Forum / Meine Familie / Familie - Beziehungen zu Schwiegereltern und Schwiegerfamilie

Schwiegermutter stellt sich überall als unser "Opfer" dar

18. März 2011 um 9:06 Letzte Antwort: 24. März 2011 um 19:41

Unsere "Vorgeschichte": Seit der Geburt unseres Sohnes (jetzt 2 1/4) können wir es meiner Schwiegermutter (Frauenärztin) nie recht machen. Daran hatten wir uns mehr oder weniger gewöhnt, wobei mein Mann immer hinter mir steht. Sie wollte von Anfang an den Kleinen immer alleine haben, hat ihn mir vom Krankenbett weg ins Badezimmer getragen beim Erstkontakt. Andererseits hat sie uns nie zu Hause besucht bzw kam nur zu Geburtstagen und nach mehrfacher Bettel-einladung vorbei. Sie in die Betreuung unseres Sohnes einzubinden ist uns leider nicht gelungen, da sie an meinen langen Arbeitstagen (Di, Do, kann ich nicht ändern, weil Dienstberatungen vom Chef festgelegt werden) lange Spechzeiten hat und ich somit meine Mutti um Hilfe bitte, damit der Kleine nicht bis 5 in der Kita sitzen muss. Mittwochs hat sie nur bis Mittag Sprechzeit - kam in den 2 Jahren aber da auch nur ganze 2mal nach ewigem Drängeln vorbei. Sie arbeitet 15autominuten von unserem Wohnort entfernt - wohnt aber 45autominuten entfernt, so dass ich schwer den kleinen nach halb 4 in der Kita holen, zu ihr fahren und um halb 7 wieder zu hause sein kann - den Stress tu ich mir nicht an. An den Wochenenden hat sie entweder Dienst oder ihre 4jährige Stiefenkelin zur Betreuung, so dass sie da auch nur dann zeit hat wenn wir gerade mal nicht können (weil wir auch sowas wie ein Familienleben haben möchten und nciht immer nur nach ihrer Nase laben wollen.) Ich schicke regelmäßig Rundmails mit Fotos - ihre Antwort:
und jetzt mein Problem: Folgende email von ihr hatte ich im Postfach:

Liebe S*, vielen Dank für die Mail.H* ist ein süßer Kerl,Ihr könnt stolz auf ihn sein. Bitte lösche mich aus Deinem Verteiler- diese E-Mails sind für mich inzwischen wie Psychoterror, zwischenzeitlich hatte ich sie nicht geöffnet.Ich gehe immer noch davon aus, daß Du ( natürlich auch P*) Dir nicht bewußt bist , wie sehr Ihr mich trefft. Ich mag mir nicht vorstellen, dass es Vorsatz ist.Auch W* ist von eurer Kälte und Distanziertheit sehr enttäucht. Die Familien H* und V* *(meine Eltern und sie)* werden mit zweierlei Maß behandelt und das berichtest Du,S* , mir jedes Mal, wenn wir uns sehen, dann noch die E-mails.Mein Sohn redet erst gar nicht- er will Ruhe an der Front. Wie sehr hätten wir uns auch gefreut, einmal zum Grillen eingeladen zu werden, oder Henry bleibt mal 2 Stunden bei uns-Ihr geht einkaufen- mal ein Überraschungsbesuch bei uns.S*, Du bist im Dorf und sagst noch nicht mal guten Tag zu uns. Ich versichere Euch nochmals, daß ich mir keinen so gravierenden Grund vorstellen kann, der Eure Distanziertheit rechtfertigen könnte.Du lehnst jedes Gespräch ab, P* will seine Probleme selbst lösen und meint ,ich sei selbst daran Schuld ( warum erklärt mir das nicht mal jemand?), dass ich Henry nicht allein haben durfte und offensichtlich jetzt auch noch nicht allein haben darf. Ich hätte noch viel zu sagen, aber ich denke, es ist die Zeit gekommen ,daß ich nun die Distanz zu Euch will.. Ich möchte niemand sein, der zu Anlässen eingeladen wird, weil ich eben nun mal P* Mutti bin, und sich sonst aber nicht einbringen darf. Auch ich brauche etwas Herzlichkeit und hätte ich P* (Stiefenkelin) und meine zwei Stieftöchter nicht gehabt, wäre ich wohl schon durchgedreht. Auch ist es mir ein Trost, dass H* so lieb zu mir ist. Kinder merken auch, wer es gut meint .Leider ist mir in der Entwicklung meines Enkelkindes viel entgangen.W*s Adresse kannst Du auch löschen , er hat die alte AOL Adresse. Alles Gute R*

Anmerkung: Es gab vor einem Jahr ein solches Gespräch, nach welchem Sie mit Verdacht auf Herzinfarkt ins KKH musste...

Mein Mann leidet so, ich zerbrech mit Tag und Nacht den Kopf... Habt ihr eine Idee für uns??? sorry dass es so lang geworden ist ...

