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Sohn hat Angst allein zu schlafen

1. Oktober 2007 um 21:26

Hallo!
Vielleicht hat von Euch jemand einen Tip für mich, es geht um meinen Sohn. Er ist 7 Jahre alt und hat Angst in seinem Zimmer zu schlafen und will auch nicht allein in einem Zimmer bleiben. Das geht jetzt schon seit einem Jahr so. Jedes mal wenn er von seinem Papa oder dessen Eltern zurückkommt von den Ferien, da haben mein Mann und ich Monatelang Probleme ihn wieder halbwegs "normal" zu bekommen. Es fing vor einem Jahr an, da ist er nach dem Besuch bei seinem Vater zu meine Eltern gekommen. Da hat mich meine Mutter angerufen und sagte das er in keinem Raum mehr allein bleibt. Er rennt ihr ständig hinterher. Nach langen Diskussionen mit ihm sagte er dann, das Oma ihr Haus schon sooo alt ist das er aufpassen soll das ihm nicht die Decke auf den Kopf fällt oder das Dach einstürzt. (Hat Papa gesagt). Seit dem wil er auch hier nicht mehr in irgendeinem Raum allein bleiben. Wir haben jeden Abend Probleme ihn ins Bett zu bringen. Er kreischt und heult. Und mittlerweile bin ich eigentlich nur noch genervt davon. Weil ich nicht mehr auseinanderhalten kann ob er es wirklich ernst meint oder das Theater nur spielt um Aufmerksamkeit zu erhalten oder seinen Kopf durchzusetzen. Er will nur noch bei seiner Schwester im Zimmer schlafen. Damit er nicht allein ist. Wenn er bei Ihr schlafen darf dann ist er auch ruhig und schläft innerhalb weniger Minuten ein. Meine Tochter wird 4, und er ist aber in einem Alter wo er schon sein eigenes Zimmer haben sollte oder sehe ich das falsch. Ich weiß mir echt nicht mehr zu helfen. Der Arzt meint nur das ich konsquenter sein soll und das er lernen soll das nicht alles nach seinem Kopf geht. Aber ich will ihn auch nicht mehr zu seinem Vater lassen, da ich das Gefühl habe das es ihm nur schadet. Aber er mag gern zu ihm. Kann mir von Euch vielleicht einen guten Tip geben? Vielen Dank. Liebe Grüsse

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2. Oktober 2007 um 11:06

Angst vor dem Alleineschlafen
Als 1. würde ich mal mit seinem Vater reden. Erkläre ihm doch das Problem und bitte ihn, deinem Sohn zu sagen, dass das mit dem einstürzenden Dach nur ein dummer Scherz war. Ich gehe davon aus, dass nur sein Vater diese Bemerkung zurücknehmen kann, da er sie auch in die Welt gesetzt hat. Abgesehen davon finde ich es nicht schlimm, wenn ein 7-jähriger und eine 4-jährige in einem Zimmer schlafen. Wenn sich beide so wohl fühlen, würde ich es dabei belassen, bis Dein Sohn (er wird jeden Tag älter) das Bedürfnis hat, ein eigenes Zimmer zu beziehen. Wenn Du mit dem gemeinsamen Schlafen ein Problem hast, dann peppe doch sein Zimmer mit irgendwelchen tollen Wandfarben,leuchtenden Sternen an der Decke oder anderen tollen Assesoires auf. Vielleicht lockt das dann. Aber wie gesagt, ich sehe darin kein Problem. Mir hat mal eine alte Frau gesagt, dass früher alle Kinder gut geschlafen haben, weil es früher nicht üblich war, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hatte und Nähe ganz einfach gut tut. Deinen Arzt kann ich nicht verstehen, es sei denn, dein Sohn setzt wirklich immer seinen Kopf durch. Aber das versuchen alle in diesem Alter (weiß ich, mein Sohn ist 6 Jahre und Einzelkind!!!) Also ich würde ihm auch nicht verbieten, weiterhin zu seinem leiblichen Vater zu gehen, wenn er gerne bei ihm ist. Aber auf jeden Fall solltest Du mit dem Vater reden, damit er Deinen Sohn mit solchen (wollte wohl abfällig über Dein Elternhaus reden) abfälligen Bemerkungen nicht mehr verängstigt. Daran muß ihm etwas liegen, wenn er seinen Sohn liebt.

