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Sohn, zehn Jahre, schlampig, chaotisch und unehrlich

17. März 2015 um 10:43

Mein Sohn ist nun zehn Jahre alt und geht in die vierte Klasse einer Grundschule.
Von Anfang an - bereits zu Zeiten des Kindergartens - machte er stets Probleme, im Sinne von Zuverlässigkeit, Abgeben von erteilten Aufgaben, bzw "lieblose" Erfüllung derselben.

Seit er in der Grundschule ist, muss er permanent kontrolliert, ja dauerüberwacht werden. Ohne Kontrolle geht NICHTS! Er verschlampert beispielsweise seine Hefte u reißt aus jenen, die er noch zur Verfügung hat, die Seiten raus, um dem Lehrer den falschen Glauben zu vermitteln, es sei ein neues Heft.

Immer u immer wieder frage ich in regelmäßigen periodischen Abständen, ob er für die Schule Materialien benötigt, aber stets bekam ich die Antwort, dass alles spitze u super sei, er hätte von ALLEM genug u im "Übermaß".

Gestern, aufgrunde von reiner Intuition, bin ich in die Schule u kontrollierte unter seiner Bank, wegen Verdacht der chaotischen Anhäufung verschiedenster "Unterlagen" und "unterschlagenen Mitteilungen" respektive mir vorenthaltenen Schulaufgaben. Prompt fand ich eine Arbeit der Religionslehre (Note 3) und Musik (Note 4), welche zusammengeknüllt unter dem Tisch zu finden waren...
Ich möchte betonen, dass er wiederum in den Hauptfächern nur Noten von 1-2 nach Hause bringt, jedoch ist dies wohl eher meinem Pflichtbewusstsein zuzuschreiben, als dem seinen, da ich vor jeder Schulaufgabe eine 3tägige Studierzeit á 1 Stunde angesetzt habe, in welcher er sich auf die Proben vorzubereiten hat... Hausaufgaben werden grundsätzlich zusammen erledigt.

Desweiteren herrscht überall Chaos! Überall wirft er seine Sachen herum (das bezieht sich nicht nur auf den privaten, sondern auch auf den schulischen Bereich), er schwindelt, dass ALLES in der Schule BESTENS und in Ordnung sei, unterschlug mir aber die Mitteilung für den Elternabend, welcher letzte Woche stattfand... Allerdings ist mir in dem Zusammenhang ein Rätsel, warum mich der Lehrer nicht informierte, da diese Mitteilung unterschrieben hätte abgegeben werden sollen.

Kurzum: Meine Nerven liegen blank, ich mache mir nur noch Sorgen um seine Zukunft, da er lügt u mich hintergeht, obwohl er weiß, dass ich LETZEN ENDES, hinter alles komme u schon alleine von berufswegen Lügen sofort durchschaue. All dies ist ihm bekannt u trotzdem versucht er es immer wieder aufs Neue und mich, ja, ich kann mich nicht anders ausdrücken, verarscht , wo er kann. Ich freue mich, dass er wohlgelaunt u glücklich aus dem Schulgebäude kommt u in Wirklichkeit geht es dort drunter u drüber. Frage ich hingegen den Lehrer, wie es läuft, höre ich immer nur "MAL SO UND MAL SO". Das kann es doch nicht sein...

Ich habe auch schon ein Belohnungssystem erarbeitet, welches ihm bei guter Heftführung, guten schulischen Leistungen und Engagement "Geld" einbringt, sprich, er sich sein Taschengeld ehrlich verdienen muss... Seine Mentalität ist in diesem Zusammenhang ----> Taschengeld ist schön, es langt ja in den Hauptfächern u ab einem gewissen angesparten Betrag, kann es mir ja eh wurscht sein...

Ich selbst bin ein so gewissenhafter Mensch, liebe die Ordnung, habe ihm schon unendliche Male erklärt, dass die innere Ordnung die äußere bestimmt u umgekehrt, dass man in seinem Leben auch Hürden meistern muss, sich anzustrengen hat usw usf.

Meine Mutter, welche selbst Lehrerin ist, hat auch schon etliche Male mit ihm geredet, mein Mann, der im gehobenen Dienst des Militärs Disziplin nahezu für sich gepachtet hat, ist eigentlich nur noch sprachlos; mein Sohn hingegen, zeigt sich in den Momenten der "klärenden Gespräche" u auch des Schimpfens einsichtig u reumütig, doch sobald ich wieder lache u den Alltag einkehren lasse, fängt das Drama von vorne an...

