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Sohn gerät außer Kontrolle..Was nun?

23. März 2010 um 20:48 Letzte Antwort: 1. März 2011 um 10:55

Hallo, letztendlich bin ich dann doch hier gelandet mit der Hoffnung, dass mir irgendjemand weiterhelfen kann.
Ich (25) lebe jetzt schon seit 3 Jahren mit meinem Partner (36) und unseren Kinder (6) und (16) zusammen. Der 16-Jährige ist der Sohn von meinem Partner und der 6-Jährige ist mein Kind von meinem Ex-Freund.
Mit meinem Sohn habe ich auch gar keine Probleme sondern mit dem 16-Jährigen. Nunja..."Probleme" eher nicht..Aber ich mache mir ernsthafte Sorgen.
Er ist wirklich ein netter Junge und ich mag ihn wirklich sehr. Unser Verhältnis ist gut - Er akzeptiert mich und hat auch kein Problem, dass ich mit seinem Vater zusammen bin. Auch mit meinem anderen Sohn kommt er gut zurecht.
In den letzten Monaten hat sich mein Adoptiv-Sohn massiv geändert.

Angefangen hat es als er seine jetztigen "Freunde" kennengelernt hat...Sie sind alle älter als er (19-23) und kriminell.
Schon oft war die Polizei bei uns wegen ihm oder hat ihn nach Hause gebracht. Wir mussten ihn sogar schon abholen als er etwas geklaut hatte.
Mein Adoptiv-Sohn war immer gut in der Schule - Er war ein Einser-Komma-Durchschnitt-Schü ler..Viele seiner Lehrer hatten ihn immer gelobt..Sein Klassenlehrer hatte uns zu einem Gespräch gebeten wegen des Schwänzens und die Wahrscheinlichkeit nicht versetzt zu werden. Er steht nun kurz vorm Schulausschluss - wegen dem Schwänzen und die 11. Klasse wird er wohl nicht packen, da er nix mehr ernst sondern alles zu locker nimmt.
Anfangs dachten wir, dass der Stoff einfach zu schwer für ihn wäre - da er ja die 10. Klasse nicht gemacht hatte - wegen diesem G8, G9? Wie auch immer, wir haben ihm Hilfe angeboten und die Lehrer haben ihm auch Nachhilfe angeboten - er nahm an. Kam aber nie zur Nachhilfe.
Als wir ihn darauf angesprochen haben, meinte er "er müsse sich diesen Scheiß nicht antun".

Neulich meinte er zu uns, dass er zu seinem besten Freund gehen würde um zu lernen...Wir dachten wirklich, dass er sich wieder bessern würde - da er auch wieder zur Schule ging - aber dann traffen wir in der Stadt seinen besten Freund..Er hatte uns angelogen, denn er wusste nix vom "gemeinsamen Lernen"...Auch erzählte mir sein bester Freund, dass er uns mein A.-Sohn gar nicht mehr befreundet wären...Wir haben ihm dann aufs Handy angerufen, gefragt wo er steckt - er hat einfach aufgelegt. Wir haben uns Sorgen gemacht, da er um 2.00 Uhr nachts immer noch nicht da war...Irgendwann um 5.00 Uhr haben ihn seine "Freunde" - sturzbesoffen und offensichtlich verprügelt - nach Hause gebracht...Er hat rumgejammert, dass es ihm so schlecht gehen würde, dass er Schmerzen hätte etc.
Mein Partner hatte ihn ins Krankenhaus gefahren..Dort blieb er für paar Tage. Tage später haben uns die Ärzte die Ergebnisse gesagt...Er würde Drogen nehmen.
Wir haben ihn sofort zur Rede gestellt..Nach langem Streiten gab er auch zu, dass er LSD, Extasy und Koks nehmen würde. Er meinte, es wär eine einmalige Sache...In seinem Zimmer fanden wir aber Drogen und sogar Spritzen.
Er macht nun eine Therapie, aber trotzdem sehen wir keine Ergebnisse.
Er säuft, raucht und nimmt weiterhin Drogen...Klauen tut er immer noch und Schule schwänzen ab und zu auch.

