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Schulweg alleine laufen

5. Juni 2018 um 22:51

Hallo,
Mein Sohn ist leichter Autist, 8 Jahre und hat einen Schulweg von 2 km. Die Jungs aus seiner Klasse fahren mit dem Roller. Ich erlaube ihm nicht mitzufahren da er aufgrund seiner autistischen Züge mit den Anforderungen, die da aufeinandertreffen ( grössere Kindergruppe, Konzentration auf den Roller  bei motorischen Schwierigkeiten und den Strassenverkehr) einfach noch nicht so gut klarkommt.
Natürlich will er jetzt aber auch alleine. Dann wenigstens laufen. Leider gibt es keine Kinder aus der Nachbarschaft, die den gleichen Schulweg haben. Also ist er alleine. 
Ich hab die Distanz beim Abholen immer weiter vergrössert und es hat ganz gut geklappt. Heute erzählt er, dass ihn eine Frau auf dem Weg angesprochen hat wie alt er wäre, ob er alleine ist und wo seine Mutter ist und auf welche Schule er geht.Sie hat ihn wohl auch am Arm gepackt weil sie dachte er rennt gleich über die Strasse. Leider hat ihr mein Sohn bereitwillig Auskunft gegeben obwohl ich ihm schon so oft erklärt habe, dass er sich nicht auf ein Gespräch mit Fremden einlassen soll. Eigentlich war ihm auch bewusst, dass er sich falsch verhalten hat aber wäre das jetzt ein Mensch mit bösen Absichten gewesen, hätte ihm das auch nichts genützt. Wie gesagt, er ist Asperger Autist und ihm fehlt da vermutlich  auch ein bisschen die Intuition für solche Sitationen.

Mir hat das heute gezeigt, dass er sich im Fall der Fälle wohl falsch verhalten würde und ich bin am Überlegen, ob ich das mit dem Schulweg allein gehen lassen verschieben soll. Andererseits ist es ihm sehr wichtig und ich will seine Selbstständigkeit ja auch fördern.

Wie würdet Ihr entscheiden?

 

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6. Juni 2018 um 9:35

Ich finde es super, dass dein Sohn dir vertrauensvoll von dem Vorfall erzählt hat. Ich finde das auch beunruhigend, würde aber versuchen nicht überzureagieren. Wenn er jetzt gar nicht mehr alleine gehen darf, wird er sich gut überlegen, was er dir in Zukunft erzählt, er fühlt sich bestraft. Ganz allein, würde ich ihn nicht gehen lassen. Gib ihm die Gelegenheit, nach einem Gespräch, zu beweisen, dass er verstanden hat, dass Fremde ignoriert werden.
Ja, zwischen verselbständigen und beschützen, machen Mütter einen echten Spagat.
Du machst dir so viele Gedanken, die sich wirklich am Kind orientieren, dass du spüren wirst, wann du mit gutem Gefühl etwas mehr loslassen kannst.... ih habe er  Eindruck, dass ihr auf einem guten Weg seid. Kleine Zwischenfälle und manchmal auch Rückschritte, gehören dazu  

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7. Juni 2018 um 9:20

Das ist schwierig, gerade bei der Diagnose. jedoch finde ich es gut, dass du ihn trotzdem zur selbständigkeit erziehen möchtest. 
das klingt jetzt blöd, aber es gibt GPS Tracker für Kids. Die tragen die Kids in der Tasche oder einfach in der Tasche. Es ist keine 1005ige Sicherheit, aber eine Beruhigung. 

Für die erste Tage der Umgewöhnung würde ich im sicheren Abstand ihm folgen und schauen ob es klappt und ihm dann den GPS Tracker erklären und in die Tasche packen.
Da dies ja eine besondere Situation ist. Finde ich es auch nciht schlimm das mans ein Kind mit einem GPS Gerät "verfolgt"

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