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SchwieMu Pflegefall und Kleinkind-Wie schafft man das auf Dauer?!?

27. September 2009 um 22:48 Letzte Antwort: 18. Mai 2010 um 10:16

Hallo!
Mein Beitrag wird etwas länger werden, da ich etwas ausholen muß. Weiß ja nicht wie alltäglich mein Problem bei Euch hier ist... Danke Trotzdem schonmal fürs Lesen!

Mein Mann und ich sind seit 6 JAhren verheiratet, haben vor 3 Jahren sein Elternhaus ausgebaut (SchwieMu hats ihm überschrieben) und seit 2 Jahren haben wir SchwieMu (71) als Pflegefall zuhause.
Diagnose: Schlaganfall linkes Gehirn komplett ausgefallen, rechter Arm gelähmt, rechtes Bein nur zum Stehen zu "gebrauchen", motorische Aphasie (Wortfindungsstörungen).

Zeitgleich wurde ich schwanger. Wir haben uns ein Kind gewünscht und unsere jetzt 14 Monate alte Tochter ist unser ganzer Stolz!

Anfangs waren wir in Bezug auf SchwieMu noch recht optimistisch, da es heißt, was man in 2 Jahren nach Schlaganfall erreicht, ist bleibend.
Mein Mann und ich haben seit einem halben Jahr aufgegeben zu hoffen, daß SchwieMu noch Fortschritte macht. Es läuft eher rückwärts. Durch die linksseitige Dauerbelastung der Hüfte(rechts ist ja "defekt") hat sie Schmerzen, ständig .TENS, Schmerzmittel... ganze Palette.

Reden könnte man gegen eine Wand (belaste dein rechtes Bein-was ginge-"geht nicht" sagt sie), mach dies mach jenes... Man will ja, daß es besser wird, bzw. man auch nicht ständig die gleiche Leiher hören will. Dann ist sie inkontinent, hat viele Harnwegsinfekte... Ständig das Thema "es geht nur ein bißchen" anstatt sie sich Zeit nimmt und sitzen bleibt - auf Toilette. Harnverhalt, Schluckstörungen... Und noch so vieles, was ständig Thema ist! "Iß langsam, kau, trink was, steh auf dein rechtes Bein, behandle deinen rechten Arm feinfühliger"...

2xKG, 2xErgo und 2x Logo hat sie wöchentlich. Unter der Woche kommt morgens eine Pflegerin zum Waschen, Anziehen, den Rest machen wir.

Man kann sie höchstens 2 Std alleine lassen. Als Familie einkaufen ist Streß pur. Also mach ich es mit der Kleinen und mein Mann ist zuhause bei Oma. So läuft es halt öfter - getrennt!
Für alles was länger dauert und wir als Familie machen wollen, brauchen wir nen Oma-sitter! Und mein Mann hat nur eine - kinderlose - Schwester, die ihrem Verhalten nach, wohl nicht einsieht, alle 2 Wochen regelmäßig am WE für 3-4 Stunden auf ihre Mutter aufzupassen. Sonst läßt sie sich auch nur 1x im Monat sehen.
Vor kurzem war SchwieMu im Krankenhaus für 4 Tage. Da fragt mich Schwägerin, ob sie hin MUß!!! War wohl nur ne Verstopfung, aber Schwägerin arbeitet am gleichen Ort!
Naja, ohne Kinder lernt man Verzichten wohl nicht mehr, wenn man bisher ja tun und lassen konnte wie man wollte!
Sorry, bitte fühlt euch nicht angesprochen! NUR:Bei ihr trifft es leider voll zu!
Aber dafür hat sie fast jedes Wochenende ihr Lieblingspatenkind bei sich zum Übernachten.

Unsere Kleine ist auch ihr Patenkind, aber soweit denkt sie wohl nicht, daß sie ihr ne Auszeit mit uns Eltern gönnt.

Ich weiß nicht wie das weitergehen soll im Bezug auf unsere Maus. Ich hatte mir vorgenommen, daß sie unter ihrer Oma nicht leiden muß, aber sie tuts im Prinzip trotzdem. Noch merkt sie es nicht unbedingt, aber bald!

