Forum / Meine Familie / Familie - Psychologie & Familienbeziehungen

Schwiegermutter u. Wohnung...

27. April 2005 um 15:15 Letzte Antwort: 2. Mai 2005 um 11:42

Kurz zur Vorgeschichte:

Mein Freund und ich sind jetzt ca. 3 Jahre zusammen, ich wohne noch daheim, mein Freund noch bei seiner Mutter zu Hause. Wir sind auf Wohnungssuche und hätten eventuell auch schon was in Aussicht. Er ist in einem Heim aufgewachsen, dort aber glücklich. Die Mutter meines Freundes hat einen aufwendigen Lebenswandel hinter sich, dementsprechend auch ihre jetzige finanzielle Situation und ihr Allgemeinzustand. Finanzielle Unterstützung meines Freundes ihr gegenüber ist selbstverständlich (ich frage mich zwar immer wofür, sie war ja auch nie für ihn da?!)

zZ geht es ihr mal wieder nicht so gut (Frühjahrsdepressionen oder dergleichen, kA), von dritter Seite wurde die Befürchtung geäußert, dass es in dieser Situation nicht wirklich gut für sie wäre wenn mein Freund jetzt ausziehen würde. Von der finanziellen Unterstützung ganz zu schweigen. Dies ist jedoch nicht mein Problem, ich möchte mit meinem Freund zusammen sein und wohnen und darauf nicht verzichten müssen, nur weil seine Mutter sich selbst ihr Leben kaputt gemacht hat uns sich jetzt einbildet, ihre Kinder müssen für sie da sein obwohl sie sich damals auch nicht um sie gekümmert hat.

Ich will keine Streiterei mit seiner Familie vom Zaun brechen und auch keinen zu nahe treten, aber muss ich das wirklich akzeptieren???

Soll mein Freund bis 30 oder noch länger daheim wohnen bleiben, nur dass seine Mutter nicht alleine ist, eine Beschäftigung hat (kochen, waschen usw.) und Unterstützung bekommt???

Hat ein junger Mann mit 23 nach 5 Jahre nicht das Recht dazu, sich von daheim (was ja nie ein zuhause für ihn war) abzukapseln und sich sein eigenes Leben nach seinen Vorstellungen aufzubauen und nicht immer Rücksicht auf seine Mutter zu nehmen???

Wie viel Unterstützung und Hilfe gebührt seiner Mutter???

Für ein paar Tipps von vielleicht ähnlich betroffenen wäre ich sehr dankbar.

Liebe Grüße

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28. April 2005 um 9:48

Was denkt er?
Hallo Schnuffel,
was du in deinem Beitrag nicht erwähnst, was sagt dein Freund dazu, was denkt er darüber?
Auf der anderen Seite, würde ich die Dritte Person mal fragen, wann denn der ideale Zeitpunkt wäre, daß die Frau mal auf eigenen Füßen steht und Söhnchen ausziehen darf? Für mich riecht das nach Bequemlichkeit. Zumal ich sagen würde, als dein Freund im Heim war, konnte er sie auch nicht unterstützen und wenn sie Aufgaben braucht.. es gibt genügend gemeinnütziges, was man tun kann. Ich mag da etwas hart klingen, aber man kann sein Leben nicht nach Wünschen oder Vorstellungen Anderer einrichten. Nun kommts noch drauf an was dein Freund denkt, will er Ihr weiterhin den Hintern verhalten oder mit dir zusammen ziehen?
Liebe Grüße

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28. April 2005 um 15:34
In Antwort auf

Was denkt er?
Hallo Schnuffel,
was du in deinem Beitrag nicht erwähnst, was sagt dein Freund dazu, was denkt er darüber?
Auf der anderen Seite, würde ich die Dritte Person mal fragen, wann denn der ideale Zeitpunkt wäre, daß die Frau mal auf eigenen Füßen steht und Söhnchen ausziehen darf? Für mich riecht das nach Bequemlichkeit. Zumal ich sagen würde, als dein Freund im Heim war, konnte er sie auch nicht unterstützen und wenn sie Aufgaben braucht.. es gibt genügend gemeinnütziges, was man tun kann. Ich mag da etwas hart klingen, aber man kann sein Leben nicht nach Wünschen oder Vorstellungen Anderer einrichten. Nun kommts noch drauf an was dein Freund denkt, will er Ihr weiterhin den Hintern verhalten oder mit dir zusammen ziehen?
Liebe Grüße

