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Schwieriges Kind?

21. Dezember 2011 um 11:13

Hallo ihr Lieben!

Ich brauche grade mal ein offenes Ohr und auch Rat
Mhh, wo fange ich an?!
Also, meine Tochter ist 1 Jahr und zwei Wochen alt. So rein Entwickelungstechnisch liegt sie über dem Durchschnitt laut Kinderarzt...man selber kann sowas ja nie genau sagen. Sprechen übt sie...da, haben, Happa...alles altersgerecht.

Aber jetzt kommt mein Problem: Sie macht uns hier wirklich die Hölle heiß! Sie kann es nicht akzeptieren, wenn wir beide in der Wohnung unterwegs sind, Verbote ignoriert sie entweder (was ja auch noch ziemlich normal ist) oder bekommt einen hysterischen Wutausbruch...das volle Programm...nach hinten Fallen lassen und brüllen. Das alleine finde ich ja auch noch nicht unnormal...aber sie lässt sich danach nicht beruhigen und schreit einfach weiter. Aufhören tut sie nur, wenn sie etwas ablenkt. Wobei wir beim nächsten Punkt sind, der mir Sorgen bereiten. Beim Essen darf nichts anderes auf dem Tisch stehen, keine Ablenkung darf während des gesamten Essens auftauchen, sonst ist es vorbei...der nächste Schreianfall und das Brot oder Mittag klebt überall.

Fremde Leute kann sie gar nicht akzeptieren und wenn sie dann noch jemand anfasst ist ganz Land unter.

Schlafen...ja...wann habe ich das letzte Mal geschlafen. Ich erinnere mich nur daran, dass der Einschlafkampf gestern bis um 2:33 ging...

Ich selber bin Sozialarbeiterin...und deswegen vielleicht auch ein bisschen überbesorgt, weil ich einfach weiß, was aus Kinder mit solchen Problematiken wird...

Ich bin einfach im Moment ziemlich am Ende...sie war schon immer ein sogenanntes "Schreikind":..aber im Moment mache ich mir wirklich Sorgen!

Vielleicht habt ihr ja ein paar Tipps...

Liebe Grüße

Fischen


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21. Dezember 2011 um 14:19

Ach ja
so was Ähnliches haben wir gerade mit unserem 1,5 Jährigen hinter uns.
Schreien, nach hinten schmeißen, Kopf an die Wand schlagen, hysterische Anfälle sobald ich das Zimmer verlassen habe, nachts alle 1-2h wach.....

Wir haben das ca. 6Wochen mitgemacht, weil wir dem Irrglauben erlegen waren, daß es sich um eine kurze Phase handelt, wie sie sein großer Bruder auch immer mal wieder hatte. Der mußte so ab und zu mal 1-2 Wochen bei Mama sein und schlafen, dann ist er von selbst wieder in sein Bett.

Gut, vor ein paar Tagen also hat es uns schlicht und ergreifend gereicht - ich konnte kaum noch aufrecht stehen - und wir haben den Kleinen mittags in SEIN Bett gelegt. Resultat: 1,5h lautes Gebrüll. Um 15 Uhr haben wir ihn rausgeholt und bis 19:30 Uhr wach gehalten. Dann wieder in SEIN Bett. Resultat: Kind hat mich angelächelt und ist mit seiner Einschlafflasche seelig eingeschlafen.
Nächster Tag: Mittags wieder Bett Verweigerung, abends wie beschrieben.

Also, was tun? Heute haben wir nun einfach mal länger gewartet. Wie du siehst, es ist nun 14:15 Uhr und ich kann hier sitzen. Mein Kind liegt seit ca. 10Minuten in SEINEM Bett und schläft. Ich wecke ihn um 15 Uhr, dann geht er heute abend wieder um 19:30 Uhr schlafen. Ich denke, das wird klappen.

Gleichzeitig mit dieser "Laß ihn mal schreien" -Nummer ist ihm übrigens auch das rumsauen beim Essen vergangen, er leert auch seine Tasse nicht mehr aus. Ich darf das Zimmer verlassen, wenn noch jemand anderes da ist.

Mein Tip von demher an Dich: Mittags nur noch kurz schlafen lassen und erst dann hinlegen, wenn sie müde ist. Dann wach halten bis abends und abwarten, was passiert. Vielleicht funktioniert das auch bei euch?

