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Schwiegervater/Schwägerin

14. Januar 2013 um 13:11

Hallo,
bin über meine intensiven Gefühle erschrocken, da ich bisher nie wirklich eifersüchtig war. Aber vielleicht haben einige von Euch ähnliche Erfahrungen, die ich gerne lesen würde. Bin als Teenie in meine Schwiegerfamilie gekommen und auch nach 20 Jahren mit dem älteren Sohn zusammen. Sowohl meine als auch seine Eltern hatten viele Jahre Probleme, so früh ihre Kinder loszulassen und den Partner des Kindes zu mögen. Auch die Elternpaare untereinander hatten daher lange Probleme bei gemeinsamen Treffen. Es gab immer Spannungen, die sich teilw. durch Sprüche und verbale Verletzungen entlud. Besonders der Schwiegervater liess mich jahrelang immer mal wieder mit einem Spruch seine Abneigung spüren. Auch nach 18 Jahren gab es noch Sprüche... Des Friedens wegen habe ich mich nie gewehrt, sicher auch, weil ich in so jungem Alter dank strenger Erziehung nie gewagt hätte, mich aufzulehnen. Stattdessen habe ich mich nach solch deprimierenden Familientreffen nur mit meinem Mann gestritten, der dank ebenso strenger Erziehung nie vor seinen Eltern für mich Partei ergriff, was ihm dann immer leid tat. Sein Verhältnis zu seinen Eltern ist eher distanziert. Alle hatten sich jedoch irgendwie arrangiert. Vor einiger Zeit jedoch hat der jüngere Bruder mit über 30 seine erste Freundin präsentiert, die ich gerne willkommen geheissen hätte, um mich mit ihr anzufreunden. Leider hat er immer ein Geheimnis aus ihr gemacht, mein Mann erfuhr nur nach intensivem Fragen von ihr, auf weitere Nachfragen gabs nur kurze Antworten, von selbst erzählte er nichts. Zum Kennenlernen bei den Eltern wurden wir nicht von ihm sondern von meiner Schw.mutter eingeladen! (er hat eine sehr enge Mama-Beziehung, da nicht so streng erzogen, wie mein Mann). Unerwartet traf es mich sehr, dass die Sch.eltern diese neue Frau völlig anders als seinerzeit mich willkommen hiessen. Beide Schw.eltern waren hocherfreut, konnten das Kennenlernen kaum erwarten, verniedlichten ihren Namen gleich. Einige Monate später hörte ich, wie meine neue Schwägerin und ihre Schw.mutter gemeinsam gekocht hatten und auch sonst zu viert in Konzerte oder zu anderen Treffen gingen... Alles so harmonisch, wie ich es immer gern gehabt hätte. Meine Geschichte mit meinen Schw.eltern gab ein solch unbeschwertes Miteinander leider nie her und jetzt will ich es nicht mehr, da ich zu meinem Selbstschutz eine Mauer aufgebaut habe. Da gibt es leider kein zurück. Es tut mir unheimlich weh, vom Familienglück des Bruders zu hören, obwohl ich mich so gern für ihn freuden würde. Aber da er immer zu seinen Eltern, nie jedoch zu seinem Bruder und mir hielt und uns auch von seiner Freundin fernhielt, habe ich mich komplett zurückgezogen und gehe nur noch 2x im Jahr zu den Geb. der Schw.eltern. Öfter ertrage ich das Familienidyll der 4 nicht.

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14. Januar 2013 um 15:01

Schwiegerfamilie
Stimmt ja, dass es ein Nebenschauplatz ist und meine Ehe wichtiger ist. Aber ich bin nun mal Familienmensch und wollte immer gerne eine liebevolle, unbeschwerte Familie, die sie nun bekommt und meine Vergangenheit mit der Schw.familie nicht mehr hergibt.
Es tut einfach enorm weh, bei Familientreffen den Spiegel vorgehalten zu bekommen, wie wir uns eine Familie vorgestellt hätten. Und in unseren damals sehr jungen Jahren hätten wir diese Familie, wie mein Schwager sie jetzt hat, dringend gebraucht. Neben normalen Problemen, sich als Paar zu finden, vom Elternhaus abzunabelnd, Ausbildung, 1. eigene Wohnung suchen, Unsicherheiten beim Erwachsenwerden etc., kam bei uns noch die fehlende Liebe bzw. Ablehnung der Eltern dazu.