Mein MAnn sagt, sie lebt ja auch nicht ewig...
Wenn sie so alt wird wie ihre Mutter hat sie noch 15 Jahre...

Ich für uns 3 hab beschlossen, daß SchwieMu eben Abstriche machen muß. Unsere Kleine soll auch kein Einzelkind bleiben!

Das hört sich jetzt vielleicht grausam an - mir gehts auch nicht wirklich gut dabei, aber irgendwo will ich mir durch diese Situation nicht meine Lebensplanung kaputtmachen lassen!
Es ist nicht so, daß ich SchwieMu ins Heim stecken wollte,wobei es ihr dort wahrscheinlich besser ginge unter gleichaltrigen...Zuhause ist sie isoliert!
Und ich werd mir den schuh nicht anziehen, einen Vorschlag in die Richtung zu machen. Ich bin eh die Böse, aber das hat jetzt weniger DAMIT zu tun.


Kennt jemand diese Situation?
Wie macht man das Kindern klar?
Wie geht man als Ehepaar nicht kaputt dran?

Ich liebe meinen MAnn, ich will nicht in 10 Jahren geschieden sein, weil die Situation unsere Ehe kaputt gemacht hat und ich die Kleine vor lauter Rücksicht nehmen müssen ausbricht oder was auch immer...

Es wäre schön, wenn ich ein paar Antworten bekäme.
Vielen Dank für eure Zeit, die ihr mir beim Lesen schon geschenkt habt.
Es ist echt lange geworden...

Lieben Gruß

Claudia

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1. Oktober 2009 um 22:51

Hallo!
Dein letzter Satz geht mir durch und durch!
Du hast schon Recht!
Allerdings liegt es wohl in der NAtur, daß Frauen sowas "machen". ich glaube nicht, daß Männer fähig sind, sind intensiv Gedanken darüber zu machen, auch meiner nicht. die meisten warten doch nur ab, egal jetzt in welcher Situation, oder?

Mein Mann nimmt mir schon einiges ab im direkten Umgang mit SchwieMu, aber der Kopf bin ich. (Arzt, Rezepte Medis, Verordnungen, windelbestellung).
Ins Pflegeheim geben will ich sie von meiner Seite aus eigentlich nicht. Solange es noch so ist wie es ist.
Für mich ist der Cut da, wenn ich die Verantwortung nicht mehr mittragen kann - medizinisch und pflegerisch.

Das Ding ist auch, daß wir eigentlich gut zueinander stehen.
Nur die krankheit machts schwierig!
Die Fragen die Du mir gestellt hast, kann ich dir und mir tatsächlich nicht beantworten. Ich weiß nur: wenn die Kinder tagsüber mit Kiga und Schule versorgt sind und ich arbeiten gehen könnte, werde ich das auch machen - egal wie!

Danke für Deine Antwort!

LG Claudia

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22. März 2010 um 16:57

Die diskussion ist zwar schon älter,
aber ich möchte hier noch etwas beitragen...

ICH befinde mich in der situation des Kindes, oder besser gesagt befand mich, denn nun geht mir das alles ehrlich gesagt am a*** vorbei.

meine großmutter hatte bei gott kein einfaches leben, einen gewalttätigen und untreuen ehemann (der noch dazu bei der heirat bettelarm war und danach IHR geld beim fenster rausgepulvert hat), 3 Söhne die dem vater nacheiferten, gesundheitliche probleme.

Nun ist sie dement (und zwar RICHTIG, sie spürt sich selber teilweise nimmer wie mein 16 jahre alter bruder so schön sagt), ist inkontinent und hat kaputte nieren.

bei ihr war es immer so dass sie die "arme" ist und mein vater und seine beiden brüder haben sie dabei munter unterstützt

vor 1,5 jahren war sie bei uns weil ihre wohnung behindertengerecht eingerichtet werden musste (badewanne raus, dusche rein, anderes bett,...).

wie bei der TS, nur mein vater hat sie aufgenommen. ein onkel von mir tut seid jahren nix mehr (der kluge ), der andere war "halt im urlaub" (welchen er natürlich ausgemacht hatte obwohl er wusste dass meine oma irgendwohin muss).

