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Sohn, 6 J, in Schule eigensinnig, aggressiv

21. Februar 2014 um 22:01

Hallo, ich wende mich mit einem Thema an euch, das mich jetzt schon eine ganze Weile beschäftigt.

Zu Vorgeschichte: Mein Sohn und ich leben seit 5 Jahren getrennt von seinem Vater, der ihn alle zwei Wochen von Freitag Nachmittag bis Samstag Mittag zu sich holt. Seit ca. 2 1/2 Jahren habe ich eine neuen Freund, der von meinem Sohn regelrecht vergöttert wird, und mit dem wir auch zusammenwohnen.

Als er mit knapp 2 Jahren in die Kita kam, ist er durch sein Verhalten schnell auffällig geworden. Er hatte eine sehr niedrige Frustrationstoleranz, ist bei den kleinsten Kleinigkeiten in die Luft gegangen (z.B. wenn ihn ein anderes Kind im Vorbeigehen nur leicht gestreift hat) und konnte sich bei Konflikten nicht gewaltlos verständigen. Auch bei anderen Gefühlsregungen, wie Freude, wurde er körperlich. Er kniff andere Kinder vor Freude in die Arme und schüttelte sie dann. Diese Verhaltensweisen treten vor allen in größeren Kindergruppen auf. In Eins-zu-Eins-Situationen war er mit Abstand "einfacher". Durch sehr gute Zusammenarbeit mit seinen Erzieherinnen, Sport (Kindertanzen, Judo) und regelmäßigen Besuchen beim Kinderpsychologen (mein Sohn hat einen I-Status bis zur Einschulung bekommen) hat sich sein Verhalten im Laufe von knapp vier Jahren merklich gebessert. Die Behandlung beim Psychologen konnte einige Monate vor der Einschulung abgeschlossen werden. Es gibt auch positive Eigenschaften: Er ist intelligent, hat mir schon in der Vorschule Zahlen und Buchstaben (keine ganzen Wörter) vorgelesen. Er kann Puzzles legen, die eigentlich für 1-2 Jahre ältere Kinder gedacht sind.

Als die Zeit gekommen war, ihn für die Schule anzumelden, stellte sich uns die Frage, ob er denn sozial reif genug ist. Immerhin ist er bei der Einschulung noch nicht ganz 6 Jahre alt gewesen. Vonseiten des Psychologen, der Amtsärztin, unserer Kinderärztin und seiner Erzieher wurde uns aber geraten, ihn einschulen zu lassen, da er in der Kita unterfordert sein könnte. Mein Sohn ist also im letzten Sommer eingeschult worden. Die ersten zwei Wochen verhielt er sich noch unauffällig (ich schätze mal, das war noch die Eingewöhnungs-Phase), aber danach fingen die Probleme an.

Bei Konflikten mit anderen Schülern reagiert er wieder deutlich agressiv, er geht wieder schnell in die Luft und schafft es anscheinend nur kurz zu versuchen, sie verbal zu lösen. Er schmeißt mit Gegenständen, tritt haut, schubst, zieht an Haaren. Außerdem verweigert er manchmal den Unterricht (vor allem dann, wenn er vorher schon Streit hatte). Er lässt dann nicht mit sich reden stört auch absichtlich den Unterricht (spielt sozusagen den Klassen-Clown). Das macht er allerdings nur bei seiner Klassenlehrerin, nicht in Mathe, nicht im Sportunterricht und auch nicht in Lebenskunde. Die gleichen Probleme gibt es im Hort, der auf dem Schulgelände ist. Er möchte oft nicht am Gruppenkreis teilnehmen, der zum Anfang der Hortbetreuung stattfindet und will nach Konflikten sein extremes Verhalten nicht mit der Erzieherin besprechen. Auch wenn er nicht der Auslöser eines Konflikts war, rennt er einfach weg. Natürlich schleppt er dann seinen Frust den ganzen Tag mit sich rum und explodiert gleich bei der nächsten Gelegenheit wieder sofort.

Ich hatte jetzt schon mehrere Elterngespräche mit der Klassenlehrerin, der Erzieherin und der Sozialarbeiterin. Auch habe ich meinen Sohn wieder bei einem (anderen) Kinderpsychologen vorgestellt. Hier sind wir noch in der Diagnose-Phase.

