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Sind Kids heutzutage alle nur noch kleine Egoisten???

6. August 2002 um 0:01

Hallo ihr Lieben,

sodala, jezz bin ich also wieder zurück von meiner Kinderfreizeit und hab eine Menge Eindrücke mitgebracht. Wir haben viel Stress gehabt aber auch Schönes erlebt. Nur leider war die Mischung nicht so ausgewogen und mich würde eure Meinung dazu mal interessieren!

Eigentlich wurden meine Erwartungen von dieser Fahrt nicht erfüllt, was die Gruppe anging. Vielleicht wissen ja noch einige von euch, dass ich mir vorher Gedanken gemacht habe, ob ich diesen 11 bis 13jährigen Kids Bastel- und Spielangebote machen oder mich lieber mit ihnen in die nächste Eckkneipe verziehn soll *übertreib*.
Ich hätte mir lieber mal Gedanken machen sollen, wie ich mit dem heutzutage wohl leider Standard-Egoismus umgehen soll. Kleine Beispiele: wir haben eine Strand-Olympiade gemacht, für die es Preise gab...wir haben abends kleine Betthupferl auf die Kopfkissen gelegt, als süße Überraschung...wir haben den Kids Freundschaftsbändchen geknüpft...eine Party organisiert...einen Lang-auschlafen-Brunch gezaubert und und und... Und die Reaktionen? "Äh was soll ich denn mit so einem bescheuerten Notizbuch?", "Mein Betthupferl war doch schon mal geschmolzen, so was ess ich net", "Aber ich knüpf dir kein Freundschaftsbändchen, is zu viel Arbeit", "Und wir sollen jetzt abspülen nach der Party, ihr spinnt wohl!" und und und
Kein "bitte", kein "danke". Über die Essmanieren am Tisch kann ich nur den Kopf schütteln (wir hatten uns die Mahlzeiten als gemeinschaftlichen Ruhepol für alle gedacht, wo man Tageserlebnisse austauscht und für die nächsten Tage Pläne schmiedet, aber nicht mit dem Essen rumsaut wie Schweine oder sich den Teller so voll häuft, dass die 10 Kinder danach in der Schlange nichts mehr abkriegen).
Ich weiß: Kinder sind lebhaft, Kinder haben Bewegungsdrang, Kinder plappern gern und das auch mal nachts um 1 Uhr...alles nix, was wir früher nicht auch gemacht haben! Aber diese Egotour, die die GANZE Gruppe gefahren ist (wenn es sich nur um 2 oder 3 gehandelt hätte, oki, will ja auch net alle Kids über einen Kamm schern, aber es waren ausnahmslos ALLE!), die kann ich net nachvollziehen *koppschüttel*.
Kriegen die Kids heute denn keine Werte mehr beigebracht?
Oder diese Rücksichtslosigkeit, wenn es einem mal schlecht ging und er sich zurückgezogen hat, um ein Stündchen zu schlafen. Genau wie unsere Mittagspause, die wir gern gemacht hätten, um nach 1 Stündchen Ausruhen wieder fit un voller Tatendrang für die Kids da zu sein...Geschrei, Getrampel, Türenknallerei, Rennerei...irgendwie haben sie net kapiert, dass sie viel mehr von uns hätten haben können, wenn wir mal ein bissel Auszeit gehabt hätten. Danach hätte es keine genervten Teamer gegegen, die immer nur schimpfen mussten, weils so laut war...aber das ging net in deren Kopf. Ist das Absicht oder sind sie einfach net lernfähig? Auch in dem Alter kann man sich doch schon überlegen, welche Konsequenzen es hat, wenn man mal ein bissel ab und zugibt oder? Und ein frisch ausgeruhter Teamer bekommt abends in der Abendrunde nicht dauernd ein "ihr seid ja nur genervt, ihr scheiß Teamer" an den Kopp geknallt...
Nach einigem geschickten Rumfragen (Kids in dem Alter erzählen einem ja auch noch bereitwillig alles) haben wir rausgefunden, dass es sich bei allen um Familien der gehobenen oder oberen Mittelschicht handelt. Heißt das etwa, dass diese Leute ihren Kids solche Werte, wie ich sie einfach erwarte, nicht mehr beibringen? (vielleicht auch aus Zeitmangel, die meisten sehen ihre Eltern nur am Wochenende oder auch mal nur alle 2 Wochen, weil beide voll berufstätig sind, durch die Welt jetten oder nächstelang im Krankenhaus oder der Fernsehredaktion zu tun haben). Oder haben es diese Kids aufgrund ihres Lebensstandards nicht mehr nötig, sich auch über die kleinen Dinge des Lebens zu freun und sich auch mal für einen simplen Schokoriegel zu bedanken???
Vielleicht hätte ich mir einfach gewünscht, mal mehr zurück zu kriegen. Klingt jetzt so, als wäre die Fahrt nur schrecklich gewesen. Nein, alles in allem hat sie mir schon gefallen. Denn wir hatten auch viel Spaß miteinander, hab selten so viel gelacht wie in diesen 2 Wochen.
Aber manchmal hätte ich mir gewünscht, auch mal mehr Emotionen zurück zu kriegen. Späße machen und rumalbern, das kann man immer schnell und den ganzen Tag. Aber mal ein ehrliches, aufrichtiges "Danke schön, das ist echt toll, was ihr hier für uns macht"...das wäre klasse gewesen!