also die frau knappe 600km zu uns gekarrt. und da fing es an, alle mussten zurückstecken "weil die oma dies, das, jenes, welches braucht". Mein vater war NIE zuhaus, nur am abend. und da hat er nach 1 stunde ausgesehen wie als würde er sie gleich in der pampa aussetzten (wie sagt man so schön, selbst schuld?)
auch ich musste STÄNDIG zurückstecken... ich war im abschlussjahr, konnte aber nie richtig lernen weil die frau (die mich bis dato für die frau meines onkels hält) immer was von mir wollte.
bis ich nen anfall bekommen hab, meine sachen gepackt und zu meinem freund gezogen mit den worten "ich komm erst wieder zurück wenn DIE weg ist" (tut mir leid, aber mein abschluss ist mir da doch wichtiger, oder zahlt sie in zukunft meine rechnungen?)

daraus wurde ein RIIIIIIESEN skandal, wie konnte ich böse böse das nur wagen noch dazu zu einem mann ziehen den meine familie eh lieber gestern als heut auf den mond geschossen hätte (ja, nur leute mit matura sind was wert, das die hälfte meiner familie gar keine hat ist was anderes, das waren ja "andere zeiten").


ich kann da nur raten: auch wenns irgendwie gemein wirkt, eine pflegestelle ist da deutlich besser.

1.) fürs familiäre
2.) für die betroffene person selber

denn da werden die leute 24 std am tag versorgt, haben einen arzt da, bekommen immer die richtigen medikamente (diese werden je nach bedarf auch ein mal wöchentlich umgestellt),...

leider sehen meine onkel und mein vater das ja nicht ein, und quälen meine mutter (die übrigens auch immer ein schwieger"monster"-problem hatte), meinen vater und auh mich mit ihr... ach ja, und meinen opa auch, der sie (wenn er sie denn in ein auto bekommen würde, aber sie würde nie etwas machen das er sagt) irgendwo einliefern oder aussetzten würde.

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7. April 2010 um 12:37

Private Pflege- oft nicht uneigennützig!
Ich denke, dass ein gutes Pflegeheim in den meisten Fällen für alle Seiten die bessere Lösung wäre.
Ein alter Mensch merkt auch trotz Demenz, dass er nur noch eine Belastung ist. Meist ist er total isoliert und wird mehr schlecht als recht gepflegt.
Der Grund sind leider oftmals die immensen Kosten für das Pflegeheim. Im schlimmsten Fall muss sogar Omas Häuschen verkauft werden, um damit die Heimkosten zu decken.
Außerdem fehlen der monatliche Pflegezuschuss und die Rente der Oma in der Familienkasse.
Dieser Punkt ist leider meist der Hauptgrund für die Pflege in der Familie und nicht- wie oft vorgeschoben- dass man dem alten Menschen den Heimaufenthalt ersparen möchte.

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7. April 2010 um 19:14

Hallo Claudia
Du hast es sicher nicht leicht, jemanden zu pflegen ist immer eine enorme Belastung.
Ich kann dich nur damit trösten, dass eure kleine tochter viel menschliches lernt. Für jemanden da zu sein, der wirklich auf Hilfe angewiesen ist. Das ist doch heute leider nicht selbstverständlich. Und deine kleine wächst damit auf. Sie registriert sehr wohl, dass Oma anders ist und viel Hilfe und Geduld braucht. Sie sieht aber auch wie schwierig das für euch ist. Wenn sie älter ist, wird sie begreifen, was du für eine enorme Leistung vollbracht hast. Du gibst ihr viel Menschlichkeit mit auf den Weg.
Aber trotzdem mußt Du dich nicht komplett aufgeben. Du, dein Mann und seine Schwester solltet mal offen miteinander reden. Ihr direkt sagen, dass ihr von ihr mehr Unterstützung erwartet. Auch dass sie eure Tochter mal ein Wochenende zu sich nimmt. ich würde dieses Gespräch sehr vorsichtig und freundlich führen, damit sie sich nicht angegriffen fühlt. Wahrscheinlich ist ihr nicht mal bewußt, was ihr alles entbehrt, sie kennt ja kein Leben mit Kind, und auch nicht das Leben mit einer pflegebedürftigen Person im Haus. Ladet sie doch mal paar Tage zu Euch ein, damit sie miterlebt, wieviel ihr um die Ohren habt.
Ich würde mich auch umhören, ob ihr tatsächlich jemanden findet, der ab und zu mal paar Stunden mit der Oma verbringt. Kein Omasitter in dem Sinne, sondern jemand der wirklich gern mit ihr Zeit verbringt, damit sie auch noch andere Bezugspersonen hat. In Eurer Lage darf an ruhig um Hilfe bitten, versucht es nur
Ich wünsch Euch alles gute