Leider habe ich das Gefühl, dass die Erzieherin und die Klassenlehrerin überfordert mit meinem Sohn sind. Die Gruppen sind sehr groß (27 Kinder in einer Klasse und 31 in einer Hortgruppe) und es gibt einen deutlichen Jungen-Überschuss. Mein Sohn darf jetzt einmal die Woche eine Unterrichtsstunde in die Schulstation gehen, außerdem wurde mir vorgeschlagen, ihn in die Psychomotorik-Gruppe im Hort zu geben. Die zuständige Erzieherin konnte mir allerdings nicht richtig erklären, was das bewirkt und wie es meinem Sohn speziell helfen kann. Vielleich kann mir einer von euch das näher beschreiben?

Sonst klappt es in der Schule sehr gut. Seine Leistungen sind super, da die 1. und die 2. Klasse zusammen unterrichtet werden, macht er sogar schon einige Aufgaben für Zweitklässler manchmal glaube ich, die Aufgaben für die Erstklässler langweilen ihn. Er geht nachmittags in den Literaturclub im Hort und am Wochenende weiterhin zum Judo.

Zu Hause ist er auch oft anstrengend, aber da er ein Einzelkind ist und ich mich "nur" um ihn kümmern muss, läuft es nicht ganz so aus dem Ruder. Allerdings muss ich immer sehr enge Grenzen setzen, die gern auch erst nach mehrmaliger Aufforderung eingehalten werden. Dabei schaffe ich es leider nicht immer, ruhig zu bleiben Ich versuche es und es klappt auch, wenn ich selbst ausgeglichen bin. Aber nach einem stressigen Tag auf Arbeit oder wenn er eine besonders lang anhaltende, anstrengende Phase hat, bin ich auch schnell gereizt...

Mein Thread ist jetzt leider etwas lang, aber das spiegelt nur meine Sorgen wieder...

Ich bitte euch ganz herzlich um Rat, was ich zu Hause machen kann, dass es bei uns und in der Schule besser läuft.

DANKE!

LG Bontty

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22. Februar 2014 um 22:25

Danke für eure Antworten!
@mialyah: Zum Thema Diagnose habe ich mich leider falsch ausgedrückt. Ich habe meinen Sohn bei einem Kinder- und Jugendpsychiater vorgestellt. Die Diagnose-Phase dauert jetzt schon seit September, steht aber kurz vor dem Abschluss.
Zum Thema Förderung: Wir wohnen in Berlin. Das Schulsystem mit Schulanfangsphase und JÜL sieht keine Extra-Förderung für sozial-emotionale Verhaltensauffälligkeiten vor. Allerdings kann tatsächlich eine besondere Lehrkraft hinzugezogen werden, wenn die schulinternen Fördermaßnahmen nicht wirken. Das habe ich auch der Klassenlehrerin und Sozialarbeiterin vorgeschlagen. Die machen mir aber keine großen Hoffnungen. Wenn du dich mit dem Thema gut auskennst, kannst du mir Tipps geben, wie ich eher eine zusätzliche Förderung für meinen Sohn erreichen kann? Hier ein aktueller E-Mail-Schriftverkehr zwischen seiner Klassenlehrerin und mir:
_______________________________________
Klassenlehrerin:
Sehr geehrte Frau ,

in der 3. Stunde hatte ... recht gut gearbeitet (1/2 Klasse, Schreibaufgabe). Dann war er beim Sozialen Lernen.
Ab der 2. gr. Pause verlor er aber wieder mehrfach die Beherrschung, weigerte sich auf den Hof zu gehen und ging später auf Mitschülerinnen mit der Faust los bzw. hielt sie an den Haaren fest. Er warf Gegenstände (v.a. Radiergummi) durch den Raum, trat gegen eine Schultasche vom Mitschüler, störte bewusst durch Zwischenrufe und stellte sich dann im Unterricht aufs Fensterbrett, um zwischen den Jalousien hindurch aus dem Fenster zu spucken.
Auf Worte reagierte er nicht, ich musste jeweils selbst dazwischengehen und ihn auch vom Fensterbrett herunterheben, wobei er seinen Unmut heute auch erstmalig sehr deutlich gegen mich richtete und dies nicht mehr nur andeutete (Quetschen meiner Hand). Am Ende war er mit der Lesepatin vor der Tür.
Ein normaler Unterricht ist dann kaum möglich. Ich werde in den nächsten Tagen nachforschen, was für Möglichkeiten zur besseren Unterrichtsgestaltung für alle Betroffenen bestehen und Sie erneut informieren.