Bin mal gespannt, welche Erfahrungen ihr so gemacht habt mit den Kids heutzutage. Und vor allem interessiert mich auch, ob ihr euren eigenen Kids beibringt, dass es auch noch anderes gibt, als den Gameboy in der Schublade oder die teure Uhr am Handgelenk.

So long,
Bussi von Supi!!!

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6. August 2002 um 9:20

Hallo Supi !
Ja, dieses Sache mit den Werten !!!

Dieses Problem haben wohl alles Generationen mit den jüngeren Mitgliedern dieser Gesellschaft.

Nein, mal im ernst:

Die "Putipät" scheint immer früher zu beginnen. Und die kids sind verwöhnter, als wir es vielleicht waren. Sicher ist ein Grund, das die Eltern weniger Zeit für ihren Nachwuchs haben und versuchen, dieses Defizit mit teuren Geschenken zu kompensieren. ( Meine Güte, so viele Fremdwörter ! )

Ein Danke für einen Schokoriegel, nun, das brauchen die vielleicht heute nicht mehr, denn das ist so selbstverständlich.

Außerdem scheinen die Erwartungen der Kids ebenfalls hoch zu sein, und Ihr als Teamer seit in der schwierigen Lage gewesen, die Annimation für die Kids spannend und vielseitig zu gestallten.

in der "heutigen" Zeit ist leider immer weniger die Gruppendynamik gefragt. Jeder ist irgendwie auf sich alleine gestellt. Wer nicht an sich selbst denkt, der kommt zu kurz.

Meine Tochter ist ja noch sehr klein, aber es gibt schon jetzt viele Mitmenschen in unserem Umfeld, die der Meinung sind, das wir ein verwöhntes Kind haben. Aus dem einfachen Grunde, das sie ein Einzelkind ist.
Ich lege wert darauf, das sie Bitte und Danke sagt. Das sie sorgsam mit ihren Sachen umgeht, weil eben nicht gleich alles neu gekauft werden kann.

Und ich wünsche mir, das sie emotional bleibt, sich traut mir zu sagen, wenn sie etwas bedrückt oder wenn sie sich über etwas freut.

Wie es allerdings aussieht, wenn sie in das "schwierige" Teeniealter kommt, weiß ich nicht, aber darüber mache ich mir Gedanken, wenn es soweit ist.

