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Schwester ist Alkoholikerin:wie verhalten wir uns auf Vaters Beerdigung

25. Dezember 2009 um 23:18

Hallo,

mein Vater liegt z.Zt. im Sterben.
Der Arzt sagt, event. noch ganz wenige Tage.
Meine Mutter bat mich(ältere Tochter) ihr dann bei den beerdigungsformalien zu helfen. Das werde ich auch tun.

Unser Horror : meine jüngere Schwester ist allerdings schwerste Alkoholikerin- sie kam schon vor einigen Tagen sturzbetrunken in die Klinik um Vater zu besuchen.
Lallte dann.
Aller hochpeinlich.
Wenn jetzt meine Schwester vom Tod erschüttert wird- wird sie sich auch betrunken dementsprehend bei der Beerdigung aufführen.Wir ängstigen uns wie peinlich das dann mal erst wird.
Sie ist schwere Alkoholikerin. Wir haben sie inständig gebeten- heute unseren Papa bite zu Weihnachten nüchtern noch zu besuchen.
Vater hat es ja nicht bemerkt.
Aber sie roch wie eine ganze Kneipe.

Meine Mutter schämt sich so. Soll ich als ältere Schwester sie nötigenfalls auf dem Friedhof zum Gehen auffordern??
Alles ganz schlimm.

Wie können wir uns da verhalten- sie hat ja das Recht zur Beerdigung des Vaters zu erscheinen- aber sturzbetrunken wie sie immer rumläuft????
Ihr ins Gewissen zu reden- alles schon verscht- sie hört nicht, hat keinen Respekt.
Auch mein Schwager(Schwesters Ehemann) säuft wie ein Loch.
Oh Gott- was soll dann dort auf dem Friedhof abgehen??

LADYGAGA50

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26. Dezember 2009 um 15:51

Geht nicht
Generell: ich glaube nicht, dass ihr "anlassbezogen" eine Verhaltensänderung bewirken könnt. Mit grösster wahrscheinlichkeit wird deine Schwester sich auch zur Beerdigung in der für sie üblichen Weise benehmen.

Alkoholismus ist eine Krankheit, eine Sucht, die sich u.a. in Kontrollverlust äussert. Insofern ist es unrealistisch, von einem Süchtigen zu erwarten oder gar zu verlangen, dass er - plötzlich - die Kontrolle ergreift und sein Verhalten reguliert.

Ihr müsst es wohl aushalten. Nicht aus Fatalismus, sondern aus Einsicht in die Situation. Krank bedeutet eben: krank.

Ich habe den Eindruck, ihr geht in einer gewissen Weise miteinander um, die euch alle belastet. Ihr scheint recht festgefahrene, fixe Rollen zu haben. Deine Mutter und du, ihr seid die Kontrollierten, deine Schwester ist das schwarze Schaf.
Stimmt vielleicht auch.
Aber möglicherweise haben genau derartige Zuordnungen und damit verbundene Kränkungen deine Schwester in die Sucht getrieben?

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