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18. März 2011 um 14:45

Ich würde mir an eurer Stelle
einen Mediatior suchen, denn ihr scheint verschiedene Sprachen zu sprechen. Einer versteht den anderen nicht und jeder ist zutiefst verletzt.
Gruß Melike

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18. März 2011 um 19:16
In Antwort auf melike13

Ich würde mir an eurer Stelle
einen Mediatior suchen, denn ihr scheint verschiedene Sprachen zu sprechen. Einer versteht den anderen nicht und jeder ist zutiefst verletzt.
Gruß Melike

Danke
... für deine schnelle Antwort! Ich denke, dein Eindruck passt - das ist ein sehr guter Tipp. Sollte ich mich dann am besten an eine Beratungsstelle wenden? Familienangehörige sind denk ich immer irgendwie befangen...

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19. März 2011 um 12:49

Wenn ich nicht gerade....
...selbst so eine schreckliche Zeit mit meiner Schwiegermutter durchmachen würde, hätte ich gesagt: Man muss einfach mal miteinander reden. Am besten nur du und deine Schwiegermutter an einem neutralen Ort. Es liest sich ja ein bisschen so, als würde sie dir persönlichen Vorsatz unterstellen, dass sie ihr Enkelkind kaum sieht - es aber vor allem das (Arbeits-)Zeitmanagement verhindert und keiner etwas dafür kann. Bzw. du es sogar umgekehrt wahrnimmst, dass sie kein größeres Interesse hat. Normalerweise müsste man so ein "Missverständnis" ja ausräumen können. Aber leider ist es ja manchmal nicht möglich, vernünftig Argumente auszutauschen, wenn verletzte Gefühle und Eitelkeiten im Spiel sind. Ich z.b. komme in Gesprächen gar nicht mehr an meine Schwiegermutter heran - obwohl ich es ruhig probiere. Dieses "Lösche mich aus deinem Verteiler" ist theatralisch und wenig konstruktiv, da kannst du nichts dafür.
Dass dein Mann mitleidet, tut mir leid. Mein Mann leidet gerade auch sehr und es ist schlimm, das mitansehen zu müssen - das kann ich gut nachempfinden Was sollst du da noch machen? Sie schreibt ja nicht, ich habe ein Problem mit euch, lasst uns darüber reden, sondern signalisiert "Ich will nicht mehr. Punkt". Mir gehts gerade genauso.....und ich bin ebenso ratlos. Hoffe für euch, dass ihr das ausräumen könnt!

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24. März 2011 um 19:41
In Antwort auf vosgi_11891678

Wenn ich nicht gerade....
...selbst so eine schreckliche Zeit mit meiner Schwiegermutter durchmachen würde, hätte ich gesagt: Man muss einfach mal miteinander reden. Am besten nur du und deine Schwiegermutter an einem neutralen Ort. Es liest sich ja ein bisschen so, als würde sie dir persönlichen Vorsatz unterstellen, dass sie ihr Enkelkind kaum sieht - es aber vor allem das (Arbeits-)Zeitmanagement verhindert und keiner etwas dafür kann. Bzw. du es sogar umgekehrt wahrnimmst, dass sie kein größeres Interesse hat. Normalerweise müsste man so ein "Missverständnis" ja ausräumen können. Aber leider ist es ja manchmal nicht möglich, vernünftig Argumente auszutauschen, wenn verletzte Gefühle und Eitelkeiten im Spiel sind. Ich z.b. komme in Gesprächen gar nicht mehr an meine Schwiegermutter heran - obwohl ich es ruhig probiere. Dieses "Lösche mich aus deinem Verteiler" ist theatralisch und wenig konstruktiv, da kannst du nichts dafür.
Dass dein Mann mitleidet, tut mir leid. Mein Mann leidet gerade auch sehr und es ist schlimm, das mitansehen zu müssen - das kann ich gut nachempfinden Was sollst du da noch machen? Sie schreibt ja nicht, ich habe ein Problem mit euch, lasst uns darüber reden, sondern signalisiert "Ich will nicht mehr. Punkt". Mir gehts gerade genauso.....und ich bin ebenso ratlos. Hoffe für euch, dass ihr das ausräumen könnt!


Danke für deine wirklich verständnisvolle Antwort - du bringst es auf den Punkt! Alle reden aneinander vorbei und fühlen sich angegriffen. Wir lassen sie auf jeden Fall in Ruhe - vielleicht gibt es nach einigen Wochen - Monaten Funkstille wieder eine Chance - nur weiß ich dass ich das nciht jedes jahr aufs neue durchstehen kann und will - letztes Jahr um die Zeit gabs das gleiche Theater nur dass dieses Mal mein Mann auch zumacht , hinter mir steht und eben nicht mit unserem Kleinen zu ihr fährt, damit sie mal mit ihm spielen kann. Das hatte sie nämlich damals mit diesem Ton und Gezick erreicht.
Ich hoffe, dass sich das bei dir auch wieder bisschen entspannt - es ist unerträglich wenn man jeden Moment aufpassen muss was man wie sagt und am Ende ists trotzdem falsch. Mitfühlende Grüße ...

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