LG von Romara

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6. August 2002 um 14:55

Rastlosigkeit der Zeit
Hallo Supi,
ich denke, dass Dein Problem mit den Kids nicht nur in der Oberschicht kusiert. Die Zeit wird immer schnell lebiger und hektischer. Wie schnell bleiben da unsere Kinder auf der Strecke. Die Eltern mit schlechten Gewissen geben da den Kindern schnell mal einen Lutscher oder einen 5er in die Tasche, da sie gar keine Zeit mehr haben.
Aber das umdenken beginnt, bei sehr vielen. Meine Nichte ist inzwischen 12 Jahre alt und alleine hat sie super Manieren. Kommt darauf an, mit welcher Freundin, da lassen die Manieren zu wünschen übrig. So sind sie nunmal aber sie ist gut erzogen worden (bisserl übertrieben, damit eher die Werte des Anstandes gemeint).
Ich wollte auch immer arbeiten gehen und es ist immer noch mein Wunsch. Mein kleinster Sohn kommt jetzt in den Kindergarten aber meine Ziele sind abgesteckt. Ich möchte nur ein bischen raus unter Leute. D.h. meine Wochenarbeitszeit darf 16 Stunden nicht übersteigen, da ich nicht möchte, dass meine Kinder auf der Strecke bleiben. Von dem Geld werde ich mir eine Reinigungsfrau leisten, damit ich Zeit für meine Kinder habe (die durch die Arbeit verloren geht (zum putzen)). Tja, sie bekommen auch ihre Süßigkeiten aber es ist nicht selbstverständlich oder gar Selbstbedienung. Sie fragen, inzwischen mit Bitte und bedanken sich auch, wenn sie etwas bekommen (z.B. beim Einkaufen). An der Kasse wird generell nichts gekauft, das haben sie gelernt aber sie freuen sich auch über einen Schokoriegel, den ich aus dem Schrank zaubere, ohne dass sie gefragt hätten. Ich denke, dass wir Eltern gefordert sind unseren Kindern beizubringen, dass nicht alles selbstverständlich ist. Die Liebe zum Kind ist selbstverständlich, man kann gar nicht anders aber sollte diese auch nicht bei schlechtem Benehmen in Zweifel ziehen.
Unsere Kinder haben auch grosse Wünsche. Sie stehen häufiger vor mir und zeigen mir, was sie sich wünschen. Am liebsten natürlich gleich. Ich erkläre ihnen dann, dass man nicht alles haben kann und das gewisse Dinge auch Geduld erfordern. Eine Ritterburg von Playmobil schafft man nicht einfach unter dem Jahr daher. Das ist eher ein Fall für das Christkindl.
Ich gebe zu, wir verwöhnen unsere Kinder auch aber versuchen es im vernünftigen Rahmen zu halten. Aber versuchen im gleichen Zuge ihnen einen gewissen Anstand zu vermitteln und nicht alles als selbstverständlich anzusehen. Und vor allem viel Zeit und viel Liebe.
In zehn Jahren hören wir uns vielleicht wieder, wenn unsere Kinder auf Freizeiten mitfahren und ihre Betreuer ärgern. *ggg*

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6. August 2002 um 15:11

Hm, das war wohl...
eine ganz andere Klientel, als Du erwartet hattest...

Aber mal ehrlich, hattest Du ernsthaft Dank von pubertierenden Gören erwartet, die offenbar noch dazu ziemlich erzogen sind?
Das Ganze entwickelt natürlich auch in diese Richtung schnell eine Gruppendynamik und ob die Kinder zuhause genauso sind, läßt sich nur schwer sagen.

Offenbar habt ihr Teamer Euch irgendwie als Dienstleister und nicht als Erzieher gesehen.
Und das war (nach erstem Éindruck und erstem Lesen) anscheinend das große Problem.

Bei der Stelle mit der Mittagspause hätte ich ja fast laut lachen müssen!
1. Wer hatte in der Zeit die Aufsicht?
2. Ich habe noch nie Kinder erlebt, die freiwillig auf die Bedürfnisse von Personen Rücksicht nehmen, die sie als Dienstleister sehen und die auch so mit sich umgehen lassen.