Kann es denn wirklich sein, dass das Kind "dauerkontrolliert" werden muss? Wo bleiben dann Freude u Spaß?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wir sind eine sehr bildungsnahe Familie u mein Sohn kommt mir so vor, als würde er alles boykottieren u zerstören wollen, was mit Bildung, Anstand und Pflichterfüllung zu tun hat...

Spaß u Freude, Blödeln usw werden bei uns großgeschrieben! Heiterkeit halte ich für äußerst wichtig, aber mir scheint, als vertrüge er das nicht... Sobald wir die Zügel in irgendeiner Form locker lassen, sieht er das als Freifahrtschein, sich erneut in seine alten Muster zu begeben...

Wer weiß Rat oder KENNT zumindest auch dieses doch recht eigenartige Phänomen...?

Ich bedanke mich schon recht sehr herzlich für Antworten!

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17. März 2015 um 11:22

Nein,
die Noten sind mir, um ehrlich zu sein in diesen Fächern, nicht direkt "egal", aber nicht unbedigt so wichtig, als dass ich daraus nun ein Drama mache... Mir geht es um die Unehrlichkeit und das von ihm verbreitete Chaos, noch dazu, weiß er um meinen Charakter u dass ich ihm IMMER die Möglichkeit gebe das Gespräch zu suchen.

Glaube mir, Leute, die beim Militär sind, lassen dieses LIEBEND gerne, wenn sie nach Hause kommen vor der Türe! Wir sind einfach ordentliche Menschen, denen die Wahrheit wichtig ist ----> ist das heutzutage schon ein Manko? Ordnung und das Bedürfnis nicht angelogen zu werden? Ist das schon zu viel des Guten?

"Vergessen"... Nun, da bin ich tatsächlich der Meinung, dass man "unangenehme" Dinge oftmals liebend gerne "vergisst".
So auch in diesem Zusammenhang die Mitteilung bezüglich des Elternsprechtages.

Ich bin auch in der Lage mich zu reflektieren u meine Fehler und mein Verhalten zu hinterfragen u an mir zu arbeiten... Aber kann es tatsächlich sein, dass man immer wieder aufs Neue auf ein Kind zugeht, ihm immer wieder Chancen einräumt, uneingeschränkt verzeiht mit dem Ergebnis gleich Null, Konsequenzen zu nichts führen? Mag es eine Charaktereigenschaft des Kindes sein, oder habe ich schlichtweg versagt?

Das sind die Gedanken, die ich momentan habe...


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17. März 2015 um 12:28

...
...der Elternsprechtag wäre für ihn unangenehm geworden, da man mich auf die fehlenden Hefte, nicht abgegebene Wochenpläne und das generelle Desinteresse am Unterricht aufmerksam gemacht hätte. Das ist zumindest meine Theorie, da an den Noten grundsätzlich nichts auszusetzen ist. Sein "Konstrukt" ein hoch-engagierter Schüler zu sein, im Sinne von Mitarbeit u Fleiß während des Unterrichtsgeschehens, wäre ja förmlich zusammengebrochen.

Ich war zwei Mal bei der Sprechstunde, habe auch immer "mal so" mit dem Lehrer gesprochen, aber man informierte mich ja nicht über die permanenten Defizite.... Man sagte mir immer, seine Mitarbeit sei "interessensabhängig".

Unter uns: Mir geht es in keinster Weise darum einen Musterschüler heranzuziehen, der nur "vergeistigt" vor Büchern u Heften sitzt. Ich mache mir Sorgen um seine Zukunft... Wie soll das denn weitergehen, mit so einer "leck mich am Arsch" - Einstellung, nach dem Motto, "irgendwie" laviere ich mich durch, wenn nötig mit Hilfe von Unterschlagung von Tatsachen und/oder Lügereien. Das ist der Punkt....

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19. März 2015 um 8:14

Hmm
Hallo,

ich finde das Verhalten deines Sohnes jetzt nicht sehr schlimm.