Ansonsten weiter beobachten, wie sie sich entwickelt. Manche Verhaltensweisen sind einfach Phasen, die ansonsten nichts weiter zu bedeuten haben. Das bleibt aber einfach abzuwarten.

LG und Kopf hoch!
Zimt

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21. Dezember 2011 um 18:37

Konsequent bleiben!
Hallo,
ich bin Erzieherin und habe schon einiges an Erfahrung mit Kleinkindern.

Dass deine Kleine keine fremden Leute mag, ist in ihrem Alter normal. Man nennt das "Fremdeln" (meist zwischen 7 Monaten und 1,5 Jahren) - Da sind die Kinder von Mutter Natur aus einfach sehr Mama bezogen, sozusagen als Selbstschutz. Das vergeht aber mit der Zeit wieder und du wirst, wenn du mal fünf Minuten länger im Kindergarten anwesend bist, von deinem eigenen Kind heeschickt

Zu Wutausbrüchen würde ich den Tipp geben, das Kind einfach mal schreien zu lassen. Das ist nervenaufreibend, aber wenn man sofort angerannt kommt, wenn das Kind murrt, dann zeigt man ihm, dass das funktioniert und sein Fazit ist dann: Ok, das mach ich immer so!
Am besten ist es, wenn man in bestimmten Situationen immer gleich reagiert, damit dein Mädel eine Kontinuität in deinem Handeln erkennt. Es wird immer wieder mal passieren, dass dein Kind dich und deine Reaktionen austestet. Lass dich nicht aus dem Konzept bringen, verfalle nicht in Panik, sondern überlege dir, wie du in bestimmten Situationen handelst.

- Das Kind schmeißt etwas runter? Deutlich "Nein" sagen und den Gegenstand mit dem Kind wieder aufheben. Beim dritten Mal runterwerfen, den Gegenstand der "Begierde" einfach wegräumen. Tja, dann kann das Kind eben nicht damit spielen, damit muss es sich abfinden.
- Deine Tochter hat wieder einen Schreianfall? Wenn sie keinen triftigen Grund dazu hat, will sie nur Aufmerksamkeit - Die bekommt sie so aber nicht, also nicht beruhigen, sondern sich in guter Entfernung mit irgendetwas interessantem beschäftigen. Wenn das Mädel jetzt neugierig wird, hört sie auf zu schreien, kommt zu dir und schaut, was du machst. Jetzt darfst du auf sie eingehen, so bestärkst du sie in ihrem Interesse für die Umwelt.

Beim Schlafen gehen brauchen Kleinkinder einen normalen Rhythmus. Den zu finden ist gar nicht leicht, da musst du einfach sensibel dafür werden, wann dein Kind seine Downphase am Tag hat. Außerdem brauchen Kinder Rituale - z.B. eine Gute-Nacht-Geschichte oder zusammen beten oder ein Lied. Bleib nicht die ganze Zeit bei deinem Kind, sondern sag, dass alles gut ist und du nebenan im Zimmer bist. Dann gehst du raus. Das Kind wird weiter schreien, aber du bleibst standfest und gehst erst nach zehn Minuten wieder rein. Du sagst wieder das gleiche, gehst wieder raus, wartest wieder zehn Minuten. Dein Mädchen sieht dann, dass die Mama wieder kommt - sie ist nicht weg. Sie lernt dir dahingehend zu vertrauen und nach ein paar Abenden auf diese Weise wird es sicher bald funktionieren mit dem einschlafen.

Rituale sind auch für den Rest des Tages ganz gut. Mittags vor dem Essen (übrigens am Besten auch immer zur gleichen Zeit, sie ist ja jetzt groß genug) beten oder einen Guten-Appetit-Spruch aufsagen, nachmittags zum Aufräumen ein Aufräumlied ("Eins, zwei, drei, das spielen ist vorbei. Auf dem Tisch und auf dem Boden, wird nun alles aufgehoben. Eins, zwei, drei, das Spielen ist vorbei")...

Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.
LG

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21. Dezember 2011 um 23:43

Ich kann dich beurhigen
kenne das von mir, mein kleiner ist jetzt 16 Monate und war auch ein Schreikind, wie oft lag ich weinent im Bett, weil ich ihn nicht beruhigen konnte, aber das hat sich dann alles selbst geregelt, naja fast alles mit dem essen ist das so ne Sache, er isst nur das was alle essen und ich darf sein essen, noch seine Gabel anfassen, sonst ist es mit Heiterkeit vorbei! Zum schlafen naja vllt. Zähne, Bauchschmerzen oder einfach nicht müde, die kleinen quälen sich dann da sehr, ich versuche meinen immer schön auszupowern vom schlafen gehen und es klappt, er schläft und wenn nicht wie gesagt dann Zahnt er oder hat Bauchschmerzen aber sowas merkt man ja dann als Mami ich habe eher ein anderes Problem mit ihm, er ist sooo anhänglich, nicht mal zum Papa will er gehen und wehe er spürt mich Nachts nicht, dann ist er sofort wach und ich schlafe schon seit Monaten nicht mehr Wer nicht hören will, muss fühlen, wenn unserer meint ein Aufstand machen zu müssen, mache ich mit, hilft meinstens wenn nicht ab ins Bett, sonst nimmt er das ganze Zimmer aus, nach fünf Minuten hole ich ihn wieder und siehe da das Kind hat verstanden! Viel Glück

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28. Dezember 2011 um 18:14

Kennst du
die kloeters briefe? das sind elternbriefe mit ganz praktischen erziehungstipps. diese briefe haben meine meinung über erziehung sehr verändert und mir einige sicherheit gegeben- ich weiß nun, dass ich das verhalten meiner tochter immer verändern kann, indem ich mein eigenes verhalten ändere.
wenn du magst, schau mal hier rein:
http://www.kloetersbriefe.de/

http://www.stillen-und-tragen.de/forum/viewtopic.php?f=36&t=139725

Es gibt 7 Leitsätze:

Achte auf den Gesichtsausdruck Deines Kindes: Hier geht es darum, die Verfassung des Kindes (aber auch von sich selbst, des Partners usw.) "lesen" zu lernen. Zu erkennen, wie es dem anderen geht. Man unterscheidet Augenblicksstimmung und Grundstimmung. Während die Augenblicksstimmung natürlich recht schnell wechselt, ist die Grundstimmung etwas schwerer zu erkennen, aber sie ist das A und O des Umgangs miteinander, die Basis
Tröste Dein Kind, wenn es weint: Immer, es sei denn, Du kannst das gerade nicht (weil Du zu sauer bist) oder das Kind möchte nicht. Ansonsten immer trösten!
Sprich leise und freundlich: (oder laut und freundlich) aber eben freundlich, zugewandt
Setze Gebote richtig durch: Vormachen - Vorsagen und / oder Ankündigen - Abwarten - Üben; In Notfällen: Ruhig und bestimmt durchsetzen! Auf der Forderung bestehen. Freundlich zwar, darum aber nicht weniger beharrlich. Gebote sind die meisten Alltagsregeln, die man in seiner Familie festgelegt hat. Z.B.: Wir waschen uns die Hände vor dem Essen. Komm, wir machen das jetzt.
Setze Verbote richtig durch: Freundlich bagatellisieren: Das kann schon mal passieren; Ist nicht so schlimm. - (Ablenken) In Notfällen und bei Lebensgefahr: Ruhig und bestimmt verwehren. Besonders hartnäckige (nicht lebensgefährliche "Unarten") - Erster Schritt: Immer wieder mit Worten billigen. Beim Schnullern kann das z.B. ein guter weg sein...
Sei konsequent im wohlverstandenen Sinne: Dabei meint wohlverstanden, daß man auf die Stimmung des Kindes (bzw. auch sich selbst) Rücksicht nimmt. Hat das Kind eine gute Grund/Augenblicksstimmung, fordert man; ist die Stimmung eher schlecht, gibt man nach. Aber immer nur so weit, wie man es ohne Zähneknirschen, Augenverdrehen machen kann! Es sei denn, man hat, um wieder eine gute Grundstimmung zu erreichen, für eine Zeit beschlossen, sich zu "unterwerfen", aber auch das muß man mit gutem Gefühl tun...
Tue etwas für Dich selbst: Ganz wichtig. Man muß sich selbst sozusagen in guter Stimmung erhalten. Dann geht alles weitere viel leichter von der Hand

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31. Dezember 2011 um 13:36
In Antwort auf alassea88

Konsequent bleiben!
Hallo,
ich bin Erzieherin und habe schon einiges an Erfahrung mit Kleinkindern.