Mit freundlichen Grüßen

ich:
Hallo Frau ,

vielen Dank für die Informationen, ich habe heute Morgen mit ... darüber gesprochen.

Mir ist es immer wichtig, zu erfahren, was denn der Grund für das plötzlich viel schlechtere Verhalten ist (abgesehen von Müdigkeit). Konnten Sie mit den Sozialpädagogen sprechen, ob irgendetwas beim Sozialen Lernen vorgefallen ist?

Die Sache mit dem Fensterbrett finde ich allerdings sehr grenzwertig. Wenn er aus dem Fenster spucken wollte, muss das Fester ja geöffnet gewesen sein! Da sollte unbedingt vorher eingegriffen werden.

Da ... nun schon zusätzlich mit der einen Stunde in der Schulstation gefördert wird, möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass es die Möglichkeit gibt, eine weitere Lehrkraft mit sonderpädagogischem Schwerpunkt anzufordern, wenn die zusätzliche Förderung keine Besserung seines Verhaltens zeigt. Vor allem bei Zwischenfällen, die sofortiges Eingreifen erfordern (wie die Sache mit dem Fenster oder wenn ... andere Kinder verletzt), ist eine weitere Person sinnvoll. Außerdem möchte ich nochmals darum bitten, die Förderung in eine 5. Stunde zu verlegen, wenn sich die Möglichkeit ergibt.

Hier zu Hause kann ich leider nur im Nachhinein mit ... darüber sprechen und sein Verhalten dadurch nur indirekt beeinflussen. Zumal er sich zu Hause in letzter Zeit sehr gut verhält, so dass er kaum Stress von hier mit in die Schule bringt.

Vielleicht sollten wir dazu noch einmal telefonieren?

Vielen Dank!

Mit freundlichen Grüßen

Klassenlehrerin:
Hallo Frau,

danke für die schnelle Antwort. Heute war ... Verhalten relativ gut, keine wirkliche Störung im Unterricht. Die Gespräche mit Ihnen scheinen zu wirken. Die Klasse hatte zudem 2 x Teilungsunterricht.

Für eine Förderung in der Schulstation waren nur noch wenige Stunden frei, leider nicht mittwochs/freitags in der 5. Std.. Und aus Mathe und Sport wollten wir ... auch nicht rausnehmen

Ich hatte Frau ... (Klassenlehrerin der 1/2 e, Sonderpädagogin) bereits die Situation geschildert und ihr Notizen mit der Bitte um Weiterleitung an die zuständige Kontaktperson für sonderpäd. Förderung gegeben, in der Hoffnung, doch noch eine Förderungsmöglichkeit/Unterstützung für ... vor der 3. Klasse zu erhalten. Sie hat mir nicht viel Hoffnung gemacht.
Ich werde mich beraten, welche Maßnahmen nun sinnvoll sind (Klassen- oder Schulhilfekonferenz), was wir (rechtlich) beschließen können und wollen, z.B. ob ... die 5. Stunde schon im Hort verbringen kann o.ä.,.... Die Räumlichkeiten in der Klasse lassen einen wirklichen Rückzug nicht zu, leider, zumal ...t auch nicht immer leise bleibt.
Da wir alle in unsere festen Zeiten eingebunden sind, finden sich nicht immer schnell Besprechungszeiten für einen kollegialen Austausch. In der nächsten Woche weiß ich hoffentlich mehr.

MfG,
__________________________________


@janine: Dass meinem Sohn eine Bezugsperson fehlt, kann ich sicher ausschließen. Er hat eine enge Bindung zu mir und zeigt das auch. Trotzdem danke für deine Gedanken.

LG Bontty

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23. Februar 2014 um 17:20

Vermutlich wurde
Er zu früh eingeschult und war sozial einfach noch nicht so weit.
Wie lange wird er denn im hIrt betreut?
LG

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24. Februar 2014 um 9:46
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Vermutlich wurde
Er zu früh eingeschult und war sozial einfach noch nicht so weit.
Wie lange wird er denn im hIrt betreut?
LG

Hallo
Das kann natürlich sein, aber wie ich geschrieben habe, hatten wir von allen Seiten grünes Licht bekommen. Zumal sein Verhalten in der Kita deutlich besser war. Er wird nach Unterrichtsschluss (11:45 Uhr oder 12:45 Uhr) bis 16:00 Uhr im Hort betreut. Kürzer ist das leider nicht möglich, da ich bis 15:00 Uhr arbeite und einen Fahrtweg von 1 Stunde habe. LG

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24. Februar 2014 um 10:09

Hallo Mialyah,
danke für den Tipp mit dem anderen Forum! Das werde ich jetzt erstmal durchforsten und mich gleichzeitig nach Schulhelfern für Berlin erkundigen.