Ich finde du erwartest sogar ein sehr erwachsenes Verhalten von einem Kind, dass sich wie ein zehnjähriges verhält. In dem Alter überschauen die Kinder noch nicht die Wichtigkeit und Tragweite von guter Schulbildung in Bezug auf spätere Berufsaussichten.
Es ist ganz natürlich, dass er deshalb nicht soviel Motivation und Eifer aufbringt, wie du es dir wünschst. Er ist ein Kind und er lernt noch.

Und dass Kinder hin und wieder mal kleine Lügen auftischen um leichter durchs Leben zu kommen ist auch normal. Das hat aber nichts mit Absicht oder Bösartigkeit zu tun. Ab dem Alter von 3-4 Jahren fangen Kinder an zu lügen oder mal zu schummeln....das wird in der Entwicklungspsychologie als wichtiger Lernschritt/Entwicklungsschub gesehen!

Und dass seine Mitarbeit "interessenabhängig" ist, ist ja wohl mehr als normal. Oder würdest du dich ausgiebig mit Themen beschäftigen wollen, die dich absolut langweilen? Sowas nennt man übrigens intrinsische Motivation!

Lass ihn mehr Kind sein, er ist kein Erwachsener.

Lg

Mogena

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19. März 2015 um 13:32

Problem?
Irgendwie verstehe ich auch das Problem nicht so richtig...! So, wie du deinen Sohn schilderst, handelt es sich einfach um ein ganz normales Kind, dessen Prioritäten eben nicht unbedingt im schulischen Bereich liegen. Warum die Lehrer dich nicht drauf ansprechen? Vermutlich, weil es aus ihrer Sicht gar keinen Grund gibt. Mit den von dir geschilderten Noten wird er ja vermutlich jetzt die Gymnasialempfehlung bekommen haben, richtig? Warum sollten die Lehrer dann einen unnötigen Aufwand betreiben und irgendwelche Pferde scheu machen?
Ich sehe jetzt auch nicht, in welchem Fall er dich konkret anlügt. Er schreibt in den Hauptfächern Einsen und Zweien, arbeitet je nach Interessenslage mit, die Lehrer scheinen sich auch nicht unbedingt zu beschweren - also IST doch alles super!
Kinder lügen nunmal. In den meisten Fällen einfach unbewusst und oft, weil es bequemer ist, nicht aus Boshaftigkeit.

Die Leistungen meines Bruders waren in der Grundschule nur so durchschnittlich. Er hat auch eigentlich nie etwas erzählt und durchaus auch Lehrerbriefe "vergessen" abzugeben. Seine damalige Lehrerin sagte meiner Mutter, von den Leistungen her wäre es keine Gymnasialempfehlung. Allerdings schätze sie meinen Bruder so ein, dass er immer genauso viel tue, wie nötig, aber bloß nicht mehr. Er würde also auf dem Gymnasium genauso ein Durchschnittskandidat werden, wie auf der Hauptschule. Er ging also aufs Gymnasium. Die Lehrerin behielt recht. In der 8. Klasse traf er eine Abmachung mit meiner Mutter: Sie fragt nichts mehr nach, was Arbeiten, Noten, Hausaufgaben etc, anging - und er bleibt nicht sitzen. Dieser Deal hielt bis zum Abi (welches er übrigens mit einem 3er-Schnitt machte ). Aufgrund des Notendurchschnitts fielen einige Studiengänge weg und er nahm, was er kriegte, einen Studienplatz an einer winzigen FH im Studiengang "Wasser- und Bodenmanagement". Derzeit schreibt er an seiner Masterarbeit, wird vermutlich mit einem Einserschnitt abschließen und hat die ganzen letzten Semester immer Stipendien erhalten, aufgrund seiner hervorragenden Leistung....und vermutlich wird er eines Tages deutlich mehr verdienen, als ich mit meinem Gymnasiallehrergehalt

Also, entspann dich. Er ist ein Kind. 20-30 Minuten Hausaufgaben pro Tag reichen, danach ist Freizeit angesagt. Wenn DU mit dem Verhalten deines Kindes nicht klarkommst, würde ich mich an einen Beratungslehrer wenden. Aber dir sollte klar sein, dass du diejenige bist, die ein Problem hat, nicht dein Kind (Das ist nicht böse gemeint, aber fürs eigene Denken ein Unterschied. Man kann nur an seinen eigenen Problemen arbeiten, nicht an den Problemen anderer!)

