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Sohn (7) redet bzw. hält sich für schlecht - ist aber genau das Gegenteil

15. August 2006 um 7:09 Letzte Antwort: 16. August 2006 um 16:53

Mein Sohn (7) meint des öfteren er wäre schlecht und unfähig. Dies meist, nachdem ich Ihm wieder mal den "Benimmtarif" durchgegeben habe und äussert sich darin, in dem er sich verbal selbst unverhältnismässig hart kritisiert und einschätzt. Die Beurteilung am Ende der 1.Klasse und auch meine eigene Wahrnehmung ergeben allerdings genau das Gegenteil.

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15. August 2006 um 12:45

Tschuldigung?!?
was hast du ihm durchgegeben??? Den Benimmtarif? Bitte um erklärung des genannten Wortes.

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15. August 2006 um 14:54
In Antwort auf an0N_1218538499z

Tschuldigung?!?
was hast du ihm durchgegeben??? Den Benimmtarif? Bitte um erklärung des genannten Wortes.

"Benimmtarif"
Sorry, mit "Benimmtarif" meine ich z.B.:

- die Erklärung, warum er sich täglich waschen muss (waschen bzw duschen ist immer ein Riesentheater)
- dass er nun auch schon alt genug ist, seinen Teller, Tasse und Besteck nach dem Essen wegzuräumen
- dass er gem. vorheriger Absprache pünktlich sein muss, wenn er draussen spielt (eine Uhr hat er und kann sie auch lesen)
- dass er nicht in der Fäkalien-Sprache reden soll

Er reagiert in erster Stufe sehr oft übersensibel und neigt dazu beleidigt zu sein. Dann in zweiter Stufe kommt das Umschalten und hier meint er unfähig und schlecht zu sein.

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15. August 2006 um 17:51
In Antwort auf haruko_11842020

"Benimmtarif"
Sorry, mit "Benimmtarif" meine ich z.B.:

- die Erklärung, warum er sich täglich waschen muss (waschen bzw duschen ist immer ein Riesentheater)
- dass er nun auch schon alt genug ist, seinen Teller, Tasse und Besteck nach dem Essen wegzuräumen
- dass er gem. vorheriger Absprache pünktlich sein muss, wenn er draussen spielt (eine Uhr hat er und kann sie auch lesen)
- dass er nicht in der Fäkalien-Sprache reden soll

Er reagiert in erster Stufe sehr oft übersensibel und neigt dazu beleidigt zu sein. Dann in zweiter Stufe kommt das Umschalten und hier meint er unfähig und schlecht zu sein.

Aha,
jetzt hab ichs verstsanden.
Dein Sohn ist sehr sensibel und scheint wenig Selbstbewußtsein zu haben, weil er eben dann selber sagt das er unfähig ist.
Eine Stärkung seines Selbstbewußtseins durch einen Sportverein wäre vielleicht nicht schlecht.
Ich bin selber Mutter zweier Söhne, mein Großer ist jetzt neun. Er macht nun schon sehr lange Karate und als er damit anfing war er sehr unsicher und traute sich oft nichts zu, nach und nach hat er bei seinem Sport Erfolge erzielt und mit denen ist dann auch sein Selbstvertrauen gestiegen.
Das er aber so reagiert sollte für dich kein Grund sein ihn in Watte zupacken, denn die Dinge die du aufzählst (waschen und Geschirr wegräumen ) gehören nun mal zum Leben dazu und er muß es lernen.
Die Fäkalsprache ist nicht schön, aber läßt sich indem Alter schlecht ändern, da sie in der Schule alle so reden. Ich hab es mit meinen Jungs so geregelt das es zu Hause gelassen wird, was sie dann draußen sagen hör ich ja nicht...
Aber das er sich nicht daran hält nach Absprache pünktlich zu Hause zu sein, würde bei uns zur Konsequenz haben das er entweder das nächste mal zu Hause bleibt, oder ich ihn zum gegebenen Zeitpunkt bei seinem Freund abholen würde (das wiederrum wird er bestimmt nicht wollen, denn in dem ALter gilt das ja ehr als uncool, wenn man solche Dinge wie nach Hause gehen eigentlich schon alleine kann).

