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Sohn will vom Vater nichts wissen

26. November 2007 um 10:58 Letzte Antwort: 28. November 2007 um 19:16

Mein Lebensgefährte hat einen 14 jährigen Sohn aus erster Ehe. Ich selber habe 2 Kinder und wir erwarten im Juni ein gemeinsames. Nach der Trennung von seiner Frau (knapp 2 Jahre), ist er mit seinem Sohn alle 14 Tage zu seinen Eltern gefahren. Das war auch so weit in Ordnung. Wir haben dann aber den Entschluß gefasst, das mein Lebensgefährte nicht jedes zweite WE verschwindet, weil irgendwo sind wir ja schließlich auch eine Familie.
Der Junge kam dann auch zu uns. Wir haben viel mit ihm unternommen, obwohl unsere finazielle Lage das gar nicht hergibt. Seiner Mutter hat er dann erzählt, dass es bei uns total langweilig ist, dass meine Kinder ihn total annerven, dass er bei uns kein eigendes Bett hat, dass es bei mir total dreckig wäre und und und. Mein Freund war sehr enttäuscht, womal er mit seinem Sohn auch alleine im Sommer ohne uns in den Urlaub gefahren ist. Er hat dann mit seinem Sohn darüber gesprochen. Sein Sohn möchte nur mit seinem Vater was alleine machen. Wir sind uns in so weit einig, dass wir dass nicht wollen. Da wir beide berufstätig sind, sehen wir uns unter der Woche fast gar nicht und das Wochenende wollen wir als Familie und nicht getrennt verbringen, wo sein Junge sehr gerne dran teilhaben kann.
Mein Freund hat seinem Sohn gesagt, er solle bei ihm anrufen, wenn er wieder zu uns möchte. Es kam kein Anruf. Mein Freund hat auf meine Bitte dann noch ein paar mal versucht ihn zu erreichen, damit wir gemeinsam mal ins Kino fahren können, aber er ging nicht ans Telefon, kann aber die Rufnummer von seinem Vater sehen. Nun kam von seiner Ex die Aufforderung: "mein Freund möchte sich bei dem Jungen melden, Junge möchte nach wie vor nicht zu seinem Vater". Mein Freund ist enttäuscht, meldet sich nicht mehr bei ihm, will auch nichts mehr von ihm wissen. Im Inneren denke ich aber, dass er sehr an seinem Jungen hängt.
Was kann ich tun, um wieder ein besseres Verhältnis zwischen den beiden herzustellen? War es von uns zu egoistisch gemeinsame Wochenden zu wollen und keine getrennten? Über Ratschläge wäre ich sehr dankbar

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27. November 2007 um 9:45

Puh.
Das ist natuerlich hartes Brot.
Pubertaet laesst gruessen?
Er moechte sich gerne einen toughen Vater.
Vielleicht sollte Dein Freund mal sprichwoertlich auf den Tisch hauen,
klare Ansagen: So laeuft das hier jetzt ab, Du bist mein Sohn, Du gehoerst zu uns, wir unternehmen etwas und DU, mein Sohn, bist dabei!
yo.
Ein bisschen autoritaer und klare Linien,
ich hoffe Du verstehst was ich meine?
Jungs brauchen Vorbilder, zu denen sie aufschauen koennen.
Sicher wird er sagen, dass Deine Kids nerven, wuerde er doch nie zugeben, dass sie vielleicht doch Spass machen.
Vielleicht koennt ihr ihn ja zu Babysitten einspannen,
dafuer bisserl Taschengeld geben.
Weiss er schon vom Baby? Ist ja dann ein leibliches Geschwisterkind,
vielleicht ist er auch eifersuechtig darauf?
Immerwieder nachhaken, und klare Linien.
Ist ein schwieriges Alter.

Alles wird gut,
Charlotte

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27. November 2007 um 18:53

Kannst du auch den Jungen verstehen
die Trennung seiner Eltern. Er sieht seinen Papa nur alle zwei Wochen. Er möchte ihn für sich allein...

Der Junge versucht jetzt rauszufinden, wie sehr sein Vater ihn liebt. Wie wichtig es dem Vater ist, ihn zu sehen...

Der Junge hatte ihn 12 Jahre für sich allein und nun soll er teilen.... Es geht ihm bestimmt sehr schlecht...und muss sich nicht geliebt fühlen...Er war vor dir da und stellt jetzt seine Ansprüche, aber der Vater reagiert nicht darauf...

Ein paar Stunden im Monat sich so zu fühlen wie früher...als noch alles in Ordnung war.... ich glaube mehr wollte er nicht...

Dich kann ich auch verstehen....