Danke...
Danke michi881 für den Tipp/Antwor!
Mein Freund denkt genauso darüber, er findet sich auch alt genug dazu und möchte auch sein eigenes Leben (mit mir) aufbauen. Die beste Aussage von ihm dazu war (wort wörtlich): "Früher hat sich auch keiner um mich geschissen...!"
Hm, Bequemlichkeit würde ich das nicht nennen, eher depressiv, suizidgefährdet und dergleichen. Aber ich kann und will darauf keine Rücksicht nehmen!!!
Ich komme aus einer "normalen" Familie, bin gut erzogen, kann mit Geld umgehen usw. Mir fehlt für solches Verhalten (das ganze Leben der Frau)einfach das Verständnis und hab nicht wirklich eine Beziehung zu ihr.
Ob man sein Leben nach anderer Vorstellungen richtet, sollte immer von der Situation abhängen finde ich...
Wie soll ich mich jetzt verhalten? Fühle mich als die "Böse" oder "Anstifterin". Will mir nie nichts vorhalten lassen...
LG

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29. April 2005 um 10:09
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Danke...
Danke michi881 für den Tipp/Antwor!
Mein Freund denkt genauso darüber, er findet sich auch alt genug dazu und möchte auch sein eigenes Leben (mit mir) aufbauen. Die beste Aussage von ihm dazu war (wort wörtlich): "Früher hat sich auch keiner um mich geschissen...!"
Hm, Bequemlichkeit würde ich das nicht nennen, eher depressiv, suizidgefährdet und dergleichen. Aber ich kann und will darauf keine Rücksicht nehmen!!!
Ich komme aus einer "normalen" Familie, bin gut erzogen, kann mit Geld umgehen usw. Mir fehlt für solches Verhalten (das ganze Leben der Frau)einfach das Verständnis und hab nicht wirklich eine Beziehung zu ihr.
Ob man sein Leben nach anderer Vorstellungen richtet, sollte immer von der Situation abhängen finde ich...
Wie soll ich mich jetzt verhalten? Fühle mich als die "Böse" oder "Anstifterin". Will mir nie nichts vorhalten lassen...
LG