Karin

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23. April 2010 um 20:21
In Antwort auf maike_12770067

Private Pflege- oft nicht uneigennützig!
Ich denke, dass ein gutes Pflegeheim in den meisten Fällen für alle Seiten die bessere Lösung wäre.
Ein alter Mensch merkt auch trotz Demenz, dass er nur noch eine Belastung ist. Meist ist er total isoliert und wird mehr schlecht als recht gepflegt.
Der Grund sind leider oftmals die immensen Kosten für das Pflegeheim. Im schlimmsten Fall muss sogar Omas Häuschen verkauft werden, um damit die Heimkosten zu decken.
Außerdem fehlen der monatliche Pflegezuschuss und die Rente der Oma in der Familienkasse.
Dieser Punkt ist leider meist der Hauptgrund für die Pflege in der Familie und nicht- wie oft vorgeschoben- dass man dem alten Menschen den Heimaufenthalt ersparen möchte.

Ich sehe das mal nicht als Angriff...
Hallo serravina,

wenn es um die 510 Euro ginge, die ich kriegen würde, wenn ich mir KEINE Hilfe ins HAus holen würde, würde ich mich vielleicht angegriffen fühlen. Aber - sorry - ich schei.. auf das Geld! Ganz ehrlich. Und mit Omas Rente haben wir in unserer Haushaltskasse noch nie gerechnet. Außer daß wir -mit ihr abgesprochen - einen fixen Betrag von ihrem Konto holen um sie selbst von ihrem Geld ernähren zu können.
Kein Geld der Welt kann diese immense Belastung entschädigen!
So ehrlich bin ich, weil ich mir nichts nachsagen lassen will.

Mag sein, daß es in vielen anderen Fällen so ist, ok. Aber
In meinem Fall trifft dein Statement absolut nicht zu.

Du solltest nicht alle über einen Kamm schären.

Danke trotzdem für deine Antwort.

Claudia

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23. April 2010 um 21:08
In Antwort auf tierra_11975216

Hallo Claudia
Du hast es sicher nicht leicht, jemanden zu pflegen ist immer eine enorme Belastung.
Ich kann dich nur damit trösten, dass eure kleine tochter viel menschliches lernt. Für jemanden da zu sein, der wirklich auf Hilfe angewiesen ist. Das ist doch heute leider nicht selbstverständlich. Und deine kleine wächst damit auf. Sie registriert sehr wohl, dass Oma anders ist und viel Hilfe und Geduld braucht. Sie sieht aber auch wie schwierig das für euch ist. Wenn sie älter ist, wird sie begreifen, was du für eine enorme Leistung vollbracht hast. Du gibst ihr viel Menschlichkeit mit auf den Weg.
Aber trotzdem mußt Du dich nicht komplett aufgeben. Du, dein Mann und seine Schwester solltet mal offen miteinander reden. Ihr direkt sagen, dass ihr von ihr mehr Unterstützung erwartet. Auch dass sie eure Tochter mal ein Wochenende zu sich nimmt. ich würde dieses Gespräch sehr vorsichtig und freundlich führen, damit sie sich nicht angegriffen fühlt. Wahrscheinlich ist ihr nicht mal bewußt, was ihr alles entbehrt, sie kennt ja kein Leben mit Kind, und auch nicht das Leben mit einer pflegebedürftigen Person im Haus. Ladet sie doch mal paar Tage zu Euch ein, damit sie miterlebt, wieviel ihr um die Ohren habt.
Ich würde mich auch umhören, ob ihr tatsächlich jemanden findet, der ab und zu mal paar Stunden mit der Oma verbringt. Kein Omasitter in dem Sinne, sondern jemand der wirklich gern mit ihr Zeit verbringt, damit sie auch noch andere Bezugspersonen hat. In Eurer Lage darf an ruhig um Hilfe bitten, versucht es nur
Ich wünsch Euch alles gute

