Forum / Meine Familie / Kinder und Erziehung

"Schulprobleme" 3. Klasse

28. September 2007 um 23:37 Letzte Antwort: 30. September 2007 um 11:31

Hallo.

Ich habe Drillinge(fast 9 Jahre),
2 Mädchen und ein Junge in der 3. Klasse.

Da sie ein Alter haben und IMMER lieber zusammen spielen, ist es sehr schwer, sie zum lernen zu bewegen.

Hausaufgaben notdürftig und schon sind sie zur Tür raus.
Die Noten liegen nun auf einmal bei 3 und 4.
Aufsätze liegen ihnen überhaupt nicht.
Wir müssten da wohl dringend mal lernen.
Mathe und .....nicht viel anders.

Von sich aus kommt keiner mal auf die Idee etwas zu lernen und ich fühle mich immer als böse Mama, wenn ich sie dazu "zwingen" muss.(Lern-CD....nach 10 min. ist der neue spannende Effect verflogen!!!)
Ihr rechnet 2 Seiten, dann gehen wir schwimmen, funktioniert noch.

ABER ICH MÖCHTE NICHT JEDEN TAG SCHWIMMEN!
Versteht mich jemand?

Hat bitte einer einen Rat oder Zauberspruch, wie die Kinder "freiwillig" etwas für die Schule tun würden?
Oder suche ich nach etwas nicht Existierenden?
Durch die 3er Kombination ist es ja auch so,als ob jeden Tag 1-2 Kinder zum spielen eingeladen würden. Langeweile ist meinen Kindern ein Fremdwort!

Bitte um HILFE!!

Vielen Dank.
Jessy


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29. September 2007 um 9:39

Token
Mir würde da jetzt spontan ein Token System einfallen.
Du sagst sie reagieen gut auf "wenn ,...dann schwimmen"

Das kannst du jetzt natürlich ausweiten. Sie könnten zum Beispiel irgendetwas sammeln(Goldtaler, Stempel, Muggelsteine,...) für das was sie zusätzlich leisten und wer eine bestimmte Anzahl zusammen hat bekommt etwas besonderse (einen Ausflug, zusätzliche Fernseh- oder Computerzeit,...).

Wichtig bei Token ist:
- der Zeitraum muss für die Kinder überschaubar sein, in dem Alter würde ich sagen eine Woche sammeln und am Wochenende einlösen
- es muss auf jeden Fall möglich sein und machbar sein für die Kinder es auch zu bekommen, zum Beispiel einen Taler für 20 Minuten vorlesen, einen für 20 Minuten zusätzliche Matheaufgaben,....
- die Möglichkeit es einzulösen muss gewährleistet sein, zum Beispiel Ausflug mit Papa oder Oma; hier sollten die Kinder selber ihre Vorschläge machen, denn was sie selber bestimmen, daran halten sie sich öfter als an das von uns auferlegte
- wenn einer von ihnen es nicht zusammen bekommt, dann muss er dies auch merken, dann geht der halt nicht mit oder darf halt nicht bestimmte Sachen machen
- bei diesem System ist es auch möglich individuelle Belohnungen auszumachen, also wenn ein Kind lieber etwas anders bekommt für seine Taler als ein anderes ist das okay; es muss VORHER abgesprochen sein
- erarbeitete Taler dürfen nur von dem Kind benutzt werden, welches er bekommenb hat; es wird als nicht getauscht oder verschenkt oder so.
- das Verhältnis muss stimmen, also es dürfen zum Beispiel nicht so viele Taler gesammelt werden, dass dann das ganze Wochenende Aktion gemacht werden muss, für 10 Taler eine großer Ausflug oder für 5 Taler 1 Stunde zusätzilcih fersehen oder Computer (5 Taler bedeutet ja 5 Mal 20 minuten lernen)

Viel Erfolg!

Isa


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29. September 2007 um 13:42
In Antwort auf agaue_12061777

Token
Mir würde da jetzt spontan ein Token System einfallen.
Du sagst sie reagieen gut auf "wenn ,...dann schwimmen"

Das kannst du jetzt natürlich ausweiten. Sie könnten zum Beispiel irgendetwas sammeln(Goldtaler, Stempel, Muggelsteine,...) für das was sie zusätzlich leisten und wer eine bestimmte Anzahl zusammen hat bekommt etwas besonderse (einen Ausflug, zusätzliche Fernseh- oder Computerzeit,...).