Mein Sohn ist in den großen Pausen schon ab und zu in die Bibliothek gegangen (er liest unheimlich gern). Aber er braucht zwischendurch auch immer wieder Bewegung als ausgleich - 5 Stunden am Stück still sitzen und leise sein hält kein Kind aus -, wofür die großen Pausen ja eigentlich gedacht sind. Dazu kommt, dass er abgesehen von allen Problemen total gerne mit seinen Mitschülern spielt. Das klappt an guten Tagen auch ohne Probleme (an schlechten dafür umso schlechter). Da befinden wir uns in so einer Art Zwickmühle, wofür ein Kompromiss gefunden werden muss.

Ich werde das nochmal eindringlich mit seiner Klassenlehrerin besprechen und melde mich dann nochmal mit (hoffentlich) erfreulichen Nachrichten.

LG Bontty

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24. Februar 2014 um 17:55
In Antwort auf slava_12508812

Hallo
Das kann natürlich sein, aber wie ich geschrieben habe, hatten wir von allen Seiten grünes Licht bekommen. Zumal sein Verhalten in der Kita deutlich besser war. Er wird nach Unterrichtsschluss (11:45 Uhr oder 12:45 Uhr) bis 16:00 Uhr im Hort betreut. Kürzer ist das leider nicht möglich, da ich bis 15:00 Uhr arbeite und einen Fahrtweg von 1 Stunde habe. LG

Die freundin
Meiner Tochter war den Erziehern im Kiga auch zu lebendig, deswegen wurde sie für schulreif befunden.... Weisst du, was ich meine?
Die beste Entscheidung triffst immer noch du als Mutter.
LG

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24. Februar 2014 um 18:01
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Die freundin
Meiner Tochter war den Erziehern im Kiga auch zu lebendig, deswegen wurde sie für schulreif befunden.... Weisst du, was ich meine?
Die beste Entscheidung triffst immer noch du als Mutter.
LG

Übrigens haben wir auch ein
Sehr unruhiges Kind in der Klasse.
Der Mutter wurde angeraten, ihr kInd nicht so ift und lange in die mittagsbetreuung zu geben, weil er dadurch überfordert ist.
Ist beruflich bei dir nicht machbar, oder?
LG

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24. Februar 2014 um 18:39
In Antwort auf strawberryfieldxxx

Übrigens haben wir auch ein
Sehr unruhiges Kind in der Klasse.
Der Mutter wurde angeraten, ihr kInd nicht so ift und lange in die mittagsbetreuung zu geben, weil er dadurch überfordert ist.
Ist beruflich bei dir nicht machbar, oder?
LG

Das grüne Licht
haben wir ja nicht nur aus der Kita bekommen, sondern auch vom Kinderpsychiater, der Amtsärztin (Einschulungsuntersuchung) und er Kinderärztin. Es gibt sicherlich Erzieher/innen, die Kinder am liebsten so schnell es geht loswerden wollen. So eine gab es bei uns in der Kita auch, aber die Erzieherin von meinem Sohn war immer total geduldig, dabei streng und liebevoll. Bei ihr kann ich mir das eigentlich kaum vorstellen.

Leider kann ich meinen Sohn nicht ab und zu aus dem Hort weglassen. Ich arbeite regelmäßig Mo-Fr von 8:00-15:00 Uhr.

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27. März 2014 um 20:02

I Status
Also ersteinmal muss ich sagen, dass ich es das erste Mal erlebe, dass Eure Geschichte der Unseren so ähnlich ist.
Mein Sohn nun 8 Jahre alt, hat ebenfalls nach zwei Wochen Schulbesuch die ersten Verhaltensauffälligkeiten gezeigt. Auch er hatte den I Status schon im Kindergarten. Er wollte nicht am Morgenkreis teilnehmen, wurde dann aggessiv und Gegenstände wurden geworfen ,Bilder von den Wänden gingen zu Boden u.s.w. Er wollte am liebsten den ganzen Tag bei der Erzieherin auf dem Schoß sitzen und Bücher ansehen.
In der Schule spielt er oft den Klassenclown, wirft mit Gegenständen durch den Raum, schreit rum usw, sodass eine normale Beschulung für alle nicht mehr möglich ist. Er bekam etwa nach 2 Monaten nach Schulbeginn einen Verweis mit anschließender Suspendierung. Um es für den Moment mal abzukürzen, mein Sohn hat einen I Status für die Schule und einen für den Hort zusätzlich noch einen Einzelfallhelfer der 2 -3 x die Woche in der Schule ist. Hausaufgaben darf er auch im Integrationszimmer machen.
Wir wohnen in Berlin..