Ich glaube, Ihr habt von den Kindern, die zwar in dem Alter immer schon groß sein wollen, es aber einfach nicht sind, ein wenig zu viel verlangt - zumindest zuviel an Rücksicht und Eigenständigkeit.
Die denken oft einfach nicht so weit, auch wenn sie es prinzipiell könnten.

Wenn es eine Mittagspause mit Ruhe geben soll, muß diese organisiert sein und auch durchgesetzt werden.
Von zuhause kennen die meisten das nicht.
Wenn man konsequent auf Ruhe bestanden hätte, hätten sie das vermutlich nach drei Tagen begriffen.
Man muß Kindern in dem Alter noch vieles erklären, damit sie Einsicht zeigen, anders geht es nicht.
Den Zusammenhang: Wir haben in der Mittagspause genervt, daher sind jetzt am Abend die Teamer gereizt., stellen sie noch nicht unbedingt her.

Es ist immer nett, den Kindern ein Freund und "nur" Betreuer sein zu wollen, aber erfahrungsgemäß funktioniert das einfach nicht!
Sowohl für Kinder als auch für die Betreuer ist es einfacher, wenn von vornherein feststeht, daß die Erwachsenen Erzieher sind und das Sagen haben - auch wenn sich das fies anhört.

Und mal ganz am Rande - ich ekle mich bis heute vor angeschmolzenen Süßigkeiten und selbt jetzt im Erwachsenenalter fällt es mir schwer, mich für etwas zu bedanken, daß mich einfach anekelt!
Vor was ekelst Du Dich?
Stell Dir vor, daß bekämst Du in die Hand gedrückt und dafür würde auch noch Dank erwartet!

Freut mich aber, zu hören, daß Ihr dennoch Spaß hattet!

Liebe Grüße, harter Kern

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6. August 2002 um 22:38
In Antwort auf megan_12750002

Hm, das war wohl...
eine ganz andere Klientel, als Du erwartet hattest...

Aber mal ehrlich, hattest Du ernsthaft Dank von pubertierenden Gören erwartet, die offenbar noch dazu ziemlich erzogen sind?
Das Ganze entwickelt natürlich auch in diese Richtung schnell eine Gruppendynamik und ob die Kinder zuhause genauso sind, läßt sich nur schwer sagen.

Offenbar habt ihr Teamer Euch irgendwie als Dienstleister und nicht als Erzieher gesehen.
Und das war (nach erstem Éindruck und erstem Lesen) anscheinend das große Problem.

Bei der Stelle mit der Mittagspause hätte ich ja fast laut lachen müssen!
1. Wer hatte in der Zeit die Aufsicht?
2. Ich habe noch nie Kinder erlebt, die freiwillig auf die Bedürfnisse von Personen Rücksicht nehmen, die sie als Dienstleister sehen und die auch so mit sich umgehen lassen.

Ich glaube, Ihr habt von den Kindern, die zwar in dem Alter immer schon groß sein wollen, es aber einfach nicht sind, ein wenig zu viel verlangt - zumindest zuviel an Rücksicht und Eigenständigkeit.
Die denken oft einfach nicht so weit, auch wenn sie es prinzipiell könnten.

Wenn es eine Mittagspause mit Ruhe geben soll, muß diese organisiert sein und auch durchgesetzt werden.
Von zuhause kennen die meisten das nicht.
Wenn man konsequent auf Ruhe bestanden hätte, hätten sie das vermutlich nach drei Tagen begriffen.
Man muß Kindern in dem Alter noch vieles erklären, damit sie Einsicht zeigen, anders geht es nicht.
Den Zusammenhang: Wir haben in der Mittagspause genervt, daher sind jetzt am Abend die Teamer gereizt., stellen sie noch nicht unbedingt her.

Es ist immer nett, den Kindern ein Freund und "nur" Betreuer sein zu wollen, aber erfahrungsgemäß funktioniert das einfach nicht!
Sowohl für Kinder als auch für die Betreuer ist es einfacher, wenn von vornherein feststeht, daß die Erwachsenen Erzieher sind und das Sagen haben - auch wenn sich das fies anhört.