Wichtig bei Token ist:
- der Zeitraum muss für die Kinder überschaubar sein, in dem Alter würde ich sagen eine Woche sammeln und am Wochenende einlösen
- es muss auf jeden Fall möglich sein und machbar sein für die Kinder es auch zu bekommen, zum Beispiel einen Taler für 20 Minuten vorlesen, einen für 20 Minuten zusätzliche Matheaufgaben,....
- die Möglichkeit es einzulösen muss gewährleistet sein, zum Beispiel Ausflug mit Papa oder Oma; hier sollten die Kinder selber ihre Vorschläge machen, denn was sie selber bestimmen, daran halten sie sich öfter als an das von uns auferlegte
- wenn einer von ihnen es nicht zusammen bekommt, dann muss er dies auch merken, dann geht der halt nicht mit oder darf halt nicht bestimmte Sachen machen
- bei diesem System ist es auch möglich individuelle Belohnungen auszumachen, also wenn ein Kind lieber etwas anders bekommt für seine Taler als ein anderes ist das okay; es muss VORHER abgesprochen sein
- erarbeitete Taler dürfen nur von dem Kind benutzt werden, welches er bekommenb hat; es wird als nicht getauscht oder verschenkt oder so.
- das Verhältnis muss stimmen, also es dürfen zum Beispiel nicht so viele Taler gesammelt werden, dass dann das ganze Wochenende Aktion gemacht werden muss, für 10 Taler eine großer Ausflug oder für 5 Taler 1 Stunde zusätzilcih fersehen oder Computer (5 Taler bedeutet ja 5 Mal 20 minuten lernen)

Viel Erfolg!

Isa


Vielen Dank!
Hallo Isa.

Vielen Dank für die Ratschläge.
Klingt super das "Punkte-Sammelsystem".

Da ich wohl immer der Meinung war, direkt eine Belohnung fürs lernen zu geben, ging natürlich schnell die LUFT raus.

Es gab wohl zu schnell, zu viele Belohnungen.
Da können die Kids auch mal darauf verzichten, wenn man zum lernen keine Lust hat.
Jetzt müssen sie aber erst einmal lernen,
mit viel weniger Aktivität klar zu kommen.
Die Kinder sind sehr aktiv und wir Eltern auch, wobei es mir manchmal auch zu viel wird. 1-2x pro Woche Großspielplatz, Gokart-training, schwimmen, Freunde zum spielen(dann rennen 6 Kinder durchs Haus)
Wir haben den "Standard" wohl auch schon zu hoch angesetzt.
Fernsehen/Computer ist aber schon sehr selten.
Mir wird etwas einfallen.

Vielen Dank für deine super schnelle Hilfe!

Beste Grüße
Jessy

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30. September 2007 um 10:43

Hi Jessy
Ich habe meinem Freund davon erzählt, insbesondere hinsichtlich der Problematik der dauernd anwesenden "Spielkameraden".

Er war ab der fünften Klasse auf einem Internat und da gibt es dieses Problem natürlich auch. Sie hatten feste Studienzeiten, in denen gearbeitet werden musste. Die mussten und wurden immer eingehalten.

Wäre das was für euch?

lg
Stefanie

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30. September 2007 um 11:31
In Antwort auf runa_12850644

Hi Jessy
Ich habe meinem Freund davon erzählt, insbesondere hinsichtlich der Problematik der dauernd anwesenden "Spielkameraden".

Er war ab der fünften Klasse auf einem Internat und da gibt es dieses Problem natürlich auch. Sie hatten feste Studienzeiten, in denen gearbeitet werden musste. Die mussten und wurden immer eingehalten.

Wäre das was für euch?

lg
Stefanie

Gute Idee
Hallo Stefanie.

Das ist auch eine gute Idee.
Wobei da schon wieder die Vorgabe von mir gegeben wird.
Die Lernzeiten (guter Konzentrationszeitpunkt) sind recht individuell bei den Kindern.
Ich habe gestern das "Punktesystem" angefangen und im Moment läuft es super gut.
Die Kinder lesen, rechnen, schreiben...um schnell viele Punkte zu bekommen und damit auch eine Belohnung zu erhalten.
Ist da wieder die "Luft" raus, habe ich noch Deinen Vorschlag.
Schön, wenn es auch schon einen "Plan B" gibt.


Vielen, vielen Dank für die Hilfe.

Beste Grüße
Jessy

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