LG

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20. März 2015 um 8:28
In Antwort auf kelli_12103298

Hmm
Hallo,

ich finde das Verhalten deines Sohnes jetzt nicht sehr schlimm.

Ich finde du erwartest sogar ein sehr erwachsenes Verhalten von einem Kind, dass sich wie ein zehnjähriges verhält. In dem Alter überschauen die Kinder noch nicht die Wichtigkeit und Tragweite von guter Schulbildung in Bezug auf spätere Berufsaussichten.
Es ist ganz natürlich, dass er deshalb nicht soviel Motivation und Eifer aufbringt, wie du es dir wünschst. Er ist ein Kind und er lernt noch.

Und dass Kinder hin und wieder mal kleine Lügen auftischen um leichter durchs Leben zu kommen ist auch normal. Das hat aber nichts mit Absicht oder Bösartigkeit zu tun. Ab dem Alter von 3-4 Jahren fangen Kinder an zu lügen oder mal zu schummeln....das wird in der Entwicklungspsychologie als wichtiger Lernschritt/Entwicklungsschub gesehen!

Und dass seine Mitarbeit "interessenabhängig" ist, ist ja wohl mehr als normal. Oder würdest du dich ausgiebig mit Themen beschäftigen wollen, die dich absolut langweilen? Sowas nennt man übrigens intrinsische Motivation!

Lass ihn mehr Kind sein, er ist kein Erwachsener.

Lg

Mogena

...
vielen Dank, das beruhigt mich sehr. Nüchtern darüber nachgedacht, stimmt was du sagst. Ich habe mich auch wieder etwas beruhigt...!

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20. März 2015 um 8:33

...
ja, das stimmt... Mir geht es auch wieder etwas besser. Aber als ich das schrieb, war ich VERZWEIFELT! Ich habe nun ausführlich mit ihm geredet u er meinte, dass er einfach gelogen hätte, weil er dachte, damit "mehr Arbeit" aus dem Weg gehen zu können. Innerlich amüsierte mich das fast, was ich mir aber nicht anmerken ließ...

Ich denke, dass auch ich lernen muss, dass ein Kind nicht die Kopie der Eltern ist, sondern ein eigenständiger Charakter. Ich gebe zu, dass ich das gerne (!) manchmal "übersehe". Wir haben nun einen Weg gefunden, der wie ich hoffe, der richtige ist.

Vielen Dank für deine ehrlichen Antworten!

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20. März 2015 um 8:34

...
"einfach leben lassen", wäre für alle Menschen wohl wunderschön, aber leider geht das im Alltag nicht - weder für ein Kind, noch für einen Erwachsenen. Aber ich verstehe, was du meinst u damit sagen willst.

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20. März 2015 um 8:45
In Antwort auf trine872

Problem?
Irgendwie verstehe ich auch das Problem nicht so richtig...! So, wie du deinen Sohn schilderst, handelt es sich einfach um ein ganz normales Kind, dessen Prioritäten eben nicht unbedingt im schulischen Bereich liegen. Warum die Lehrer dich nicht drauf ansprechen? Vermutlich, weil es aus ihrer Sicht gar keinen Grund gibt. Mit den von dir geschilderten Noten wird er ja vermutlich jetzt die Gymnasialempfehlung bekommen haben, richtig? Warum sollten die Lehrer dann einen unnötigen Aufwand betreiben und irgendwelche Pferde scheu machen?
Ich sehe jetzt auch nicht, in welchem Fall er dich konkret anlügt. Er schreibt in den Hauptfächern Einsen und Zweien, arbeitet je nach Interessenslage mit, die Lehrer scheinen sich auch nicht unbedingt zu beschweren - also IST doch alles super!
Kinder lügen nunmal. In den meisten Fällen einfach unbewusst und oft, weil es bequemer ist, nicht aus Boshaftigkeit.

