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Sehr aggressiv und gereizt meinem Sohn gegenüber ...

23. Oktober 2014 um 13:43

zuerst einmal möchte ich hier festhalten, dass ich viel gegoogelt & viel in Foren zu diesem Thema gelesen habe, jedoch selbst auch meinem Kummer ein bisschen von der Seele schreiben möchte , ohne verurteilt zu werden , da es für mich ohnehin eine sehr belastende , beschämende und zugleich sehr traurige Situation ist .

Ich bin alleinerziehend und habe einen 40 Stunden Job, mein Sohn (6 Jahre ) hat im September mit der Schule begonnen und seitdem hat sich alles verändert , ich bin mit Situationen konfrontiert , die ich all die Jahre zuvor nicht hatte.

Laut Lehrerin ist er zu anderen Kindern "gemein" und sein soziales Verhalten lässt mehr oder weniger zu wünschen übrig. Er könne Streitsituationen noch nicht richtig beurteilen und sich darin nicht richtig verhalten etc. , er provoziert und ärgert andere Kinder , versteckt Sachen ..


In unserer Freizeit gab es noch nie solche Probleme mit anderen Kindern, ja kleine Streiterein , die , die Kinder von selbst aber wieder geregelt haben.
Er ist wirklich sehr lieb zu anderen Kindern & mir wäre noch nie aufgefallen , dass er bösartig oder gemein wäre. In der Schule ist dies zumindestens lt. Lehrerin ganz anders, lt. ihrer Aussage ist er ausserdem sehr unruhig & braucht viel Bewegung . Sie ist keine Psychologin , aber ob dies nicht mit ADHS in Verbindung gebracht werden könnte ?!!!!

Ich wurde nun desöfteren von Ihr angerufen , wie auch in der Schule aufgehalten , damit sie mit mir diese Situationen besprechen kann, mittlerweile hat sich in mir so ein Psychischer Druck aufgebaut , dass es mir jeden Tag unter der Woche davor graut , ihn von der Schule abholen zu müssen. So wie sie mir das ganze beschreibt, so kenne ich meinen Sohn nicht !
Nächsten Mittwoch müssen wir bzw. ich zu einer "Beratungslehrerin" .

Mich belastet dies mittlerweile so sehr, dass ich jede Kleinigkeit die mein Kind zuhause macht, auf die Waagschale lege & einen Schreianfall bei den kleinsten Sachen bekomme. Ich schreie so laut, dass ich zittere & das Gefühl habe mein Brustkorb zerspringt gleich.
Bei den kleinsten Sachen flippe ich aus, angefangen mit der Schule , was für Sachen da wieder vorgefallen sind, weiter geht das dann mit dem zu langsamen anziehen, das trödeln , dass dauernde Wiederholen was für Aufgaben er nun zu machen hat " geh bitte Zähneputzen " all das überfordert mich zur Zeit, er kann es mir nicht recht machen - allein wenn er anfängt zu sprechen mit " Mama darf ich ... " bin regelrecht genervt .. genervt von meinem eigenen Kind Ich finde immer wieder etwas neues was mich momentan auf die Palme bringt ..

Mein Kind steht vor mir und ich brülle ihn so dermassen an, dass ich das Gefühl habe mein Herz springt mir aus der Brust, ich sehe sein Gesicht & wie sich die Augen mit Tränen füllen ... wie ihm eine Träne die Wange hinunterollt ... & trotzallem brülle ich weiter ..
Es braucht eine Weile bis dieser "Schreianfall" vorbei ist & dann tut mir alles schrecklich leid, ich kann ihn nicht unterdrücken ... er platzt einfach so aus mir aus & dann fliegen evtl. auch mal Türen zu aus Wut ...

Wobei ich hier betonen möchte, dass ich mein Kind NIE geschlagen habe oder der gleichen, es geht wirklich um die verbalen Aussagen .. die ihn natürlich genauso verletzen , das sehe & merke ich , wie traurig ich ihn mache, wie schlecht er sich fühlt , ich weiß nicht wie ich das ganze wieder unter Kontrolle bekomme & warum dies so schlagartig gekommen ist.
Ich liebe meinen Sohn über alles und ich schäme mich dafür, mit meinen Kind nicht mehr normal reden zu können, nicht mehr die Geduld aufbringen zu können ihm Sachen zu erklären - im Moment bin ich eine schlechte Mutter und es tut sehr sehr weh dies selbst von sich behaupten zu müssen ...

Jeder hat mir gesagt , dass sich in der Schule einiges ändert wird, aber das ist für uns eine 180 Grad Drehung

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27. Oktober 2014 um 2:14

Hallo stadionsucht
Erst einmal- du bist keine schlechte Mama. Nur etwas überfordert mit der Situation.

Was sagt den dein Sohn zu den Anschuldigungen von der Lehrerin? Wird er vielleicht gehänselt und er wehrt sich einfach? Ist er selbst ünerfordert oder sogar unterfordert?

Ich finde es arg wichtig, dass du deinem Sohn die Gelegenheit gibst die Geschehnisse aus seiner Sicht zu erklären, denn oftmals bekommen Lehrer nur einen Bruchteil von einer Situation mit. Schaffe wieder eine Basis mit deinem Sohn, in der er sich traut dir seine Sorgen, Ängste usw. anzuvertauen, im Wissen, dass er ernst genommen wird und du ihm hilfst.

Desweiteren finde ich es sehr wichtig, dass du ihm klar machst, dass diese Schreiattacken von dir, nicht gut sind. Das es dir leid tut und du ihn liebst egal was kommt. Dass jeder Mensch fehler macht- auch die Mama. Es ist wirklich wichtig, dass er versteht, dass du so reagierst weil du dir Sorgen um deinen Sohn machst und nicht weil er in deinen Augen alles falsch macht. (Also dass er das denken könnte)

Versuche dich aus der Situation zu nehmen, bevor es zu diesen Schreiattacken kommt. Wenn du merkst es bricht aus dir raus, dann geh frische Luft schnappen, aufs Klo oder sonst was. Geh weg und lass deine 1. Wut verrauchen und versuche dann in Ruhe mit deinem Sohn darüber zu sprechen.

Geht er in einen Sportverein? Hat er ein Hobby um einen Ausgleich zur Schule zu haben? Sucht euch etwas was euch beiden Spass macht und kommt euch so wieder etwas näher. Vertraue auf dein Baugefühl und lass dich nicht zu sehr von der Lehrerin verunsichern. Aber wichtig ist auch, dein Sohn deine Verunsicherung nicht spüren zu lassen.

Viel Glück und Kraft für die Zukunft.

Liebe Grüsse

Sabi

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