Wenn ich die 4 bei heutigen Familientreffen einträchtig sehe und von deren gemeinsamen, unbeschwertren Erlebnissen höre, bekomme ich einen Kloss im Hals und bin den Tränen nah.

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25. Januar 2013 um 8:07

Oje, du Arme
Ich kann das sehr gut nachempfinden. Aber komme aus der Opferrolle raus und zeig ihnen, dass du auch ganz anders kannst. Damit fühlst du dich gleich stärker. Du musst deine Gefühle nicht verstecken. Sag es ihnen ganz offen, was dich stört. Weil wenn du das nicht tust, tust du dir nur selber weh! Du hast genauso, wie jeder andere, das Recht, glücklich zu sein. Lass dir nichts mehr gefallen. Hatte genau das selbe Problem wie du, aber hab mich gewehrt und jetzt geht es mir erheblich besser. Kopf hoch! Du schaffst das

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25. Januar 2013 um 10:36
In Antwort auf timmy_12728829

Oje, du Arme
Ich kann das sehr gut nachempfinden. Aber komme aus der Opferrolle raus und zeig ihnen, dass du auch ganz anders kannst. Damit fühlst du dich gleich stärker. Du musst deine Gefühle nicht verstecken. Sag es ihnen ganz offen, was dich stört. Weil wenn du das nicht tust, tust du dir nur selber weh! Du hast genauso, wie jeder andere, das Recht, glücklich zu sein. Lass dir nichts mehr gefallen. Hatte genau das selbe Problem wie du, aber hab mich gewehrt und jetzt geht es mir erheblich besser. Kopf hoch! Du schaffst das

Schwiegerfamilie
Vielen Dank für Eure Meinungen und Ratschläge. Komme mir nicht mehr so exotisch mit meinen Gefühlen vor, das hilft.

Sunflower, wie hast Du Dich gewehrt und wie haben die anderen darauf reagiert?

Momentan habe ich resigniert und halte Abstand zur Schwiegerfamilie. Weh tut es dennoch. Es ist immer ein unterdrückter, weiter schwelender Schmerz, wenn ich an das Glück der anderen denke. Fühle mich nicht mehr zugehörig und kann die netten Anrufe und Grüße der Schwiegermutter nicht mehr annehmen; ihre nett gemeinten Worte erreichen mich nicht mehr. Lasse nur noch meinen Mann mit seiner Familie kommunizieren und habe mich komplett zurück gezogen. Diese ganze Situation überfordert mich gefühlsmäßig total und es ist keine Besserung in Sicht. Es tut einfach nur weh. Es ist eben nicht nur mal ein kleiner Fehler oder ein Missverständnis passiert, das sich nach einer Weile vergessen ließe, sondern so viele Jahre unterschwellige Ablehnung und Zusammenreißen stehen im Vergleich zur unbeschwerten Harmonie mit der neuen Frau... Die Schwiegereltern wollen inzw. dieselbe Harmonie mit uns herstellen, aber das tut nur noch mehr weh, weil es nach all den Jahren für mich nicht mehr glaubwürdig und um meiner selbst willen erscheint, sondern mir nur noch des Ausgleichs wegen vorkommt. Alles was sie dem kleinen Sohn und seiner Frau Gutes tun, möchten sie auch mit uns haben. Wenn sie mit denen weg waren und wir aber ein Treffen ablehnen, geben sie uns später den Geldbetrag, den sie mit Schwager+Schwägerin ausgegeben haben, damit wir uns eben etwas ohne sie gönnen. Mein Mann nimmt es, da wir momentan etwas klamm sind. Ich würde es eher ablehnen. Nie in meinem Leben war ich dermaßen depressiv und hoffnungslos. Ich hatte nie den großen Halt bei meiner Familie, bin ja streng erzogen worden. Dann gab es bei der Schwiegerfamilie ebenfalls kein großes Herz oder Verständnis.

