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Selbstmordgedanken wegen vater-alkoholiker

30. Dezember 2008 um 11:58 Letzte Antwort: 30. Dezember 2008 um 23:54

Hallo,

ich hoffe hier finde ich jemanden, der mir einen Rat geben kann.

Vor einem Monat ist meine Cousine (23) zu mir vor ihrem Vater (Alkoholiker) geflüchtet. Sie leidet unter starken Depressionen, denkt und spricht vom Tod. Es ist für mich schockierend, dass es dieselbe, damals fröhliche, humorvolle, warme und starke Frau ist. Heute hat sie eine ekelhafte Ausstrallung. Ich tue mein Bestes, aber so langsam fühle ich mich überfordert: alles was sie macht und sagt macht mir Angst, zum Teil wütend. Ich muss mich stark unter Kontrolle halten, ich bin eine sehr ruhige Person und wurde sehr selten im Leben aggressiv. Sie schaft es leider mich soweit zu bringen. Es ist für mich eine große Belastung, die mich überfordert. Mein eigenes Leben macht kein Spaß mehr.

Ich würde gerne was gegen die Alkoholsucht von ihrem Vater unternehmen. Er trinkt das härteste, was es gibt, wird gewalttätig, letztens hat meine Cousine erzählt, wie er eine Fensterscheibe eingeschlagen hat, dann mit den Fäusten in die Scherben geballt, womit er sich natürlich verletzt hat, viel geblutet und dann die Wohnung mit Blut vollgeschmiert. Sie hat noch 2 10-jährige Zwillingsbrüder, die sich das angesehen haben.
Sie rief die Polizei an, er wurde abgeholt, nach 2 Tagen wieder freigelassen! Er hat schon öfter versucht Therapien zu machen, hat jedesmal abgebrochen. Von der Polizei wurde er auch schon sehr oft abgeholt, aber jedesmal kommt er wieder nach Hause und der Horror geht weiter.

Ich weiß nicht weiter, was kann man machen? Ihre Mutter ist zur Zeit bei meiner Mutter mit den Kindern, aber bald muss sie nach Hause zurück, wegen Arbeit und die Kids mussen zur Schule.
Wie soll man mit der Polizei reden? Ich bin so wütend darüber, dass ich sogar überlege diese Geschichte in Medien zu veröffentlichen.

Ich weiß es gibt unter euch viele, die ihre eigenen Dramen erleben, ich hoffe jedoch, dass jemand den Ausweg kennt...

Grüß

Chloe

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30. Dezember 2008 um 22:10

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen,
es gibt zwei Kranke in so einer Geschichte, das ist der Abhängige und das sind die Co.Abhängigen. Welche Hilfe hat sich deine Cousine gesucht. Welche Hilfe hat sich die Mutter deiner Cousine gesucht. Was machen sie gegen das alles. Es ist nicht deine Aufgabe deine Cousine und deren Familie zu therapieren. Du kannst ihr helfen einen Kontakt zu Beratungsstellen herzustellen. Du kannst sie mal dorthin begleiten aber mehr kannst du nicht tun. Es gibt jede Menge Bücher über Abhängigkeit und Co. Abhängigkeit. Schau mal bei www.amazon.de nach. Die Gesellschaft ist nicht immer gut und richtig. Wir alle sind aber Teil dieser Gesellschaft und gestalten mit. Und man kann nicht für alles die Verantwortung an einer Türe abliefern. Es gibt sehr schlimme ungeheuerliche Fälle, wo Menschen im Stich gelassen werden. In eurem Fall muß ich dich einfach mal bitten den Blickwinkel zu ändern.
Gruß Melike

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30. Dezember 2008 um 23:54
In Antwort auf melike13

Du vergleichst hier Äpfel mit Birnen,
es gibt zwei Kranke in so einer Geschichte, das ist der Abhängige und das sind die Co.Abhängigen. Welche Hilfe hat sich deine Cousine gesucht. Welche Hilfe hat sich die Mutter deiner Cousine gesucht. Was machen sie gegen das alles. Es ist nicht deine Aufgabe deine Cousine und deren Familie zu therapieren. Du kannst ihr helfen einen Kontakt zu Beratungsstellen herzustellen. Du kannst sie mal dorthin begleiten aber mehr kannst du nicht tun. Es gibt jede Menge Bücher über Abhängigkeit und Co. Abhängigkeit. Schau mal bei www.amazon.de nach. Die Gesellschaft ist nicht immer gut und richtig. Wir alle sind aber Teil dieser Gesellschaft und gestalten mit. Und man kann nicht für alles die Verantwortung an einer Türe abliefern. Es gibt sehr schlimme ungeheuerliche Fälle, wo Menschen im Stich gelassen werden. In eurem Fall muß ich dich einfach mal bitten den Blickwinkel zu ändern.
Gruß Melike

Danke!
Danke Melike für die Antwort! Ich versuche mich zu distanzieren, in diesem Fall wünsche ich mir das mehr als alles andere. Das Problem ist, sie ist bei mir ohne Vorwarnung aufgetaucht und in ihrem Zustand merkt sie nicht wie das mein eigenes Leben beeinflußt. Ich glaube sie denkt "dir gehts gut, was weißt du schon von elend" etc...
ich versuche sie wach zu rütteln, aber jedesmal habe ich Angst, dass wenn ich was falches sage, bringt sie sich noch um oder so...

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