Dass deine Kleine keine fremden Leute mag, ist in ihrem Alter normal. Man nennt das "Fremdeln" (meist zwischen 7 Monaten und 1,5 Jahren) - Da sind die Kinder von Mutter Natur aus einfach sehr Mama bezogen, sozusagen als Selbstschutz. Das vergeht aber mit der Zeit wieder und du wirst, wenn du mal fünf Minuten länger im Kindergarten anwesend bist, von deinem eigenen Kind heeschickt

Zu Wutausbrüchen würde ich den Tipp geben, das Kind einfach mal schreien zu lassen. Das ist nervenaufreibend, aber wenn man sofort angerannt kommt, wenn das Kind murrt, dann zeigt man ihm, dass das funktioniert und sein Fazit ist dann: Ok, das mach ich immer so!
Am besten ist es, wenn man in bestimmten Situationen immer gleich reagiert, damit dein Mädel eine Kontinuität in deinem Handeln erkennt. Es wird immer wieder mal passieren, dass dein Kind dich und deine Reaktionen austestet. Lass dich nicht aus dem Konzept bringen, verfalle nicht in Panik, sondern überlege dir, wie du in bestimmten Situationen handelst.

- Das Kind schmeißt etwas runter? Deutlich "Nein" sagen und den Gegenstand mit dem Kind wieder aufheben. Beim dritten Mal runterwerfen, den Gegenstand der "Begierde" einfach wegräumen. Tja, dann kann das Kind eben nicht damit spielen, damit muss es sich abfinden.
- Deine Tochter hat wieder einen Schreianfall? Wenn sie keinen triftigen Grund dazu hat, will sie nur Aufmerksamkeit - Die bekommt sie so aber nicht, also nicht beruhigen, sondern sich in guter Entfernung mit irgendetwas interessantem beschäftigen. Wenn das Mädel jetzt neugierig wird, hört sie auf zu schreien, kommt zu dir und schaut, was du machst. Jetzt darfst du auf sie eingehen, so bestärkst du sie in ihrem Interesse für die Umwelt.

Beim Schlafen gehen brauchen Kleinkinder einen normalen Rhythmus. Den zu finden ist gar nicht leicht, da musst du einfach sensibel dafür werden, wann dein Kind seine Downphase am Tag hat. Außerdem brauchen Kinder Rituale - z.B. eine Gute-Nacht-Geschichte oder zusammen beten oder ein Lied. Bleib nicht die ganze Zeit bei deinem Kind, sondern sag, dass alles gut ist und du nebenan im Zimmer bist. Dann gehst du raus. Das Kind wird weiter schreien, aber du bleibst standfest und gehst erst nach zehn Minuten wieder rein. Du sagst wieder das gleiche, gehst wieder raus, wartest wieder zehn Minuten. Dein Mädchen sieht dann, dass die Mama wieder kommt - sie ist nicht weg. Sie lernt dir dahingehend zu vertrauen und nach ein paar Abenden auf diese Weise wird es sicher bald funktionieren mit dem einschlafen.

Rituale sind auch für den Rest des Tages ganz gut. Mittags vor dem Essen (übrigens am Besten auch immer zur gleichen Zeit, sie ist ja jetzt groß genug) beten oder einen Guten-Appetit-Spruch aufsagen, nachmittags zum Aufräumen ein Aufräumlied ("Eins, zwei, drei, das spielen ist vorbei. Auf dem Tisch und auf dem Boden, wird nun alles aufgehoben. Eins, zwei, drei, das Spielen ist vorbei")...

Ich hoffe, das hilft dir ein bisschen weiter.
LG


Warum in aller Welt darf ein Kind nicht merken, dass es funktioniert, dass man getröstest wird, wenn man weint!
Das man zum Frühstück die Schokolade dennoch nicht rausrückt ist doch ein gaanz anderer Schuh, als das Kind dann aber auf dem Arm zu haben.


