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Sind Lehrpläne bindend?

29. August 2012 um 6:50

Und wenn ja, was hat man für Möglichkeiten - außer sich ärgern - wenn diese massivst nicht eingehalten werden?

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30. August 2012 um 0:00

Ja, sind sie
in der Theorie. In der Regel gibt es aber bei kleinen Abweichungen keinen Ärger.

Wenn der Lehrplan überhaupt nicht eingehalten wird, würde ich mich zunächst einmal an die Schulleitung wenden, mit einer ganz konkreten Schilderung der Problematik, versteht sich. Die sprechen dann erst einmal persönlich mit der betreffenden Lehrkraft.

Wenn auch das nichts nützt, ist die nächste zuständige Instanz die Schulaufsichtsbehörde des Kultusministeriums. Bis die was unternehmen, kann es eine Weile dauern, aber wenn sie draufhauen, dann richtig.

Hoffe, das hilft Dir irgendwie weiter.
LG

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31. August 2012 um 6:46

Problem
Hallo Danke Euch für die Meinungen. Das Problem ist, bei uns (4. Klasse) sind wir teilweise ein komplettes Jahr zurück. Die betreffenden Lehrer sind in der Hauptsache die Klassenlehrerin und die Schulleiterin. Diese schieben es auf die Schüler/Eltern. Ich muss zugeben, es sind wirklich viele schwierige Kinder (verhaltensauffällig) in der Klasse zudem auch noch viele Eltern, die sich gar nicht um die Schulischen Dinge ihrer Kinder kümmern. Aber trotzdem denke ich, dass man als Lehrkraft nicht alle Schüler dafür leiden lassen kann. Die Lehrkräfte brauchen teilweise 10min - 15min (pro Schulstunde) um überhaupt mit einer Art von Unterricht beginnen zu können. Sollten wir (als Elternbeiräte) zunächst doch nochmal mit der Klassenlehrerein und der Schulleiterin gemeinsam sprechen?? Uns bleibt nicht mehr viel Zeit - im Februar müssen wir uns an den weiterführenden Schulen bewerben.

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31. August 2012 um 11:35
In Antwort auf flyingkat

Problem
Hallo Danke Euch für die Meinungen. Das Problem ist, bei uns (4. Klasse) sind wir teilweise ein komplettes Jahr zurück. Die betreffenden Lehrer sind in der Hauptsache die Klassenlehrerin und die Schulleiterin. Diese schieben es auf die Schüler/Eltern. Ich muss zugeben, es sind wirklich viele schwierige Kinder (verhaltensauffällig) in der Klasse zudem auch noch viele Eltern, die sich gar nicht um die Schulischen Dinge ihrer Kinder kümmern. Aber trotzdem denke ich, dass man als Lehrkraft nicht alle Schüler dafür leiden lassen kann. Die Lehrkräfte brauchen teilweise 10min - 15min (pro Schulstunde) um überhaupt mit einer Art von Unterricht beginnen zu können. Sollten wir (als Elternbeiräte) zunächst doch nochmal mit der Klassenlehrerein und der Schulleiterin gemeinsam sprechen?? Uns bleibt nicht mehr viel Zeit - im Februar müssen wir uns an den weiterführenden Schulen bewerben.

"schwierige Schüler" sind keine Ausrede
Wir werden im Studium gut auf heterogene Lerngruppen vorbereitet. Jede/r Lehrer/in, der/die ein bisschen was von Zeit- & Klassenmanagement versteht, schafft den gesetzlichen Lehrplan. Da muss man eben mal aus seiner verstaubten Frontalunterrichts-Kiste rauskriechen, die Ressourcen der leistungsstärkeren zur Unterstützung der weniger Schnellen nutzen usw... und vor allem abwechslungsreiche & motivierende Arbeitsformen entwickeln

Man KANN den Plan erfüllen & dennoch jedes Thema zureichend behandeln - Das ist kein Hexenwerk, sondern vielmehr eine organisatorische Herausforderung.

Zum Thema Unterrichtsbeginn: Es kann helfen, ein klares akustisches Signal (nicht die Schulglocke, sondern eines von dem/der Fachlehrer/in selbst) als Startritual einzuführen, z.B. eine Kuhglocke, eine Tröte o.ä. - und mit den Schülerinnen & Schülern zusammen (!) auszumachen, was passiert, wenn jemand beim vereinbarten Signal noch nicht auf seinem Platz ist, noch nicht alle Materialien ausgepackt oder Krach macht. Die beschlossenen Konsequenzen müssen dann natürlich auch knallhart durchgesetzt werden. Und die Schüler halten sich viel besser an Regeln, wenn sie an deren Erstellung mitgewirkt haben!

Ich würde mich an eurer Stelle tatsächlich noch einmal mit dem/der Fachlehrer/in & der Schulleitung zusammensetzen und nach einer Lösung suchen. Die kennen ja euer Problem - Die Bewerbung & Aufnahme an einer weiterführenden Schule beeinflussen schließlich das ganze Leben - und sollten alles daran setzen, dass diese Beeinflussung für jedes einzelne Kind möglichst positiv ausfällt. Es ist unwahrscheinlich, dass der/die Fachlehrer/in nun in dem verbleibenden Schuljahr den Stoff von zwei Jahren schaffen wird, aber vielleicht kann er/sie mit dem richtigen Management wenigstens ein bisschen aufholen...

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