Und mal ganz am Rande - ich ekle mich bis heute vor angeschmolzenen Süßigkeiten und selbt jetzt im Erwachsenenalter fällt es mir schwer, mich für etwas zu bedanken, daß mich einfach anekelt!
Vor was ekelst Du Dich?
Stell Dir vor, daß bekämst Du in die Hand gedrückt und dafür würde auch noch Dank erwartet!

Freut mich aber, zu hören, daß Ihr dennoch Spaß hattet!

Liebe Grüße, harter Kern

Hmmm
Hallöchen Harter Kern,

vielleicht hätte ich meinen Beitrag doch etwas ausführlicher schreiben sollen, so muss ich jetzt halt doch noch die ein oder andere Erklärung bringen.

Zu der Mittagspause und der Aufsichtspflicht: wir waren 4 Teamer, davon wollten sich immer gern 2 zurückziehen, während 2 die Aufsicht hatten, nach ner halben Stunde dann der Wechsel. Ist ja klar, dass die Kids in der Zeit net allein aufm Boot waren! Von daher war das schon organisiert.
Und vor allem auch mit den Kids abgesprochen: gönnt uns nacheinander ein halbes Stündchen Pause und danach gehts dann volle Kanne weiter. "Ja klar, kein Thema": am Anfang und nach jedem Schimpfen Verständnis auf Seiten der Kids. Doch wenn nach dem 3. Tag übel gelaunte Teamer aus der Pause zurück kommen und es dann halt keine stressfreie 2. Tageszeit gab bzw. die aufgewühlten kleinen Übeltäter ma wieder Regelverstöße ohne Ende verübt hatten (es geht ja net nur darum, dass wir net pennen konnten. Sondern eher, dass es gefährlich ist, auf dem Boot zu rennen oder auf Reeling direkt über der Schraube zu sitzen.), dann mussten sie halt ne halbe Stunde früher in die Heia. Und sag mir net, dass 11 bis 13jährige zu blöd sind, das zu kapieren. So kommt das nämlich grad rüber.
Hallo? Ich hab als Kind genug Bockmist verzapft und bin in meinen Freizeiten den Betreuern genug auf die Nüsse gegangen. Aber wenn es dann notwendige Sanktionen gab, hab auch ich gerafft, dass man einfach mal nicht so die ### raus lässt, trotzdem Spaß hat und viel mehr zurück bekommt. Nicht im materialistischen Sinne, sondern in Form von mal länger aufbleiben oder auch ma Fünfe grade sein lassen. Jedes Kleinkind ist doch in der Lage, nachdem es 3x auf die Schnauze gefallen ist, zu erkennen, dass es dann halt einen anderen Weg geht, wenn der altbekannte zu holprig ist!!

Und das mit den Süßigkeiten war doch nur ein Beispiel. Da wurde sich sogar aufgeregt, wenn es mal nicht mitten auf dem Koppkissen lag, sondern zur Seite verrutscht (aber immer noch gut sichtbar) war und die lieben Kleinen ihre Glotzer nicht genug aufgemacht haben. Oder wenn es halt mal einen Tag keins gab (das sollte ja eh keine jeden-Tag-Überraschung sein "Seid ihr aber scheiße, heut gabs ja gar nix").

Btw: ich ekel mich vor vollgekackten Klobrillen, Binden in der Schüssel und Kids, die man unter die Dusche zerren muss, weil sie 3 Meilen gegen den Wind stinken und nur 1x in 2 Wochen duschen gehn. Auch so ne Sache, die heute wohl net klappt...

Teamer = Freund oder Teamer = Erzieher war eigentlich gut gelöst. Wir hatten 2 18 bzw. 19jährige Teamer, die waren eher großer Bruder/Schwester und dann noch 2 23 bzw. 25jährige, die eher "Chef" waren und das wurde auch so gesehn. Das war ne gesunde Mischung, denke ich. Ob wir Dienstleister waren? Hmm, in erster Linie doch wohl schon, schließlich war ich für die 2 Wochen wo angestellt, hatte klare Absprachen zu befolgen. Ist ja nicht anders als auf der Arbeit auch. Nur, dass hier nix produziert wurde....