Ich verstehe sowieso immer nicht, wie man entscheiden kann, wann das Kind einen Grund zum sauer sein hat und wann nicht. Man merkt doch an der Reaktion des Kindes DASS es wütent/traurig/frustriert/verzweifelt ist...das kann man doch wohl kaum mit 'nem anderen Kopf entscheiden.

Das mit der interessanten Beschäftigung finde ich gut, mein Sohn war oft damit wieder einzufangen wenn ich ein aktuellen Lieblingsbuch rauskramte, das wollte er dann auch angucken. Allerdings musste ich ihn dazu leicht auf meinen Beinen sitzen haben, weil er sonst so weg war, dass er gar nichts mitbekam! Da muss man wohl jemeils für das Kind die passenden Methoden erst rausfinden.


Naja...und das Fremdeln ist auch nicht in jedem Falle 'normal'. Natürlich muss auch überdurchschnittliches Fremdeln nicht gleich Grund zur Aufregung sein..meiner Fremdelte auch sehr stark, deutlich mehr als die KInder, die ich sonst je erlebt habe und man kann natürlich dennoch einen Umgan damit finden...aber man muss auch einen Umgang damit finden und sollte sein Kind da doch auch einordnen können oder? Also, ich finde ständiges losschreien bei anderen Leuten oder wenn was anderes auf dem Tisch steht, steht hier schon für ein sehr sensibles Kind.


Man muss da aber wohl insegesamt die Erfahrung im Kindergarten und zu Hause unterscheiden können. Im Kindergarten funktioniert schreien lassen wahrscheinlich besser, weil weder die Kinder noch die Erzieherinnin die Kraft hätten, auf alle Kinder einzugehen. Aber zu Hause hat man in der Regel die Kraft und die Zeit, sich für eine nachhaltigere Erziehung zu entscheiden....heißt nach meiner Meinung, dass man Verantwortung für das Kind übernimmt (es versteht und aus dem Kind rausarbeiten kann z.B) und nicht auf Nothilfmittel wie schreienlassen zurückgreifen muss, damit das Kind schnell ruhig bleibt.
Schließlich soll das Kind später ja auch Verständnis zeigen können.

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31. Dezember 2011 um 13:50

Ich kann nur Mut machen
und sagen, dass sich vieles mit der Entwicklung noch herausarbeiten kann!
Ich hatte ein sehr sensibles Baby...wenig Schlaf, viel Schreien und jede Menge im Alltag zu beachten. Bei uns durfte oft auch nicht der Papa sein Essen auf den Tisch stellen und ich durfte es auch nur, wenn er es vom richtigen Winkel aus sehen konnte...Fremde Leute und KInder? Ein großes Problem. Mit seinen Großeltern sprach er sehr sprärrlich (nur das Nötigste) vom Papa ließ er sich oft kaum nehmen (mag ja für das Kind in DEM Moment noch kein Problem sein...aber für die Mama!) wir sind viel zum Spielplatz, weil er so zappelig war und sich dort gut austoben konnte..allerdings wollte er mit mir fernab vom Spielplatz spielen, sobald da noch ein Kind war....Dadurch, dass wir bald täglich oder auch 2mal täglich zum Spielplatz sind und ich mich mit den Müttern und Kindern unterhalten habe, gin es nach und nach besser. Irgendwann sind wir bei Regen bei einem Spielplatzmädchen mit reingegangen, was meinem Sohn einen weiteres positiven Schubs gegeben hatte!

Irgednwann gin das sogar los, das ER die anderen Mamis ansprach! Für mich damals ein kleines Wunder! Auch viele kleinere Macken, die den Altag erwschwert haben, haben sich verwachsen. Und wenn sie regelmäßig durchschlafen, sieht die Welt noch mal ganz anders aus.