Karin

Menschlichkeit?!?
Hallo KArin,

ich glaube nicht, daß unsere Kleine schon so viel über Menschlichkeit mitbekommt, was die Pflege anbelangt.
Eher, daß ihre MAma immerwieder sagen muß, mach dies doch oder jenes, Mama muß hoch zu Oma.
Im Moment steckt sie in der "Angst vorm Verlassen werden - Phase" weil sie ja noch nicht abschätzen kann, wie lange "mal eben" in der Zukunft ist. SIE lebt in der Gegenwart.
Und ich komm immer mehr unter Druck, den Spagat zwischen ihr und Oma zu schaffen.

Ich halte die Kleine so weit es geht auch fern von Oma, was ielleicht ein Fehler ist, aber es nützt mir nichts, wenn ich sie mit hochnehme und nur aufpassen muß daß sie nichts anstellt und ich mit ihr schimpfen muß oder sei es auch nur ein ermahnen. Dann muß ich aufpassen daß Oma keinen Mist baut und sich oder die Kleine gefährdet, z. B. mit dem Rollstuhl.

Was meine Schwägerin angeht: Sie hatte vor einem JAhr das Vergnügen hier 3 Tage und 2Nächte verbringen zu dürfen. Wir waren zu Dritt zum ersten Mal im Urlaub. So schnell macht sie das nicht mehr! (Sie hat ja von vornherein gesagt, daß SIE das nicht machen würde.Sie würde SchwieMu ins Heim geben.)
Das hat sie zwar SO nicht gesagt, aber seit dem hält sie sich mit ihren Besuchen und Aktionen bei und mit SchwieMu SEHR zurück. Anfangs ist sie mit ihr mal bummeln gegangen, oder Kaffee trinken oder auf den Friedhof oder zu ihrer Schwester. Heute? Wieso auch...?!?

Meine Schwägerin ist wohl die Patin von unserer Kleinen, aber ich finde, es sollte uns von ihrer Seite aus eher gegönnt sein, Pflegefallfrei als Familie etwas unternehmen zu können, als daß sie noch als BELOHNUNG unser 'Mäuschen übers Wochenende "bekommt" und wir SchwieMu trotzdem an der Backe hängen haben.

Man kann mit der Frau nicht reden! Mein Mann hat es mehrmals versucht, als sie hier bei uns war - im Dreier.
Ganz direkt! Aber sie windet sich wie ein Aal. Würde man ihr sagen, daß sie dafür 50 Euro bekommt, wärs vielleicht anders. Aber wenns nur mit Geld geht, dann weiß cih auch nicht... (Einer Schwägerin von seiten ihres MAnnes hilft sie für Geld!!!)
Eine Frau, die als NAchbarschaftshilfe dawar, als ich noch gearbeitet habe, kann ich jederzeit anrufen. Auf sie ist Verlass und sie versteht uns auch noch am besten, weil ihr Sohn auch ein Pflegefall ist.

Es hat sich seit meinem ersten Posting nur soviel getan, daß SchwieMu jetzt einen Blasenkatheter hat und ich nicht ständig mit ihr aufs Klo rennen muß, und ewig nasse Windeln und Wäsche ohne Ende.

Mit unserer aller Hausärztin habe ich gestern gesprochen. Sie meinte, daß ich SchwieMus Therapiestand und Entwicklungsstand nach dem Schlaganfall so hinnehmen muß. Ich mach mich kaputt, wenn ich versuche noch was an sie ranzubringen und sie rafft es nicht, oder will es nicht mehr raffen. Sie versteht die Wut, die sich entwickelt, wenn man kämpft und sieht, der "Pflegefall" könnte, aber WILL nur nicht mehr. Aber es ist Fakt - laut den Therapieberichten die sie bekommt - daß sich da nichts mehr tut und keine Besserung mehr in sicht ist. Therapeutisch ist es voll ausgereizt. Mehr geht nicht.