Ich glaub nicht, dass wir zuviel verlangt haben. Was meinstn, was losgewesen wäre, wenn wir net jeden Tag gesagt hätten "rennt nicht, sitzt nicht auf der Reeling, haltet mal Ruhe, hier ist auch noch ne Skipper-Family an Bord"? Dann wären wir wohl mehr als 1x im Krankenhaus gewesen oder hätten einige früher nach Hause schicken müssen. Es gab halt ne Menge Dinge, die wir von der Organisation her weitergeben mussten. Die sind da sehr streng und wir halten das auch so. Basta!

Und komischerweise hat es in den anderen Freizeiten funktioniert...

Nix für ungut und LG von Supi

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10. August 2002 um 17:11

Also...
Liebe Layla

jetzt muß ich doch mal was loswerden, was mir schon länger auf der Zunge liegt.

Ich finde es Klasse daß Du Dich trotz der Umstände, die in Deiner Schule geherrscht haben nicht hast unterkriegen lassen. Ich kann mir vorstellen, daß der Druck zum Teil unhimlich groß war, eben weil Du nicht immer mit den teuersten und angesagtesten Klamotten in die Schule kamst.

Außerdem ist nichts für ein gutes Selbstbewußtsein besser, als wenn man sieht, daß man es auch ohne Mama's und Papa's Geld zu was bringt.

Nun laß Dir das Lob nur nicht zu Kopf steigen *ggg* * mahnend den Finger hebt* sonst muß ich eine Schnur an deinen Fuß binden, damit Du nicht ganz abhebst

Bleib wie Du bist

Liebe Wochenendgrüße
Buffy

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14. Oktober 2002 um 12:45

Vergiss es...
Hallo Supi!

Ich muss dir leider sagen, dass alle (Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel) Kinder so sind.
Und Schuld gebe ich den Eltern!!!!!!

Ich könnte dir da tausend Geschichten erzählen. Also mal eine als Beispiel:

Ich war mit meiner damals gerade 2jährigen Tochter auf einem Spielplatz. Natürlich fand sie die Rutsche superinteressant. Bis ich mit ihr zur Rutsche hingegangen bin, war sie absolut leer. Kaum standen wir kurz davor, kamen zwei Mädchen (ca 4 und 8 Jahre) und wollten auch rutschen. Damit hab ich ja auch kein Problem. Eine Krise hab ich erst gekriegt, als diese beiden Gören dann Sand mit nach oben genommen haben, und ihn nicht runterrutschen liessen, sondern ihn meiner Tochter beim Hochklettern ins Gesicht streuten. Ich hab die beiden natürlich geschimpft. (Die Eltern der beiden, die nur 5 Meter weiter weg saßen hat das alles übrigens nicht interessiert!) Als die beiden Mädels dann nach einiger Zeit abgezogen sind, habe ich meine Tochter auf die Seite gepackt, und bin selbst ein paar Stufen der Rutsche hoch, um den Sand runterzuputzen. (ich hab ihn auch nicht rutschen lassen...) Was ich nicht bemerkt habe, war, dass die beiden Mädels unter mir standen. Die haben sofort das heulen angefangen, als sie eine Ladung Sand im Gesicht hatten. Und schon fiel ihren Eltern ein, dass sie doch glatt auch mal was sagen könnten - und nicht nur dass! Wenn mein Schwiegervater nicht sofort zwischen die rasenden Eltern und mich gegangen wäre, dann hätte ich nach dieser Begegnung sichlich nicht so gut ausgesehen.

Und die Moral aus der Geschicht:

Die Kinder lernen doch von ihren Eltern, dass die anderen egal sind und nur sie wichtig sind!

Grüß von

Trinity

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