Ich habe mich einfach immer nur nach einer lieben Familie gesehnt und habe das über alles gestellt, mich dafür verbogen und klein gemacht, nie gewehrt. Dann hatte man sich arrangiert und akzeptiert, daß eben jeder so ist, wie er ist. Und nun mußte ich erleben, daß sie eben doch nicht so sind. Sie konnten ihre Liebe nur nicht mir und meinem Mann gegenüber zeigen. 20 Jahre später meinem Schwager und seiner Freundin jedoch ganz ohne Probleme. Ich verstehe, dass die Zeit sie hat reifen lassen und sie an meinem Mann und mir lernen konnten, was sie bei seinem Bruder besser machen wollen. Nur kommt es für uns zu spät. Das ist ein bitteres Gefühl, das ich nie kannte. Mein Mann und ich kommen nicht darüber hinweg und seine Familie genießt ihre Unbeschwertheit. Ich könnte nur noch heulen, dass ich trotz jahrelanger Bemühungen nicht die Familie bekam, die meine Schwägerin einfach ohne eigenes Zutun genießen kann. Sie wird mich nie verstehen und immer nur für empfindlich halten.

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25. Januar 2013 um 12:17
In Antwort auf ziv_12884444

Schwiegerfamilie
Vielen Dank für Eure Meinungen und Ratschläge. Komme mir nicht mehr so exotisch mit meinen Gefühlen vor, das hilft.

Sunflower, wie hast Du Dich gewehrt und wie haben die anderen darauf reagiert?

Momentan habe ich resigniert und halte Abstand zur Schwiegerfamilie. Weh tut es dennoch. Es ist immer ein unterdrückter, weiter schwelender Schmerz, wenn ich an das Glück der anderen denke. Fühle mich nicht mehr zugehörig und kann die netten Anrufe und Grüße der Schwiegermutter nicht mehr annehmen; ihre nett gemeinten Worte erreichen mich nicht mehr. Lasse nur noch meinen Mann mit seiner Familie kommunizieren und habe mich komplett zurück gezogen. Diese ganze Situation überfordert mich gefühlsmäßig total und es ist keine Besserung in Sicht. Es tut einfach nur weh. Es ist eben nicht nur mal ein kleiner Fehler oder ein Missverständnis passiert, das sich nach einer Weile vergessen ließe, sondern so viele Jahre unterschwellige Ablehnung und Zusammenreißen stehen im Vergleich zur unbeschwerten Harmonie mit der neuen Frau... Die Schwiegereltern wollen inzw. dieselbe Harmonie mit uns herstellen, aber das tut nur noch mehr weh, weil es nach all den Jahren für mich nicht mehr glaubwürdig und um meiner selbst willen erscheint, sondern mir nur noch des Ausgleichs wegen vorkommt. Alles was sie dem kleinen Sohn und seiner Frau Gutes tun, möchten sie auch mit uns haben. Wenn sie mit denen weg waren und wir aber ein Treffen ablehnen, geben sie uns später den Geldbetrag, den sie mit Schwager+Schwägerin ausgegeben haben, damit wir uns eben etwas ohne sie gönnen. Mein Mann nimmt es, da wir momentan etwas klamm sind. Ich würde es eher ablehnen. Nie in meinem Leben war ich dermaßen depressiv und hoffnungslos. Ich hatte nie den großen Halt bei meiner Familie, bin ja streng erzogen worden. Dann gab es bei der Schwiegerfamilie ebenfalls kein großes Herz oder Verständnis.

Ich habe mich einfach immer nur nach einer lieben Familie gesehnt und habe das über alles gestellt, mich dafür verbogen und klein gemacht, nie gewehrt. Dann hatte man sich arrangiert und akzeptiert, daß eben jeder so ist, wie er ist. Und nun mußte ich erleben, daß sie eben doch nicht so sind. Sie konnten ihre Liebe nur nicht mir und meinem Mann gegenüber zeigen. 20 Jahre später meinem Schwager und seiner Freundin jedoch ganz ohne Probleme. Ich verstehe, dass die Zeit sie hat reifen lassen und sie an meinem Mann und mir lernen konnten, was sie bei seinem Bruder besser machen wollen. Nur kommt es für uns zu spät. Das ist ein bitteres Gefühl, das ich nie kannte. Mein Mann und ich kommen nicht darüber hinweg und seine Familie genießt ihre Unbeschwertheit. Ich könnte nur noch heulen, dass ich trotz jahrelanger Bemühungen nicht die Familie bekam, die meine Schwägerin einfach ohne eigenes Zutun genießen kann. Sie wird mich nie verstehen und immer nur für empfindlich halten.