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28. November 2007 um 7:41
In Antwort auf naomh_12744558

Kannst du auch den Jungen verstehen
die Trennung seiner Eltern. Er sieht seinen Papa nur alle zwei Wochen. Er möchte ihn für sich allein...

Der Junge versucht jetzt rauszufinden, wie sehr sein Vater ihn liebt. Wie wichtig es dem Vater ist, ihn zu sehen...

Der Junge hatte ihn 12 Jahre für sich allein und nun soll er teilen.... Es geht ihm bestimmt sehr schlecht...und muss sich nicht geliebt fühlen...Er war vor dir da und stellt jetzt seine Ansprüche, aber der Vater reagiert nicht darauf...

Ein paar Stunden im Monat sich so zu fühlen wie früher...als noch alles in Ordnung war.... ich glaube mehr wollte er nicht...

Dich kann ich auch verstehen....

Was tun
Über ein Jahr haben wir Rücksicht genommen. Mein Freund ist alle zwei Wochen mit seinem Jungen zu seinen Eltern gefahren. Dann haben wir einen langsamen Übergang geschaffen, in dem sie stundenweise da waren, aber irgendwann bin ich der Meinung lebt man als Familie und er ist dann Teil dieser. So wie überall woanders auch. Auch für die Großeltern war jedes zweite Wochenende blockiert und sie mußten sich nach dem Jungen richten. So mochte der Junge einen seiner Cousins nicht, also mußte dieser bei Anwesenheit des Jungen verschwinden. Für mich unerklärlich wie man so was zulassen kann, andere auszuschließen, nur um alles dem Jungen recht zu machen, werde ich nie verstehen.

Die Eifersucht auf meine Kinder kann ich verstehen, obwohl mein Freund ihm nie einen Grund gegeben hat. Ganz im Gegenteil. Im Sommer sind sie sogar alleine in Urlaub gefahren. Ich glaube nicht das alle Zweitfrauen sowas akzeptieren würden.

Früher als mein Freund in seiner Exfamilie gelebt hat, hat er mit seinem Jungen so gut wie nichts unternommen. Der Junge wurde komplett von seiner Mutter vereinnahmt. Unternehmungen haben seine Exfrau und sein Sohn getätigt mit Ausschluß des Vaters. Wollte der Vater mit seinem Jungen was machen, hieß es immer, er darf nicht hier in die Sonne, er darf nicht das. Irgendwann hat mein Freund dann resigniert, was sicherlich auch nicht richtig war.

Das eine Jahr wo mein Freund mit seinem Sohn zu seinen Eltern gefahren ist, hat der Junge auch gemeint, dass es voll langweilig ist. Der Junge hatte aber keine Ausweichmöglichkeit, weil seine Mutter unbedingt zu ihrem neuen Scheich wollte und da hat der Junge nur gestört. Jetzt wohnt sie mit dem neuen Scheich zusammen also ist es nicht mehr notwendig den Jungen abzuschieben.

Was mich total verwirrt ist, dass der Junge zu der gesamten Familie meines Freundes den Kontakt abgebrochen hat. Zu seiner Cousine, die er sehr mochte und zu seinen Großeltern, zu sämtlichen Tanten und Onkels gibts keinen Kontakt mehr.

Nur wie bekommt man einen Kontakt wieder hergestellt? Oder heißt es abwarten bis der Junge sich wieder besinnt.

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28. November 2007 um 18:43
In Antwort auf laure_11973997

Was tun
Über ein Jahr haben wir Rücksicht genommen. Mein Freund ist alle zwei Wochen mit seinem Jungen zu seinen Eltern gefahren. Dann haben wir einen langsamen Übergang geschaffen, in dem sie stundenweise da waren, aber irgendwann bin ich der Meinung lebt man als Familie und er ist dann Teil dieser. So wie überall woanders auch. Auch für die Großeltern war jedes zweite Wochenende blockiert und sie mußten sich nach dem Jungen richten. So mochte der Junge einen seiner Cousins nicht, also mußte dieser bei Anwesenheit des Jungen verschwinden. Für mich unerklärlich wie man so was zulassen kann, andere auszuschließen, nur um alles dem Jungen recht zu machen, werde ich nie verstehen.

Die Eifersucht auf meine Kinder kann ich verstehen, obwohl mein Freund ihm nie einen Grund gegeben hat. Ganz im Gegenteil. Im Sommer sind sie sogar alleine in Urlaub gefahren. Ich glaube nicht das alle Zweitfrauen sowas akzeptieren würden.