Die Leistungen meines Bruders waren in der Grundschule nur so durchschnittlich. Er hat auch eigentlich nie etwas erzählt und durchaus auch Lehrerbriefe "vergessen" abzugeben. Seine damalige Lehrerin sagte meiner Mutter, von den Leistungen her wäre es keine Gymnasialempfehlung. Allerdings schätze sie meinen Bruder so ein, dass er immer genauso viel tue, wie nötig, aber bloß nicht mehr. Er würde also auf dem Gymnasium genauso ein Durchschnittskandidat werden, wie auf der Hauptschule. Er ging also aufs Gymnasium. Die Lehrerin behielt recht. In der 8. Klasse traf er eine Abmachung mit meiner Mutter: Sie fragt nichts mehr nach, was Arbeiten, Noten, Hausaufgaben etc, anging - und er bleibt nicht sitzen. Dieser Deal hielt bis zum Abi (welches er übrigens mit einem 3er-Schnitt machte ). Aufgrund des Notendurchschnitts fielen einige Studiengänge weg und er nahm, was er kriegte, einen Studienplatz an einer winzigen FH im Studiengang "Wasser- und Bodenmanagement". Derzeit schreibt er an seiner Masterarbeit, wird vermutlich mit einem Einserschnitt abschließen und hat die ganzen letzten Semester immer Stipendien erhalten, aufgrund seiner hervorragenden Leistung....und vermutlich wird er eines Tages deutlich mehr verdienen, als ich mit meinem Gymnasiallehrergehalt

Also, entspann dich. Er ist ein Kind. 20-30 Minuten Hausaufgaben pro Tag reichen, danach ist Freizeit angesagt. Wenn DU mit dem Verhalten deines Kindes nicht klarkommst, würde ich mich an einen Beratungslehrer wenden. Aber dir sollte klar sein, dass du diejenige bist, die ein Problem hat, nicht dein Kind (Das ist nicht böse gemeint, aber fürs eigene Denken ein Unterschied. Man kann nur an seinen eigenen Problemen arbeiten, nicht an den Problemen anderer!)

LG

...
Seine Religionslehrerin sagte mir, er blödele gerne rum... Ich weiß schon, wie er da ist. Wir beide lieben Loriot u machen dementsprechend oft seinen Humor nach... Ich sagte ihm nun, dass er das "Geblödele" vor der Schule wegschließen muss - dazu malte er eine Art Geist - und dieser wird vor der Schule in eine Kiste gelegt u danach kann er ihn wieder rausholen.

Es kam oben vielleicht nicht richtig raus, aber ich selbst bin auch jemand, der gerne Unsinn und Späße macht. Ich denke, ich habe ihn tatsächlich damit überfordert, dass ich davon ausging, ein 10jähriges Kind könnte differenzieren, wann welches Verhalten angebracht und unangebracht ist.

Wir haben nun gemeinsam ein System erarbeitet, was Wochenpläne u Arbeiten angeht...

Letzen Endes habt ihr alle recht, mit dem was ihr sagt..

Aber ich gräme mich dauernd. Viellleicht muss ich auch daran arbeiten.

Die Geschichte von deinem Bruder ist sehr schön!

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28. November 2017 um 10:59
In Antwort auf hayato_11953484

...
Seine Religionslehrerin sagte mir, er blödele gerne rum... Ich weiß schon, wie er da ist. Wir beide lieben Loriot u machen dementsprechend oft seinen Humor nach... Ich sagte ihm nun, dass er das "Geblödele" vor der Schule wegschließen muss - dazu malte er eine Art Geist - und dieser wird vor der Schule in eine Kiste gelegt u danach kann er ihn wieder rausholen.

Es kam oben vielleicht nicht richtig raus, aber ich selbst bin auch jemand, der gerne Unsinn und Späße macht. Ich denke, ich habe ihn tatsächlich damit überfordert, dass ich davon ausging, ein 10jähriges Kind könnte differenzieren, wann welches Verhalten angebracht und unangebracht ist.

Wir haben nun gemeinsam ein System erarbeitet, was Wochenpläne u Arbeiten angeht...

Letzen Endes habt ihr alle recht, mit dem was ihr sagt..

Aber ich gräme mich dauernd. Viellleicht muss ich auch daran arbeiten.

Die Geschichte von deinem Bruder ist sehr schön!