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28. März 2014 um 6:55
In Antwort auf letha_12160996

I Status
Also ersteinmal muss ich sagen, dass ich es das erste Mal erlebe, dass Eure Geschichte der Unseren so ähnlich ist.
Mein Sohn nun 8 Jahre alt, hat ebenfalls nach zwei Wochen Schulbesuch die ersten Verhaltensauffälligkeiten gezeigt. Auch er hatte den I Status schon im Kindergarten. Er wollte nicht am Morgenkreis teilnehmen, wurde dann aggessiv und Gegenstände wurden geworfen ,Bilder von den Wänden gingen zu Boden u.s.w. Er wollte am liebsten den ganzen Tag bei der Erzieherin auf dem Schoß sitzen und Bücher ansehen.
In der Schule spielt er oft den Klassenclown, wirft mit Gegenständen durch den Raum, schreit rum usw, sodass eine normale Beschulung für alle nicht mehr möglich ist. Er bekam etwa nach 2 Monaten nach Schulbeginn einen Verweis mit anschließender Suspendierung. Um es für den Moment mal abzukürzen, mein Sohn hat einen I Status für die Schule und einen für den Hort zusätzlich noch einen Einzelfallhelfer der 2 -3 x die Woche in der Schule ist. Hausaufgaben darf er auch im Integrationszimmer machen.
Wir wohnen in Berlin..

I-Status
Hallo, deine Antwort macht mir Mut Wie schnell habt ihr denn den Einzelfallhelfer bekommen? Erst zum neuen Schuljahr oder schon mittendrin? Darf ich fragen, für was dein Sohn den I-Status bekommen hat? Bei meinem war es in der Kita der, der bei "seelischer Behinderung bzw. drohender seelischer Behinderung" vergeben wird.

LG Bontty

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28. März 2014 um 7:50
In Antwort auf slava_12508812

I-Status
Hallo, deine Antwort macht mir Mut Wie schnell habt ihr denn den Einzelfallhelfer bekommen? Erst zum neuen Schuljahr oder schon mittendrin? Darf ich fragen, für was dein Sohn den I-Status bekommen hat? Bei meinem war es in der Kita der, der bei "seelischer Behinderung bzw. drohender seelischer Behinderung" vergeben wird.

LG Bontty

I- Status
Mein Sohn war nach der Suspendierung 6 Wochen stationär in der Klinik zur Diagnostik. Noch in der Klinik wurde dann mit dem Jugendamt und der Schule beraten wie es nach dem Aufenthalt für ihn weiter gehen soll. Er wurde dann erstmal nur für zwei Stunden pro Tag an seiner Heimatschule beschult. Den Rest des Tages war er in einer Tagesgruppe mit Kindern untergebracht die eine ähnliche Problematik hatten. Nach etwa einem Jahr hat sich mein Sohn derart gegen diese Art von Unterbringung gewehrt ,dass es den Lehrkräften nicht mehr möglich war ihn in die Tagesgruppe zu entlassen. Er wurde dann an seiner Heimatschule weiter beschult und bekam als Ersatz für dieTagesgruppe den Einzelfallhelfer. In der Klinik hat man bei meinem Sohn ein einfaches ADS diagnostiziert, wohl eher aus Verzweiflung als aus Gewissheit. Er wurde mit Methylphenidat eingestellt. Um ehrlich zu sein ist die Diagnostik bis heute noch nicht abgeschlossen. Jeder in seinem Umfeld hat immer mal wieder eine neue Idee was er haben könnte. Aktuell sind wir dabei ein AWVS zu bestätigen oder auszuschließen. Der I- Status ist für den Bereich emotional - sozial. In der Schule hatte man zunächst den I- Status für den Bereich " Lernen" beantragt(auch wohl wegen seiner mangelnden Beschulung), der aber nicht bestätigt wurde. Daraufhin wurde von der Schule nochmal emotional - sozial beantragt und den hat er vor zwei Wochen bekommen. Es ist ein langer harter Kampf der wohl nie endet.

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