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Schwerkranke Mutter

3. Juni 2018 um 20:40

Hallo,

ich bin 24 Jahre alt. Bei meiner Mutter wurde vor ca. 4 Jahren eine spezielle Form von Parkinson diagnostiziert, seitdem geht es steil bergab... Erst waren die Ärzte sehr zuversichtlich, da man die Krankheit mit Medikamenten gut behandeln kann. Bei meiner Mutter hat jedoch von Anfang an nichts geholfen. Es folgten zahlreiche Aufenthalte in Spezialkliniken aber niemand konnte die sie richtig "einstellen", stattdessen wird es einfach immer noch schlimmer. Meine Mutter ist nicht wieder zu erkennen und die ganze Familie leidet sehr darunter. Da meine Schwester und ich mittlerweile auch ausgezogen sind, hängt alles an meinem Papa. Ich versuche sie so oft wie möglich zu besuchen und meinen Papa zu unterstützen, jedoch weiß ich nicht wirklich wie... ich könnt jedes mal so heulen wenn ich meine Mama so sehe. Wie muss das nur für meinen Vater sein? Das zerreißt mich so. Er und sie müssten unbedingt mal wieder was schönes erleben, vorallem mein Papa bräuchte so dringend einen Urlaub. Hat jemand irgendwelche Tipps für mich? Vielleicht hat jemand dasselbe Problem. Wie geht ihr damit um und hat jemand vielleicht eine Idee wie die beiden Urlaub machen können wo beide etwas davon haben? Meine Mutter ist pflegebedürftig. Danke!

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5. Juni 2018 um 17:59


Ich denke dass es gut ist dass du dich um deine Eltern kümmerst! Andernseits muss ich sagen dass ein Urlaub für deine Eltern ev. eine totale Überforderung bedeuten würde! Zuhause ist jeder Handgriff eingeübt! Ich bin Krankenschwester, habe 21 Jahre in ein einem Pflegeheim gearbeitet umd war und bin Angehörige von alten und kranken Menschen!  Manchmal ist es schwierig zuzuschauen wie die Eltern gesundheitlich abbauen! ist für dich ev. das grössere Problem als für sie selbst!
an deiner Stelle würde ich einfach deinem Vater sagen dass er sich bei dir melden soll, bevor er zusammenklappt!
Einfach da sein! Sonst nichts! Es gibt ja viel Stellen, die Entlastung anbieten! Alles Gute dir!

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5. Juni 2018 um 21:39

Es ist wichtig, dass dein Papa Verschnaufpausen hat. Hast du mal mit der Krankenkasse gesprochen, welche Hilfen ihm zustehen? Vielleicht könntet ihr Kinder euch mal eine Woche mit der Fremdbetreuung mitkümmern, so dass er in die Ferien fahren könnte?

Ich erinnere mich an den Schulfreund meines Papas, der MS hatte und von seiner Frau gepflegt wurde bis zum Tod. Sie lehnte jede Hilfe ab (für ihr Pflichtgefühl gab es aber Gründe). Sie ging an der Pflege aber selber kaputt.

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12. Juni 2018 um 11:06

Danke euch allen für eure Beiträge, nehme mir alles zu Herzen!
Aktuell ist meine Mama 1 Tag in Tagespflege. Ich versuch meine Eltern so oft es geht zu besuchen, aber ich bin voll berufstätig. Habe meinem Papa auch schon öfters angeboten mal eine Woche oder 2 freizunehmen damit er wegfahren kann, leider möchte er das irgendwie gar nicht. Denke oft er möchte uns Kinder so weit wie möglich von allem fernhalten weil er besonders bei mir weiß dass ich da total sensibel bin.... War schon immer Mamakind  Ehrlich gesagt wüsste ich auch nicht ob ich mir das noch zutraue... Sie ist mittlerweile wirklich richtig pflegebedürftig und ich habe so Angst iwas falsch zu machen. 

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12. Juni 2018 um 11:48

Nehmt bitte alles in Anspruch was ihr könnt, wie es der Pflegegrad den deine Mutter hoffentlich hat zulässt. Niemand muss sich etwas beweisen,wenn man einen Angehörien pflegen muss. Es ist zwar anfangs schwer zu zulassen, dass jemand fremdes kommt, aber alles andere führt sehr oft zur kompletten Selbstaufgabe.
Es gibt mehrere Möglichekeiten. Pflege daheim mit einem guten ambulanten Dienst, für sehr schwer erkrankte oder Menschen bei denen es abzusehen ist, dass es nicht mehr lange dauert, gibt es nochmal spezielle Hospiz Dienste die zu Hause dann behandeln.
Tages- und Kurzzeitpflege wie du ja unten schon schriebst.

Man kann auch Hilfen für den Haushalt bekommen,wenn man einen Pflegegrad hat, bzw die Angehörigen können das beantragen. Da muss dann ein geringer Teil dazu gezahlt werden.
Ein Heim muss nicht sein, aber bevor man selbst ins Gras beißt,vor lauter Erschöpfung ist das immer noch eine bessere Option. Nicht alle Heime sind schlecht, leider wird das Personal oftmals verheizt und die müssen sich eben an die Angaben zum Pflegemanagment halten.
Für alles gibt es Zeitangaben.

Wobei ich Kombinationen wie oben genannt ganz gut finde.
Es gibt Angehöroge die würden sich kaputt pflegen, weils eben auch Geld gibt, andere, meist sind es Frauen die selbst noch arbeiten, verlieren dadurch einiges.
Ich habe selbst zwei pflegebedürftige Kinder, hier ist es so, dass ich das bei der Rente angeben kann. Ob das zb bei dir der Fall ist, wenn du deine Mama pflegst solltest du genauestens in Erfahrung bringen. Arbeitet dein Papa noch?

Hat deine Mama eine Patientenverfügung gemacht? Leider ist es oft so,dass sich die Persönlichkeit verändert, durch die Krankheit selbst, durch Medikamente, die schwieirge Situation.
Da erkennt man oft seine Eltern nicht mehr.
Darum ist es wichtig, dass ihr euch helfen lasst soweit es geht, damit es für alle zwar eine schwierige aber trotzdem auch eine "schöne Zeit" ist.
 

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12. Juni 2018 um 12:23
In Antwort auf lori1223

Es ist wichtig, dass dein Papa Verschnaufpausen hat. Hast du mal mit der Krankenkasse gesprochen, welche Hilfen ihm zustehen? Vielleicht könntet ihr Kinder euch mal eine Woche mit der Fremdbetreuung mitkümmern, so dass er in die Ferien fahren könnte?

Ich erinnere mich an den Schulfreund meines Papas, der MS hatte und von seiner Frau gepflegt wurde bis zum Tod. Sie lehnte jede Hilfe ab (für ihr Pflichtgefühl gab es aber Gründe). Sie ging an der Pflege aber selber kaputt.

Es gibt die Kurzzeitpflege, 
für z.b. 21 Tage in einer Pflege Einrichtung.

Dein Vater könnte in dieser Zeit eine komplette Auszeit nehmen.

Besuchen kann er sie aber auch. 

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