Na komm...
Hi Schnuffel,
na komm, red Dir nichts ein! Du bist weder die "böse" noch sonst was. Wenn Dein Freund ebenso denkt, glaubst du nicht, daß er sich dann eines Tages ohne viel Rücksicht und Bla Bla aus Muttis Leben zurück zieht? Er hat eine eigene Meinung, er hat mit der Frau genügend erlebt und ich denke Entscheidungen treffen kann er auch. Ich würde das an deiner Stelle so machen: Nimm Du dir ne Wohnung, die auch für euch zwei reichen würde. Achte etwas darauf, daß diese Wohnung nicht unbedingt in Reichweite dieser Mutti liegt. Bei Ihr, oder jemandem der mit Ihr zu tun hat, würde ich über dieses Thema nicht mehr reden. Die Entscheidung, dieses Thema Mutti und Unterstützung würde ich gänzlich Ihm überlassen. Geh du deinen Weg, (irgendwann zeihste ja eh von zu Hause aus..)
und er kann sich überlegen ob er mitzieht. Doch dir kann keiner vorwerfen, du hättet ihn angestiftet oder du bist die böse. Ist dir eigendlich schon mal der Gedanke gekommen, daß viele Leute die so ein Verhalten haben, das ich Bequemlichkeit nenne, das auch dazu nutzen, um andere an sich zu binden? "Wenn du gehst... dann werd ich depressiv... dann muss ich mir womöglich noch das Leben nehmen, damit ich deine Aufmerksamkeit bekomme, aber dann ist es zu spät und du darfst dich dein Leben lang mit Vorwürfen quälen." Hast du es schon mal von der Seite aus gesehen? Wenn sie sich wirklich das Leben nehmen will, dann tut sie das auch, ob Söhnchen nun in der Nähe ist oder nicht. Verhindern kann das niemand, ja.. 2 - 3 mal retten... aber irgendwann schaffts sies dann. Von so einem rücksichtslosen Verhalten würde ich mich nicht einschüchtern lassen. Wenn er auszieht, ist er ja nicht von der Erde verschwunden, sie ist dann nur gezwungen, Ihren Hintern mal selber zu bewegen (Gang auf die Ämter für Unterstützung usw) ...deswegen depressiv zu werden und seinem Umfeld mit Selbstmord zu drohen... find ich dreist.
Ich hab mit sowas meine Erfahrungen gemacht.. und Anfangs dachte ich auch : um Gottes Willen, fühlte mich verantwortlich und hab mich selber fast verbogen um meinem Gegenüber eine "Depression" zu ersparen. Doch auf der nervlichen Strecke blieb ich!! Eines Tages platze mir der Kragen nach einer erneuten Selbstmordankündigung und ich reagierte zielmich kalt und sagte : ok, dann bring dich endlich um, aber sei so gut und mach das bei schönem Wetter, bei so nem Sauwetter (es war Winter) steh ich nicht auf nen Friedhof und frier mir was ab!.. es sei denn, du legst keinen Wert darauf, ob ich zu deiner Beerdigung komme! Ok, das hat gesessen! Ob du es nun glaubst oder nicht, von diesem Tag an waren Depressionen oder das Thema Selbstmord, samt meiner Angst dazu, VERGANGENHEIT. Dieses Thema war damals bei mir als reines Druckmittel genutzt worden, bis ich zeigte, daß ich mich nicht mehr drücken lass. Das hab ich dir nur erzählt, damit du siehst, daß du dir die Situation genau überlegen sollst, an welchem Punkt du dein Leben nach einer Vorstellung eines anderen richten kannst. Klar, ist es von der Situation abhängig, aber manchmal schätzt man etwas völlig falsch ein und geht deswegen einen aufopferungsvollen "Leidensweg" der nicht unbedingt sein muss.
Die Entscheidung letztendlich liegt bei euch beiden, nur würde ich deinem Freund sagen, daß du dich da nicht unter Druck setzen lässt, dir nicht die "Böse" nachtratschen lässt und trotzdem deinen Weg mit der Wohnung gehst. So kann er sich vielleicht auch leichter entscheiden, weil er weiß, Du ziehst es sowieso durch.
Um der Mutter ein wenig Ruhe zu vermitteln, wäre es ev. nicht schlecht, wenn Ihr beide vorm Auszug gemeinsam ein einen Tisch hockt, die finanzielle Situation der Mutter durchleuchtet und euch informiert, wo sie sonst noch Stütze herbekommt. So signalisiert ihr : wir lassen dich nicht hängen. Würde die Sache sicher auch noch entschärfen. Aber nur Ihr zuliebe und wegen Ihren Depressionen, nicht auf eigene Füße zu stehen... das würd ich mir an eurer Stelle verkneifen.
Besprich das Ganze bei nem Glässchen Rotwein mit deinem Freund ... ich denke, ihr werdet eine für euch passable Lösung finden. Falls du magst, kannst dich ja noch melden was draus wurde.
Viel Glück

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29. April 2005 um 13:28
In Antwort auf

