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Schwiegereltern nehmen eigene Tochter nicht ernst

27. Juli 2016 um 9:06

Hallo,
meine Freundin und ich verstehen uns bestens und führen eine gesunde Beziehung, studieren beide nicht in unserer Heimatstadt. Ab und zu besuchen wir unsere Eltern. Ihre werden öfters besucht, weil sie nur 2,5 Autostunden entfernt wohnen.
Mein Problem sieht so aus, dass ich(m,32) mit der Familie meiner Freundin nicht klar komme. Also mir persönlich haben sie nichts getan, wir sehen uns ab und zu auf einen Kaffee bei Ihnen oder sind schonmal über nacht dort, wenn wir ab und zu in Ihre Stadt kommen. Zu mir sind Sie freundlich und nett und ich kann ganz gut mit Ihnen reden.
Allerdings, und da liegt mein Problem: Meine Freundin, ihre Tochter also, wird nicht ernst genommen von ihren Eltern. In meinem Beisein bekomme ich nichts davon mit, vielleicht bis auf die stichelnde Art der Mutter. Aber was ich erzählt bekomme, lässt mich den Kopf schütteln und macht mich teilweise sogar wütend (was ich nicht gerne bin!). Die Situation sieht so aus: Mama hat Angst um Tochter, glaubt sie bekommt alleine nichts hin, macht sich über sie lustig, lässt keine Diskussionen zu, behandelt ihre Tochter (26) wie ein Kleinkind, akzeptiert kein "Nein" von ihrer Tochter (egal zu welchen Anlässen - es bricht eine Welt zusammen, wenn die Tochter nicht so will wie sie), mit ihrem Sohn tuschelt und kichert sie über ihre Tochter, wenn sie dabei ist, wie im Kindergarten. Der Sohn, der Bruder meiner Freundin(30), stellt sich immer hinter die Mutter, bzw redet ihr nach dem Mund und macht mit ihr gemeinsam meine Freundin klein und behandeln sie von oben herab, als "schwarzes Schaf" der Familie, als Kind das nicht weiß was für sie gut ist und eh nichts alleine zusammenbringt. Die Mutter bringt schon auch so Hämmer wie "Wegen Dir (ihrer Tochter) bin ich depressiv" und generell lässt sie sie immer spüren (im lauten und im stillen Vorwurf) dass sie wegen ihr unglücklich ist. Dazu kommt dass die Mutter eine sehr energische Person ist, die aber manchmal glaube ich nicht nachdenkt beim reden, so kommen schon auch mal die einen oder anderen subtilen rassistischen Kommentare. Der Vater hält sich diplomatisch raus, meine Gespräche mit ihm bleiben aber jedesmal oberflächlich.
Ich schreib das hier aus akutem Anlass: Meine Freundin war jetzt 2 Tage mit ihrer Familie radeln, obwohl sie nicht wollte (aus gutem Grund bzw Vorahnungen). Ich war noch vor ein paar Monaten dabei, als die Mutter zu ihr meinte: Überlegs dir, ob du mitfahren möchtest. Vor ein paar Wochen, als dann nachgefragt wurde, ist das NEIN meiner Freundin nicht akzeptiert worden, die Mutter hat geweint und hat meiner Freundin das leben schwer gemacht (fängt hier schon mentaler Missbrauch an?), bis schließlich der Vater anrief und sie versönlich dazu überredet hat.
Nun ist sie (heute zum Glück am letzten Tag) im Urlaub mit ihnen und es gehen ganu diese Spielchen ab: die Mutter und der Sohn reden sie schwach an, belächeln sie und ärgern sie mit genau den Kleinigkeiten von denen sie wissen, dass es meine Freundin zur Weißglut treibt, aber ausgelacht wird, wenn sie sich dann über diese Kleinigkeiten beschwert.
Und jetzt mach ich mir Gedanken, wie ich mit meiner Wut, die da bei mir hochkocht umgehen soll. Meine Freundin ist da irgendwie in der Situation in der Familie gefangen. Sie mag ihre Mutter auch nicht und ihren Bruder, aber...Familie halt, sie ist jedesmal wieder froh wenn der Familienbesuch beendet ist und sie (oder wir) wieder wegfahren von dort. Wenn ich sowas alles mitbekomme, hab ich eigentlich keine Lust überhaupt noch irgendwie mit diesen Leuten zu verkehren, die meiner Freundin das Leben so schwer machen, allerdings will ich meine Freundin mit so einem Verhalten nicht noch zusätzlich stressen. Das ist ja jetzt noch nicht der Fall, aber ich weiß wirklich nicht, wie und ob ich mit denen nochmal normal umgehen kann, wenn die so einen auf Kindergarten machen.
Ich weiß echt nicht wie ich für mich und meine Freundin damit halbwegs gesund umgehen soll..
Herzlichen Dank fürs Lesen und evtl den ein oder anderen Tipp!
LG

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