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Sohn (3 J.) seit Kindergarten frech u. unerzogen

20. Oktober 2012 um 21:42

Hallo zusammen

Mein sohn geht seit august diesen jahres in den Kindergarten.
anfangs natürlcih noch ungern , mittlerweile jedoch sehr rutiniert besucht er täglich von 8-bis 13 uhr den kindergarten.
seit ca.2 wochen fällt mir auf das er immer frecher und motziger wird.
er beleidigt uns bei jeder gelegenheit , er schimpft ( ständig neue schimpfworte) .ein nein aktzeptiert er gar nicht.er schlägt uns und auch seine kleine schwester...also ich erkenn ihn eifach nicht mehr wieder.
er war immer ein engelchen , deswegen bin ich so erschrocken und traurig über sein verhalten.
ich hab das im kindergarten auch schon angesprochen.laut deren aussage ist er superbrav im kindergarten also keinerlei auffälligkeiten.
ich hab auch keine ahnung wie ich ihn seine *schranken * weisen soll.
hat jemand ein tip , woran kanns liegen und was kann ich als mutter tun??

Danke

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21. Oktober 2012 um 12:48


hallo,

ich vermute mal, dass er sich im kindergarten inzwischen sehr gut angepasst hat. das passt ja auch zu den aussagen der erzieherinnen.
allerdings ist dieses anpassen nicht immer etwas gutes und verlangt dem kind sehr viel kraft ab. der druck der dabei entsteht, entlädt sich dann im sicheren umfeld - zu haus.

anstatt ihn zu schimpfen oder ihm seine "grenzen aufzuzeigen", bringe ihm lieber verständnis für seine leistung entgegen.

viele grüße

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21. Oktober 2012 um 19:43

...
Der Junge stellt eine Gefahr für die körperliche Unversehrtheit der Tochter dar und dafür sollen die Eltern noch Verständnis entgegenbringen? Also bitte.

Richtig ist, dass im Kindergarten eine konsequente Erziehung herrscht, auf die die Kinder sich erst einmal umstellen müssen. Wenn diese Umstellung erfolgt ist, läuft das Kind "in der Spur". Wenn es dann zu Hause Probleme gibt, liegt es oft daran, dass angestaute Wut usw., die im Kindergarten nicht ausgelebt werden, ihr Ventil finden müssen. Es liegt jetzt an dir, ihm das richtige Ventil zu zeigen. Richtiges Auspowern draußen kann da schon reichen. Auf jeden Fall musst du kosequent etwas dagegen unternehmen, dass er so frech zu euch und der kleinen Schwester ist. Wenn ihr das nicht tut, lernt dein Sohn, das dieses Verhalten akzeptabel ist und es wird nur noch schlimmer.

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21. Oktober 2012 um 21:38

Danke
Er hat mal bessere und mal weniger gute tage.
ich seh das doch auch ähnlich wie schokilade, denn wenn ich nur '' zugucke'' bzw. ihn bestärke denkt er das sein verhalten absolut in ordnung ist.
natürlich red ich viel mit ihm und erklär ihm , dass nicht alles was er auch bei andern kindern sieht richtig und toll ist.allerdings ist er ja erst 3 jahre geworden , ist ja klar das da in vielen sachen auch noch das verständnis fehlt.
ich versuche einfach meinen * WEG* zu finden und hoffe das sich das alles nach und nach einspielt.

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21. Oktober 2012 um 21:43
In Antwort auf schokilade1

...
Der Junge stellt eine Gefahr für die körperliche Unversehrtheit der Tochter dar und dafür sollen die Eltern noch Verständnis entgegenbringen? Also bitte.

Richtig ist, dass im Kindergarten eine konsequente Erziehung herrscht, auf die die Kinder sich erst einmal umstellen müssen. Wenn diese Umstellung erfolgt ist, läuft das Kind "in der Spur". Wenn es dann zu Hause Probleme gibt, liegt es oft daran, dass angestaute Wut usw., die im Kindergarten nicht ausgelebt werden, ihr Ventil finden müssen. Es liegt jetzt an dir, ihm das richtige Ventil zu zeigen. Richtiges Auspowern draußen kann da schon reichen. Auf jeden Fall musst du kosequent etwas dagegen unternehmen, dass er so frech zu euch und der kleinen Schwester ist. Wenn ihr das nicht tut, lernt dein Sohn, das dieses Verhalten akzeptabel ist und es wird nur noch schlimmer.