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3. Oktober 2007 um 10:07

Wenn ich das richtig sehe...
bist Du von dem Vater Deines Sohnes getrennt, oder? Schon lange? Es ist in so einer Situation oft so, das die Kinder grosse Verlustängste haben! Auch wenn er schon 7 Jahre alt ist, kannst Du Dir gar nicht vorstellen, was in einem Kinderkopf so "los ist".
Mein Freund hat auch eine Tochte in dem Alter, die alle zwei Wochen bei uns ist. Sie schläft zwar alleine, aber wenn wir unterwegs sind, traut sie sich nicht alleine und bleibt immer in unserer Nähe, weil sie Angst hat, wie würden sie einfach zurück lassen! Es wäre überhaupt nicht richtig, deinem Sohn den Vater vorzuenthalten, beide haben ein Anrecht darauf, sich regelmässig zu sehen!!!
Lass ihn doch einfach erstmal und wenn er bei seiner Schwester schlafen will, na und? Die Phase wird bestimmt vorrüber gehen und wenn nicht, gibt es ausser den KIA bestimmt noch andere Hilfen, die Du in Anspruch nehmen kannst.
Versuche ihm seine Ängste zu nehmen und reagiere nicht genervt! Ich finde, es gibt schlimmeres, als das er nicht in seinem Zimmer schlafen will. Bei uns kommen ( beide) Kinder, sowohl unser Sohn ( 18 Monate) als auch die Tochte meines Freundes auch Nachts noch in unser Bett. Ausser den Beiden schlafen auch noch die Katze und unser Hund mit im Schlafzimmer und ich muss sagen: mich stört das gar nicht, ich finde es sogar schön!

Lg Woodo

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4. Oktober 2007 um 12:48
In Antwort auf gabidor

Angst vor dem Alleineschlafen
Als 1. würde ich mal mit seinem Vater reden. Erkläre ihm doch das Problem und bitte ihn, deinem Sohn zu sagen, dass das mit dem einstürzenden Dach nur ein dummer Scherz war. Ich gehe davon aus, dass nur sein Vater diese Bemerkung zurücknehmen kann, da er sie auch in die Welt gesetzt hat. Abgesehen davon finde ich es nicht schlimm, wenn ein 7-jähriger und eine 4-jährige in einem Zimmer schlafen. Wenn sich beide so wohl fühlen, würde ich es dabei belassen, bis Dein Sohn (er wird jeden Tag älter) das Bedürfnis hat, ein eigenes Zimmer zu beziehen. Wenn Du mit dem gemeinsamen Schlafen ein Problem hast, dann peppe doch sein Zimmer mit irgendwelchen tollen Wandfarben,leuchtenden Sternen an der Decke oder anderen tollen Assesoires auf. Vielleicht lockt das dann. Aber wie gesagt, ich sehe darin kein Problem. Mir hat mal eine alte Frau gesagt, dass früher alle Kinder gut geschlafen haben, weil es früher nicht üblich war, dass jedes Kind ein eigenes Zimmer hatte und Nähe ganz einfach gut tut. Deinen Arzt kann ich nicht verstehen, es sei denn, dein Sohn setzt wirklich immer seinen Kopf durch. Aber das versuchen alle in diesem Alter (weiß ich, mein Sohn ist 6 Jahre und Einzelkind!!!) Also ich würde ihm auch nicht verbieten, weiterhin zu seinem leiblichen Vater zu gehen, wenn er gerne bei ihm ist. Aber auf jeden Fall solltest Du mit dem Vater reden, damit er Deinen Sohn mit solchen (wollte wohl abfällig über Dein Elternhaus reden) abfälligen Bemerkungen nicht mehr verängstigt. Daran muß ihm etwas liegen, wenn er seinen Sohn liebt.

Hallo
Kinder machen zwischen dem 6. und 8. Geburtstag einen ziemlichen geistigen Entwicklungssprung durch. Bei vielen Kindern geht das auch mit bisher unbekannten situationsbedingten Ängsten einher.
Wir haben hier einen 6-jährigen, der seit ein paar Wochen jeden Abend im Bett weint, weil er Angst hat, daß ein Feuer ausbrechen könnte, während er schläft. Wir haben auch schon alles mögliche diskutiert und argumentiert, er hat trotzdem diese (für uns grundlose) Angst.
Meistens schaffe ich es, ihn dann doch noch ruhig zu stellen, indem ich ihm vorschlage, er soll sich an seinen schönsten Urlaubstag vom letzten Urlaub zurückerinnern (was er da gemacht hat, wie die Sonne sich angefühlt hat, was er mit seinem Freund besprochen hat usw.) und daß die Tür einen Spalt offen bleibt.
Außerdem haben wir versprochen, im Flur vor dem Zimmer einen Feuerlöscher anzubringen (obwohl Kinder sowieso nicht löschen sollen, aber schaden kann er ja auch nicht).

Wenn Euer Sohn sich dadurch ruhig zu Bett bringen läßt, daß er mit Eurer Tochter in einem Zimmer schlafen kann, dann laßt ihn doch! Früher war das ganz normal, ich habe mit meinem 3 Jahre älteren Bruder zusammen in einem Doppelstockbett geschlafen, bis er ungefähr 14 Jahre alt war - und das nicht aus Raummangel.

Ich könnte mir vorstellen, daß Euer Sohn in ein oder zwei Jahren dann ganz stolz ist, wenn er in seinem eigenen Zimmer ganz allein schlafen darf.

Wichtig wäre auch, daß du erfährst, wie die Schlafsituation bei seinem Vater ist (schläft er dort allein oder auch bei jemanden?)

Und wie bereits schon erwähnt, ihr müßt ihm erklären, daß Euer Haus (bzw. das Haus der Großeltern) zwar alt jedoch nicht einsturzgefährdet ist.

Kopf hoch,
andi4hep

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