Also , vielleicht hilft dir nen Sportverein?
Bei uns hat mein Kind eben nicht nur sein Selbstbewußtsein aufbauen können sondern hat auch gelernt sich an Regeln zu halten und sich auch mal wenn es nötig ist anzupassen.

Vielleicht konnte ich Dir ein wenig helfen?

Lg

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16. August 2006 um 16:53
In Antwort auf an0N_1218538499z

Aha,
jetzt hab ichs verstsanden.
Dein Sohn ist sehr sensibel und scheint wenig Selbstbewußtsein zu haben, weil er eben dann selber sagt das er unfähig ist.
Eine Stärkung seines Selbstbewußtseins durch einen Sportverein wäre vielleicht nicht schlecht.
Ich bin selber Mutter zweier Söhne, mein Großer ist jetzt neun. Er macht nun schon sehr lange Karate und als er damit anfing war er sehr unsicher und traute sich oft nichts zu, nach und nach hat er bei seinem Sport Erfolge erzielt und mit denen ist dann auch sein Selbstvertrauen gestiegen.
Das er aber so reagiert sollte für dich kein Grund sein ihn in Watte zupacken, denn die Dinge die du aufzählst (waschen und Geschirr wegräumen ) gehören nun mal zum Leben dazu und er muß es lernen.
Die Fäkalsprache ist nicht schön, aber läßt sich indem Alter schlecht ändern, da sie in der Schule alle so reden. Ich hab es mit meinen Jungs so geregelt das es zu Hause gelassen wird, was sie dann draußen sagen hör ich ja nicht...
Aber das er sich nicht daran hält nach Absprache pünktlich zu Hause zu sein, würde bei uns zur Konsequenz haben das er entweder das nächste mal zu Hause bleibt, oder ich ihn zum gegebenen Zeitpunkt bei seinem Freund abholen würde (das wiederrum wird er bestimmt nicht wollen, denn in dem ALter gilt das ja ehr als uncool, wenn man solche Dinge wie nach Hause gehen eigentlich schon alleine kann).

Also , vielleicht hilft dir nen Sportverein?
Bei uns hat mein Kind eben nicht nur sein Selbstbewußtsein aufbauen können sondern hat auch gelernt sich an Regeln zu halten und sich auch mal wenn es nötig ist anzupassen.

Vielleicht konnte ich Dir ein wenig helfen?

Lg

Wenig Selbstbewusstsein
Hallo Zusammen

Danke haesin3 für Deine Einschätzung.
Er ist tatsächlich sensibel, aber dass er zu wenig Selbstbewusstsein hat nehme ich anders wahr. Er geht auf jeden sehr direkt zu und hat keinerlei Berührungsängste oder Unsicherheit, auch zu älteren Kindern findet er schnell Kontakt. Im Gegenteil, wenn ich ihn manchmal aus der Ferne beobachte bemerke ich, dass er "Mitten drin statt nur dabei" ist.
Er ist auch regelmässig im Sportverein beim Fussball Training und ist dort nicht nur Mitläufer.
Seine Sensibilität drückt sich dadurch aus, dass er teilweise sehr schnell beleidigt ist wenn ihm zu hause was nicht passt. Aber auch nur im Elternhaus, nicht dann wenn er mit Freunden zusammen ist. Er zieht sich nicht zurück, sondern im Gegenteil macht ein Riesentheater.

Mit ist es dennoch ein Rätsel, woher dann die Phase kommt, in der er meint unfähig und schlecht zu sein. Ich vermute, er will dadurch Aufmerksamkeit, Trost bzw. Bestätigung. Ich habe Angst, dass sich dies später noch viel mehr ausweitet und daraus Depressionen entstehen. Allergings will ich auch den Teufel nicht an die Wand malen.

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