Unser Verhältnis ist dadurch auch ziemlich kaputt...Er schreit mich die ganze Zeit an, sagt ich solle mich in sein Leben nicht einmischen - denn es wär ja seins und er dürfe das machen was ihm gefällt etc...Das Problem ist, dass mein Partner öfters auf Geschäftsreise ist und sich deswegen nicht mit den Problemen meines Sohnes auseinandersetzen kann..Ich habe ihn schon oft gebeten sich Zeit zu nehmen..Doch er meinte immer, dass die Arbeit wichtig ist und er mit ihm bald reden wird.

Ich weis einfach nicht mehr weiter...Was sollen oder müssen wir tun, so dass unser Sohn wieder "normal" wird? Also keine Drogen mehr nimmt und sich volllaufen lässt? Das ist doch nicht wirklich nur Pubertät oder?
Ich habe einfach nur Angst, dass es mal schlimm enden kann.
Habe auch schon seine Mutter angerufen..Doch sie sagte mir sie wolle davon nix wissen.

Hat/Hatte einer von euch ein ähnliches Problem? Kann mir jemand vielleicht sagen, was ich nun machen soll?
Wäre wirklich nett wenn mir jemand weiterhelfen könnte.

Gruß Lisa

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7. Januar 2011 um 20:11

..16 jähriger Sohn macht große Sorgen
..wir, meine Frau und ich haben auch einen 16 jährigen Sohn (Einzelkind), der schon seit 3 Jahren unglaublich große Probleme macht.

Ich bin beruflich sehr erfolgreich und selbstständiger Akademiker, meine Frau arbeitet 2 Mal vormittags in meinem Büro. Finanziell geht es uns gut, aber seit ca. 3 Jahren, als die Probleme mit unserem Sohn angefangen haben, leidet auch mein Geschäft und jetzt auch unsere Ehe sehr darunter. Unser Sohn hat bis jetzt auch schon das volle Programm hinter sich - Abhauen die ganze Nacht - schon mit 13 (war sehr grausam, da man sich die Sorgen und Ängste nicht vorstellen kann). Klauen, obwohl er es gar nicht nötig hatte, Polizei nach Hause gebracht, angefangen zu Rauchen, obwohl wir strikte Nichtraucher sind. Angefangen zu Kiffen - bis heute. Keinen Respekt vor uns, insbesondere seiner Mutter - sehr schlimme Worte - die ihn wirklich immer gut umsorgt hat (jeden Tag 2 Mal kochen für ihn - tausend Gespräche etc.) Ich habe mit Ihm auch schon etliche Gespräche geführt, ihn in allem unterstützt, was die Schule anbelangt und auch sonst, mit Nachhilfe, Sport etc. Bis 13 war er auch in 3 Sportarten, und in der Schule ganz gut. Dann ist er in einen schlimmen Freundeskreis geraten und abgerutscht. Ich habe alles versucht, und als er mit 13 innerhalb von 3 Monaten mit teilweise schweren Körperverletzungen nach Hause kam, habe ich entgegen seinem Willen die Polizei eingeschaltet und Anzeige erstattet. Der Täter wurde auch gefasst. Weiter habe ich versucht seinen Freundeskreis zu zerschlagen, da diese mit Gras dealen - das ist mir auch gelungen - war teilweise mit der Polizei bei Hausdurchsuchungen dabei, habe mich voll engagiert, weil ich dies einfach nicht akzeptieren konnte, dass volljährige Jungs unsere Kinder zu Drogen verführen. Ich dachte immer ich bin eine starke Persönlichkeit und hätte alles im Griff. Wir hatten schon etliche Gespräche mit seinen Lehrern, mit Psychologen etc., hat aber alles nichts genützt. Mittlerweile hat er es soweit gebracht, dass ihn auch die letzte Schulinstanz - eine Berufsvorbereitende Schule vom Caritas - wegen seinem provozierenden Benehmen und Schulschwänzen hinausgeworfen hat. Vor ca. 6 Monaten ist er mal ausgerastet, nachdem ihm seine Mutter, weil sie wirklich nicht mehr konnte, eine Ohrfeige verpasst hat. Er hat 3 Türen in unserem Haus kurz und klein geschlagen und den Fernseher umgestoßen. Wir haben die Polizei geholt.