Ja, so ist das...

Du hast mir liebe Anregungen gegeben, vielen Dank. Nur wie du siehst, haben wir schon das meiste --oder alle Punkte?!?- schon versucht.

Wir kämpfen gegen Windmühlen.

Was den letzten Punkt angeht...
Ihre Weiberbekanntschaften von früher waren bisher EINMAL zu Besuch - einmal! "Ja, jetzt sehen wir schon,dir gehts gut!"
Das lief im ersten Jahr nach Schlaganfall. Jetzt sind wir im Dritten Jahr - es war bisher niemand mehr da.

Selbst ihr Enkel, der im Nebenort wohnt, kommt nur, wenn er von seinem Vater was braucht. Nur um seine Oma mal zu besuchen, oder daß er sich dann im genannten Fall Zeit für seine Oma nimmt... Nee!

Und wer macht das heute noch unentgeltlich?

Achja, vielléicht ändert sich was wenn im September unser Zweiter Zwerg da ist.
Mein Lebensglück laß ich mir wegen schwieMu nämlich nicht nehmen! Ich werde weiterkämpfen.

Ich danke dir von Herzen für Dein Posting.

Wünsche Dir auch Alles Gute!

CLaudia

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18. Mai 2010 um 10:16

Pflegefall Schwiegermutter
Hallo Claudia,
durch Zufall bin ich beim Stöbern in Netz auf deinen Beitrag gestoßen. Ziemlich ausführlich beschreibst du deine Situation, die ich durchaus nachvollziehen kann.
Bei mir dreht sich das ganze Familienleben nur noch um Oma!!! Sie ist 84 Jahre alt und eigentlich körperlich noch in Ordnung für das Alter, geistig hat sie schon ganz schön abgebaut und benimmt sie oftmals wie ein Kind. Nachdem ihr Mann verstorben ist, hatte mein Schwager vollmundig angesagt "Mama, du bleibst bei uns (seine Famliie). Wir wohnen ca. 600 km entfernt. Schon nach kurzer Zeit haben die Nachbarn von dort bei meiner Frau angerufen, dass sie die Behörden informieren werden, weil Oma total vernachlässigt und alleine gelassen wird.
Wir haben beschlossen Oma zu uns zu holen, aber dafür einen Anbau an unser Haus zu machen. Ich bin Soldat und mußte dann genau zu dieser Zeit nach Afghanistan in den Einsatz. Als ich nach 4 Monaten zurückkam hatte es meine Frau nicht mal mehr fertig gebracht mich am ca. 50 km entfernten Flughafen abzuholen, also fuhr ich mit dem Taxi heim.Zuhause angekommen hatte ich wohl nicht laut genug Oma begrüßt, so dass sie sich gleich bei meiner Frau abends beschwerte. Aus so einem Einsatz kommst du im Wesen verändert zurück und brauchst erst mal Zeit um zu dir zu finden, diese Zeit wurde mir nicht geschenkt. Langer Rede kurzer Sinn - Familie findet nicht mehr statt, kein Urlaub, kein gemeinsames Lachen, kein Essen gehen, einfach nichts mehr. Unser Sohn macht jetzt gerade Abitur und ich habe meiner Frau und Sohn angeboten, dass wir drei zum Abschluß gemeinsam noch einmal nach USA fliegen und schön Urlaub machen, da unser Spross dann eigene Wege gehen wird. Geht nicht wegen Oma.
Ich habe mich mittlerweile mental von meiner Frau getrennt, habe eine Freundin, genieße das Leben, Radfahren ist meine Leidenschaft, etwas unternehmen, wenn man hierbei von Genuss sprechen kann, für mich ist es aber das. Meiner Familie heule ich in einsamen Momenten hinterher und würde nie wieder einer Aufnahme der Oma im Haushalt zustimmen.
Fast 30 Jahre gemeinsam was aufgebaut, in drei Jahren alles am Boden.
Gruß
Jo

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16. Mai 2010 um 5:28
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