Ich habe immer versucht, soweit es ging seinen persönliches Grenzen nachzugehen und eben die Schreiattacken zu minimieren..d.h z.B verbotene Sachen aus der Sicht räumen oder mit ihm nur einkaufen gehen, wenn an diesem Tag noch nicht allzu viel Frust war oder ihn eben lange ungehemmt auf der Wiese spielen lassen...im Gegenzug habe ich meine Ver-und Gebote auch in aller Regel ernst gemeint. Ich habe ihn dann genommen und wir sind konsequent geblieben.
Wichtig finde ich hierbei, dass das Kind spürt, dass es OK ist, wenn es dann weint. Also, sich für den Ärger, den es spürt, nicht noch zusätzlich bestraft fühlt. Denn Verluste über Dinge, die es z.B nicht haben durfte, sind erstmal Strafe genug!
Wichtig für die Entwicklung ist nunmal eine gewisse Selbstreflexion, dazu muss das Kind seine Gefühle und Sorgen auch erst mal benennen können...das klappt kaum, wenn man sie nur unterdrückt...jetzt rede ich eigentlich schon wieder mehr zu den Beitrag weiter unten...aber es hat auch viel geholfen, wenn man die Gefühle auch benannt hat.


Liebe Grüße

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2. Januar 2012 um 12:03
In Antwort auf homer_12324199


Warum in aller Welt darf ein Kind nicht merken, dass es funktioniert, dass man getröstest wird, wenn man weint!
Das man zum Frühstück die Schokolade dennoch nicht rausrückt ist doch ein gaanz anderer Schuh, als das Kind dann aber auf dem Arm zu haben.


Ich verstehe sowieso immer nicht, wie man entscheiden kann, wann das Kind einen Grund zum sauer sein hat und wann nicht. Man merkt doch an der Reaktion des Kindes DASS es wütent/traurig/frustriert/verzweifelt ist...das kann man doch wohl kaum mit 'nem anderen Kopf entscheiden.

Das mit der interessanten Beschäftigung finde ich gut, mein Sohn war oft damit wieder einzufangen wenn ich ein aktuellen Lieblingsbuch rauskramte, das wollte er dann auch angucken. Allerdings musste ich ihn dazu leicht auf meinen Beinen sitzen haben, weil er sonst so weg war, dass er gar nichts mitbekam! Da muss man wohl jemeils für das Kind die passenden Methoden erst rausfinden.


Naja...und das Fremdeln ist auch nicht in jedem Falle 'normal'. Natürlich muss auch überdurchschnittliches Fremdeln nicht gleich Grund zur Aufregung sein..meiner Fremdelte auch sehr stark, deutlich mehr als die KInder, die ich sonst je erlebt habe und man kann natürlich dennoch einen Umgan damit finden...aber man muss auch einen Umgang damit finden und sollte sein Kind da doch auch einordnen können oder? Also, ich finde ständiges losschreien bei anderen Leuten oder wenn was anderes auf dem Tisch steht, steht hier schon für ein sehr sensibles Kind.


Man muss da aber wohl insegesamt die Erfahrung im Kindergarten und zu Hause unterscheiden können. Im Kindergarten funktioniert schreien lassen wahrscheinlich besser, weil weder die Kinder noch die Erzieherinnin die Kraft hätten, auf alle Kinder einzugehen. Aber zu Hause hat man in der Regel die Kraft und die Zeit, sich für eine nachhaltigere Erziehung zu entscheiden....heißt nach meiner Meinung, dass man Verantwortung für das Kind übernimmt (es versteht und aus dem Kind rausarbeiten kann z.B) und nicht auf Nothilfmittel wie schreienlassen zurückgreifen muss, damit das Kind schnell ruhig bleibt.
Schließlich soll das Kind später ja auch Verständnis zeigen können.


Ganz einfach: Wenn man jedes Mal reagiert, wenn das Kind schreit, verstärkt man es in diesem Punkt nur. Es meint doch dann, dass es immer nur losschreien braucht und seine Aufmerksamkeit so bekommt. Das ist aber nicht das richtige Verhalten, zumindest nicht, wenn es älter wird und auch anders zeigen kann, was ihm nicht passt. Ich sehe so viele Kinder, die genau aus diesem Grund sowas von verzogen werden.

Einfach mal weinen lassen hat gar nichts damit zu tun, die Verantwortung abzugeben oder eine schlechte Mutter zu sein! Und es ist auf gar keinen Fall ein Nothilfmittel. Natürlich ist es besser, wenn man einfach richtiges Verhalten positiv verstärkt, aber negative Verstärkung (also, dass ein Verhalten abgelegt wird) ist genauso wichtig - Ich verweise hier mal auf Freud.

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