Weil er mit 2 "Kumpels" einen Internetbetrug gemacht hat, irgendwie auf Kreditkarte von jemandem anderen 2 Spiele erworben hat - obwohl er das nicht nötig hatte - wurde er zu 80 Arbeitsstunden verdonnert. 80 Stunden nur deswegen, weil er auch noch provozierend zum Staatsanwalt und Richtrer und nicht einsichtig war - war Angeberei vor seinen Kumpels. Die Arbeitsstunden hat er nicht abgearbeitet, weshalb er demnächst in Jugendarrest muss. Ich muss allerdings dazu sagen, dass ich ihm - wahrscheinlich dummerweise - meistens mit allen Kräften viele Strafen erspart habe, weil ich dachte, das braucht er nicht. Auf der anderen Seite hat er wieder gute Phasen, und ich schöpfe dann immer wieder Hoffnung. Die Phasen werden jedoch immer seltener.

Ich hätte nie gedacht, dass all mein Engagement und das meiner Frau zu nichts führen würde. Wir sind echt am Ende.

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1. März 2011 um 4:10

Alles durchgemacht...
vllt kommt die hilfe reichlich spät...aber vllt auch lieber spät als nie..

ich hab selber diesen ganzen shit durchgemacht...gras, speed koks, alkohol- und spielsucht etc...

bei mir lag es einfach mal am falschen freundeskreis...ich rutschte aber immer wieder in solche freundeskreise rein....wirklich ohne es zu wollen...die, mit denen ich aufgewachsen bin kiffen alle(so richtig hat es angefangen, nachdem wir kriminellen geschichten nachgingen...)
speed kokain(und vllt sachen, die mir unwissend verabreicht wurden) nahm ich durch schulfreunde in meiner ausbildung zu mir(sogar "heutzutage" rutscht mir mal ein weisses pülverchen in die nase..)

dann kam der ganze stress mit meinem vater...er hatte einen regelrechten ontrollzwang....immer angerufen mich angebrüllt usw...und ich bin erst 21....und er macht das immer noch, obwohl ich etliche, hochwertige handys zertrümmert habe...(und ich blute dafür immer noch...tut nichts zu sache...)

bei meinem freundeskreis war alles im spiel..was drogen angeht...pilze, speed, crack, chrystal meth(!!!!!!), kokain, mdma, peace und und und....

ich war spielsüchtig...brachte von meiner ausbildungsvergütung nie geld nach hause(wir sind wirklich nicht reich...)
mein vater hatte auch mal geld von mir gebraucht...weshalb er dann stutzig wurde..und mich auf meine spielsucht ansprach(wovon er bis heute nicht weiss, das ich spielsüchtig war)ich rastete aus, konnte meinem vater nicht einfach ins gesicht sagen, das ich spiele...sein freunde erhängte sich wegen spielschulden, und auch in der familie kam es zu tragischen, wie auch wirklich lustigen vorfällen wegen der spielsucht...z.b. das ganze geld, was für eine hochzeit bestimmt war(mehrere 1000) wurden in 1 std verzockt...(das ist einer der lustigen fälle)

er schrie mich immer an, ich schrie zurück....ich fing an geld zu machen( MIT DROGEN)...und verkaufte es an jugendlich wie deinen sohn!dann kam ich durch die schule mit härteren drogen in kontakt...war ein menschliches wrack...