Als
Ich erfahren habe, dass mein Schwiegervater bei meinem Freund über mich abgelästert habe, habe ich ihn fortan ignoriert und später habe ich ihm dann die Meinung gegeigt, dass er falsch ist etc. Hab seitdem nichts mehr mit dem zu tun... Meine Schwiema hat mich immer krank angeredet, nur wenn ich mit ihr alleine war. Wollte mir einreden, dass ich nicht zu bald kinder bekommen soll (obwohl ich zum damaligen zeitpunkt gar nichts gesagt habe darüber) Dann hat sie an weihnachten mal so abfällig über die familie von ihrem schwiegersohn geredet ( hat die familie als "bagage" bezeichnet) Ein anderes Mal hat sie gesagt " Jetzt hast du schon wieder eine neue Jacke, obwohl es sie nichts angeht) Und diverse andere blöde meldungen und die ungute komische Art, wie sie sich gegenüber mir verhalten hat. Von der Schwägerin möchte ich gar ned anfangen... Sonst ärgere ich mich wieder so. Naja, seitdem könnens mich mal. Den Fehler, denn ich da gemacht habe, war, dass ich denen zu viel erzählt habe (bin ein Scheidungskind) Naja dann wurde ich in eine Schublade getan und es wurde zugemacht. Diese Menschen interessieren mich nicht mehr. Weiß gar ned was i mit denen noch reden sollte...

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8. Februar 2013 um 13:59

Das einzigste richtige....!!!!
hallo schnuffilein!!!!
ich kann dich und dein handeln nur zu gut verstehen. ich kann verstehen wieso du nach all den jahren jetzt endgültig den schlußstrich gezogen hast und dich von dem ganzen negativen mist fern hällst.deine geschichte hat mich sehr erreicht. aus dem grund weil ich große parallelen zwischen deinen und meinen schwiegereltern feststellen konnte. zwar geht es in meinem problem um andere sachen aber auch ähnliche erfahrungen wie deine,musste ich machen! ich habe vor kurzer zeit auch diesen schlußstrich gezogen. zwar wird es in meinem fall noch nicht mal mehr zu 2 mal im jahr geburtstagstreffen kommen aber das ist auch gut so. denn ich habe mit dem kapitel abgeschlossen und von allem negativen sollte man sich trennen. ich habe genau wie du viele viele jahre des familienfriedens nur geschluckt.also, kopf hoch.und trauer diesen menschen nicht hinterher.denn sie sind es anscheinend nicht wert das du dich wegen denen kaputt machst. lg

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16. Februar 2013 um 18:44
In Antwort auf emmet_12910098

Das einzigste richtige....!!!!
hallo schnuffilein!!!!
ich kann dich und dein handeln nur zu gut verstehen. ich kann verstehen wieso du nach all den jahren jetzt endgültig den schlußstrich gezogen hast und dich von dem ganzen negativen mist fern hällst.deine geschichte hat mich sehr erreicht. aus dem grund weil ich große parallelen zwischen deinen und meinen schwiegereltern feststellen konnte. zwar geht es in meinem problem um andere sachen aber auch ähnliche erfahrungen wie deine,musste ich machen! ich habe vor kurzer zeit auch diesen schlußstrich gezogen. zwar wird es in meinem fall noch nicht mal mehr zu 2 mal im jahr geburtstagstreffen kommen aber das ist auch gut so. denn ich habe mit dem kapitel abgeschlossen und von allem negativen sollte man sich trennen. ich habe genau wie du viele viele jahre des familienfriedens nur geschluckt.also, kopf hoch.und trauer diesen menschen nicht hinterher.denn sie sind es anscheinend nicht wert das du dich wegen denen kaputt machst. lg

Ich
hab genauso einen Schlussstrich gezogen. Das ganze negative interessiert mich nicht mehr! Die Zeit heilt alle Wunden und irgendwann sind einem die Menschen egal und man beachtet sie kaum noch. Es kann einen niemand zwingen sich sein Glück durch dumme, negative Menschen kaputt machen zu lassen und sich weiterhin mit solchen A abzugeben.

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