Früher als mein Freund in seiner Exfamilie gelebt hat, hat er mit seinem Jungen so gut wie nichts unternommen. Der Junge wurde komplett von seiner Mutter vereinnahmt. Unternehmungen haben seine Exfrau und sein Sohn getätigt mit Ausschluß des Vaters. Wollte der Vater mit seinem Jungen was machen, hieß es immer, er darf nicht hier in die Sonne, er darf nicht das. Irgendwann hat mein Freund dann resigniert, was sicherlich auch nicht richtig war.

Das eine Jahr wo mein Freund mit seinem Sohn zu seinen Eltern gefahren ist, hat der Junge auch gemeint, dass es voll langweilig ist. Der Junge hatte aber keine Ausweichmöglichkeit, weil seine Mutter unbedingt zu ihrem neuen Scheich wollte und da hat der Junge nur gestört. Jetzt wohnt sie mit dem neuen Scheich zusammen also ist es nicht mehr notwendig den Jungen abzuschieben.

Was mich total verwirrt ist, dass der Junge zu der gesamten Familie meines Freundes den Kontakt abgebrochen hat. Zu seiner Cousine, die er sehr mochte und zu seinen Großeltern, zu sämtlichen Tanten und Onkels gibts keinen Kontakt mehr.

Nur wie bekommt man einen Kontakt wieder hergestellt? Oder heißt es abwarten bis der Junge sich wieder besinnt.

Kontakte
Hi!
Ich meine ja, dass man kids in dem Alter noch anschubsen muss,
Familie ist wichtig und gehoert nunmal dazu.
Wahrscheinlich ist das diese Phase "oh,man, sind die alle aetzend.."
Ihm erklaeren, dass es Dir und Euch wichtig ist,
dass Familie zusammenhaelt.
Der Focus liegt wohl sehr auf ihm,
was er macht, wie er es macht...
Vielleicht meint er auch "alles springt nach mir'..???
Testet euch auch???

Macht ihm klar, das was ihr gerne moechtet, und das ihm die naechsten 2 Jahre
nichts anderes uebrig bleibt mitzuziehen, er soll es "antesten" wie es sich
anfuehlt...und dann kann er selbst entscheiden...
Wenn er aelter ist, dann kann und sollte er das sowieso,
doch von irgendwem muessen kids es ja vorgelebt bekommen,
damit sie sich irgendwann ihr eigenes Urteil bilden koennen.

Viel Kraft
Charly

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28. November 2007 um 19:16
In Antwort auf charly777

Puh.
Das ist natuerlich hartes Brot.
Pubertaet laesst gruessen?
Er moechte sich gerne einen toughen Vater.
Vielleicht sollte Dein Freund mal sprichwoertlich auf den Tisch hauen,
klare Ansagen: So laeuft das hier jetzt ab, Du bist mein Sohn, Du gehoerst zu uns, wir unternehmen etwas und DU, mein Sohn, bist dabei!
yo.
Ein bisschen autoritaer und klare Linien,
ich hoffe Du verstehst was ich meine?
Jungs brauchen Vorbilder, zu denen sie aufschauen koennen.
Sicher wird er sagen, dass Deine Kids nerven, wuerde er doch nie zugeben, dass sie vielleicht doch Spass machen.
Vielleicht koennt ihr ihn ja zu Babysitten einspannen,
dafuer bisserl Taschengeld geben.
Weiss er schon vom Baby? Ist ja dann ein leibliches Geschwisterkind,
vielleicht ist er auch eifersuechtig darauf?
Immerwieder nachhaken, und klare Linien.
Ist ein schwieriges Alter.

Alles wird gut,
Charlotte

Der Sohn in 14 Jahre, also das heißt
Pubertät ist angesagt. Er soll seinen Vater haben und möchte sich auch an ihm orientieren, er ist ja seine männliche Bezugsperson und dennoch muß er auch akzeptieren, dass es euch als die neue Familie gibt. Das ist alles nicht so einfach zu gestalten. Ich finde es war nicht richtig, dass der Sohn solche Sonderrechte die ganze Zeit hatte.Aber die Vergangenheit ist nicht zu ändern. Ich würde an euerer Stelle eine Beratungsstelle aufsuchen und Hilfe holen. Dort kann jeder seinen Standpunkt sagen und es können gemeinsame Lösungen erarbeitet werden.Es gibt auch gute hilfreiche Bücher,
schau mal bei www.amazon.de "Patchworkfamilien" Der Sohn muß merken, dass
er seinen Vater haben kann, aber nicht die
Chance bekommt eure Familie (die jetzige) zu
zerstören. Aus Erfahrung kann ich dir sagen, dass die Kinder das Bemühen um die Zusammen-
führung der Eltern kaum aufgeben. Man muß ihnen immer wieder liebevoll und deutlich sagen, dass es die Eltern in der alten
Zusammensetzung nicht mehr gibt.
Gruß Melike

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