aber alles hat sich zum guten geändert...ich hab mit der spielsucht aufgehört.....kiffe nicht mehr, trinke keinen alkohol...(sehr selten mal ein bierchen...)koks & speed?da komme ich nicht ran..(rein theoretisch brauch ich es auch nicht...nur ist meine arbeit bisschen anstrengend(hab manchmal 18 std schichten..OHNE PAUSE)

das verhältnis zu meinem vater hat sich gebessert..
seit ich meine ausbildung beendet habe, arbeite ich wie ein tier...es ist zwar nicht der beste job der welt...aber er ist legal, und es klebt kein "blut" an dem geld, was ich verdiene....ich stecke meinem vater ab und zu mal nen hunderter in die tasche....

und weisst du, wie ich mit allem aufgehört habe?
bei allem gab es knackpunkte!

SPIELSUCHT...ich habe gespielt(während meiner ausbildung) ich verlor alles..da war cih ziehmlich erschüttert (ist man eig immer als spieler)
ich sah mir die leute an und dachte...NEIN..so ein vater, onkel etc will ich nicht werden...ab da schwor ich, NIE WIEDER einen autoametn anzufassen...und ich bin seit dem 28.mai 2010 weg davon!!(spielsucht ist einer der gefährlichsten suchtmittel überhaupt)

KIFFEN...immer, wenn cih bekifft war, passierte etwas....jemand wurde verprügelt...freunde wurde abgestochen, laden ausgeraubt etc etc(das ist kein hollywood streifen...in berlin erlebt man alles...)
ich hatte keinen bock mehr, immer so wie gelähmt bei allem zuzugucken und ratlos daneben zu stehen...als kiffer weiss man einfach nicht, was man in solchen fällen machen soll...weil das scheiss gras deine birne flachlegt..

ALKOHOL...ich trank im unterricht...und wurde von der schule zu den "anonymen alkis" geschickt...fand ich nicht so toll...aber im endeffekt danke ich ihnen!

PULVERZEUGS....viel alkohol? brauchte natürlich was, um wachzubleiben...

damit aufgehört hab ich ZUFÄLLIGERWEISE zeitgleich, als ich meine ausbildung beendet hatte!

fazit: lass ihn erstmal toben...erlaub es ihm(auch wenns schwer fällt)...du kannst froh sein, das du die gewissheit hast...meine familie könnte mich verlieren, weil sie nicht wussten, was ich alles zu mir nahm!

du weisst, was er so macht....geh auf ihn ein....erlaub ihm eine nase pro tag!2 joints pro tag...3 gläser alkohol pro tag..rede mit ihm, wie ein mensch(schreien ist keine lösung...treibt ihn nur noch tiefer runter...)

wenn er hilfe braucht, steh ihm zur seite...auch wenn er dich fragt, ob du vllt mal nen fuffy locker hast für koks

KLINGT BLÖD....aber ist die einzige möglichkeit...freiwillig würde er ja SOWIESO NICHT in eine entzugsklinik...

gib ihm das gefühl der vertrautheit...

ich hoffe, ich konnte helfen(evtl auch anderen eltern)


ein kanacke mit etwas schwieriger vergangenheit, im internet auch bekannt unter : siemensdammer29

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1. März 2011 um 10:55

Wendet euch ganz dringend
und schnell an eine Drogenberatungsstelle. Ihr dürft ihn nicht unterstützen in seiner Sucht und Süchtige lügen. Sie versprechen alles und im nächsten Moment ist alles dahin. Evtl muß euer Sohn in eine betreute Wohngruppe. denn sonst geht euer gesamtes Familienleben den Bach runter. Meine Freundin hatte ein drogenabhängige Tochter, das ging viele Jahre. Sie mußte sie rauswerfen. Nach vielen Jahren des Elends hat sie sich berappelt und eine Langzeittherapie gemacht. Ich hoffe, dass euch allen dieser schlimme Weg erspart bleibt.
Gruß Melike

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