Hallo,
auf der Suche nach Lösungen im Internet, bin ich auf deine Geschichte gestossen. Nun unsere Probleme trennen mittlerweile 2 Jahre, denn dein Beitrag ist aus dem Jahr 2015. Meine Geschichte klingt viel zu ähnlich, um bei dir nicht nachzufragen, wie denn eure Situation jetzt ist, was euch geholfen hat und ob die Probleme noch bestehen bzw. sich verändert haben. Ich könnte meine Geschichte schildern, falls Interesse zum Meinungsaustausch da ist.
Liebe Grüße
Viktoria

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28. November 2017 um 10:59

Hallo,
auf der Suche nach Lösungen im Internet, bin ich auf deine Geschichte gestossen. Nun unsere Probleme trennen mittlerweile 2 Jahre, denn dein Beitrag ist aus dem Jahr 2015. Meine Geschichte klingt viel zu ähnlich, um bei dir nicht nachzufragen, wie denn eure Situation jetzt ist, was euch geholfen hat und ob die Probleme noch bestehen bzw. sich verändert haben. Ich könnte meine Geschichte schildern, falls Interesse zum Meinungsaustausch da ist.
Liebe Grüße
​Viktoria

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28. November 2017 um 11:00
In Antwort auf hayato_11953484

...
Seine Religionslehrerin sagte mir, er blödele gerne rum... Ich weiß schon, wie er da ist. Wir beide lieben Loriot u machen dementsprechend oft seinen Humor nach... Ich sagte ihm nun, dass er das "Geblödele" vor der Schule wegschließen muss - dazu malte er eine Art Geist - und dieser wird vor der Schule in eine Kiste gelegt u danach kann er ihn wieder rausholen.

Es kam oben vielleicht nicht richtig raus, aber ich selbst bin auch jemand, der gerne Unsinn und Späße macht. Ich denke, ich habe ihn tatsächlich damit überfordert, dass ich davon ausging, ein 10jähriges Kind könnte differenzieren, wann welches Verhalten angebracht und unangebracht ist.

Wir haben nun gemeinsam ein System erarbeitet, was Wochenpläne u Arbeiten angeht...

Letzen Endes habt ihr alle recht, mit dem was ihr sagt..

Aber ich gräme mich dauernd. Viellleicht muss ich auch daran arbeiten.

Die Geschichte von deinem Bruder ist sehr schön!

Hallo,
auf der Suche nach Lösungen im Internet, bin ich auf deine Geschichte gestossen. Nun unsere Probleme trennen mittlerweile 2 Jahre, denn dein Beitrag ist aus dem Jahr 2015. Meine Geschichte klingt viel zu ähnlich, um bei dir nicht nachzufragen, wie denn eure Situation jetzt ist, was euch geholfen hat und ob die Probleme noch bestehen bzw. sich verändert haben. Ich könnte meine Geschichte schildern, falls Interesse zum Meinungsaustausch da ist.
Liebe Grüße
​Viktoria

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28. November 2017 um 11:01
In Antwort auf hayato_11953484

Mein Sohn ist nun zehn Jahre alt und geht in die vierte Klasse einer Grundschule.
Von Anfang an - bereits zu Zeiten des Kindergartens - machte er stets Probleme, im Sinne von Zuverlässigkeit, Abgeben von erteilten Aufgaben, bzw "lieblose" Erfüllung derselben.

Seit er in der Grundschule ist, muss er permanent kontrolliert, ja dauerüberwacht werden. Ohne Kontrolle geht NICHTS! Er verschlampert beispielsweise seine Hefte u reißt aus jenen, die er noch zur Verfügung hat, die Seiten raus, um dem Lehrer den falschen Glauben zu vermitteln, es sei ein neues Heft.

Immer u immer wieder frage ich in regelmäßigen periodischen Abständen, ob er für die Schule Materialien benötigt, aber stets bekam ich die Antwort, dass alles spitze u super sei, er hätte von ALLEM genug u im "Übermaß".

Gestern, aufgrunde von reiner Intuition, bin ich in die Schule u kontrollierte unter seiner Bank, wegen Verdacht der chaotischen Anhäufung verschiedenster "Unterlagen" und "unterschlagenen Mitteilungen" respektive mir vorenthaltenen Schulaufgaben. Prompt fand ich eine Arbeit der Religionslehre (Note 3) und Musik (Note 4), welche zusammengeknüllt unter dem Tisch zu finden waren...
Ich möchte betonen, dass er wiederum in den Hauptfächern nur Noten von 1-2 nach Hause bringt, jedoch ist dies wohl eher meinem Pflichtbewusstsein zuzuschreiben, als dem seinen, da ich vor jeder Schulaufgabe eine 3tägige Studierzeit á 1 Stunde angesetzt habe, in welcher er sich auf die Proben vorzubereiten hat... Hausaufgaben werden grundsätzlich zusammen erledigt.

