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Schwerkranke Mutter

13. Juli 2017 um 10:41

Liebe Leute, vielleicht könnt ihr mir helfen?

Meine Mama ist schon seit mehr als 20 Jahren schwer krank. Sie hat SLE ( systemischen Lupus erythematodes) mit etlichen Organbeteiligungen. Mit ihrer halbjährigen Therapie und natürlich den anderen Medikamenten ist sie zwar berufsunfähig, aber es war irgendwie ein halbwegs erträgliches Leben möglich.

Nun kam Anfang des Jahres eine neue Symptomatik dazu und zwar fing sie an nichts mehr zu verdauen, zu resorbieren und wurde mit akuten Schmerzen im Darm eingeliefert. Sie wog nicht mal mehr 40 Kilo und war am Ende ihrer Kräfte. Nach 3 verschiedenen Krankenhausaufenthalten und etlichen Untersuchungen (auch Unverträglichkeitstests) wurde ihr nur gesagt, sie müsse selbst rausfinden, welche Lebensmittel sie vertrage und welche nicht. Nach 6 Monaten weiß man endlich, das die Darm Symptomatik vom Lupus kommt.

Und genau, das ist der Punkt, sie klammert sich nun an jedes Buch, das für eine Krankheit ist (Krebsdiät, Lupus Diät, Glutenfreie Diät etc.) und obwohl sie selbst sagt, dass diese Diäten ihr zu extrem sind, weiß sie nicht mehr was sie essen soll.... weil entweder sie hat extreme Schmerzen im Darm, wo ihr das Essen vergeht oder sie bekommt Durchfall.

Sie hatte natürlich auch Termine bei Diätologen aber außer, das sie diese hochkalorischen Trinkpäckchen trinken soll und Schonkost essen soll, war da nicht. Außerdem bekommt sie von diesen Trinkpäckchen auch wieder Durchfall.

Ich bin halt auch mit meinem Latein am Ende, weil ich 1. nicht weiß wie ich sie unterstützen kann und 2. nicht weiß was ich ihr raten soll zu essen.

(Noch zur Info ich lebe zum Studieren ca. 250 KM entfernt und sie lebt mit ihrem Mann zusammen, aber der unterstützt sie halt gar nicht =(. Mein Onkel & ich sind ihre einzige Stütze aber wir wissen selbst nicht mehr, wie wir sie aufbauen können)

Sorry für den langen Text.

Liebe Grüße

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13. Juli 2017 um 11:08

Da haben die Ärzte schon recht, dass sie selbst herausfinden muss, was sie verträgt und was nicht. Selbst bei superspezifischen Krankheiten ist es oft noch total individuell was die einzelnen Leute vertragen und was nicht.
Im Endeffekt muss sie es so machen: Sie muss sich drei, vier Mahlzeiten aussuchen, die sie gut verdauen kann. Also ein Frühstück, ein Mittagessen, Abendessen und evtl. noch eine Zwischenmahlzeit. Das isst sie erstmal jeden Tag und das wäre ihre Basis. Wenn das gut geht, dann ändert sie das Mittagessen und probiert hier ein (!) neues Lebensmittel aus. Zum Beispiel Hirse statt Reis, die Beilage/Soße bleibt komplett gleich. Oder sie macht ihren Basistag und isst dann als Zwischenmahlzeit statt einer Banane ein Joghurt. Wenn es ihr schlecht geht, mach sie so lange ihren Basistag, bis es ihr wieder besser geht.
Nach und nach sollte sollte sie einen Grundstock an Lebensmitteln haben, die sie verträgt. Es werden auch Lebensmittel dabei sein, die sie mal verträgt und mal nicht. Die sollte sie dann nur essen, wenn es ihr wirklich gut geht.

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13. Juli 2017 um 11:33
In Antwort auf lumusi_12929047

Da haben die Ärzte schon recht, dass sie selbst herausfinden muss, was sie verträgt und was nicht. Selbst bei superspezifischen Krankheiten ist es oft noch total individuell was die einzelnen Leute vertragen und was nicht.
Im Endeffekt muss sie es so machen: Sie muss sich drei, vier Mahlzeiten aussuchen, die sie gut verdauen kann. Also ein Frühstück, ein Mittagessen, Abendessen und evtl. noch eine Zwischenmahlzeit. Das isst sie erstmal jeden Tag und das wäre ihre Basis. Wenn das gut geht, dann ändert sie das Mittagessen und probiert hier ein (!) neues Lebensmittel aus. Zum Beispiel Hirse statt Reis, die Beilage/Soße bleibt komplett gleich. Oder sie macht ihren Basistag und isst dann als Zwischenmahlzeit statt einer Banane ein Joghurt. Wenn es ihr schlecht geht, mach sie so lange ihren Basistag, bis es ihr wieder besser geht.
Nach und nach sollte sollte sie einen Grundstock an Lebensmitteln haben, die sie verträgt. Es werden auch Lebensmittel dabei sein, die sie mal verträgt und mal nicht. Die sollte sie dann nur essen, wenn es ihr wirklich gut geht.

Hallo dubravushka,

vielen lieben Dank für deine Antwort!

Das wäre ja meine Idee gewesen, das sie es so handhabt. Ich hab ihr sogar den Vorschlag gemacht, wir kaufen ihr ein schönes Notzbuch, wo sie ihr Ernährungsprotokoll führt oder ein Karteikartensystem mit Ampelfarben. Aber das wollte sie alles nicht. Leider ist sie halt auch sehr schnell gefrustet, wenn sie dann ein Lebensmittel, wie z.B.: Weißbrot, was sie IMMER vertragen hat, dann nicht mehr verträgt.

Es ist halt ein Teufelskreis, weil ihr das gleiche Essen jeden Tag schnell raushängt und auf der einen Seite ihre Frustration sehr schnell steigt.

Ich versuche sie ja jeden Tag zu ermutigen und dran zu bleiben, aber was sie dann wirklich tut, kann ich nicht beurteilen. Was ich halt nicht ratsam finde ist, dass sie jeden Tag vorm Internet sitzt und irgendwelche Nebenwirkungen von Lebensmitteln googelt.

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14. Juli 2017 um 8:17

Nun im Endeffekt ist sie eine erwachsene Frau und kann mit ihrer eigenen Gesundheit umgehen wie sie will. Sie wüsste den richtigen Weg und entscheidet sich dagegen und da kannst du leider nichts Anderes machen, als ihr ins Gewissen zu reden, wenn sie dir wieder mal sagt, dass es ihr schlecht geht.
Es ist schlimm zuzuschauen, wie die Eltern wenig auf ihre Gesundheit achten (das ist bei meinem Mann und seinen Eltern auch so), aber man kann da einfach nicht wirklich was ausrichten. Es ist ihre Entscheidung.

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14. Juli 2017 um 10:34

Ja es ist leider echt schlimm zu zusehen, aber es stimmt, mehr als zureden kann ich nicht. Man fühlt sich halt sehr hilflos, das ist das Problem. Danke dir für deine Ratschläge!

Lg 

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