Sehe ich genauso, dass körperliche Gewalt nicht zu tolerieren ist.
Deine Erklärung mit dem Ventil haut denke ich hin. Erzieher sind geübt darin zumindest den meisten jungen Leuten ihre Grenzen aufzuzeigen. Der Junge ist ja noch halbwegs frisch im Kiga. Auch wenn er sich dort gut macht: die Tatsache, dass es dort mehrere Kinder gibt, an die er sich anpassen muss, er nicht mehr der Nabel der Welt ist wird in ihm arbeiten. Die Erzieher sind ihm außerdem auch noch nicht so vertraut wie die Eltern, da wird er sich noch nicht trauen auf deren Nase rumzutanzen, sondern er wird vorsichtig sein und sich ruhig verhalten. In vertrauter Umgebung wird er sich auf einmal das trauen, wozu er in der Kita nicht den Mut hatte. Er testet nun seine Eltern. Seid weiterhin liebevoll zu ihm, zeigt ihm aber auch, dass ihr in puncto Autorität den Erziehern in nichts nachsteht.

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22. Oktober 2012 um 8:09

Durchatmen
Dein Sohn befindet sich im Kindergarten gerade in der Orientierungsphase. Er lernt, das andere Menschen, andere Kinder auch andere Wünsche und Bedürfnisse haben als er. Er erkennt das es manchmal hilfreich sein kann seinen eigenen Willen durchzusetzen um gewünschtes zu erreichen.
So zum Beispiel beim Spiel mit anderen Kindern.
Die Fähigkeit sich durchzusetzen, seine eigene Meinung zu vertreten und seine Bedürfnisse zu erkennen und zu äussern ist bei ihm allerdings alterbedingt noch nicht so ausgeprägt, das er damit so zu sagen bei anderen " hausieren" gehen kann.
Er muß diese neuen Fähigkeiten erst erproben und das selbstverständlich in einem vertrauten Umfeld...
Das seid "leider" ihr
Also erst mal ruhig Blut. Das was da passiert ist völlig normal und wichtig für die sozial emotionale Entwicklung eures Sohnes.
Was ihr im Umgang mit ihm beachten solltet ist folgendes:
- setzt klare Grenzen. Was ist erlaubt, was nicht? Und welche Konsequenz folgt auf welches Verhalten. Dabei sollte die Sanktion immer im Zusammenhang stehen. Also wenn er euch schlägt, überlegt euch was daraus resultieren könnte.. Ich bin selbst Erzieherin und ich handhabe es oft so: Wird ein Kind von einem anderen verletzt, so ist die erst Konsequenz die " Verletzung" ( wenn auch nicht sichtbar) wahrzunehmen und erste Hilfe zu leisten. Bei uns holen die Kinder z.b. selbständig ein Kühlpack oder ein Pflaster.
Natürlich nicht bei schwerern Verletzungen... Hoffe das ist klar
- Vielleicht gibt es Situationen in denen er etwas durchsetzen möchte und in denen vielleicht wirklich ein Kompromiss möglich ist. Ich finde es wichtig auch MAL mit Kindern über Dinge zu diskutieren und gemeinsam eine Lösung zu finden. Welche Situationen dafür geeignet sind kann ich so pauschal nicht sagen. Du kannst mich aber gern auch noch mal privat anschreiben wenn du etwas wissen möchtest.
- Am wichtigsten allerdings ist, das ihr ruhig bleibt. Lasst euch nicht ständig anmerken wie schockiert und genervt ihr von seinem Verhalten seid und seid nicht nachtragend.
Gebt ihm Sicherheit dadurch, das er spürt das ihr immer genau wisst was wann zu tun ist.
Und nochmal:
Dein Kind ist keineswegs unnormal oder unerzogen.
Es gehört einfach zu seiner Entwicklung dazu und ihr müßt da jetzt einfach durch! Das schafft ihr schon...

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22. Oktober 2012 um 12:05

Trotzphase
Nur so nebenbei bemerkt: Es ist halt auch das typische Verhalten in der Trotzphase, die ja mit 2,3 Jahren bei den meisten Kindern zuschlägt. Das potenziert sich dann mit der richtig dargestellten Orientierungsphase im Kindergarten.

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