sowieso nicht klappen und hat das Auto mit knallenden Türen verlassen. Was soll ich tun? Ihr weiterhin hinterher rennen und mir weiterhin anhören, was ich alles falsch gemacht habe, was ich für eine schlechte Mutter bin und sie nie geliebt habe? Oder soll ich aufgeben und sie ihr Leben leben lassen?

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18. Februar 2014 um 10:45

Briefe
im laufe der Jahre habe ich ihr schon viele Briefe bzw. Emails, weil Post von mir auch schon abgefangen wurde, geschrieben. Aber stimmt, das ist eine gute Idee, vielen dank, das werd ich nochmal machen. Natürlich schreibe ich ihr weiterhin zu besonderen Anlässen.

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18. Februar 2014 um 11:37

Liebe mathilda
Vielen Dank für die lieben Worte!
hört sich so an, als hättest du zum Thema Depressionen auch so deine Erfahrungen! Das ist sehr schlimm und ich habe in meiner "Hochphase" feststellen müssen, dass es kaum jemand ernst nimmt, weil es ja nicht offensichtlich ist. In meiner Therapie habe ich gelernt, die Fehler nicht nur bei mir zu suchen. Ich war sicher keine perfekte Mutter, habe Fehler gemacht, aber nie so extrem, dass meine Kinder wirklich einen Grund gehabt hätten, das Weite zu suchen. Außerdem ist mir ja durch die Erzählungen von meiner Großen bestätigt worden, was ich all die Jahre geahnt habe, was da mit meinen Kindern gemacht wurde. All die Jahre habe ich befürchtet, dass die meine Kinder psychisch kaputt machen, mit dem ständigen Eingerde, eure Mutter liebt euch nicht. Jetzt habe ich die Bestätigung, denn meine Kleine hat am Wochenende zugegeben, dass sie selbst weiß, dass sie eigentlich eine Therapie bräuchte. Sie ist jetzt 18 Jahre alt und ich finde es sehr schlimm, dass sie sich mit einem solchen Gefühlschaos rumschlagen muss. Ich habe sie versucht zu stärken in den Gedanken eine Therapie zu machen, hab ihr gesagt, dass ich bereit wäre, an den ein oder anderen Termin dabei zu sein. Aber genau das will sie nicht. Sie verweigert sich mir total. Als ich ihre Hand nehmen wollte, hat sie sie weg geschlagen, ich solle das lassen, ich soll sie in Ruhe lassen. Tue ich das, wirft sie mir vor, ich bemühe mich nicht um sie, tue ich es nicht, heißt es, ich respektiere ihren Wunsch nicht, dass ich sie in Ruhe lassen soll. Sie wirft mir vor, es wäre mir ja ganz gut ergangen ohne sie. Versuche ich ihr zu erklären, wie es mir geht, gegangen ist, sagt sie, das wäre wieder mein typisches Selbstmitleid. Es ist zum verzweifeln. Es kostet mich so viel Kraft, dabei habe ich auch noch einen kleinen Sohn aus 2. Ehe, habe einen Job usw. Wäre da nicht der absolut tolle Kontakt zu meiner Großen, weiß ich nicht, wo ich noch Kraft hernehmen sollte.

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18. Februar 2014 um 14:07

Keine gute Idee
Ich möchte meine Kinder auf keinen Fall mehr mit diesem Thema konfrontieren. Meine Therapeutin hat mir damals mal gesagt, ich solle mit ihnen darüber reden. Im Nachhinein wurde mir dann gesagt, ich würde sie damit und generell mit meiner negativen Gefühlslage emotional erpressen. Also habe ich dann immer, wenn sie kamen, den Gute-Laune-Bär gespielt und hab mir dann erst wieder die Augen ausgeheult sls sie wieder gefahren sind. Meinen Mann hat das auch sehr belastet, es wurde für ihn immer schwieriger, keine Wut auf die Kinder zu bekommen. Oft haben wir uns gestritten, weil er merkte, ich habe immer nur für die Tage "gelebt" wo sie kamen. Aber jetzt im Nachhinein ist das ja wohl scheinbar auch ein Fehler gewesen, wie die Kleine mir ja jetzt vorgehalten hat, dass es mir so gut ging!
Ich weiß, die Pubertät ist eine schlimme Zeit, ich habe mich damals auch oft mit meiner Mutter gestritten. Aber ich hatte damals niemanden, der mich mit Versprechungen gelockt hat und ich hatte später ein super Verhältnis zu meiner Mutter.

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18. Februar 2014 um 22:06

Keine Schuld
Ich gebe weder meinem Exmann noch meiner Tochter die Schuld. Meinem Exmann bin ich Freitag noch im Krankenhaus über den Weg gelaufen. Meine große Tochter hatte einen schweren Autounfall und lag auf Intensiv. Ich habe seine Eltern angerufen, weil ich seine Telefonnummer nicht hatte und die konnten ihm dann Bescheid sagen. Er hat sich sogar dafür bedankt.
Ich werde auch meinen Kindern nie irgendeine Schuld geben. Ich habe nur im Moment nicht mehr die Kraft ihr weiter vergeblich hinterher zu rennen und immer wieder zu versuchen ihr meine Liebe zu beweisen und dann schlussendlich wieder abgewiesen zu werden!

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19. Februar 2014 um 15:53

Danke
Meine Große hat das schlimmste Überstanden
All die Jahre hab ich mir immer wieder vorgenommen, ich melde mich jetzt ne Weile nicht. Hab ich eh nie durch gehalten!
Ich werde mich nächste Tage, wenn ich Ruhe habe, hinsetzten und ein paar Zeilen an sie schreiben. Nochmal schreiben wie lieb ich sie habe, dass ich immer an sie denke und meine Tür für sie immer offen stehen wird, ganz egal wie lange ich warten muss.

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25. Februar 2014 um 14:38

Es gibt da ein gutes Sprichwort
Was du liebst,lass frei
Kommt es zu dir zurück,gehört es dir für immer

Kopf hoch

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27. Februar 2014 um 0:05


Kämpfe!

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Problemthema: Kind aus erster Ehe
Von: merit_11989411
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26. Februar 2014 um 11:17
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