Na komm...
Hi Schnuffel,
na komm, red Dir nichts ein! Du bist weder die "böse" noch sonst was. Wenn Dein Freund ebenso denkt, glaubst du nicht, daß er sich dann eines Tages ohne viel Rücksicht und Bla Bla aus Muttis Leben zurück zieht? Er hat eine eigene Meinung, er hat mit der Frau genügend erlebt und ich denke Entscheidungen treffen kann er auch. Ich würde das an deiner Stelle so machen: Nimm Du dir ne Wohnung, die auch für euch zwei reichen würde. Achte etwas darauf, daß diese Wohnung nicht unbedingt in Reichweite dieser Mutti liegt. Bei Ihr, oder jemandem der mit Ihr zu tun hat, würde ich über dieses Thema nicht mehr reden. Die Entscheidung, dieses Thema Mutti und Unterstützung würde ich gänzlich Ihm überlassen. Geh du deinen Weg, (irgendwann zeihste ja eh von zu Hause aus..)
und er kann sich überlegen ob er mitzieht. Doch dir kann keiner vorwerfen, du hättet ihn angestiftet oder du bist die böse. Ist dir eigendlich schon mal der Gedanke gekommen, daß viele Leute die so ein Verhalten haben, das ich Bequemlichkeit nenne, das auch dazu nutzen, um andere an sich zu binden? "Wenn du gehst... dann werd ich depressiv... dann muss ich mir womöglich noch das Leben nehmen, damit ich deine Aufmerksamkeit bekomme, aber dann ist es zu spät und du darfst dich dein Leben lang mit Vorwürfen quälen." Hast du es schon mal von der Seite aus gesehen? Wenn sie sich wirklich das Leben nehmen will, dann tut sie das auch, ob Söhnchen nun in der Nähe ist oder nicht. Verhindern kann das niemand, ja.. 2 - 3 mal retten... aber irgendwann schaffts sies dann. Von so einem rücksichtslosen Verhalten würde ich mich nicht einschüchtern lassen. Wenn er auszieht, ist er ja nicht von der Erde verschwunden, sie ist dann nur gezwungen, Ihren Hintern mal selber zu bewegen (Gang auf die Ämter für Unterstützung usw) ...deswegen depressiv zu werden und seinem Umfeld mit Selbstmord zu drohen... find ich dreist.
Ich hab mit sowas meine Erfahrungen gemacht.. und Anfangs dachte ich auch : um Gottes Willen, fühlte mich verantwortlich und hab mich selber fast verbogen um meinem Gegenüber eine "Depression" zu ersparen. Doch auf der nervlichen Strecke blieb ich!! Eines Tages platze mir der Kragen nach einer erneuten Selbstmordankündigung und ich reagierte zielmich kalt und sagte : ok, dann bring dich endlich um, aber sei so gut und mach das bei schönem Wetter, bei so nem Sauwetter (es war Winter) steh ich nicht auf nen Friedhof und frier mir was ab!.. es sei denn, du legst keinen Wert darauf, ob ich zu deiner Beerdigung komme! Ok, das hat gesessen! Ob du es nun glaubst oder nicht, von diesem Tag an waren Depressionen oder das Thema Selbstmord, samt meiner Angst dazu, VERGANGENHEIT. Dieses Thema war damals bei mir als reines Druckmittel genutzt worden, bis ich zeigte, daß ich mich nicht mehr drücken lass. Das hab ich dir nur erzählt, damit du siehst, daß du dir die Situation genau überlegen sollst, an welchem Punkt du dein Leben nach einer Vorstellung eines anderen richten kannst. Klar, ist es von der Situation abhängig, aber manchmal schätzt man etwas völlig falsch ein und geht deswegen einen aufopferungsvollen "Leidensweg" der nicht unbedingt sein muss.
Die Entscheidung letztendlich liegt bei euch beiden, nur würde ich deinem Freund sagen, daß du dich da nicht unter Druck setzen lässt, dir nicht die "Böse" nachtratschen lässt und trotzdem deinen Weg mit der Wohnung gehst. So kann er sich vielleicht auch leichter entscheiden, weil er weiß, Du ziehst es sowieso durch.
Um der Mutter ein wenig Ruhe zu vermitteln, wäre es ev. nicht schlecht, wenn Ihr beide vorm Auszug gemeinsam ein einen Tisch hockt, die finanzielle Situation der Mutter durchleuchtet und euch informiert, wo sie sonst noch Stütze herbekommt. So signalisiert ihr : wir lassen dich nicht hängen. Würde die Sache sicher auch noch entschärfen. Aber nur Ihr zuliebe und wegen Ihren Depressionen, nicht auf eigene Füße zu stehen... das würd ich mir an eurer Stelle verkneifen.
Besprich das Ganze bei nem Glässchen Rotwein mit deinem Freund ... ich denke, ihr werdet eine für euch passable Lösung finden. Falls du magst, kannst dich ja noch melden was draus wurde.
Viel Glück

PN
Hab dir grad eine Privatnachricht geschickt, ich glaube es hat nicht ganz funktioniert (keine Bestätigung). Kannste mal nachschaun und kurz bekannt geben? Danke, lg!

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2. Mai 2005 um 11:42

Erledigt...
Ob ich mir jetzt alleine eine eigene Wohnung nehmen würde, würd sich gleich bleiben da er jeden Tag bei mir ist und dort auch schläft und nur zum Essen heim geht. Aber mittlerweile hat sich die Sache eh geklärt, danke aber für die Ratschläge!

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