Desweiteren herrscht überall Chaos! Überall wirft er seine Sachen herum (das bezieht sich nicht nur auf den privaten, sondern auch auf den schulischen Bereich), er schwindelt, dass ALLES in der Schule BESTENS und in Ordnung sei, unterschlug mir aber die Mitteilung für den Elternabend, welcher letzte Woche stattfand... Allerdings ist mir in dem Zusammenhang ein Rätsel, warum mich der Lehrer nicht informierte, da diese Mitteilung unterschrieben hätte abgegeben werden sollen.

Kurzum: Meine Nerven liegen blank, ich mache mir nur noch Sorgen um seine Zukunft, da er lügt u mich hintergeht, obwohl er weiß, dass ich LETZEN ENDES, hinter alles komme u schon alleine von berufswegen Lügen sofort durchschaue. All dies ist ihm bekannt u trotzdem versucht er es immer wieder aufs Neue und mich, ja, ich kann mich nicht anders ausdrücken, verarscht , wo er kann. Ich freue mich, dass er wohlgelaunt u glücklich aus dem Schulgebäude kommt u in Wirklichkeit geht es dort drunter u drüber. Frage ich hingegen den Lehrer, wie es läuft, höre ich immer nur "MAL SO UND MAL SO". Das kann es doch nicht sein...

Ich habe auch schon ein Belohnungssystem erarbeitet, welches ihm bei guter Heftführung, guten schulischen Leistungen und Engagement "Geld" einbringt, sprich, er sich sein Taschengeld ehrlich verdienen muss... Seine Mentalität ist in diesem Zusammenhang ----> Taschengeld ist schön, es langt ja in den Hauptfächern u ab einem gewissen angesparten Betrag, kann es mir ja eh wurscht sein...

Ich selbst bin ein so gewissenhafter Mensch, liebe die Ordnung, habe ihm schon unendliche Male erklärt, dass die innere Ordnung die äußere bestimmt u umgekehrt, dass man in seinem Leben auch Hürden meistern muss, sich anzustrengen hat usw usf.

Meine Mutter, welche selbst Lehrerin ist, hat auch schon etliche Male mit ihm geredet, mein Mann, der im gehobenen Dienst des Militärs Disziplin nahezu für sich gepachtet hat, ist eigentlich nur noch sprachlos; mein Sohn hingegen, zeigt sich in den Momenten der "klärenden Gespräche" u auch des Schimpfens einsichtig u reumütig, doch sobald ich wieder lache u den Alltag einkehren lasse, fängt das Drama von vorne an...

Kann es denn wirklich sein, dass das Kind "dauerkontrolliert" werden muss? Wo bleiben dann Freude u Spaß?

Hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht?

Wir sind eine sehr bildungsnahe Familie u mein Sohn kommt mir so vor, als würde er alles boykottieren u zerstören wollen, was mit Bildung, Anstand und Pflichterfüllung zu tun hat...

Spaß u Freude, Blödeln usw werden bei uns großgeschrieben! Heiterkeit halte ich für äußerst wichtig, aber mir scheint, als vertrüge er das nicht... Sobald wir die Zügel in irgendeiner Form locker lassen, sieht er das als Freifahrtschein, sich erneut in seine alten Muster zu begeben...

Wer weiß Rat oder KENNT zumindest auch dieses doch recht eigenartige Phänomen...?

Ich bedanke mich schon recht sehr herzlich für Antworten!

Hallo,
auf der Suche nach Lösungen im Internet, bin ich auf deine Geschichte gestossen. Nun unsere Probleme trennen mittlerweile 2 Jahre, denn dein Beitrag ist aus dem Jahr 2015. Meine Geschichte klingt viel zu ähnlich, um bei dir nicht nachzufragen, wie denn eure Situation jetzt ist, was euch geholfen hat und ob die Probleme noch bestehen bzw. sich verändert haben. Ich könnte meine Geschichte schildern, falls Interesse zum Meinungsaustausch da ist.
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